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Rezension: Durbacher Winzergenossenschaft 2 Rotweine, 1 Rosé, 6 Weißweine und 1 Sekt Rosé

 Foto: Helga König
Die Durbacher Winzergenossenschaft existiert seit dem Jahr 1928. Damit kann sie nicht nur auf eine lange Tradition zurückblicken, sondern in erster Linie auf eine sehr erfolgreiche. Es ist nicht vermessen zu sagen, dass die Durbacher Genossenschaft eine der besten Winzer-Vereinigungen in Deutschland ist, wenn nicht gar die allerbeste. 

Mit etwa 230 Mitgliedern, die meisten davon Vollerwerbswinzer, ist hier eine Mannschaft von höchst engagierten Vollblutwinzern am Werk, deren ganzes Herz ausschließlich für großartige Weine schlägt. Auf 340 ha Rebfläche werden die edelsten Rebsorten angebaut, als da sind: Klingelberger(Riesling), Traminer und alle Burgundersorten, also Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder nebst Rosé und Weißherbst. 

Seit über acht Jahrzehnten werden hier Weine kreiert, die absolut für eine optimale Qualität sprechen. Ausgangspunkt sind natürlich die einzigartigen Lagen, in denen das Rebgut kultiviert wird. Durbach, im Badischen beheimatet, ganz in der Nähe von Offenburg, hat in der Weinwelt einen ganz besonderen Klang, weiß man doch, dass hier die berühmten Weinlagen existieren, die Durbach zum höchst- dekorierten Weinort Deutschlands machen. 

Mit Steillagen bis zu 80% Hangneigung verfügt die Genossenschaft sowohl von der Bodenbeschaffenheit als auch von der geschützten Sonnendurchflutung über ein ideales Terroir, um hier ganz große Weine entstehen zu lassen. In den klimatisch begünstigten Lagen Ölberg, Plauelrain, Kochberg und Steinberg entstehen Spitzenqualitäten, die über ihre jeweils eigenen, herausragenden Eigenschaften verfügen, mit hohem Extraktgehalt und hohen Öchslegraden. Aber es ist nicht allein das Terroir, das in Durbach solche Spitzenweine entstehen lässt. 

Das Wissen, das Können, das Engagement, das Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne und unermüdlicher Fleiß und Hingabe aller in der Durbacher Genossenschaft engagierter Menschen lassen ein solches anerkanntes Ergebnis entstehen, das unter den weltweiten Weinfreunden größte Beachtung findet. Das positive Rückbesinnen auf die Tradition im Weinbau, im Einklang mit der Natur bei der Weinbergspflege, gezielte Laubarbeit und selektiver Rebschnitt, eine Handlese, die streng darauf achtet nur gesundes, hochreifes Traubengut zu ernten, sind Garant dafür, dass im Weinberg die allerbesten Bedingungen eingebracht werden, damit exzellentes Traubengut in den Keller gelangen kann. 

Die Moderne hat da Einzug gehalten, wo sie der Qualität der Weine eindeutig zugutekommt, also in den neuesten weinbautechnischen Erkenntnissen und bei der unmittelbaren Verarbeitung der Trauben im Keller, wo modernste Technik zum Einsatz kommt. Alles zusammen hat zu diesem großen und langwährenden Erfolg der Winzergenossenschaft Durbach geführt. Dokumentiert wird diese Erfolgsgeschichte durch eine riesige Zahl von Anerkennungen und Auszeichnungen die die Durbacher Genossenschaft erhalten hat, sowohl national als auch international. 

Die renommiertesten Weinführer, wie z. B. Gault Millau und Meiningers Weinwelt oder Vinum bekunden der Durbacher Genossenschaft höchsten Respekt und stufen sie an der Spitze der deutschen Genossenschaften ein. Die Auszeichnungen der einzelnen Weine durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, durch den Badischen Weinverband, und eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen wie etwa Mundus Vini, AWC Vienna, Meiningers -Best of Riesling-, oder Les grands Concours du Monde, und, und, und-- überall hat es Gold – und Silbermedaillen geregnet, die Liste ist schier endlos. 

Alles zusammen sagt am Schluss doch ganz gewiss Eines aus, sie machen ganz wunderbare Weine die Winzer und Mitarbeiter der Durbacher Winzergenossenschaft. 

 Foto: Helga König
2015 Durbacher Plauelrain Weissburgunder Qualitätswein Trocken 

Der hier verkostete 2015er Durbacher Plauelrain Weissburgunder trocken gehört nach der Guts-eigenen Einschätzung zu den Durbacher Klassik Weinen. Gewachsen ist das Rebgut zu diesem herrlichen jungen Weißburgunder in der Lage Plauelrain, einer Steilhanglage im Durbachtal, das mit seiner Länge von nur 12 km und der Breite von Luftlinie etwa 3 Kilometer zwischen den Bergrücken sehr geschützt vor kalten Winden aus dem Norden und dem Rheintal liegt.

Im Glas zeigt sich der 2015er Weissburgunder in einer hellen, grüngelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ein solch junger Wein benötigt zunächst Sauerstoff, damit er sich olfaktorisch bestens offenbaren kann. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge an Ananas, Grapefruit, Litschi, Karambole, leichter Sommerapfel und Orangenblüte in der Nase. Diese Nuancen werden im Mund und am Gaumen bestätigt. Hinzu gesellen sich eine leicht minzige Art und eine cremige Geschmacksstruktur, ebenso eine feine Mineralität. 

Getragen wird der komplette Geschmacksbogen von einer wohl eingebundenen Säure, die sehr animierend dem Weissburgunder auch die nötige Frische und den langen Nachhall beschert. Wunderbar, dieser 2015er Durbacher Plauelrain trocken, eine Freude diesen fruchtig, frischen Wein zur abendlichen Entspannung zu genießen.

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Durbacher Grauburgunder Qualitätswein trocken 

Das Traubengut zu diesem 2015er Grauburgunder trocken ist in den besonderen Steillagen der Durbacher Genossenschaft kultiviert worden. Wie exzellent die Weine aus Durbach schmecken, zeigt dieser Grauburgunder aus der Klassik Edition, steckt doch in ihm alles Können und das Herzblut der 230 Winzer, die der Genossenschaft angehören. Unermüdlich setzen sie alles daran, mit jedem neuen Jahrgang Weine zu kreieren, die bei den Weinliebhabern höchste Anerkennung findet, eben wie auch bei den großen Prämierungen von professioneller Seite. 

Die Farbe des 2015er Grauburgunder trocken ist ein helles Strohgelb mit leicht grünen Reflexen. Auch hier wieder die entsprechende Portion Sauerstoff, damit die Nase alle Anklänge registrieren kann. Das Ergebnis sind Duftnoten die an Zitrusfrüchte, Äpfel und feine Birne erinnern. Dies wird in Mund und am Gaumen bestätigt. Der feine Frucht-Säure-Bogen zeigt sich mild und cremig und verfügt über eine besonders angenehme Mineralität, die gemeinsam mit der animierenden Säure für die erwünschte Frische und das gelungene Finish sorgt. 

Mit Freunden hat man sehr viel Spaß mit diesem 2015er Grauburgunder trocken, wenn einige Flaschen zuvor richtig gekühlt wurden. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Durbacher Blanc de Noir Qualitätswein trocken

Dieser 2015er Blanc de Noir ist ein wunderbarer, frischer Weißwein, obwohl er aus roten Trauben gekeltert worden ist. Dabei wurde überwiegend nur der weiße Traubensaft bei der Kelter entnommen, die rote Beerenhaut ist sofort entfernt worden, damit aus dem Most kein Rotwein wurde. So kommt es zu diesem herrlichen Blanc de Noir, der die intensiven geschmacklichen Eigenschaften der Rotwein-Traube mit der Frische eines Weißweines verbindet. Solche Blanc de Noirs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer strohgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Nachdem der Blanc de Noir sich mit Sauerstoff vermählt hat, zeigen sich herrlich frische Duftnoten, die an belebende Apfel-Zitrus- Aromen erinnern. Beim ersten Schluck werden diese Nuancen geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt, und durch eine ideal tragende Säure ergänzt. 

Der Blanc de Noir besitzt einen eleganten Charakter, ist ungemein erfrischend und überzeugt mit einem fruchtbetonten Geschmack, der vielschichtig ist. Als Sommerwein ideal, ist er auch bestens geeignet für einen Grillabend mit feinen Salaten. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2014 Plauelrain Klingelberger (Riesling) Kabinett trocken 

Der hier verkostete 2014er Plauelrain Klingelberger (Riesling) Kabinett trocken zeigt geradezu exemplarisch zu welchen großen Weinen die Durbacher Winzergenossenschaft fähig ist. In der Spitzenlage gezogen, wurden die Trauben selektiert handverlesen, sodass nur gesundes, hochreifes Rebgut zur schonenden Weiterverarbeitung auf schnellstem Weg in den Keller gekommen ist, um hier optimal vinifiziert zu werden. Das Ergebnis ist exzellent und wurde mit der Goldmedaille des Badischen Weinverbandes belohnt. 

Farblich überzeugt der 2014er Klingelberger Kabinett trocken mit einem hellen Strohgelb. Um die gesamten olfaktorischen Anklänge zu erfassen, sollte dieser exzellente Wein zunächst ebenfalls den nötigen Sauerstoff bekommen. Gelbfleischige Aromen von Pfirsich, Aprikose und Ananas betören danach die Nase. Die entsprechende Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt. Dieser trockene Riesling ist filigran und elegant, sein Ausbau als Kabinett verleiht ihm eine schöne Komplexität, wozu auch die sortentypische Mineralität beiträgt. 

Frucht und Säure bilden eine wunderbare geschmackliche Einheit und die belebende Frische beim langen Abgang ergänzt das Geschmackserlebnis ideal. 

Herrlich dieser 2014er Plauelrain Klingelberger Kabinett trocken, davon bitte mehr. 

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2015 Durbacher Ölberg Gewürztraminer Spätlese 

Die hier verkostete 2015er Gewürztraminer Spätlese stammt aus einer weiteren Spitzenlage der Durbacher Genossenschaft, dem Ölberg. Diese Lagen sind die eigentlichen Stars in der Genossenschaft, denn hier wachsen die großartigen Weine, deren Rebstöcke mit großer Liebe zur Natur und mit höchster Sorgfalt kultiviert werden. Allerbesten Rebgut ist das Ergebnis von großartigem Terroir und engagiertem Können beim Weinmachen. Dafür steht die Durbacher Winzergenossenschaft und ihre tollen Weine, wie diese 2015er Gewürztraminer Spätlese es beweist.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer strohgelben Farbe. Ohne langweilen zu wollen auch hier der Hinweis auf das Quantum Sauerstoff, das das Duftbukett komplett öffnet. Verschwenderische Anklänge an Rosen, Honig, Sultaninen und exotische Früchte werden mit der Nase wahrgenommen und im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. Zudem zeigt sich der Wein kraftvoll, mineralisch, beerenfruchtig und von einer intensiven Aromenstruktur. 

Die 2015er Gewürztraminer Spätlese verfügt über eine großartige Balance, wobei sich das Fruchtpotpourri bestens mit der balancierenden Säure ergänzt und dabei der Fruchtsüße die nötige Präsenz zugesteht. Damit begleitet dieser Wein optimal eine Gänseleber, aber auch einen Gugelhupf oder Hefezopf. 

Erwähnenswert sind die etwa 10jährige Lagerfähigkeit dieses Weines und natürlich die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes. 

Die 2015er Durbacher Ölberg Gewürztraminer Spätlese hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2014 Durbacher Plauelrain Scheurebe Spätlese 

Ein weiteres Highlight aus der Kollektion von außergewöhnlichen Weinen ist diese 2014er Scheurebe Spätlese aus der Lage Durbacher Plauelrain. Welche großartigen Bedingungen in dieser Lage vorhanden sind, zeigt auch die Vielfalt der Rebsorten, die hier prächtig gedeihen. Diese 2014er Scheurebe wurde als Spätlese ausgebaut und punktet entsprechend mit den nötigen Öchslegraden. Das Durbachtal und seine kleinen Seitentäler sind von allen Seiten geschützt, sodass hier klimatisch Bedingungen vorhanden sind, die die Reife der Trauben geradezu ideal optimiert. Wenn dann noch trockene Perioden das Wetter beeinflussen, gibt es für die Winzer der Durbacher Genossenschaft fast nur gesundes, reifes Rebgut und eine sehr zufriedenstellende Ernte. Solche Jahrgänge erfüllen dann die hohen Ansprüche der Weinmacher in Durbach, denn jetzt entstehen die allerbesten Weine.

