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Rezension: 3 Rotweine, 1 Weißwein, 1 Sekt, 1 Portwein aus Portugal importiert und erhältlich im Geschenkeshop BRANCO AZUL / Frankfurt am Main

Foto:  Helga König
Hinter dem Geschäftsnamen BRANCO AZUL, was übrigens Weiß-Blau auf Deutsch heißt, steht Sandra Azevedo- Hartmann. Sie die gebürtige Portugiesin vertreibt in ihrem Shop typisch portugiesische Manufakturwaren, aber auch exzellente Weiß- und Rotweine als auch wunderbare Sekte und natürlich auch den klassischen Portwein. 

Produkte aus Portugal sind hierzulande nicht so bekannt wie sie von ihrer Qualität und ihrer künstlerischen Ausstrahlung sein sollten. Dies gilt ebenso für die Weine, Sekte und Portweine, deren Qualität nicht nur außerordentlich ist, sondern die geschmacklich auf einem exzellenten Niveau sich bewegen. Besonders sind auch die Traubenarten, die in Portugal vorkommen, denn oftmals werden sie als autochone Rebsorten nur hier angebaut. Sie stehen damit in unmittelbarer Konkurrenz zu den klassischen Rebsorten der großen bedeutenden Weinregionen. 

Dieses macht ihren Bekanntheitsgrad natürlich besonders schwierig. In der geschmacklichen Präsenz können sie in jedem Fall mit den weltbekannten Traubenarten mithalten. Oftmals ist bei der Verkostung von portugiesischen Weinen festzustellen, dass nicht nur die speziellen Rebsorten, sondern auch ihre Vinifikation außerordentlich geschmacklich überzeugend sind. Bei portugiesischen Erzeugnissen im Wein- und Sektbereich von einem Geheimtipp zu sprechen, würde allerdings der Bedeutung dieser Produkte nicht  gerecht zu werden.

Während internationaler Prämierungen sind es auch immer wieder Weine und Sekte aus Portugal, die zu den Besten gehören. Die Kultur des Weinmachens hat in Portugal eine jahrhundertealte Tradition und speziell mit dem Portwein bringt das Land eine geradezu einzigartige Spezifikation hervor. In der internationalen Weinszene und bei Kennern haben Weine und Sekte aus Portugal schon lange einen ausgezeichneten Ruf. Geht man von Preis-Leistungs-Verhältnis aus, so sind diese besonderen Tropfen aus Portugal unschlagbar.

2013 Herdade do Rocim Olho de Mocho Reserva Branco Vinho Regional Alentejano, Portugal. 

Das Weingut Herdade do Rocim liegt zwischen den Orten Cuba und Vidigueira im Süden Portugals. Die Rebfläche hier beträgt 70 ha und ist rund um das Weingut angesiedelt. Die Weinmacher der Herdade do Rocim haben ihre Philosophie dahingehend ausgerichtet, dass sie einen Weißwein aus den Rebsorten Antao Vas, Arinto und Gouveio herstellen wollten, der einen authentischen, unverwechselbaren Geschmack hat und der bezeugt, welches Wissen, welche Sorgfalt und welches Herzblut in diesen Wein hinein geflossen sind.

Der Olho de Mocho Branco 2013 wurde nur aus dem allerbesten, Mengen-reduzierten Traubengut erzeugt. Im Glas zeigt sich der Olho Reserva 2013 in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Nachdem der Weißwein einige Momente der Sauerstoffzufuhr erhalten hat, offenbart er bei der olfaktorischen Prüfung seine gesamten Duftaromen. Diese sind eindeutig Pampelmuse, Limette, Kumquat und Melone und werden begleitet von leichten Holznoten.

Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung statt. Dabei zeigt sich der Wein bestens ausbalanciert, die tropischen Fruchtaromen und die perfekt eingebundenen Holznoten werden getragen von einem wohl-strukturierten Säurebogen. Alles zusammen ergibt ein besonderes, geschmackliches Potential, das bei einem langen Finish erneut angenehm am Gaumen wahrgenommen wird. Zudem prägt den Wein eine besondere Frische. 

Der Olho de Mocho Branco 2013 ist ein herausragendes Beispiel für den ganz speziellen Geschmack von portugiesischen Weißweinen. Er ist bestens ausbalanciert, nuancenreich und von einer durchaus kräftigen Struktur. Alles zusammen macht diesen Wein zu einem herrlichen Trinkvergnügen.

Wir empfehlen diesen Wein zu "Gegrilltem Bacalhau mit Knoblauch-Olivenöl-Sauce". 

Der Olho de Mocho hat 13,5 % vol/ alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.



Herade do Rocim Vinho Tinto Reserva 2011 

Dieser wunderbare Rotwein, der als Vino Regional Alentejano gelistet ist, wurde aus den Rebsorten Touriga National, Alicante Bouschet und Aragonez seitens der erfahrenen Winzer Catarina Vieira und Pedro Ribeiro kreiert. 

Seine Reifezeit hat er in neuen französischen Eichenfässern verbracht. Auf den 70 ha umfassenden Weinbergen der Herade do Rocim werden Weine erzeugt, die durch das Wissen und die Leidenschaft von Generationen eine besondere Qualität entwickeln. Dabei geht es den Weinmachern auch immer um die Beschaffenheit des hervorragenden Terroirs, das eindeutig  in die Weine einfließen soll. Die sorgsame Kellerarbeit dient allein dazu, die optimalen Bedingungen der Weinberge zu unterstützen, denn hier entsteht primär die eigentliche Qualität ihrer Weine, davon sind die beiden Winzer überzeugt. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer intensiven dunkelroten Farbe. Dabei ist er von einer bemerkenswerten farblichen Konzentration. Wie bei jedem guten Wein sollte man auch hier sich die nötige Zeit nehmen, um ihm den entsprechenden Respekt entgegenzubringen. Das beginnt mit der olfaktorischen Prüfung, die nur dann optimal ist, wenn der Wein mit dem nötigen Sauerstoff vermählt wurde. 

Danach zeigen sich wunderbare Anklänge an florale und schwarze Fruchtaromen, ebenso zart pflanzliche Noten und Gewürze. Im Mund und am Gaumen wird geschmacklich bestätigt, was die Nase bereits wahrgenommen hat. Der Wein verfügt über eine kräftige Struktur, wobei Röstaromen und feste Tannine eine gelungene Einheit mit den Fruchtnuancen bildet. Hinzu gesellen sich pfeffrig und würzige Noten, die das gesamte Geschmacksbild bestens abrunden. 

Trotz eines voluminösen Körpers ist der Wein weich und samtig. Sein Abgang zeigt noch einmal die ganze Konzentration, wobei er auch noch mit der entsprechenden Länge punktet. Insgesamt hat der Riserva 2011 das Zeug jeden Liebhaber eines außergewöhnlichen Rotweines zu begeistern. 

Wir empfehlen zu diesem Rotwein "Rebhuhn mit Maroni". 

Der Herade do Rocim Vinho Tinto hat14 % vol/alc und sollte bei 18- 20 Grad Celsius getrunken werden.



Bairrada Quinta do Encontro Reserva 2011

Das Weingut Dao Sul in der Appelation Bairrada hat diesen wunderbaren Reserva 2011 kreiert. Der Name dieses Weines ist Preto Branco, was so viel heißt wie Schwarz und Weiß. Entstanden ist diese sprachliche Kombination aus einer alten Tradition in der Bairrada-Region, wo man einst rote und weiße Rebsorten in einem Weinberg angebaut hat. 

Die Besonderheit dieses Cuvée besteht darin, dass man zwei rote Rebsorten, nämlich Touriga Nacional und Barga mit einer weißen Rebe hier Bical vermählt hat und so ein besonders fruchtiger, frischer Rotwein entstanden ist.

Im Glas zeigt sich der Riserva 2011 in einem konzentrierten, dunklen Rot mit leicht violetten Reflexen. Auch hier ist es notwendig, diesem besonderen Wein zunächst den nötigen Sauerstoff zu geben, damit er olfaktorisch seine gesamte Präsenz anbieten kann. Danach zeigen sich intensive Anklänge an Brombeeren und rote Beerenfrüchte, wie etwa rote Johannisbeeren. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Duftanklänge bestätigt und durch eine leichte Mandelnote und kräutrige Anklänge ergänzt. Die Fruchtfülle wird von einem wohl eingebundenen Tannin-Gerüst getragen, so entsteht die ausgewogene Balance, die diesen Reserva 2012 ausmacht. Der Wein ist bestens strukturiert, wobei die weiße Rebsorte Bical dafür sorgt, dass er eine gewisse Geschmeidigkeit auf der Zunge zeigt. Diese wird auch konstant bis zu einem langen Abgang getragen, wo auch immer noch die Fruchtnoten präsent sind. Durch seine Frische eignet sich dieser Wein durchaus zu einem Glas zwischendurch.

Wir empfehlen diesen Roten zu "Zicklein aus dem Ofen" 

Der Wein hat 14% vol/alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius  getrunken werden.



Quinta do Portal- Tinto Douro DOC Colheita 2012 

Dieser prächtige Rotwein stammt von der Quinta do Portal. Das Weingut ist in der bekannten Region Douro beheimatet, die sich am gleichnamigen Fluss Douro entlang zieht. Das hier verkostete Cuvée besteht aus den klassischen portugiesischen Rebsorten Touriga Nacional (25%), Tinta Roriz (60%) und Touriga Franca (15%). 

