Weinmanufaktur Kasel/Ruwer 6 Riesling-Weine- http://weinmanufaktur-kasel.de/

 Foto: Helga König

Die #Weinmanufaktur_Kasel ist im Ruwertal zuhause und gehört zu der Wein-Region Mosel-Saar-Ruwer. Hier haben sich im Jahr 1934 aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus 13 Winzer zusammengeschlossen, um die Winzergenossenschaft Kasel zu gründen. Dahinter stand die Idee sich gegenseitig zu helfen, sowohl bei der Erzeugung ihrer Weine als auch bei der Vermarktung. 

Bereits 2 Jahre später ist die Anzahl der Mitglieder auf 32 angewachsen, auch weil sich Winzerfamilien aus den Nachbargemeinden #Mertesdorf und #Waldrach der Genossenschaft angeschlossen haben. 1938 konnte ein geeignetes Wirtschaftsgebäude mit Gewölbekeller erworben werden. Mittlerweile ist die Zahl der Mitglieder auf 12 geschrumpft, doch was sie alle eint, ist die große Leidenschaft für Wein und die nachhaltige Kultivierung der typischen Weinberge im #Ruwertal. 

Sie alle sind Winzer im Nebenerwerb, wobei sie auch genossenschaftlich alle ehrenamtlich engagiert sind. Mit einer Rebfläche von insgesamt ca. 3 Hektar, alles Steilhanglagen, sind sie vermutlich die kleinste Winzergenossenschaft Deutschlands. Die Lagen, die von den Nebenerwerbswinzern bewirtschaftet werden, gehören zu den besten an der Ruwer. Dabei wird alles per Hand gemacht, sowohl die Weinbergspflege, der Reb- und Laubschnitt und ganz besonders die selektive Lese. Angebaut wird ausschließlich #Riesling, ein ganz besonderer Qualitäts-Riesling, für den die Ruwer so geschätzt wird. 

Die Riesling-Weine sind geprägt von dem einzigartigen Terroir, das durch die Böden von Devonschiefer geprägt ist und dem speziellen Kleinklima hier an der Ruwer. So kommen schlanke, filigrane Rieslinge zustande, die von einer besonderen Mineraliät zeugen. Nachhaltiges Arbeiten im Weinberg, eine individuelle ertragsreduzierte Handlese und äußerst schonende Verarbeitung im Keller, dies sind die bedeutenden Merkmale der Philosophie des Weinmachens, im Sinne der besten Qualität, dies haben sich die Winzer der Weinmanufaktur Kasel auf ihre Fahnen geschrieben. Mit 40 Kilometer Länge ist die Ruwer ein Nebenfluss der Mosel, Weinbau wird hier seit der Zeit der Römer vor über 2000 Jahren betrieben und als kleinste Teil-Region im Weinbau-Gebiet Mosel verfügt das Ruwertal über die weltbesten Riesling –Steillagen, so etwa der Eitelsbacher Kathäuserhofberg, das Kaseler Nies´chen oder Maximin Grünhaus Abtsberg. Das Terroir ist das optimale Zusammenspiel von Klima, Topographie und Boden. Schiefer aus dem Devon ist die vorherrschende Bodenbeschaffenheit, die Rebstöcke müssen tief eindringen, um sich mit Nährstoffen zu versorgen, die die kargen Böden hergeben. 

Diese Nährstoffe finden sich dann in den Trauben wieder. Die Steilstlagen sind optimal zur Sonne ausgerichtet, was eine besonders gute Reifung des Rebgutes garantiert. Nachts kühlt die Luft ab, was besonders der Säure zugutekommt. Die Lagen an der Ruwer sind zudem von kalten Nord- und Ostwinden geschützt, dafür sorgen Eifel und Hunsrück. Die Lagen der Weinmanufaktur Kasel gehören absolut zu den besten an der Ruwer, als da sind: Kaseler Hitzlay, Kaseler Nies´chen und Kaseler Kehrnagel. Hier entstehen große Riesling-Weine, die weit über Deutschland und Europa geschätzt werden. Diese mit Respekt und Freude zu verkosten, dies steht nun an:

 Foto: Helga König


2018 ANNEs Riesling Kabinett feinherb

Beginnen wollen wir unsere interessante Verkostung von den Weinen von der Ruwer mit diesem 2018er Riesling, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett ausgebaut wurde und zwar feinherb. Dabei handelt es sich um einen Gutswein. Wie oben bereits erwähnt, besitzen die Winzer von der Weinmanufaktur ganz exzellente Steillagen im Ruwertal, die sich ganz besonders eignen für den Anbau von Riesling. Dabei spielt die Bodenbeschaffenheit eine äußerst wichtige Rolle, aber auch die Exposition und das spezielle Kleinklima. Die Böden bestehen aus Devonschiefer, entstanden vor etwa 400 Millionen Jahren. Die Weinberge sind nach der Sonne ausgerichtet, südwestlich bis südöstlich. So können die Trauben durch die geschützten Lagen tagsüber bestens reifen, während sie des Nachts kühle Luft erhalten, die auch sehr förderlich für die Säure ist. Durch Hunsrück und Eifel sind die Reben vor kalten Ostwinden geschützt, sodass die Trauben bis in den November reifen können.

Im Glas zeigt sich der 2018er Riesling Kabinett feinherb in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Wein den nötigen Sauerstoff geben, damit er sich komplett entfalten kann. Jetzt zeigen sich dezente Aromen in der Nase, die frischfruchtig sind und an Aprikose und Anklänge von Wiesenkräutern erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine milde Säure ergänzt. Der 2018er Riesling Kabinett ist leicht und fruchtig mit einer dezenten Restsüße, dank des feinherben Ausbaus. Dabei kommen gerade die intensiven Pfirsicharomen deutlich zum Vorschein. Der Wein ist präsent, leicht und verkörpert ganz deutlich einen typischen Riesling von der Ruwer. Großartig!

Der 2018er ANNEs Riesling Kabinett feinherb hat 9,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2018 Jupp´s Riesling Hochgewächs halbtrocken

Es folgt nun ein weiterer Riesling aus der Rubrik Gutswein mit diesem 2018er Riesling Hochgewächs, der halbtrocken ausgebaut wurde. Den Winzern der Weinmanufaktur kommt es ausschließlich auf die beste Qualität ihrer Weine an. Dafür geben sie alles. Das Ziel ist, bekömmliche Rieslinge zu erzeugen, die schlank und filigran sind, mit Mineralität und geringem Alkoholgehalt. Die Weine sind Terroir-geprägt, also vom Devonschiefer, in den die Rebstöcke mit ihren Wurzeln tief eingedrungen sind. So können sie die notwendigen Nährstoffe aufnehmen und nur so besteht die Möglichkeit an genügend Wasser zu gelangen. Beides ist jedoch ganz besonders wichtig für den klassischen Riesling aus dem Ruwertal. Daneben zeichnen sich die Weine von der Manufaktur Kasel durch Klarheit, einem individuellen Charakter und durch handwerkliches Können aus. Dies beruht auf der jahrzehntelangen Erfahrung, dem einzigartigen Wissen über ihre Lagen und dem perfekten Ausbau der Riesling-Weine, die so unverwechselbar und einzigartig sind. Dass dabei der Aufwand besonders groß ist, etwa durch die manuelle Bewirtschaftung der Steillagen, etwa bei der Ertragsreduktion und der Handlese, all dies wird klar, wenn man sich schon einmal die Weinberge in Kasel angesehen hat. Nur so kommt die ausgezeichnete Qualität zustande, die auch ganz besonders diesen 2018er Riesling Hochgewächs halbtrocken qualifiziert.

Im Glas überzeugt der Wein farblich mit einem blassen Hellgelb mit grünen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen auch jetzt der Hinweis auf den wichtigen Sauerstoff. Die olfaktorische Prüfung danach ist eine Freude für die Nase, denn sie erinnert an Aromen von Wiesenkräutern, Lindenblüten und Limonen. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt. Eine saftige, pikante gut integrierte Säure ergänzt das Geschmacksbild vorzüglich. Der 2018er Riesling Hochgewächs trocken ist animierend, leicht, erfrischend und besitzt durch den halbtrockenen Ausbau eine angenehme Restsüße. Der Wein punktet mit einer schönne Länge im Abgang, wobei noch einmal deutlich ist, wie gelungen das Zusammenspiel von Frucht, Säure, Frische und Mineralität ist. Exzellent!

