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Badischer Winzerkeller Breisach 5 Rosé und 1 Winzersekt Pinot Rosé

 Foto: Helga König
Der Badische Winzerkeller wurde 1952 in Breisach am Rhein gegründet. Voraussetzung dazu war die Idee, mehrere badische Winzergenossenschaften zusammenzuschließen, um ihnen so eine gemeinsame Vermarktungsorganisation zur Seite zu stellen. Wie auch bereits bei dem Gedanken, sich als einzelner Winzer in einer Genossenschaft zusammenzufinden, um auf diese Weise effektiver den Weinanbau zu gestalten, wurde einigen badischen Genossenschaften klar, dass eine gemeinsame Vermarktungsplattform ihre Chancen am Markt erheblich verbessern würden. So kam es zu dem "Haus der Badischen Winzer" mit Sitz in Breisach am Rhein. Bedingt durch die Entwicklung der Winzergenossenschaften in Baden nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Badische Winzerkeller ein Erfolgsmodell, das heute den gesamten Raum des badischen Weinbaus umfasst. 

Mit etwa 2000 ha in 9 Anbaugebieten Badens vom Bodensee bis Tauberfranken sprechen wir mittlerweile von rund 4000 angeschlossenen Winzern und Winzerfamilien. Allen zusammen ist nicht nur die Liebe bei der Herstellung ihrer eigenen Weine zu Eigen, sie alle sehen sich als Verfechter für eine nachhaltige Weinerzeugung. Dabei ist ihnen der Landschaftsschutz genauso wichtig wie der Pflanzenschutz. Sie alle bemühen sich um die optimale Bewirtschaftung- und Rebschutzstrategie. Sie haben stets die Erhaltung der Kulturlandschaft im Auge, um diese an spätere Generationen intakt weiterzugeben. 

Alles zusammen prägt die Philosophie des Badischen Winzerkellers, und die gelungene Balance zwischen Tradition und Moderne spielt hier eine wichtige und erfolgreiche Rolle. 

 Foto: Helga König
2016 Baden trocken Spätburgunder Rosé Qualitätswein Trocken 

Unsere Verkostungsreihe von herrlichen Rosé- Weinen vom Badischen Winzerkeller in Breisach beginnt mit diesem trockenen Spätburgunder Rosé. Wie bei allen Weinen, die von 4000 angeschlossenen Winzern in der Genossenschaft vermarktet werden, so ist auch dieser Rosé durch umweltschonenden Anbau und naturnahe Kellerwirtschaft erzeugt worden. Hier in Deutschlands größter Erzeugergemeinschaft, dem Badischen Winzerkeller unternehmen die Sonnenwinzer alles damit charaktervolle, authentische Weine entstehen, wie der hier verkostete 2016er Spätburgunder Rosé trocken.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem kräftigen Kupfer-Rosé mit rubinrötlichen Nuancen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der Wein zunächst genügend Sauerstoff bekommen. Jetzt zeigen sich sehr fruchtige Aromen in der Nase, die an Erdbeeren, Himbeeren und Herzkirschen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine gut ausbalancierte, rassige Säure ergänzt, die die Fruchtaromen bestens trägt. Bei einem langen Abgang zeigt sich erneut, wie wohlstrukturiert und geschmackvoll der 2016er Spätburgunder Rosé trocken gelungen ist.

Zur täglichen Erbauung, aber auch als Begleiter zu Fisch und Pasta eignet sich der Wein hervorragend.

Der 2016er Spätburgunder Rosé hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Spätburgunder Rosé Trocken Edition Peter Steger 
Als weiterer Rosé-Wein kommt dieser 2015er Spätburgunder Rosé trocken aus der Edition Peter Steger zur Verkostung. Peter Steger hat bereits 1987 als Sommelier in einem kleinen französischen Restaurant begonnen, sich intensiv mit Wein zu befassen. Mit diesem 2015er Spätburgunder Rosé trocken verwirklicht er seine Vorstellung von einem optimalen Wein dieser Art, der idealtypisch für einen badischen Rosé ist. Dazu hat Peter Steger sorgfältig ausgesuchtes Traubengut genommen, um dies dann sehr schonend zu diesem 2015er Spätburgunder Rosé zu vinifizieren.

Der Wein wurde vom Badischen Weinbauverband mit einer Goldenen Medaille ausgezeichnet. Farblich zeigt sich der Wein in einem hellen kupferfarbenen Rosé mit zart-rötlichem Schimmer. Auch hier zunächst die Vermählung mit genügend Sauerstoff, damit die Aromenvielfalt von der Nase gänzlich wahrgenommen werden kann. Anklänge, die an Blüten-und Fruchtnuancen erinnern, so etwa auch an Erdbeer- und Himbeernoten ist das olfaktorische Ergebnis.

Geschmacklich bestätigt werden diese Aromen in Mund und Gaumen, wobei eine fruchtige Säure das Fruchtspiel bestens ergänzt. Der Rosé besitzt eine angenehme Körperstruktur und ist ausgewogen und nachhaltig im Finish. Als Begleiter zu Gerichten mit hellem Fleisch, zu Lachs und zu vegetarischen Speisen ist der 2015er Spätburgunder Rosé großartig.

Der Wein hat 13% vl/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Graf von Kageneck Freiburger Spätburgunder Rosé Trocken 

Zur Verkostung kommt nun dieser 2016er Freiburger Spätburgunder Rosé trocken vom Weingut Graf von Kageneck. Bereits seit dem 17. Jahrhundet bauen die Grafen von Kageneck Wein in Baden an. Dabei bleiben sie immer ihrem Wahlspruch treu: "In Valore Virtus – im Wert liegt Tugend". So auch hier, wo nur gesundes und hochreife Traubengut von der Spätburgunder Rebe zur Erzeugung dieses 2016er Spätburgunder Rosé trocken verwendet wurde.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einem schönen Lachsrot mit brillanten Reflexen. Bevor die Nase die Aromenfülle registriert, sollte dem Rosé zunächst Sauerstoff zur Beatmung zugestanden werden. Das Ergebnis ist ein Bouquet von roten Gartenfrüchten wie Erdbeeren, Himbeeren und roten Johannisbeeren. Geschmacklich wird die Fruchtfülle im Mund und am Gaumen bestätigt. Die angenehme Säure führt zusammen mit den Fruchtaromen zu einem gelungenen Frucht-Säure-Bogen, der präsent und kräftig überzeugt. Der lange Nachhall bestätigt noch einmal wie frisch, geschmackvoll und animierend dieser 2016er Freiburger Spätburgunder Rosé trocken vom Weingut Graf von Kageneck daherkommt. Natürlich schmeckt der Wein solo prächtig, doch auch zu geräucherter Forelle, Pasta und auch zu Wild ist er ideal.

Der 2016er Freiburger Spätburgunder Rosé trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Ringsheimer Kaiserberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken 

Weiter geht es mit diesem 2016er Spätburgunder Rosé aus der Lage Ringsheimer Kaiserberg, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Wie alle Weine aus dem Badischen Winzerkeller, so trägt auch dieser Rosé die Attribute in sich, für die die Genossenschaft bekannt ist, und zwar Weine zu erzeugen, die bodenständig, naturnah und leidenschaftlich sind. Dafür geben die angeschlossenen Winzer ihr ganzes Herzblut, mit dem Ergebnis, dass individuelle, überzeugende Weine entstehen, wie dieser 2016er Ringsheimer Kaiserberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Lachs-Rosé mit einem himbeerähnlichen Schimmer. Auch hier bitte nicht den Sauerstoff vergessen, denn nur so kann der Kabinett-Rosé sein ganzes Potential anbieten. Die Nase wird von Anklängen erfüllt, die an Erdbeeren, Himbeeren und weiße Johannisbeeren erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch eine feine Zitrusnote ergänzt. Die gut abgestimmte Säure führt zu einem großartigen Frucht-Säure-Spiel, wobei dieses durchgehend bis zum langen Nachhall präsent ist.

Dieser 2016er Spätburgunder Rosé Kabinett trocken überzeugt den Freund eines frischen, fruchtigen, geschmackvollen Rosé komplett. Im Kreis von Freunden bleibt es da nicht nur bei einem Glas. Als Essensbegleiter eignet sich der Wein zu Salaten und leichten Gerichten ebenfalls prima.

Der 2016er Ringsheimer Kaiserberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Baden Spätburgunder Rosé Qualitätswein 

Verkostet wird mit diesem 2016er Spätburgunder Rosé ein frischer Wein, der feinherb ausgebaut wurde und der einen moderaten Alkoholgehalt besitzt. So eignet sich der badische Rosé bestens als Sommerwein auf der Terrasse, aber auch zur kühleren Jahreszeit, wenn der Sinn nach einem leichteren, fruchtigen Wein steht, ist der 2016er Spätburgunder Rosé feinherb genau das Richtige, bietet er doch das Versprechen auf ein sommerliches, beschwingtes Trinkvergnügen. Auch hier haben die Winzer des Badischen Weinkellers nur hochreife, gesunde Trauben zur Erzeugung dieses angenehmen Rosé genommen und damit garantiert, dass ein ausgereifter, frischer Wein im Keller entstanden ist.

Im Glas zeigt sich der 2016er Spätburgunder Rosé in einem strahlenden Rosé-Ton. Bitte auch hier den Sauerstoff nicht vergessen. In der Nase zeigen sich danach offene präsente Anklänge an Fruchtnoten, die deutlich an Beerenaromen, wie Erdbeeren, Himbeeren und rote Johannisbeeren erinnern. Geschmacklich werden diese Nuancen sehr angenehm fruchtig bestätigt, wobei die zurückhaltende Säure die Fruchtnoten bestens trägt, gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass sie nicht zu dominant werden. Der geschmackvolle Abgang zeigt dann noch einmal die dezent eingebundene Restsüße in Verbindung mit der frischen, animierenden Säure.

Der Wein ist ideal zu leichten Vorspeisen, korrespondiert auch sehr gut mit Geflügel, Kalbfleisch und Spargelgerichten.