Die Farbe der hier verkosteten 2014er Scheurebe Spätlese ist ein glänzendes Goldgelb. Den nötigen Sauerstoff erhält der Wein, indem man das Glas in aller Ruhe mehrmals schwenkt, mit der Folge, dass die Duftnoten den Verkoster olfaktorisch überzeugen. Anklänge an gelbe, intensive Fruchtnoten werden in der Nase wahrgenommen und nach dem ersten Schluck im Mund und am Gaumen bestätigt. 

Die 2014er Scheurebe Spätlese besitzt eine markante, reife Fruchtstruktur, ist dabei zugleich saftig, harmonisch und sehr nachhaltig. Auch sie besitzt eine lange Lagerfähigkeit von etwa 10 Jahren und wie viele andere Weine der Durbacher Winzergenossenschaft die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes. 

Der Wein hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden 

 Foto: Helga König
2015 Durbacher Kochberg Spätburgunder Rosé trocken 

Dieser köstliche 2015er Rosé wurde aus dem Traubengut der Spätburgunder-Rebe vinifiziert. Gewachsen sind die Trauben in der Edellage Durbacher Kochberg, einer Steillage, die sich für den Spätburgunder besonders gut eignet. Rosé ist mittlerweile gerade im Sommer ein sehr beliebter Wein, verbindet er doch die intensiven geschmacklichen Voraussetzungen der Rotwein-Traube mit einer besonderen Frische. Damit der Rosé eine solch ansprechende Farbe im Glas ausstrahlt, wird der Wein auf der Maische nur kurz mit der roten Beerenhaut in Verbindung gebracht. Jetzt zeigt sich dieses herrliche Lachsrosa, was den 2015er Kochberg Spätburgunder Rosé animierend auszeichnet und beim Verkoster eine bestimmte Vorfreude auf diesen Wein auslöst. 

Nach dem gelungenen farblichen Auftritt im Glas folgt die obligatorische Verbindung mit genügend Sauerstoff, um die Aromen-Anklänge dieses Rosé genussvoll auskosten zu können. Anklänge an Zitrusfüchte aber auch Erdbeeren sind das willkommene olfaktorische Ergebnis. Die Bestätigung folgt umgehend geschmacklich in Mund und Gaumen, wobei sich der Wein fruchtig und frisch zeigt. Ergänzt durch eine angenehme Säure-Struktur, hält der 2015er Spätburgunder Rosé alles, was man sich von den großartigen Weinen von der Durbacher Genossenschaft verspricht. Bei einem langen Abgang lässt sich dies mit viel Freude erneut feststellen. Mit diesem herrlichen Rosé sind gelungene Sommerabende garantiert. 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

 Foto: Helga König
2013 Durbacher Kochberg Spätburgunder Kabinett trocken. 

Ebenfalls aus der Lage Durbacher Kochberg stammt dieser 2013er Spätburgunder Kabinett trocken. Sind die Weißweine und der Rosé aus den Lagen des Durbachtal exzellent, so gilt dies für die Spätburgunder erst recht. Der Boden, die intensive Sonne und die absolute Pflege der Reben lässt hier Spätburgunder-Trauben wachsen, die sich prächtig für einen großartigen Wein dieser Rebsorte eignet. Natürlich hat auch er die Goldmedaille der Badischen Landesweinprämierung erhalten. Diese wunderbaren, trockenen Spätburgunder Rotweine verzücken von Jahrgang zu Jahrgang immer wieder. 

Im Glas zeigt sich der 2013er Spätburgunder Kabinett trocken in einem intensiven dunkelrubinrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Braucht ein Weißwein schon genügend Sauerstoff zwecks olfaktorischer Prüfung, so gilt dies für einen Spitzen-Rotwein wie diesen 2013er Durbacher Kochberg Spätburgunder Kabinett trocken erst recht. Jetzt stellt sich ein vielschichtiges Bukett ein, das an Sauerkirschen und Waldbeeren erinnert und durch Anklänge an Röstaromen, einem Hauch Eukalyptus und einer Kräuternote in der Nase ergänzt wird. Im Mund und am Gaumen sind die Nuancen geschmacklich nachzuvollziehen. 

Der 2013 Spätburgunder Kabinett trocken besitzt ein elegantes Fruchtspiel, ist würzig und zugleich leicht kräutrig und punktet mit feiner Mineralität und Tanninen. Dabei verfügt der Wein über einen gut strukturierten, durchaus komplexen Körper bei erfreulicher geschmacklicher Präsenz. Auch seine Balance ist beeindruckend und während man sich über alle gelungenen Komponenten bei einem langen Nachhall freut, wird erneut klar, wie gut doch die Weine aus der Durbacher Genossenschaft schmecken. 

Der 2013er Durbacher Kochberg Spätburgunder Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad getrunken werden. 

2013 Durbacher Pinot Noir Trocken, im Eichenfass gereift 

Die Trauben zu diesem 2013er Pinot Noir stammen aus den besten Partien der Vorzeige-Lagen der Durbacher Winzergenossenschaft. Um einen großen Pinot Noir zu vinifizieren, werden von erfahrenen Winzern nur die allerbesten Spätburgunder-Trauben zur Reife im Eichenfass genommen. Dabei werden die Duft- und Geschmacksnuancen durch die typischen Aromen, die von den Eichenfässern auf den jungen Wein einwirken in den gesamten Geschmacksbogen übertragen, als da sind verschiedene Röstaromen und ein gewisses Tannin-Potential, das die Geschmackskomponenten einschließt, um ihnen so mehr Reifezeit einzuräumen, aber auch die Lagerfähigkeit des Weines beträchtlich zu verlängern. 

Natürlich muss die Qualität des jungen Weines diesen Mehraufwand rechtfertigen, da dies auch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Die Ergebnisse sind dann aber auch fabelhaft, wie hier bei dem 2013er Pinot Noir trocken, der die Reife im Eichenfass erlebt hat. Die Farbe des Weines im Glas ist ein leuchtendes Rubinrot. 

Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, auch hier wieder der Einsatz von Sauerstoff, denn wie schade wäre es, nicht die gesamte Duftfülle dieses prächtigen 2013er Spätburgunder trocken in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Belohnt wird die Nase mit Anklängen an Brombeeren, Kirschen, aber auch an leichte Lakritz- und Röstaromen. Dies wird im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt und zusätzlich durch eine mineralisch-würzige Note ergänzt. Der Spätburgunder besitzt einen kräftigen Körper, ist Tannin- und Extrakt- reich, dabei durchaus komplex, ausbalanciert, aber auch weich und rund bei seinem nicht enden wollenden Abgang. Ein toller, beeindruckender Spätburgunder dieser Durbacher 2013er Pinot Noir trocken, der die Liebhaber dieser Rebsorte nicht nur restlos zufriedenstellt, sondern sie geradezu verzückt. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 15 bis 18 Grad verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2014 Durbacher Rosé Sekt Trocken "Edelmann".

Dass die Durbacher Winzergenossenschaft sich auf exzellente Weine versteht, dürfte hier bereits hinlänglich demonstriert worden sein. Entsprechend sieht es mit den verschiedenen Sekten aus, die hier in der Genossenschaft kreiert werden. Bekanntlich ist ein Sekt oder Champagner nur so gut, wie es sein Grundwein ist. Da kommen die wunderbaren Weine von den Winzern der Genossenschaft gerade recht, denn diese lassen sich großartig versekten. Die Ergebnisse sprechen für sich selbst, wie hier bei dem 2014er Rosé Sekt trocken, dem die Macher den Beinamen "Edelmann" gegeben haben, und dies zu Recht. 

Im Glas zeigt sich der Rosé Sekt in einer schönen Lachsfarbe. Dabei fällt dem Betrachter sofort die feine Perlage auf, die empor-sprudelnd auf eine besondere geschmackliche Frische hinweist. In der Nase aber auch im Mund und am Gaumen überzeugt das feine Fruchtspiel, das Anklänge an Erdbeeren und Himbeeren aufweist. 

Dieser 2014er Rosé Sekt "Edelmann" begeistert mit seiner anregenden Frische, ist fruchtig und dennoch angenehm trocken, so wie man einen geschmackvollen Sekt liebt. Klar, dass man hiervon gerne ein weiteres Glas nimmt, wenn bei einem Empfang, bei einer Party oder bei trauter Zweisamkeit der "Edelmann" richtig gekühlt darauf wartet, verkostet zu werden.



Nachdem wir jetzt die unterschiedlichen Weiss- und Rotweine, aber auch den Rosé und den Rosé Sekt verkostet haben, abschließend unser Fazit: Die Durbacher Winzergenossenschaft, und dies hat sich bei allen hier verkosteten Weinen und dem Sekt gezeigt, kreiert diese mit höchstem Niveau und bei allerbester Qualität. Basis sind dabei die Steillagen im Durbachtal, die exzellente Tropfen ermöglichen. Aber, und dies soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, man muss auch das Wissen, das Können und das totale Engagement haben, um dieses Terroir ins Glas zu bringen. Und dies verstehen die Winzer von der Durbacher Genossenschaft absolut. 

Die geschmackvollen Weissweine verfügen über viel Frucht, die ganz spezielle Säure, die den Wein frisch und nachhaltig macht und die Mineralität, die dem Wein Substanz gibt. Die Spätburgunder Rotweine haben Kraft, sind extraktreich und verfügen über die nötige Dichte, die sie gehaltvoll machen. Zum Schluss der Rosé Sekt "Edelmann", der für sich spricht, ganz im Sinne von "nomen est omen", also köstlich. Da stehen wir mit unserer Meinung nicht allein, dies zeigt die schier unendliche Fülle an Auszeichnungen und Medaillen, mit denen die Weine der Durbacher Winzergenossenschaft bedacht worden sind. Dass aber auch noch das Preis-Leistungs-Verhältnis einer der allerbesten Genossenschaften in Deutschland so phantastisch ist, dies muss hier noch ganz besonders zur Sprache kommen und gewürdigt werden.

Sehr, sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link dann gelangen Sie zur Durbacher Winzergenossenschaft und können dort die Weine bestellen:  http://www.durbacher.de/durbacher/winzergenossenschaft.html 

Rezension: Burkheimer Winzer e.G. am Kaiserstuhl 2 Weißweine, ein Rosé und 3 Rotweine

Foto: Helga König
Burkheim ist eine der ältesten Gemeinden in Deutschland, wo Wein erzeugt wird. Bereits im Jahr 778 wurde hier nachweislich Wein angebaut, und es ist zu vermuten, dass bereits die Römer, die ja entlang des Rheins ihr Territorium im weiter nach Norden ausgedehnt haben,  für ihren Eigenbedarf hier Weinberge angelegt hatten. Mehr Tradition geht eigentlich nicht mehr. Dass der Weinbau hier am westlichen Kaiserstuhl so erfolgreich ist, wie übrigens insgesamt in der Kaiserstühler Region hat wesentlich mit zwei natürlichen Faktoren zu tun. Es ist die Bodenbeschaffenheit aus Vulkangestein aber auch aus Löss und es sind die klimatischen Bedingungen, die hier extrem günstig sind, wunderbare Weine zu kultivieren. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine wärmere Region mit so viel Sonnenstunden, wie hier in Burkheim am Kaiserstuhl. Alles zusammen macht das Terroir aus, dass 320 Winzer in der Genossenschaft Burkheim ermöglicht, auf etwa 110 ha Rebfläche die allerbesten Rebsorten zu pflanzen. 

