Dieses Blog durchsuchen

Rezension: ZAIT BIO-Olivenöl, Italien Nativ Extra, Region Apulien

 Michele Galantino
Öle der Firma ZAIT habe ich vor einigen Jahren auf dem Ölfest in Zell im Zellertal erstmals probiert und dort auch immer wieder gekauft. Nun möchte ich heute fünf dieser wunderbaren Öle auf "Buch, Kultur und Lifestyle" besprechen, bevor ich mit Thomas Fuhlrott, dem Geschäftsführer von Zait ein Interview mache, um mehr über das ZAIT-Geschehen für Sie in Erfahrung zu bringen.

Übrigens kommt der Name "ZAIT" aus den semitischen Sprachen und ist die älteste überlieferte Bezeichnung für Olivenbaum. 

Bei der Vorstellung der Öle beginne ich mit einem Bio- Olivenöl aus Italien. Der Aufschrift, der sehr edel gestalteten Dose entnehme ich den Begriff  "Nativ Extra", den sicher einige kennen. Diese Bezeichnung besagt u.a., dass das Öl keine geschmacklichen Fehler aufweisen darf. Natürlich handelt es sich um kaltgepresste Öle, die bei max. 27 Grad verarbeitet werden. Ab dieser Temperatur nämlich beginnen sich die Aromen und Polyphenole im Olivenöl  zu verflüchtigen.

 Castell del Monte
Das Bio-Öl aus der  Region Apulien stammt von Michele Galantino. Dessen Olivenöle sind regelmäßig unter den Preisträgern bei Wettbewerben zu finden. Das Öl aus der Coratina-Olive verfügt über einen ausgeprägten Charakter mit einem betörenden Geruch nach frischen Äpfeln, der auch im Geschmack deutlich zu erkennen ist.

Der hohe Anteil an Polyphenolen, konkret der Antioxidanzien, steht für einen kräftigen Bitterton und einen lang anhaltenden pikanten Abgang. Das Besondere an diesem Öl ist, dass der fruchtige Geschmack selbst bei kräftigen Zutaten erhalten bleibt. Dieses Öl kann man im Rahmen der Olivenölprobe"oliandi" ausprobieren, bevor man sich endgültig damit eindeckt.  

 Ernte in Apulien
Firma ZAIT steuert dem Trend zu immer milderen Olivenölen  mit diesem Produkt bewusst entgegen.

Ich verwende es für Pestos, aber auch für Salate und schätze neben der intensiven Fruchtigkeit, die harmonischen Bittertöne, speziell an Tomatensalat mit Basilikum und Mozzarella. 

Hier die Eckdaten des Hauses ZAIT für dieses Öl: 

Produzent: Michele Galantino
Olivensorte: Coratina
Charakter: intensiv-fruchtig 
Säuregrad: < 0,13 
Geruch: nach Äpfeln 
Geschmack: intensiv fruchtig, starke harmonische Bittertöne, lang anhaltender pikanter Abgang 
Anwendung: Pestos, Pasta, Pizza, Antipasti, Salate 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Firma ZAIT und können das Öl bestellen: www.zait .de

Rezension: ZAIT, Bio - Olivenöl, Italien, Nativ Extra, Region Kampanien

 Maria Provenza
Dieses Bio-Olivenöl stammt aus Kampanien. Herstellerin ist dort Maria Provenza. Wissen muss man, dass das DOP-Gebiet Colline Salernitane in Kampanien bis heute zu den wenig entdeckten Olivenölregionen Italiens gehört.

Marco Oreggia zählt Provenza in seinem "Leitfaden für die weltweit besten Nativen Olivenöle Extra" zu den Top 15 der italienischen Produzenten. Zudem wurde die Italienerin im Feinschmecker gewürdigt. 

Dieses delikate Öl habe ich gestern auf gedünstete Zucchinischeiben geträufelt. Das schmeckte sehr gut. An Pasta mit geschälten, kleingehackten Tomaten habe ich es auch bereits verwendet und kann diese Verbindung sehr empfehlen. 