Der 2016er Spätburgunder Rosé feinherb hat moderate 9,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Schloss Munzingen Baden Pinot Rosé Sekt Brut

Zum Schluss unserer angenehmen Verkostungsreihe von Rosé-Weinen und dem Rosé-Sekt kommt dieser Schloss Munzingen Pinot Rosé Sekt zur Verkostung der in der Gräflich von Kageneck´schen Wein- und Sektkellerei brut ausgebaut wurde. Als Grundwein wurde ein Pinot Noir Rosé Wein zur Versektung genommen. Der Ausbau in der Stufe "brut" ist am besten mit dem Begriff „herb“ zu übersetzen. Das Weingut Graf von Kageneck legt wie alle anderen Winzer und Weingüter des Badischen Winzerkellers wert auf naturnahen Weinbau bei höchster Qualität. Dieses bestätigt sich bei dem hier verkosteten Sekt Schloss Munzingen Pinot Rosé brut.

Die Farbe im Glas ist ein elegantes Apricot. Zugleich fällt dem Auge die feine Perlage auf, die eine angenehme Frische signalisiert. Gleichzeitig registriert die Nase Nuancen von weißen Johannisbeeren im Duft, sowie Anklänge von Ananas und Honigmelone. Im Mund und am Gaumen zeigen sich geschmacklich diese feinen Fruchtnoten ebenfalls, die zusätzlich von floralen Würzaromen und einem elegante Säurespiel begleitet werden. Der Pinot Rosé Sekt brut ist kräftig, dabei aber nicht allzu herb, geradezu vollendet abgerundet. Als Aperitif zu einem köstlichen Menü ist er ebenso prädestiniert wie bei festlichen Empfängen oder besonderen Familienfeiern.

Der Schloss Munzingen Pinot Rosé Sekt brut hat 12% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden.

Abschließend unser Fazit: Sowohl die 5 Rosé als auch der Sekt Pinot Rosé brut sind von bester Qualität und zeigen wieder einmal wozu die Sonnenwinzer aus Baden in der Lage sind. Sie erzeugen Weine und Sekte, die von der Sonne gereift und von den Winzern der Genossenschaft auf hohem Niveau ausgebaut werden. So schmecken sie einfach gut und was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbetrifft, da sind sie ganz vorne mit dabei.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Onlinebestelung: Bitte hier klicken https://www.badischer-winzerkeller.de/unsere-shops/

Kloster Eberbach Hessische Staatsweingüter Domäne Bergstrasse 3 Weissweine

 Foto: Helga König
Das ehemalige Zisterzienser-Kloster Eberbach umfasste in seiner Blütezeit 10.000 ha Land, das sich zwischen Worms und Köln erstreckte. Heute sind die "Hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach" mit ca. 220 Hektar Rebfläche das größte Weingut in Deutschland, mit einer weltweiten Reputation und gehören selbstverständlich dem V.D.P.-Verband an, der Vereinigung der Prädikatsweingüter, die ihre Weine bei den strengsten Bedingungen des Qualitätsanspruchs herstellen. Unter anderen gehört auch die Domäne Bergstrasse zu den Gütern von Kloster Eberbach dazu, mit seinen Weinbergen an der Bergstraße. Dieses Weinanbaugebiet zeichnet sich durch ein ganz besonders, fast mediterranes Klima aus. Hier beginnt der Frühling etwas früher und auch die wärmeren Tage im Herbst lassen die Trauben optimal reifen. Hinzu kommt ein besonderes Terroir, das sowohl für Burgundersorten als auch für Riesling hervorragend geeignet ist. Deshalb ist die Domäne Bergstraße ein spezielles Kleinod unter den verschiedenen Weingütern, die zu den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach gehören. Mit 35 ha ist die Domäne Bergstraße zudem das größte Weingut in dieser Region. 

Hier nun drei Weine von der Bergstraße: 

2016 Schönberger Herrnwingert –Crescentia- Weissburgunder Trocken 

Dieser Weißburgunder von der Domäne Bergstraße, die als Teil des Staatsweingutes Kloster Eberbach über die Lage Schönberger Herrenwingert verfügt, und sich optimal zur Herstellung eines solchen besonderen Weißweines eignet, zeigt das ganze Potential des Weingutes. Die nach Süden ausgerichtete Lage ermöglicht es, den Lehm- und Sandboden, aus dem die Bodenbeschaffenheit besteht, bestens zu erwärmen. Das Ergebnis ist ein besonderer Weißburgunder, der einen Vergleich mit anderen Spitzenweinen dieser Art nicht zu scheuen braucht, ganz im Gegenteil. 

Die Edition "Crescentia" bedeutet, dass es sich hier um Weine aus den besten Lagen von Kloster Eberbach handelt, auch von der Domäne Bergstrasse. Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen, die Frische signalisieren. Zudem darf die Nase Nuancen von Apfelaromen und Melonenduft registrieren. Diese Komponenten machen sofort Lust auf mehr und ein erster Schluck zeigt deutlich, dass diese Aromen sich auch auf der Zunge und am Gaumen widerspiegeln. Es ist diese optimale Säure, die die Fruchtaromen sehr geschmackvoll tragen und so ein prächtiger Frucht-Säure-Bogen zustande kommt. Der Wein ist bestens ausbalanciert, zudem elegant, und verfügt über einen langen Abgang, der gleichzeitig nachhaltig ist und mit einer angenehmen trockenen Frische überzeugt. 

Der 2016er Weissburgunder trocken ist ideal zu dem täglichen Glas Wein zur Freude und Erbauung, wobei es durchaus einmal auch ein zweites Glas sein darf. Großartig! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 - 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2016 Heppenheimer Centgericht –Crescentia- Grauburgunder trocken. 

Die Spitzen-Lage Centgericht an der Hessischen Bergstraße ist hierzulande und darüber hinaus weltweit ein Begriff. Der Name stammt von der ehemaligen Gerichtsstätte am Heppenheimer Landberg, wo mehr als ein Jahrtausend lang Recht gesprochen wurde. 1904 hat die Großherzogliche Verwaltung einzelne Parzellen zwischen Bensheim und Heppenheim einem neugegründeten Weingut zugeordnet. Sie sind 1946 dann in den Besitz der Hessischen Staatsweingüter, Kloster Eberbach übertragen worden. Neben dem speziellen Mikroklima ist es die nach Südwesten ausgerichtete Lage, die besondere Weine auf den tiefgründigen, warmen Los- Lehmböden hervorbringt. Das obere Drittel weist eine Lössauflage aus. Dieser ganz besondere Grauburgunder punktet mit Eigenschaften, wodurch das Centgericht Liebhaber aus aller Welt anzieht, nicht zuletzt Fürst Albert von Monaco, der verwandtschaftliche Wurzeln in Heppenheim hat. Farblich in einem hellen Gelb, zeigt der Wein im Glas eine bestimmte Brillanz. 

Unverkennbar steigt der Duft nach Mandelaromen in die Nase, ebenso Aprikose und vermittelt so dem Verkoster ein besonderes Erlebnis. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt, wobei dieser Grauburgunder sein gesamtes Potential präsentiert. Neben dem feinen Geschmack nach Frucht und Mandeln ist es die Balance zwischen Fruchtsüße und feiner Säure, eingebunden in einen angenehmen Schmelz, der den Wein als ganz besonderes Trinkerlebnis auszeichnet. Bei einem lang anhaltenden Nachhall wird noch einmal bestätigt, mit welch großartigem Geschmack dieser Grauburgunder ausgestattet ist, sodass man immer wieder sich auf den 2016er Grauburgunder freut. Dieses Centgericht ist absolut fabelhaft.

Chapeau! 

Der Wein hat 13% vol/ alc und sollte bei 8 -10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Heppenheimer Steinkopf –Crescentia- Riesling Trocken 

Der hier verkostete 2016er Riesling trocken stammt aus der Lage Heppenheimer Steinkopf. Der Lagenname wurde zum ersten Mal 1517 dokumentiert. Die Exposition des Weinbergs ist in süd- bis südwestlicher Richtung, das Terroir weist nach seiner Bodenbeschaffenheit im oberen Teil gelben Buntsandstein- Verwitterungsboden und einen Untergrund aus Felsgestein auf, im unteren Teil roten Sandstein. Klimatisch sind die Bedingungen ebenfalls exzellent, denn mit der Wärme, den vielen Sonnenstunden und den kühlen Nächten fühlt sich der Riesling-Traube hier besonders wohl, sodass großartige Weine entstehen, wie dieser 2016er Heppenheimer Steinkopf Riesling trocken. 

Als Crescentia (lat. Gewächs) werden im Kloster Eberbach seit dem 15. Jahrhundert die Weine aus den wertvollsten Lagen bezeichnet. Die Gutsweine, um einen solchen handelt es sich hier nach der V:D:P.-Klassifizierung, sind Qualitätsweine mit einem gebietstypischen Charakter der Rebsorten von der Hessischen Bergstrasse. 

Im Glas präsentiert sich der 2016er Riesling trocken in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Nachdem der Wein mit dem nötigen Sauerstoff vermählt worden ist, zeigen sich deutliche olfaktorische Noten, die an Sommerapfel, Pfirsich und Zitrus erinnern. Hinzu kommt eine feine Mineralität, die die Nuancen in der Nase ergänzt. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich angenehm bestätigt und sie werden getragen von einer frischen Fruchtsäure. Der Riesling ist intensiv, besitzt einen ganz individuellen Charakter und ist mit einem langen Nachhall ausgestattet. Dabei zeigt sich noch einmal wie gut Frucht, Säure und Mineralität ausbalanciert sind. Die Frische sorgt zudem dafür, dass man sich schon auf das nächste Glas freut. Großartig! 

Der 2016er Heppenheimer Steinkopf –Crescentia- Riesling trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 


Nachdem wir jetzt die drei Weissweine von der Domäne Bergstrasse des Klosters Eberbach probieren durften, hier unser Fazit: Alle drei Weine, sowohl Weissburgunder, Grauburgunder und Riesling von dem V.D.P. Weingut Domäne Bergstrasse sind von höchstem Niveau und bester Qualität. Als Gutsweine sind sie sortentypisch und verkörpern intensiv das Terroir ihrer Lagen, wobei diese über Deutschland hinaus, bekannt und äußerst geschätzt sind. Dabei hat der Kellermeister es verstanden, den Weinen einen persönlichen, unverkennbaren Charakter zu geben. Und um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, die Weine von der Domäne Bergstrasse überzeugen, denn sie schmecken einfach wunderbar. 

