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Niederkirchener Winzerverein e.G., heute die Weinmacher GmbH, Niederkirchen bei Deidesheim/ Pfalz 5 Weissweine und 1 Secco

Seit mehr als 100 Jahren fühlen sich die Weinmacher der Niederkirchener Winzergenossenschaft verpflichtet, Weinbau auf höchstem Niveau zu betreiben. Entsprechend dieser Tradition und im Zusammenspiel mit modernster Kellertechnik werden mit jedem neuen Jahrgang erneut ganz außerordentliche Weine erzeugt, die weit über die Pfalz hinaus größte Beachtung erfahren. 

Heute sind es über 500 Winzerinnen und Winzer, die auf einer Rebfläche von fast 1000 Hektar, allerbestes Rebgut kultivieren, das dann zu herausragenden Weinen verarbeitet wird. Sie alle haben sich im Genossenschaftsverbund "Deutsches Weintor eG" zusammengeschlossen. Begonnen hat alles mit 38 Winzern, die im Jahr 1901 den Winzerverein gegründet haben, um so gemeinsam den wirtschaftlichen Problemen des damaligen Weinbaus zu trotzen. 1968 kam es zu dem wegweisenden Zusammenschluss vom Winzerverein Niederkirchen und der Ortsgenossenschaft Kathrinenbild mit Sitz in Deidesheim unter dem Namen Niederkirchener Winzer-Verein e G. 

Dieser Genossenschaftsverbund firmiert schließlich seit 2012 unter dem Namen Weinmacher GmbH, nicht dabei ihre lange Tradition und den Anspruch für beste Weine zu vergessen. Noch immer liegt der Anspruch aller Mitglieder darin, auf der Basis des jahrhundertalten Wissens und der Leidenschaft absolute Qualitätsweine zu erzeugen. Hier liegt auch der Grund, dass die Weine von der Weinmacher GmbH mit zum Besten zählt, was in der Pfalz an Weinen erzeugt wird.

Natürlich ist es neben der Liebe zum Wein das ausgesprochen ideale Terroir, das es ermöglicht, Spitzenweine zu erzeugen. Die Weinberge hier im Bereich Mittelhardt sind für ihre Qualitätsweine weltberühmt, auch wegen der 2000 Sonnenstunden, die hier jährlich die Rebflächen begünstigen. Hinzu kommt die bemerkenswerte Bodenbeschaffenheit aus Sand, Lehm, Buntsandstein und Kies. Ein solches Terroir verleiht den Gewächsen ihren ganz besonderen Charakter. Hier gedeihen ganz besondere Rieslinge, vielfach prämiert und weltweit geschätzt. Aber auch Kerner, Rivaner, Gewürztraminer, Grauer und Weißer Burgunder, Sauvignon Blanc und Chardonnay ergänzen die Palette der Weissweine. Bei den Rotweinen sind es besonders die Rebsorten Dornfelder, Spätburgunder, Cabernet Sauvignon, Regent und St Laurent, die in den Weinbergen der Weinmacher GmbH besonders gut gedeihen. Hinzu kommen noch Weißherbst und Rosé und ergänzt wird die Angebotspalette durch besondere Sekte und Secco. Die Weine der Weinmacher GmbH zeichnen sich nicht nur durch eine Spitzen-Qualität aus, sie besitzen auch ein bemerkenswertes Preis-Leistungsverhältnis.

Nach der theoretischen Vorstellung der Weinmacher Gmbh ist es jetzt an der Zeit, die 5 Weissweine und den Secco direkt vorzustellen: 


2019 Sauvignon Blanc trocken 

Beginnen wollen wir unsere kleine Verkostungsreise durch die Keller von der Weinmacher GmbH mit diesem 2019er Sauvignon Blanc, der trocken ausgebaut wurde. Sauvignon Blanc ist eine weltweit verbreitete Rebsorte und gilt als die zweitwichtigste Rebe hinter Chardonnay. Ursprünglich in Frankreich beheimatet, hat sie einen Siegeszug um die ganze Welt gestartet, mit einem beachtlichen Erfolg. Berühmte Sauvignon Blanc- Weine sind heute in Neuseeland, Südafrika, Chile und den USA zu finden, natürlich auch immer noch in Frankreich, z.B. an der Loire. Aber auch in Deutschland und hier besonders in der Pfalz gibt es sehr beachtliche Weine dieser Rebe, etwa so wie der hier verkostete 2019er Sauvignon Blanc trocken. Sauvignon Blanc ist eine natürliche Kreuzung von Traminer und Chenin Blanc.

Im Glas zeigt sich der Basis-Wein in einer strohgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Die Nase darf intensive Duftnoten nach Stachelbeeren und grünem Paprika wahrnehmen. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Anklänge geschmacklich bestens bestätigt. Es ist diese bestens integrierte Säure, die die Fruchtaromen optimal trägt. Der Weisswein besitzt einen Hauch von Exotik, eine fruchtig-grüne Note, die geschmackliche Präsenz von Stachelbeeren und grünem Paprika, dabei auch die nötige Frische, die einen solchen Wein besonders auszeichnet. Top!

Der 2019er Sauvignon trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2018 "Unerhört" Weissburgunder trocken

Weiter geht es mit diesem 2018er Weissburgunder, trocken ausgebaut. Er gehört zu der Sonder-Edition "Unerhört", mit denen die Winzer von der Weinmacher GmbH auf ganz besondere Spitzenweine aus ihren Kellern aufmerksam machen wollen, die alle eine Besonderheit verkörpern. So auch dieser 2018er Weissburgunder trocken. Die Rebsorte Weissburgunder, franz. Pinot Blanc, erfreut sich gerade hierzulande immer größerer Beliebtheit. Ursprünglich eine Mutation aus dem roten Pinot Noir hat sie ihren Ursprung wie alle Pinotsorten im Gebiet zwischen Genfer See und dem Rhone-Tal. Mittlerweile jedoch liegt der Hauptanbau in deutschen Weinanbau-Gebieten und hier sind Baden, die Pfalz und Rheinhessen führend. Weissburgunder ist ein hervorragender Essensbegleiter und so zu vielen hellen Fleischspeisen und zu Fisch und Meeresfrüchten zu genießen. So auch der besonders qualitativ hochwertige 2018er Weissburgunder trocken aus der Sonder-Edition "Unerhört!.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem erkennbaren Strohgelb. Die olfaktorische Prüfung ergibt ein Geruch nach exotischen Früchten und einen Hauch von Rosenduft, den man eher bei einem Gewürztraminer vermutet. Im Mund und am Gaumen werden die Anklänge überzeugend geschmacklich bestätigt. Zur richtigen Balance und seinem eindeutigen Charakter trägt die kraftvolle Säure bei, die dem Weissburgunder zusätzliche Substanz und Überzeugung verleiht. Dieser exotische, elegante Wein punktet mit seiner geschmacklichen Besonderheit, überzeugt aber auch dadurch mit Individualität, einer besonderen Kraft und einem prägenden Geschmack. Chapeau!

Der 2018er Weissburgunder trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 



2019 Chardonnay trocken Edition Charactere

Verkostet wird nun dieser 2019er Chardonnay trocken aus der gehobenen Edition Charactere. Die Weine dieser Edition zeichnen sich durch ein besonders hohes Niveau aus, sortentypisch und ausdrucksstark. Die vollreifen, goldgelben Trauben wurden zum optimalen Zeitpunkt geerntet, um schließlich daraus glasklare, fruchtige Weine zu vinifizieren. Nur so haben sie die Möglichkeit in der Edition Charactere gelistet zu werden. Dass die Charaktere-Weine nur in den besten Weinbergslagen der Weinmacher GmbH gewachsen sind und ständig von einem Expertenteam betreut werden, von der Rebe bis in die Flasche, zeigt, welches qualitative Niveau diese Weine besitzen. Die Rebsorte Chardonnay gehört weltweit zu den populärsten Weinsorten und zu den besten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass auch die Winzer von der Weinmacher GmbH sich ganz besonders dieser Rebe angenommen  und diesen exzellenten 2019er Chardonnay trocken kreiert haben.

Die Farbe im Glas ist ein leuchtendes Strohgelb mit brillanten Reflexen. Die olfaktorische Wahrnehmung erinnern an Anklänge nach Haselnuss, Quitte und gelbe Früchte. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich wunderbar bestätigt. Die bestens integrierte Säure ergänzt den Geschmack perfekt. Der 2019er Chardonnay trocken punktet mit viel Substanz, ist cremig-nussig, ist weich und doch temperamentvoll und überzeugt mit einer internationalen Geschmackskomponente. Nachhaltig und frisch im Finish, verkörpert der Charactere-Chardonnay große Sinnesfreude und einen überzeugenden Geschmack, der sehr animierend ist. Exzellent!

Der 2019er Chardonnay trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis10 Grad Celsius genossen werden.

2019 Spätburgunder Blanc de Noir trocken Edition Charactere

Mit diesem 2019er Spätburgunder Blanc de Noir, der trocken ausgebaut wurde, folgt ein weiterer Wein der herausragenden Edition Charaktere. Auch hier wurde nur erstklassisches, hochreifes, gesundes und selektiertes Traubengut zu diesem Wein genommen. Basis sind die ganz besonderen Spätburgunder-Trauben, die als Blanc de Noir, also weiß gekeltert, vinifiziert wurden. Dabei wurde schon bei der Traubenannahme dem Spätburgunder der weiße Saft entzogen, ganz schonend ohne zu pressen und zu pumpen. Danach ist der Blanc de Noir wie ein Weisswein verarbeitet worden, im gekühlten Edelstahltank und besonders schonend. Blanc de Noir erfreut sich hierzulande ähnlich wie Rosé immer größerer Beliebtheit, ganz besonders durch die intensivere Substanz der Rotwein-Trauben, gepaart mit der Frische des Weisswein-Ausbaus. Die Sorgfalt des Charactere-Kriteriums macht diesen 2019er Spätburgunder Blanc de Noir trocken perfekt.

Farblich überzeugt der Wein im Glas mit seinem hellen Bernstein. Die Nase nimmt eindeutige Anklänge nach Erdbeere und Blutorange wahr. Diese fruchtigen Anklänge werden auch geschmacklich wohlwollend bestätigt. Dabei ist es die richtige Säure, die die geschmackliche Fülle des Blanc de Noir bestens trägt und dem Weisswein den überzeugenden Geschmack, seine Fülle und seine Präsenz und seinen Charakter verleiht. Und natürlich ist der Wein frisch, gehaltvoll und sehr animierend, also eine Freude und Erbauung besonders an warmen Tagen. A la bonne heure!

Der Spätburgunder Blanc de Noir trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.