Hier die Eckdaten des Hauses ZAIT zu diesem Öl:

In der Nähe der Ölmühle
Produzentin: Maria Provenza
Olivensorte: Rotondella, Frantoio 
Charakter: mittel-fruchtig 
Säuregrad: 0,14 Geruch: frisch und grün 
Geschmack: nach grünen Nüssen mit Bittermandel und klare Schärfe im Abgang
Anwendung: über Tomaten, Pasta zu Fisch und mediterranem Gemüse 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website von ZAIT und können das ÖL bestellen: www.zait.de

Rezension: ZAIT Olivenöl, Portugal, Nativ Extra

Luis Passanha 
Im letzten Jahr hatte die portugiesische Passanha-Familie einen vollständigen Ernteausfall. Doch nun ist sie wieder im Programm von ZAIT und verdient einen besonderen Augenmerk.

Wie ZAIT seine Kunden wissen lässt, vertreibt diese Mühle an sich nur ausgesuchte Cuveés. Allerdings ist es durch den persönlichen Kontakt der ZAIT-Macher gelungen,  auch dieses Jahr ein sortenreines Olivenöl aus der Cobrançosa-Olive zu beziehen. 

Die fruchtigen Noten finde ich sehr delikat, die Anklänge von Kräutern und Bittermandeln ebenfalls. Sie haben mich motiviert,   ein  Pesto aus diesem Öl zu kreieren, das sehr gut auf Artischockenherzen oder zu gegrillten Fisch schmeckt. 

 Kapelle zu Ehren Sao Vicentes,
Schutzpatron der Ländereien,
aber auch der Stadt Lissabon
Die Petersilie und die Mandeln, die ich verwendet habe, verbinden sich bestens mit diesem Öl.

Hier die Eckdaten des Hauses ZAIT zu diesem Öl:

Produzenten: Luis & João Filipe Passanha 
Olivensorte: Cobrançosa 
Charakter: komplex fruchtig, gut durchgezeichnet mit Aromen von Kräutern und Bittermandel. 
Säuregrad: 0,17 Geruch: 
Kräuter, Artischocke, Bittermandel 
Geschmack: harmonisch ausgewogen mit vielen Aromen und einem lang anhaltenden Abgang
Anwendung: Für Fisch, Fleisch, Gemüse und zu Suppen. 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website von Firma ZAIT und können das Öl kaufen: www. zait.de

Rezension: ZAIT- Olivenöl, Spanien- Nativ Extra

 Mitarbeiter der Cooperative Cabacés
Dieses  milde Olivenöl kommt aus Nordspanien. Im Dörfchen Cabacés im Montsant ist die "Cooperative Cabacés" tätig,  die das delikate Öl herstellt. 

Von der Lage begünstigt und im Handwerk äußerst solide, produziert die Cooperative, wie ZAIT anmerkt, Jahr für Jahr sehr gutes Ölivenöl aus der Arbequina-Olive.

 Mir hat das mild schmeckende Öl sofort sehr gut gemundet und es wundert mich nicht, dass es bei ZAIT zu den nachgefragtesten Produkten zählt. Der kleine ökologisch zertifizierte Teil soll übrigens stets sehr schnell vergriffen sein.

Am liebsten verwende  ich dieses flüssige Gold  an Blattsalaten, speziell an Portulak. Das ist wirksame Medizin für das Herz. 

 Olivenbaum im Montsat
Hier die Eckdaten von ZAIT zu diesem Öl: 
Produzent: Cooperative Cabacés 
Olivensorte: Arbequina 
Charakter: mild-fruchtig 
Säuregrad: 0,13 
Geruch: nach reifen Früchten mit etwas Mandel 
Geschmack: mild fruchtig, sehr ausgewogen 
Anwendung: zu Blattsalaten, Bratkartoffeln, Aioli, zum Schmoren, Braten und Backen 

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zur Website der Firma ZAIT und können das Öl bestellen: www.zait.de

Rezension: ZAIT Olivenöl, Nativ Extra, Griechenland

Michalis und Manolis Melabianakis  
Das griechische Ehepaar Michalis und Manolis Melabianakis haben dieses pikant schmeckende Olivenöl hergestellt. Sie führen ihre Mühle auf Kreta  in der dritten Generation und betreuen heute noch Kunden, die schon ihr Großvater belieferte. Eine solche Kundenbindung sagt viel über die Qualität des Öles aus.

Es handelt sich bei diesem Produkt um typisches Kreta-Öl, das die Inselbewohner zu vielen Gerichten verwenden. Firma ZAIT weist darauf hin, dass es sich nicht nur  zu Salat und Schafskäse gut eignet, sondern auch für Suppen, beim Schmoren und zum Backen. 