Der 2018er Jupp´s Riesling Hochgewächs halbtrocken hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König


2018 Leo´s Riesling Hochgewächs trocken

Es folgt nun ein weiterer Wein mit diesem 2018er Riesling Hochgewächs, der trocken ausgebaut wurde. Auch hier sind die Trauben in den ganz besonderen Lagen der Weinmanufaktur Kasel gewachsen, also in dem Terroir was so typisch ist für die Weine von der Ruwer. Hier auf den kargen Schieferböden mit meist wenigen Nährstoffen, müssen die Reben sich tief ins Gestein arbeiten, um mit genügend Wasser und Mineralien versorgt zu werden. Dafür bekommen sie die vom Schieferboden tagsüber gespeicherte Wärme nachts wieder zurück, was wiederum der Reife der Trauben zugutekommt. Bei der Weinbergspflege kommt es den Winzern der Weinmanufaktur ganz entscheidend auf die Nachhaltigkeit an.

Diese wird auch dadurch erreicht, dass die Bearbeitung im Einklang mit der Natur stattfindet. In der Weinmanufaktur Kasel sind die Rieslinge in zwei Kategorien eingeteilt. Es beginnt mit den Basisweinen, also den Gutsweinen und setzt sich fort mit der Rubrik Lagenweine. Bei dem hier verkosteten 2018er Riesling Hochgewächs trocken handelt es sich ebenfalls wie zuvor um einen Gutswein. Der Begriff Hochgewächs gilt für eine ganz besondere Art von Riesling. Dabei muss es sich um einen "Typenwein besonderer Herkunft" handeln, der die Qualitätsstufe Q.b.A. aufweist, mit einem Mostgewicht von 7 bis 10 Grad Oechsle mehr als der in der Wein-Region übliche Richtwert und sollte einen höheren Alkohol-Gehalt von 1,5% vol/alc vorweisen, als im Anbau-Gebiet üblich.

Farblich präsentiert sich der Riesling in einem hellen Gelb mit grünlichen Reflexen. Auch jetzt ist es angesagt, den Wein zu belüften, damit er sein ganzes Potential offerieren kann. Das Ergebnis in der Nase sind frisch-fruchtige Anklänge nach Pfirsich und Grapefruit. Geschmacklich werden diese Fruchtaromen in Mund und Gaumen perfekt bestätigt und durch eine pikante Säure ergänzt, sodass ein wunderbarer Frucht-Säure-Bogen entsteht.

Der 2018er Riesling Hochgewächs trocken ist durchaus leicht und fruchtig und punktet mit einer schönen Länge im Finish, zudem noch mit der nötigen Frische, die einen solchen herrlichen Ruwer-Riesling erst perfekt macht. Wunderbar!

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Kaseler Kehrnagel Riesling Spätlese trocken

Mit dem jetzt verkosteten 2018er Riesling trocken in der Prädikatsstufe Spätlese kommen wir zu den Premium-Weinen der Weinmanufaktur Kasel. Dabei handelt es sich um einen ausgesuchten Lagenwein, denn die Trauben stammen aus der Spitzenlage Kaseler Kehrnagel, einer Weinbergslage, die weit über Deutschland hinaus, besonders bei den Rieslingfreunden weltweit geschätzt wird. Die Einzellage Kaseler Kehrnagel hat eine Gesamtgröße von 11,6 Hektar, bei einer Exposition nach Süd bis Südwest und die Steilhanglage weist ein Gefälle zwischen 15 bis 60 Prozent auf. Die Bodenbeschaffenheit besteht aus mittelgründigem, schwach steinigem Schieferverwitterungsboden. Durch die umliegenden Berge ist die Lage vor kalten Winden geschützt. Die Wasserführung der Böden ist gut, jedoch teils sehr tiefgründig, sodass die Wurzeln der Rebstöcke tief eindringen müssen, um sich mit der nötigen Feuchtigkeit richtig versorgen zu können.So erlangt der Wein seine ausgezeichnete Mineralität und auch trockene Phasen können den Rebstöcken nichts anhaben, wenn diese schon einige Jahre im Boden wurzeln.