Maximal empfehlenswert. 

Winzergenossenschaft Rammersweier Offenburg-Rammersweier 3 Weissweine, 1 Rosé, 1 Rotwein und 1 Winzersekt

 Foto: Helga König
Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Rammersweier gehört zu dem gleichnamigen Ortsteil von Offenburg im Herzen der Ortenau, einer Region die für exzellente Weine berühmt ist. Weinbau existiert in Rammersweier seit dem Jahre 1242. Vor über 90 Jahren wurde die Winzergenossenschaft Rammersweier gegründet, und zwar im Jahr 1926. Heute werden etwa 50 ha Rebfläche von 100 Winzerinnen und Winzern bewirtschaftet. Hauptrebsorten sind Müller-Thurgau mit 40%, Spätburgunder mit 32%, Riesling mit 14%, Grauburgunder mit 7% und Weißburgunder, Chardonnay, Cabernet Dorsa, Kerner, Scheurebe, Gewürztraminer, Solaris und Muscaris vervollständigen das vielfältige Sortiment. Die Bodenbeschaffenheit in den Weinbergen besteht aus tiefgründigen Löss- und Lehmböden sowie aus Granitverwitterungsgestein. Bei der Bewirtschaftung ihrer Lagen legen die Winzer der Genossenschaft einen besonders großen Wert auf die Bearbeitung die im Einklang mit der Natur steht. 

Das Terroir in den Weinbergen eignet sich großartig für frische, fruchtige Weine, die über einen nachhaltigen Geschmack verfügen. Es ist das Bestreben von Geschäftsführer Georg Lehmann, dem sehr erfahrenen Kellermeister Siegfried Kiefer, allen Winzerinnen und Winzern als auch der ganzen Mannschaft insgesamt, Weine mit Stil und Charakter zu erzeugen, die sich durch Ausgewogenheit, Komplexität und Eleganz auszeichnen. Neben der naturnahen Pflege der Weinberge, ist es der geeignete Laub- und Rebschnitt, der die beste Qualität der Weine hervorbringt, ebenso die zeitnahe schonende Verarbeitung im Keller. Der Wein entsteht primär im Weinberg, da sind sich die Winzer von Rammersweier ganz sicher. Die verantwortungsvolle Arbeit von Kellermeister Siegfried Kiefer liegt darin die Entwicklung des Weins zu begleiten, um dann einzugreifen, wenn es gilt die optimale Reifung zu erreichen. Gleichzeitig gibt er den Weinen seine Handschrift mit und dass diese zu großartigen Ergebnissen seit vielen Jahren führt, zeigt die Vielzahl von Prämierungen und Auszeichnungen. 

Aktuelle Erfolge sind: Bester Spätburgunder-Erzeuger 2016 im Weinparadies Ortenau; DLG-Bundesweinprämierung 2016 2 Goldmedaillen und Gold Extra, in der Rangliste "Top 100", die besten Weinerzeuger Deutschlands, aktuell 38. Platz; Gebietsprämierung 2016 1 "Top Ten" Rotwein trocken und 17 Goldmedaillen; Genossenschaftstest 2016 in der Fachzeitschrift "Weinwirtschaft", 2.Platz in Baden und 7. Platz National. Neben großartigen Weinen werden noch beste Winzersekte, Secco, Liköre und Edelbrände erzeugt. Alle Produkte der Winzergenossenschaft Rammersweier zeichnen sich nicht nur durch ein besonders hohes Niveau und eine prächtige Qualität aus, sie begeistern auch durch ein bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis.

 Foto: Helga König
2016 Rivaner Trocken Tradition

Zur Verkostung kommt zunächst dieser 2016er Rivaner trocken. Der Rivaner, der hauptsächlich unter dem Namen Müller-Thurgau weltweit bekannt ist, wird in der Genossenschaft unter der Edition "Tradition" geführt. Rivaner alias Müller-Thurgau ist eine Kreuzung von Riesling und der Rebsorte Madeleine Royale und existiert seit 1882, als Prof. Dr. Müller Thurgau in der Wein-Versuchsanstalt Geisenheim diese beiden Rebsorten gekreuzt hat. In Baden ist sie die wichtigste, weiße Rebsorte, ebenso mittlerweile die erfolgreichste Weißweinneuzüchtung weltweit. 

Im Glas zeigt sich der trockene 2016er Rivaner in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der Wein mit genügend Sauerstoff vermählt werden, Danach zeigen sich intensive Duftaromen in der Nase, die an Birnen, Zitrus und Muskat erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtanklänge geschmacklich exakt bestätigt. 

Die wunderbar eingebundene Säure sorgt dafür, dass diese Nuancen so präsent im Geschmack sind. Der 2016er Rivaner ist fruchtig, besitzt eine feste Struktur und ist sehr animierend im Geschmack und verfügt über einen langen Nachhall, wobei er noch mit einer schönen zitronigen Frische punktet. 

Als tägliches Glas Wein zur Erbaung und Entspannung ist der 2016er Rivaner trocken ideal. 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Grauburgunder Trocken Tradition 

Als nächstes folgt dieser 2016er Grauburgunder, der trocken ausgebaut wurde und der ebenfalls als Edition Tradition angeboten wird. Grauburgunder oder auch als Ruländer bekannt, ist eine sehr hochwertige rötliche Traube aus der Burgunder-Familie, die aber stets als Weißwein vinifiziert wird. Französisch Pinot Gris und italienisch Pinot Grigio erfreut sich der Grauburgunder immer größerer Beliebtheit hierzulande, auch weil ganz exzellente Weine dieser Rebsorte in Baden und in der Ortenau wachsen. 

Das Terroir der Winzer von Rammersweier ist bestens geeignet um herrliche Grauburgunder zu erzeugen auf den tiefgründigen Löss- und Lehmböden und in dem sonnenverwöhnten Klima. Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier bitte nicht die Belüftung des Grauburgunders vor der olfaktorischen Prüfung vergessen. 

Anklänge an buttrige Aromen von Quitte, Birne und Melone sind wunderbar in der Nase zu registrieren. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Nuancen. Die anregende Säure sorgt für einen herrlichen Frucht-Säure-Bogen, der sich bis in den frischen, nachhaltigen Abgang hindurch zieht. 

Der 2016er Grauburgunder trocken ist von fester Struktur und besitzt eine feine mineralische Note. Außerdem ist der Wein extraktreich, bestens ausbalanciert und sehr animierend. Er verkörpert diesen großartigen Typ von wunderbarem badischen Grauburgunder, den man als Weinfreund einfach nur liebt. Exzellent!. 

Der 2016er GrauburgunderTrocken Tradition hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Riesling Trocken Tradition 

Es folgt dieser 2016er Riesling trocken Edition Tradition. Selbst der weltbekannte Riesling, eine der edelsten Weisswein-Sorten überhaupt, hat im Badischen eine eigene Bezeichnung. Hier in der Ortenau ist er auch unter dem Namen Klingelberger bekannt. 

Riesling wird in fast allen deutschen Wein-Gebieten angebaut mit ganz großartigen Ergebnissen. So auch hier in der Ortenau von den Winzern der Genossenschaft Rammersweier. Weiter südlich in Baden ist der Anbau kaum zu finden, bevorzugt doch der Riesling der Säure wegen ein eher kühles Klima. Die klimatischen Bedingungen in der Ortenau sind sonnenreiche, warme Tage und nachts sorgen die frischen Winde vom Schwarzland für die nötige Abkühlung, die der Riesling-Rebe die nötige Fruchtsäure zuteilwerden lässt. 

Im Glas präsentiert sich der 2016er Riesling trocken in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Nachdem der Wein genügend beatmet wurde, darf die Nase die fülligen Aromen von Zitrus, Quitte und Pfirsich wahrnehmen. Diese werden dann auch geschmacklich in Mund und Gaumen bestätigt. Hinzu gesellt sich eine feine, angenehme Säure, die zu dem ausbalancierten Frucht-Säure-Spiel einen entscheidenden Beitrag leistet. 

Der 2016er Riesling trocken ist mit einer mineralischen Note versehen, besitzt ein kräftiges Aroma und offenbart bei dem langen Finish einen reifen Schmelz. Da der Wein auch recht frisch daherkommt, ist es bestens geeignet neben Speisen vom Fisch und Geflügel bei einer fröhlichen Runde mit Freunden viel Trinkspaß zu geben. Wunderbar! 

Der 2016er Riesling trocken Tradition hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König
2016 Rosé Trocken Tradition 

Verkostet wird nun dieser frische 2016er Rosé trocken, ebenfalls in der Edition Tradition. Die Trauben zu diesem Qualitätswein stammen von der Rebsorte Blauer Spätburgunder. Diese Rotweintraube wurde allerdings nicht als Rotwein vinifiziert, durch eine kurze Zeit auf der Maische nach der Pressung ist eine Portion Farbstoff aus den Traubenschalen in den Most gelangt und haben so zu dieser hellen rosa Farbe geführt. Danach wurde der Rebsaft der roten Spätburgundertraube wie ein Weisswein ausgebaut. So erhält der Rosé seine Frische, die angenehme Säure und ist wunderbar fruchtbetont. 

Im Glas leuchtet dieses helle Rosa zunächst und signalisiert so fruchtige Frische. Auch hier bitte nicht den willkommenen Sauerstoff vergessen. Danach erfreut sich die Nase an reichlichen Anklängen, die an ausgeprägte Fruchtaromen erinnern, wie rote Johannisbeeren und rosa Grapefruit. Im Mund und am Gaumen werden die Nuancen geschmacklich bestätigt. Eine durchaus dominante, angenehme Säure trägt die Fruchtpalette optimal und sorgt so für eine feste Struktur und verleiht dem 2016er Rosé trocken einen erfrischenden Charakter, der bis in den langen Abgang anhält. 

Dieser Wein eignet sich ideal als Sommerwein auf der Terrasse, zumal Rosé hierzulande immer beliebter wird. Köstlich! 

Der 2016er Rosé trocken Tradition hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

2015 Spätburgunder Spätlese Trocken 

Kommen wir nun zu dieser 2015er Spätburgunder Spätlese trocken, deren Trauben in den Weinbergen von Rammersweier gewachsen sind. Diese besonders edle Rotwein-Traube findet hier in der Ortenau, sowie im ganzen südlichen Baden allerbeste Bedingungen vor. Da ist zum einen das warme Klima, aber auch die Bodenbeschaffenheit von tiefgründigen Löss- und Lehmböden, sowie das Granitverwitterungsgestein schaffen optimale Voraussetzungen für großartige Weine aus der Spätburgunder-Traube. 