Das beste Olivenöl aus der Mühle wird heute sogar in Japan geschätzt, wie ich gelesen habe. Das kann ich mir gut vorstellen, denn es rundet den Geschmack in Gerichten bestens ab, die mit Wasabi aromatisiert sind.

Anbei die Eckdaten des Hauses ZAIT zu diesem Öl: 

Produzent: Michalis und Manolis Melabianakis
Olivensorte: Psiloelies 
Charakter: mild-fruchtig 
Säuregrad: 0,20
 Olivenhaine auf Kreta
Geruch: leicht grasig Geschmack: grün, grasig mit einer Spur grüner Banane
Anwendung: zu Schafskäse, kräftigen Salaten, zu Lamm, in die kretische Linsensuppe 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website von ZAIT und können das Öl bestellen: www.zait.de

Rezension:Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden: Meine besten Heil- und Gewürzkräuter (Gebundene Ausgabe)

Da die aus dem Westerwald stammende beinahe 80 jährige Autorin den Vornamen Liesel trägt und sich seit vielen Jahren mit der Heilkraft von Kräutern befasst, muss man sich nicht wundern, dass der Titel des reich bebilderten Buches "Die Kräuterliesel" heißt.

 Liesel Malm war vor 27 Jahren an Krebs erkrankt und stellte damals ihre Ernährung vollständig um. Dies rettete ihr das Leben. In ihrem ca. 2000 Quadratmeter großen Heilpflanzengarten baut sie 600 Heilpflanzen und Kräuter an und schwört dabei auf Vollwerternährung.

Sie schreibt u.a. über gesundes Getreide und lässt den Leser mehr über Dinkel, Weizen, Vollkornreis, Roggen, Buchweizen, Grünkern, Hafer und Hirse wissen. Sie schreibt auch über Salate und Gemüse in der Vollwertküche, über ihre Heilbäume und über Feng-Shui im Garten.

Ihre gut 300 Heilkräuter hat sie alphabetisch geordnet und beschreibt jedes einzelne ausführlich, erteilt jeweils kleine Pflanz- und Pflegeanleitungen und wartet mit Rezepten für Tees, Tinkturen, Tropfen, Pasten, Salben, Liköre etc. auf.

Anhand der Fotos kann man sich einen visuellen Eindruck von den Heilkräutern verschaffen.

Neugierig hat mich soeben die sogenannte Zuckerpflanze werden lassen. Im Volksmund nennt man sie Süßkraut. Das aus ihr gewonnene Pulver soll 200- mal süßer als Zucker sein und keine Kalorien haben.

Wer einen Tinnitus hat, sollte im Frühling nach dem Austrieb der Gingkoblätter eine Tinktur damit zubereiten, offenbar hilft diese Tinktur. Zwei Freundinnen und ein Freund von mir leiden an Tinnitus. Ihnen frohe Botschaften diesbezüglich zu vermitteln, ist mir eine Freude.

Bei Erschöpfungszuständen hilft ein Entspannungstee aus wilden Majorankraut, Frauenmantelkraut, Scharfgarbenblättern, Hopfenzapfen und Kamillenblüten. Wer Schlafprobleme hat, erhält die Gelegenheit sich Gute-Nacht-Tees zuzubereiten.- Auf den letzten Seiten lernt man zudem noch Koch-und Backrezepte der Autorin kennen, darunter "Intelligenzplätzchen nach der heiligen Hildegard". Wer bei dem Gedanken noch schlauer zu werden als er ohnehin schon ist Bauchweh bekommt, sollte einen Magenbitter trinken. Das Rezept steht auf Seite 116.

 Ein sehr gutes Kräuterbuch, mit dem Sie viel Freude haben werden.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen.

Rezension:Lavendel: Der Duft des Südens (Gebundene Ausgabe)

"Der echte oder feine Lavendel, Lavendula angustifolia, wächst in vollsonniger Lage auf trockenen Böden und in Kalkgeröll oberhalb einer Höhe von 700 Metern und erklimmt die Hänge der mediterranen Berge bis zu einer Höhe von 1400 Metern, (vgl.: S.64).