Damit der Wein seine optimale Reife erreichen konnte, wurde er 9 Monate in neuen und ein Jahr alten französischen Eichenfässern gelagert. Im Glas zeigt sich das Cuvée in einem dichten Purpurrot. Auch hier ist es dringend ratsam dem Wein die nötige Sauerstoffzufuhr zu gestatten, damit er seine ganze Aromen-Vielfalt darbieten kann. Dies geschieht am besten, indem man den Wein mehrmals im Glas schwenkt. Die Nase registriert dann eine konzentrierte Beerenfrucht und Nuancen von wilden Kräutern. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt, wobei der kraftvolle Körper stets den Ausdruck der roten und schwarzen Früchte vermittelt. 

Für das geschmackliche Gesamtbild sorgen auch die wohl-integrierten Tannine. Alles zusammen fügt sich zu einem  wunderbaren geschmacklichen Gesamt-Bild. Der Wein besitzt eine sehr komplexe Struktur und ist dabei  ausdrucksvoll und körperreich. Bei einem nicht enden wollenden Finish wird dem Verkoster die gesamte geschmackliche Fülle, das besondere Niveau und die einzigartige Qualität noch einmal nahe gebracht. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser herrliche Tinto Duro DOC Colheita 2012 auf der Selektion Mondial des Vins Kanada 2015 mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. 

Wir empfehlen zu diesem Rotwein einen "Wildschweinbraten mit Maronipüree und Korianderpesto"

Der Tinto Duro DOC Colheita 2012 hat 14% vol/alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius  getrunken werden.



Espumante Duro Mural Reserva Bruto Tinto 

Auf der Quinta do Portal werden auch exzellente Espumante kreiert. Der hier verkostete Mural Reserva Bruto Tinto hat als Grundwein die Rebsorten Barga und Castelao. Auf der Basis dieser typischen portugiesischen Rotwein-Sorten ist ein roter Schaumwein entstanden, der eine leuchtende Granatfarbe im Glas besitzt. Durch die feine Perlage registriert die Nase Aromen von reifen, roten Früchten. 

Im Mund und am Gaumen punktet der Schaumwein mit einer vollmundigen harmonischen Frische und einer guten Balance. Dabei ist er durchaus fruchtig und mündet in einen lang-anhaltenden Abgang. Gut gekühlt eignet sich der Espumante Duro Mural als idealer Aperitif oder auch als geschmackvolles Bindeglied zwischen den einzelnen Hauptspeisen. 

Der Alkoholgehalt dieses Schaumweines beträgt 12% . 

Die Servier-Temperatur liegt bei 10-15 Grad Celsius.



Quinta Portal Tawny Reserve Port.

Dieser Port ist einzigartig. Die Basis besteht aus einer Auswahl von Weinen, die 4-6 Jahre gereift sind. Durch die Zugabe einiger noch älterer gereiften Weine haben die Kellermeister der Quinta do Portal einen vorzüglichen Port geschaffen, der sich bestens als runder, fruchtiger und eleganter Dessert-Port mit großer Komplexität eignet. 

Mit seiner angenehmen fruchtigen Süße beeindruckt er die Zunge ganz außergewöhnlich. Die Aromen reichen von getrockneten Früchten über Vanille bis hin zu Feigen und auch anderen Gewürzen. 

Mit seiner ziegelroten Farbe strahl er eine ganz besondere Wärme aus, die den Verkoster augenblicklich einnimmt. 

Seine Trinktemperatur liegt bei 14-16 Grad Celsius. Im Falle einer richtigen Lagerung, wobei starke Temperaturschwankungen vermieden werden sollten, kann er durchaus 10-13 Jahre im Keller verbringen. Bei der außergewöhnlichen Klasse dieses Ports scheint dies doch eher unwahrscheinlich.

 Der Alkoholgehalt beträgt 19 %.


Es ist nicht das erste Mal, dass wir Weine, Sekte und Portweine aus Portugal verkostet haben. Aber immer wieder durften wir feststellen, welche exzellenten Produkte aus diesem klassischen Erzeuger-Land stammen. Dies ist auch eindeutig bei den hier vorgestellten Tropfen der Fall. Sowohl der Weißwein, die Rotweine, der Schaumwein und der Portwein sind von einer außerordentlichen Qualität und zeigen erneut, auf welchem hohen Niveau die Winzer in Portugal erzeugen. Deshalb ist es unserer Anliegen dies hier deutlich zu machen, um die Pretiosen aus den portugiesischen Wein-Regionen den Wein-Liebhabern wärmstens ans Herz zu legen. Sie haben es verdient. Nicht zuletzt trägt auch das ideale Preis-Leistungs-Verhältnis dazu bei. Weine dieser Güte zu einem solch moderaten Preis findet man fast nur in Portugal. Dass es möglich ist, diese auch hierzulande zu verkosten, verdanken wir auch Sandra Azevedo-Hartmann und ihrem portugiesischen Geschenke- und Weinhandel BRANCO AZUL in Frankfurt/M, wo sie immer wieder ausgesuchte Weine, Sekte und Portweine anbietet, die in besonderen Manufakturen kreiert wurden, mit der eigenen Individualität, und die stets authentisch sind. Deshalb unser Fazit:

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu BRANCOAZUL    




Rezension: 1.Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim eG- 6 Flaschen Rotwein

Im Jahre 1908 wurde die erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim im Markgräfler Land, also zwischen Freiburg und Lörrach im westlichen Süd-Baden gegründet. Treibende Kraft dabei war der damalige Ortspfarrer Leonard Winter, der auch erster Geschäftsführer der Genossenschaft wurde. Mittlerweile sind es über 760 Winzerfamilien, die mit ihrem ganzen Wissen und Können für den Erfolg der Ersten Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim beitragen, und dafür sorgen, dass hier Weine und Sekte von ganz besonderer Qualität angeboten werden.

Viele Winzerfamilien sind bereits in der 4. Generation Mitglieder in der Erzeugergemeinschaft. Unter dem Dach der Genossenschaft vereinigen sich die Betriebe der Ersten Markgräfler Genossenschaft in Schliengen, die Kaiserstühler Winzer vom Silberberg in Bahlingen, der Markgräfler Lindenhof in Müllheim, die Wein-Linie Graf Zeppelin und Schloss Bürgeln.

Erste Markgräfler Winzergenossenschaft "Jederzeit", Baden, Qualitäts-Rotwein, lieblich 

Bei dem hier verkosteten Rotwein handelt es sich um ein Cuvée aus verschiedenen Rebsorten. Wie die Bezeichnung auf dem Etikett schon andeutet, eignet sich dieser Rote für das tägliche Glas Wein. Voraussetzung ist, dass man sich lieber einen lieblichen Tropfen gönnt.

Im Glas zeigt sich das "Cuvée rot" in einer ansprechenden dunkelroten Farbe. Hat der Wein einige Augenblicke der Sauerstoffzufuhr erhalten, registriert die Nase einen intensiven Duft von reifen roten Beeren. Die geschmackliche Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt. Dabei verfügt das Cuvée über eine intensive Aromatik.

Der Wein präsentiert sich geschmeidig und gehaltvoll. Sein runder Geschmack wird durch eine angenehme, nicht zu dominante, süße Note komplettiert. 

Der Wein hat 11% vol/alc und sollte bei 18-20 Grad Celsius verkostet werden.


Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Markgräfler Lindenhof Spätburgunder Rotwein 2013 

Dieser Spätburgunder Rotwein 2013 gehört bei der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft zu der Linie Markgräfler Lindenhof Müllheim. Der 1792 erbaute Lindenhof in Müllheim steht für Tradition und Qualität. So werden nur besondere Weine in dieser Linie angeboten, die sowohl ein hohes Niveau als auch eine besondere Qualität haben. Bei diesem Rotwein handelt es sich um die Rebsorte Spätburgunder, die mit zu den edelsten Traubensorten gehört. Weine aus der Rebsorte Spätburgunder haben daher einen wunderbaren Geschmack, wenn sie wie hier mit all dem Können und der Erfahrung der  Markgräfler Winzer kreiert worden sind.

Im Glas zeigt sich der Wein in seiner typisch burgunderroten Farbe mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Die olfaktorische Prüfung ergibt eine kompakte Fülle von Kirscharoma und zarten Anklängen an Beerenfrucht. Geschmacklich werden die Duftnoten am Mund und am Gaumen bestätigt. Der Wein wurde halbtrocken ausgebaut und verfügt über einen samtigen Schmelz. Sein extraktreicher Körper besitzt eine verführerische Note und ist dabei sehr harmonisch und rund. Der Liebhaber eines Spätburgunders, der einen halbtrockenen Charakter bevorzugt, ist mit diesem Wein bestens aufgehoben.

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 18-20 Grad Celsius verkostet werden.


Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Mauchener Sonnenstück Spätburgunder Rotwein Qualitätswein 2014 

Dieser Spätburgunder stammt aus der Lage Mauchener Sonnenstück. Die Bodenbeschaffenheit besteht hier aus Löss-Lehmböden, der sich besonders für diese Rebsorte eignen. Der Wein wurde als halbtrockener Qualitätswein ausgebaut und hat die Goldmedaille bei der Landesweinprämierung erhalten. Prämierungen dieser Art werden vielfältig an die Weine der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft vergeben.

Im Glas zeigt sich der Wein in seiner burgunderroten Farbe. Nach der nötigen Portion Sauerstoff offenbart sich die gesamte Duft-Palette, die hier aus einem vollen Kirsch- und Beeren-Aroma besteht und die von einer verführerischen Süße begleitet wird. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt. Der Wein ist angenehm rund, hat den nötigen Schmelz und ist zudem angenehm saftig. Er eignet sich sowohl zu einem wärmenden Glas im Winter und wenn er im Sommer direkt aus dem Kühlschrank kommt, ist er eine delikate Erfrischung.

 Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius getrunken werden.


Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Kaiserstuhl Bahlinger Silberberg 2013- Spätburgunder Rotwein 

Der Bahlinger Silberberg gehört mit seinen kleinen Löss-Terrassen zu den fruchtbarsten Weinlagen vulkanischen Ursprungs im traditionellen Wein-Ort Balingen im Herzen des Kaiserstuhls. Die 1. Markgräfler Winzergenossenschaft vermarktet diese hervorragenden Weine aus der Genossenschaft Balingen seit einiger Zeit. Die Rebsorte dieses halbtrockenen Rotweines ist Spätburgunder, der gerade hier am Balinger Silberberg optimale Voraussetzungen findet.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem intensiven Burgunderrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Nachdem der Spätburgunder genügend Sauerstoff erhalten hat, zeigen sich wunderbare Duftnoten nach Pflaumen, Cassis und dunklen Kirschen. Im Mund und am Gaumen findet die olfaktorische Prüfung ihre geschmackliche Bestätigung. Der Wein besitzt einen kräftigen Körper und verfügt über die notwendige Balance.

Dabei überzeugt er mit einer zarten Herbe, angenehmer Weichheit und einem abgerundeten Geschmack. Sein langer Abgang bestätigt erneut die besondere Qualität dieses Spätburgunders aber auch die Fähigkeit der Balinger Winzer einen solchen besonderen Rotwein zu kreieren. Trotz seiner halbtrockenen Ausbaustufe eignet er sich besonders zu feinen Wildgerichten.

 Der Wein hat 13% vol und sollte bei 16- 18 Grad Celsius getrunken werden.


Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Tuniberg Merdinger Attilafelsen Pinot Noir 2014 

Der Tuniberg –Pinot Noir stammt von den Kaiserstühler Winzern vom Silberberg in der Weinbaugemeinde Balingen. Der Tuniberg ist eine durch mediterrane Einflüsse geprägte Weinlage vor den Toren Freiburgs im Breisgau. Auf seinen tiefgründigen, warmen Böden bietet der Tuniberg eine optimale Grundlage für beste Burgunderweine. Der hier verkostete Pinot Noir ist trocken ausgebaut. Nur vollreife Trauben, die Ertrags reduziert geerntet wurden, bilden die Grundlage für diesen außergewöhnlichen Spätburgunder.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem tiefdunklen Rubinrot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Nachdem der Pinot Noir für einige Augenblicke im Glas geschwenkt worden ist, hat er nun die nötige Sauerstoff-Zufuhr, die eine optimale olfaktorische Prüfung erlaubt. Intensive Anklänge an dunkle Beerenfrüchte zeigen ein volles, kräftiges Aroma.

Geschmacklich bestätigt, gesellen sich zudem intensive Noten nach Kirschen und leichtem Bittermandel-Geschmack hinzu. Der Wein verfügt über einen großen Körper, der geschmacklich intensiv und doch elegant daherkommt. Er ist extraktreich und sein langer Nachhall bestätigt die weiche Geschmacksfülle aufs Beste. Dieser Pinot Noir lässt das Herz eines jeden Rotwein-Freundes höher schlagen.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius verkostet werden.


Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Graf Zeppelin Pinot Noir Trocken 2013 

Unter der Bezeichnung Graf Zeppelin führt die Erste Markgräfler Winzergenossenschaft eine Linie deren Weine auf der höchsten Qualitätsstufe angesiedelt sind, denn bereits 1929 bei der Weltumrundung des Luftschiffes Graf Zeppelin wurden Weine aus Müllheim im Markgräfler Land an Bord serviert. In Erinnerung an dieses herausragende Ereignisses werden die besten Weine der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft angeboten. So auch dieser Pinot Noir, ein Qualitätswein, der trocken ausgebaut wurde.

Farblich besticht der Spätburgunder im Glas mit seiner intensiven dunkelroten Farbe, die bereits auf die entsprechende Konsistenz hinweist. Respekt wird dem Wein entgegengebracht, indem man vor der olfaktorischen Prüfung ihn mit genügend Sauerstoff sich vermählen lässt. Dann zeigen sich die gesamten Aromen, die neben saftigen Brombeeren auch Kirsch und leichtes Muskataroma enthalten.

Im Mund und am Gaumen wird diese Duft-Fülle geschmacklich bestätigt. Zudem zeigt sich, dass bei einem kräftigen Körper der Wein gut ausbalanciert ist, die Tannine bestens eingebunden sind und die geschmackliche Fülle geschmeidig und angenehm daherkommt. Bei einem lang anhaltenden Finish wird erneut bestätigt wie weich und rundherum wohlschmeckend dieser Spätburgunder ist. Er eignet sich bestens zu dem täglichen Glas Rotwein zur Freude und Entspannung, aber natürlich auch zu Wild- und edlen, dunklen Fleischspeisen.

 Der Wein hat 13,5 % vol/alc und sollte bei 16-18 Grad getrunken werden.


Alle hier verkosteten 6 Rotweine aus der Ersten Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim punkten mit einem überzeugenden Geschmack. Ob lieblich, halbtrocken oder trocken, alle Weine begeistern, auch weil sie nicht zu kompliziert, dabei aber immer wohlschmeckend sind. Erwähnenswert ist das besondere Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb lautet unser Fazit:

Empfehlenswert

Peter J. und Helga König

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Rezension: #Klosterweine #Münsterschwarzach. Cuvée weiß und Cuvée rot

 Foto: Helga König
Die #Abtei_Münsterschwarzach liegt an der Mündung der Schwarzach in den Main, etwa 23 km östlich von Würzburg. Hier in der Gemeinde Schwarzach am Main befindet sich eines der wichtigsten Klöster der #Benediktiner in Deutschland. 115 Benediktiner gehören zum Konvent, davon leben etwa 80 in Münsterschwarzach, 35 sind in den der Abtei zugehörenden Häusern untergebracht oder wirken weltweit in der Missionsarbeit. Gegründet um das Jahr 780 war die Abtei einst ein Frauenkloster des Karolingischen Herrscherhauses. 

Die Äbtissinnen waren Töchter der kaiserlichen Familie. Im Jahre 877 wurde das Kloster von den Benediktinern übernommen und erlebte daraufhin eine sehr wechselvolle Geschichte. Mehrfach niedergebrannt, wurde es immer wieder aufgebaut. Dazu gehörte auch die barocke Basilika, die im 18. Jahrhundert von #Balthasar_Neumann, dem berühmten Architekten, erbaut wurde. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgelöst und die Klostergebäude versteigert. Nach einem Brand kam es von 1821 bis 1827 zum vollständigen Abbruch der Kirche und von Teilen des Klosters. Erst 1913 wurden die Überreste des alten Klosters samt entsprechendem Grundbesitz von 130 ha von den Missionsbenediktinern von St. Ottilien erworben. Dabei kam es zu einer Neugründung. 

 Kloster Münsterschwarzach
Copyright: Vier-Türme-Verlag
Die monumentale Abteikirche mit vier Türmen entstand zwischen 1935 und 1938. Seit dieser Zeit ist sie das Wahrzeichen von Münsterschwarzach. Nachdem im Jahre 1941 die Nazis im Zuge des sogenannten Klostersturmes das Kloster geschlossen hatten, um es als Lazarett umzufunktionieren, wurde es 1945 im Sommer wieder eröffnet. 

Heute erfreut sich Münsterschwarzach eines vielfältigen Lebens. Dazu gehört nicht nur die sehr aktive klösterliche Gemeinschaft mit ihrer Missionstätigkeit in Afrika, Asien, in Nord-,Mittel-, und Südamerika, ebenso Europa. So wie es die benediktinischen Ordensregeln "Ora et Labora" vorschreiben, werden durch eine Anzahl von wirtschaftlichen Aktivitäten dafür gesorgt, dass die Ordensgemeinschaft sich selbst versorgt und finanziert. Dazu gehören eine Reihe von Werkstätten und Betriebe, in denen die Mönche und Mitarbeiter Klosterprodukte herstellen und Lehrlinge ausbilden. Dies sind eine Goldschmiede, eine Metallwerkstatt, eine Elektrowerkstatt, eine Malerwerkstatt, die Druckerei Benedict Press, der Vier-Türme-Verlag, eine Buch- und Kunsthandlung, eine Bäckerei, eine Metzgerei, eine Schreinerei, eine Schnapsbrennerei, Weinbau, sowie landwirtschaftliche Betriebe mit ca. 118ha Anbaufläche. 

 Pater Dr. Anselm Grün
Copyright: Vier-Türme-Verlag
Nicht unerwähnt soll die Möglichkeit bleiben in #Münsterschwarzach Tage der inneren Einkehr zu erleben. Wenn man Glück hat trifft man sich dann, wenn er nicht gerade weltweit unterwegs oder auf Lesereise ist mit Pater #Anselm_Grün, dem früheren Cellerar der Abtei und Autor von philosophischen Betrachtungen rund um das Menschsein. Seine über 20 Millionen Bücher tragen auch kräftig dazu bei, dass die Abtei Münsterschwarzach so vielfältige seelsorgerische und humanitäre Aktivitäten leisten kann.