Diese Weine von hier sind in Deutschland mit die besten und dies zeigt auch die hier verkostete 2015er Spätburgunder Spätlese trocken deutlich. Die Farbe des Weines im Glas ist ein kräftiges Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Braucht der Weisswein die Beatmung mit Sauerstoff, so gilt dies für einen Rotwein erst recht, zumal wenn er so prächtige Aromen aufweist. Olfaktorisch wird die Nase beglückt mit Anklängen die an Sauerkirschen und reife Brombeeren erinnern. Diese werden im Mund und am Gaumen angenehm geschmacklich bestätigt. 

Die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken verfügt über einen kräftigen komplexen Körper, besitzt eine moderate Säure und wunderbar weiche Tannine, die geschmacklich bestens eingebunden sind. Bei einem langen Nachhall lassen sich noch einmal alle herrlichen Geschmacksnuancen Revue passieren, wobei klar wird, wie rund und weich die Spätburgunder Spätlese ist. 

Solche Roten sind einfach Trinkfreude pur. Hut ab! 

Die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Cesius verkostet werden

2015 Scheurebe Brut Sekt Klassische Flaschengärung 

Zum Schluss der kleinen Verkostungsreihe kommt dieser Sekt des Jahrgangs 2015 zur Vorstellung. Versektet wurde hier ein Grundwein aus der Rebsorte Scheurebe, einer Züchtung von Georg Scheu 1916 an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey/Rheinhessen. Neben Müller-Thurgau ist diese Rebsorte die erfolgreichste in Deutschland. Scheurebe ist eine Kreuzung aus Riesling und der Bukettrebe. Bei der Versektung wurde der Sekt brut ausgebaut, was sich am besten mit herb übersetzen lässt. Mit der klassischen Flaschengärung (Méthode Champanoise) wurde das aufwendigste Verfahren der Sektherstellung gewählt, um so eine ganz besondere Qualität zu erreichen. 

Dabei hat er 12 Monate Zeit gehabt, um auf der Flasche zu reifen. Nachdem der Sekt ins Glas gegossen wurde, fällt nicht nur die brillante hellgelbe Farbe auf, auch die feine Perlage signalisiert Frische und Genuss. Die Nase wird von Aromen verführt, die an Cassis und reife Stachelbeeren erinnern. Die geschmackliche Bestätigung folgt dann unmittelbar bei dem ersten Schluck, wobei sich eine rassige Säure bemerkbar macht, zudem ein wenig Hefe und Zitrus. Dabei wird das Geschmacksempfinden nachhaltig gestreichelt, bis in den langen, animierenden Nachhall hinein und man freut sich schon auf den nächsten Schluck. 

Als Aperitif oder zu einem Empfang ist der 2015er Scheurebe Brut Sekt ideal. Der Sekt hat 13% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.
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Nachdem wir jetzt die 3 Weissweine, den Rosé, den Rotwein und den Sekt von der Winzergenossenschaft Rammersweier mit Freude verkostet haben, hier nun unser Fazit: 

Die Genossenschaft von Offenburg-Rammersweier zählt mit 55ha Rebfläche zu den kleinsten Winzergenossenschaften in Baden. Vielleicht liegt es gerade daran, dass die Weine und Sekte so großartig schmecken und vielfach prämiert werden. Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn neben dem optimalen Terroir setzt die gesamte Mannschaft ihr ganzes Wissen, Können und Herzblut ein, um ganz großartige Tropfen zu erzeugen. Und hier wird nichts dem Zufall überlassen. Tradition in der Weinerzeugung paart sich mit modernen Erkenntnissen und einer ebensolchen Technik. Naturnahe Weinbergspflege, eine selektive Lese und die schonende Verarbeitung im Keller sind die Kriterien für die erstklassischen Weine und Sekte, wie wir sie verkosten durften. Der erfahrene Kellermeister Siegfried Kiefer, dem bereits seit 35 Jahren die Vinifizierung der Weine obliegt, hat diesen ihren eigenen Charakter, einen erkennbaren individuellen Geschmack und viel Substanz gegeben. So kommen Ergebnisse zustande, die von allererster Güte sind und einfach wunderbar schmecken. Wenn dann die Preise noch moderat sind, wird die Zahl der Freunde der Genossenschaft Rammersweier kontinuierlich weiter steigen. Dann schmeckt der Wein nochmal so gut. 

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Rezension: Burkheimer Winzer- 4 Weißweine und 2 Rotweine

 Foto: Helga König
Burkheim ist eine der ältesten Gemeinden in Deutschland, wo Wein erzeugt wird. Bereits im Jahr 778 wurde hier nachweislich Wein angebaut, und es ist zu vermuten, dass bereits die Römer, die ja entlang des Rheins ihr Territorium immer weiter nach Norden ausgedehnt haben, für ihren Eigenbedarf hier Weinberge angelegt hatten. Mehr Tradition geht eigentlich nicht mehr. Dass der Weinbau hier am westlichen Kaiserstuhl so erfolgreich ist, wie übrigens insgesamt in der Kaiserstühler Region, hat wesentlich mit zwei natürlichen Faktoren zu tun. Es ist die Bodenbeschaffenheit aus Vulkangestein aber auch aus Löss und es sind die klimatischen Bedingungen, die hier extrem günstig sind, wunderbare Weine zu kultivieren. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine wärmere Region mit so viel Sonnenstunden, wie hier in Burkheim am Kaiserstuhl. Alles zusammen macht das Terroir aus, dass 320 Winzer in der Genossenschaft Burkheim ermöglicht, auf etwa 110 ha Rebfläche die allerbesten Rebsorten zu pflanzen.

Zwei herausragende Lagen sind die Basis der Burkheimer Winzer. Da gibt es zum einen die Lage "Schlossgarten" mit tiefgründigem Lössboden, und zum anderen die Lage "Feuerberg", die Vulkangestein aufweist. Will man etwas über die angebauten Rebsorten der Burkheimer Winzergenossenschaft sagen, dann kommt zu allererst die Burgunder-Familie in Betracht. Ob Weiß- Grau- oder Spätburgunder, Spätburgunder Rosé und Spätburgunder Blanc de Noirs, alle Weine dieser Rebsorten sind von allerbester Qualität, weil die Bedingungen in Burkheim ideal sind und sowohl die Winzer, der Kellermeister Dominik Schweizer, der Winzer und Geschäftsführer Gert Schmidt, ja alle die in der Genossenschaft tätig sind, nicht nur ihr Handwerk bestens verstehen, sondern auch mit all ihrem Herzblut engagiert sind, ganz große Weine zu erzeugen. Aber auch die Rebsorten Rivaner, Grüner Silvaner, Auxerrois, Riesling, Müller Thurgau, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer werden als Weißweine kultiviert, während im Rotwein-Bereich allein der Spätburgunder -dominiert. 

Die beiden Burkheimer Einzellagen "Feuerberg" und "Schlossgarten" sind überregional geradezu optimal, wobei der "Feuerberg" 2006 von der Weinwirtschaft als eine der "Besten" in Deutschland vorgestellt wurde, da nur 7% der weltweiten Produktion auf Vulkangestein wächst, wie eben hier in der Lage "Feuerberg". Bei all diesen Maximal-Bedingungen bleibt es nicht aus, dass die Weine der Burkheimer Winzer weltweit bekannt und hochdekoriert sind. Bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen regnet es buchstäblich seit Jahren immer wieder Gold-Auszeichnungen.

Ob bei Mundus Vini, AWC Vienna, DLG Goldener Preis 2015, Meinigers Deutscher Sektpreis 2015, Internationaler Wein Grand Prix Düsseldorf oder Challenge International du Vin Bordeaux, bei allen Prämierungen belegen die Spitzenweine der Burkheimer Winzer immer erste Plätze und werden mit Gold bedacht. Ebenso 2017 Gold bei „Chardonnay du Monde“, Gold bei Concours International de Lyon, Bonvinitas Magazin 92 Punkte, Gold bei der Frühlings- und Sommerweinprämierung (Badischer Weinbauverband), Genussmagazin „Selection“ 5, 4 und 3 Sterne und Landesehrenpreis „bester Sekterzeuger“ 2016 mit 5 Goldmedaillen für die Burkheimer Sekte.

Deshalb kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Weine und Sekte aus der Winzergenossenschaft Burkheim in der allerersten Reihe in Deutschland stehen, und die Genossenschaft zu den allerbesten hierzulande zählt. Dabei fällt gleichzeitig die Preisgestaltung für diese exzellenten Tropfen überaus moderat aus

2016 Burkheimer Feuerberg Sauvignon blanc Kabinett Trocken

Unsere Verkostungsreihe der exzellenten Weine von der Burkheimer Genossenschaft beginnt mit diesem 2016er Sauvignon blanc. Gewachsen sind die Trauben zu diesem Wein in der Spitzenlage Burkheimer Feuerberg. Diese Lage gehört mit zum Besten, was man in Deutschland als Weinbergs-Lagen kennt. Durch das hier vorherrschende Vulkanverwitterungs-Gestein zeichnen sich die Weine durch viel Extrakt und eine komplexe, tiefstruktuierte Mineralität aus. Der 2016er Sauvignon blanc ist in der Prädikatsstufe Kabinett trocken ausgebaut worden. Durch die naturnahe Pflege der Weinberge, den notwendigen Laub- und reduzierenden Rebschnitt, die selektive Lese und die zeitnahe, schonende Verarbeitung im Keller ist so ein ganz großartiger Sauvigon blanc entstanden, der die besonderen Fähigkeiten der Winzer und Kellermeister der Burkheimer Genossenschaft widerspiegelt.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Bevor der 2016er Sauvignon blanc Kabinett trocken verkostet wird, sollte er zunächst genügend Sauerstoff bekommen. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge, die an Birnen, Mirabellen aber auch exotische Früchte wie Litschi und Karambole erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch eine angenehme Säure ergänzt. Diese trägt die Fruchtnuancen bestens, sorgt sie doch gleichzeitig für einen frischen, animierenden Geschmack, der auch noch mit einem langen Finish punktet. 