Dieses reich bebilderte Buch mit Texten von Anne Simonet-Avril und Fotos von Sophie Bousshba wird all jene besonders erfreuen, die die Provence lieben und deren Duft und Farbe. Dort wuchs einst auf den Kämmen und Hügeln die Wildpflanze Lavendel und verführte die Parfümhersteller von Grasse dazu, ersten Lavendelanbau zu betreiben. Es dauerte nicht allzu lange und das blaue Gold wurde überall in der Haut-Provence angebaut. Es war Napoleon, der zum Triumphzug des Lavendels beitrug, da er sich täglich mit einem der ersten Eau de Cologne, das Lavendel enthielt, wusch und parfümierte

Es waren englische Gärtner, die die Pflanze veredelten und frostbeständig machten. Mittlerweile wird Lavendel überall auf der Welt angebaut und gilt als wichtiger Verbündeter für unsere Gesundheit und Schönheit.

Das vorliegende Buch ist in drei große Abschnitte eingeteilt:
Das Reich des Lavendels
Lavendel im Garten
Lavendel im Haus

 In diesen drei Abschnitten lernt man u.a. Wissenswertes über die Lavendelernte kennen, erfährt Näheres über die Anfänge der Lavendelindustrie und wie allmählich der kultivierte Anbau das Pflücken des wilden Lavendels verdrängte. Man liest über einstige Destillationsverfahren, bevor man über einzelne Lavendellandschaften informiert wird. Die Farbnuancen im Lavendelmeer werden zur Sprache gebracht und man erfährt, dass einige der schönsten Lavendelplantagen der Provence in der Gegend von Ferrassières und um das Chateau de la Gabelle beheimatet sind. Man liest über die Wiege der Sorte "super-bleue", die zu Sträußen gebunden, getrocknet werden und erfährt Näheres über die duftende Seele des Lavendels. Hier wird die Ernte angesprochen und das, was in der Brennerei geschieht.

Die Destillation stellt ein mechanisches Verfahren zur Ölgewinnung bei Duftpflanzen dar und das Ergebnis des Destillationsprozesses ist die Essenz, sprich das ätherische Öl.

Im Rahmen eines Ausflugs in die Botanik dann erfährt man, dass der Lavendel zur Familie der Lippenblüttler zählen und liest mehr zu Farbe als auch Form und wo überall diese Pflanze zu finden ist, mittlerweile bekanntermaßen auch in Lavendelgärten und in Töpfen. Weil das so ist, wird man zudem über Aussaat, Vermehrung durch Stecklinge und die Pflanzung gut informiert und anschließend über Buketts und Duftsäckchen in Kenntnis gesetzt, aber auch über die Verwendung von Lavendel in der Küche. In diesem Zusammenhang lernt man einige bemerkenswerte Kochrezepte kennen, in denen Lavendel eine Rolle spielt.-

Zu guter Letzt wird man über die Heilwirkung von Lavendel aufgeklärt und zwar als Tee, als ätherisches Lavendelöl sowie als Aromatherapie und wird zudem mit den Schönheitsgeheimnissen des Lavendels vertraut gemacht. Nicht unerwähnt bleiben dabei die feinen Herrendüfte, die den Duft von Lavendelfelder heraufbeschwören.

 Eine Fülle von Adressenmaterial erfreut nicht nur Reiselustige, aber diese ganz besonders, wenn es darum geht, Destillerien zu besichtigen oder Feste rund um den Lavendel zu besuchen.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen. 

Rezension:Köche und ihre geschmackvollen Gärten (Gebundene Ausgabe)

"Ich liebe es, im Sommer nicht nur draußen im Garten zu essen, sondern auch zu kochen, am besten Gemüse, das ich direkt vor der Zubereitung aus dem Beet hole, putze und verarbeite." (Zitat: Stéphane Reynaud, S.100).

Im vorliegenden reich bebilderten Buch der Autorin Hanna Luhmann und des Fotografen Axel Kilian werden die besonderen Gartenparadiese renommierter Köche vorgestellt. In diesem Zusammenhang wartet der jeweilige Koch bzw. die entsprechende Köchin mit einem delikaten Rezept auf, das Produkte aus eigenem Anbau enthält und man erhält außerdem noch Gartentipps der Paradiesbesitzer.

Bei den Köchinnen und Köchen handelt es sich um folgende Personen: Jean-Marie Dumaine, Ralf Hiener, Kolja Kleeberg, Johann Lafer, Léa Linster, Johanna Maier, Martina Meuth, Bernd Neuner-Duttenhofer, Stéphane Reyaud, Andreas Schweiger, Helmut und Vinzenz Thieltges, Heinz Winkler und Harald Wohlfahrt.