Aus der Fülle von Unternehmungen die seitens des Benediktiner-Klosters betrieben werden, möchten wir heute zwei Weine vorstellen, vom dem Pater Anselm in seinem sehr lesenswerten Buch "Der Wein-Geschenk des Himmels und der Erde" gesagt hat:  "Wein ist ein Symbol für Lebensfreude und Lebensfülle, für Liebe und Schönheit und für eine gelungene Beziehung zwischen Himmel und Erde". Es handelt sich hierbei jeweils um ein exzellentes Weißwein- und ein Rotwein-Cuvée.


 Foto:  Helga König
Kösterei Klosterweine Münsterschwarzach, Franken 2012 Sommeracher Katzenkopf Cuvée weiß Spätlese trocken

Das hier verkostete 2012er Cuvée Spätlese trocken wurde aus den Rebsorten Silvaner und Weißburgunder kreiert. Die Trauben stammen aus den besten Lagen des Sommeracher Katzenkopf, einer Lage in dem am Main gelegenen fränkischen Winzer-Ort Sommerach. Sie wurden Mitte Oktober 2011 mit 97 Oechsle per Hand gelesen. 

Als Lagenwein ist er trocken ausgebaut. Bereits seit dem Mittelalter gibt es eine enge Verbindung zwischen der in Sichtweite liegenden Weinbau-Gemeinde Sommerach und der Abtei Münsterschwarzach. Daher wurde auch der Sommeracher Flurname "Kösterei" übernommen. Im Glas zeigt sich das Cuvée in einer hell-gelben Farbe mit funkelnden, brillanten Reflexen an der Oberfläche. Möchte man die gesamte Palette der olfaktorischen Duftnoten wahrnehmen, dann sollte man dem Wein einige Momente der Sauerstoff-Zufuhr gönnen. Jetzt zeigen sich prächtige Anklänge an Kernobst, wobei sich noch zarte Kräuteraromen hinzu gesellen. 

Im Mund und am Gaumen werden die würzigen Bouquet-Nuancen geschmacklich bestätigt und durch feine Melonen-Aromen ergänzt. Das Cuvée verfügt über einen großartigen Säurebogen, der die Fruchtaromen bestens trägt, dabei aber nicht dominant wirkt. 

Der Wein kommt durchaus mit einem kräftigen Körper daher und besitzt den geeigneten Schmelz. Alles zusammen verfügt über die nötige Balance und ergibt einen ausgewogenen, vollen Geschmack. Die bestens eingebundene Säure sorgt nicht nur für einen langen Nachhall, sondern auch die besondere Frische, die gerade einen geschmackvollen Weißwein aus Franken ausmacht. 

Gerade heraus, dieses 2012er Sommeracher Katzenkopf Cuvée Spätlese trocken ist ein Wein auf höchstem Niveau und von bester Qualität und begeistert jeden Verkoster immer wieder aufs Neue. 

Das Cuvée eignet sich bestens zu  " Muscheln in einer Creme-fraiche-Safran-Sud mit doppelt gebackenem  dunkeln Brot.

Der Wein hat 13,5 vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

 Foto: Helga König
Copyright: Vier-Türme-Verlag
Klosterweine Münsterschwarzach Zehnthof Franken 2013 Cuvée rot trocken 

Als weiteres Cuvée rot trocken wird dieser Wein mit der Bezeichnung Zehnthof verkostet. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, dem "Zehnthof", wo die Pächter des Ackerlandes den Mönchen früher den 10.Teil ihrer Ernte als Pachtabgabe übergaben. Noch heute ist die seit dem 18.Jahrhundert eingerichtete, barocke Abtkapelle zu besichtigen und hat für den Weinort Sommerach eine große Bedeutung, ebenso für die Lagen in der unmittelbaren Umgebung. 

Aus ihnen stammt das Cuvée in einer Burgunderflasche, die mit einem Schraubverschluss versehen ist. Dieser für den Wein neuartige Verschluss erfreut sich immer größerer Beliebtheit, garantiert er doch keinerlei Korkgeschmack mehr. Im Glas zeigt sich das Cuvée in einer intensiven dunkelroten Farbe, die eindeutig auf eine dichte Konsistenz hinweist. Respekt gegenüber einem guten Wein ist nicht nur ihn zu würdigen, sondern ihm auch die Zeit zu geben, sich voll entfalten zu können. Dies geschieht so, dass man ihm die nötige Sauerstoff-Zufuhr ermöglicht, am besten durch mehrmaliges Schwenken des Glases, während man den Wein mit wachem Auge begutachtet. 

Danach zeigt sich bei der olfaktorischen Prüfung deutlich, welche Aromen- Fülle dieses Cuvée auszeichnet. Intensive Anklänge an reife rote Beeren werden begleitet von einer Nuancen-Vielfalt an Kaffee, Röstaromen, Dörrpflaumen und Vanille. Die geschmackliche Bestätigung findet entsprechend im Mund und am Gaumen statt, wobei sich noch zusätzlich eine feine Kräuterkomponente schmecken lässt. Der Wein ist dicht, extraktreich und mit einem kräftigen Körper ausgestattet, dabei ist der Alkohol-Gehalt durchaus moderat. 

Sein großes geschmackliches Plus ist seine gelungene Balance, mit einer vortrefflichen Tannin- Struktur. Dabei ist er weich auf der Zunge und langanhaltend in seinem Abgang. Insgesamt handelt es sich hier um einen vortrefflichen Rotwein, der nicht explizit kompliziert ist, aber sehr gehaltvoll, rund und geschmacklich sehr nachhaltig das Herz und den Gaumen jedes Rotwein-Freundes, der gerne einen vollen harmonischen Wein trinkt, komplett zufrieden stellt. 

Wir empfehlen dieses Cuvée rot trocken zu   Baguettescheiben mit Kräuterbutter, Pesto Rosso und Brie überbacken, natürlich auch zu Wildgerichten, Lamm und  dunklem Fleisch.

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius getrunken werden. 


Nachdem wir beide Cuvées mit viel Freude und Trinkspaß verkostet haben, darf mit Fug und Recht festgestellt werden, dass diese beiden Kloster-Weine aus der Abtei Münsterschwarzach allerbeste Qualität besitzen. 

 Copyright: Vier-Türme-Verlag
Bekanntlich verstehen die Benediktiner nicht nur etwas vom Beten, genauso gut kennen sie sich seit vielen Jahrhunderten mit guten Weinen aus. Diese Erkenntnis wurde hier bestens umgesetzt, denn die beiden Cuvées sprechen für sich und bestätigen das Wissen um einen guten Wein absolut. Deshalb können wir mit bestem Wissen und Gewissen beide Weine unseren Weinliebhabern ans Herz legen. Unser Fazit lautet: 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König


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Rezension: #Klosterabtei_Ettal- 2 #Liqueure und 3 #Weine

 Foto: Helga König 
Das Kloster Ettal wurde im Jahre 1330 durch Kaiser Ludwig den Bayern gegründet. Seine Blütezeit erlebte es im 17. und 18. Jahrhundert, da es auch ein berühmter Wallfahrtsort war. 1744, nach einem Brand wurde das Kloster im zeitgenössischen Barockstil wieder aufgebaut. Durch die Säkularisierung im Jahre 1803 wurde nicht nur das klösterliche Leben für nahezu 100 Jahre unterbrochen, auch die Fertigstellung der Anlage konnte nicht realisiert werden. Im Jahre 1900 besiedelten die Mönche der Abtei Scheyern das Kloster erneut. 

Ganz im Sinne der benediktinischen Bildungstradition konnte nach der Eröffnung des Gymnasiums und des Internats das Vermitteln von Bildung wieder aufgenommen werden. 

Kloster Ettal hat von jeher versucht, seine wirtschaftliche Basis selbst zu organisieren. Um dies zu ermöglichen, gibt es die unterschiedlichsten ökonomischen Aktivitäten. Neben der Schule und dem Internat existieren ein Klosterhotel, ein Klosterladen mit Buchabteilung und ein landwirtschaftlicher Betrieb nebst Gärtnerei und seit 400 Jahren wird im Kloster auch Bier gebraut.

In der Destillerie, die in der Nachfolge der Klosterapotheke steht, werden heute mehr denn je verschiedene Liköre und hochwertige Klosterbitter hergestellt, nach alten und wohl gehüteten Rezepten. Weiterhin gibt es einen Klostermarkt und eine Schaukäserei, wo der Besucher sich unmittelbar informieren kann, welch delikate Käsesorten hier hergestellt werden. 

Durch große Fensterscheiben im Verkaufsraum kann man zusehen wie die einzelnen Produktionsschritte vor sich gehen. Doch die Benediktinerabtei Ettal hätte nicht einen solchen weltweit bekannten Ruf, wenn es hier nicht möglich wäre, sich auch auf Gott zu besinnen. Dazu dient neben den Gottesdiensten die Möglichkeit zur inneren Einkehr in Form von Meditationstagen im Kloster. 

 Foto: Helga König
Original Ettaler Kloster Liqueur Gelb, 50cl, 40% vol/alc 

In der Ettaler Klostermanufaktur wird dieser Kräuterlikör nach alten Rezepten hergestellt, deren Geheimnis nur die Mönche selbst kennen. In der traditionellen Barockflasche, die das Gründungsjahr des Kloster im Jahre 1330 angibt, wird der Kloster Liqueur Gelb angeboten, dessen Herstellung ausschließlich aus natürlichen Komponenten besteht. Dazu gehören die speziellen Kräuter, die im Klostergarten gewachsen sind, das kristallklare Wasser aus dem Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen und hochwertiger, reiner Alkohol, der den Kräuterextrakt in Lösung hält. Hinzu kommt ein hochwertiger Honig aus der eigenen Imkerei. Dieses verleiht dem Liqueur ein blumiges Bukett mit leicht süßlichen Geschmacksnuancen. Damit die Farbe des Liqueur auch Goldgelb erstrahlt, wurde echter, reiner Safran hinzu gegeben. Alles zusammen ist in alten Eichenfässern bei einer langen Lagerung gereift. 