Dieser 2016er Sauvignon blanc hat alles, was einen besonderen Wein dieser Rebsorte ausmacht, er ist fruchtbetont, voll und reif im Geschmack, mit einer geradezu betörenden Frische und einem Nachhall, der geradezu nach dem nächsten Schluck ruft. Absolut gelungen, ein reines Trink-Vergnügen!

Der 2016er Burkheimer Feuerberg Sauvignon blanc Kabnett trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Burkheimer Schlossgarten Weissburgunder Spätlese Trocken Alte Reben

Dieser exzellente 2016er Weißburgunder stammt aus der Lage Burkheimer Schlossgarten. Dabei handelt es sich um eine der beiden grandiosen Einzellagen der Burkheimer Winzer, die in der Fach-welt größtes Ansehen genießen. Die Böden im "Schlossgarten" bestehen aus Laven und Tuffen zu-sammengesetztem Vulkanverwitterungsgrundgestein, das mit einer Lößschicht überdeckt ist und so ein gutes Wasserspeicherungs-Vermögen besitzt. Der Weißburgunder wurde in der Prädikatsstufe Spätlese trocken ausgebaut. "Alte Reben" besagt, dass die Rebstöcke hier über 25 Jahre alt sind, entsprechend einen geringeren Ertrag haben, dafür aber sehr intensiv im Geschmack sind und durch die tiefe Wurzelung über ausgeprägte Mineralien verfügen. Welche Qualität der Wein besitzt, zeigt schon die Tatsache, dass der Badische Weinverband ihn mit einer Goldenen Medaille ausgezeichnet hat. 

Im Glas zeigt sich der 2016er Weissburgunder in einer zart grüngelblichen Farbe mit brillanten Refle-xen. Mit dem nötigen Sauerstoff verbunden, offenbaren sich die olfaktorischen Nuancen ganz eindeu-tig. Es handelt sich dabei um Anklänge an Sommerapfel, Wiesenblumen und Zitronengras. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen bestens geschmacklich bestätigt. Die moderate Säure trägt den Fruchtbogen aufs Feinste.

Diese 2016er Weißburgunder Spätlese trocken Alte Reben punktet durch seine Rasse und Eleganz. Sein Nachhall ist zitronig frisch, langanhaltend und überaus rund und wohl ausbalanciert. Dieser wun-derbare Wein macht einfach Lust auf mehr und zeigt, warum die Weine von den Burkheimer Winzer ein solch hohes Ansehen genießen, sowohl in der Fachwelt, als auch bei den zahlreichen Liebhabern der Weine aus der Winzergenossenschaft Burkheim. 

Der Badische Weinverband hat diese 2016er Burkheimer Schlossgarten Weissburgunder Spätlese trocken Alte Reben deshalb mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 


2016 Burkheimer Feuerberg Grauburgunder Spätlese Trocken Alte Reben


Ein weiterer Spitzenwein aus der bedeutenden Lage der Burkheimer Winzer, dem "Feuerberg", wird mit dieser 2016er Grauburgunder Spätlese trocken Alte Reben verkostet. Auch hier stammen die Trauben von mehr als 25 Jahre alten Rebstöcken. Durch das vorherrschende Vulkanverwitterungs-Gestein zeichnen sich die Weine durch viel Extrakt und eine komplexe, tiefstrukturierte Mineralität aus. Der 2016er Grauburgunder wurde trocken ausgebaut und besticht in der Prädikatsstufe Spätlese. 

Farblich zeigt sich der Wein in einem intensiven Hellgelb mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Ein solcher Spitzen-Grauburgunder mit seinem intensiv-duftenden Bukett benötigt genügend Sauerstoff, damit er sich ganz öffnen kann. Jetzt zeigen sich ganz deutlich verführerische Anklänge an Mandeln, Birnen und Trockenobst, die besonders auch im Mund und am Gaumen begeistern. Ergänzt wird die prachtvolle Geschmacksfülle durch eine gut eingebundene Säure, die den Wein kraftvoll und prägnant erscheinen lässt. 

Seine Fülle und seine Präsenz beeindrucken nachhaltig durch einen langen, intensiven Abgang, wobei genügend Zeit bleibt, nicht nur sich über einen solchen herrlichen Grauburgunder zu freuen, sondern ihn auch intensiv zu verinnerlichen. 

Dieser Wein strahlt die ganze Kraft und Besonderheit seines Terroirs aus, dem Burkheimer Feuer-berg, und schenkt speziell dem Liebhaber der Rebsorte Grauburgunder ein ganz besonderes ge-schmackliches Vergnügen. Kurzum ein außergewöhnlicher Grauburgunder, der von dem Badischen Weinbauverband mit der Goldmedaille geehrt wurde. 

Die 2015er Grauburgunder Burkheimer Feuerberg Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Burkheimer Schlossgarten Chardonnay Spätlese Trocken Alte Reben 

Als vierter Weisswein kommt nun diese 2016er Grauburgunder Spätlese Alte Reben zur Verkostung. Der Prädikatswein wurde trocken ausgebaut, das Rebgut stammt aus der Spitzenlage wie der zuvor verkostete Sauvignon blanc, dem Burkheimer Schlossgarten. Die Trauben sind an Rebstöcken ge-wachsen, die ebenfalls mehr als 25 Jahre alt sind. Deshalb trägt der Wein die Bezeichnung "Alte Reben" im Etikett, ein zusätzlicher Hinweis auf seine außerordentliche Qualität. 

Solche alten Rebstöcke sind mit ihren Wurzeln tief in den Boden eingedrungen und finden dort Halt, aber in erster Linie Wasser und Mineralien, was sich später beim Geschmack des Weines wiederfindet. Außerdem sind sie stressmäßig nicht so sehr von den sehr trockenen Perioden abhängig, die es am Kaiserstuhl auch durch den Klimawandel immer häufiger gibt. Klar, dass ein solcher Ausnahme-Chardonnay vom Badischen Weinbau-Verband mit Gold ausgezeichnet wurde. Weitere internationale Prämierungen werden folgen. 

Farblich überzeugt die 2016er Chardonnay Spätlese trocken Alte Reben mit einem brillanten, hellen Gelb. Mit der nötigen Belüftung ist es eine Freude den Wein olfaktorisch kennenzulernen. Wunderbare Anklänge an  Walnüsse, Sommerapfel und rauchige Noten werden mit der Nase wahrgenommen. Es ist die knackige Säure, die einen großartigen Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt. 

Die 2016er Chardonnay Spätlese trocken Alte Reben ist intensiv im Geschmack, vollmundig und von einer mitreißenden Frische, die sich auch noch im langen Abgang wiederfindet. Dieser Wein zeigt eindeutig, warum die Lagen der Burkheimer Genossenschaftwinzer so wertvoll und großartig sind, entstehen doch hier Weine von allerhöchster Qualität und von einem unnachahmlichen Geschmack. Chapeau! 

Die 2016er Chardonay Spätlese trocken Alte Reben hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Rotwein Kabinett Trocken. 

Haben schon die Weissweine den Verkoster begeistert, so gilt das erst recht für die roten Spätbur-gunder-Weine der Burkheimer Winzergenossenschaft. Das Terroir der Lage "Burkheimer Feuerberg" ist geradezu ideal mit seinem Vulkanverwitterungsgestein für den allerbesten Spätburgunder, so wie er hier als trockener Kabinett-Wein verkostet wird. Dies bestätigt nicht nur die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes, sondern auch die Prämierung "sehr gut" mit 3 Sternen des Genussmagazins Selection, alles beides höchste Auszeichnungen für diesen exzellenten 2015er Spätburgunder. 

Im Glas zeigt sich der Burkheimer Feuerberg Kabinett trocken in einer kräftigen rubinroten Farbe. War bei den Weissweinen der Sauerstoff zum ausgiebigen Kennenlernen ein notwendiger Aspekt, so ist gilt dies für die Rotweine ganz besonders. Man sollte jedem Wein die Chance geben, sich optimal zu präsentieren, ebenso diesem herrlichen 2014er Spätburgunder.

Anklänge an dunkle Kirschen sind das überaus angenehme olfaktorische Erleben. Im Mund und am Gaumen wird eindeutig geschmacklich bestätigt, was die Nase so angenehm erleben durfte. Ergänzend werden noch zusätzlich leichte Nuancen von Bittermandeln geschmeckt, die sich bestens mit dem Kirsch-Geschmack verbinden. Der Wein ist dicht, verfügt über eine gelungene Balance zwischen Fruchtaromen und einer milden Säure, ist vollmundig und samtig und verfügt über den langanhaltenden Nachhall, der einen solchen wunderbaren Spätburgunder erst richtig rund werden lässt. 

Dieser 2015er Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Kabinett begeistert auf Anhieb, hat er doch alles zu bieten, was einen großen Spätburgunder ausmacht, nämlich Trinkfreude pur. Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei etwa 18 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Cuvée Lazarus Rotwein Cuvée trocken 

Last but not least kommt dieser weitere, exzellente Rotwein zur Verkostung. Es handelt sich dabei um eine Cuvée aus den roten Rebsorten, Spätburgunder, Regent und Cabernet Mitos, die alle in den Ausnahme-Lagen der Burkheimer Winzergenossenschaft gewachsen sind. Die Cuvée wurde trocken ausgebaut. Benannt wurde die Edition nach Lazarus von Schwendi dem großen Feldherrn und Schlossherrn von Burkheim. 

Die 2015er Cuvée Lazarus wurde im großen Holzfass ausgebaut. Wie prächtig dieser Rotwein gelungen ist, zeigen auch die unterschiedlichen Prämierungen, die diese Cuvée erhalten hat, als da sind: Goldmedaille des Badischen Weinverbandes, Silber bei AWC Vienna 2016 und die Auszeichnung mit 5 Sternen beim internationalen Rotwein-Cuvée Wettbewerb der Fachzeitschrift "Selection"

Farblich präsentiert sich der Wein in einem kräftigen Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Bitte an die Belüftung des 2015er Lazarus Cuvée denken, bevor die olfaktorische und ge-schmackliche Prüfung beginnt. Danach zeigen sich Duftaromen in der Nase, die an schwarze Kirschen, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und an eine leicht pfeffrige Note erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die vielseitigen Fruchtnoten geschmacklich bestätigt. Die Cuvée punktet mit einer körperreichen Fülle und reifen Tanninen, ist dabei bestens ausbalanciert und extraktreich. 