In den Texten erfährt man jeweils Wissenswertes über die Köche und ihre individuelle Beziehung zu ihren Gärten. Johann Lafer baut beispielsweise 120 Heil- und Küchenkräuter an. Er verwendet übrigens selbst im Winter nichts Getrocknetes in seinen Kreationen. Die Köchin Lea Linster soll eine sehr intensive Beziehung zur Natur haben. Ihr Paradies erinnert an eine italienische Gartenanlage in Venetien. Johanna Maier besitzt einen traumhaften Küchengarten, dessen Nutznießer ihr Gäste sind. Täglich pflückt sie dort und in der Natur zehn bis zwölf frische Kräuter, darunter auch Wiesenlabkraut, Frauenmantel und Gänsefingerkraut, um sie in ihrer Küche zu verarbeiten.

Martina Meuth und Bernd Neuner Duttenhofer - von diesen beiden erfolgreichen Kochbuchautoren habe ich wohl die meisten Bücher rezensiert- bauen auf dem Duttenhofer'schen Apfelgut rund 250 verschiedene Kräuter an, darunter knapp 30 Sorten Basilikum. Die beiden scheinen große Pflanzensammler zu sein. Allein 25 Sorten Chilis und Paprika stehen in einem Gewächshaus. Für Koch-, Kräuter- und Gemüsebegeisterte stellt dieser Garten natürlich eine Fundgrube dar.

Neugierig gemacht hat mich auch der Garten von Harald Wohlfahrt, einem der besten Köche in Deutschland. Bemerkenswerterweise stehen dort kaum essbare Pflanzen, nur einige Beerensträucher kann man entdecken. Dieser Garten ist für diesen vielbeschäftigten Mann demnach einzig eine Ruheoase.

Das Paradies, das mich am meisten fasziniert, ist jenes von Stéphane Reynaud. Es handelt sich dabei um einen wilden ZEN-Garten. Die Gartenanlage stammt aus dem Jahre 1850 und gehörte einst einem Kräuterhändler. Die Beschreibung dieses und aller anderen Gärten lässt Rückschlüsse auf die Köche zu, denen eines gemeinsam ist: die Naturverbundenheit.

Ein inspirierendes, schönes Buch, das dokumentiert, dass gute Köche einen starken Bezug zu frischem Grün haben, nicht nur zu Kräuterwelten, ohne die viele delikate Gerichte nicht denkbar sind. Empfehlenswert. 

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen.

 

Rezension: Meine Reise in die Welt der Gewürze- Alfons Schuhbeck

Das jüngste Buch von Alfons Schuhbeck beinhaltet drei Bücher in einem, denn es ist ein Geschichtsbuch über Gewürze, ein Reisebuch und ein Kochbuch zugleich.

Verfasst wurde das Werk von Dr. Johannes Gottfried Mayer, der sich seit 1984 mit Medizin- und Wirtschaftsgeschichte auseinandersetzt und Leiter der Forschungsgruppe Klostermedizin ist, des Weiteren von dem F.A.Z.-Redakteur Jakob Strobel y Serra und last not least vom Spitzenkoch und Gewürzspezialisten Alfons Schuhbeck, der sich gemeinsam mit den anderen beiden Herren auf den Weg ins Herz des Orients machte, um dort die Schatzkammer der Gewürze zu finden.

Man wird ausgiebig über die Geschichte der Gewürze unterrichtet und erfährt, dass um 4000 vor Christus am Euphrat und Tigris die ersten Arzneipflanzen kultiviert worden sind. Das nämlich berichtet der griechische Naturforscher Theophrast. Keilschriften, die aus der Zeit um 3000 vor Christus stammen, erwähnen Knoblauch als festen Bestandteil der Volksmedizin. Auf den Keiltafeln aus dem Zweistromland werden eine große Anzahl anderer Gewürze ebenfalls genannt, darunter auch Safran, Dill und Weinraute, (vgl. S.20).