Bei der Verkostung begeistert zunächst das wunderbar würzige Aroma, gepaart mit einer wohl-schmeckenden Natur-Honignote. Der zarte süßliche Charakter wird als sehr angenehm, ja geradezu animierend empfunden, und nach einem langen Abgang lässt der Alkoholgehalt von 40% vol/alc ein wohlig warmes Gefühl durch den ganzen Körper strömen. 

Wie hochwertig der Original Ettaler Kloster Liqueur Gelb ist, beweist auch die Prämierung durch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft. Sie hat diesen Liqueur mit dem Goldenen Preis 2015 ausgezeichnet.

Original Ettaler Kloster Liqueur Grün , 50 cl, 42% vol/alc 

Als weiterer traditioneller Klosterliqueur wird dieser Original Ettaler Klosterliqueur Grün in der Manufaktur produziert. Auch hier besteht die Herstellung ausschließlich aus naturreinen Produkten. So wie es die Jahrhunderte-alte Tradition des klösterlichen Destillierens bestimmt, dass es das Geheimnis der Mönche bleibt, welche spezielle Kräuterkombination den Liqueur ausmacht, so wurde auch dieses Destillat  in Eichenfässern zur Reife gebracht. Der Geschmack zeichnet sich durch einen sanften, würzigen Charakter aus. Das Farbenspiel ist leicht grünlich, der Kräuter wegen. Das Aroma überzeugt durch seine feinen Kräuternoten, während der Geschmack eher etwas herber ist, was dem Wohlfühl-Charakter aber keinerlei Abbruch tut, besonders dann nicht, wenn man geschmacklich sich bevorzugt zu herberen Noten hingezogen fühlt.  

Der Original Ettaler Kloster Liqueur Grün hat einen Alkoholgehalt von 42% vol/alc

Foto: Helga König
Ettaler Prälatentropfen DOC Terlaner Weißburgunder- Südtirol 

Das Kloster Ettal betrieb bis zu seiner Säkularisierung im Jahre 1803 einen ausgedehnten Weinbau in Südtirol. In Erinnerung an diese erfolgreiche Zeit des Weinmachens wird die alte Tradition wieder aufgegriffen und erneut besondere Weine angeboten. Heute stammen die Weine allerdings aus der Benediktinerabtei Muri-Gris in Bozen Südtirol. 

Bei dem hier verkosteten Südtirol Terlaner Weißburgunder DOC 2014 handelt es sich um einen klassischen, sortenreinen Weißwein der Rebsorte Weißburgunder. Gewachsen sind die Trauben in den Weinbergen der Gemeinde Eppan oberhalb von Bozen auf einer Meereshöhe von 420 bis 500 Metern.

Die Bodenbeschaffenheit besteht hier aus Kalkschotterböden, bestens geeignet um große Burgunder hervor zu bringen. Die Ausrichtung der Weinberge ist in ost-südlicher Richtung. Die Rebstöcke sind bis zu 30 Jahre alt. Im Glas zeigt sich der Wein in einem hellen Strohgelb mit grünen Reflexen. Nach der nötigen Sauerstoffzufuhr, die sich am besten durch mehrmaliges Schwenken des Glases bewerkstelligen lässt, lassen sich intensive Noten von reifen Äpfeln, Anklänge an Zitrusfrüchte und würzige Duftkomponenten von weißem Pfeffer erkennen.

Im Mund und am Gaumen werden alle olfaktorischen Nuancen geschmacklich komplett bestätigt. Der Weißburgunder punktet mit einer kräftigen Struktur, mit seiner Rasse und Eleganz und seinem cremigen Schmelz. Bei einem langen Abgang zeigt sich erneut wie mineralisch frisch und saftig dieser Wein ist. 

Der Terlaner DOC Weißburgunder 2014 demonstriert geschmacklich eindrucksvoll welche besondere Klasse die Südtiroler Weine aus der Benediktinerabtei Muri-Gris  hervorbringen. Mit der Vermarktung dieser wunderbaren Tropfen zeigt das Kloster Ettal, dass es nicht nur hervorragende Liqueure produzieren kann, sondern auch ein gutes Näschen für edle Weine hat. 

Wir empfehlen dazu einen "Saibling mit Pesto" und dünne Bandnudeln. 

Der Wein hat 13,5 vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius  getrunken werden.


Ettaler Prälatentropfen DOC Südtirol St. Magdalener 2014 

Dieses fruchtige Bozener Rotwein-Cuvée stammt von den Rebsorten Vernatsch zu 93% und Lagrein zu 7% . Gewachsen sind die Trauben in den Weinbergen der Stadt Bozen auf einer Meereshöhe von 260 bis 300 Meter. Bei einer Südausrichtung besteht die Bodenbeschaffenheit hier aus sandigem, gut durchlüfteten Schotter. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem dunklen, kräftigen Rubinrot. Gewährt man dem Rotwein einige Momente der Sauerstoffzufuhr, so kommen eindeutig die olfaktorischen Eigenschaften bestens zum Tragen, als da sind Anklänge an reife Kirschen, Zwetschgen und Himbeeren sowie Bitterschokolade. Geschmacklich werden diese Aromen-Komponenten im Mund und am Gaumen eindeutig bestätigt. 

Bei einer weichen Gerbstoffstruktur überzeugt der St. Magdalener 2014 mit seiner Jugendlichkeit, dabei ist er frisch und samtig. Auch sein langer Abgang mundet durchaus einladend und anregend und zeigt, welche wunderbaren Rotweine in Bozen im Tal der Etsch heranreifen. 

Wir empfehlen diesen Rotwein zu "Hasenpfeffer mit Speckknödel und Birnen-Rotkohl" 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 12-14 Grad Celsius getrunken werden.

Ettaler Prälatentropfen Südtirol Lagrein DOC 2014 

Dieser Südtiroler Klassiker stammt ebenfalls aus den Weinbergen von Bozen. Die Trauben sind auf einer Meereshöhe von 260 Metern gewachsen auf tiefgründigen, sandigen Schlemmböden, deren Ausrichtung nach Süden ist. 

Lagrein ist neben dem Vernatsch die einzige autochtone Rotweinsorte Südtirols, was soviel bedeutet, dass ihre Ursprünge ausschließlich auf dieses Gebiet beschränkt sind. Dabei hebt sich diese wertvolle und einzigartige Rebsorte klar vom internationalen Einheitsgeschmack ab. 

Im Glas zeigt sich dieser Rotwein in einem kräftigen Granatrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Nicht nur um dem Wein seine ganze Aromenvielfalt zu entlocken, bedarf es einige Momente der Sauerstoffzufuhr, es bezeugt auch den nötigen Respekt, den man dem Wein als göttlichem Geschenk stets entgegen bringen sollte. 

Anklänge an vielschichtige Nuancen mit Veilchen, Schokolade, reifen Zwetschgen und Gewürznelken sind das wunderbare olfaktorische Ergebnis. Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung der Duftnuancen statt. Jetzt präsentiert sich der Lagrein DOC 2014 in einer eleganten und samtigen Struktur, zu der sich noch weiche Gerbstoffnoten gesellen. 

Auch leichte Bittermandeltöne runden den Geschmack ab. Der Wein verfügt neben seiner großen Fruchtfülle über einen kräftigen Körper und eine rustikale Eleganz. Zudem besitzt er eine jugendliche Frische, was auch durch einen langen Abgang bestätigt wird. 

Da der Lagrein DOC 2014 noch über einen jugendlichen Charakter verfügt, wird er in den nächsten Monaten auf der Flasche sich noch weiter entwickeln. Wenn er dann seinen Höhepunkt erreicht hat, ist es ein erlesenes Trinkvergnügen, ihn mit der passenden Speise zu verkosten. Dabei darf aber nicht verleugnet werden, dass er schon jetzt in seinem jugendlichen Alter einen köstlichen Geschmack aufweist.

Wir empfehlen diesen Wein zu "Hirschrücken mit Serviettenknödel" 

Der Lagrein hat 13% vol/alc und sollte bei 14 -15 Grad Celsius getrunken werden.

Mit den zwei Liqueuren und den drei Weinen zeigt die Klosterabtei Ettal wieder einmal, dass die Produkte aus Klostermanufakturen generell, aber die angebotenen Erzeugnisse des Klosters Ettal speziell immer von ausgesuchter Qualität sind. Dies bezieht sich besonders auf die einmaligen, traditionsreichen Liqueure, deren Ruf geradezu legendär ist, verkörpern sie doch die reine Naturlehre, ein Moment, der in der heutigen Zeit immer seltener wird. Der feine, wohlige Geschmack tut sein Übriges dazu.

Bier wird ja im Kloster Ettal seit über vierhundert Jahren gebraut, hier kann man den Benediktiner-Mönchen nichts vormachen. Ihr geschmacklicher Ruf ist legendär und einzigartig. Die hier verkosteten Südtiroler Weine bilden die entsprechende Ergänzung des angebotenen Sortiments, besitzen sie doch ebenfalls die geeignete Qualität wie sie im Kloster Ettal vertreten wird. Dass diese ausgezeichneten Weine von den Benediktiner Brüdern aus der Klosterabtei Muri-Gris bei Bozen stammen, lässt einen Jahrhunderte-alten Kreis schließen, denn einst haben die Brüder von Ettal selbst dort in Südtirol Wein angebaut. Insofern ist ein guter Tropfen ihnen alles andere als fremd.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König    

Bitte klicken Si auf den Link, dann gelangen Sie zum #Onlineshop von Kloster Ettal http://ettaler.de/

Rezension: Mionetto- 4 Flaschen und ein Piccolo

Foto:  Helga König
Francesco Mionetto gründete im Jahre 1887 die Kellerei Mionetto in Valdobbiadene im Herzen des Veneto. In den vergangen 128 Jahren ist aus dem kleinen Familienbetrieb ein international führender Anbieter für außergewöhnliche FRIZZANTE- und SPUMANTE-Kreationen geworden.

