Dieses Blog durchsuchen

Winzerverein Deidesheim e.G. Deidesheim/Pfalz 1x Paket für Spargelfreunde und 1 x Paket voller Rosé

 Foto: Helga König

In Deidesheim in der Pfalz wird bereits seit über 2000 Jahren Wein kultiviert. Die Römer haben die Rebpflanzen mit in die Region an die Mittelhaardt gebracht, um hier Wein anzubauen, den sie in großen Mengen, sowohl für ihre Soldatenheere, als auch für das Verwaltungs-Personal benötigten. Wein war damals auch immer ein Teil der Besoldung. Da ja die wichtigste Heerstrasse in Germanien entlang des Rheins verlief, von Süden nach Norden mitten durch die Pfalz, hat es vor 2 Jahrtausenden schon große Rebpflanzungen gegeben, zumal die klimatischen Bedingungen im Rheintal an den Hängen des Pfälzer Waldes sich bestens für den Weinanbau eigneten.

Dies ist bis heute auch so geblieben, die Pfalz ist das zweitgrößte Anbaugebiet hierzulande. Deidesheim spielt dabei eine ganz zentrale Rolle, denn hier und in den unmittelbaren Nachbarschaft-Gemeinden befinden sich das größte Rieslings-Anbaugebiet in der Bundesrepublik. Im Jahre 1898 haben sich 45 Winzer der traditionellen Weinbau-Gemeinde zusammengeschlossen, um als Winzerverein Deidesheim bessere Erzeuger- und Vermarktungschancen zu besitzen. Damit ist die Genossenschaft die älteste Winzer-Vereinigung in der Pfalz überhaupt, und mit 165 ha Rebfläche auch eine der größten. Der Winzerverein Deidesheim hat das Glück über eine Vielzahl von ganz außerordentlichen Lagen zu verfügen.

Sie sind sowohl in der Pfalz als auch in ganz Deutschland die Spitze. Die Weine aus diesen Lagen erfreuen sich weltweit größter Beliebtheit, sie sind überaus begehrt. Die Lagen im Einzelnen sind: Forster Ungeheuer, Deidesheimer Grainhübel, Deidesheimer Maushöhle, Deidesheimer Kieselberg, Deidesheimer Leinhöhle, Ruppertsberger Reiterpfad, Deidesheimer Paradiesgarten, Deidesheimer Kalkofen, Deidesheimer Herrgottsacker und Deidesheimer Hofstück. Das Terroir ist absolut grandios, sowohl von den klimatischen Bedingungen her, etwa durch den Schutz des Pfälzer Waldes gegen kalte Winde, ebenso mit 1800 Sonnenstunden, aber besonders auch durch die exzellente Bodenbeschaffenheit mit verwittertem Buntsandstein und Anteilen von Lehm, Geröll, Kalk und Ton. Dem exponierten Terroir entsprechend ist es möglich, eine Vielzahl von Rebsorten anzubauen. 

Im Weißwein-Bereich steht mit Abstand der Riesling mit mehr als 60% der Rebfläche an der Spitze. Darüber hinaus gibt es Müller-Thurgau, Gewürztraminer, Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Morio Muskat, Kerner, Auxerrois, Silvaner und Rieslaner. Als Rotweinsorten sind es Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser, Regent, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Winzer des Deidesheimer Winzervereins fühlen sich ohne Wenn und Aber allein der Qualität verpflichtet. Dabei liegt ihre ganze Aufmerksamkeit auf den entscheidenden Kriterien die eine Spitzen-Qualität ausmachen. Beginnend mit dem Natur-schonenden Umgang im Weinberg, bekanntlich liegt hier die Basis jeden guten Weins, über eine selektive Lese bis hin zur absolut schonenden Verarbeitung im Keller, die Mitglieder des Winzervereins unternehmen alles, um Weine zu kreieren, die die höchsten Ansprüche erfüllen. Bestätigt wird dies nicht nur durch das weltweite Kundeninteresse, auch bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen werden die Weine mit höchsten Auszeichnungen bedacht, etwa durch die Landwirtschaftskammer von Rheinland-Pfalz oder auch bei der AWC Vienna, der größten fachlichen Weinverkostung weltweit. Nach so viel Theorie ist es jetzt eine Freude die 5 Weine und den Sekt zu verkosten: 

 Foto: Helga König

Paket für Spargelfreunde 

4x 2018 Cuvée weiss trocken Purist + 4x 2019er Weißburgunder trocken +  4x 2018 Spätburgunder Rosé trocken 


 Foto: Helga König

2018 Cuvée weiss trocken Purist

Die hier anstehende Cuvée weiss stammt aus dem Jahrgang 2018. Der Wein wurde trocken ausgebaut. Allerbeste Weissweine aus den Spitzenlagen der Deidesheimer Winzer ist die Grundlage zu dieser wunderbaren Cuvée. Dabei bevorzugen die Weissweine gute, nicht zu heiße Lagen mit tiefgründigen, kräftigen Böden. Solche Voraussetzungen finden sich idealerweise in den ganz bestimmten Weinbergen des Deidesheimer Winzervereins, sodass hier eine Cuvée aus sortentypischer Weinen entstehen konnte, die einen ganz eigenen Charakter besitzt, eben wie dieser 2018er Purist trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Um eine vollständige olfaktorische Prüfung zu ermöglichen, sollte man der frischen Cuvée zunächst genügend Sauerstoff gönnen, damit sie sich komplett entfalten kann. Jetzt werden feine Duftaromen wahrgenommen, die an exotische Früchte wie Mango und Ananas erinnern und durch Zitrusnoten ergänzt werden.

Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung statt. Es ist die besonders gut eingebundene, milde Säure, die die Fruchtnoten optimal trägt. Die 2018er Cuvée trocken ist intensiv, duftig, feinfruchtig und saftig und besitzt eine harmonische Säure. Der Wein ist dabei sehr geschmackvoll, leicht und unkompliziert mit einer langanhaltenden, fruchtigen Frische im Abgang. --- Eine solche Cuvée bringt große Trinkfreude, bei einem Glas wird es dabei bestimmt nicht bleiben, dafür schmeckt sie einfach zu gut. Top! 

Die 2018er Cuvée trocken Purist hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König

2019er Weißburgunder trocken

Mit diesem 2019er Weißburgunder trocken kommt ein ganz besonderer Wein zur Verkostung. Weißburgunder, franz. Pinot Blanc, gehört zur Burgunderfamilie, mit die edelsten Rebsorten überhaupt, die in den Lagen der Deidesheimer Winzer optimale Entfaltungschancen vorfinden. Ihr Ursprung liegt in der französischen Region Burgund, von wo die Burgunder-Rebsorten ihren Siegeszug um die ganze Welt gestartet haben. In Deutschland erfreut sich speziell der Weißburgunder größter Beliebtheit und hier gehören diese Weine aus der Pfalz mit zum Besten was in den deutschen Weinbau-Regionen erzeugt wird. Dass dies so ist hat wiederum maßgeblich mit den exzellenten Lagen zu tun, wie sie auch der Winzerverein Deidesheim aufweisen kann. 

Diese Lagen zeichnen sich durch ein optimales Klima aus und dessen Bodenbeschaffenheit aus rotem und gelben Sandstein, Lehm und Geröll besteht. Bei der Vinifizierung konnte der 2019er Weißburgunder trocken in aller Ruhe auf einem Vollhefelager verbringen.- Die Farbe des Weins im Glas ist ein leuchtendes Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier sollte zunächst wieder der Weißburgunder genügend belüftet werden, damit die Aromenvielfalt sowohl in der Nase als auch beim Geschmack die gesamte Beachtung finden kann. 

Olfaktorisch überzeugt der Wein mit feinen Fruchtnoten, die an Honigmelone und einen leichten Karamellton erinnern. Gepaart mit der richtigen Säure kommt so ein Frucht-Säure-Spiel zusammen, das sehr harmonisch und voll im Geschmack überzeugt. Dieser wunderbare Weißburgunder punktet mit ausgeprägter Frucht, gut ausbalancierter Säure und einem langen Finish, das neben allen herausragenden Geschmackskomponenten auch über eine ganz exzellente Frische verfügt.

Einfach großartig! 