Man erfährt Wissenswertes über die Gewürze Ägyptens. Nicht zuletzt verwendeten, kultivierten und importierten die Ägypter Anis, Kassia, Dill, Bockshornklee, Fenchel, Kapern, Kardamom, Koriander, Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander etc., wobei Koriander ihr Lieblingsgewürz gewesen sein soll. Aber verehrt haben die Ägypter den Knoblauch. Dieser galt ihnen als heilig, weil er das Universum symbolisierte, (vgl.: S.23). Es führt zu weit, an dieser Stelle all die Informationen in punkto Gewürze zu Zeiten Ägyptens auszubreiten. Lesenswert sind sie allemal, wie auch der weitere Verlauf der Gewürzgeschichte, zunächst im antiken Griechenland, wo man Schwertlilienzwiebeln als Viagra nutzte, dann im antiken Rom, wo der Handel mit Gewürzen unfassbare Ausmaße erreichte und ein Garant für Wohlstand des Imperiums war. Bei den Römern war Pfeffer das mit Abstand beste Gewürz, währenddessen bei den Barbaren Kreuzkümmel bevorzugt genutzt wurde.


Man liest von dem ausgestorbenen Gewürz der Römer mit Namen "Silphium" und von der begehrten Fischsauce "Garum". Der antike Schlemmer Apicius und sein Kochbuch "De re coquinariua" werden thematisiert und wenig später auch die byzantinischen Würzgepflogenheiten. Dann wird man über die Geschichte der Gewürze in der arabischen Welt aufgeklärt und es wird zunächst einmal hervorgehoben, dass der Islam, was das Essen anbelangt, keine lustfeindliche Region verkörpert. Damaskus war die Metropole, die von Gewürzen duftete. Man liest von den Gepflogenheiten am Hofe des Kalifen und bald wird klar, dass die Araber den Römern, was das gute Essen anbelangt, in nichts nachgestanden haben.

Das europäische Mittelalter kommen zur Sprache und hier auch die Gründe für den Aufstieg und Fall Venedigs. Man liest vom Stauferkaiser Friedrich II., der arabisch kochen ließ und wird anhand von Sonderkapiteln mit der Geschichte der Heilkraft von Pflanzen vertraut gemacht. Diese Geschichte beginnt im in Mesopotamien. Damals hatte man bereits gewusst, dass man Lungenentzündungen mit heißen Fenchelumschlägen behandeln kann. Die Ägypter wussten schon sehr gut über die Heilwirkung von Pflanzen Bescheid, wie dies im Buch näher erläutert wird. In der Folge erfährt man Näheres über das Heilwissen der Griechen, liest hier über Hippokrates, den berühmtesten Arzt der Antike, über Galen von Pergamon, der die Medizin revolutionierte, alsdann über das Geheimnis der Schwarzkümmels und anderer wichtiger Gewürze, die bei den Römern geschätzt wurden, über die zentrale Rolle, die Gewürze in der arabischen Medizin spielten und über den großen Heilkundigen Avicenna, der sich intensiv mit der Gesundheitswirkung von Pflanzen auseinander setzte. Das Heilwissen im Mittelalter wird natürlich auch thematisiert und hier wird freilich auch über die Königin der Klostermedizin gesprochen.

Im Wechsel mit all diesen historisch wissenswerten Gewürzinformationen hat man Gelegenheit sich in Schuhbecks Reisebericht zu vertiefen, der zunächst von seinen Eindrücken in Damaskus, der ersten durchgängig besiedelten Stadt der Welt erzählt. In dieser Stadt leben bereits seit 5000 Jahren Menschen und Schuhbeck hatte in der dortigen Altstadt das Gefühl in eine Märchenwelt vorgedrungen zu sein. Über seine Erfahrungen bei den Gewürzhändlern und in den dortigen Küchen berichtet der Spitzenkoch sehr spannend, aber auch über seinen Aufenthalt in Marrakesch, wo er in einer Gewürzapotheke Wissenswertes über die Heilkraft von Schwarzkümmel erfährt, der übrigens Kopfschmerzen vertreiben soll und auch von Safran, der alle Sorgen vertreibt.