Zwei herausragende Lagen sind die Basis der Burkheimer Winzer. Da gibt es zum einen die Lage "Schlossgarten" mit tiefgründigem Lössboden, und zum anderen die Lage "Feuerberg", die Vulkangestein aufweist. Will man etwas über die angebauten Rebsorten der Burkheimer Winzergenossenschaft sagen, dann kommt zu allererst die Burgunder-Familie in Betracht. Ob Weiß- Grau- oder Spätburgunder, Spätburgunder Rosé und Spätburgunder Blanc de Noirs, alle Weine dieser Rebsorte sind von allerbester Qualität, weil die Bedingungen in Burkheim ideal sind und sowohl die Winzer, der Kellermeister Dominik Schweizer, der Winzer und Geschäftsführer Gert Schmidt, ja alle die in der Genossenschaft tätig sind, nicht nur ihr Handwerk bestens verstehen, sondern auch mit all ihrem Herzblut engagiert sind, ganz große Weine zu erzeugen. Aber auch die Rebsorten Rivaner, Grüner Silvaner, Auxerrois, Riesling, Müller Thurgau, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer werden als Weißweine kultiviert, während im Rotwein-Bereich allein der Spätburgunder dominiert. 

Die beiden Burkheimer Einzellagen "Feuerberg" und "Schlossgarten" sind überregional geradezu optimal, wobei der "Feuerberg" 2006 von der Weinwirtschaft als eine der "Besten" in Deutschland vorgestellt wurde, da nur 7% der weltweiten Produktion auf Vulkangestein wächst, wie eben hier in der Lage "Feuerberg". Bei all diesen Maximal-Bedingungen bleibt es nicht aus, dass die Weine der Burkheimer Winzer weltweit bekannt und hochdekoriert sind. Bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen regnet es buchstäblich seit Jahren immer wieder Gold-Auszeichnungen. 

Ob bei Mundus Vini, AWC Vienna, DLG Goldener Preis 2015, Meinigers Deutscher Sektpreis 2015, Internationaler Wein GrandPrix Düsseldorf oder Challenge International du Vin Bordeaux, bei allen Prämierungen belegen die Spitzenweine der Burkheimer Winzer immer erste Plätze und werden mit Gold bedacht. 

Deshalb kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Weine aus der Winzergenossenschaft Burkheim in der allerersten Reihe der deutschen Weine stehen, wobei gleichzeitig die Preisgestaltung für diese exzellenten Tropfen überaus moderat ausfällt.

Foto: Helga König
2015 Burkheimer Schlossgarten Weißer Burgunder Kabinett Trocken 

Dieser exzellente 2015er Weißburgunder stammt aus der Lage Burkheimer Schlossgarten. Dabei handelt es sich um eine der beiden grandiosen Einzellagen der Burkheimer Winzer, die in der Fachwelt größtes Ansehen genießen. Die Böden im "Schlossgarten" bestehen aus Laven und Tuffen zusammengesetztem Vulkanverwitterungsgrundgestein, das mit einer Lößschicht überdeckt ist und so ein gutes Wasserspeicherungs-Vermögen besitzt. Der Weißburgunder wurde in der Qualitätsstufe Kabinett trocken ausgebaut. 

Im Glas zeigt sich der 2015er Weiße Burgunder in einer zart grüngelblichen Farbe mit brillanten Reflexen. Mit dem nötigen Sauerstoff verbunden, offenbaren sich die olfaktorischen Nuancen ganz eindeutig. Es handelt sich dabei um Anklänge an Birne, Sommerapfel, Wiesenblumen und Zitronengras. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen bestens geschmacklich bestätigt. Die moderate Säure trägt den Fruchtbogen aufs Feinste. 

Dieser 2015er Weißburgunder punktet durch seine Rasse und Eleganz. Sein Nachhall ist zitronig frisch, langanhaltend und überaus rund und wohl ausbalanciert. Dieser wunderbare Wein macht einfach Lust auf mehr und zeigt, warum die Weine von den Burkheimer Winzer ein solch hohes Ansehen genießen, sowohl in der Fachwelt, als auch bei den zahlreichen Liebhabern der Weine aus der Winzergenossenschaft Burkheim. 

Der Badische Weinverband hat diesen 2015er Burkheimer Schlossgarten Weisser Burgunder Kabinett trocken deshalb mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. 

Wir empfehlen diesen Wein zu: "Zanderfilet mit Krabben und Crémant-Schaum"

Der Wein hat 13 % vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2015 Burkheimer Feuerberg Grauer Burgunder Spätlese Trocken 

Die zweite bedeutende Lage der Burkheimer Winzer ist der "Feuerberg", eine von Deutschlands besten Lagen. Durch das hier vorherrschende Vulkanverwitterungs-Gestein zeichnen sich die Weine durch viel Extrakt und eine komplexe, tiefstrukturierte Mineralität aus. Der 2015er Grauburgunder wurde trocken ausgebaut und besticht in der Qualitätsstufe Spätlese. Farblich zeigt sich der Wein in einem intensiven Hellgelb mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Ein solcher Spitzen-Grauburgunder mit seinem intensiv-duftenden Bukett benötigt genügend Sauerstoff, damit er sich ganz öffnen kann. 

Jetzt zeigen sich ganz deutlich verführerische Anklänge an Aprikosen und Honig, die besonders auch im Mund und am Gaumen begeistern. Ergänzt wird die prachtvolle Geschmacksfülle durch eine gut eingebundene Säure, die den Wein kraftvoll und prägnant erleben lässt. Seine Fülle und seine Präsenz beeindrucken nachhaltig durch einen langen, intensiven Abgang, wobei genügend Zeit bleibt, nicht nur sich über einen solchen herrlichen Grauburgunder zu freuen, sondern ihn auch intensiv zu verinnerlichen. 

Dieser Wein strahlt die ganze Kraft und Besonderheit seines Terroirs aus, dem Burkheimer Feuerberg, und schenkt speziell dem Liebhaber der Rebsorte Grauburgunder ein ganz besonderes geschmackliches Vergnügen. Kurzum ein außergewöhnlicher Grauer Burgunder, der von dem Badischen Weinbauverband mit der Goldmedaille geehrt wurde. 

Wir empfehlen diesen Wein zu  einem "Gebratenem Perlhuhn auf mediterrane Art"

Die 2015er Grauburgunder Burkheimer Feuerberg Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Foto: Helga König
2015 Burkheimer Rosé Kabinett Trocken 

Der hier verkostete 2015er Rosé wurde aus der Rebsorte Spätburgunder vinifiziert. In der Qualitätsstufe Kabinett eingestuft, ist der Rosé trocken ausgebaut worden. Die Spätburgunder-Trauben sind auf Vulkanverwitterungsgestein gewachsen, die allerbeste Bodenbeschaffenheit die die Burkheimer Lagen den Burgundern, besonders den Spätburgundern bieten kann. Hier besitzen die Burkheimer Winzer ein Kapital von unschätzbarem Wert, reifen doch in ihren beiden Lagen absolute Spitzen-Burgunder. Dies ist auch mit Fug und Recht über diesen 2015er Rosé zu sagen. 

In den letzten Jahren erfreut sich Rosé-Wein immer größerer Beliebtheit, ist er ja besonders frisch und hat doch die Intensität der Rotwein-Traube. Dies gilt ganz besonders für diesen hier verkosteten 2015er Burkheimer Rosé Kabinett trocken. Im Glas zeigt sich der Wein in einer eher kräftigen Rosé-Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Schon das leuchtende Erscheinungsbild signalisiert Frische. Ein solcher Wein verdient Respekt, ebenso wie die Macher, die ihn erzeugt haben. Dies geschieht am besten, indem man dem Rosé die Chance gibt sich duft- und geschmacksmäßig zu entfalten. Dabei hilft immer wieder nur Sauerstoff und die Ruhe, damit der Wein sich damit vermählen kann. Das Ergebnis ist ein prächtiges Fruchtspiel in der Nase, leicht von Kirschenaromen und Zitrus-Anklängen beeinflusst. Dies wird auch angenehm im Mund und am Gaumen wahrgenommen, wobei die zartwürzige Fruchtsäure ein wichtiger Bestandteil des gesamten Geschmacksbildes ist. Und immer wieder diese begeisternde Frische, die den Nachhall krönt. Mit diesem ´2015er Burkheimer Rosé Kabinett trocken kann bei einem lauen Frühlings- oder Sommerabend absolut nichts schief gehen, außer man hat zu wenig davon ihm in Keller.

Wir empfehlen diesen Rosé zu "Sommersalat mit Kaisergranat".

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

Foto: Helga König
2014 Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Rotwein Kabinett Trocken. 

Haben schon die Weissweine aus den Burgundertrauben den Verkoster begeistert, so gilt das erst Recht für die roten Spätburgunder-Weine der Burkheimer Winzer-Genossenschaft. Das Terroir der Lage "Burkheimer Feuerberg" ist geradezu ideal mit seinem Vulkanverwitterungsgestein für den allerbesten Spätburgunder, so wie er hier als trockener Kabinett-Wein verkostet wird. Dies bestätigt nicht nur die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes, sondern auch die Prämierung Gold beim WeinGrandPrix in Düsseldorf 2015, alles beides höchste Auszeichnungen für diesen exzellenten 2014er Spätburgunder. 

Im Glas zeigt sich der Burkheimer Feuerberg Kabinett trocken in einer kräftigen rubinroten Farbe. War bei den Weissweinen der Sauerstoff zum ausgiebigen Kennenlernen ein notwendiger Aspekt, so ist gilt dies für die Rotweine ganz besonders. Man sollte jedem Wein die Chance geben, sich optimal zu präsentieren, ebenso diesem herrlichen 2014er Spätburgunder. Anklänge an dunkle Kirschen sind das überaus angenehme olfaktorische Erleben. Im Mund und am Gaumen wird eindeutig geschmacklich bestätigt, was die Nase so angenehm erleben durfte. Ergänzend werden noch zusätzlich leichte Nuancen von Bittermandeln geschmeckt, die sich bestens mit dem Kirsch-Geschmack verbinden. Der Wein ist dicht, verfügt über eine gelungene Balance zwischen Fruchtaromen und einer milden Säure, ist vollmundig und samtig und verfügt über den langanhaltenden Nachhall, der einen solchen wunderbaren Spätburgunder erst richtig rund werden lässt. 

Dieser 2014er Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Kabinett begeistert auf Anhieb, hat er doch alles zu bieten, was einen großen Spätburgunder ausmacht, nämlich Trinkfreude pur. 

Wir empfehlen diesen Rotwein  zu "Entrecôte  mit Schalottenbutter"

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei etwa 18 Grad Celsius verkostet werden. 

Foto: Helga König
2013 "Burkheimer Nachtwächter" Feuerberg Spätburgunder Rotwein Qualitätswein Trocken

Mit diesem 2013er Spätburgunder trocken wollen die Burkheimer Winzer an die lange Geschichte ihrer Nachtwächter erinnern, die urkundlich zum ersten Mal anno 1504 erwähnt wurden. Es sind die Burkheimer Bürger selbst, die diesen Dienst abwechselnd geleistet haben, um ihre Gemeinde vor allen Übeln wie Feuer, Unruhen oder auch "Gesindel" zu bewahren. Heute dient diese Tradition dazu, um ein Hauch von Romantik und Poesie den vielen Gästen nahe zu bringen, die diesen pittoresken Winzer-Ort besuchen. Über die Spitzenlage "Feuerberg" wurde hier bereits ausgiebig informiert. Jetzt gilt es den Wein zu verkosten, der als nostalgische Erinnerung an das Nachtwächter-Brauchtum dient.

Im Glas zeigt sich der 2013er Spätburgunder trocken in einem dichten Burgunder-Rot. Nach der Vermählung mit dem nötigen Sauerstoff werden feine, zartbittere Mandelnuancen mit Veilchenanklängen registriert und im Mund und am Gaumen eindrucksvoll bestätigt. Der Spätburgunder punktet mit der nötigen Dichte, ist extraktreich, sortentypisch und gut ausbalanciert, wobei die Aromen ideal von der Säure getragen werden. Ohne dominant zu sein, besticht der 2013er Feuerberg Spätburgunder trocken mit einem überzeugenden, gewichtigen Charakter. Da er auch über die nötige Länge verfügt, lässt es sich trefflich rekapitulieren, wie viel Substanz und welche schöne Typizität dieser überzeugende 2013er Spätburgunder besitzt. Der Badische Weinbauverband hat diesen "Burkheimer Nachtwächter" Spätburgunder ebenfalls mit Gold bedacht. 