Der 2019er Weißburgunder trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

 Foto: Helga König

2018 Spätburgunder Rosé trocken 

Der jetzt verkostete 2018er Spätburgunder Rosé trocken wurde ebenfalls auf den exzellenten Lagen des Deidesheimer Winzervereins erzeugt. Als Rosé stammt der Wein von der Spätburgundertraube. Auch Spätburgunder gehört bekanntlich zur Burgunder-Familie und gilt bei den Rotwein-Freunden als der König unter den Roten. Roséweine sind hellfarbige Weine, die von roten Trauben stammen, aber im Gegensatz zu Rotweinen wie Weissweine ausgebaut werden. Dabei bleibt der weiße Saft nur für wenige Stunden auf der Maische aus den roten Beerenhäuten, sodass schließlich dieser ganz spezielle rosarote Farbton entsteht, der dem Rosé diese Frische und Trinkfreude verleiht. Die Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz hat den Rosé mit der Silbernen Kammerpreismünze bedacht.

Im Glas zeigt sich der Wein in dieser hellen Rosé-Farbe. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf genügend Sauerstoff, damit der Wein sein ganzes Potential anbieten kann. 

Anklänge an beerige Fruchtnoten aber auch Eukalyptus werden mit der Nase wahrgenommen, ebenso eine feine Zitrusnote. Geschmacklich werden diese Fruchtaromen im Mund und am Gaumen eindrucksvoll bestätigt. Ein großartiger Frucht-Säure-Bogen komplettiert den Geschmacksrahmen, wobei die gut eingebundene Säure dem Wein Kraft, Klarheit und einen besonderen Schmelz verleiht. 

Im langen Abgang zeigen sich zudem diese wunderbare Frische, die diesen Spätburgunder-typischen Rosé so animierend und geschmackvoll macht. Welch ein großartiges Trink-Erlebnis. Exzellent! 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König

Paket voller Rosé 

2 x 2018er Rosalie Rosé feinherb, 2 x 2019er Spätburgunder Blanc de Noirs feinherb und 2 x Pinot Rosé Sekt Brut 2018



 Foto: Helga König

2018er Rosalie Rosé feinherb 

Das besondere Rosé-Paket des Winzervereins Deidesheim startet mit diesem außergewöhnlichen Rosé-Wein, dem 2018er Rosalie Rosé, der feinherb ausgebaut wurde. Basierend auf ausgesuchtem roten Traubengut ist hier ein Wein entstanden, der nicht nur hervorragend schmeckt sondern sich auch besonders gut als Sommer- oder Terrassenwein eignet. Da ist es nur folgerichtig, dass die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz den Rosé mit der Silbernen Kammerpreismünze prämiert hat. Rosé-Weine werden weiß gekeltert, die unterschiedlichen Farbnuancen entstehen dadurch, wie lange der weiße Saft der Rotwein-Trauben auf der Maische verbracht hat. Dies kann durchaus zu unterschiedlichen Nuancen beim rosaroten Farbton führen. Gerade in den mediterranen Wein-Regionen werden so Rosé erzeugt, die farblich eher einem Rotwein gleichen und es sind doch Rosé-Weine, eben durch den Ausbau wie bei einem Weisswein, in der Regel im gekühlten Edelstahltank.

Im Glas wartet dieser Ausnahme-Rosé mit einer leuchtenden, intensiven Rosa Farbe mit brillanten Reflexen auf. Wunderbare Anklänge betören die Nase, die an ganz viel rote Frucht von frischen Himbeeren und Erdbeeren erinnern. Diese feine Fruchtfülle wird ebenso im Mund und am Gaumen geschmacklich nachvollzogen, wobei gleichzeitig diese perfekt eingebundene Säurestruktur wahrgenommen wird, ohne die der Rosé nicht diesen phänomenalen feinherben Fruchtgeschmack entwickeln könnte.

Alles zusammen ist bestens ausbalanciert, Frucht, Säure und Frische bilden ein ideales Geschmacks-Erlebnis. Dieses ist bis in den Nachhall präsent und zeigt wie gelungen, wohlschmeckend und animierend dieser Wein ist. Fabelhaft!

Der 2018er Rosalie-Rosé feinherb hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König:

2019 Spätburgunder Blanc de Noirs feinherb 

Welches exzellente Terroir die Winzer des Deidesheimer Winzervereins besitzen, zeigt der jetzt verkostete 2019er Spätburgunder Blanc de Noirs feinherb. "Blanc de Noirs", frei übersetzt, "Weiß aus Schwarzen", bedeutet, dass ein Wein aus roten Trauben erzeugt worden ist, hier Spätburgunder, der aber weiß gekeltert wurde. Dabei wird unmittelbar nach der Pressung der weiße Saft von den roten Beerenhäuten getrennt, die ja die roten Farbpigmente enthalten, sodass bei einer Maischegärung dann der Rotwein entsteht. Wird allerdings sofort Saft und Beerenhaut getrennt, kommt so ein fast weißer Rebensaft zustande, der dann nach Art eines Weißweines vinifiziert wird. Ein ganz leichter Rosé-Ton lässt sich aber kaum vermeiden, da bei der überaus vorsichtigen Pressung immer einige Traubenschalen verletzt werden und so roter Pigment-Farbstoff doch in den hellen Saft gelangen kann. Auch dieser Wein wurde von der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz mit der Silbernen Kammerpreismünze geehrt.

In den Deidesheimer Lagen gedeihen die verschiedenen Rotwein-Sorten prächtig, wie dieser Spätburgunder zeigt. Auf Lehm, Letten, Sand, Kies und sandigem Lehm gewachsen, haben die Rebstöcke allerbestes Traubengut entwickelt, das selektiert gelesen, äußerst schonend im Keller verarbeitet wurde, um dabei in aller Ruhe zu einem Blanc de Noirs verarbeitet zu werden.

Im Glas zeigt sich der 2019er Spätburgunder Blanc de Noirs feinherb in einem ganz zarten, hellen Rosé-Ton mit leicht brillanten Reflexen.

Im Mund und am Gaumen präsentiert sich der Wein geschmacklich mit einem facettenreichen Aromenspiel nach Eisbonbons, Maracuja und Zitrusnoten. Begleitet werden dies Fruchtanklänge durch eine wunderbar frische, lebendige Säure und eine dezente Restsüße.

Der Wein ist vollmundig, ausdrucksstark, dazu angenehm leicht und beschwingt bei einem langen frischen Nachhall. Dieser "Blanc de Noirs" eignet sich ebenso vorzüglich als Sommerwein, doch auch als Begleiter leichter, frischer Speisen wie Salate und hellem Fleisch ist er optimal. Superb!

Der 2018er Spätburgunder Blanc de Noirs feinherb hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

 Foto: Helga König

Pinot Rosé Sekt Brut Flaschengärung 

Gerade weil der Winzerverein Deidesheim so absolut hochwertige Weine erzeugen, ist es möglich zudem Sekte zu kreieren, die von ganz außerordentlicher Qualität sind und mit einem Geschmack aufwarten, der begeistert. Bekanntlich ist ein Sekt ja nur so gut wie der Basiswein der zur Versektung genommen wurde. Der Kellermeister hat deshalb die erstklassigen Pinot Rosé Weine aus den speziellen Lagen von Deidesheim nach dem Verfahren der klassischen Flaschengärung versektet und ihnen dabei genügend Zeit gelassen in aller Ruhe heranzureifen. So ist ein typischer, fruchtiger Rosé-Sekt entstanden, der "brut" ausgebaut, über viel Klasse und einen intensiven Geschmack verfügt.

Im Glas wird die leuchtend hellrosa Farbe sichtbar. Es ist zudem die feine Perlage die Frische im Mund signalisiert und auf ein willkommenes Sekt-Erlebnis hinweist. Dabei registriert die Nase einen typischen Pinot Rosé-Duft nach Rabarber, Himbeeren und Erdbeeren. Brut ausgebaut, punktet der Pinot Rosé-Sekt mit einer lebendigen, angenehmen Säure, die sich ideal mit den fruchtigen Aromen-Nuancen verbindet und so zu einem frischen, lebendigen Sekt-Vergnügen wird.

Als Aperitif zu einem schönen Essen ist der Pinot Rosé-Sekt Brut ideal, aber auch für jeden Empfang eignet er sich bestens, nicht zu vergessen zur besonderen Erfrischung und Erbauung. Chapeau!

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

Abschließend nun unser Fazit: 

Der Winzerverein Deidesheim ist nicht nur durch den pittoresken Weinort über die Grenzen der Pfalz in ganz Europa bekannt, seinen eigentlichen weltweiten exzellenten Ruf für Spitzenweine verdankt die Genossenschaft ihren Ausnahme-Lagen, die besonders für große Weine bekannt sind. Aber, und dies soll hier auch gesagt werden, Weine von einem solchen herausragenden Terroir müssen auch immer erst spitzenmäßig auf die Flasche gebracht werden. Und hier leisten die Winzer, die Kellermeister, ja das ganze Team des Winzervereins Deidesheim sehr erfolgreiche Arbeit. Dies bestätigen sowohl das Paket für Spargelfreunde und das Rosé-Paket.