Schuhbeck schreibt vom prallen Leben der Sugs, von seinen Erfahrungen in Küchen vor Ort und auch dem Safran, der in der nicht marokkanischen Küche Verwendung findet. Beirut hat Schuhbeck auch besucht. Hier ergründet er, ob die libanesische Küche, die beste der ganzen Welt sein soll und macht sich dann in Istanbul im Hinblick auf Gewürze noch schlauer. Er beschreibt den Duft Istanbuls und vertieft sich auch hier in die Kochtöpfe, um schließlich in Jerusalem zutiefst berührt zu sein von den Jahrtausende alten Olivenbäumen, unter denen einst Jesus von den Römern festgenommen wurde. Hier hebt er einen alten Olivenzweig auf, sich darüber bewusst seiend, dass es sich um ein jahrtausendealtes Symbol für den Frieden und die Versöhnung handelt, steckt es heimlich ein und lächelt.

Schuhbeck klärt anschließend über traditionelle Gewürzmischungen, wie Harissa, Tabil, Berbere, Baharat, Zatar ausführlich auf und auch über sein orientalisches Gewürz für klare Suppen, sein Syrisches Spinatgewürz, sein orientalisches Gemüse- und Suppengewürz, sein orientalisches Reisgewürz, sein orientalisches Fischgewürz, sein orientalisches Tatargewürz und sein orientalisches Hackfleischgewürz.

Dann erst wartet er mit Rezeptklassikern aus dem Orient auf, die er Schritt für Schritt sehr gut erläutert. Er zeigt, wie man Hummus, Baba Ganoush, Tabouleh, Falafel mit Zitronen-Dip, Salzzitronen, Briks mit Eierfüllung, Harira, Tatar mit Bulgur, Köfte, Gemüse-Couscous, Shish Kebab, Lamm -Tajine, Joghurtbällchen und Milchpudding mit Rosenwasser zubereitet, um dann in die kleine Aromaküche des Orients einzuführen. Hier lernt man u.a. Gewürzreis, Cousous und Bulgur richtig zu garen aber auch Gewürz-Joghurt-Dip perfekt zuzubereiten.

Im großen Rezeptteil lernt man sehr gut erklärte Rezepte für wundervoll gewürzte Vorspeisen und kleine Gerichte, Suppen und Eintöpfe, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Geflügel und Wild, Desserts, Gebäck und Konfekt des gewürzkundigen Meisterkochs kennen, der seine kulinarischen Reiseerfahrungen in die Rezepte eingebracht hat. Damit Sie eine Vorstellung haben, worum es hierbei geht, möchte ich einige Rezepte kurz nennen: "Gebackene Auberginenscheiben mit libanesischem Couscous-Salat und Harrisa-Dip", "Orientalisch gebeizter Rehrücken mit Selleriesalat und Brezenchips" können den Beginn eines delikaten Menüs verkörpern. Sehr delikat und ideal im Sommer ist die "Geeiste Gurken-Minze-Suppe mit Riesengarnelen" und in den kühleren Novembertagen die "Selleriesuppe mit Zimt-Apfel und Wallnüssen". Auch die "Knoblauch-Mandel-Suppe mit Orangenblütenwasser und Fladenbrot" ist ein Genusserlebnis erster Sahne und die "Orientalische Bouillabaisse mit Kaisergranat" ist so gut, dass man die Marseiller Fischsuppe tatsächlich für Momente vergisst.

Schuhbecks orientalisch angehauchte Fisch- und Meeresfrüchterezepte können nicht genug gelobt werden. Meine Favoriten dabei sind die "In Kümmel gebratene Lotte auf Tomaten- Safran-sauce mit Auberginengemüse", gefolgt von "Gebratenen Jakobsmuscheln auf orientalischem Blattspinat und Kichererbsen".

Bei den Fleischgerichten kommen nicht nur "Fleischpflanzerl-Liebhaber" auf ihre Kosten, sondern alle Fleischesser, die sich mit den Gewürzen des Orients anfreunden können, die den "Kalbstafelspitz" auf interessante Weise neu gestalten und aus dem "Schweinsbraten mit zweierlei Kümmel" ein Aha-Erlebnis werden lassen. Die "Rosa gebratene Lammkeule mit Pistazien und Aprikosen" ist ein Geheimtipp für Weihnachten, aber auch der "Rosa gebratene Rehrücken auf Zimt-Blaukraut mit Kartoffel-Quitten-Püree" ist ein optimales Festtagsgericht von atemberaubenden Aromen.

Wer gerne Geflügelspeisen mag, findet im Buch auch sehr gute Rezepte, die nicht nur die Fantasie beflügeln, sondern auch den Gaumen.