So bleibt als Ergebnis nur der Wunsch: Davon bitte mehr. 

Wir empfehlen diesen Rotwein zu: "Lammfilet auf Frühlingsart"

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius getrunken werden. 

 Foto: Helga König
2014er Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Rotwein "ViniGrande" Qualitätswein Trocken 

Wie bereits der Name dieses 2014er Spätburgunder trocken zutreffend "ViniGrande" tituliert, handelt es sich bei diesem besonderen 2014er Burkheimer Feuerberg um einen wirklich außergewöhnlichen, ja einen wirklich großen Spätburgunder. Die Winzer von der Genossenschaft und ihr Kellermeister haben alles möglich gemacht, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Da ist zunächst der "Feuerberg", der nachweislich das beste Terroir anbietet, das ein Edel-Spätburgunder benötigt. 

Nur allerbestes, Top-reifes Traubengut wurde für diesen Rotwein gelesen. Nach der Maische-Gärung hat der 2014er Spätburgunder 15 Monate Zeit gehabt, in aller Ruhe im Barrique zu reifen. Bekanntlich werden nur die allerbesten Weine eines Jahrganges in kleinen Eichenfässern ausgebaut, haben sie doch so die Chance zusätzliche Aromen zu erhalten und ihre Lagerfähigkeit wird durch die Tannine besonders ausgedehnt. 

Im Glas zeigt sich der Spätburgunder in einem dunklen Rubinrot, wobei das Auge gleichzeitig die intensive Konsistenz wahrnimmt. Um nicht zu langweilen, darf kurz und bündig gesagt werden, eine solche Pretiose muss einfach dekantiert werden, hat der Wein doch so die Möglichkeit sich aus seiner Verschlossenheit zu öffnen und das gesamte Repertoire an intensiven Duft und Geschmacksnuancen zu offenbaren. Die tonangebenden Anklänge in der Nase sind Beeren- Aromen und leichte Rauchnoten, aber auch eine kräutrig-würzige Komponente wird olfaktorisch erfasst. Alles wird im Mund und am Gaumen bestätigt, wobei festgestellt wird, welch voller Körper diesem Spätburgunder eigen ist. 

Der Wein ist komplex, verfügt über viel Kraft und süße Frucht, ebenso Würze und eine große Intensität. Die bereits weichen Tannine sorgen für einen ganz besonderen Schmelz, aber auch für einen nicht enden wollenden Nachhall, der die Geschmacksempfindung des Verkosters total einnimmt. Hier haben die Winzer von der Genossenschaft Burkheim etwas ganz Großes geleistet, einen mächtigen Spätburgunder, der das Zeug hat, sich noch enorm zu steigern. Jetzt schon ein überzeugender Wein, der noch jung ist und am Anfang seiner Entwicklung steht, wird der 2014er Burkheimer Feuerberg Spätburgunder "ViniGrande" trocken auf der Flasche noch weiter reifen, bis er nach vielen Monaten seinen Zenit erreicht hat und über Jahre noch weiterhin so optimal gelagert werden kann. 

Interessant ist es, diesen Spitzen-Spätburgunder auf seinem Weg zu begleiten, indem man im Abstand von einigen Monaten ihn immer wieder einmal verkostet, bis er ein absolut Großer ist. Erst dann wird klar, welchen Schatz man wirklich im Keller hat. 

Wer nicht so lange warten möchte, der darf sich auch jetzt schon für diesen Spätburgunder "ViniGrande" begeistern, denn seine einzigartigen geschmacklichen Eigenschaften gibt er auch schon jetzt preis, Voraussetzung ist, er hat genug Sauerstoff erlebt. 

Wir empfehlen diesen Wein zu  "Hirschrücken mit Gnocci  und karamellisierte Quitten" 

Der Wein hat kräftige 14% vol/ alc und sollte bei 16 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 

Zum Schluss unserer Verkostung wie immer unser Fazit: Die Burkheimer Winzer, die Winzergenossenschaft am westlichen Kaiserstuhl kreiert allerbeste Weine, die uns nicht nur überzeugt, sondern uns geradewegs begeistert haben. Weiß-und Grauburgunder sind fein und elegant im Geschmack, dabei voll und frisch, sortentypisch, Terroir-geprägt und authentisch mit einem unverwechselbaren Charakter, so wie wir uns den idealen Weisswein wünschen. Der Rosé fruchtig, spritzig und doch mit einem eigenen, identifizierbaren Geschmacksbild und immer frisch und belebend, da kann es bei einem Glas allein nicht bleiben. Und die Spätburgunder: großartige Weine, ob nun eher fruchtbetont-gehaltvoll oder im Barrique mit einer Fülle von bestens ausgewogener Aromenvielfalt und wunderbar komplex, da ist bei den Burkheimer Winzern wirklich alles vom Feinsten. Wir siedeln die Winzergenossenschaft dort an, wo sie hingehört, nämlich in die allererste Reihe der deutschen Weinerzeuger und bei der Fülle von Prämierungen sieht man, dass wir mit unserem Urteil nicht alleine stehen. Über die Preis-Gestaltung der Weine, dem Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir uns bereits bei der Vorstellung der Burkheimer Winzer geäußert, auch da gilt einfach nur: "Absolut Top"! 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zur Website der Burkheimer Winzer am Kaiserstuhl können dort den Wein bestellen: burkheimerwinzer.de

Rezension: Winzergenossenschaft Königschaffhausen Kiechlinsbergen:4 Weißweine, 2 Rotweine, 1 Winzersekt, 1 Prosecco

 Foto: Helga König 
Die Winzergenossenschaft Königschaffhausen- Kiechlinsbergen gehört zu Deutschlands besten Winzervereinigungen. Dies hat auch damit zu tun, dass sie am nördlichen Rand des Kaiserstuhls in Baden beheimatet ist, einer Region, wo es die optimalsten Bedingungen für exzellente Weine gibt. Neben den besten Bodenbeschaffenheiten, in den Weinbergen der Königschaffhausen -Kiechlinsberger Genossenschaft finden die Weinreben  die idealen geologischen Bedingungen, ist es das ganz besondere Klima, das hier am Kaiserstuhl vorherrscht. Immerhin ist die Region am Oberrhein die Gegend mit den meisten Sonnenstunden im Jahr, sie gilt als die wärmste überhaupt in Deutschland. Hinzu gesellt sich eine permanente Luftzufuhr. Der Wind, der durch das Rheintal weht, streicht auch durch die Rebzeilen und belüftet sie außerordentlich. Dies schafft ideale Wachstumsbedingungen und gehört ebenso zu dem großartigen Terroir, wie der geeignete Einfallswinkel der Sonne in die Hanglagen. 

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass am Kaiserstuhl seit alters her Wein angebaut wird. Königschaffhausen wird urkundlich schon im Jahre 1363 als Weinort erwähnt, wo besonders gute Weine zu erstehen sind. Die Gemeinde Kiechlinsbergen, eine der ältesten Weinbaugemeinden in der Region findet Erwähnung in Unterlagen aus dem Jahre 863. Bei einer solchen Anzahl von Jahrhunderten kann man wahrlich von einer großen Tradition im Weinbau sprechen. Heute besteht die gemeinsame Genossenschaft der beiden Winzergemeinden aus 650 Mitgliedern. Sie alle haben sich ein gemeinsames Ziel auf die Fahnen geschrieben, und dies heißt: beste Qualität ohne wenn und aber. Damit dies gelingt, wird neben der Mengenbegrenzung des Traubengutes auch besonders viel Wert auf die Individualität gelegt. So entstehen authentische, unverwechselbare Weine, wie sie nur hier am Kaiserstuhl wachsen können. 

Dabei sind es gerade die Burgundersorten, 70% von 330ha der allerbesten Rebfläche wurden damit bestückt, die sich auf den Böden der Königschaffhausen-Kiechlinsberger Genossenschaft besonders wohl fühlen. Aber auch Müller-Thurgau, Gewürztraminer, Muskateller und Scheurebe, ebenso Sauvignon Blanc, Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot gedeihen hier prächtig. Über besondere Lagen mangelt es der Winzergenossenschaft am Kaiserstuhl ebenfalls nicht. Zu nennen sind da: Steingrüble, Hasenberg, Ölberg und Teufelsburg. Wie bereits anfangs erwähnt, zählt die Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen zu den qualitativ führenden Genossenschaften in Deutschland, dies zeigen die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen deutlich. Garant dafür sind die überaus engagierten Mitglieder der Genossenschaft, ob als Winzer oder die gesamte Mannschaft, die in der Genossenschaft sich um die Erzeugung oder den Vertrieb der exzellenten Weine kümmern. 

2015 Rivaner Kiechlinsberger Teufelsburg Trocken 

Dieser 2015 Rivaner (Müller –Thurgau) trocken stammt aus der Lage Kiechlinsberger Teufelsburg. Die Bodenbeschaffenheit hier besteht aus Vulkanverwitterungsgestein mit Lössauflage. In Verbindung mit dem Kleinklima sind hier die besten Voraussetzungen für die Erzeugung frischer, fruchtiger Weißweine gegeben. Im Glas zeigt sich der Wein in einem hellen Grün mit Goldreflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, empfiehlt es sich zunächst dem Wein den nötigen Sauerstoff zu geben. Dies geschieht am besten, indem man das Glas in aller Ruhe mehrfach schwenkt. Jetzt nimmt die Nase feine Fruchtaromen auf, die einen Hauch Exotik mitbringen. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge an fruchtige Noten eindeutig bestätigt. Die angenehme Säure sorgt dafür, dass der Wein entsprechend ausbalanciert ist und mit der nötigen Frische punkten kann. Das angenehme Finish zeigt erneut, um welchen gelungenen Rivaner es sich hierbei handelt, der sich exzellent zu einer fröhlichen Runde mit Freunden trinken lässt. 

Wir empfehlen zu diesem Wein „Gratinierte Zucchini-Garnelen-Röllchen".

 Der Rivaner hat 12% vol /alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.


 Foto: Helga König
2015 Weisser Burgunder Kiechlinsberger Teufelsburg Kabinett Trocken 

Bei dem hier verkosteten 2015 Weisser Burgunder trocken handelt es sich um einen Prädikatswein. Der Weißburgunder wurde als Kabinett ausgebaut. Die Rebstöcke zu diesem Wein stammen aus der Lage Kiechlinsberger Teufelsburg, einer Lage, deren Bodenbeschaffenheit aus Vulkanverwitterungsgestein mit Lössauflage besteht. Der Weißburgunder wurde im temperierten Stahltank ausgebaut. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellen gelbgoldenen Farbe mit brillanten Reflexen. Um den Duft optimal wahrzunehmen, gilt es dem Wein zunächst die nötige Sauerstoffzufuhr zu gestatten. Das olfaktorische Erleben ist großartig. Ausgeprägte Anklänge an Zitrus gehen einher mit einem Hauch Honigmelone. Die geschmackliche Bestätigung dieses Aromenreigens findet im Mund und am Gaumen statt. Der Wein ist saftig und verfügt über eine kompakte Struktur. Mit seiner mineralisch fruchtigen Säure bildet er einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen. Es ist die gelungene Balance, die ihn geschmacklich elegant auszeichnet, was bei einem langen Nachhall erneut bestätigt wird. Dies ist ein schöner Burgunder, der ganz authentisch das Terroir seiner Herkunft am Kaiserstuhl widerspiegelt. Freunde dieser Rebsorte werden begeistert sein. 

Zu diesem Wein empfehlen wir "Waller im Wok“ mit Butterkartöffelchen. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Pinot Noir Blanc de Noirs Königschaffhauser Steingrüble Trocken 

Dieser 2014er Pinot Noir Blanc de Noirs kommt aus der Einzellage Steingrüble. Sie ist die bekannte Königschaffhauser Spätburgunderlage. Der Weißwein stammt von der Rotweinsorte Pinot Noir, wobei die rote Traube weiß gekeltert worden ist. Dies entsteht durch die entsprechende Pressung, da lediglich der weiße Saft aus der Traube gewonnen wird, während die Farbstoffe der roten Beerenhaut nicht in den Rebsaft gelangen. So bleibt der rote Farbstoff weitgehend außen vor, während die Geschmacksstoffe dem Wein in ihrer gesamten Fülle zur Verfügung stehen. 