Alle Erzeugnisse sind auf höchstem Niveau, ihre Qualität ist einfach nur großartig. Die Weine sind Terroir-geprägt, besitzen einen unverkennbar eigenen Charakter, viel Substanz und verfügen über ein exzellentes geschmackliches Volumen. Dies meinen nicht nur wir, die nationale und internationale Fachwelt sieht dies ebenso, sei es durch die höchsten Medaillen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und bei der AWC Vienna. Nimmt man dann noch das erstklassige Preis-Leistungs-Verhältnis hinzu, bleibt ganz zum Schluss die Erkenntnis:

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: http://shop.winzervereindeidesheim.de/ 

#Burkheimer_Winzer, Vogtsburg-Burkheim am Kaiserstuhl 3 Weissweine, 1 Rosé und 2 Rotweine

 Foto: Helga König
#Burkheim ist eine der ältesten Gemeinden in Deutschland, wo Wein erzeugt wird. Bereits im Jahr 778 wurde hier nachweislich Wein angebaut, und es ist zu vermuten, dass bereits die Römer, die ja entlang des Rheins ihr Territorium immer weiter nach Norden ausgedehnt haben, für ihren Eigenbedarf hier Weinberge angelegt hatten. Mehr Tradition geht eigentlich nicht mehr. Dass der Weinbau hier am westlichen Kaiserstuhl so erfolgreich ist, wie übrigens insgesamt in der Kaiserstühler Region, hat wesentlich mit zwei natürlichen Faktoren zu tun. Es ist die Bodenbeschaffenheit aus Vulkangestein aber auch aus Löss und es sind die klimatischen Bedingungen, die hier extrem günstig sind, wunderbare Weine zu kultivieren. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine wärmere Region mit so viel Sonnenstunden, wie hier in Burkheim am Kaiserstuhl. Alles zusammen macht das Terroir aus, dass 320 Winzer in der Genossenschaft Burkheim ermöglicht, auf etwa 110 ha Rebfläche die allerbesten Rebsorten zu pflanzen.

Zwei herausragende Lagen sind die Basis der Burkheimer Winzer. Da gibt es zum einen die Lage "Schlossgarten" mit tiefgründigem Lössboden, und zum anderen die Lage "Feuerberg", die Vulkangestein aufweist. Will man etwas über die angebauten Rebsorten der Burkheimer Winzergenossenschaft sagen, dann kommt zu allererst die Burgunder-Familie in Betracht. Ob Weiß- Grau- oder Spätburgunder, Spätburgunder Rosé und Spätburgunder Blanc de Noirs, alle Weine dieser Rebsorten sind von allerbester Qualität, weil die Bedingungen in Burkheim ideal sind und sowohl die Winzer, der Kellermeister Dominik Schweizer, der Winzer und Geschäftsführer Gert Schmidt, ja alle die in der Genossenschaft tätig sind, nicht nur ihr Handwerk bestens verstehen, sondern auch mit all ihrem Herzblut engagiert sind, ganz große Weine zu erzeugen. Aber auch die Rebsorten Rivaner, Grüner Silvaner, Auxerrois, Riesling, Müller Thurgau, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer werden als Weißweine kultiviert, während im Rotwein-Bereich Spätburgunder dominiert und durch einen großartigen Cabernet Sauvignon ergänzt wird. 

Die beiden Burkheimer Einzellagen "Feuerberg" und "Schlossgarten" sind überregional geradezu optimal, wobei der "Feuerberg" 2006 von der Weinwirtschaft als eine der "Besten Lagen" in Deutschland vorgestellt wurde, da nur 7% der weltweiten Produktion auf Vulkangestein wächst, wie eben hier in der Lage "Feuerberg". Bei all diesen Maximal-Bedingungen bleibt es nicht aus, dass die Weine der Burkheimer Winzer weltweit bekannt und hochdekoriert sind. Bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen regnet es buchstäblich seit Jahren immer wieder Gold-Auszeichnungen.

Ob bei Mundus Vini, AWC Vienna, DLG Goldener Preis, Meiningers Deutscher Sektpreis, Internationaler Wein Grand Prix Düsseldorf oder Challenge International du Vin Bordeaux, bei allen Prämierungen belegen die Spitzenweine der Burkheimer Winzer immer erste Plätze und werden mit Gold bedacht. Ebenso Gold bei "Chardonnay du Monde", Gold bei Concours International de Lyon, Bonvinitas Magazin Bester Weinerzeuger 2018, Landesehrenpreis 2019 „Bester Sekterzeuger“, der bei Feinschmecker –eines der besten Weingüter Deutschlands-, empfohlen von Gault & Millau, ausgezeichnet vom Fallstaff Wine Guide 2020 und, und, und…… 

Deshalb kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Weine und Sekte aus der Winzergenossenschaft Burkheim in der allerersten Reihe in Deutschland stehen und die Genossenschaft zu den allerbesten hierzulande zählt. Dabei fällt gleichzeitig die Preisgestaltung für diese exzellenten Tropfen überaus moderat aus.

 Foto: Helga König

2019 Burkheimer Schlossgarten Muskateller Kabinett Halbtrocken.

Unsere Verkostungsreihe der exzellenten Weine von der Burkheimer Genossenschaft beginnt mit diesem 2019er Muskateller Kabinett. Gewachsen sind die Trauben zu diesem Wein in der Spitzenlage Burkheimer Schlossgarten. Diese Lage gehört mit zum Besten, was man in Deutschland als Weinbergs-Lagen kennt. Durch den hier vorherrschenden tiefgründigen Lössboden zeichnen sich die Weine durch viel Eleganz und einen einzigartigen Charakter aus. Der 2019er Muskateller halbtrocken ist in der Prädikatsstufe Kabinett ausgebaut worden. Durch die naturnahe Pflege der Weinberge, den notwendigen Laub- und reduzierenden Rebschnitt, die selektive Lese und die zeitnahe, schonende Verarbeitung im Keller ist so ein ganz großartiger Muskateller entstanden, der die besonderen Fähigkeiten der Winzer und Kellermeister der Burkheimer Genossenschaft widerspiegelt. Der Wein wurde bei der Frühlings- und Sommerweinprämierung des Badischen Weinbauverbandes mit Gold ausgezeichnet.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Bevor der 2019er Muskateller Kabinett trocken verkostet wird, sollte er zunächst genügend Sauerstoff bekommen. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge, die an Muskataromen, aber auch an Pfirsich und Feige erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch eine angenehme, milde Säure ergänzt. Diese trägt die Fruchtnuancen bestens, sorgt sie doch gleichzeitig für einen frischen, animierenden Geschmack, der auch noch mit einem langen Finish punktet. 

Dieser 2019er Muskateller Kabinett hat alles, was einen besonderen Wein dieser Rebsorte ausmacht, er ist fruchtbetont, voll und reif im Geschmack, mit einer geradezu betörenden Frische und einem Nachhall, der unbedingt nach dem nächsten Schluck ruft. Absolut gelungen, ein reines Trink-Vergnügen!

Der 2019er Burkheimer Schlossberg Muskateller Kabnett halbtrocken hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2019 Burkheimer Schlossgarten Weissburgunder Trocken 

Dieser exzellente 2019er Weißburgunder stammt aus der Lage Burkheimer Schlossgarten. Dabei handelt es sich um eine der beiden grandiosen Einzellagen der Burkheimer Winzer, die in der Fachwelt größtes Ansehen genießen. Die Böden im "Schlossgarten" bestehen aus Laven und Tuffen zusammengesetztem Vulkanverwitterungsgrundgestein, das mit einer Lössschicht überdeckt ist und so ein gutes Wasserspeicherungs-Vermögen besitzt. Der Weißburgunder wurde in der Prädikatsstufe Kabinett trocken ausgebaut. Durch die tiefe Wurzelung verfügt der Wein über ausgeprägte Mineralien Welche Qualität der Wein besitzt, zeigt schon die Tatsache, dass der Badische Weinbauverband ihn mit einer Goldenen Medaille ausgezeichnet hat. 