Bei Mionetto steckt die ursprüngliche Leidenschaft für erlesene Qualität, Kreativität und prickelnden Geschmack nach wie vor in jedem einzelnen Tropfen. Es ist der Anspruch für höchste Qualität, gepaart mit jahrhundertealter Erfahrung, die die Philosophie bei Mionetto ausmachen. In Zusammenarbeit mit den besten Weinanbauern der Region werden die Erzeugnisse von Mionetto ganz in der venezianischen Prosecco -Tradition kreiert. Neueste Technik kommt dabei ebenfalls zum Einsatz.

Italienischer Prosecco und Frizzante zählen mittlerweile zu den Gewinnern des internationalen Schaumweinmarktes.

Mionetto Hugo Rosé 

Hugo ist als Linie von Mionetto mittlerweile ein prickender Klassiker. Der Hugo Rosé ist die neueste Variante der Linie, da die italienische Lebensart sich bestens in diesem Hugo Rosé ausdrückt und ganz dem neuen geschmacklichen Trend zum Rosé entspricht. Der trinkfertige Mix vermittelt erfrischend, fruchtigen Genuss: Sanftperlender Vino Bianco verbindet sich mit dem aromatischen Bukett von Holunderblüte und Limette.

Auf viel Eis und einem Minzblatt serviert, sorgt der Hugo Rosé für die sommerlich frischen italienischen Momente.

Der Mionetto Hugo Rosé hat 8 vol/ alc und sollte bei einer Temperatur von 6-8 Grad Celsius verkostet werden.


Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut

Dieser Spumante Brut aus der Prestigelinie von Mionetto begeistert selbst den ausgesprochenen Kenner. Dabei wird die Ausbaustufe Brut neu interpretiert. So zählt sie geschmacklich zu dem Feinsten ihrer Klasse. Der Spumante aus der Rebsorte Glera begeistert durch seine leuchtend strohgelbe Farbe, seine intensive, feine Perlage und seinen wunderbaren Apfelduft.

Getragen von einer besonderen Struktur überzeugt der Mionetto Prosecco DOC Treviso Brut mit seinen besonderen Geschmacksnoten nach grünem Apfel, Pfirsich und Honig. Sein langer Abgang ist geprägt von einem wunderbaren Frucht-Säurespiel und einer zitronigen Frische.

Der Prosecco hat 11% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden.

Mionetto Prosecco DOC Treviso Frizzante 

Der hier verkostete Frizzante Brut verkörpert ganz besonders das Lebensgefühl von jungen modernen Menschen, die es lieben, einen fruchtigen und unkomplizierten Prosecco zu verkosten. Ganz im Sinne des italienischen Genießens stammen die Trauben zu diesem Prosecco aus der Provinz Treviso, die seit je her für die Produktion von hochwertigem Prosecco bekannt ist.

Hier auch ist die traditionsreiche Kellerei Mionetto nun zu Hause, die bereits seit 1887 erfolgreich dieses Getränk für den italienischen Lebensgenuss herstellt. Basis zu diesem Prosecco ist die Glera-Traube, die sich bestens zur Versektung eignet. Der moderne Drehverschluss erlaubt auch jungen Damen völlig unkompliziert diesen Mionetto Prosecco DOC Treviso Frizzante zu genießen.

Der Treviso Frizzante hat 11% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden.

Mionetto sergio rosé 

Dieser Spumante extra dry sergio rosé ist von erlesenem Geschmack, der ganz besonders die Sinne des Verkosters betört. Das dies international anerkannt ist, zeigen die Prämierungen der letzten Jahre. Der Grundwein zu dem Spumante basiert auf einem Cuvée der Rebsorten Laboso und Lagrein. Die Versektung hat zu einer besonders feinen Perlage geführt, die Färbung ist ein leuchtendes Rosé. Durch das handverlesene selektive Traubengut ist ein Grundwein entstanden von höchster Qualität. Die anschließende wohlabgestimmte Versektung hat ihn zu einem großen Spumante extra dry rosé werden lassen. Schon der erste Schluck überzeugt komplett, denn der sergio rosé offenbart sich als lebendiger fruchtiger und frischer Spumante, der ganz die mediterrane Lebenslust vermittelt.

Der Spumante hat 11% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius verkostet werden.


Mionetto Cuvée Frizzante , 0,2 l Mionetto 

Cuvée Frizzante ist der geeignete Trinkspaß auf jeder Party, ist es doch als Piccolo im 0,2 l Format erhältlich. Als fruchtiger Perlwein ist er auf der Basis von bestem Traubengut aus der norditalienischen Provinz Treviso entstanden. Das Traditionsweingut Mionetto hat seit je her beste Frizzante hergestellt, die das italienische Lebensgefühl optimal transportieren. Ausgebaut als Cuvée steht sein Geschmack für mediterrane Lebensfreude und einen unkomplizierten, geschmackvollen Genuss. Bei richtiger Kühlung überzeugt der Frizzante mit seiner fruchtigen Frische und seinem belebenden Geschmack, so dass auf einer fröhlichen Party oder bei Freunden auf der sommerlichen Terrasse keine prickelnden Wünsche übrig bleiben.

Das Mionetto Cuvée sollte bei 6-8 Grad Celsius verkostet werden.


Unser Fazit für die hier verkosteten Spumante und Frizzante lautet: Fruchtig, frische Perlweine mit moderaten Alkohol-Volumen, die, wenn sie Dry oder Extra-dry ausgebaut wurden, einen Vergleich mit guten Sekten nicht zu scheuen brauchen., Das Gegenteil ist der Fall, bringen sie doch die spritzigen, unbeschwerten, italienischen Momente ins Glas. Deshalb:

Empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Rezension: Hausbrennerei Fridolin Baumgartner- Vogtsburg-Oberbergen-Baden

 Helga König
Die Hausbrennerei Baumgartner wurde 1983 ins Leben gerufen. Getreu ihrem Motto "Brennen ist Passion, ist Lust und Leidenschaft" haben Anneliese und Fridolin Baumgartner aus Vogtsburg-Oberbergen im Kaiserstuhl das Brennerei-Handwerk mit Können und Leidenschaft begonnen.

Die Philosophie ihres Handelns wird geprägt von dem Bewusstsein die Natur und das Handwerk optimal zusammen zu führen. Das Ergebnis sind die Brände und Liköre, die alle die Bemühungen und Sachkenntnisse der Familie Baumgartner zeigen.

Dabei gilt es, sowohl die Tradition als auch die Innovation zu vereinen, beides zusammen ergeben die wunderbaren Brände, die mittlerweile weit über den Kaiserstuhl hinaus ihre Liebhaber gefunden haben.

Wie außerordentlich erfolgreich die Hausbrennerei Baumgartner ist, zeigt die Fülle von Prämierungen, die sie immer wieder bei professionellen Spitzenverkostungen erhalten haben und weiterhin erhalten.

Bei den internationalen Edelbrandmeisterschaften "Destillata 2015" in Österreich hat es Fridolin Baumgartner mittlerweile geschafft, zum 5. Mal hintereinander zu den fünf besten Destillateuren weltweit zu gehören. Damit zählt die Hausbrennerei Baumgartner zu den führenden Herstellern edler Brände, die wir in Deutschland kennen und darüber hinaus.

So errang er fünf Goldmedaillen und eine Fülle von Silber- und Bronze-Auszeichnungen. Baumgartner zählt mittlerweile zu den beständigsten Qualitätsbrennern weltweit. Bei der Nationenwertung hat er es zum Spitzenbetrieb in ganz Deutschland geschafft. Alle seine 39 vorgestellten Produkte erhielten bei dieser Prämierung eine Auszeichnung. Allein die Fülle von Edelbränden zeigt wie innovativ die Hausbrennerei Baumgartner aufgestellt ist, denn neben den traditionellen Kernobst- und Steinobst-Bränden und diversen Geisten werden auch immer wieder neue Destillate entwickelt, so der aromatische Speierlingbrand, das elegante, kräftige Sauerkirschwasser, der milde Waldhimbeerbrand oder ein frisch-duftender Mispelbrand mit lang anhaltendem Abgang.

Ebenso außergewöhnlich ist ein Destillat aus Wildrebenblüten oder ein sehr harmonischer Bärlauchgeist.

Basis aller Exklusiv-Brände sind die besonderen Grundprodukte, die die Erfolge der Edelbrände erst möglich machen. Hier liegt das spezielle Augenmerk von Fridolin Baumgartner, ebenso wie die anschließende, höchst qualitative, individuelle Verarbeitung der Destillate. Einige Früchte wie z.B. Kirschen, Äpfel und Erdbeeren werden von Fridolin Baumgartner selbst angebaut, ansonsten ist er auf beste Ware angewiesen, die er in ganz Deutschland und aus dem benachbarten Ausland bezieht.