2018 Deidesheimer Hofstück Riesling Kabinett trocken

Abschließen wollen wir  die  kleine Verkostung von Weißweinen mit diesem 2018er Prädikats-Riesling aus der Lage Deidesheimer Hofstück, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Die Lage Deidesheimer Hofstück ist eine Großlage im Bereich der Mittelhardt. Sie liegt in der Höhe zwischen 104 und 190 Meter über dem Meeresspiegel und ist zu 20% hängig und zu 80% flach. Die Bodenbeschaffenheit besteht größtenteils aus Lehm, Sand und Kies. Hier gibt es deutschlandweit mit die meisten Sonnenstunden und die Lage ist durch den Pfälzer Wald nach Norden geschützt. Die Rebsorte Riesling gedeiht hier ganz besonders gut, hier entstehen Riesling-Weine die weltberühmt sind und von allen Riesling-Freunden in der Welt ganz besonders geschätzt werden. Dies gilt auch für den hier verkosteten Riesling Kabinett.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem hellen Gelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase wird beglückt von angenehmen Aromen nach Pfirsich, Birne und Zitrus. Geschmacklich werden diese Anklänge eindeutig bestätigt und ergänzt durch eine mineralische Säure und die natürliche Restsüße des erstklassischen Traubenmaterials. So ist der Prädikats-Riesling harmonisch ausbalanciert, ist frisch und mit einem langen Nachhall versehen. Großartig!

Der 2018er Riesling Kabinett hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

Secco Weiss trocken Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure.

Zum endgültigen Schluss kommt es nun noch zur Verkostung dieses trockenen Secco, einem Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure. Secco ist mittlerweile äußerst beliebt hierzulande, lässt sich doch auf Partys oder beim abendlichen Treff mit Freunden oder auch beim Besuch der besten Freundin durchaus schon mal ein zweites Glas verkosten. Grund ist nicht nur der mittlerweile besonders gute Geschmack eines Secco, es ist der verminderte Alkohol-Gehalt und die besondere Frische, die den Secco so beliebt gemacht haben. Dies gilt auch für diesen besonderen Weintor-Secco.

Dabei handelt es sich um eine Cuvée, die vor allem durch die feine Note des Rieslings geprägt ist. Die Frische des Secco resultiert auch besonders durch den trockenen Ausbau und seine Spritzigkeit erhielt er durch den dosierten Einsatz von zugesetzter Kohlensäure. Aber nicht nur zur Geselligkeit eignet sich dieser Secco ganz besonders, auch als Begleiter zu leichten Gerichten, Antipasti, hellem Fleisch und Fisch und sogar zu Kuchen und Torten passt er bestens. Superb!

Der Secco weiss trocken hat 10% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden.

Nachdem wir jetzt die Weissweine und den Secco mit viel Freude und Respekt verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Weine besitzen neben dem großartigen Niveau diese besondere Qualität, die die Weissweine und die Weine insgesamt von der Weinmacher Gmbh auszeichnen. Hier finden die wichtigen Voraussetzungen für Top_Weine zusammen, Winzer, die mit viel Wissen und großem Engagement sich für allerbeste Qualität einsetzen, das großartige Terroir, ohne dass eine solche Qualität einfach nicht möglich ist und der Einsatz modernster Keller-Gerätschaft, die zur besonders schonenden Vinifizierung unbedingt notwendig ist. Uns haben die Weine und auch der Secco bestens gefallen, hat uns doch alles besonders gut geschmeckt. Und das Geschmacks-´und Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls eine Klasse für sich.

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 

Fotos: Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: https://www.die-weinmacher.de/

Winzervereinigung Freyburg-Unstrut e.G. 6 Weissweine https://www.winzervereinigung-freyburg.de/




Dass mittlerweile ganz hervorragende Weine aus der Wein-Region Saale-Unstrut kommen, hat zum Einen mit den ganz besonderen Lagen in dem Wein-Gebiet zu tun, zum Anderen mit der Tatsache, dass neben dem traditionellen Weinwissen der dortigen Winzer auch modernstes Gerät bei der Kellerwirtschaft zum Einsatz kommt. Schon lange sind die Weingüter und Genossenschaften an den Flüssen Saale, Unstrut und Ilm kein Geheimtipp mehr, bilden sie doch heute ein weiteres Glanzstück im Bereich des deutschen Weinbaus. Dazu trägt auch in gewisser Weise der Klimawandel in Europa bei, der auch in nördlicheren Gebieten Deutschlands mancherorts ein spezielles Kleinklima entstehen lässt, das sich bestens zur Reifung von Trauben eignet, so auch in den Weinbergs-Lagen der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut.

Die Winzervereinigung die 1934 von insgesamt 27 Weinbauern gegründet wurde, entwickelte sich in den letzten beiden Jahrzehnten zum größten Weinerzeuger der neuen Bundesländer und bewirtschaftet heute etwa 400 Hektar Rebfläche. 400 Winzer gehören heute der Vereinigung an, wobei auf Grund der unterschiedlichen Lagen eine große Sortenvielfalt zustande kommt. Über 20 Rebsorten stehen zur Wahl, wie etwa Müller-Thurgau, Weissburgunder, Silvaner, Riesling, Bacchus, Gutedel, Grauburgunder, Kerner, Traminer, Hölder und Sauvignon Blanc bei den Weissweinen und Spätburgunder, Zweigelt, Portugieser, Dornfelder und André bei den Roten.

Die Qualitäten beginnen bei den Basisweinen, führen über den Bereich Schloss Neuenburg zu den Lagenweinen und werden in der Spitze von der Kellermeisteredition gekrönt. Zudem gibt es preisgekrönte Winzersekte, hergestellt nach der Methode der klassischen Flaschengärung und dass diese in Zusammenarbeit mit einem der führenden, individuellen Sekthersteller in Deutschland, Norbert Bardong aus Geisenheim im Rheingau realisiert werden, ist per se ein bemerkenswertes Qualitätsmerkmal. 

Brände und Liköre, aber auch besondere Glühweine runden das Angebot der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut optimal ab. Die Weinberge der Winzervereinigung sind unterschiedlich angesiedelt, sie reichen von der Stadt Freyberg mit den Lagen an der Unstrut, wie etwa dem Freyburger Mühlberg und dem Freyburger Edelacker, dem Weischützer Nüssenberg, Dorndorfer Rappental und der Burgscheidunger Veitsgrube, über die Karsdorfer Hohe Gräte bis zur Steigraer Hahnenberge. An der Saale gibt es ebenfalls ganz besondere Lagen, etwa das Naumburger Sonneneck, Naumburger Steinmeister und den Burgwerberner Herzogsberg. 

Weitere Weinberge der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut sind nördlich bei Höhnstadt zu finden, etwa Höhnstedter Steineck, Höhnstedter Kelterberg, Höhnstedter Steiger und die Seeburger Himmelshöhe. Da die vielfältigen Lagen jeweils ihr ganz eigenes Terroir besitzen, zeigen auch die Weine ihren ganz eigenen Charakter je nachdem in welchem Weinberg sie kultiviert worden sind. Wie bereits bei den großartigen Winzersekten erwähnt, so sind auch die Weine der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut vielfach prämiert worden, etwa bei der Gebietsweinprämierung oder der Selection Prämierung. Zudem sollte noch, bevor die interessante Verkostung der 6 Weine der Vereinigung beginnt, unbedingt auf das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis hingewiesen werden.



2018 Seeburger Himmelshöhe Weissburgunder Spätlese trocken 

Beginnen wollen wir unsere interessante Verkostung der Weine von der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut e.V. mit dieser 2018er Weissburgunder Spätlese trocken aus der Lage "Seeburger Himmelshöhe", einer Einzellage in der Nähe des Süßen Sees im Norden des Anbaugebietes. Dieser Lagenwein ist in den besten Weinbergen der Winzervereinigung gewachsen, deren Terroir sich vorzüglich für trockene und hochqualitative Weine eignet, eben wie die hier verkostete 2018er Weissburgunder Spätlese trocken. Diese Rebsorte Weissburgunder gehört zu den edlen Weinen der Burgunder-Familie. Französisch, Pinot Blanc ist Weissburgunder eine Mutation aus Pinot Noir, zu Deutsch Spätburgunder. Bereits seit 2000 Jahren gibt es diese Traubenart, die sehr elegante Weine hervorbringt. Als Ursprung aller Pinot-Sorten wird das Gebiet zwischen Genfer See und dem Rhone-Tal vermutet. 

Heutzutage erfreut sich der Weissburgunder hierzulande immer größerer Beliebtheit, wird doch nirgend wo mehr in den weltweiten Weinanbau-Gebieten diese Rebsorte kultiviert wie in Deutschland. Und ihre Beliebtheit nimmt stetig zu, ist der Weissburgunder doch ein "Allrounder", da er sich zu vielen Gelegenheiten bestens eignet, so wie die hier verkostete 2018er Weissburgunder Spätlese trocken, ob in fröhlicher Runde mit Freunden oder als idealer Essensbegleiter zu hellem Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten. Nicht umsonst wurde er bei der Gebietsweinprämierung mit Silber ausgezeichnet.

Im Glas präsentiert sich die 2018er Weissburgunder Spätlese trocken in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die niemals ein Wein verkostet werden sollte, ist es sinnvoll, den Wein zunächst mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Dann zeigen sich Duftaromen in der Nase, die an Apfel, Birne und eine leichte nussige Note erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese fruchtigen Anklänge bestens geschmacklich bestätigt. Getragen wird das Frucht-Potpourri von einer wunderbar integrierten Säure, die so einen herrlichen Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt. 

Die 2018er Weissburgunder Spätlese trocken ist intensiv im Geschmack, besitzt einen eigenen, unverkennbaren Charakter, ist bestens ausbalanciert und sein beeindruckender Geschmack zieht sich sehr animierend bis in den langanhaltenden Nachhall hinein. Dabei beeindruckt besonders die angenehme Frische, die ein solcher bemerkenswerter Weissburgunder einfach haben muss. Deshalb ist auch nicht verwunderlich, dass man sich gerade bei sommerlichen Temperaturen auf ein weiteres Glas besonders freut. Großartig!

Die 2018er Weissburgunder Spätlese trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


2019 Weimarer Poetenweg Grauburgunder Spätlese trocken

Es folgt nun ein ganz besonderer Prädikatswein mit dieser Grauburgunder Spätlese, ebenfalls trocken ausgebaut. Die Trauben stammen aus der Lage Dorndorfer Rappental, die etwa 10 Kilometer die Unstrut flussaufwärts von Freyburg in dem kleinen Ort Dorndorf zu finden ist. Die Hanglage die einerseits von der Unstrut begrenzt und oben von einem Höhenzug geschützt wird, hat eine Neigung von 55 Grad und ist damit perfekt für die Sonneneinstrahlung. Die Bodenbeschaffenheit besteht aus Muschelkalk und das besondere Kleinklima beschert der Lage genügend Sonnenstunden, damit hochreifes, gesundes Traubengut kultiviert werden kann, das sich zu einem solchen spitzenmäßigen Prädikats-Grauburgunder vinifizieren lässt.