Im Glas zeigt sich der 2019er Weissburgunder in einer zart grüngelblichen Farbe mit brillanten Reflexen. Mit dem nötigen Sauerstoff verbunden, offenbaren sich die olfaktorischen Nuancen ganz eindeutig. Es handelt sich dabei um Anklänge an Sommerapfel, Wiesenblumen und Zitronengras. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen bestens geschmacklich bestätigt. Die moderate Säure trägt den Fruchtbogen aufs Feinste.

Dieser 2019er Weißburgunder Kabinett trocken punktet durch seine Rasse und Eleganz. Sein Nachhall ist zitronig frisch, langanhaltend und überaus rund und wohl ausbalanciert. Der wunderbare Wein macht einfach Lust auf mehr und zeigt, warum die Weine von den Burkheimer Winzer ein solch hohes Ansehen genießen, sowohl in der Fachwelt, als auch bei den zahlreichen Liebhabern der Weine aus der Winzergenossenschaft Burkheim. 


Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König

2019 Burkheimer Spätburgunder Rosé Kabinett Trocken 

Ein weiterer Spitzenwein aus den bedeutenden Lagen der Burkheimer Winzer wird mit diesem 2019er Rosé verkostet. Auch hier stammen die Trauben von den einzigartigen Lagen, die die Burkheimer Winzer ihr Eigen nennen können und die mit zu den besten Weinbergen gehören, die es nicht nur am Kaiserstuhl gibt sondern insgesamt in allen deutschen Weinanbau-Gebieten. Durch das vorherrschende Vulkanverwitterungs-Gestein zeichnen sich die Weine durch viel Extrakt und eine komplexe, tiefstrukturierte Mineralität aus. Der 2019er Rosé wurde trocken ausgebaut und besticht in der Prädikatsstufe Kabinett. Auch dieser herrliche Rosé wurde bei den Frühlings- und Sommerweinen vom Badischen Weinbau-Verband mit Gold ausgezeichnet und erhielt zusätzlich die Goldmedaille vom Badischen Weinbau-Verband. 

Farblich zeigt sich der Wein in einem schönen, hellen Rosarot-Ton, mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Ein solch köstlicher Rosé mit seinem intensiv-duftenden Bukett benötigt genügend Sauerstoff, damit er sich ganz öffnen kann. Jetzt zeigen sich ganz deutlich verführerische Anklänge an Erdbeeren und helle Kirschnoten, die besonders ebenfalls im Mund und am Gaumen begeistern. Ergänzt wird die prachtvolle Geschmacksfülle durch eine gut eingebundene Säure, die den Wein frisch und animierend erscheinen lässt.

Seine Fülle und seine Präsenz beeindrucken nachhaltig durch einen langen, intensiven Abgang, wobei genügend Zeit bleibt, ihn mit allen geschmacklichen Sinnen noch einmal Revue passieren zu lassen. 

Der 2019er Burkheimer Rosé Kabinett trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2019 Burkheimer Schlossgarten Auxerrois Kabinett Trocken 

Als weiterer Weisswein kommt nun dieser 2019er Auxerrois Kabinett zur Verkostung. Der Prädikatswein wurde trocken ausgebaut, das Rebgut stammt aus der Spitzenlage Burkheimer Schlossgarten. Die Trauben sind an Rebstöcken gewachsen, die von den Burgheimer Winzer optimal bewirtschaftet worden sind, sowohl in Hinsicht des Reb- und Laubschnitts, aber auch bei der selektiven Lese. Die Trauben sind sehr zeitnah in den Keller verbracht worden, wo sie sehr schonend verarbeitet worden sind.

Die Rebstöcke sind mit ihren Wurzeln tief in den Boden eingedrungen und finden dort Halt, aber in erster Linie Wasser und Mineralien, was sich später beim Geschmack des Weines wiederfindet. Außerdem sind sie stressmäßig nicht so sehr von den sehr trockenen Perioden abhängig, die es am Kaiserstuhl auch durch den Klimawandel immer häufiger gibt. Klar, dass ein solcher Ausnahme-Auxerrois vom Badischen Weinbau-Verband mit Gold ausgezeichnet wurde. Weitere internationale Prämierungen werden folgen. 

Farblich überzeugt die 2019er Auxerrois Kabinett trocken mit einem brillanten, hellen Gelbgrün. Mit der nötigen Belüftung ist es eine Freude den Wein olfaktorisch kennenzulernen. Wunderbare Anklänge an Quitte, Melone und Mirabelle werden in der Nase wahrgenommen. Es ist die knackige Säure, die einen großartigen Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt.

Die 2019er Auxerrois Kabinett trocken ist intensiv im Geschmack, vollmundig und von einer mitreißenden Frische, die sich auch noch im langen Abgang wiederfindet. Dieser Wein zeigt eindeutig, warum die Lagen der Burkheimer Winzer so wertvoll und großartig sind, entstehen doch hier Weine von allerhöchster Qualität und von einem unnachahmlichen Geschmack. Exzellent! 

Die 2019er Auxerrois hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.


 Foto: Helga König

2017 Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Rotwein Trocken "Im Barrique gereift" ViniGrande 

Haben schon die Weissweine den Verkoster begeistert, so gilt das erst recht für die roten Spätburgunder-Weine der Burkheimer Winzer. Das Terroir der Lage "Burkheimer Feuerberg" ist geradezu ideal mit seinem Vulkanverwitterungsgestein für den allerbesten Spätburgunder, so wie er hier als trockener Wein verkostet wird. Dies bestätigt nicht nur die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes, sondern auch die Prämierung durch Meininger 2020 bei mundus vini mit Gold. Als „ViniGrande“, einer Spitzen-Rubrik der Weine der Burgheimer Winzer wurde der 2017er Spätburgunder aus selektiertem Traubengut höchster Güte besonders vinifiziert, um dann in aller Ruhe im Barrique heranzureifen, bis dieser Ausnahme-Spätburgunder das Potential erreicht hat, mit dem er alle Spätburgunder-Freunde auf Anhieb total überzeugt. 

Im Glas zeigt sich der Burkheimer Feuerberg trocken in einer kräftigen rubinroten Farbe. War bei den Weissweinen der Sauerstoff zum ausgiebigen Kennenlernen ein notwendiger Aspekt, so ist gilt dies für die Rotweine ganz besonders. Man sollte jedem Wein die Chance geben, sich optimal zu präsentieren, ebenso diesem herrlichen 2017er Spätburgunder.

 Anklänge an dunkle Kirschen sind das überaus angenehme olfaktorische Erleben. Im Mund und am Gaumen wird eindeutig geschmacklich bestätigt, was die Nase so ausgiebig erleben durfte. Ergänzend werden noch zusätzlich leichte Nuancen von Bittermandeln geschmeckt, die sich bestens mit dem Kirsch-Geschmack verbinden. Der Wein ist dicht und kraftvoll, besitzt eine feine Tannin-Struktur und verfügt über eine gelungene Balance zwischen Fruchtaromen und einer angenehmen Säure, ist vollmundig und samtig und besticht mit einem langanhaltenden Nachhall, der noch einmal zeigt wie dieser wunderbare Spätburgunder rund und gelungen ist. 

Dieser 2017er Burkheimer Feuerberg Spätburgunder trocken begeistert auf Anhieb, hat er doch alles zu bieten, was einen großen Spätburgunder ausmacht, also Trinkfreude pur. Á la bonne heure!

Der Wein hat kräftige 14,5% vol/alc und sollte bei etwa 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.

2017 Burgheimer Schlossgarten Spätburgunder Rotwein Auslese trocken Grande Reserve

Last but not least kommt dieser weitere, exzellente Rotwein zur Verkostung, der das „nonplusultra“ bei den Rotweinen der Burgheimer Winzer verkörpert.. Es handelt sich dabei um einen Spätburgunder der Prädikatsstufe Auslese, der trocken ausgebaut wurde. Dieser Wein gehört zur Rubrik Grande Reserve, ist also das Beste was die Burgheimer Winzer zu bieten haben. Das selektierte Traubengut ist von höchster Güte, wurde einer intensiven Maischegärung unterzogen, um danach eine Reifezeit von mindestens 18 Monaten im kleinen Barrique-Fass zu erleben, um so ein Spätburgunder nach Art der Burgheimer Grande Reserve zu werden. - Wie prächtig dieser Rotwein gelungen ist, zeigt die Fülle von unterschiedlichen Prämierungen, als da sind: die Goldene Medaille vom Badischen Weinbau-Verband, 90 Punkte beim Meininger Rotweinpreis, Gold bei AWC Vienna und Gold bei Mundus Vini.