Bei einem langen Abgang zeigt sich wie weich und doch intensiv der Geschmack ist und dass der Wein zu Recht Spitzen-Beurteilungen bekommen hat. Er ist voll und rund und schmeckt einfach wunderbar. Erneut bestätigen die Winzer und Kellermeister der Burkheimer Genossenschaft, dass sie zu den besten hierzulande zählen. Großartig! 

Die 2015er Cuvée Lazarus hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

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Nachdem wir jetzt die vier Weissweine, einen Rotwein und eine Rotwein Cuvée mit Freude und Begeisterung verkostet haben, hier abschließend unser Fazit: 

Die Burkheimer Winzergenossenschaft darf sich glücklich schätzen, alle entscheidenden Voraussetzungen zum Weinmachen bei sich vorzufinden. Absolute Spitzenlagen, die sowohl hierzulande als auch international ihresgleichen suchen, bilden die Voraussetzung für solche Ausnahme-Weine wie sie in der Genossenschaft erzeugt werden. Natürlich gehört die entsprechende naturnahe Weinbergspflege, die intensive Bearbeitung und Reduzierung des Rebgutes und eine selektive Handlese dazu, bevor die Trauben zeitnah und schonend im Keller vinifiziert werden. Dabei spielt Wissen und Erfahrung beim Weinmachen eine ebenso große Rolle, und da zeigen die Ergebnisse seit Jahren wie großartig dies gelingt. 

Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay und Sauvignon blanc, Spätburgunder und Cuvée Lazarus, alles ist auf allerhöchstem Niveau und in allerbester Qualität. Da macht wirklich jede Flasche Wein Spass und man freut sich schon auf die nächste andere Rebsorte. Auf die außerordentliche Fülle der Prämierungen wurde schon hingewiesen, aber das ist allenfalls eine schöne Theorie, denn das Trinkvergnügen findet im Glas statt. Und da ist wirklich eitler Sonnenschein. Bleibt noch auf das sehr bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis hinzuweisen, denn damit sind die Weine von der Burkheimer Winzergenossenschaft perfekt. 

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König


Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil E.G. 1 Weißburgunder, 1 Grauburgunder, 1 Spätburgunder Edition Junge Winzer

 Foto: Helga König 
Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist eine eingetragene Genossenschaft von ca. 220 Winzern im pittoresken Weinort Oberrotweil inmitten des Kaiserstuhls in Baden. Hier in der wärmsten und sonnenreichsten Gegend überhaupt in Deutschland werden auf etwa 408 ha Rebfläche absolute Spitzenweine erzeugt. Der 1935 gegründete Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verfügt überwiegend über Lagen, die eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung besitzen und so optimale Bedingungen aufweisen, die sich bestens für alle Burgundersorten eignen, ebenso jedoch auch andere Rebsorten großartig gedeihen lassen. Als Ausnahme-Lagen des Oberrotweiler Winzervereins sind Käsleberg, Henkenberg und Eichberg zu nennen. Der Henkenberg besitzt tiefe, dunkle Verwitterungssteinböden, die sich hervorragend für den Spätburgunder als Rotwein wie auch für Weißherbst eignen, ebenso für den Ruländer. Im Käsleberg mit seinen Löß- und Lehmböden werden neben dem Müller-Thurgau der Graue Burgunder, der Weiße Burgunder, sowie der Silvaner und der Muskateller mit größtem Erfolg kultiviert. So entsteht neben der sortentypischen Klasse eine besondere Vielfalt an Weinen, die sich durch das einmalige Terroir hier am Kaiserstuhl auszeichnen. 

Bereits seit über tausend Jahren wird in Oberrotweil Wein angebaut und dies im Einklang mit der Natur. Dieses Bewusstsein prägt die Winzer seit vielen Generationen, ist ihnen doch klar, dass nur mit einer naturnahen und sorgfältigen Pflege der Weinberge und der Reben eine exzellente Qualität erreicht werden kann. Dabei gilt die spezielle Aufmerksamkeit den besonderen Rebparzellen von Henkenberg, Käsleberg und Eichberg, denn hier werden die Selektionsweine kultiviert. 

Hier auch werden Jahr für Jahr besonders aus den Sorten Spätburgunder und Grauer Burgunder absolute Spitzenweine hervorgebracht. Alle Weine sind Erzeugerabfüllungen, d.h. das Traubengut ist ausschließlich von den Winzern der Genossenschaft angebaut, gelesen und gekeltert worden. Für die großartigen Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil werden weder Trauben, Most oder Wein hinzugekauft, alles liegt in einer Hand, von der Traubenlese bis hin zur Flaschenabfüllung.

Mit 25000 Liter Fassungsvermögen besitzt der Winzerverein Oberrotweil das größte Holzfass in ganz Baden. Wenn man sich die nicht enden wollende Liste von Auszeichnungen ansieht, die die Weine der Genossenschaft Oberrotweil allein in 2016 erhalten hat, wird klar, warum das Renommee des Winzervereins so außerordentlich ist.

Ob bei der Mundus Vini 2016 und 2017 Sommerverkostung, der Berliner Wein Trophy 2016 und 2017, bei Mondial des Pinots 2016 und 2017, beim Int. Müller-Thurgau Preis 2016, beim Int. Grauburgunder Preis 2016 und 2017, Meininger Sektpreis 2017 oder bei der Bundes- und Landesweinprämierung 2015 und 2016 immer hat es Gold und erste Preise geregnet. Seit Jahren ist der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil in den Top 100 der besten Betriebe der DLG-Bundesweinprämierung vertreten. 

Und dies wird auch zukünftig so sein, denn dieser große Erfolg ist das Ergebnis von allen, die in der Genossenschaft mit nimmermüden Engagement und großem Herzblut dazu beitragen, von Jahrgang zu Jahrgang das absolute Niveau und die einzigartige Qualität der Weine zu wiederholen und möglichst noch zu toppen. Ob Winzer, Kellermeister und die gesamte Crew, sie alle geben ihr Bestes damit die Weine des Winzervereins Oberrotweil national wie international weiterhin höchste Anerkennung finden. Den Beweis dazu liefern die Weine im Glas und diese gilt es jetzt mit viel Freude und Neugierde zu testen. Da wir bereits 2016 verschiedene Weine von Oberrotweil verkostet haben, möchten wir jetzt die 3 Burgunder aus der neuen Edition „Junge Winzer“ vorzustellen und probieren.

Hier haben sich 14 Jungwinzer von Oberrotweil zusammengetan, um mit ihren Trauben aus den klassischen Burgundersorten jeweils 3 Weine zu kreieren, die sie in enger Abstimmung mit Kellermeister Leopold Laible sowie jungen Küfern und Önologen zu Weinen mit ganz eigener Stilistik ausgebaut haben und die komplett durchgegoren sind. Die rote Schärpe stilisiert das Badische Wappen, das zweiteilige Etikett die Silhouette des Kaiserstuhls. 557 Meter über Normal Null ist die gemessene Höhe des Totenkopfs, der höchsten Erhebung des Kaiserstuhls insgesamt und da sie in der Gemarkung Oberrotweil liegt, haben die "Jungen Winzer" ihre Weine-Edition „557 m ü. NN.“ benannt.

2016 Junge Winzer Oberrotweil Weißer Burgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN

Der hier verkostete 2016er Junge Winzer Oberrotweil Weißer Burgunder trocken stammt aus den besten Lagen der 14 jungen Winzer, die sich zusammengetan haben, um eine ganz eigene Wein-Linie hervorzubringen, die ganz den Charakter der Lagen hier in Oberrotweil widerspiegeln. Weißer Burgunder ist eine überaus edle Weißwein-Sorte, die als frischer, fruchtiger Wein mit feinem Burgunderaroma und anregender Säure punktet. Er gedeiht besonders auf den warmen Lößböden, so wie sie in den Spitzenlagen der Oberrotweiler Winzer zu finden sind. Der 2016er Junge Winzer Oberrotweil Weißburgunder QbA ist komplett durchgegoren.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor der 2016er Weißburgunder sein ganzes Potential offeriert, sollte er zunächst mit genügend Sauerstoff vermählt werden. So kann er sowohl seine Duftfülle als auch seine gesamten Geschmacks-Nuancen zeigen. Die Nase wird mit sehr feinfruchtigen Anklängen beglückt, die an reife Birne und Mirabelle erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Noten geschmacklich bestätigt. Es ist die elegante, fruchtige Säure, die die Fruchtaromen optimal trägt und zusätzlich für eine besondere Frische sorgt, die auch noch im langen Abgang bestätigt wird. 

Dieser 2016er Weißburgunder ist den jungen Winzern der Oberrotweiler Genossenschaft ganz exzellent gelungen, hat er doch alle Eigenschaften, die einen prachtvollen Weißen Burgunder ausmachen. Er ist von feiner, intensiver Frucht, mit einer bestens ausbalancierten Säure und einem schönen, frischen Nachhall, der lange anhält. Zudem ist er vegan, eine Tatsache die besonders junge Weintrinker immer mehr anspricht. Hier bleibt es nicht allein bei einem Glas, dafür schmeckt der 2016er Junge Winzer Oberrotweil Weißer Burgunder einfach zu gut.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Junge Winzer Oberrotweil Grauburgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN.

Als weiterer Wein aus der Burgunder-Familie kommt nun dieser 2016er Grauburgunder trocken zur Verkostung. Wie bei dem Weißburgunder zuvor wurden die Trauben auch hier von den 14 jungen Winzern in ihren besten Lagen geerntet, um dann nach ihren Vorstellungen eines optimalen Grauburgunders und unter der engen Abstimmung mit dem Kellermeister des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil E.G. Leopold Laible einen Wein zu vinifizieren, der nicht nur vegan ist, sondern komplett durchgegoren wurde. Der Grauburgunder wurde trocken ausgebaut. Die Trauben zu diesem Wein gedeihen besonders gut in den warmen Lagen mit Lößboden, etwa im Oberrotweiler Käsleberg.