Der Grauburgunder gehört zur Familie der Burgunderweine. Er erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit und heute sind bereits 5% der gesamten Rebfläche mit dieser Rebsorte bestockt. Pinot Gris, Pinot Grigio oder auch Ruländer, unter diesen Namen ist der Grauburgunder ebenfalls bekannt, ob in Frankreich, Italien oder in Baden. Sein Anbau ist global, auch in den bekannten Übersee-Anbaugebieten etwa in Australien und Neuseeland. Die hier verkostete Grauburgunder Spätlese wurde aus bestens qualifiziertem Rebgut vinifiziert und dabei im Barrique-Fass ausgebaut. Da ist es nur nachvollziehbar, dass der Grauburgunder zu den Spitzenweinen der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut zählt und in der Edition der Lagenweine gelistet ist.

Im Glas bietet sich die Spätlese farblich in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen an. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die richtige Belüftung des Weins, denn erst dann wird er sein ganzes Potential preisgeben. Danach wird die Nase mit Duftaromen nach Pfirsichen, Birnen und einem Hauch von Honig beglückt. Im Mund und am Gaumen findet die geschmackliche Bestätigung der Frucht-Nuancen statt. Die gut eingebundene Säure lässt der Fruchtsüße der Spätlese genügend Raum, ohne sie zu dominant werden zu lassen. Und so punktet der Wein mit einer wunderbaren Balance. 

Die 2019er Grauburgunder Spätlese trocken ist dicht, intensiv im Geschmack und dabei doch frisch und sehr animierend. Hier ist den Winzern und dem Kellermeister der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut ein ganz hervorragender Grauburgunder gelungen, der nicht nur solo getrunken absolut überzeugt, auch als Essensbegleiter zu feinen Speisen vom Kalb oder auch von mediterranen Fischen macht er eine erstklassige Figur. Chapeau!

Die 2019er Weimarer Poetenweg Grauburgunder trocken hat kraftvolle 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2018 Freyburger Schlifterberg Riesling Spätlese trocken Kellermeister Edition 

Alsdann wird als ein besonderes Highlight,  diese 2018er Riesling Spätlese verkostet, die ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Der Wein stammt aus der Spitzenlage Freyburger Schlifterberg, die bekannt ist für seine hervorragenden Prädikatsweine. Auf Grund seiner Ausnahme-Qualität ist die Riesling Spätlese trocken in der besonderen Kellermeister-Edition gelistet, wo nur die allerbesten Weine der Winzervereinigung Freyburg-.Unstrut ihren Platz finden. Neben dem herausragenden Terroir im Freyburger Schlifterberg ist es Tatsache, dass nur erstklassiges, gesundes und hochreifes Riesling-Traubengut vinifiziert worden ist und so diese Spitzen-Qualität erreicht wurde, die die 2018er Riesling Spätlese trocken so besonders macht. Die Bezeichnung Kellermeister-Edition besagt eindeutig, dass hier  die Kellermeister der Winzervereinigung ihr ganzes Wissen und Können aufgeboten haben, um das allerbeste Traubengut zu einem Spitzenwein werden zu lassen. Durch eine längere Lagerung, unter anderem auch in Holzfässern, hat sich das vorhandene Aroma noch besser heraus gebildet.

Farblich präsentiert sich die Riesling Spätlese trocken in einem sehr feinen Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Und nur zur kurzen Wiederholung, bitte auf genügend Sauerstoff achten. Danach zeigen sich Anklänge in der Nase, die an ein besonders intensives Bukett von reifen Pfirsichen und Aprikosen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die fruchtigen Nuancen geschmacklich bestätigt. Dabei präsentiert sich die 2018er Riesling Spätlese trocken durchaus filigran, angenehm fruchtig und mit einer bemerkenswerten Fülle. 

Die richtige Balance gibt dem Riesling die geeignete Säure, die den Geschmack optimal abrundet. Bei einem langen Abgang wird noch einmal deutlich, wie angenehm präsent und frisch die Spätlese ist. Wer einen guten Riesling trinken möchte, der gehaltvoll und überzeugend ist, ist mit dieser 2018er Riesling Spätlese trocken mehr als zufrieden, denn hier wird ein Riesling der Extra-Klasse verkostet, der nicht nur besonders gut schmeckt, sondern auch zeigt, welche Spitzen-Weine in der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut kreiert werden. Top!

Die 2018er Freyburger Schlifterweg Riesling Spätlese trocken hat 11,5 vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 



2018 Müller-Thurgau trocken 

Weiter geht es mit diesem 2018er Müller-Thurgau, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Müller-Thurgau ist heute weltweit die erfolgreichste Weisswein-Neuzüchtung, nachdem im Jahr 1882 in der Forschungsanstalt Geisenheim/Rheingau der Schweizer Hermann Müller aus Thurgau diese Rebsorte neu gezüchtet hatte. Ursprünglich wurde angenommen, dass es sich dabei um eine Kreuzung von Riesling mit Silvaner gehandelt hat, doch dies wurde in neuerer Zeit durch gentechnische Untersuchungen widerlegt und es hat sich herausgestellt, dass die ziemlich unbekannte französische Rebsorte Madelaine Royale der Kreuzungspartner mit Riesling tatsächlich war. Wie man sieht hat dies der Beliebtheit von Müller-Thurgau keineswegs geschadet, die Rebsorte ist heutzutage beliebter denn je. In der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut zählt der hier verkostete 2018er Müller-Thurgau trocken zu den beliebtesten Basisweinen. 

Farblich zeigt sich der Wein in einem frischen Hellgelb mit brillanten Reflexen. Auch hier gilt es, dem Müller-Thurgau zunächst eine Beatmung mit Sauerstoff zu gestatten, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Feine Anklänge an Äpfel, Aprikosen und Walnüsse sind gepaart mit einer leichten Muskatnote und alles wird von der Nase sehr wohlwollend wahrgenommen. Mund und Gaumen bestätigen die Fruchtaromen geschmacklich ebenso, und die tragende Säure ergänzt das Geschmacksbild prächtig, sodass ein sehr angenehmer Frucht-Säure-Bogen zustande kommt. Der Wein ist sehr präsent, fruchtig-frisch und ist mit einem langen Abgang versehen. Hier zeigt sich noch einmal wie gelungen der 2018er Müller-Thurgau trocken ist, kann er doch zusätzlich mit einer herrlichen Frische aufwarten, die den Wein zur idealen täglichen Erfrischung und Erbauung macht. Wunderbar!

Der 2018er Müller-Thurgau trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2019 Silvaner trocken 

Ein weiteres Highlight aus dem Bereich der frischen, trockenen Weine wird mit diesem 2019er Silvaner trocken verkostet. Die erstklassigen Trauben hierzu sind in den Top- Lagen der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut gewachsen. Silvaner ist eine autochthone Rebsorte, die ihren Ursprung in Österreich hatte. Mittlerweile hat sie ihre größte Verbreitung in Deutschland. Dabei ist Silvaner in den Anbau-Gebieten von Rheinland-Pfalz am häufigsten zu finden, während sie im Gebiet von Saale-Unstrut nicht einmal 1% des deutschen Gesamtausbaus erreicht. Dies könnte sich zukünftig jedoch ändern, zumal wenn solche Top-Weine erzeugt werden, wie der hier verkostete 2019er Silvaner trocken.

Farblich präsentiert sich der Wein in einem feinen Hellgelb mit brillanten Reflexen. Bitte auch hier die Beatmung des Weins nicht vergessen, er revanchiert sich dann bestens mit seiner ganzen Duft- und Geschmacks-Fülle. Die Nase wird von einem angenehmen Holunder-Bukett beglückt. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnoten durch eine bestens integrierte Säure getragen, sodass ein äußerst interessantes Frucht-Säure-Spiel entsteht, das durchaus einen individuellen Charakter aufweist. 

Der Wein ist dicht, fruchtbetont und würzig und besitzt ein entsprechendes Finish, das all die geschmacklichen Besonderheiten noch einmal eindeutig hervorhebt, so auch seine Frische und Klarheit und seine individuelle Präsenz. Kurz und gut, der 2019er Silvaner trocken schmeckt einfach hervorragend. Ob pur getrunken oder als Begleiter raffinierter Speisen, der Basiswein aus der Winzervereinigung ist immer die richtige Wahl. Á la bonne heure!

Die 2019er Silvaner trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2019 Kerner trocken

Mit diesem 2019er Kerner trocken beenden wir unsere kleine Verkostungsreise durch das Weisswein-Sortiment der Winzervereinigung Freyburg –Unstrut fort. Die Rebsorte Kerner ist eine rieslingähnliche Neuzüchtung aus der Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg in Baden-Württemberg aus dem Jahr 1929. Dabei handelt es sich um die Kreuzung von rotem Trollinger und weißem Riesling. Weltweit wird Kerner mit Abstand am häufigsten hierzulande angebaut, wobei auch hier die Anbau-Gebiete in Rheinland-Pfalz führend sind, während im Saale-Unstrut-Gebiet kaum 50 Hektar mit dieser Rebe bestockt sind. Bedauerlicherweise ist der Anbau von Kerner in den letzten Jahren merklich zurückgegangen, umso erfreulicher also, dass die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut diese Rebsorte weiterhin kultiviert, um allerbeste Weine daraus zu erzeugen.

Im Glas überzeugt der 2019er Kerner trocken bereits farblich mit diesem intensiven, hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Haben bereits die vorgenannten Weissweine genügend Sauerstoff zur kompletten Entfaltung benötigt, so gilt dies für diesen Kerner ebenso. Olfaktorisch werden danach Anklänge registriert, die an Aprikose, Birne und Johannisbeere erinnern. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Aromen sehr eindeutig und eine nicht zu intensive Säure lässt die Fruchtnuancen doch sehr angenehm und rund wahrnehmen. Dabei ist der 2019er Kerner trocken durchaus individuell, nicht zu kompliziert und geschmacklich sehr animierend. Hier lässt sich gewiss das eine oder andere Glas trinken, zumal der Kerner eher mit moderatem Alkohol aufwartet. Es ist die Frucht, die Balance und der lange Nachhall, der frisch und präsent ist, der die Freunde eines guten, niveauvollen Kerner überzeugt. Klasse!

Der 2019er Kerner trocken hat moderate 11,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius getrunken werden.

Nachdem wir jetzt mit einer gewissen Neugierde und einer bestimmten Vorfreude die 6 Weine der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut probiert haben, hier nun unser Fazit: 

Alle Weine, ob Weissburgunder, Müller-Thurgau, Grauburgunder, Silvaner, Kerner oder Riesling Spätlese, sie alle sind von hohem Niveau und bester Qualität. Dabei zeigt sich schon bei den Basisweinen, wie klar, sortentypisch und geschmackvoll die Weine kreiert worden sind, überzeugen sie doch mit ihrem eigenen Charakter und ihrer eigenen Individualität. Die Lagen-Weine verkörpern deutlich ihr besonderes Terroir, wobei auch die spezielle Reife und Qualität der Trauben sich in den Weinen bemerkbar macht. Nur so können große Weine entstehen, zumal auch der Kellermeister sein ausgesuchtes Können und sein fundiertes Wissen den Weinen mit auf den Weg gegeben hat. 