Farblich präsentiert sich der Wein in einem kräftigen Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Bitte an die Belüftung denken, bevor die olfaktorische und geschmackliche Prüfung beginnt. Danach zeigen sich Duftaromen in der Nase, die an schwarze Kirschen, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und an eine leichte Bittermandel-Note erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die vielseitigen Fruchtnoten geschmacklich bestätigt. Die Auslese punktet mit einer körperreichen Fülle und reifen Tanninen, ist dabei bestens ausbalanciert und extraktreich.

Bei einem langen Abgang zeigt sich wie weich und doch intensiv der Geschmack ist und dass der Wein zu Recht Spitzen-Beurteilungen bekommen hat. Er ist voll und rund und schmeckt einfach wunderbar. Erneut bestätigen die Winzer und Kellermeister der Burkheimer Genossenschaft, dass sie zu den Besten hierzulande zählen. Chapeau!

Die 2017er Burgheimer Schlossgarten Spätburgunder Auslese trocken Grande Reserve hat wahrlich kraftvolle 15% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die drei Weissweine, den Rosé und die zwei Rotweine mit Freude und Begeisterung verkostet haben, hier abschließend unser Fazit:

Die Burkheimer Winzer dürfen sich glücklich schätzen, alle entscheidenden Vorzüge zum Weinmachen bei sich vorzufinden. Absolute Spitzenlagen, die sowohl hierzulande als auch international ihresgleichen suchen, bilden die Voraussetzung für solche Ausnahme-Weine wie sie in der Genossenschaft erzeugt werden. Natürlich gehört die entsprechende naturnahe Weinbergspflege, die intensive Bearbeitung und Reduzierung des Rebgutes und eine selektive Handlese dazu, bevor die Trauben zeitnah und schonend im Keller vinifiziert werden. 

Dabei spielt Wissen und Erfahrung beim Weinmachen eine ebenso große Rolle, und da zeigen die Ergebnisse seit Jahren wie großartig dies gelingt. Muskateller, Weissburgunder und Auxerrois, aber auch der Rosé und ganz besonders die beiden Spitzen-Spätburgunder, alles ist auf allerhöchstem Niveau und in allerbester Qualität. Da macht wirklich jede Flasche Wein Spass und man freut sich schon auf die nächste andere Rebsorte. 

Auf die außerordentliche Fülle der Prämierungen wurde schon hingewiesen, aber das ist allenfalls eine schöne, begehrenswerte Theorie, denn das Trinkvergnügen findet im Glas statt. Und da ist wirklich eitler Sonnenschein. Bleibt noch auf das sehr bemerkenswerte Preis-Geschmacks-Verhältnis hinzuweisen, denn damit sind die Weine von der Burkheimer Winzern perfekt. 

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

Wein & Hof Hügelheim eG Südbaden/Markgräflerland #Osterweinpaket Trocken: 4x Gutedel 4x Cuvée Weiss 7x1, 4x Grauburgunder, 4x Spätburgunder und 2x Pinot Rosé Sekt Brut

 Foto: Helga König

Wein & Hof Hügelheim eG ist im Herzen des Markgräflerlandes zu finden. Als angegliederte Ortsgemeinde der Stadt Müllheim liegt der pittoreske Weinort Hügelheim zwischen Freiburg und Lörrach, einer Gegend am Oberrhein, wo das wärmste Klima in Deutschland herrscht, eine ideale Vorrausetzung für allerbeste Weine. Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Hügelheim bewirtschaftet mit ihren Winzern insgesamt 77 ha Rebfläche. 

Die 1952 gegründete Genossenschaft zählt aktuell 60 Winzerinnen und Winzer zu ihren Mitgliedern. Sie alle stehen im engsten Kontakt zu den Kellermeistern der eG, sodass im gemeinsamen Handeln und vielfältiger Erfahrung und Wissen die Weine kreiert werden, angefangen von der Pflege der Weinberge und der Rebstöcke, über eine selektive Lese, bis hin zur zeitnahen und schonenden Verarbeitung des Traubenguts im Keller. Dies ist auch möglich, weil die Weinbergslagen rund um das malerische Hügelheim verteilt liegen. Entsprechend zügig nach der Lese kann mit der Vinifizierung begonnen werden, ein Vorteil, der sich absolut in der Qualität der Weine zeigt. Es ist ja gerade die beste Qualität, die sich die Hügelheimer Winzer auf die Fahnen geschrieben haben und deshalb ist ihnen umweltschonender Pflanzenschutz und eine Ertragsreduzierung wichtig für gesunde, hochreife Trauben, die dann mit Hilfe modernster Technik und viel traditionellem Wissen und Können zu exzellentem Wein verarbeitet werden. 

In den Einzellagen Schlossgarten, Hügelheimer Höllberg und kleiner Gottesacker, alles insgesamt steile Süd- und Südwesthänge werden die Rebsorten Gutedel(35%), Spätburgunder(35%), Müller-Thurgau(8%), Weißburgunder(6%), Grauburgunder(4%) und weitere Rebsorten(12%) kultiviert. 

Bei jedem neuen Jahrgang sind Winzerinnen und Winzer in engster Zusammenarbeit mit den Kellermeistern bemüht, Weine auf höchstem Niveau zu kreieren, jedes Jahr die außerordentliche Qualität erneut hervorzubringen, um sie möglichst noch zu steigern, wenn die Natur es zulässt. Deshalb auch sind viele Weine der Hügelheimer Genossenschaft immer wieder vom Badischen Weinbauverband mit Medaillen ausgezeichnet worden. 

Des Weiteren gab es Goldmedaillen vom Reise- und Genuss-Magazin "Savoir Vivre", vom renommierten Magazin "Mundus Vini", eine Goldmedaille beim Schweizer "Mondial des Pinots"“, ja selbst der Deutsche Fussball-Bund serviert bei Länderspielen zuhause seinen VIP-Gästen Spitzen-Rotweine der Hügelheimer Winzergenossenschaft. Eine Fülle von Prämierungen wird es auch zukünftig geben, denn bereits jetzt bevor die eigentliche Verkostung beginnt, darf verraten werden, dass die Weine und der Sekt geradezu grandios schmecken und wir deshalb die Hügelheimer eG zu den besten Genossenschaften bundesweit zählen. Entsprechend ist es eine Freude und ein Genuss die anstehende Verkostung mit viel Respekt nun zu starten:

 Foto: Helga König


2019 Cuvée Weiss 7:1 trocken "Wein&Hof" 

Beginnen wollen wir mit den Weinen aus dem "Osterweinpaket trocken" mit dieser 2019er Cuvée Weiss trocken. Dabei handelt es sich um einen Hof-Wein, einer Cuvée von Gutedel und Muskateller, die im Verhältnis 7 zu 1 anteilig vinifiziert worden sind. Die Cuvée, die in der Genossenschaft als Basis-Wein erzeugt wird, einem Wein also der zum täglichen Genuss und zur Erbauung bestens geeignet ist. Bei diesen Hof-Weinen zeigt sich bereits sehr deutlich auf welchem hohen Niveau und welcher außerordentlichen Qualität die Weine von den Hügelheimer Winzer kreiert werden.

Gewachsen sind die Trauben zu dieser großartigen Cuvée in den besonderen Lagen rund um Hügelheim, wo die Bodenbeschaffenheit aus fruchtbarem Lehm-Lößboden besteht. Zusammen mit dem sonnenreichen Klima ergibt dies ein Terroir, das sich exzellent für hochwertige Weine der Edition Wein&Hof aus den Rebsorten Gutedel und Muskateller, aber auch allen Burgundersorten eignen. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Um die Cuvée sowohl olfaktorisch als auch geschmacksmäßig komplett zu erfassen, benötigt es zunächst ein Quantum Sauerstoff. damit er sich öffnen kann. Danach werden wunderbare Aromen-Anklänge in der Nase registriert, die an ein Muskatbouquet, Quitte und Zitrusnoten erinnern. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine fein eingebundene, tragende, milde Säure ergänzt. Die 2019er Cuvée Weiss trocken verfügt über einen eleganten Körper, ist fruchtig weich im Geschmack und zeigt bei seinem langen Abgang, wie frisch sie daherkommt. Dieser Wein ist eine gelungene Sommer-Kreation, hat er doch alles was eine frische, fruchtige, gehaltvolle Weisswein-Cuvée ausmacht. Einfach großartig! 