Schuhbecks Dessert, Gebäck- und Konfekt-Variationen finde ich sehr gelungen und hier speziell die"Gebackenen Mispeln mit Fruchtsalat und Apricosensauce", das "Geeiste vom Kaffee mit Arabischem Kaffeegewürz", die "Birne in knuspriger Hülle mit Granatapfelsabayon" und die "Gazellenhörnchen mit Mandelfüllung", die zu einer Tasse Mokka hervorragend munden.

Lobend erwähnen möchte ich zum Schluss die umfangreichen Informationen im Glossar und jene zu Personen und Werke.
Überaus empfehlenswert.

Bildernachweis: © Verlag Zabert Sandmann / Alexander Haselhoff


Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Buch bestellen.

Rezension: Schuhbeck - 4 Gewürzklassiker im Geschenkkarton

 Inhalt des Geschenkkartons:
  
 Italienisches Nudelgewürz, Dose 70g

 Schuhbeck Curry mild, Dose 80g

 Karibisches Scampi- und Fischgewürz,
 Dose 100g

 Arabisches Kaffeegewürz, Dose 70g  

Alfons Schuhbeck
 Dieses Geschenkset dürfte alle jene Hobbyköche begeistern, die auf hochwertige Gewürze Wert legen. In einem Interview, das ich vor einigen Monaten mit Herrn Schuhbeck  führte, sagte der Spitzenkoch im Hinblick auf  meine Frage zu Qualitätskriterien: „Wie alle Nahrungsmittel werden in Deutschland auch Gewürze überprüft, bevor sie in den Handel kommen. Das gilt selbstverständlich auch für meine Gewürze. Bei der Prüfung werden die Lebensmittel auf verschiedene Kriterien hin abgeklopft. Ein Kriterium ist die Qualität. Und da gibt es in der Tat gewisse Abstufungen, feine Unterschiede, die darüber entscheiden, welcher Qualitätsstufe ein Lebensmittel zugerechnet wird. Je nach Lebensmittel sind die Qualitätskriterien etwas unterschiedlich. Beispielsweise bedeutet Qualität bei Kaffee etwas anderes als bei Fleisch oder bei Mehl etwas anderes als bei Gemüse. Aber zurück zu den Gewürzen: Woran erkennt man beim Gewürzeinkauf gute Qualität? Da darf man ruhig seinen Augen und seiner Nase vertrauen: Eine satte, kräftige Farbe und ein deutliches, würziges, angenehmes Aroma sind immer ein Zeichen guter Qualität. Und Qualität ist für mich sehr wichtig – bei all meinen Produkten."

Dass es Qualität nicht umsonst gibt, dürfte jedem klar sein.

Das Set enthält 4 Gewürzklassiker:

1) Arabisches Kaffeegewürz. Es setzt sich aus Kardamom, Zimt, Nelken, Muskatnuss und Vanille zusammen und kann zum Aromatisieren von Kaffee, aber auch für Desserts und Obstsalat und dergleichen verwendet werden. Ich verwende es gerne bei Cappuccino, den dort sorgt es für einen orientalischen Kick.

2) Karibisches Scampi- u. Fischgewürz. Diese Gewürzmischung setzt sich aus Kurkuma, Paprika edelsüß, Senfmehl, Knoblauch, Kreuzkümmel, Kardamom, Chili und Zwiebeln zusammen.

Ich verwende es bei Muschelgerichten und bei Gerichten mit Scampi und Garnelen.

3) Schuhbeck Curry mild: Das Gewürz enthält Kurkuma, Koriander, Senfmehl, Paprika, Zwiebeln, Kümmel, Kardamom, Zimt, Muskatnuss, Chili, Knoblauch, Fenchel, Rosmarin, Rosmarin, Piment, Nelken, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Vanille.

Bei mildem Fischcurry ist es das ideale Gewürz, auch zum Würzen von Gemüsecurry ist es lecker, bei Fleisch würde ich eine schärfere Variante nehmen.

4)Italienisches Nudelgewürz. Es enthält Tomaten, Paprika edelsüß, Paprikaflocken, Knoblauch, Ingwer, Oregano, Kurkuma, schwarzer Pfeffer, Chili, Zimt Fenchel und Koriander.

Dass es zu es zu Pasta und in Tomatensuppen passt,  muss ich nicht näher erläutern, oder?

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Button, dann gelangen Sie zu Amazon und können das Geschenkset bestellen.