Dass der Wein im Weinberg entsteht, wird dabei ganz deutlich, wurde doch bei der Vinifizierung nur so wenig eingegriffen wie möglich und so viel wie nötig. So durften wir ganz exzellente Weine probieren, die nicht nur besonders gut geschmeckt haben. Deshalb empfehlen wir, gerade die Weine von der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut einmal in Ruhe zu verkosten, um festzustellen, dass auch in den neuen Bundesländern mit ihrem speziellen Terroir ganz großartige Weine erzeugt werden, die dann auch noch mit einem bemerkenswerten Preis-Leistungs-Verhältnis aufwarten. 

 Also: Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König ·

Fotos: Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken:  https://www.winzervereinigung-freyburg.de/

Vier Jahreszeiten Winzer e. G. Bad Dürkheim 1 Blanc de Noir und 5 Rosé


Die Winzergenossenschaft "Vier Jahreszeiten Winzer e.G." kann auf eine lange Tradition zurückblicken, denn seit über 120 Jahre existiert sie bereits. Schon kurz nach der Gründung traten noch im Jahr 1900 weitere Winzer der Genossenschaft bei, sodass Ende des Gründungsjahres insgesamt 75 Winzerfamilien die Basis der Genossenschaft bildeten. Dank einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung nahm die Zahl der Mitglieder zu. Parallel dazu kam es zur Gründung einer zweiten Erzeugergemeinschaft in Bad Dürkheim, dem Winzerverein Kloster Limburg. 1970 kam es zur Fusion dieser beiden Genossenschaft unter dem Namen "Vier Jahreszeiten Kloster Limburg", worauf 1992 die endgültige Namensgebung mit der Umbenennung "Vier Jahreszeiten Winzer e G" folgte. Schließlich schlossen sich mit Freinsheim, Friedelsheim und dem Weingut Gies weitere Mitglieder den "Vier Jahreszeiten Winzer" an, immer vom Bewußtsein getragen, die Qualität der Weine kontinuierlich zu optimieren.

Die ausgesuchten Weinbergslagen der Genossenschaft sind in Bad Dürkheim und den Nachbarschafts-Gemeinden zu finden. Der Pfälzer Wald im Rücken sorgt dabei für den Schutz vor widrigen Wettereinflüssen, da die Lagen zum Rhein hin ausgerichtet sind. So entsteht wettermäßig ein optimales Terroir für großartige Weine, das durch die Bodenbeschaffenheit aus Sand, Lehm Ton und Mergel bestens ergänzt wird. Hier gedeihen sowohl Riesling, alle Burgundersorten, aber auch internationale Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, aber auch Cabernet Sauvignon und Merlot bestens. Der Erfolg basiert aber nicht alleine auf den Spitzenlagen der "Vier Jahreszeiten Winzer", ebenfalls trägt die Philosophie der Genossenschaft mit dazu bei, konsequent alles zu unternehmen im Sinne der besten Qualität der Weine. Dies bezieht sich auf den sorgfältigsten Rebschnitt, die fachgerechte Pflege der Reben, die strikte Beschränkung der Menge und die strenge Selektion bei der Lese, nicht zu vergessen die zeitnahe Verarbeitung der Trauben im Keller, wo diese sehr schonend und mit größter Sorgfalt von dem Kellermeister mit viel Erfahrung und Wissen vinifiziert werden. So entstehen Weine von unverwechselbarem, individuellem Charakter und grandioser Qualität.

Passend zur heißen Jahreszeit gilt es nun den Blanc de Noir und die folgenden 5 Rosé zu verkosten, mit viel Respekt und der nötigen Vorfreude.



2019 Spätburgunder Blanc de Noir Trocken 

Beginnen wollen wir unsere Sommer-Verkostung mit diesem 2019er Blanc de Noir von der Spätburgunder-Rebe. Der Wein wurde trocken ausgebaut. Die französische Bezeichnung der Weinbereitung steht für einen Rotwein der wie ein Weißwein vinifiziert wird und ist nicht zu verwechseln mit einem Rotwein der als Rosé ausgebaut worden ist, obwohl die Art der Vinifizierung ziemlich ähnlich ist, denn beide Weinarten sind weiß gekeltert worden. Primär liegt der Unterschied in der Farbe des Weins, denn während ein Blanc de Noir hell, sprich weiß im Glas leuchtet, bis auf einen minimalen Rosé-Ton, zeigen sich Rosé-Weine in den unterschiedlichsten Tönen von Rosa-Rot bis nahezu in roter, ja dunkelroter Farbe. 

Beim Blanc de Noir werden Saft und Beerenhäute nach der Pressung sofort getrennt und der Saft, der bekanntlich auch bei der Rotweintraube weiß ist, wird dann wie ein Weißwein ausgebaut. Da allerdings selbst bei der vorsichtigsten Pressung immer einige Beerenhäute verletzt werden, dies lässt sich kaum vermeiden, gelangt auch das rote Pigment aus den Häuten in geringem Maß in den Saft und verursacht so diesen leichten Rosé-Schimmer. Grundsätzlich ist zu sagen, dass sowohl Blanc de Noir als auch die Rosé-Weine hierzulande sich steigender Beliebtheit erfreuen, denn schon mehr als 10 Prozent des Weinkonsums besteht aus diesen ausgesprochenen Sommerweinen.

Im Glas zeigt sich der hier verkostete 2019er Spätburgunder Blanc de Noir in diesem hellen Gelb mit einer feinen rosaroten Schattierung. Danach hat die Nase das Vergnügen einen besonderen Duft Pfirsich, hellen Kirschen und Zitrus wahrzunehmen. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine wunderbar integrierte Säure ergänzt. Der Blanc de Noir ist kraftvoll, intensiv im Geschmack, dabei herrlich frisch und sehr animierend. Richtig gekühlt, verspricht der Wein angenehme, geschmackvolle und erholsame Stunden auf der abendlichen Terrasse, genau das Richtige um die sommerliche Hitze erträglich zu machen. Wunderbar!

Der 2018er Spätburgunder Blanc de Noir hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2019 Spätburgunder Rosé D.Q. Trocken 

Weiter geht es mit diesem 2019er Spätburgunder Rosé, der trocken ausgebaut wurde. Da wir bereits zuvor einen Spätburgunder als Blanc de Noir verkostet haben, gilt es nun den Unterschied zu diesem Spätburgunder Rosé zu zeigen. Bei der Vinifizierung des Rosé erfolgt die Trennung von Saft und Maische erst einige Stunden nach der Pressung, wobei im Gegensatz zum Blanc de Noir durchaus die Verbindung von Saft und den Pigmenten aus der Beerenhaut erwünscht ist. Neben dem roten Farbstoff gelangen so auch typischen Substanzen der roten Spätburgunder-Trauben in den hellen Traubensaft und geben ihm mehr Fülle und Substanz und natürlich auch eine intensivere Färbung. Dies kann von einem hellen Rosarot bis zu einem tiefdunklen Rot erfolgen, je nach der gemeinsamen Zeit von Saft und Maische. Oft sehen Rosé aus mediterranen Ländern eher Rotweinen ähnlich und doch sind sie wie Weißweine ausgebaut. Alle Rosé haben eines ziemlich gemeinsam, nämlich die Frische da sie weiß gekeltert werden und die intensiveren Inhaltsstoffe der roten Beerenhäute. Deshalb ist Rosé ja auch so sehr beliebt in der heißen Jahreszeit, denn er ist eine ideale Erfrischung ganz besonders wie dieser 2019er Spätburgunder Rosé trocken.

Im Glas präsentiert sich der Wein farblich in einem intensiven Rosé-Ton mit brillanten Reflexen. Olfaktorisch ist der Rosé von Nuancen geprägt nach Erdbeeren, Kirschen und leichten Anklängen nach Bittermandeln. Der Mund und der Gaumen bestätigen geschmacklich die Aromen, die auch noch durch Zitrus ergänzt werden. Der Spätburgunder Rosé punktet wunderbar mit seiner bestens integrierten Säure, sie ist es die eine perfekte Balance zur Frucht herstellt. Der Wein ist kraftvoll, besitzt einen ausgeprägten, angenehm erfrischenden Geschmack und ist zudem herrlich animierend. Da freut man sich schon auf ein weiteres Glas, zudem wenn er richtig gekühlt ist. Prächtig!

Der 2019er Spätburgunder Rosé trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.



2019 Heroldrebe Roséwein D.Q. Lieblich

Es folgt nun ein weiterer Roséwein im Zuge unserer sommerlichen Verkostung mit diesem 2019er Rosé von der Heroldrebe, der halbtrocken ausgebaut wurde. Die Heroldrebe ist eine Rotwein-Art, die aus der Kreuzung von Blauem Portugieser und Lemberger stammt. Sie eignet sich hervorragend zu einem fruchtigen, vollmundigen, milden und leichten Rosé und ist so der ideale, frische Sommerwein. Auch bei diesem Wein zeigt sich, dass die Winzer der Genossenschaft nichts dem Zufall überlassen haben. Die Heroldrebe wurde dort angebaut, wo der Wein das ideale Terroir vorgefunden hat, in den Weinbergen der Vier Jahreszeiten Winzer rund um Bad Dürkheim mit viel Sonne und der richtigen Bodenbeschaffenheit. Wer einen lieblichen Rosé vorzieht und auch die besondere Frische liebt, ist mit diesem 2019er Heroldrebe Rosé optimal bedient.

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einer eher dunklen rosaroten Farbe, die auf eine intensive geschmackliche Konsistenz schließen lässt. In der Nase dominieren Anklänge, die an Erdbeeren, Pflaumen, Feigen und leichten Pfeffer-Nuancen erinnern. Mund und Gaumen bestätigen die olfaktorischen Wahrnehmungen geschmacklich exzellent. Der liebliche Ausbau wird von der geeigneten Säure begleitet und lässt dem 2019er Heroldrebe Rosé die richtige Balance von Frucht und Säure. Der Wein ist ausdrucksstark, vollmundig und dank seiner Frische und seinem moderaten Alkohol-Gehalt ebenfalls ein ausgesprochenes Highlight an sommerlichen Abenden. Top!