Die 2019er Cuvée Weiss 7x1 trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 


2019 Gutedel trocken "Wein&Hof" 

Ein weiterer Spitzenwein aus der Edition "Wein&Hof" der feinen Winzergenossenschaft Hügelheim ist dieser 2019er Gutedel trocken. Gutedel oder Chasselas, so der internationale Name, ist eine uralte Rebsorte (vermutlich 5000 Jahre alt und wurde schon in Ober-Ägypten angebaut). Bei uns ist die Rebsorte als Gutedel bekannt und gilt als Klassiker aus dem Markgräflerland, wo sie auch mit Abstand hierzulande am häufigsten kultiviert wird. In der Hügelheimer Genossenschaft unterscheidet sich der Gutedel von den anderen Gutedelvariationen, indem der Ertrag deutlich reduziert wurde, um so eine noch höhere Qualität von den gesunden, hochreifen Trauben zu erhalten. Dieses hochwertige Traubengut ist dann nach der Lese und Pressung sofort zur Gärung in einen gekühlten Edelstahltank verbracht worden. 

Im Glas zeigt sich der 2019er Gutedel trocken in einer hellen, gelb-grünen Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die notwendige Sauerstoff-Zufuhr, denn es wäre doch zu schade den herrlichen Gutedel nicht in seiner gesamten Fülle kennenzulernen. Jetzt offenbart sich eine Duftfülle in der Nase, die an grünen Apfel und Stachelbeere erinnert. 

Im Mund und am Gaumen werden die feinfruchtigen Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine harmonisch eingebundene, richtige Säure ergänzt. Der 2019er Gutedel trocken besitzt einen schlanken Körper, einen schönen Schmelz, ist vollmundig und absolut geschmackvoll. Sein langanhaltendes Finish zeigt noch einmal wie prächtig Frucht, Säure und Frische miteinander harmonieren. Dass bei der Verkostung eine besonders animierende Trinkfreude aufkommt, ist alles andere als verwunderlich. 

Auch dieser 2019er Gutedel trocken aus der Edition „Wein&Hof“ macht einfach nur Spaß und vermittelt große Trinkspass. Welch ein Genuss! 

Der 2019er Gutedel trocken hat 12,0% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

 Foto: Helga König


2019 Grauburgunder trocken "Wein&Hof" 

Der 2019er Grauburgunder trocken gehört ebenfalls zu den Basis-Weinen der Winzergenossenschaft Hügelheim und wird entsprechend in der Edition "Wein&Hof" geführt. Dabei ist es den Winzern der Hügelheimer Genossenschaft wichtig, die Weine so zu erzeugen, wie es in der Wein-Tradition des Markgräflerlandes von jeher praktiziert wurde. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die sorgfältige Arbeit und das perfekte Zusammenspiel zwischen den Winzern und dem Kellermeister der Genossenschaft. 

Der hier verkostete 2019er Grauburgunder trocken gilt in der Burgunderfamilie als ein eher kräftiger, würziger Weißwein. Er ist aus einer Mutation vom Spätburgunder entstanden, die Farbe der Trauben ist graurötlich. 

Farblich zeigt sich dieser 2019er Grauburgunder trocken im Glas in einem leuchtenden Hellgelb mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es notwendig, den Wein zunächst ausreichend zu belüften, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Danach zeigt sich deutlich eine Duftfülle nach Birne und Kernobst in der Nase. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnuancen geschmacklich exzellent bestätigt, auf eine besonders fruchtig-saftige Art. Dabei ist es gerade die wohl ausbalancierte, wunderbare Säure, die dem 2019er Grauburgunder trocken das ideale Frucht-Säure-Spiel verleiht. 

Der Wein besitzt Kraft und Fülle, einen angenehmen Schmelz und der lange Nachhall bestätigt erneut wie harmonisch, frisch und vollmundig dieser Wein ist. 

Da bleibt es nicht bei einem Glas, dafür schmeckt der Grauburgunder einfach zu gut. Absolute Klasse! 

Der 2019er Grauburgunder trocken -Hofwein- hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2018 Spätburgunder Rotwein trocken "Wein&Hof" 

Nicht nur die Weißweine gedeihen in den Hügelheimer Lagen ganz großartig, besonders auch die Weine aus der Rebsorte Blauer Spätburgunder. Der edle Spätburgunder, für manche der König unter allen Rotwein-Sorten, hat hier beste Wachstumschancen. Dafür stehen die geeignete Bodenbeschaffenheit, hier tiefgründiger Lehm-Lößboden, die südwestliche Ausrichtung der Lagen und die ausgiebigen Sonnenstunden, die das Markgräflerland auszeichnen und dabei ganz besonders die Weinlagen um Hügelheim begünstigen, in der dieser 2018er Spätburgunder trocken gewachsen ist. Entsprechend groß ist der Stellenwert, den die Winzer diesem exponierten Wein angedeihen lassen. 

Nach der Maischegärung ließ man den Spätburgunder in aller Ruhe heranreifen. So hatte er viel Zeit, sein von der Natur gegebenes Potential zu entwickeln. Der Kellermeister der Genossenschaft hat ihn ganz in der Tradition großer Spätburgunder-Weine des Markgräflerlandes bestens ausgebaut. Und so erfüllt dieser 2018er Spätburgunder trocken, Edition "Wein&Hof" die hohen Ansprüche die bei allen Weinen der Hügelheimer Genossenschaft vorausgesetzt werden. 

Im Glas besticht der 2018er Spätburgunder trocken mit einem intensiven, kräftigen Rot. Ist Sauerstoff schon bei den Weißweinen ein unbedingtes Muss, so gilt dies für alle Rotweine umso mehr. Nur so ist es möglich das gesamte Potential eines solchen wunderbaren Spätburgunders komplett zu erfassen. Die Nase darf sich an würzigen Aromen erfreuen, die vor allem an Kirschen und einen zarten Mandelduft erinnern. 

Die geschmackliche Bestätigung der Fruchtaromen findet im Mund und am Gaumen statt. Hinzu gesellt sich eine schön eingebundene Säure, die den 2018er Spätburgunder trocken optimal trägt. Der Wein besitzt einen vollmundigen Körper, eine dichte Struktur und ist durchaus kräftig. Die zurückhaltende Säure, die dem Wein die nötige Balance gibt und feine, leichte Gerbstoff-Aromen runden das Geschmacksbild perfekt ab. Der langanhaltende Abgang macht noch einmal sehr deutlich wie weich, rund und geschmackvoll dieser 2018er Spätburgunder trocken ist, geradezu klassisch perfekt. Á la bonne heure! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König


2017 Pinot Rosé Brut "Wein&Hof" 

Dieser 2017er Hofsekt hat als Grundwein einen hervorragenden Pinot Rosé, vinifiziert aus den besonderen Rotwein-Trauben, die in den erstklassischen Lagen der Hügelheimer Genossenschaft erzeugt werden. Bei der Versektung, in Form einer zweiten Vergärung, wurde das aufwendigste und beste Verfahren gewählt, die klassische Flaschengärung, wie man sie auch bei der Champagner-Erzeugung kennt, der "Méthode Champanoise". 

Der Ausbau "Brut" bedeutet, dass der Sekt "herb" ausgebaut wurde, was dem Begriff der französischen Klassifizierung am ehesten entspricht. Auch dieser 2017er Pinot Rosé Sekt ist in der Edition "Wein&Hof" gelistet und zeigt, dass auch der Hofsekt bereits von außerordentlicher Qualität ist. Gerade die Weine und der Sekt aus der Qualitäts-Rubrik "Wein&Hof" zeigen auf beeindruckende Weise, auf welch hohem Niveau die Erzeugnisse der Hügelheimer Genossenschaftswinzer sind, legen doch die zahlreichen Prämierungen bei jedem neuen Jahrgang eindeutig Zeugnis davon ab. 

Der 2017er Pinot Rosé Sekt brut leuchtet im Glas in einer schönen Lachs-Farbe, wobei zunächst das kräftige Mousseux auffällt, das sofort in eine feine Perlage übergeht, die aufsteigend animierende Frische signalisiert. Zugleich registriert die Nase ein feinfruchtiges Beeren-Aroma, dessen Anklang an süße Erdbeeren und Himbeeren erinnert. Schon beim ersten Schluck wird klar, wie geschmacklich harmonisch abgerundet dieser Winzersekt betört. Es ist die Verbindung zwischen schöner Frucht und feinherber Säure, die diesen großartigen 2017er Pinot Rosé brut adelt. 

Alle geschmacklichen Sinne werden betört, wenn der feinperlige Winzersekt bei einem langen, frischen Abgang noch einmal zeigt wie großartig er ist. Zu einem Empfang höchst willkommen, ist er als Begleiter zu Schalentieren oder gebeiztem Lachs geradezu ideal. 