Die Farbe des 2016er Grauburgunders trocken ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier wieder der Hinweis auf die nötige Belüftung des noch recht jungen Weins, möchte man doch die gesamte Fülle, sowohl olfaktorisch als auch geschmacklich genießen. Jetzt zeigen sich kräftige Anklänge in der Nase nach Pfirsich und Aprikose, die begleitet werden von leichten Röstaromen. Mund und Gaumen bestätigen die registrierten Duftnoten geschmacklich. Die ideale Säure bildet mit den markanten Fruchtaromen ein brillantes Frucht-Säure-Spiel, wobei alles bestens in einer ausgewogenen Balance zueinander passt. Im langen Abgang gesellt sich noch eine angenehme Frische hinzu, die den 2016er Grauburgunder so gelungen macht. 

Der Wein verfügt über viel Charakter, einen besonders intensiven Geschmack und beweist einmal wieder, dass mit die besten Burgunder aus den Lagen der Oberrotweiler Genossenschaft kommen. Dies bestätigen die vielen Auszeichnungen, so auch der Internationale Grauburgunder-Preis 2017, wo der Winzerverein Oberrotweil als „Bester Betrieb“ des Wettbewerbs ausgezeichnet wurde. Hier stehen die Jungen Winzer in nichts nach, der 2016er Grauburgunder trocken von ihnen ist geradezu eine Wucht. Chapeau!

Der Wein 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.


2016 Junge Winzer Oberrotweil Spätburgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN. 

Als dritter Burgunder folgt dieser 2016er Spätburgunder QbA trocken, ebenfalls eine Kreation der 14 jungen Winzer gemeinsam mit Leopold Laible. Spätburgunder ist die mit Abstand meist angebaute Rebsorte der Oberrotweiler Genossenschafts-Winzer und zwar mit 45%. Es ist der Spätburgunder, der als der König der Rotweine gilt und gerade am Kaiserstuhl, hier aus den Oberrotweiler Lagen kommen zweifellos mit die besten Weine dieser Rebsorte hierzulande. Dazu trägt auch die Bodenbeschaffenheit der hiesigen Weinberge bei, die über Vulkanverwitterungsgestein verfügen, wo sich die Spätburgundertraube besonders wohl fühlt. Die Sonne im Kaiserstuhl am Oberrhein tut ihr Übriges, sodass die Reben bestens ausreifen können. Die jungen Winzer haben für die naturnahe Pflege der Weinberge gesorgt, für den richtigen Rebschnitt und für die selektive Handlese, so dass nur hochreifes, gesundes Rebgut zur Vinifizierung dieses 2016er Spätburgunder QbA trocken genommen worden ist. Auch hier handelt es sich um einen veganen Wein.

Die Farbe im Glas ist ein dichtes, rubin- bis dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Haben Weiß- und Grauburgunder schon genügend Sauerstoff benötigt, um sich in ihrer ganzen Fülle zu präsentieren, so gilt dies für diesen Spätburgunder erst recht. Die Nase wird danach belohnt mit feinwürzigen und kräutrigen Noten, wobei sein feiner Geruch besonders an Brombeeren erinnert und zudem von leichter Bittermandel begleitet wird. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und durch eine samtige und elegante Gerbstoffstruktur ergänzt. Zudem sind Anklänge an Schokolade und Tabak wahrzunehmen. 

Der 2016er Spätburgunder trocken ist extraktreich, intensiv und mit einem kraftvollen Körper ausgestattet. Er ist komplex, ohne dabei zu kompliziert zu sein, eben rund und weich, mit der richtigen Säure, die dem Wein einen langen Nachhall gibt. Dieses sind die wunderbaren Spätburgunder, die wir vom Winzerverein Oberrotweil so kennen und lieben. Vollmundig erfreuen sie den Verkoster von Glas zu Glas. Absolut großartig!

Der 2016er Junge Winzer Oberrotweil Spätburgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN. hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.


Nach der Verkostung der drei großartigen Burgunder bleibt ein überzeugtes Fazit zu ziehen:

Weiß-, Grau- und Spätburgunder aus der neuen Edition "557m ü. NN." der 14 jungen Winzer stehen ganz in der Tradition der exzellenten Weine, die generell im Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil erzeugt werden. Neben Kellermeister Leopold Laible ist zusätzlich das Wissen dieser gut ausgebildeten Winzer mit eingeflossen, so dass vegane Spitzen-Weine der Rebsorten Burgunder entstanden sind. Sie sind rundum gelungen, besitzen sie doch alle ihren eigenen Charakter, sind sortentypisch auf höchstem Niveau, individuell und Terroir-betont. Und da sie komplett durchgegoren sind, weisen sie einen intensiven Geschmack auf. Uns haben die drei Burgunder absolut überzeugt, weil sie einfach nur sehr gut schmecken und Lust auf mehr machen. Und darauf kommt es schließlich an, denn Wein ist immer dann gut, wenn er dem Verkoster wirklich schmeckt. Abschließend möchten wir noch auf das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis hinweisen, großartiger Wein zu einem wirklich akzeptablen Preis. 

Maximal empfehlenswert

Winzergenossenschaft Hügelheim/Markgräflerland 2 Weissweine, 1 Rosé, 1 Rotwein, 1 Secco und 1 Pinot Rosé Sekt

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft Hügelheim ist im Herzen des Markgräflerlandes zu finden. Als angegliederte Ortsgemeinde der Stadt Müllheim liegt der pittoreske Weinort Hügelheim zwischen Freiburg und Lörrach, einer Gegend am Oberrhein, wo das wärmste Klima in Deutschland herrscht, eine ideale Vorrausetzung für allerbeste Weine und Sekte. 

Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Hügelheim bewirtschaftet mit ihren Winzern insgesamt 78 ha Rebfläche. Die 1952 gegründete Genossenschaft zählt aktuell 90 Winzerinnen und Winzer zu ihren Mitgliedern. Sie alle stehen im engsten Kontakt zu den Kellermeistern der e.G. sodass im gemeinsamen Handeln und vielfältiger Erfahrung und Wissen die Weine kreiert werden, angefangen von der Pflege der Weinberge und der Rebstöcke, über eine selektive Lese, bis hin zur schnellen und schonenden Verarbeitung des Traubenguts im Keller. Dies ist auch möglich, weil die Weinbergslagen rund um das malerische Hügelheim verteilt liegen. 

Entsprechend zeitnah nach der Lese kann mit der Vinifizierung begonnen werden, ein Vorteil, der sich absolut auf die Qualität der Weine auswirkt. Es ist ja gerade die beste Qualität, die sich die Hügelheimer Winzer auf die Fahnen geschrieben haben. Deshalb ist ihnen eine strenge Ertragsregulierung und umweltschonender Pflanzenschutz wichtig, um gesunde, hochreife Trauben zu erhalten, die dann mit Hilfe modernster Technik und viel traditionellem Wissen und Können zu exzellentem Wein verarbeitet werden. 

In den Einzellagen Schlossgarten, Hügelheimer Höllberg und kleiner Gottesacker, alles insgesamt steile Süd- und Südwesthänge werden die Rebsorten Gutedel (35%), Spätburgunder (35%), Müller-Thurgau (8%), Weißburgunder (6%), Grauburgunder (4%) und weitere Rebsorten (12%) kultiviert.

Bei jedem neuen Jahrgang sind Winzerinnen und Winzer in engster Zusammenarbeit mit den Kellermeistern bemüht, Weine auf höchstem Niveau zu kreieren, jedes Jahr die außerordentliche Qualität erneut hervorzubringen, um sie möglichst noch zu steigern, wenn die Natur es zulässt. Deshalb auch sind viele Weine der Hügelheimer Genossenschaft immer wieder vom Badischen Weinbauverband mit Medaillen ausgezeichnet worden. Dies wird auch zukünftig so sein, denn bereits jetzt bevor die eigentliche Verkostung beginnt, darf verraten werden, dass die Weine und die Sekte geradezu grandios schmecken und wir deshalb die Hügelheimer e.G. zu den besten Genossenschaften bundesweit zählen. Entsprechend ist es eine Freude und ein Genuss die anstehende Verkostung zu beginnen: 

 Foto: Helga König
2016 "7:1" Weisswein-Cuvèe QbA Trocken 

Beginnen wollen wir mit diesem ausgezeichneten Sommerwein, der als "7:1" vorgestellt wird, einer Cuvée aus 7 Anteilen Gutedel und 1 Anteil Muskateller. Während der Gutedel mit seiner Frische und Leichtigkeit besticht, sorgt der Muskateller für die Extraportion Aroma. Gewachsen sind die Trauben zu dieser Cuvée in den ganz speziellen Weinbergslagen der Hügelheimer Winzer, die vom Terroir her sich allerbestens eignen. Hier ist die Bodenbeschaffenheit ideal für den Weinbau und die klimatischen Bedingungen können kaum geeigneter sein, wie man es vom Markgräflerland her kennt. Entsprechend hat der Badische Weinbauverband diese 2016er "7:1" Cuvée mit der Goldmedaille prämiert.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Nachdem die Cuvée mit dem nötigen Sauerstoff vermählt wurde, zeigen sich feine Anklänge in der Nase, die an Apfel- und Muskatnoten erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine angenehme Säure ergänzt. Gleichzeitig wird aber auch eine schöne, saftige Würze registriert, die die 2016er Cuvée frisch und spritzig erscheinen lässt. Der lange zitronige Abgang zeigt erneut wie gut das Verhältnis von Gutedel und Muskateller harmoniert. Auf der Terrasse oder beim Grillen ist der "7:1" ideal. Frisch und sehr geschmackvoll garantiert er für gute Laune und für ein gelungenes Fest. 