Im Glas leuchtet der Blanc de Noirs mit einem hellen Gelb und grünen Reflexen. Man kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, den Wein vor der olfaktorischen Prüfung mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Wundervolle Anklänge von Ananas und Apfel werden danach in der Nase registriert. Eine entsprechende Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt und wird ergänzt durch Aromen von Orange und Vanille. Der Wein ist rassig bei eine durchaus kräftigen Struktur, was er auch seinem Ausbau im Stahltank verdankt, wo er über viele Monate auf der Feinhefe gelagert wurde. Seine besondere Balance ist Teil seiner großen Qualität. Fruchtaromen und Säure ergänzen sich vortrefflich und sorgen für einen langen, angenehmen Abgang. Ein solch gelungener Blanc de Noirs ist ursächlich dafür, dass diese Art von Wein sich stets größerer Beliebtheit erfreut: ein idealer Einklang zwischen den edlen Extrakten der Spätburgunder Traube, die weiß gekeltert, mit der nötigen Frische aufwarten kann. 

Wir empfehlen zu diesem Wein " Zanderfilet mit schwarzen Nüssen, Sellerie und Apfel“.

Der Blanc de Noirs hat 13% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius verkostet werden.


2014 Grauer Burgunder Königschaffhauser Hasenberg Trocken Selection Alte Reben

Dieser herrliche Graue Burgunder zeigt die gesamte Kunst, zu der die Weinmacher der Genossenschaft befähigt sind. Die Rebstöcke zu diesem Wein wurden in der Terrassenanlage des Königschaffhauser Hasenbergs gezogen. Hier besteht die Bodenbeschaffenheit aus einem mineralstoffreichen Vulkanverwitterungsgestein mit tiefgründigem Lössboden. Die Trauben stammen von Rebstöcken aus den ältesten Weinbergsparzellen, die bis zu 44 Jahre alt sind.

Bei der Handlese wurden sie selektiert, damit nur allerbestes, reifes Traubengut zur Verarbeitung kommt. So ist ein großer Wein garantiert, der ganz authentisch die Anlagen dieses besonderen Weinberges widerspiegelt. Folgerichtig trägt er die Bezeichung der Weinlinie Selection, die für die besten Weine der Genossenschaft steht. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellen goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Bei einem solchen Wein ist schon die olfaktorische Prüfung ein Erlebnis. Voraussetzung ist allerdings, dass er sich mit genügend Sauerstoff paaren durfte. Erst jetzt gibt er sein gesamtes Duftpotential frei.

Das Ergebnis ist ein Potpourri reifer Früchte wie Ananas, Bananen und Honigmelone. Zusätzlich wird auch noch der Anklang von Vanille in der Nase registriert. Anschließend folgt ein wunderbares geschmackliches Erleben, wenn Mund und Gaumen die olfaktorischen Momente wahrnehmen dürfen und dabei feststellen, wie vielschichtig strukturiert dieser Wein ist. Die feine Balance im Geschmack entsteht durch die ideale Abstimmung zwischen Frucht und Säure, wozu sich auch noch eine leichte Cremigkeit gesellt. Der nicht enden wollende Abgang zeigt erneut, wie großartig dieses feine Frucht-Säure-Spiel gelungen ist. Ein solch wunderbarer grauer Burgunder verwöhnt, großartig.

Wir empfehlen zu diesem Wein "Geschmorte Kalbsbackerln mit Bohnen, Tomaten und Polenta"

Der Wein hat 14% vol/alc und hat 8-10 Grad Celsius getrunken werden.


2013 Scheurebe Kiechlinsberger Ölberg Auslese

Bei der hier verkosteten Scheurebe handelt es sich um einen Prädikatswein, der als Auslese edelsüß ausgebaut worden ist. Die Trauben zu diesem edelsüßen Wein stammen aus der Einzellage Kiechlinsberger Ölberg. Dabei sind die Rebstöcke zu dieser Scheurebe im oberen Bereich der Lage angepflanzt worden. Grund ist die nötige Kühle dort, die die weiße Rebsorte zur optimalen Reife benötigt. Im Glas schimmert die 2013er Scheurebe goldgelb. Auch ein solcher Wein mit ausdrucksvollem Bukett benötigt Sauerstoff, um sich entsprechend entfalten zu können. Umso intensiver ist das Aromenerlebnis, das von der Nase aufgenommen wird. Welche Vielfalt: Cassis, Erdbeere, Himbeere und Stachelbeere bilden ein gelungenes Ganzes. Eine entsprechende geschmackliche Bestätigung findet danach im Mund und am Gaumen statt.

Ergänzend dazu gibt es weitere Anklänge an Vanille und Honigmelone. Diese Auslese strotzt geradezu mit einer fruchtigen Fülle. Es ist die feine Fruchtsäure, die die gesamte Opulenz trägt und alles zusammen in einen wunderbaren geschmacklichen Einklang bringt. Darüber hinaus zeigt der lange Abgang erneut, welches edelsüße Erlebnis diese 2013er Scheurebe Auslese anbietet. Ein solcher Wein hat natürlich seinen ganz besonderen Platz bei einem edlen Diner.

Er eignet sich sowohl als gelungener Aperitif, um schlussendlich auch noch das besondere Dessert zu begleiten.

Die 2013 Scheurebe Auslese hat 9% vol/alc und sollte bei 6 Grad Celcius genossen werden.


2013 Merlot Trocken

Die Rebstöcke zu diesem 2013er Merlot sind auf Vulkanfelsenböden gewachsen und zwar in Terrassenanlagen mit tiefgründigen mineralstoffreichen Lössböden. Dies ist die Bodenbeschaffenheit, die in den besonderen Lagen der Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen zu finden ist. Ursprünglich handelt es sich bei den Erhebungen des Kaiserstuhls um ein Gebilde vulkanischen Ursprungs. Das Terroir hier ist geradezu ideal zum Anbau von Wein, speziell von Rotweinsorten. Merlot, einst in Frankreich zuhause, ist mittlerweile mit großem Erfolg um die ganze Welt gezogen. Da die Traube genügend Sonne benötigt, hat sie in der Oberrhein-Ebene am Kaiserstuhl genau das, was sie braucht. Die Winzer der Genossenschaft haben die Merlot-Trauben handselektiert gelesen, äußerst schonend gepresst und zur Gärung gebracht.

Danach wurde der Wein bis zur Reife fünf Monate lang in großen Holzfässern gelagert. So werden in der Genossenschaft Königschaffhausen- Kiechlinsberg exzellente Merlot vinifiziert. Im Glas zeigt sich der Wein in einem dunklen Rubinrot mit schwarzen Schatten. Wenn der Weißwein schon genügend Sauerstoff braucht, um sich olfaktorisch zu öffnen, so gilt dies für alle Rotweine besonders. Nur so lassen sich die komplexen Duftnoten eines solchen edlen Merlot komplett mit der Nase aufnehmen. Von daher ist es ratsam diesen Wein zu dekantieren, bevor er verkostet wird. Zwei bis drei Stunden im Dekanter lassen den Merlot sowohl olfaktorisch als auch geschmacklich komplett beleben. Belohnt wird man danach in der Nase durch dezent vegetative Aromen, die sich mit Anklängen an Waldbeeren und Cassis vereinen.

Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung des olfaktorischen Erlebens statt. Es sind die schön eingebundenen Tannine, die dem Merlot Kraft, Struktur und die nötige Komplexität verleihen. Da der Wein auch über einen langen Nachhall verfügt, wird der geschmackliche Genuss erneut erlebbar. Ein solcher Merlot macht einfach Lust auf ein weiteres Glas.

Wir empfehlen zu diesem Rotwein eine "Lammkeule mit Artischocken".

Der Wein hat 13% vol/ alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius getrunken werden.


 Foto: Helga König
2012 Regnum Spätburgunder Rotwein Königsschaffhauser Steingrüble Trocken Barrique 

Dieser hier verkostete 2012 Spätburgunder wird in der Genossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen unter der Weinlinie Regnum geführt. Hierbei handelt es sich um die Bezeichnung für höchste internationale Rotweinqualität. Regnum steht in unmittelbarem historischen Zusammenhang zum Dorfnamen von Königschaffhausen. Neben der Spitzenqualität Regnum existiert in der Genossenschaft eine zweite Top-Linie mit der Bezeichnung Selection.

Um einen solchen außergewöhnlichen Spätburgunder zu kreieren, benötigt man nur allerbestes Traubengut. Dieses stammt aus den über 40 Jahre alten Rebanlagen der Einzellage Steingrüble. Handverlesen und mit extremer Ertragsreduzierung wurden nur Trauben vinifiziert, die in der Lage sind, einen Wein von höchstem Niveau hervor zu bringen. Nach der klassischen Maischegärung hat der Spätburgunder ca 24 Monate Zeit gehabt, in aller Ruhe in Barrique-Fässern heran zu reifen. Bei der Lage Steingrüble handelt es sich um Terrassenanlagen, deren Bodenbeschaffenheit aus mineralstoffreichem Vulkanverwitterungsgestein  mit Lössauflage handelt.

Im Glas zeigt sich der Rotwein in einer tief rubinroten Farbe mit schwarzen Schatten. Schon das Auge nimmt wahr, wie dicht dieser Wein ist.  Selbst auf die Gefahr der Wiederholung soll erneut darauf hingewiesen werden, wie wichtig es für die genussreiche Verkostung dieses edlen Spätburgunders ist, ihm ausreichend Sauerstoff zu geben. Deshalb empfiehlt es sich unbedingt, diesen besonderen Wein 2-3 Stunden zuvor zu dekantieren. Welch eine Freude für die Geruchssinne, wenn die Nase mit einer Fülle von wunderbaren Duftnoten betört wird. Anklänge an Brombeere, Kirschen, Pflaumen, aber auch Tabak, Zedernholz etwas Schokolade und Röstaromen sind das olfaktorische Ergebnis. Im Mund und am Gaumen setzt sich die Aromen-Explosion geschmacklich fort. Sein voluminöser Körper trotzt vor Kraft und ist dabei nicht nur sehr komplex, sondern auch geschmacklich voller süßlich reifer Früchte und angereichert mit reifen Tanninen. Alles zusammen erreicht ein Höchstmaß an gelungener Balance und streichelt die geschmacklichen Sinne des Verkosters zudem  mit einer samtigen Weichheit.

Den Winzern von Königschaffhausen-Kiechlinsbergen ist hier ein grandioser Spätburgunder gelungen, ein Rotwein mit enormer Fülle und Stoff. Dass ein solcher Spitzen-Wein über das ganz große Potential verfügt, ist einfach nur eine Tatsache. Tatsache aber auch ist, dass er noch nicht seinen Zenit erreicht hat. Jetzt schon ein Prachtstück wird er auf der Flasche kontinuierlich seinem Höhepunkt zustreben. Bei einem solchen Rotwein misst man die Lagerfähigkeit nicht in Jahren sondern eher in Jahrzehnten. Dabei ist es immer wieder ein Hochgenuss von Zeit zu Zeit eine Flasche zu öffnen, um ihn bei seinem Streben nach dem geschmacklichen Zenit zu begleiten. Kurzum ein wunderbarer Spätburgunder.

Zu diesem herrlichen Rotwein empfehlen wir "Rinderfilet mit Pfifferlingen, dazu  Wildreis und Zuckerschoten"

Der Wein hat 13,5 vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.