Spitzenlagen wie der #Kaseler_Kehrnagel sind gerade für Riesling-Weine das „non plus ultra“, hier entstehen die allerbesten. Deshalb ist es so wichtig, sie nachhaltig zu bewirtschaften, damit auch viele Generationen später die Klasse-Weine aus diesen Lagen noch genießen können, wie diese 2018er Kaseler Kehrnagel Riesling Spätlese trocken. Farblich präsentiert sich der Wein in einem blassen Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Über Sauerstoff ist bereits zuvor alles gesagt, bitte also nicht vergessen. Jetzt hat die Nase ihren großen Moment, denn die Anklänge an fruchtige Aromen wie rote Johannisbeeren, Pfirsich und ein dezenter Kräuterduft sind das überaus angenehme olfaktorische Erleben.

Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge eindeutig geschmacklich bestätigt. Die 2018er Kaseler Kehrnagel Riesling Spätlese trocken besitzt eine knackige Säure, sodass ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel zustande kommt, nicht ohne von der feinen Fruchtsüße geprägt zu sein. Der Wein ist überaus animierend, besitzt eine von den Pfirsichnoten geprägte Gaumenaromatik, ist natürlich auch mit einem langen Nachhall versehen, der noch einmal alle positiven Geschmackselemente hervorhebt einschließlich der überzeugenden Frische, die einen solchen Spitzen-Riesling erst perfekt macht. Á la bonne heure!

Die 2018er Kaseler Kehrnagel Riesling Spätlese trocken hat kraftvolle 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König

2018 Kaseler Nies´chen Riesling Spätlese


Ein weiterer Wein aus den Spitzenlagen der Weinmanufaktur Kasel kommt nun mit dieser 2018er Riesling Spätlese zu Verkostung. Der Prädikatswein wurde fruchtsüß ausgebaut. Das Traubengut stammt aus der weltbekannten Lage Kaseler Nies´chen, eine der besten Lagen die es für Riesling-Weine hierzulande gibt. Es ist diese Lage, die mit dazu beiträgt, dass der Ruwer-Riesling seine einmalige Reputation bei den Riesling-Freunden in aller Welt erhält, zudem sind es diese Weine, dass Deutschland mittlerweile wieder als führendes Erzeugerland für den Riesling positioniert ist. Die Einzellage Kaseler Nies´chen besitzt eine Gesamtgröße von 14,2 Hektar mit einer Disposition nach Süd-Südwest und einem Gefälle zwischen 15 bis 7o Prozent.

Die Bodenbeschaffenheit besteht aus Schieferverwitterungsböden mit einem Gesteinsanteil von 40 bis 60 Prozent. Versehen mit blauen Schieferplatten, zeigt sich der Boden flach- bis mittelgründig, wobei in manchen Parzellen viel Feinerde am Hangfuß vorhanden ist. Im oberen Hangbereich mit windexponierter Lage besteht eine hohe Sonnenreflektion durch den besonderen Schieferanteil, allerdings mit geringem Wasserhaltevermögen. Am Hangfuß entstehen sehr hohe Temperaturen durch die Sonneneinstrahlung in den windgeschützten Parzellen.

Die Lage Kaseler Nies´chen bringt ganz typische charakterstarke Rieslinge hervor, die hochelegant, filigran und würzig-mineralisch sind und unverkennbar das Terroir widerspiegeln, so wie diese 2018er Kaseler Nies´chen Riesling Spätlese. Das Auge nimmt den Wein im Glas wahr mit einer brillanten hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Nach der Belüftung der Spätlese zeigt die olfaktorische Bewertung wunderbare Aromen in der Nase, die Noten von Aprikose, Pfirsich, rote Johannisbeeren und Wiesenkräuter aufzeigen. Geschmacklich werden diese Anklänge bestätigt, die bestens integrierte Säure trägt den Fruchtbogen optimal, wobei auch die feine Mineralität deutlich wird. Die feine Fruchtsüße ist dem entsprechenden Ausbau geschuldet, ohne dabei aber zu dominieren. Der Wein ist komplex, besitzt ein beindruckendes Volumen und verzückt mit einem langen, saftigen Nachhall. Superb!