Die 2016er "7:1" Weisswein-Cuvée hat moderate 11,5% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Grüner Markgräfler Gutedel Qualitätswein Trocken

Zur weiteren Verkostung steht dieser 2016er Gutedel trocken an. Die Rebsorte Gutedel ist geradezu ein Aushängeschild für den Markgräfler Wein, wächst doch in dieser deutschen Wein-Region dieser 5000 Jahre alte Weisswein mit Abstand am häufigsten. Bekannt ist er in der Schweiz und in Frankreich unter seinen dortigen Namen Casselas und im Wallis als Fendant. Die Rebe fühlt sich besonders wohl auf Löss-Lehm-Böden so wie sie auch in den Weinbergen um Hügelheim vorhanden sind. Auch als Tafeltraube findet der Gutedel heute noch Verwendung, wobei der Anbau dieser Rebsorte mittlerweile rückläufig ist. Allein im Markgräflerland wird der Gutedel weiterhin intensiv kultiviert, hier auch werden die besten Weine dieser Traube erzeugt, wie hier bei dem verkosteten 2016er Gutedel trocken, wobei die Hügelheimer Genossenschaft durch den Namenszusatz "Grüner Markgräfler" bewusst auf die naturnahen Bedingungen hingewiesen hat, die bei der Kultivierung ihrer Weine vorherrschen.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier wieder der Hinweis auf den nötigen Sauerstoff, damit der Gutedel sich komplett präsentieren kann. Olfaktorisch zeigen sich jetzt Anklänge, die an grünen Apfel, Wiesenblumen und Zitrus erinnern. Mund und Gaumen bestätigen die feinen Aromen. Die fruchtige Säure trägt das Aromenspiel prächtig und sorgt so für einen ausbalancierten, frischen Geschmack. Die schön eingebundene Kohlensäure lässt den 2016er Gutedel spritzig erscheinen, was zusätzlich eine besondere Frische bei einem langen Abgang bringt. Auch dieser Gutedel eignet sich hervorragend als Terrassenwein. Und wenn man mal ein Glas mehr getrunken hat, kein Problem der moderate Alkohol nimmt dies nicht übel.

Der 2016er Grüner Markgräfler Gutedel Qualitätswein trocken hat 10% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

2016 Hügelheimer Höllberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken 

Der jetzt verkostete 2016er Spätburgunder Rosé stammt aus der Lage Hügelheimer Höllberg. Der "Höllberg" ist eine Einzellage und gehört zu den herausragenden Lagen der Winzergenossenschaft Hügelheim. Dieser Rosé stammt von der edlen Spätburgundertraube ab, die gerade im "Höllberg" ganz exzellente Weine hervorbringt. Als Prädikatswein in der Stufe Kabinett wurde der Rosé trocken ausgebaut. Beim Rosé wird der Rebsaft der roten Spätburgundertraube nur kurzfristig mit der Beerenhaut nach der Pressung auf der Maische gelassen, damit diese lachsrote Farbe entsteht. Der Rosé selbst wird danach wie ein Weisswein vinifiziert. Rosé erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, zumal wenn es ein solch großartiger Wein ist, wie der hier verkostete 2016er Hügelheimer Höllberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken.

Im Glas leuchtet der Wein in dieser sehr animierenden lachsroten Farbe. Ohne langweilen zu wollen auch hier wieder der Hinweis, den Rosé genügend zu belüften. So kann die ganze olfaktorische Fülle des Weins bestens registriert und genossen werden. Anklänge an Erdbeeren und Himbeeren werden mit der Nase wohlwollend wahrgenommen. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt, wobei zusätzlich eine gut eingebundene Säure das Aromen-Spektrum großartig trägt. Neben der anregenden Säure ist es eine dezente Restsüße, die das Geschmacksbild zusätzlich optimiert. Der Rosé punktet mit viel Substanz, intensivem Geschmack und einer lebendigen Frische, die sich besonders im langanhaltenden Finish positiv bemerkbar macht. Hier ist den Hügelheimer Winzer ein toller Rosé gelungen, der von Glas zu Glas immer mehr Trinkfreude bringt. Großartig! 

Der 2016er Hügelheimer Höllberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

  Foto: Helga König
2015 Hügelheimer Höllberg Spätburgunder Rotwein Qualitätswein trocken 

Aus der gleichen Lage wie zuvor, dem Hügelheimer Höllberg wird nun ein Spätburgunder Rotwein verkostet, der den Jahrgang 2015 hat. Als Qualitätswein wurde dieser 2015er Spätburgunder trocken ausgebaut. Diese klassische rote Rebsorte hat beste Wachstumschancen im Markgräflerland, gibt es doch hier die meisten Sonnenstunden in ganz Deutschland und es ist die richtige Wärme vorhanden, damit das Traubengut des Spätburgunders optimal reifen kann. Die Winzer der Hügelheimer Genossenschaft unternehmen zudem alles, damit gesundes Rebgut entsteht. Sie sorgen für die naturnahe Pflege des Bodens, durch den Laubschnitt haben die heranwachsenden Trauben genügend Sonnenstrahlung und der Rebschitt schafft zudem gesundes Rebgut, das sich bestens entwickelt. Mit der selektiven Lese und der schnellen schonenden Verarbeitung im Keller entsteht so ein prächtiger Roter, wie dieser 2015er Hügelheimer Höllberg Spätburgunder trocken.

Farblich präsentiert sich der Wein in einem kräftigen Rot, mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat der Weisswein bereits ein gewisses Quantum an Sauerstoff benötigt, um sich zu entfalten, so gilt dies für diesen gelungenen 2015er Spätburgunder trocken erst recht. Jetzt zeigen sich intensive Anklänge in der Nase, die an Waldbeeren, Kirschen und Mandeln erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Nuancen geschmacklich bestätigt. Damit die Aromen auch richtig zur Geltung kommen, werden sie von einer milden Säure getragen. Der 2015er ist vollmundig und mit einem kräftigen Körper ausgestattet. Er ist extraktreich, gut ausbalanciert und mit einem fein herben Abgang ausgestattet, der weich und sehr nachhaltig ist. Der 2015er Hügelheimer Höllberg Spätburgunder trocken hat alles, um von einem "Maul voll Wein" zu sprechen. Er eignet sich sowohl prima als Begleiter von dunklem Fleisch, wie Rind und Wildsau, aber auch als Solist am Abend ist er großartig. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad verkostet werden.

  Foto: Helga König
2014 Hügelheimer Schlossgarten Pinot Rosé Sekt Brut

Es folgt dieser exzellente besonders hochwertige Rosé Sekt, dessen Trauben von der Rebsorte Pinot Noir stammen, die bei uns bekanntlich Spätburgunder genannt wird. Gewachsen sind die Trauben in einer der Spitzenlagen der Hügelheimer Genossenschaft, im Hügelheimer Schlossgarten. Wie bei jedem ausgesuchten Winzersekt üblich, ist auch dieser Pinot Rosé nach dem Verfahren der klassischen Flaschengärung entstanden. Dabei wurde er brut ausgebaut, was am besten mit herb übersetzt werden kann. Als Basiswein wurde ein Spätburgunder Rosé Wein zur Versektung genommen, und zwar ein sehr hochwertiger, denn bekanntlich kann ein Sekt nur so gut werden, wie es der Wein ist, der zur Flaschengärung dient.

Bereits im Glas zeigt der Pinot Rosé seine Klasse, nicht nur durch die sehr frische, animierende Lachsfarbe, sondern auch durch die feine Perlage, die kontinuierlich den Sekt in Schwingung versetzt. Dabei steigen feine Duftnoten in die Nase, die sowohl an Beerenfrüchte, Erdbeeren und Himbeeren erinnern. Die fruchtige Bestätigung findet sich auch geschmacklich in Mund und Gaumen, wobei ganz besonders dieses schöne Spiel von Süße und Säure überrascht. Da der Winzersekt klassisch brut ausgebaut wurde, zeigt sich auch im Nachhall neben der angenehm prickelnden Frische eine geschmackvolle herbe Länge, die aufs Höchste animiert und Freude auf den nächsten Schluck macht. Der 2014er Pinot Rosé Sekt Brut hat viel Substanz bei einer intensiven Fülle und einem ganz großartigen Geschmack. Da kommt Freude auf, als Aperitif oder zu einem Empfang bei einem festlichen Anlass. 

Der 2014er Hügelheimer Schlossgarten Pinot Rosé Sekt brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

Hofmeister Secco Deutscher Weisser Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure

Secco, es handelt sich hier um einen Perlwein, der als "Halbschäumender Wein" einen Mindestgehalt von 8,5% Alkohol und einen Kohlensäuredruck von 1 bis maximal 2,5 bar haben muss. Bei höherem Druck, der durch eine längere Gärung entsteht, handelt es sich dann um Schaumwein oder Sekt. Basis ist sowohl beim Sekt als auch beim Secco ein ganz besonderer Grundwein der zur sogenannten zweiten Gärung gebracht wird. Die Höhe des Kohlensäuredrucks entscheidet dann ob wir es mit einem Secco oder Sekt zu tun haben. Secco, besser noch bekannt als Prosecco erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, speziell bei jungen Leuten auf Partys oder bei Grillfesten. So auch der hier verkostete Hofmeister Secco, einem leichten und frischen Perlwein mit einer prickelnden Kohlensäure. Er wurde aus fruchtigen Qualitätsweinen hergestellt, die alle ausschließlich aus Hügelheim stammen. Gut gekühlt, ist der Hofmeister Secco auch bei der abendlichen Runde mit Freunden oder zur Erfrischung in trauter Zweisamkeit ein höchst willkommener Begleiter. 

Dieser Secco hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Nachdem wir jetzt die 4 Weine, den Sekt und den Secco der Hügelheimer Winzergenossenschaft mit viel Freude verkostet haben, hier unser Fazit: Wie bereits schon früher, durften wir erneut feststellen, dass die Weine und Sekte aus der Hügelheimer e.G. auf höchstem Niveau und von einer besonderen Qualität sind. Dies hängt zum einen mit dem großartigen Terroir zusammen, das die Hügelheimer Lagen auszeichnet, aber mindestens ebenso mit der Akribie und dem Herzblut, mit dem alle Winzer und die Mitarbeiter der Genossenschaft zu Werke gehen. So entstehen diese Terroir- und Sorten-typischen Weine, die individuell, charaktervoll und unverwechselbar sind. Sie alle schmecken richtig gut und überzeugen komplett. 

Dies sieht auch der Badische Weinbauverband so und hat entsprechende Medaillen vergeben. Auch gerade nach dieser Verkostung sind wir noch immer der Meinung, dass die Winzergenossenschaft Hügelheim zu den besten hierzulande zählt. Ganz nach dem Motto: "Klein aber fein" entstehen hier höchst beachtliche Produkte, die sich wunderbar genießen lassen und die Trinkfreude pur bringen. Freude bringt auch das sehr beachtliche Preis-Leistungs-Verhältnis, da schmeckt das Glas nochmal so gut. 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

www.wghuegelheim.de