KÖSECCO trocken

Mit den qualitativ hochwertigen Weinen aus der Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen lassen sich natürlich auch ganz besondere Perlweine und Sekte herstellen. Der hier verkostete KÖSECCO ist ein Perlwein auf geschmacklich hohem Niveau. Dass er nicht als Sekt deklariert wird, liegt an seinen unverwechselbaren Kriterien im Verhältnis zu Sekten. So muss Perlwein zumindest einen Alkoholgehalt von 7%vol/alc aufweisen und auch einen geringeren Druck durch Kohlensäure besitzen, warum er auch einfacher verkorkt ist wie Sekt. Mit seinen 10,5 % vol/alc ist dieser Perlwein nicht allzu leicht, aber besonders frisch und spritzig. Dazu verhilft auch seine natürliche Kohlensäure, die er durch eine zweite Gärung erhalten hat. Farblich leuchtet der Perlwein in einem hellen Gelb, wobei das prickelnde Perlenspiel bereits seine Frische andeutet. Wird das Glas zum Mund geführt, nimmt die Nase zunächst das fruchtig-zarte Pfirsich-Mandarinen-Bukett wahr. Diese Nuancen bilden auch den geschmacklichen Rahmen im Mund und am Gaumen, wobei die feine Kohlensäure die Geschmacksnerven streichelt und sie entzückt.

Der KÖSECCO ist der ideale Begleiter auf allen fröhlichen Festen. Gerade die Damen werden ihn durch seine rassige Geschmacksentfaltung, die pure südliche Lebensfreude ausdrückt, besonders schätzen.

Wie bereits erwähnt, der KÖSECCO hat beachtliche 10,5% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Sekt Pinot Blanc de Noirs Kiechlinsberger Vulkanfelsen Extra trocken

Die Genossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen erzeugt neben den exzellenten Weinen auch  ganz erlesene Sekte. Da ein Sekt nur so gut sein kann wie der Grundwein, der zur Versektung genommen worden ist, hat die Genossenschaft am Kaiserstuhl geradezu ideale Möglichkeiten. Für den hier verkosteten Pinot Blanc der   Noirs extra trocken wurde ein aus der Spätburgundertraube weiß gekelterter Wein versektet, dessen Traubengut in der Lage Kiechlinsberger Vulkanfelsen gewachsen ist, einer Terassenanlage, deren Bodenbescaffenheit tiefgründig aus mineralstoffreichem Vulkanverwitterungsgestein mit Lössauflage besteht.  In der Flasche gereift nach der traditionellen Methode der Flaschengärung ist so ein hochwertiger weißer Sekt entstanden, extra trocken ausgebaut und entsprechend säurebetont.

Im Glas zeigt sich der 2014er Sekt mit einer gewissen Brillanz  und einem dezenten Gelbschimmer. Dabei fällt sofort die feine Perlage auf, die Eleganz und Frische verspricht. Die Nase nimmt Aromen von reifen Früchten wahr, die an Aprikosen und Zitrusanklänge erinnern. Im Mund und am Gaumen bestätigt sich sowohl der olfaktorische Eindruck, aber auch die Wirkung des feinen Perlenspiels, das die ganze geschmackliche Fülle dem Verkoster präsentiert. Dabei handelt es sich um einen feinfruchtigen Burgundersekt, mit der nötigen geschmacklichen Reife, filigran, und lang anhaltend im Finish. Da bringt das Sekt-Erlebnis richtig Spaß, zumal bei der richtigen Temperatur dieser herrliche Pinot Blanc de Noirs extra trocken belebt und erfrischt, aber auch gute Laune aufkommen lässt. Seine feine fruchtige Säure erlaubt es ihn zu vielen Gelegenheiten zu genießen, sei es zum Empfang von Gästen, als Aperitif oder ganz besonders bei trauter Zweisamkeit zur Entspannung.

Der Sekt hat 12% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius genossen werden.


Welchen Eindruck wir von den Erzeugnissen der Kaiserstühler Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen gewonnen haben, soll in einem abschließenden Fazit angesprochen werden. Dass die Genossenschaft schon seit vielen Jahren außerordentliche Produkte präsentiert, war uns bereits seit langem klar, denn immer wieder sind uns Weiß-und Rotweine von dort begegnet. Nach dieser ausführlichen Verkostung, die einen Querschnitt durch das gesamte Angebot ermöglicht hat, haben wir feststellen dürfen, wie außerordentlich das Niveau und die Qualität in dieser Kaiserstühler Genossenschaft tatsächlich ist. Wer wie wir gerade die Burgunder-Weine liebt, ob weiß oder rot, wird hier ganz große Weine finden. Überaus begeistert waren wir vom 2012 Königschaffhauser Steingrüble Spätburgunder Trocken, einem Rotwein der absoluten Extra-Klasse, der es mit jedem französischen Spitzen-Burgunder aufnehmen kann. Auch der 2014 Graue Burgunder Trocken Selection Alte Reben, ein Pracht-Exemplar. Bei aller Begeisterung sollen aber alle anderen Weine nicht vergessen werden, sie zeigen tatsächlich neben den "ganz Großen", wie ein Weingut oder eine Genossenschaft wirklich aufgestellt ist. Deshalb gilt unser Lob besonders auch diesen Weinen aus der Genossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen, sie haben alle wunderbar geschmeckt. Deshalb mit einem letzten Wort: Wer in Deutschland einen wirklich guten Wein sucht, sollte sich auch immer an die Genossenschaft in Königschaffhausen-Kiechlinsbergen wenden, hier wird er mit großen Kaiserstühler Weinen bestens verwöhnt.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König   

Hier der Link zur Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen. Dort können Sie die Weine, den Winzersekt und den Prosecco bestellen:http://www.koenigschaffhauser-wein.de/

Rezension:#Winzerkeller Auggener Schäf eG - 6 Flaschen- 3 Weißweine, 1 Rosé und 2 Rotweine

 Foto: Helga König
Der Winzerkeller Auggener Schäf ist eine eingetragene Genossenschaft, die in der Weinbau-Region Markgräfler Land, südlich von Freiburg zuhause ist. Hier in den traditionellen Weinbau-Gemeinden Auggen und Laufen sind die einzelnen Lagen zu finden, die gemeinsam durch den Winzerkeller Auggener Schäf e.G. vermarktet werden. Es handelt sich dabei um die nach Süden ausgerichtete Spitzenlage Auggener Schäf und im Falle bei Laufen um den Laufener Altenberg. 

Im Jahre 1922, also vor mehr als 90 Jahren begann die erfolgreiche Geschichte der südbadischen Winzergemeinde Auggen. Damals schlossen sich Auggener Rebbauern zu einer Genossenschaft zusammen, um so gemeinsam ihr Traubengut in einem Winzerkeller zu verarbeiten. Heute zählt die Genossenschaft etwa 300 Mitglieder mit einer bewirtschafteten Rebfläche von 340 Hektar. Das Markgräfler Land wird nicht umsonst die "Toskana Deutschlands" genannt, denn hier herrschen ähnlich gute Bedingungen für besten Weinbau wie in jener Region in Mittel-Italien. Sonnen-überflutet haben die Rebstöcke doch genügend Feuchtigkeit durch das tiefe Wurzelwerk, mit dem sie den Böden auch noch die besten Nährstoffe entnehmen können. 

Weiterhin sorgt die Dauerbegrünung für eine umweltschonende Bearbeitung der Rebflächen der Auggener Spitzenlagen Schäf und Letten, die über eine Bodenbeschaffenheit aus Löss-Lehm verfügen, die Grundlage aller Weine der Genossenschaft. Nachhaltigkeit und naturnahe Verfahren prägen die Philosophie der Auggener Winzer und von Kellermeister Andreas Philipp, der sein ganzes Können beim Weinmachen darauf konzentriert, möglichst authentische Weine zu kreieren, die das besondere Terroir widerspiegeln. So entstehen beste Weine, die ihren eigenen unverwechselbaren Charakter besitzen. Natürlich spielt die Rebsorte Gutedel im Auggener Winzerkeller eine ganz besondere Rolle, Nicht nur, dass fast 50% der Rebfläche mit dieser Rebsorte bepflanzt ist, die Erfolge bei professionellen Verkostungen sind erstklassig, denn die Weine erreichen seit Jahren immer Spitzenplätze. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in der ganzen Welt diese Gutedel, Chardonnay oder Sauvignon Blanc gerne verkostet werden. 

So konnten die Weine bei der Verkostung "Chardonnay du Monde" mehrfache Goldprämierungen erreichen. Exklusive Auggener Weine findet man sowohl in New Yorker Restaurants, genau wie in Frankreich, in der Schweiz aber auch in China. Dies zeigt nicht zuletzt, wie prächtig es in der Genossenschaft Auggener Schäf gelungen ist Tradition mit Moderne zu verbinden, Tradition bei der naturnahen Pflege der Weinberge, schonende Handlese bei der Ernte und modernste Technik bei der Kellerwirtschaft. 

Zusammen mit dem nimmermüden Wunsch immer nur das Beste zu geben, sind so Spitzenweine im Winzerkeller Auggener Schäf zustande gekommen, deren Qualität höchstes internationales Niveau erreicht haben. Und nun zu den hier verkosteten 6 Weinen: 

2014 Winzerkeller Auggener Schäf Gutedel Kabinett trocken 

Gutedel ist traditionell die Rebsorte, deren Anbau hauptsächlich im Markgräfler-Land stattfindet. Hier sind die Bedingungen nahezu ideal, sonniges, mildes Klima und die geeignete Bodenbeschaffenheit. Die Weinbergslage Auggener Schäf hat dazu eine südliche Ausrichtung, die Neigung des Weinberges ist optimal für die Sonneneinstrahlung. Für Kellermeister Andreas Philipp ist der Gutedel eine besondere Herzensangelegenheit. Mit Hilfe des besten Traubengutes lässt er so einen Spitzen-Gutedel entstehen, der weltweit Anerkennung findet.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Nach der nötigen Sauerstoffzufuhr werden bei der olfaktorischen Prüfung bestens die Duftaromen festgestellt, die diesen Gutedel krönen. Es sind Anklänge an reife Limonen, Apfel, Birne und eine leichte Nuss-Komponente. Im Mund und am Gaumen wird diese Aromatik feinstens bestätigt. Ideal ist der gelungene Frucht-Säure-Bogen, denn er zeigt die intensive junge Fruchtigkeit, zu der auch der Ausbau in der Qualitätsstufe Kabinett beiträgt. Ein langer zitroniger Abgang sorgt für eine lebendige Frische, die für einen solchen wunderbaren Gutedel durchaus als Markenzeichen gewertet werden kann.

Um es kurz zu machen, der 2014er Gutedel Kabinett trocken schmeckt einfach herrlich.

Wir empfehlen diesen Weißwein zu  "Gebratenem Zander mit Pfifferling-Spitzkohl-Gemüse und Haselnusssauce".

Der Wein hat 11,5% vol/alc  und sollte bei  8-10 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Winzerkeller Auggener Schäf Grauburgunder Kabinett trocken

Neben der Rebsorte Gutedel sind es besonders die Weine aus der Burgunderfamilie, die in den Lagen des Winzerkellers Auggener Schäf prächtig gedeihen. Der hier verkostete Grauburgunder trocken ist als Kabinett ausgebaut worden. Grauburgunder oder Französisch Pinot Gris erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit als Weißwein im gehobenen Segment. Wenn er wie hier die allerbesten Voraussetzungen im Weinberg, bei der Lese und im Keller erleben darf, dann entsteht ein Spitzenwein von vorzüglicher Qualität und feinstem Geschmack.

Im Glas präsentiert sich der Grauburgunder in einem hellen Beige-Gelb. Natürlich braucht auch hier der Wein einige Augenblicke damit er sich mit Sauerstoff vermählen kann, um so seine gesamte Fülle an Duft-Nuancen zu offenbaren. Die olfaktorische Prüfung ergibt anschließend ein Bouquet von leichten Kernobst-Aromen und nussige und zart pflanzliche Anklänge. Beim ersten Schluck findet dann die geschmackliche Bestätigung im Mund und am Gaumen statt. Dabei wird dieser Eindruck durch einen zarten Schmelz ergänzt, der sich wunderbar in die Geschmacksfülle einreiht. Was wäre ein solch edler Grauburgunder ohne die wunderbar eingebundene feine Säure, die erst den Fruchtbogen richtig trägt?

Die leichten Gerbstoffe tun ihr Übriges, um dem Wein Kraft und Fülle zu verleihen. Alles zusammen ist bestens gelungen, ein nachhaltiger Beweis erbringt der lange Nachhall, der alle wohl-schmeckenden Komponenten noch einmal Revue passieren lässt. Klar, dass ein solch gelungener Grauburgunder im Freundeskreis viel Trinkfreude aufkommen lässt.