Der 2017er Pinot Rosé brut aus der Edition "Wein&Hof" hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden. 

Nachdem wir jetzt die Weißweine, den Rotwein und den Pinot Rosé Sekt aus dem "Osterweinpaket trocken" verkostet haben, gilt es abschließend ein Fazit zu ziehen: 

Bereits zu Beginn der Vorstellung der Hügelheimer Genossenschaft haben wir darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um mit einer der besten Winzergenossenschaften in Deutschland handelt. Dieser Eindruck hat sich verfestigt, nachdem wir die wunderbaren Weiß- und Rotweine und den herrlichen Winzersekt intensiv probiert haben. 

Die Weine sind nicht nur sortentypisch, individuell und mit einem eigenen, unverkennbaren Charakter versehen, sie begeistern auf Anhieb, weil sie mit einem ganz besonderen Niveau und allerbester Qualität glänzen. Die Weißweine sind frisch, wunderbar intensiv und voll im Geschmack und man freut sich auf ein großartiges Glas Wein, das einfach nur gut schmeckt. Der Spätburgunder zeigt sich in einer geballten Aromenfülle, weich und samtig mit überzeugender Beerenfrucht. 

So muss ein schöner Spätburgunder sein, so wird er geliebt und noch mehr mit viel Freude getrunken. Zum Schluss der Winzersekt, absolut bestens geeignet auch den verwöhnten Sektfreund für sich zu gewinnen. Wir jedenfalls sind einmal wieder restlos begeistert von den Pretiosen der Hügelheimer Genossenschaft, eine überaus feine Adresse für Basis- als auch Spitzenweine. 

Bleibt nur noch das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis zu erwähnen, dass die Weine noch attraktiver machen. 

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

Onlinebestellung bitte hier klicken: http://www.weinundhof-shop.de/

Winzergenossenschaft Albig eG Albig/Rheinhessen 4 Weissweine 1 Rosé und 1 Rotwein

 Foto: Helga König

Unter dem Motto: "Ein Dorf macht Wein" wird in Albig gemeinschaftlich gearbeitet und Wein produziert. 

Die Weinbau-Gemeinde Albig liegt im Rheinhessischen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Alzey und gehört zum Weinbau-Bereich Nierstein. Der überwiegende Teil der ausgesuchten Lagen der Winzergenossenschaft befindet sich in der Gemarkung Albig, so der Albiger Hundskopf, das Albinger Schloss Hammerstein und der Albiger Petersberg. Weitere besondere Lagen aus den Nachbar-Gemeinden sind der Flonheimer Adelberg und der Alzeyer Sybillenstein.

Die Winzer der Albiger Genossenschaft haben sich zum Ziel gesetzt, naturnahen Weinbau zu betreiben, nicht nur wegen der Nachhaltigkeit ihrer Weinberge, sondern um so auch gesundes und vollreifes Rebgut zu erzeugen, das ausgezeichnete Weine garantiert. Der Ausbau dieser Weine erfolgt mit modernster Kellertechnik, wobei selbstverständlich die jahrzehntelange Erfahrung des erfolgreichen Weinmachens mit einfließt.

Der individuelle Charakter dieser Weine, der durch das besondere Terroir entsteht, wird ergänzt durch die Handschrift des sehr renommierten und erfahrenen Kellermeisters #Harald_Eller. So entstehen frische, fruchtige und lebendige Weine, die von hervorragender Qualität sind. Dies wird auch jedes Jahr wieder durch die Auszeichnungen bei den Landes- und Bundesweinprämierungen bestätigt.

Eine Fülle von Rebsorten sowohl weiß als auch rot zeigt die Vielfalt der in der Albinger Winzergenossenschaft erzeugten Weine, wobei etwa 80% auf Weissweine entfallen und 20% auf Rotweine.

Die Weine der Winzergenossenschaft Albig zeichnen sich nicht nur durch ein großartiges Niveau und eine Top Qualität aus, sie punkten auch besonders mit ihrem einmaligen Preis-Genuss-Verhältnis. So macht das Weintrinken noch mehr Spass, wenn der gute Tropfen zu einem moderaten Preis angeboten wird.

 Foto: Helga König

2018 Albinger Schloss Hammerstein Grauburgunder trocken 

Der hier verkostete 2018er Grauburgunder trocken stammt aus der Lage Albinger Schloss Hammerstein. Diese Lage gehört zu den besten, die die Winzergenossenschaft Albig vorweisen kann. Dabei handelt es sich bei diesem 2018er Grauburgunder trocken um einen absoluten Premiumwein. Seine großartige Qualität wurde durch eine Reduzierung der Erntemenge gewonnen, entsprechend erreicht der Wein einen hohen Reifegrad.

Der Wein wurde im Holzfass ausgebaut, nachdem er eine schonende Pressung und eine sorgsame Vergärung erleben durfte. 

Im Glas zeigt sich der Grauburgunder in einer goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Olfaktorisch zeigen sich feine Karamell- und Vanillenoten, gepaart mit reifer Birne. Diese Nuancen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt und zusätzlich durch kräftige Karamell-Noten ergänzt. 

Der Grauburgunder zeigt sich fruchtig und intensiv und ist dabei cremig und weich und durch eine nussige und delikate Holznote geschmacklich zusätzlich geadelt. 

Der 2018er Grauburgunder trocken Albinger Schloss Hammerstein besitzt ein wunderbares, intensives, langes Finish und überzeugt geschmacklich total. Dies sieht Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ebenso und hat dem Wein die Goldene Kammerpreismünze verliehen. Wunderbar!

Der 2018er Albinger Schloss Hammerstein Grauburgunder trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2019 Weissburgunder Trocken 

Es folgt nun ein weiterer überzeugender Weisswein mit diesem 2019er Weissburgunder, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Das Traubengut stammt aus den ganz besonderen Lagen der Albiger Genossenschaft, die sich vom Terroir her ganz speziell für großartige Weine aus der Burgunder-Familie eignen. Der trockene Weissburgunder wurde im gekühlten Edelstahltank vinifiziert, wobei er nicht nur die besten Bedingungen zum Heranreifen erhalten hat, sondern auch noch die Erfahrung und das fundierte Wissen von Kellermeister Harald Eller mit auf den Weg bekam. Weissburgunder, franz. Pinot Blanc ist durch eine Mutation aus dem Pinot Noir entstanden und seit dem 14. Jahrhundert bekannt. 

In keinem Land der Welt ist die Bestockung so häufig wie hierzulande. Dies zeigt auch den Stellenwert den die Rebsorte bei uns hat und ihre Beliebtheit nimmt stetig zu. Dabei wird der Anbau des Weissburgunders auch durch den Klimawandel begünstigt. Der Wein ist ein idealer Essens-Begleiter, zu hellem Fleisch, Fisch und auch Krustentieren, so auch der hier verkostete 2019er Weissburgunder trocken. 

Die Farbe des Weins ist ein helles Gelb mit leicht grünlichen Reflexen. Die Nase registriert verschiedene Fruchtaromen, die an feine Apfel- und Maracuja-Noten erinnern. Geschmacklich wird diese Fruchtfülle im Mund und am Gaumen bestätigt. Der Weissburgunder zeigt sich dicht, gut ausbalanciert mit einer feinen Säure und ist dabei und intensiv und punktet mit einem langen, frischen Abgang. Nicht nur bestens als Essensbegleiter, eignet sich der 2019er Weissburgunder trocken hervorragend zur täglichen Erbauung und Erfrischung. Top!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König

2019 Riesling Trocken 

Weiter geht es bei unserer kleinen, jedoch sehr feinen Verkostungsreihe der Winzergenossenschaft Albig mit diesem 2019er Riesling trocken. Die Rebsorte Riesling gilt als eine der hochwertigsten Weisswein-Sorten. Sie genießt hohes Ansehen weltweit bei allen Wein-Freunden. Oftmals sind gerade die besten Lagen mit dieser Rebe bestockt und dies gilt ganz besonders für die Spitzenlagen in den heimischen Wein-Regionen. 