Der 2019er Heroldrebe Rosé lieblich hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2019 Dornfelder Rosé D.Q. Trocken 

Unsere kleine Reise durch die Rosé-Welt der Vier Jahreszeiten Winzer aus Bad Dürkheim wird nun mit diesem 2019er Dornfelder Rosé fortgesetzt, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Die Rebsorte Dornfelder ist nicht nur als Rotwein hierzulande sehr beliebt, sie eignet sich auch hervorragend zum Ausbau von Rosé. Das Terroir der Weinbergslagen der Vier Jahreszeiten Winzer ist prädestiniert für die Dornfelder-Rebe, hier entsteht bestes Rebgut, das sich ebenfalls zu hervorragendem Rosé ausbauen lässt. Dornfelder aus Bad Dürkheim besitzt eine prägnante Fruchtnote, die sich auch beim diesem Wein deutlich hervortut. Die Beeren des Dornfelder zeigen sich dunkelrot, entsprechend ist auch die Farbe des Rosé, besonders wenn bei der Vinifizierung die Maische etwas länger mit dem Saft in Kontakt war. Bei dem hier verkosteten 2019er Dornfelder Rosé trocken hat der Kellermeister eine mittlere Standzeit gewählt und so ein leuchtende, ja knallige Rosé-Farbe erzeugt.

Entsprechend ist der farbliche Auftritt des Weins im Glas durchaus auffällig mit seinem besonderen tiefen Rosarot. Die Nase hat die Freude an einem intensiven fruchtigen Duft, der an rote Früchte und Beeren erinnert, wie etwa rote Johannisbeeren und helle Pflaumen. Geschmacklich werden diese Nuancen intensiv in Mund und Gaumen bestätigt. Ergänzt wird die fruchtbetonte, unwiderstehliche Fülle von einer bestens abgestimmten Säure, die einen herrlichen Frucht-Säure-Bogen schafft. Der Wein besticht mit der nötigen Kraft, ist saftig, dabei frisch und einprägsam und überzeugt mit seiner gelungenen Individualität. Auch hier ist beim Genuss darauf zu achten, dass der Dornfelder Rosé zunächst richtig gekühlt wurde. Dann steht einem angenehmen Wein-Erlebnis nichts mehr im Wege. Superb!

Der 2019er Dornfelder Rosé trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.




2019 Cabernet Sauvignon Rosé D.Q. Trocken

Kommen wir nun zu einem ganz speziellen Rosé mit diesem Wein der als 2019er Cabernet Sauvignon Rosé trocken ausgebaut wurde. Cabernet Sauvignon ist eine weltweit angebaute rote Rebsorte, die im Bordelais beheimatet ist. Von hier hat sie ihren Siegeszug in die gesamte Weinwelt auf dem Globus angetreten. Mittlerweile liegt die Anbaufläche weltweit an erster Stelle. Cabernet Sauvignon ist eine natürliche Kreuzung von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. In Deutschland ist die Rebe allerdings erst seit 1987 offiziell zum Anbau zugelassen. Da die Cabernet Sauvignon Rebe viel Sonne und Wärme benötigt, hat sie gerade in der Pfalz beste Wachstums-Chancen. Deshalb auch wird Cabernet Sauvignon hauptsächlich auch in der Pfalz mit Abstand am häufigsten angebaut, so wie hier in den Weinbergen der Vier Jahreszeiten Winzer in Bad Dürkheim, wo er danach zu einem herrlichen Rosé vinifiziert worden ist

Im Glas zeigt der Wein in einer kräftigen rosaroten Farbe, die auf das Auge sehr intensiv wirkt. Der erste olfaktorische Eindruck zeugt von Anklängen nach schwarzen Johannisbeeren, sowie etwas Lakritze. Dieser intensive Geschmack, der auch durchaus auch den Ausbau des Rosé prägt, wird auch im Mund und am Gaumen bestätigt. Der Wein ist Nuancen-geprägt, für einen Rosé durchaus dicht und intensiv, dabei doch rund und geschmackvoll, wozu nicht zuletzt die richtige Säure beiträgt, die dem Rosé das gibt, was ihn so angenehm herrlich und trinkfreudig macht, nämlich die besondere Frische. Dieser 2019er Cabernet Sauvignon Rosé trocken ist ein gelungenes Beispiel für einen Top-Wein dieser Wein-Machart. Ihn zu verkosten ist mehr als nur Weintrinken, es ist Freude pur und Erfrischung und Erbauung zugleich. Chapeau!

Der 2019er Cabernet Sauvignon Rosé trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2019 Merlot Rosé D.Q. Trocken

Kommen wir nun zum Abschluss zu einem weiteren Highlight der Rosé aus der Genossenschaft Vier Jahreszeiten Winzer, mit diesem 2019er Merlot Rosé trocken der aus dem angeschlossenen Weingut Heinrich Gies stammt, das ebenfalls den Vier Jahreszeiten Winzer angehört. Basis dieses herrlichen Rosé ist die Merlot-Traube, eine Rotwein-Rebe die ebenfalls mit großem Erfolg weltweit angebaut wird. Auch sie hat ihren Ursprung in Frankreich und auch sie eignet sich phantastisch zum Ausbau eines Spitzen-Rosé. Wie der Cabernet Sauvignon benötigt Merlot viel Sonne und Wärme, um optimal ausreifen zu können. Dies ist in der Pfalz und somit auch um Bad Dürkheim fraglos möglich. Hier entsteht das geeignete Rebgut, das wunderbare Rosé aus der Traube entstehen lässt. Dafür wird bei den Vier Jahreszeiten Winzer alles getan, damit große Weine entstehen können, wie eben dieser 2019er Merlot Rosé trocken aus dem angeschlossenen Weingut Heinrich Gies.

Die Farbe des Weins ist ein bestechendes, leuchtendes Rosarot im Glas. Die Nase nimmt einen sehr angenehmen Duft wahr, der eine filigrane Mischung aus intensiver Frucht und blumiger Würzigkeit ist und die an roten Pfirsich erinnert. Die geschmackliche Bestätigung wird durch Mund und Gaumen geliefert, wobei auch noch diese wunderbare Säure registriert wird, die ein köstliches Zusammenspiel mit den Fruchtaromen liefert. Die Balance ist perfekt und sie ist es auch, die dem Rosé die geschmackliche Größe gibt. Der Wein ist filigran, subtil und animierend und sehr beeindruckend. Hier ist jeder Schluck eine Freude, ein geschmackliches Vergnügen und ein Fest für die Sinne. Dass dabei die Frische und Fruchtigkeit nicht zu kurz kommen, versteht sich von selbst. Rosé-Herz was willst Du mehr? Nonplusultra!

Der 2019 Merlot Rosé trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die exzellenten Weine von den Vier Jahreszeiten Winzer mit viel Freude und großem Trinkgenuss verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Weine ob Blanc de Noir oder Rosé eignen sich ganz hervorragend ganz besonders für das sommerliche Wein-Vergnügen. Dies basiert auf den entscheidenden Faktoren des Weinmachens, die allesamt sich bei den Vier Jahreszeiten Winzer vereinen. Großartige Lagen mir entsprechendem Terroir gehen einher mit akribischem Anbau und Ausbau der Weine. Wissen und Engagement der Winzer und Kellermeister haben ein gemeinsames großes Ziel, Weine zu erzeugen, deren Qualität und Niveau außerordentlich sind und wenn die Natur es erlaubt sie noch von Jahrgang zu Jahrgang zu steigern. 

Die Weine, die wir hier verkosten durften, sind alle exzellent, individuell und punkten mit einem individuellen Charakter. Uns haben die Weine überaus gut geschmeckt und gerade jetzt in der heißen Jahreszeit haben die frischen Rosé zu einem abendlichen Vergnügen besonderer Art beigetragen. Das moderate Geschmacks-Preis-Verhältnis ist hier noch ein zusätzliches Plus. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

Fotos: Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: https://www.shop-vj.de/shop/

Lembergerland Kellerei Rosswag-Mühlhausen e.G. Vaihingen-Rosswag - Sommerweinpaket: 12 Flaschen- 1 Weisswein, 1 Rosé und 2Rotweine

 Foto: Helga König
Das Lembergerland ist eine alte Kulturlandschaft entlang des Mittleren Enztals, von Mühlacker über Vaihingen an der Enz bis zur historischen Stadt Markkröningen. Hier zwischen den Städten Pforzheim und Heilbronn schlängelt sich die malerische Enz, wo schon einst die Römer zuhause waren und die Vorzüge der Landschaft und das angenehme Klima sich zunutze machten. Im Norden des Lembergerlandes liegt sehr pittoresk das Fachwerkdorf Schützingen mit seinen steilaufragenden Weinhängen. Im Süden bildet das Heckengäu mit seinen zahlreichen Streuobstwiesen den Abschluss des Lembergerlandes.

Zwischen Rosswag und Mühlhausen gibt es die steilsten Terrassenweinberge. Hier ist die Bodenbeschaffenheit mineralstoffreicher Muschelkalk und hier auch sind die meisten Weinberge mit Lemberger bestockt. Am Fuße der Lagen an der Enz hat die Kellerei Rosswag-Mühlhausen ihren Sitz, die Genossenschaftskellerei, die die wunderbaren Weine des Lembergerlandes erzeugt. 370 Winzer gehören heute der Genossenschaft an, sie stehen für die großartigen Weine mit ihrem ganzen Können. Weinbergslagen, in denen das Rebgut wächst, sind schwierig zu bewirtschaften, sie zeichnen sich jedoch durch ein ganz besonderes Kleinklima aus. 

Da die Trockenmauern in den Steillagen besonders gut die Wärme speichern, kommen so hochreife, extraktreiche und aromatische Trauben zustande, die sich zu optimalen Weinen vinifizieren lassen. 

Als ganz besondere Lagen sind Rosswanger Halde und Markgröniger St. Johännser zu nennen. Tradition und Moderne garantieren in der Lemberger Kellerei großartige Weine, traditionelles Wissen vereint sich mit modernster Kellertechnik, wobei die Qualität der Weine an oberster Stelle steht. Bei den Rebsorten sind Weine der Traubensorte Lemberger absolut führend. Hinzu kommen noch Kerner, Riesling und Trollinger, wobei auch wunderbare Cuvée absolut zu überzeugen wissen. Die Roten werden ebenso zu sehr frischen und animierenden Rosé ausgebaut, die sich gerade in der warmen Jahreszeit mit großer Trinkfreude verkosten lassen. 

Wie exzellent die Weine von der Lemberger Kellerei sind, werden besonders durch die Prämierungen der Weine durch den württembergischen Weinbau-Verband deutlich, der immer wieder Gold und Silber vergeben hat. Ebenfalls erhielten z.B. die beiden Piwi-Rotweine "Novum" und "Piwino" Auszeichnungen beim Internationalen Piwi Weinpreis 2017, wobei der 2015er "Novum" es tatsächlich unter die 10 bestprämierten Weine schaffte. 

Erwähnenswert ist, dass die Lembergerland Kellerei einen besonderen Wert auf die Heimatverbundenheit legt, sowohl bei den Rebsorten, als auch bei den vielen Veranstaltungen, die von der Genossenschaft mit großem Erfolg organisiert werden.