Wir empfehlen diesen Wein zu  einem "Lorbeerhuhn mit Olivenkartoffeln"

Der Grauburgunder hat 12% vol/alc und sollte  bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Winzerkeller Auggener Schäf Sauvignon Blanc Qualitätswein trocken 

Der hier verkostete Wein ist ein Prachtstück von der Rebsorte Sauvignon Blanc. Weine aus dieser Traube haben an der Loire in Frankreich früher wie heute einen Spitzen-Charakter entwickelt. Von hier ist der Rebsorte ein Siegeszug rund um die Welt in alle renommierten Weinanbau-Gebiete gelungen. Deshalb gehört sie auch zu den Weißwein-Sorten, die bei den Kennern höchstes internationales Ansehen genießen.

Im Winzerkeller Auggener Schäf wird entsprechend großen Wert darauf gelegt, dass die Weine aus dieser Traube eine Qualität und ein Charakter entwickeln, die sich jederzeit mit diesem weltweiten Niveau messen können und dabei auch immer mit in der ersten Reihe stehen.

Die Farbe dieses Sauvignon Blanc ist ein brillantes Hell-Gelb. Zunächst sollte man den Wein im Glas mehrmals schwenken. So ist gewährleistet, dass genügend Sauerstoff ihn erreicht, ein unbedingtes Muss, bevor die Nase sich mit den feinen Duft-Aromen optimal beschäftigen kann.

Gerade der Sauvignon Blanc verfügt meistens über eine Fülle von aufregenden Nuancen, die sehr breit gefächert sein kann. Hier überzeugt das Bukett mit sehr fruchtigen Cassis- und Stachelbeer-Anklängen zu denen sich noch grüne Paprikaschoten-Aromen hinzu gesellen. Im Mund und am Gaumen wird alles geschmacklich bestätigt. Zudem ist der Wein mit dem richtigen Quantum an feiner Säure veredelt, was die leicht blumige Geschmacklichkeit nur angenehm macht. So ist ein Sauvignon entstanden, der ausgewogen, fruchtmäßig intensiv und mit der nötigen Frische daherkommt.

Bei einem langen Finish hat der Verkoster durchaus Zeit noch einmal die Klasse dieses Weines zu erleben.

Wir empfehlen diesen Weißwein zu einem "Steinbutt mit Speck-Kartoffel-Kruste".

Der Sauvignon Blanc hat 12,5% vol/alc und sollte bei  8-10 Grad Celsius getrunken werden.


2014 Winzerkeller Auggener Schäf Spätburgunder Rosé Qualitätswein trocken

Basis dieses Rosé ist die Spätburgunder-Traube, die hier im südlichen Baden im Markgräfler-Land Terroir-bedingt allerbeste Wachstums-Möglichkeiten hat. Damit Rosé entsteht, wird bei der Kellerwirtschaft ein ganz besonders Verfahren angewandt.

Beim Keltern hat das Traubengut zunächst noch die Beerenhaut, sodass der rote Farbstoff in einer bestimmten Menge in den Rebsaft gelangt und ihm so die spezielle Lachsfarbe gibt. Zu der anschließenden Vergärung wurde die Beerenhaut dann entfernt. So erhält der Kellermeister anstatt eines Rotweines einen Rosé, der aber über alle typischen Stoffe verfügt, die die Spätburgunder-Traube ausmacht.

Der Spätburgunder-Rosé ist der nahezu ideale Begleiter eines guten Essens, er lässt sich zu vielen unterschiedlichen Speisen servieren, besonders wenn er so vorzüglich wie hier gelungen ist. Farblich wurde der Wein bereits angesprochen. Es handelt sich also um eine ansprechende Lachs-Farbe, die durchaus intensiv ist und auf eine bestimmte Konsistenz hinweist. Dem Rosé Respekt und Aufmerksamkeit zu erweisen heißt, ihm die nötige Zeit zur Vermählung mit Sauerstoff zu geben. Damit ist er olfaktorisch auf der besten Seite, die Nase hat die Chance das gesamte Aroma wahrzunehmen. Ergebnis ist ein frischer Apfelduft und rot-beerige Anklänge.

Die Bestätigung findet entsprechend im Mund und am Gaumen geschmacklich statt. Hinzu gesellen sich weitere Frucht-Anklänge, die an Johannisbeeren, Pfirsich und Aprikosen erinnern. Der Wein ist leicht würzig und dabei von einer angenehmen präsenten Säure, die die Balance mit den Fruchtaromen hält.

Trotz seiner Vielfältigkeit oder gerade deswegen verfügt der Rosé über einen langen, harmonischen Nachhall, der einmal wieder die exzellenten Fähigkeiten von allen an diesem Wein beteiligten Weinmachern zeigt.

Dieser Rosé macht einfach Lust auf mehr.

Wir empfehlen diesen Wein zu  einem "Porchetta- Rollbraten mit Fenchelgemüse"

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei  8-10 Grad Celsius getrunken werden.

2014 Winzerkeller Auggener Schäf Spätburgunder Rotwein Qualitätswein trocken 

Der hier verkostete Rotwein ist aus dem gleichen Traubengut entstanden wie zuvor der lachsfarbene Rosé. Auch hier wurden die Trauben von der Spätburgunder-Rebe gekeltert, dieses Mal aber hat der Gärprozess "mit" der rotfarbigen Beerenhaut stattgefunden. So gelangen die gesamten Farbstoffe in den Rebsaft und geben ihm so die intensive tief-rubinrote Farbe, die für einen Spätburgunder Rotwein typisch ist.

Im Winzerkeller Auggener Schäf versteht man sich bestens auf den Ausbau exzellenter Spätburgunder, zumal neben der traditionellen Erfahrung mit dieser Traube alles unternommen wird, um sie authentisch auszubauen, um die Vorzüge des Terroir in den Wein einfließen zu lassen. Es verlangt dann noch die Handschrift von Kellermeister Andreas Philipp, um behutsam aus diesem Spätburgunder einen großen Wein zu machen. Dass dieses gelungen ist, erweist sich im Glas.

Hier fällt zunächst die bereits angesprochene kräftige rubinrote Farbe ins Auge, die auf eine intensive Konsistenz hinweist. Benötigt ein guter Weißwein eine gewisse Partie an Sauerstoff um sich zu öffnen, so ist dies erst Recht bei einem gelungenen Rotwein der Fall. Danach wird die Nase von einer Fülle von Nuancen entzückt, die hier eine intensive Beeren-Aromatik aufweist. Anklänge an Brombeere, Johannisbeere und Kirsche sind olfaktorisch präsent.

Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich erneut wahrgenommen und durch Anklänge an Veilchen und Vanille ergänzt. Der Wein verfügt über ein feines Frucht-Säure-Spiel, bei bester Balance und einer komplexen Struktur. Dabei ist er vollmundig, ebenso saftig und samt. Alles zusammen streichelt die geschmackliche Wahrnehmung, und während des langen Abganges lässt sich trefflich noch einmal über diesen großartigen Spätburgunder nachdenken.

Den Rotwein empfehlen wir zu  einem "Lammkarree  mit Tomaten-Oliven-Kruste und Peperonata".

Der Spätburgunder hat  13% vol/alc und sollte bei  16- 18 Grad Celsius getrunken werden.


2012 Winzerkeller Auggener Schäf Regent Rotwein QbA trocken Barrique 

Rotweine von der Rebsorte Regent werden erst seit knapp 20 Jahren in Baden angebaut. Im Winzerkeller Auggen gehört die Regent-Traube zur neuesten Rotweinsorte die hier vinfiziert wird. Regent ist eine Neuzüchtung aus Diana und der französischen Rebsorte Chambourcin. Sie verfügt über eine ganz besondere Eigenschaft, da sie nahezu resistent gegen Pilzbefall ist und sich deshalb bestens für den Anbau nach der Methode der umweltschonenden Kultivierung im Weinberg eignet, so wie dies im Winzerkeller Auggener Schäf intensiv praktiziert wird.

Die Regent-Traube liebt es sonnenverwöhnt heran zu reifen. Bei mediterranem Klima und auf Löss-Lehm-Böden zeigt sie ihre ganze Kraft und Fülle. All diese Vorausetzungen sind in Auggen optimal gegeben, entsprechend positiv sieht das Ergebnis hier aus. Im Glas zeigt sich der Wein aus der Regent-Traube in einem tief Dunkelrot. Da hat die Sonne ganze Arbeit geleistet. Sauerstoff und immer wieder Sauerstoff heißt die Devise, will man dem Wein seine olfaktorischen Geheimnisse entlocken.

Die Nase darf sich über mediterrane fruchtige Noten freuen, aber auch Anklänge an Kirschen und Röstnoten. Neben dieser geschmacklichen Bestätigung im Mund und am Gaumen erwartet den Verkoster noch eine Fülle von anderen Geschmacksaromen. Es sind die kirschigen Anklänge, die ergänzt werden durch eine kräftige Note aus Kräuterwürze, Wacholder und Marzipan. Der Ausbau des Weines in Barrique hat dem Regent Rotwein zusätzlich mehr Kraft und Intensität verliehen, ebenso eine geschmacklich wahrnehmbare komplexe Struktur.

Der Regent verfügt über einen kraftvollen Körper und ist dabei doch von einer angenehmen, weichen Balance. Mit Fug und Recht muss man diesen 2012er Auggener Schäf Regent als einen großartigen intensiven, vollmundigen Rotwein bezeichnen, der mit seiner eigenen besonderen Qualität aufwartet. Er hat das Zeug Liebhaber kräftiger mediterraner Rotweine ganz für sich einzunehmen. Einfach nur Klasse!


Diesen Regent empfehlen wir zu einem T-Bone-Steak mit Rosmarinkartoffeln.

Der  Regent hat  12,5% vol/alc und sollte bei  16  bis 18 Grad getrunken werden.


Nachdem wir alle 6 Weine verkostet haben, sind wir restlos überzeugt von der Qualität der Weinmacher vom Winzerkeller Auggener Schäf und ihrer Erzeugnisse. Natürlich ist der Gutedel eine Klasse für sich, davon war eigentlich schon auszugehen, als wir die Liste der Prämierungen gelesen haben. Dass er aber dann so wunderbar geschmeckt hat, war für uns eine höchst angenehme Überraschung und hat uns begeistert. Begeistert haben uns aber ebenso die anderen Weine, seien sie jetzt weiß, rosé oder rot, alles höchstes Niveau, alles eine große Trinkfreude. Deshalb ist es nicht übertrieben zu behaupten, dass der Winzerkeller Auggener Schäf mit zu den besten Genossenschaften in ganz Deutschland zählt. Weine mit großem authentischen Charakter, international anerkannt, ist das Markenzeichen der Auggener Winzer. Wenn man sich dann noch das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis anschaut, kennt die Begeisterung für die Weine vom Winzerkeller Auggener Schäf kaum noch Grenzen, einfach Spitze.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen sie  zur Homepage  des Winzerkellers Auggner Schäf und können den Wein dort direkt bestellen. www.auggener-wein.de


Winzergenossenschaft Edenkoben 2 Weißweine, 2 Rotweine, 1 Rosé und 1 Riesling-Sekt

Die hochdekorierte Winzergenossenschaft Edenkoben umfasst die Weinbau-Gemeinden Edenkoben und St. Martin in der südlichen Pfalz. Hier wo das Klima mediterrane Züge trägt und die Bodenbeschaffenheit ideal für beste Weine ist, haben sich 130 Winzerfamilien zusammen- geschlossen, um gemeinsam ihr Traubengut, fachlich höchst qualifiziert, zu Weinen zu verarbeiten. Insgesamt verfügt die Winzergenossenschaft Edenkoben so über eine Rebfläche von 110 Hektar. 

Sowohl die Weinbergsarbeit, als auch die Kellerwirtschaft wird nach modernsten Erkenntnissen und Methoden bewirtschaftet. Das heißt natürlich nicht die große Erfahrung im Herstellen von exzellenten Weinen zu vernachlässigen, auf Nachhaltigkeit zu achten und alles mit modernster Technik zu verbinden. 