Dabei nimmt er jedes Grundprodukt selbst in Augenschein, bei der Qualitätssuche überlässt er nichts dem Zufall. Aber allein mit diesen Spitzenprodukten ist es nicht getan. Außergewöhnliches Wissen, jahrzehntelange Erfahrung, ein "goldenes Näschen", feinste geschmackliche Befähigung und eine nimmermüde Leidenschaft sind notwendig, damit alles zusammen letztendlich die wunderbaren Destillate ins Glas bringen, die dann auch von der Jury der "Destillata" so eindrucksvoll bewertet worden sind.

Deshalb auch ist es nicht vermessen zu behaupten, dass der Meister vom Kaiserstuhl einer der führende Destillateure in Deutschland ist.

Hausbrennerei Baumgartner Kirschwasser 

Das Kirschwasser wird bei der Hausbrennerei Baumgartner unter der Rubrik "Unsere Edelesten" geführt. Prämiert als Edelbrand des Jahres 2014 wurde das Kirschwasser auf der "Destillata 2015" mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Schon bei der olfaktorischen Prüfung, wenn die Nase die gesamte Aromenfülle wahrnimmt, zeigt sich sogleich dieses intensive Kirscharoma, das die Sinne komplett einnimmt. Nach und nach gesellen sich zusätzlich feine schokoladige Noten dazu, alles zusammen bildet eine verführerische Einheit, zumal der Duft durchaus weich und schmeichelnd daherkommt.

Im Mund und am Gaumen findet dann zunächst eine kleine, wunderbare, geschmackliche Explosion statt, die dort den ganzen Raum einnimmt. Dann erfolgt das harmonische Gesamtbild, getragen von den intensiven Kirscharomen und den edlen schokoladigen Finessen. Wie weich und doch so intensiv das Kirschwasser ist, wird durch ein langes Finale bestätigt, das durch den Kirsch-fruchtigen Nachhall ergänzt wird. Wie köstlich, großartig und geradezu einmalig dieses Kirschwasser aus der Hausbrennerei Baumgartner punktet, zeigt sich auch dadurch, dass der nicht geübte Brände-Verkoster sofort von diesem Destillat begeistert ist, zumal eine solche phänomenale Geschmackserfahrung er bisher nicht erlebt hat.

Die Verbindung zwischen den einzelnen Aromen, die intensive Geschmacksfülle und die angenehme Weichheit beim Verkosten zeigen auf welch hohem Niveau und mit welcher Qualität dieses Kirschwasser von Anneliese und Fridolin Baumgartner kreiert worden ist.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es immer wieder mit einer der weltbesten Prämierungen ausgezeichnet wird.

Das Kirschwasser hat einen Alkoholgehalt von 43% vol/alc.

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Hausbrennerei Baumgartner und können dort das Kirschwasser bestellen. www.hausbrennerei-baumgartner.de 


Hausbrennerei Baumgartner Orangengeist 

Der hier verkostete Orangengeist, und dies darf schon vorweg gesagt werden, betört auf Anhieb derart die Sinne, wenn die Nase den Orangengeist olfaktorisch prüft, dass sofort Begeisterung aufkommt. Welch eine Fülle von Anklängen an edelsten Produkten aus Orangen, wie feinste englische Orangenmarmelade mit Orangenschalen-Stückchen zum Beispiel.

Zudem nimmt man Orangenblütenduft wahr, aber auch vollreife, saftige Früchte, deren Schalen soeben entfernt worden sind. Geschmacklich wird die Orangenfülle bestätigt, wobei noch immer das betörende Duftbild einen gewaltigen Eindruck bei dem Verkoster hinterlässt. Im Mund und am Gaumen überzeugt der Orangengeist zusätzlich mit einer besonderen Weichheit, die geradezu samtig anmutet. Dabei ist der Geschmack von ausgeprägter Fülle, gleichzeitig ebenso finessenreich.

Da er lang anhaltend ist, werden die gesamten Fruchtnuancen aufs Angenehmste geschmacklich ausgedehnt, wobei auch die edlen Zartbitterkomponenten wunderbar nachhallen. Dieser herrliche Orangengeist hat ebenfalls die Jury der Destillata begeistert, sodass sie 2014 diesen Edelgeist aus der Hausbrennerei Baumgartner auch mit einer Goldmedaille belohnt hat.

Der Orangengeist hat einen Alkoholgehalt von 40% vol/alc.

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Hausbrennerei Baumgartner und können dort den Orangengeist bestellen. www.hausbrennerei-baumgartner.de 


Hausbrennerei Baumgartner Wahl`sche Schnapsbirne 

Das hier verkostete Destillat aus der Wahl`schen Schnapsbirne ist ein weiterer Beweis für die großartigen Preziosen, die in der Hausbrennerei Baumgartner entstehen. Grundprodukt ist die "Wahl´sche Schnapsbirne", die sich ganz besonders zu Obstbränden eignet. Es handelt sich hierbei um eine in Süddeutschland beheimatete autochthone Birnensorte, die hier auch ihre ursprüngliche Entstehung hat. Familie Baumgartner bezieht sie aus dem nahen, Sonnen-verwöhnten Ihringen, unmittelbar am südlichen Kaiserstuhl.

Da die Wahl`sche Birne im Vergleich zur Williams Birne wesentlich mehr Aromakomponenten enthält, gilt ihr Mostbirnenbrand als runder und ausgewogener, aber auch komplexer. Diese Eigenschaften zeichnen auch eindeutig Fridolin Baumgartners Destillat aus, der es meisterlich verstanden hat, diese Nuancen eindrucksvoll herauszuarbeiten.

Im Glas zeigt sich der Brand mit all seinen typischen Birnentrestertönen, wobei die olfaktorische Prüfung zusätzlich auch zitronige Nuancen mit der Nase registriert. Dabei spielen die eher kernigen Anklänge der kleinen robusten Wahl`schen Birnen eine dominante, aber nicht überschäumende Rolle.

Dies registrieren auch die geschmacklichen Sinne, wenn der Wahl´sche Schnapsbirnenbrand Mund- und Gaumen betören. Weich und nachhaltig im Geschmack begeistert er sofort. Bei all seiner Klasse ist er nicht auf Anhieb der große Verführer, sein außerordentliches Niveau will er erst im Laufe der Verkostung preisgeben.  

Auf der Destillata 2013 wurde er mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Gerade das etwas verhaltene, doch intensive Birnengeschmacksbild nimmt viele Brändeliebhaber für sich ein, zumal er auch noch angenehm weich ist und sein Nachhall nicht enden möchte.

Die Wahl`sche Schnapsbirne hat einen Alkoholgehalt von 42% vol/alc.

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Hausbrennerei Baumgartner und können dort die Wahl`sche Schnapsbirne bestellen. www.hausbrennerei-baumgartner.de


Hausbrennerei Baumgartner Weintresterbrand    Im Eichenfass gereift. 

Dieser Weintresterbrand, der auf der Destillata 2014 ebenfalls die Goldmedaille errungen hat, verfügt über ein ganz besonderes Geruchs- und Geschmacksbild. Auf der Basis des Pressrückstandes von Weintrauben, die destilliert als Weintresterbrand kreiert worden sind, wurde er zur Reife im Eichenfass gelagert, um dem Brand ein ganz besonderes Aromenbild angedeihen zu lassen.

Dies wird auch eindeutig durch die Duftanklänge bestätigt, wobei deutliche, stark röstige Tresteraromatik mit Espresso-Vanille-Nougattönen in der Nase registriert werden.

Im Mund und am Gaumen wird die gesamte Aromenfülle geschmacklich bestätigt, wobei auch der wohl bekannte Trestergeschmack, hier in seiner edelsten Form, zum Tragen kommt. Die Reife im Eichenfass sorgt für die typischen Anklänge die dabei entstehen und bilden die begleitenden geschmacklichen Nuancen die an Espresso, Vanille und Nougat erinnern.

Das komplette Geschmacksbild zeigt sich kompakt und vollmundig, wobei der ausgewogene, kräftige Körper zudem für die entsprechende Länge sorgt.

Für Tresterfreunde ist dieser Weintresterbrand eine wahre Offenbarung. Dies hat auch die Jury der Destillata mit der Gold-Prämierung so gesehen, wobei es sich bei dieser Veranstaltung immerhin um die international hochwertigste Veranstaltung in der Branche der Destillateure handelt und nur das Alleredelste ausgezeichnet wird. 

Der Weintresterbrand hat einen Alkoholgehalt von 40% vol/alc.

Sehr empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Hausbrennerei Baumgartner und können dort den Weintresterbrand bestellen. www.hausbrennerei-baumgartner.de 

Von den Höhen des Kaiserstuhls aus Vogtsburg-Oberbergen hinaus in die große, weite Welt der Gourmets, Sternerestaurants und des edlen, ausgesuchten Geschmacks, das ist Anneliese und Fridolin Baumgartner eindrucksvoll gelungen mit ihren Edelbränden und Spitzen-Wässer, die überall dort auf uneingeschränkte Begeisterung stoßen, wo gerade das Beste gut genug ist. Dabei hat der Meister-Destillateur Fridolin Baumgartner sich von den Spitzenwinzern seiner Heimat inspirieren lassen, um selbst mit Hilfe seiner außerordentlichen Fähigkeiten nicht nur meisterlich zu werden, sondern zu den Allerbesten seiner Branche zu gehören. Der Lohn seiner Bemühungen findet sich in jedem seiner Brände und Wässer wieder. Deshalb sind die Erzeugnisse aus der Hausbrennerei Baumgartner in der Spitzen-Gastronomie und  in den edelsten Feinkost-Tempeln vertreten. Für alle Liebhaber solcher Ausnahme-Destillate hat die Familie Baumgartner noch ein besonderes Highlight parat, denn sie bietet Verkostungen aller ihrer Produkte an, gleich dort wo sie kreiert worden sind, unter meisterlicher Anleitung. Authentischer kann man die besten Brände und Wässer in der Welt der Destillate nicht kennen lernen, einen eindrucksvollen Ausflug in den imposanten Kaiserstuhl mit eingeschlossen.