 Foto: Helga König

2019 Rosswager Halde Riesling Kabinett Trocken 

Beginnen wollen wir unsere interessante Verkostungsreihe aus der Lembergerland Kellerei mit diesem 2019er Riesling, der gewachsen in der Lage „Rosswager Halde“, als Prädikatswein der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde und in der Serie "Klassiker 2019" vorgestellt wird. In den steilen Terrassenweinberge hier an der Enz bestehen die Böden aus Muschelkalk, der sich bestens auch für solche Weine eignen, wie den hier verkosteten 2019er Riesling Kabinett trocken. Die Winzer sorgen mit ihrer naturnahen Bewirtschaftung der Weinbergs-Lagen, mit dem geeigneten Reb- und Laubschnitt für qualitativ-hochwertige Trauben, die dann mit selektiver Handlese geerntet, sehr zeitnah in den Keller gebracht werden, wo sie äußerst schonend zur Verarbeitung kommen. Dies ist eine der wesentlichen Voraussetzungen, damit Weine entstehen, die über ein besonderes Niveau und höchste Qualität verfügen.

Im Glas präsentiert sich der Riesling in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die man nie einen Wein verkosten sollte, benötigt der Wein zunächst genügend Sauerstoff, damit er sich duft- und geschmacksmäßig ganz entfalten kann. Danach werden Anklänge mit der Nase registriert, die an Pfirsich, Apfel und Zitrusfrüchte erinnern. Eine wunderbar integrierte Säure trägt die Frucht-Nuancen bestens und verleiht dem Riesling eine jugendliche Frische.

Als Kabinett trocken präsentiert er ganz unverfälscht den feinfruchtigen Charakter des Muschelkalkbodens. Der Wein besitzt einen schlanken, durchaus kräftigen Körper, ist mit einer eleganten Säure versehen und dabei von einem sehr animierenden Geschmack. Frucht und Säure ziehen sich sehr präsent bis in den langen Abgang hinein und zeigen so wie fruchtig, frisch und wohlschmeckend der 2019er Riesling Kabinett trocken ist.

Im Kreis von lieben Freunden auf der sommerlichen Terrasse höchst willkommen, eignet sich der Wein auch besonders zu Fisch, hellem Fleisch und sommerlichen Salaten bestens. Großartig!

Der 2019er Riesling Kabinett trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.
 Foto: Helga König
2019 Muskattrollinger Rosé, feinherb. 

Es folgt nun ein ganz spezieller Rosé, der aus der Rebsorte Muskattrollinger vinifiziert worden ist. Diese Traubenart ist absolut typisch für die heimischen Rebsorten in Württemberg, sie verkörpert den Württemberger Wein ganz besonders. Roséweine sind sehr hellfarbige Weine, die wie Weißwein hergestellt werden. Nach der Pressung verbringt der Rebsaft, der ja auch bei roten Trauben weiß ist noch für einige Stunden auf der Maische, die durch die Rotweintrauben rote Farbpigmente abgibt und die sich mit dem Saft verbinden.

Bekanntlich sitzt die rote Farbe bei roten Trauben in der Beerenhaut und in den Kernen. Bei der Pressung wird die Traubenhaut aufgebrochen und so kommt die rosa Färbung zustande, die von der Dauer auf der Maische abhängt. Hierzulande wird es meistens ein heller Roséton, während es in mediterranen Wein-Regionen oft ein tiefes Rosé bis zu Rot wird. Aber alle Weine werden weißgekeltert, das heißt im gekühlten Gärtank wird der Rosé wie ein Weisswein ausgebaut. Diese Roséweine erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit, sie stellen mittlerweile fast 10% aller hier verkosteten Weine.

Im Glas überzeugt der Rosé mit einer schönen rosaroten Farbe die sofort Frische signalisiert. Ohne langweilen zu wollen, auch hier dem Wein zunächst die richtige Beatmung bitte gestatten. Die Nase darf sich dann an Anklängen erfreuen, die an Holunderblüte, ein ausgeprägtes Muskataroma und eine feine Würze erinnern und von einem Rosenduft begleitet wird. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnuancen eindeutig geschmacklich bestätigt.

Da der Muskattrollinger Rosé fruchtig ausgebaut wurde, besitzt er eine spürbare Restsüße, die jedoch bestens von der nötigen Frische begleitet wird, sodass ein frischer-fruchtiger Geschmack den Verkoster überzeugt. Diese Kombination ist es auch, die im langen Nachhall zusätzlich zu dem einen oder anderen Glas animiert, wenn man an sommerlichen Tagen Erfrischung und Erbauung sucht. Dann schmeckt der Rosé ganz besonders gut, vorausgesetzt er wurde zuvor richtig gekühlt. Top!

Der 2019er Muskattrollinger Rosé hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

 Foto: Helga König

2018 Spätburgunder Meisterstück Trocken 

Kommen wir nun zu einem der klassischen Rotweine der Lembergerland Kellerei, mit diesem 2018er Spätburgunder, der trocken ausgebaut wurde. Da der Spätburgunder nur in den besten Lagen der Genossenschaftskellerei Rosswag gewachsen ist, im 3300 Liter fassenden Holzfass aus schwäbischer Eiche und zudem mit viel Inspiration, der Erfahrung und dem handwerklichen Geschick des Kellermeisters vinifiziert wurde, ist er mit dem Zusatz "Meisterstück" geadelt worden. Dazu hat auch die Handarbeit beigetragen, bei der Pflege der Weinberge, dem Reb- und Laubschnitt und bei der selektiven Handlese Die optimale Ausrichtung der Lagen und die intensive Sonneneinstrahlung garantieren so allerdings eine Spitzen-Qualität für diesen Spitzen-Spätburgunder. Der Ausbau im großen Holzfass krönt diesen außergewöhnlichen Spätburgunder, indem dieser so eine kraftvolle und harmonische Reife erlangt hat.

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem dunklen Rot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat der Weisswein und der Rosé schon genügend Sauerstoff benötigt um sich ganz zu öffnen, so gilt dies für diesen kraftvollen Spätburgunder erst recht. Danach zeigen sich Anklänge in der Nase, die an dunkle Beeren, wie Brombeeren und schwarze Johannisbeeren und Kirschnoten erinnern. Geschmacklich werden diese Nuancen im Mund und am Gaumen bestätigt und durch eine feine Würze ergänzt. Der 2018er Spätburgunder trocken ist dicht, besitzt eine muskulöse Struktur und punktet mit vielschichtigen, reifen Tanninen, die bestens geschmacklich eingebunden sind. Bei einem langen Finish zeigt sich noch einmal die Fülle und Substanz des kraftvollen Pinot Noir aber auch seine überzeugende Frucht und Würze.

Hier ist den Winzern und dem Kellermeister der Lembergerland Kellerei ein famoser Rotwein gelungen, der uneingeschränkte Trinkfreude und einen grandiosen Geschmack offeriert. Wunderbar!

Der 2018er Spätburgunder trocken "Meisterstück" hat kräftige 14% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König

2018 Ross Black Beauty Fruchtig 

Es folgt nun noch ein weiterer typischer Württemberger Rotwein mit dieser Cuvée aus der Edition "Ross!, die für eigensinnige Weinerlebnisse steht und wo die Gemeinschaft der 370 Weingärtner aus dem Lembergerland eine Vision von besonderen Weinen vorstellt.

Die Cuvée wurde fruchtig ausgebaut und spricht so eher den Liebhaber von Rotweinen an, die über eine gewisse Restsüße verfügen, dabei allerdings fruchtbetont sind und wie hier auch über einen muskulösen Körper zu verfügen. Dabei ist es die weiche, geschmackliche Seite, die die Cuvée besonders geprägt hat. Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem kräftigen Rubinrot.

Die Nase wird von feinen Anklängen nach Himbeeren und Süßkirschen überzeugt, die sich geschmacklich auch im Mund und am Gaumen eindeutig zeigen. Bei einer angenehmen Restsüße durch den Ausbau hat sich ein Geschmack entwickelt, der sowohl fruchtig als auch elegant und samtig ist. Die Cuvée ist dicht, angenehm mild und überaus animierend, sodass eine wahre Trinkfreude aufkommt bei täglicher Erbauung in angenehmer Runde.

Der 2018er Ross Black Beauty eignet sich auch prächtig für einen geselligen Abend in freier Natur mit frischen Erdbeeren und dunkler Schokolade. Optimal!

 Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 12 Grad Celsius verkostet werden.

Nachdem wir jetzt mit viel Genuss und großem Interesse die 4 Weine der Lembergerland Kellerei Rosswag probiert haben, hier nun unser Fazit:

Alle Weine sind von höchstem Niveau und von bester Qualität. Dies liegt zum einen an den exzellenten Lagen in den steilsten Terrassenweinbergen, dort wo der Wein entsteht, zum anderen aber auch an der akribischen, naturnahen Pflege der Weinberge und der Rebstöcke durch die Winzer der Genossenschaft, die mit ganzem Herzblut zu dem Gelingen und der ausgesuchten Qualität ihrer Weine mit beitragen. Natürlich gehören auch die selektive Handlese und die äußerst schonende Verarbeitung im Keller dazu, wo mit modernstem Gerät vinifiziert wird. 

Der erfahrene Kellermeister weiß, dass die Weine im Weinberg entstehen und danach beim Ausbau nur so viel unternommen wird wie nötig, jedoch so wenig wie möglich. Und doch gibt er den Weinen seine eigene unverkennbare Handschrift. Alles zusammen lässt dann solche individuellen, charaktervollen Weine entstehen, wie wir sie hier verkosten durften. Uns jedenfalls haben die Weine besonders gut geschmeckt. Bleibt zum Schluss noch der Hinweis auf das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis, das ja immer interessant ist und gerade den bodenständigen Weinfreund besonders begeistert. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: https://www.lembergerland-shop.de/kellerei/probepakete.html

Heuchelberg Weingärtner eG 3 Weissweine 1 Rosé und 2 Rotweine

 Foto: Helga König

Die schwäbische Winzergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner in Schwaigern in der Nähe von Heilbronn ist vor über 90 Jahren entstanden im Jahre 1925, mit der Gründung der Weingärtnergenossenschaft Schwaigern eG. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich weitere Genossenschaften angeschlossen, etwa die Weingärtner von Kleingartach und Großgartach, von Stetten und Nordheim, sodass im Jahre 2008 die letztliche Umbenennung zu der heutigen Winzergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner realisiert wurde. Diese umfasst ca. 800 Mitglieder und eine Rebfläche von 623 ha.

Das Wahrzeichen der Genossenschaft ist der Turm der Heuchelberger Warte, einst ein Beobachtungsposten, heute ein beliebtes Ausflugsziel, hat man doch von hier aus einen wunderbaren Blick über fast das ganze Rebland der Heuchelheimer Weingärtner. Der Turm ist auch das Synonym für die Premium-Weine, die die Winzer der Genossenschaft erzeugen. Dabei wird nur gesundes und hochreifes Traubengut zur Vinifizierung verarbeitet, mit modernsten Gerätschaften und mit dem Bewusstsein der Erfahrung nach alter Tradition. Dazu gehört auch die möglichst schonende Verarbeitung im Keller, das ganze professionelle Können gut ausgebildeter Kellermeister, und die nötige Geduld die Weine in aller Ruhe heranreifen zu lassen. 