So ergibt sich auch die Philosophie der Genossenschaft, die konsequent darauf ausgelegt ist, stetig die Qualität ihrer Weine zu verbessern, indem vom Weinberg über die Lese bis hin zur Verarbeitung im Keller alle immer ihr Bestes geben. Dass dies schon lange Früchte trägt, bestätigt die lange Liste von Auszeichnungen, sei es durch die Rheinland-Pfälzische Landwirtschaftskammer, die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, aber auch die Fachpresse. 

Auf internationalen Verkostungs-Veranstaltungen werden die Weine aus der Winzergenossenschaft Edenkoben stets hoch dekoriert. Dies zeigt, dass alle die am Kreieren von besten Weinen aus der Genossenschaft beteiligt sind, die exzellenten Bedingungen zum Weinbau in und um Edenkoben optimal genutzt haben, um Weine zu erzeugen, die weit über die Pfalz, ja über ganz Deutschland hinaus, geschätzt und verkostet werden.

Weißer Burgunder Classic 2014, Pfalz 

Bei dem hier verkosteten 2014er Weißer Burgunder Classic handelt es sich um einen Wein, dessen Rebsorte hervorragende  Voraussetzungen in den Weinbergen um Edenkoben in der Südpfalz vorfinden. Die klimatischen Bedingungen sind mit die besten, die es in Deutschland gerade für die Burgundersorten gibt. Bekanntlich hat die Südpfalz mit die meisten Sonnenstunden in unserem Land, nimmt man zusätzlich die Bodenbeschaffenheit und die Lage der Weinberge, so sind die Voraussetzungen nahezu ideal.

Der Neigungswinkel der Rebflächen bewirkt optimale Sonneneinstrahlung. Zum oberen Rand hin erstreckt sich der Pfälzer Wald, der dafür sorgt, dass die Rebstöcke auch immer eine gewisse Kühle bekommen und die nötige Feuchtigkeit.

Im Glas zeigt sich der 2014er Weißburgunder in einem frischen Hellgelb mit brillanten Reflexen. Damit die Nase einen optimalen Eindruck von den Duftnuancen bekommen kann, sollte man dem Wein zunächst einige Momente geben, um sich mit Sauerstoff zu verbinden. Danach offenbaren sich eindeutige Anklänge an tropische Früchte und Pfirsich.

Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt. Dabei zeigt sich der Weißburgunder von einer gelungenen Balance, denn auch die cremige Säure ist bestens eingebunden. Der lange Nachhall überzeugt mit seiner gesamten Frische, wobei die Tatsache, dass der Wein halbtrocken ausgebaut wurde, eine gewisse Fruchtigkeit nicht vermissen lässt.

Wir empfehlen diesen Weißburgunder zu "Gefüllten Zitronenbackhendl auf Kartoffel-Endivien-Gemüse“.

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.

Chardonnay Trocken 2015, Pfalz 

Dieser Chardonnay ist ganz frisch abgefüllt worden. Er gehört dem neuen Jahrgang 2015 an. In der Pfalz wird mittlerweile die größte Rebfläche für diese Rebsorte in Deutschland ausgewiesen. Chardonnay erfreut sich nicht nur hierzulande immer größerer Beliebtheit. Weltweit ist er der meist angebaute Weißwein überhaupt. Als klassischer französischer Wein erbringt die Rebsorte Chardonnay in den besten Weinregionen Frankreichs, wie z.B. im Chablis optimale Ergebnisse. So auch hier in der Pfalz, wo sich das Terroir bestens für die Chardonnay-Traube eignet.

Im Glas präsentiert sich der 2015er Chardonnay trocken in einem typischen Hellgelb mit leicht grünen Reflexen. Um dem Wein den nötigen Respekt entgegen zu bringen, sollte man ihm zunächst einige Augenblicke zur Vermählung mit Sauerstoff gönnen. Die darauf folgende olfaktorische Prüfung zeigt einen wunderbaren Duft von Melone und Zirtusfrüchten. Beides ist sehr typisch für einen Chardonnay, was hier besonders gut gelungen ist. Geschmacklich werden diese Anklänge im Mund und am Gaumen bestätigt. Der Wein verfügt über eine geeignete Balance, wobei die Fruchtnuancen bestens mit der weichen Säure harmonieren. So kommt ein idealer Frucht-Säure-Bogen zustande, der auch in einem langen Finish nachwirkt.

Wir empfehlen diesen Wein einem "Gefüllten Bachsaibling mit Apfelmeerettich".

Der Chardonnay hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celius getrunken werden.

Spätburgunder Rosé Edenkoben, 2015 trocken, Pfalz 

Auch dieser Spätburgunder Rosé Trocken stammt von dem neuen Jahrgang 2015. Die Trauben kommen von der Rebsorte Spätburgunder, die wie alle Burgundersorten in der Pfalz bestens gedeihen. Der Rosé wird kreiert aus der Rotweintraube "Spätburgunder". Im Gegensatz zu dem Rotwein wird beim Rosé die Traubenschale, die den Farbstoff enthält nur kurzfristig auf der Maische belassen. So bekommt der Wein seine Roséfarbe, wobei allerdings die speziellen Stoffe, die die Rotweinschale beinhaltet, komplett in den Wein gelangen.

Der 2015er Spätburgunder Rosé wurde trocken ausgebaut. Im Glas zeigt sich der Wein in einer leuchtenden rosaroten Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Damit die Nase den gesamten Duftrahmen dieses Rosé aufnehmen kann, sollte man zunächst den Wein im Glas mehrfach schwenken, zwecks entsprechender Sauerstoffzufuhr. Jetzt werden Anklänge an rote Steinfrüchte und aromatische Wildkräuter wahrgenommen. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende Bestätigung statt, wobei zugleich festgestellt werden kann, wie ausgewogen und gut strukturiert dieser Wein ist.

Dieser herrliche Rosé ist ideal zu einer fröhlichen Runde mit Freunden, da er auch nach dem einen oder anderen Glas stets mit der nötigen Frische punktet.

Wir empfehlen diesen Rosé zu einem "Toskanischen Fischeintopf mit Safran-Rouille".

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.

Dornfelder Edenkoben,  Trocken 2015 

Der hier verkostete 2015er Dornfelder Trocken gehört zu der Standartlinie der Winzergenossenschaft Edenkoben. Die Rebsorte Dornfelder erfreut sich bei den deutschen Rotweinfreunden seit jeher einer großen Beliebtheit, ist sie doch nicht übermäßig kompliziert und vermittelt einen überzeugenden Rotweingeschmack. Das warme Klima in der Südpfalz lässt die üppigen Beeren der Rebsorte Dornfelder besonders gut entwickeln, so dass sie einen optimalen Reifegrad erreichen können. Auch bei diesem Rotwein haben sich die Winzer der Genossenschaft Edenkoben mit ihrem ganzen Engagement und ihrem fundierten Wissen um den Wein bemüht.

Im Glas zeigt sich der 2015er Dornfelder Trocken in einer tiefroten Farbe mit violetten Reflexen. Gilt eine nötige Sauerstoffzufuhr für alle Weißweine, so sollte man bei Rotweinen die entsprechende Geduld aufbringen, um dem Dornfelder die Chance zu geben, sich duftmäßig zu öffnen. Jetzt zeigen sich klare Beerenaromen, die von der Nase wohlwollend aufgenommen werden. Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung statt, wobei Anklänge an Brombeeren und andere Waldbeeren dominieren.

Der Wein ist von fruchtig saftiger Konsistenz und überzeugt mit einem klaren Geschmack. Als angenehmer Trinkwein, der nicht übermäßig kompliziert ist, eignet er sich bestens für das tägliche Glas Rotwein, das durch seine Phenole bekanntermaßen der Gesundheit sehr zuträglich ist.

Wir empfehlen diesen Rotwein zu einer  "Rinderroulade mit Tiroler Speck“ .

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 16- 18 Grad Celcius getrunken werden.

Rezension: Spätburgunder Edenkoben halbtrocken 2014

Dieser Rotwein stammt von der Spätburgunder-Traube, die halbtrocken ausgebaut wurde. Spätburgunder gilt als eine der edelsten Rotweinsorten, die traditionell in allen großen Weinregionen angebaut wird. Unter der französischen Bezeichnung Pinot noir werden wie hier in der Pfalz überall ganz große Weine dieser Art kreiert.Voraussetzung allerdings ist, dass die Bedingungen für diese Rebsorte bestens sind. Damit ist die Pfalz gesegnet, bieten doch die Weinberge das optimale Terroir für die Spätburgunder-Trauben. Bekanntlich entsteht der Wein im Weinberg und nicht erst im Keller. Aufgabe der Kellermeister ist es dann diese Voraussetzungen authentisch umzusetzen, was hier bestens gelungen ist.  

Im Glas zeigt sich der 2014er Spätburgunder halbtrocken in einer intensiven kirschroten Färbung. Wie bei jeden guten Wein wird ihm der nötige Respekt und die richtige Aufmerksamkeit gewidmet, wenn man dem Wein die Chance gibt, seine ganze Aromen- Fülle entfalten zu können. Dies geschieht, wenn er sich mit dem nötigen Sauerstoff vermählen kann. 

Jetzt zeigen sich deutliche Anklänge an Herzkirschen und Mandeln. Im Mund und am Gaumen werden diese Duftnuancen geschmacklich bestätigt. Der Wein verfügt über ein ausgewogenes Süß-Säure-Spiel und eine gewisse Komplexität. Da er halbtrocken ausgebaut wurde, offerieren sich die Fruchtaromen sehr angenehm. Sein langer Abgang zeigt ebenso wie sein voller runder Geschmack, dass die Wein-Macher von der Winzergenossenschaft Edenkoben einmal wieder für ihr nimmermüdes Engagement bestens belohnt worden sind. 

Wir empfehlen diesen Spätburgunder zu einer "Geschnetzelten Kalbsleber mit Apfel-Speck-Püree".

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius getrunken werden.

Rezension: Riesling Sekt Brut b.A.

Die Winzergenossenschaft Edenkoben wurde 2015 von der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft bei der Bundesprämierung zu den 10 besten Sekterzeugern gewählt. Der hier verkostete Riesling brut 2014 erhielt von der Rheinland-Pfälzischen Landwirtschaftskammer die Goldmedaille bei der Landesprämierung.

Ein Sekt kann nur so gut sein, wie der Grundwein der zur Versektung gekommen ist. Dies ist einfach Fakt. Hier wurde entsprechend ein hervorragender Riesling der Genossenschaft Edenkoben genommen, um daraus einen exzellente Sekt zu kreieren, der offensichtlich nicht nur die Profis in der Landwirtschaftskammer überzeugt.

Im Glas zeigt sich der Sekt in einem brillant, leuchtenden Hellgelb. Brut ausgebaut verfügt dieser Rieslingsekt über eine angenehme geschmackliche Säure. Die feine Perlage deutet bereits auf eine wohlschmeckende Frische hin. 

Zur Begrüßung seiner Gäste ist dieser Sekt ideal, lässt er sich doch sowohl pur als auch als Kir Royal anbieten. Aber auch in entspannter Zweisamkeit verfehlt er seine Wirkung nicht.  

Der Sekt hat 12,5 % vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.

Nachdem wir die Weiß- sowie Rotweine und den Sekt der Genossenschaft Edenkoben in der Südpfalz verkostet haben, ist unser Fazit wie folgt: Die Qualität und das Niveau aller hier getesteten Erzeugnisse ist sehr beachtlich, spiegeln sie doch die Eigenschaften der Weinberge bezüglich Bodenbeschaffenheit und klimatischer Voraussetzungen authentisch wider. Dazu muss salopp gesagt werden, die Winzer und Kellermeister von Edenkoben haben einen wirklich guten Job gemacht, zeigen doch die Weine und Sekte im Glas, wie hervorragend sie schmecken. Die Fülle von Preisen und Medaillen sind dabei nur ein Beweis. Noch entscheidender allerdings ist die Beliebtheit der guten Tropfen bei der zahlreichen Anhängerschaft, die immer wieder gerne diese genießen wollen.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König  

Bitte klicken Sie auf den Link, dann  gelangen Sie zur Homepage  der Winzergenossenschaft Edenkobeb und können den Wein dort bestellen.http://www.wg-edenkoben.de/cms/website.php