Besonders empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Hausbrennerei Baumgartner und können dort bestellen. www.hausbrennerei-baumgartner.de 

Rezension: Winzergenossenschaft Weingarten/ Baden- Weinpaket 1 Rotwein, 2 Weißweine

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft Weingarten liegt im Kraichgau, einem der neun badischen Weinanbaugebiete. 

Zwischen Heidelberg im Norden und Karlsruhe im Süden ist die Winzergemeinde Weingarten am südlichen Ende des Kraichgaus zu finden, zwischen Karlsruhe und Bruchsal. Hier sind die klimatischen Bedingungen exzellent, um beste Weine anzubauen, denn die Sonnenstunden zählen zu den meisten in ganz Deutschland. 

Weinbau hat in der Gemarkung Weingarten eine lange Tradition. Schon die Römer haben hier Wein angebaut. Die im Jahre 1935 gegründete Winzergenossenschaft Weingarten hat 300 Mitglieder und verfügt über eine Rebfläche von 112 ha in den Gemeinden Weingarten, Östringen, Bruchsal, Walsbachtal sowie Keltern. 

Die Bodenbeschaffenheit besteht hier überwiegend aus Kalkverwitterungsböden- vorwiegend Muschelkalk. Die Rebsorten sind Spätburgunder, Schwarzriesling und Lemberger im Rotweinbereich, während an Weißweinen Weißer- und Grauer Burgunder, Auxerrois, Chardonnay, Riesling, Müller-Thurgau und Silvaner angebaut werden. Hinzu kommt noch ein Spätburgunder Rosé. 

Die Palette der Weine wird durch qualitative, hochwertige Sekte komplettiert. Besondere Lagen der Genossenschaft sind der Weingartener Petersberg, der Oberkrombacher Michelsberg, der Heidelsheimer Alterberg, die Bruchsaler Weinhecke und der Östringer Ulrichsberg. 

Insgesamt hat die Winzergenossenschaft Weingarten 2011 800 00 Flaschen Wein und 150 000 Liter aus dem Fass vermarktet. 

 Foto: Helga König
Winzergenossenschaft Weingarten 2014 Weingartener Hohenberg, Chardonnay, trocken, Baden 

Dieser 2014er Chardonnay stammt aus der Lage Weingartener Hohenberg. Hier besteht die Bodenbeschaffenheit aus tiefgründigen Böden, die sich aus Muschelkalk mit einer Lössschicht zusammensetzen. Auf circa 3 ha Anbaufläche wird Chardonnay, die weltweit verbreitetste Sorte von Weißwein angebaut.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem brillanten Hellgelb. Damit die Duftaromen olfaktorisch bestens erfasst werden können, macht es Sinn, dem Chardonnay zunächst einige Augenblicke  der nötigen Sauerstoffzufuhr zu gönnen. Dies geschieht am besten, indem man den Wein mehrfach im Glas schwenkt und danach in aller Ruhe mit der Nase die Aromenvielfalt registriert. 

Jetzt zeigen sich deutliche Anklänge an Apfel, aber auch leichte Mandelnoten und feine Vanille. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt. Hinzu gesellt sich eine leichte Würze, ebenso eine filigrane Holznote, die auf die Lagerung des Weines im Barriquefass hinweist. Der Chardonnay verfügt über eine ausgewogene Balance, eine intensive Struktur und über eine zitronige Frische, die dem Wein einen langen Nachhall verleiht. 

Dieser Chardonnay besitzt alle besonderen geschmacklichen Eigenschaften, um den Liebhaber dieser Rebsorte zu begeistern, zumal er an warmen Sommerabenden ein idealer Tropfen für eine fröhliche Runde ist. 

Wir empfehlen zu diesem Weißwein ein "Gegrilltes Zitronenhuhn mit Sommersalaten". 

Der Wein hat 13%vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.


Winzergenossenschaft Weingarten 2014er Weißer Burgunder trocken 

Die Winzergenossenschaft Weingarten ist die einzige WG in Europa die die komplette Palette der Burgundersorten vinifiziert. Der Anteil an Weißem Burgunder beträgt etwa 20 ha und wird in Weingarten ganz besonders kultiviert. 

Angebaut werden die Reben überwiegend auf den Weingartener Rebflächen ebenso in den Weinbergen der Bruchsaler Teilgemeinden. Die klimatischen Bedingungen im Rheintal sind für diese Rebsorte exzellent, da auch die Sonneneinstrahlung und das Gefälle der Weinberge für eine optimale Reife der Weißburgundertraube sorgen. 

Das ideale Terroir für die Weißburgunderrebe lässt herrliche Tropfen entstehen, zumal die Winzer mit großem Wissen und ganzer Leidenschaft ihre Weine erzeugen. 

Bei dem hier verkosteten 2014er Weißer Burgunder trocken aus der Lage Weingartener Hohenberg handelt es sich um eine Sonderfüllung zur 300 Jahrfeier der Stadt Karlsruhe. Dabei wurde der Wein in eine klassische Chablis –Flasche abgefüllt, um noch einmal deutlich  auf das besondere Ereignis in Karlsruhe hinzuweisen. 

Im Glas zeigt sich der 2014er Weißburgunder trocken in einem rebentypischen Hellgelb mit brillanten Reflexen. Sowie bei jedem guten Wein sollte man auch diesem Weißburgunder den nötigen Respekt entgegenbringen, indem man bevor die olfaktorische Prüfung beginnt,  ihm die entsprechende Zeit gönnt, sich mit dem nötigen Sauerstoff zu vermählen. Danach registriert die Nase intensive Anklänge an Klarapfel, florale Noten und leichtes Zitronengras. 

Geschmacklich werden alle diese Anklänge im Mund und am Gaumen bestätigt. Getragen werden diese Aromen durch einen entsprechenden Säurebogen, der die Geschmacksfülle intensiviert. Dabei ist die Balance zwischen dem Frucht-Säure-Spiel bestens gelungen. Der zitronige lange Abgang sorgt nicht nur für eine entsprechende Frische, sondern animiert den Verkoster voll Freude zu diesem weiteren Weingenuss. 

Weißburgunder dieser Qualität begeistert. 

Wir empfehlen diesen Wein zu "Zürcher Geschnetzeltem mit Röstis". 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius verkostet werden.

Winzergenossenschaft 2014 Weingartener Hohenberg, Pinot Noir trocken 

Bei dem hier verkosteten Spätburgunder handelt es sich ebenfalls um eine Sonderfüllung in der Chablisflasche, die zu dem Ereignis "300 Jahre Karlsruhe" aufgelegt wurde. 

Der Pinot Noir QbA stammt aus der Lage Weingartener Hohenberg, die sich exzellent für alle Burgundersorten eignet. Im Rotweinbereich zählt der Spätburgunder zu den besonders edlen Sorten, die von vielen Liebhabern sehr geschätzt wird. 

Wenn wie hier in der Lage Weingartener Hohenberg das Terroir optimal ist, dann entstehen Spätburgunder, die alle Vorzüge dieser Rebsorte verkörpern. Da es sich bei dem verkosteten Pinot Noir um den jüngsten Jahrgang 2014 handelt, gilt es mit diesem Wein sehr umsichtig zu beginnen. 

Entsprechend lässt sich trotz der Jugendlichkeit dieses Rotweines schon jetzt erkennen, welches Potential er besitzt. Starten sollte man mit der Verkostung damit, dass er 3-4 Stunden zuvor dekantiert wird und falls dies nicht möglich ist, mangels eines geeigneten Dekanters, ihn bereits 6 Stunden zuvor zu öffnen, damit der Sauerstoff genügend Zeit hat die besonderen Eigenschaften dieses Weines hervorzuheben. 

Wird der Wein anschließend ins Glas gegossen, zeigt er sich in einer intensiven dunkelroten Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Auch hier gilt es den nötigen Respekt dem Wein entgegen zu bringen, indem man sehr ruhig und konzentriert mit der olfaktorischen Prüfung beginnt. 

Feine Duftnoten nach schwarzen Süßkirschen und Cassis werden durch eine angenehme Schokoladennote ergänzt. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt. Der Spätburgunder verfügt über einen kräftigen Körper, intensive Fruchtanklänge und ist dabei gerbstoffbetont. 

Da er noch ganz am Anfang seiner Entwicklung steht, fehlt ihm zu diesem Zeitpunkt noch der letzte Schliff, um das ganze Potential, das in ihm steckt, zu offenbaren. Doch jetzt bereits deutet er seine Klasse an, einige Monate der weiteren Reife auf der Flasche lassen ihn zu einem gelungenen, geschmacklich kompletten Spätburgunder werden, der wirklich zu begeistern weiß. Rotweine dieser Art bezeugen die Qualität der Winzergenossenschaft Weingarten. Solche Tropfen sind es, die  zu einer großen Schar von Anhängern der besonderen Weine aus der Genossenschaft Weingarten geführt haben. 

Wir empfehlen diesen Rotwein zu einem Rinderfiletbraten mit Wurzelrahmsauce. 

Der Rotwein hat 12,5 % vol/alc und sollte bei 16-18 Grad Celsius getrunken werden.


Empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

http://www.wg-weingarten.de/