Deshalb ist gerade der deutsche Riesling besonders hoch angesehen und bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Riesling-Weine aus Deutschland überaus angesehen, sodass sie mit den Spitzenweinen aus Bordeaux durchaus mithalten konnten, oftmals preislich sogar noch höher angesiedelt waren. Dies hat sich im Laufe des Jahrhunderts drastisch verändert, doch seit etwa 20 Jahren ist deutscher Riesling wieder international absolut gefragt. Kenner behaupten, dass die weltbesten Rieslinge wieder aus Deutschland kommen, das Renommee ist in der weltweiten Spitzen-Gastronomie absolut führend. Die Böden und das Klima hierzulande sind einfach einzigartig für den Riesling, so auch hier für den 2o19er Riesling trocken von den Albiger Winzern.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Olfaktorisch werden zunächst Aromen wahrgenommen nach grünem Apfel, frischem Gras und etwas grünem Paprika, durchaus komplexe und vegetative Noten. Geschmacklich werden diese Anklänge in Mund und Gaumen bestätigt und durch belebende Zitrusnoten ergänzt. Getragen werden diese Aromen von einer rassigen Säure, die ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel ermöglicht. Der 2019er Riesling trocken besitzt ein nachhaltiges Finish, das frisch, fruchtbetont und doch knackig daherkommt. Gut gekühlt ist er gerade in der Frühlingszeit sehr willkommen, schmeckt der Riesling doch jetzt auf der Terrasse besonders gut. Großartig!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2019 Cabernet Sauvignon Blanc de Noir Feinherb

Zur Verkostung kommt nun dieser 2019 Cabernet Sauvignon, weiß gekeltert und mit einem feinherben Ausbau. Die rote Rebsorte Cabernet Sauvignon ist berühmt für alleredelste Rotweine aus Bordeaux. Als mediterrane Rebe ist ihr Anbau hierzulande erst im Jahr 1987 zugelassen worden. Weltweit allerdings ist Cabernet Sauvignon die am häufigsten angebaute Rebsorte, während sie in Deutschland noch keine besondere Bedeutung besitzt, zumindest was die Anbaufläche betrifft. Nur in der Pfalz und in Rheinhessen gibt es eine Bestockung, die als beachtenswert gilt. Dies kann sich aber rasch ändern, denn mit den höheren Temperaturen durch den Klimawandel könnte Cabernet Sauvignon eine immer größere Beachtung finden, zumal die Rebe sehr markante Duft- und Geschmacksattribute besitzt. 

Bei dem hier verkosteten Wein handelt es sich aber nicht um einen Rotwein, denn die Cabernet Sauvignon Trauben wurden weiß gekeltert, was Französisch "Blanc de Noir" bedeutet. Dabei werden bei den roten Trauben sofort nach der Pressung Saft und Beerenhäute getrennt, damit der Saft danach wie Weißwein im gekühlten Gärtank gekeltert wird. Weine nach dem Blanc de Noir-Ausbau werden hierzulande immer beliebter, vereinen sie doch die Vorzüge der Rotwein-Trauben mit der Frische eines Weissweines.

Farblich präsentiert sich der weißgekelterte Cabernet Sauvignon im Glas in einer schönen Apricot-Farbe. Ursache ist die Tatsache, dass bei der Pressung der weiße Saft nicht exakt von den roten Pigmenten der Beerenhäute getrennt werden kann und so roter Farbstoff die Farbe des Saftes leicht einfärbt und als Ergebnis mit diesem wunderbaren, eleganten Apricot-Ton aufwartet. Die Nase hat danach das Vergnügen einen feinen Duft nach weißen Stachelbeeren und frischen grünen Aromen wahrzunehmen. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich eindeutig ebenso registriert, wobei die gut eingebundene Säure eine perfekte Balance herstellt. Der feinherbe Ausbau garantiert ein wunderes Süße-Säure-Spiel, das sich bis in den langen Nachhall hinzieht. 

Der 2019er Cabernet Sauvignon Blanc de Noir feinherb ist knackig-frisch und besticht mit einem wunderbaren Geschmack, der sehr animierend ist. Superb!

Der Wein hat kraftvolle 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.


 Foto: Helga König


2019 Albiger Rosé Trocken

Weiter geht es mit einem weiteren großartigen Sommerwein, diesem 2019er Rosé, der trocken ausgebaut wurde. Auch dieser Rosé stammt von erstklassischen Rotwein-Trauben, die in den besonderen Lagen der Albiger Winzergenossenschaft gewachsen sind. Wie beim Blanc de Noir wird der Saft der Rotweintrauben weiß gekeltert, auch hier hat der Ausbau im gekühlten Edelstahltank stattgefunden. Während beim Blanc de Noir Saft und rote Beerenhaut sofort getrennt werden, bleiben beim Rosé bei Komponenten noch einige Stunden noch zusammen, damit dies typische rosarote Farbe entstehen kann. Je nach Dauer dieses gemeinsamen Prozesses gibt es ein helles oder dunkleres Rosé. Im mediterranen Weinbau-Gebieten können so Rosé-Weine entstehen, die farblich wie ein Rotwein aussehen, jedoch auf Grund ihres Ausbaus Rosé-Weine sind. Rosé wird hierzulande immer beliebter und als idealer Sommerwein beträgt der Anteil an allen verkosteten Weine schon fast 10%.

Farblich präsentiert sich der 2019er Albiger Rosé trocken in einer schönen hellen Rosafarbe im Glas. Sofort nimmt die Nase wunderbare Anklänge an Erdbeeren und Himbeeren wahr, die einen entsprechenden Geschmack signalisieren. Dieser Eindruck wird eindeutig im Mund und am Gaumen bestätigt, wobei eine wunderbare frische Säure das Geschmacksbild ideal ergänzt. Bestens ausbalanciert punktet der Rosé nicht nur mit einem herrlichen Frucht-Säure-Bogen, er zeigt sich auch als ein Wein, der unkompliziert, leicht und spritzig und ungemein animierend ist. Á la bonne heure!

Der 2019er Albiger Rosé trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2018 Spätburgunder Trocken

Zum Abschluss unserer kleinen, angenehmen Reise durch die Keller der Albiger Genossenschaft wird jetzt noch dieser 2018 Spätburgunder trocken verkostet. Spätburgunder, franz. Pinot Noir gehört zu den edelsten Rotweinsorten überhaupt. Der Wein wird sogar oftmals als der König unter den Rotweinen bezeichnet. Ursprünglich im Gebiet zwischen dem Genfer See und dem Rhone-Tal zuhause, kennt man den Spätburgunder bereits seit über 2000 Jahre. 

Frankreich ist zwar wie eh und je das Land mit der größten Anbau-Fläche, aber der Pinot Noir wird weltweit in allen Wein-Regionen angebaut, nicht zuletzt bei uns in Deutschland, wo die Bestockung hinter Frankreich weltweit an zweiter Stelle liegt. Hierzulande liegt die Wein-Region Baden mit Abstand an erster Stelle, gefolgt von der Pfalz und Rheinhessen. In diesen Regionen werden ganz exzellente Spätburgunder erzeugt, die sich gegenüber den Weinen aus Burgund nicht verstecken brauchen, ganz im Gegenteil, so wie der hier verkostete 2018er Spätburgunder trocken.

Im Gas zeigt sich ein dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Danach zeigen sich vollmundige Aromen von dunklen Beeren mit Holz gepaart in der Nase. Diese Frucht-Nuancen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt. Dabei zeigt sich der 2018er Spätburgunder kraftvoll, präsent und durchaus komplex, verfügt er doch über leichte Tannin-Anklänge die das Geschmacksbild bestens abrundet. Der Wein ist lebendig und besitzt eine leichte Fruchtigkeit und beides erzeugt beim Verkoster Lust auf mehr. Wer einen vollen, runden sortentypischen Spätburgunder sucht, der ist hier fündig geworden. Chapeau!

Der 2018er Spätburgunder trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die 6 Weine der Albiger Genossenschaft mit viel Freude und Respekt verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Weine besitzen ein sehr beachtliches Niveau und sind von bester Qualität. Hier haben die Winzer der Albiger Genossenschaft zusammen mit ihrem Kellermeister Harald Eller Weine kreiert, die Terroir-geprägt, individuell, charaktervoll und sehr authentisch sind. Dabei besitzen die Weine einen ganz entscheidenden Vorzug, sie schmecken einfach bestens und darauf kommt es schließlich an. Uns jedenfalls haben die Weine äußerst gut gefallen, ihr Geschmack hat uns nicht nur überzeugt, wir haben sie genossen. Dies sehen andere professionelle Verkoster ebenso, die lange Liste der wiederkehrenden Prämierungen zeugen davon. Überzeugt hat uns auch das Preis-Geschmacks-Verhältnis, denn solche wunderbaren Weine zu solch moderaten Preisen sind absolut erwähnenswert.

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König