Auf die gleiche Weise entstehen auch die wunderbaren Weine in der Wein-Palais-Serie aus der angeschlossenen Weingärtnergenossenschaft Nordheim, die sich ebenfalls durch das höchste Niveau und mit einer ganz besonderen Qualität auszeichnen. Diese Qualität ist es, die sowohl die Weingärtner als auch die Kellermeister mit ganzem Engagement leitet, um Weine zu erzeugen, die charaktervoll, Terroir-betont und von einem ganz individuellen Geschmack sind. In diesem Sinn ist auch das kompromisslose Bemühen der Jungwinzer der Genossenschaft zu verstehen, die gut ausgebildet, nicht nur ganz hervorragende Weine kreieren, sondern auch ihm den Stellenwert geben, den er verdient. Dabei sehen die Jungwinzer im Wein ein einzigartiges Natur- und Kulturgut, das es mit großem Respekt und sehr nachhaltig gilt in das Bewusstsein der Menschen zu stellen, damit auch in Zukunft großartige Weine entstehen können. 

 Die Heuchelberg Weingärtner e.G. kultiviert mehr als 20 verschiedene Rebsorten. Da sind natürlich die klassischen württembergischen Weine, wie Trollinger, Lemberger und Samtrot, aber auch Spätburgunder, Acolon, Dornfelder und Schwarzriesling als Rotweine und im Weißwein-Bereich sind es Chardonnay, Gewürztraminer, Grauburgunder, Kerner, Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder. Hinzu kommen noch Rosé, Weißherbst und Blanc de Noir, zudem werden erstklassige Sekte und Secco erzeugt. 

Wenn es die Natur zulässt und die nötigen Kältegrade vorhanden sind, dann werden von den Heuchelheimer Weingärtnern Trauben gelesen, wie etwa beim Jahrgang 2015, die bis zu 186 Grad Öchsle aufgewiesen haben und so ein Eiswein entstanden ist, der nicht nur den höchsten Ansprüchen genügt, sondern dementsprechend auch besonders prämiert wurde. So viel darf bereits vorweg gesagt werden, bevor die Verkostung der Weine der Heuchelberg Weingärtner beginnt, sie alle verfügen über ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

 Foto: Helga König

2019 Schwaigerner Grafenberg Trollinger Rosé Fruchtig Süss 

Beginnen möchten wir  mit diesem 2019er Trollinger Rosé, der fruchtig süß ausgebaut wurde. Er ist in den besonderen Weingärten der Heuchelberger Winzer gewachsen und zwar  in der Lage Schwaigerner Grafenberg. Dabei handelt es sich auch um einen Wein der Edition mit dem Turm als Siegel. Der Turm steht als Symbol für das Ziel der Weine aus der Genossenschaft, also beste Qualität im Glas. Die Trauben wurden gesund und hochreif geerntet, damit so ein Spitzen-Rosé vinifiziert werden konnte. Neben dem ausgesuchten Rebgut sind es die selektive Handlese und der besonders schonende Ausbau im Keller, der einen Wein von ganz außerordentlicher Qualität entstehen ließ.

Farblich präsentiert sich der Trollinger Rosé in einem satten Lachsrot. Auch jetzt bitte zunächst den Wein genügend Sauerstoff atmen lassen, damit er sein gesamtes Potential entfalten kann. Danach registriert die Nase Duftaromen, die an Himbeer- und Süßkirscharomen erinnern. In Mund und Gaumen zeigen sich die Fruchtanklänge sehr intensiv bestätigt, wobei die Säure sich sehr dezent im Hintergrund hält durch den fruchtig süßen Ausbau.

Der 2019er Schwaigerner Grafenberg Trollinger Rosé fruchtig-süß ist weich, frisch aromatisch, süffig und wird primär von den deutlichen Fruchtanklängen geprägt. Liebhaber die einen solchen fruchtig süßen Ausbau bevorzugen werden diesen Rosé sehr genießen. Top!

Der 2019er Schwaigerner Grafenberg Trollinger Rosé hat moderate 10% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.


2019 Schweigener Grafenberg Trollinger mit Lemberger weiss gekeltert lieblich

Zur Verkostung steht nun dieser 2019er Schwaigerner Grafenberg Trollinger mit Lemberger weiss gekeltert an. Dieser Wein wurde lieblich ausgebaut. Als Blanc de Noirs, also weiss gekeltert, erfreut sich der Wein hierzulande immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen besonderen Wein, der durch das Symbol des Turms gekennzeichnet ist. Das Traubengut ist bestens für außerordentliche Weine geeignet, die Trauben selbst wurden in hochreifem und gesunden Zustand geerntet, von Hand selektiert und sofort danach zur schonenden Pressung in den Keller gebracht und dort weiter verarbeitet.

Der 2019er Schwaigerner Grafenberg Trollinger mit Lemberger weiss gekeltert hat in aller Ruhe heranreifen können, die Bodenbeschaffenheit im Weinberg besteht aus Keuper, dort wo die Rebsorten Trollinger und Lemberger beste Wachstumsbedingungen findet. Neben der akribischen Pflege der Reben im Weinberg hat der Kellermeister sein ganzes Wissen und seine Erfahrung eingebracht, damit hier ein ganz außerordentlicher 2019er Blanc de Noirs lieblich entstanden ist.

Im Glas überzeugt der Wein das Auge zunächst mit einem zarten Gelb mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die nötige Belüftung des Weins, denn auch so wird ihm und seinen Erzeugern der nötige Respekt zuteil, ist doch dann gewährleistet, dass der 2019er Trollinger mit Lemberger weiss gekeltert alles aufbieten kann, was in ihm steckt.

In der Nase zeigen sich danach Anklänge an Aprikose und einen Hauch von Kräutern. Der liebliche Ausbau hat dem Wein seinen ganz eigenen Charakter verliehen. Die Fruchtaromen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen großartig bestätigt und durch die moderate Säure bestens ergänzt. So ist ein exzellenter Blanc de Noirs entstanden, der fruchtig, frisch und aromatisch ist und dabei auch weich.

Dieser Wein begeistert auf Anhieb, zumal wenn man eher liebliche Tropfen bevorzugt, wozu auch das lange Finish zudem noch beiträgt. Wunderbar!

Der 2019er Schwaigerner Grafenberg Trollinger mit Lemberger weiss gekeltert lieblich hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König


2018 Schwaigerner Grafenberg Trollinger Halbtrocken

Weiter geht es mit diesem 2018er Rotwein Trollinger, der halbtrocken ausgebaut wurde. Der Wein stammt aus der besonderen Lage Schwaigerner Grafenberg der Heuchelberger Winzer. Hier handelt es sich um eine ganz außerordentliche Weinlagen, sie gehört wie auch die anderen Lagen der Genossenschaft zu den besten, die in Württemberg existieren. Terroir, naturnahe Bewirtschaftung der Weinberge, selektive Lese und die schonende Verarbeitung im Keller sind die Qualitätskriterien, die solche Weine entstehen lassen, wie der hier verkostete 2018er Trollinger halbtrocken. In der Genossenschaft werden sie als Rebsortenweine geführt, sie spiegeln die Vielseitigkeit des Sortiments der Heuchelberger Winzer wider. Die Weine tragen den Turm als Siegel, das Zeichen für Weingenuss mit viel Niveau und Freude.

Im Glas zeigt sich der 2018er Trollinger halbtrocken in einer ziegelroten Farbe mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die ein Wein niemals verkostet werden sollte, gilt es ihm genügend Sauerstoff zu gönnen. Dies gilt ganz besonders für Rotweine. Danach nimmt die Nase intensive Anklänge nach Pflaumen- und Sauerkirschenaromen wahr, mit einer leichten Pfeffernuance. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich wunderbar bestätigt. Die richtige Säure sorgt dabei dafür, dass der halbtrockene Ausbau des Trollinger geschmacklich bestens zur Geltung kommt und insgesamt der Rotwein so gut ausbalanciert ist. Dabei ist der Wein fruchtig, feingliedrig und würzig herzhaft. Bei einem langen Abgang zeigt sich noch einmal die feine Frucht neben der angenehmen Säure und wie weich und rund der Trollinger daherkommt. Großartig!

Der 2018er Schwaigerner Grafenberg Trollinger halbtrockentrocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden. 

Rotwein Cuveé 1925 feinherb "Black Edition"

Mit einer wunderbaren Rotwein-Cuvée aus der Black Edition wollen wir unsere Verkostung von Rotweinen der Heuchelberg Weingärtner fortsetzen. Auch hier sind die Reben auf Keuper-haltigen Böden gewachsen, ein Garant für exzellente Rotweine. Das Traubengut stammt aus den bevorzugten Lagen der Genossenschaft, hier eignet sich das Terroir ganz hervorragend für einen Spitzen-Rotwein. Dazu wurde nur vollreifes, gesundes Lesegut geerntet. Gerade die Rotweine aus der Black Edition zeichnen sich durch eine intensive Farbkraft aus. Die Cuvée wurde feinherb ausgebaut und hat dabei in aller Ruhe heranreifen können.

Farblich präsentiert sich die Rotweincuvée 1925 feinherb Black Edition in einem sehr ansprechenden Dunkelrot. Über genügend Sauerstoff gerade bei Rotweinen wurde hier bereits genügend gesagt, also bitte nicht vergessen, damit er sich richtig entfalten kann. Olfaktorisch überzeugt der Wein jetzt mit feinen Duftnoten nach Pflaumen- und Brombeeraromen. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine gut eingebundene Säure ergänzt, die dem feinherben Ausbau aber noch genügend Raum lässt.

Die Cuvée 1925 feinherb hat einen sehr kräftigen, runden und vollen Geschmack, ist zudem fruchtig, komplex und voluminös und markant und mit einem langen Nachhall ausgestattet. Absolut ein Trinkvergnügen diese großartige Rotwein Cuvée feinherb. Hut ab!

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden.

 Foto: Helga König
2019 Schwaigerner Grafenberg Riesling Trocken 

Kommen wir jetzt zu einem gelungenen Weisswein der Heuchelberger Weingärtner mit diesem 2019er Riesling, der trocken ausgebaut wurde. Gewachsen sind die Trauben in der bereits zuvor genannten besonderen Lage der Heuchelberg Winzer, dem Schwaigerner Grafenberg. Die Bodenbeschaffenheit in der Lage besteht aus Keuper und auch die klimatischen Bedingungen hier eignen sich bestens für einen besonderen Riesling. Der Wein gehört ebenfalls zur Edition:“ Weine mit dem Turm“, die sich durch beste Qualität und ein besonderes Niveau auszeichnen. Die Rebsorte Riesling gilt ja als der König unter den Weissweinen und speziell hierzulande werden weltweit mit die besten Weine dieser Rebe erzeugt. Dies hat nicht zuletzt damit zu tun, dass in den deutschen Wein-Regionen die Rieslinge auf unterschiedlichstem Terroir wachsen und so eine Vielfalt an Geschmack entsteht. Dabei zeichnet sich die jeweiligen Rieslinge durch ihren ganz speziellen Charakter aus, so wie der hier verkostete 2019er Schwaigerner Grafenberg trocken.