Die 2018er Kaseler Nies´chen Riesling Spätlese hat 9% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Kaseler Nies´chen Riesling Spätlese feinherb Alte Reben

Beenden wollen wir unsere feine, überzeugende Verkostung der Weine von der Weinmanufaktur Kasel mit einem weiteren Premium-Wein aus der Genossenschaft in Kasel an der Ruwer und zwar einem Riesling der ebenfalls in der Spitzenlage Kaseler Nies´chen gewachsen ist. Wie bei dem Wein zuvor, besitzt er die gleichen Vorzüge, die diese Lage anzubieten hat. Allein die Tatsache, dass die Trauben von „Alten Reben“ stammen und der Riesling feinherb ausgebaut wurde, macht den Unterschied, nicht in der Qualität, denn beide Weine zeigen sich auf höchstem Niveau und mit allerbester Qualität, sie unterscheiden sich aber im Geschmack, eben fruchtsüß, jetzt feinherb. Dass das Rebgut von "Alten Reben" stammt, ist deshalb bemerkenswert, da die Rebstöcke aufgrund ihres Alters, wir sprechen hier von einer Spanne von etwa 30 bis über 100 Jahren, so die Begrifflichkeit „Alter Reben“, besonders tief in den Boden eingedrungen sind, mit allen Vorteilen bei der Versorgung mit Wasser und Mineralien. Oftmals sind die Beeren dann eher kleinwüchsig, allerdings dadurch sehr intensiv in ihrer geschmacklichen Substanz.

So sind die Weine einfach dichter, ausgeprägter im Geschmack und verkörpern ganz intensiv das Terroir. All dieses finden sich auch hier bei dieser wunderbaren 2018er Kaseler Nies´chen Riesling Spätlese feinherb „Alte Reben“. Im Glas zeigt sich der Wein in einer brillanten, hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Achtung Sauerstoff bitte, der Ausnahme- Riesling hat es verdient, wird doch auch so dem Wein und seinem Erzeuger der richtige Respekt entgegen gebracht. Die Nase nimmt nun Fruchtaromen-Anklänge wahr, die an Aprikose, Grapefruit und feine Zitrus -Nuancen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die olfaktorischen Wahrnehmungen geschmacklich aufs Beste bestätigt und durch eine gut ausbalancierte Säure ergänzt. Der Riesling punktet mit einem ausgeprägten Geschmack, wobei sich Fruchtaromen, die feine Säure und die subtile Mineralität bestens ergänzen. Dies wird noch einmal bei einem langen Finish wunderbar bestätigt. Wer eine große Riesling Spätlese aus einer Spitzenlage von der Ruwer sucht, der ist hier absolut fündig geworden Chapeau!

Die Kaseler Nies´chen Riesling Spätlese hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die erstklassischen Rieslinge aus der Weinmanufaktur Kasel an der Ruwer verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle 6 Rieslinge sind von höchstem Niveau und von allerbesten Qualität, so viel vorweg. Bereits die Gutsweine zeigen deutlich, worauf es den Winzern der Manufaktur ankommt, denn allein die ganz besondere Qualität ist die Philosophie, nach der die Weine erzeugt werden. Dass dazu das absolut geeignete Terroir hier in den Spitzenlagen vorhanden ist, dies zeigt die Analyse der Weinberge. Aber dieses Terroir muss auch umgesetzt werden, damit große Rieslinge entstehen können. Und hier zeigt sich deutlich, welche Erfahrung, welches Wissen, welches Engagement und welches Herzblut bei den Winzern vorhanden sind, die optimalen Weine legen Zeugnis davon ab. Wie gut ein Weingut oder eine Genossenschaft wirklich ist, dies zeigt sich bereits deutlich bei den Gutsweinen. Überzeugt hier die Qualität, dann sind auch die Lagenweine grandios. Und dies ist in der Weinmanufaktur absolut der Fall. Die Weine der Lagen Kaseler Kehrnagel und Kaseler Nies´chen sind Spitzen-Rieslinge vom Feinsten. Uns haben die Weine von vermutlich Deutschlands kleinster Winzergenossenschaft überzeugt, sie schmecken einfach ausgezeichnet. Überzeugt hat uns auch das Geschmacks-Leistungs-Verhältnis, denn solche Rieslinge zu einem derartigen moderaten Preis, dies ist schon mehr als erwähnenswert.

 Deshalb: Absolut empfehlenswert.

 Peter J. und Helga König

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