Im Glas präsentiert sich der Riesling in einem feinen Gelb mit brillanten Reflexen. Die Nase nimmt dabei ganz intensive Noten nach Pfirsich und Apfel wahr. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge bestens geschmacklich bestätigt. Es ist diese feine, gut ausbalancierte Säure, die den Riesling trägt und ihm ein wunderbares Frucht-Säure-Verhältnis verleiht. Der Wein ist spritzig, fruchtig, anregend und sehr frisch animierend. Exzellent!

Der 2019er Schwaigerner Grafenberg Riesling trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2019 Chardonnay Trocken "Premium" 

Zum Abschluss unserer kleinen Verkostungsreise kommen wir nun zu einem großartigen Weisswein aus der Rubrik "Premium". Dabei handelt es sich um einen 2019er Chardonnay, der trocken ausgebaut wurde. Natürlich wurde für diesen Spitzenwein nur die allerbesten Kriterien angewandt, die es ermöglichen einen solchen Ausnahme-Chardonnay zu erzeugen. Dies beginnt mit der akribischen Weinbergspflege, dem richtigen Laub- und Rebschnitt, führt über die Traubenreduktion dann zur Handlese, wo nur hochreifes, gesundes Traubengut selektiv geerntet wird, das danach zeitnah in den Keller verbracht wird, wo es äußerst schonend verarbeitet wird.

Nur so entsteht diese Spitzen-Qualität, wie sie dieser 2019er Chardonnay aufweisen kann. Chardonnay ist übrigens die weltweit am häufigsten angebaute Weisswein-Sorte, sie wird in allen Weinbau-Regionen auf dem Globus angebaut und erfreut sich auch mittlerweile in Deutschland an einer steigenden Beliebtheit. Dies hat auch mit solchen ausgesuchten Chardonnay-Weinen zu tun, wie mit diesem 2019er Chardonnay trocken der Premium-Edition.

Die Farbe des Weines im Glas ist ein kräftiges Gelb mit brillanten Reflexen. Olfaktorisch überzeugt der Chardonnay mit intensiven Anklängen, die an Pfirsich und exotische Früchte erinnern. Mund und Gaumen bestätigen das Ergebnis, das die Nase recht beglückt hat. Der Chardonnay verfügt über die geeignete Säure, um so einen großartigen Frucht-Säure-Bogen zu präsentieren. Der Wein ist kräftig, Spritzig und durchaus komplex. Bei einem langen Nachhall wird noch einmal deutlic, wie großartig, frisch und animierend der Wein ist. Chapeau!

Der 2019er Chardonnay trocken "Premium" hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die 3 Weissweine , den Rosé und die beiden Rotweine von den Heuchelberg Weingärtnern mit viel Freude und großem Respekt verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Weine überzeugen mit hohem Niveau und bester Qualität. Sie sind individuell, besitzen einen eigenen, sehr ausgeprägten Charakter und sind dabei Terroir-betont, wobei es die Heuchelberger Winzer optimal verstanden haben, die geeignetsten Rebsorten mit dem richtigen Terroir zu verbinden. Kurzum, sie schmecken alle phantastisch, was nicht so ganz überrascht, wenn man weiß, dass sie mit in den besten Weinbergen von Württemberg gewachsen sind. Aber auch dann müssen sie erst einmal auf die Flasche gebracht werden. Dies ist mit Bravour gelungen. Deshalb: 

 Maximal empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Winzergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner e.G. und können den Wein dort bestellen:   https://www.heuchelberg.de/unsere-weine/probierpakete/heuchelberg-grill-co/

Roter Bur Glottertäler Winzergenossenschaft e. G. 3 Weissweine 1 Rosé 1 Rotwein und 1 Winzersekt

 Foto: Helga König

Die Winzergenossenschaft Glottertal gehört in Baden zu den kleinsten, selbstvermarkteten Genossenschaften. Im Jahre 1951 von 13 Winzern gegründet, zählen heute über 100 Winzerfamilien zu ihren Mitgliedern. Insgesamt bewirtschaftet die Genossenschaft 60 ha Rebfläche. Dabei bedingt die überwiegende Steillage, mit den Einzellagen Glöttertäler Eichberg und Roter Bur, dass der größte Teil von Hand bearbeitet wird. In den steilen Weinbergen können Maschinen nur zu einem geringeren Teil eingesetzt werden.-

Das Glottertal liegt am Fuße des Schwarzwalds nördlich von Freiburg. Hier versteht man sich auf eine besonders gute Küche, zu der natürlich auch beste Weine zählen. Schon im 15. Jahrhundert wurde im Glottertal Weinbau betrieben, die Hänge des Glottertals eignen sich hervorragend für feinfruchtige und frische Weine. Diese idealen Voraussetzungen werden von den heutigen Winzern auf das Beste genutzt.

Der Grund liegt aber auch darin, dass in den privat geführte Weingüter die Menschen mit ihrem ganzen Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem kompromisslosen Engagement für Qualität, beste Weine erzeugen. Dabei kommt es ihnen besonders auf eine nachhaltige Bewirtschaftung an, sowohl im Weinberg als auch bei der Kellerwirtschaft. Naturverbundener Weinbau bedeutet für die Winzer aus dem Glottertal auch gleichzeitig den Erhalt der einmaligen Kulturlandschaft am Fuße des Schwarzwalds. 

Ausgezeichnet mit dem exzellenten Terroir, bestehend aus Granit-Gneis-Verwitterungsböden und dem besonders milden Mikroklima, werden hier in Deutschlands nahezu höchsten und steilsten Lagen sonnenverwöhnte Spitzenweine erzeugt. Ein ganz besonderer Teil der Qualitätsphilosophie ist für die WG Glottertal die konsequente Reduzierung des Traubenertrags. So kann bestes Traubengut entstehen, das nach selektiver Handlese besonders schonend im Keller zu hervorragenden Weinen ausgebaut werden. Bei so viel Qualität ist es selbstverständlich, dass die Weine der Genossenschaft vielfältige Auszeichnungen jedes Jahr erhalten, allein 32 Goldmedaillen 2019 vom Badischen Weinbau-Verband, 4 Silbermedaillen und 5 Gold- und 4 Silbermedaillen für die Sekte, den Ehrenpreis des Badischen Weinbau-Verband 2019 und auch die renommierten Weinführer Eichelmann 2020 und Gault Millau 2020 empfehlen die Weine und Sekte der Glottertäler Winzergenossenschaft ganz besonders.


 Foto: Helga König

2019er Glottertäler Eichberg Gutedel Qualitätswein trocken 

Der hier verkostete Gutedel zählt zu den ausdrucksstarken und aromatischen Weinen der WG Glottertal. Durch die Ertragsreduzierung kann das vollreife Rebgut seine optimale Qualität hervorbringen. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Hellgelb mit silbernen Reflexen. Wie bei allen guten Weinen, so sollte man auch diesem Gutedel zunächst einige Augenblicke zugestehen, damit er durch den Sauerstoff seine Aromenvielfalt zeigen kann. Eindeutige Anklänge an Äpfel, Birnen, Stachelbeeren und ein Hauch von Zitrus zeigen wie fruchtbetont dieser Wein ist. Daneben offenbaren sich auch zusätzlich noch feine Karambole-Noten, die das perfekte Aromenspiel abrunden. 

Im Mund und am Gaumen werden alle Nuancen geschmacklich bestätigt und der gelungene Säurebogen sorgt dafür, dass die fruchtigen Geschmacksaromen optimal getragen werden. Alles zusammen ist kraftvoll und bestens ausbalanciert. Der lange Nachhall bestätigt sowohl die angenehme Fruchtfülle, er sorgt aber auch für die nötige Frische, die einen solchen Sommerwein auszeichnet. 

Mit Freunden an einem lauen Sommerabend ist er wahrlich ein Genuss. Großartig! Wir empfehlen dazu "Sommersalate" oder auch eine "Quiche Lorraine" 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden. 

2019 Glottertäler Eichberg Pinot Noir Blanc de Noirs Kabinett trocken 

Bei dem hier verkosteten 2019er Pinot Noir Blanc de Noirs Kabinett trocken handelt es sich um einen Wein von der Rebsorte Spätburgunder. Dabei sind die Reben in der Lage Glottertäler Eichberg gewachsen, einer Lage deren Bodenbeschaffenheit aus mineralischem Granit- Gneis- Verwitterungsboden besteht. Diese Böden eignen sich besonders gut zu allen Burgundersorten. Hier kann sich bestes Rebgut entwickeln, zumal im Glottertäler Eichberg sowohl die Hangneigung als auch die Sonneneinstrahlung optimal sind. Der Pinot Noir wurde als Spätburgunder weiß gekeltert, als Kabinett ausgebaut und zählt daher zu den Prädikatsweinen. 

Im Glas zeigt sich der Pinot Noir Blanc de Noirs in einem strahlenden Gelb mit Silber- Reflexen. Auch jetzt hilft es dem Wein einige Momente der Sauerstoffzufuhr zu geben, damit er seine gesamte Aromenvielfalt präsentieren kann. Es zeigen sich fische, grüne Apfel-Anklänge und ein Hauch von Zitrusfrüchten, die von der Nase wohlwollend registriert werden. 

Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt, wobei der Blanc de Noirs nicht nur durch seine Frische und Frucht punktet, sondern auch mit einem harmonischen Säurespiel zu überzeugen weiß, das dem Gaumen bei einem langen Nachhall besonders schmeichelt. Die geschmackliche Fruchtfülle und die überzeugende Frische sind genau die Punkte, die den Liebhaber eines besonderen Pinot Noir Blanc de Noirs komplett einnimmt, zumal diese Weinbereitung sich bei den Weinfreunden zunehmender Beliebtheit erfreut. Chapeau! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König

2019 Glottertäler Eichberg Grauer Burgunder Kabinett trocken 

Der 2019er Grauburgunder stammt aus der Lage Glottertäler Eichberg, die sich von der Anhöhe der Winzergenossenschaft Richtung Westen talauswärts zieht. Ausgebaut wurde der Graue Burgunder in der Qualitätsstufe "Kabinett" und ist dabei "trocken". 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem strahlend hellem Gelb mit leuchtenden Silberreflexen. Damit die Duftaromen sich auch hier optimal entwickeln können, sollte man den Wein mehrfach im Glas schwenken. So entfaltet sich in der Nase eine typische Grauburgunder-Aromatik, mit Anklängen nach Birne, Honigmelone und Grapefruit. Dieses olfaktorische Ergebnis wird im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt und durch ein beeindruckendes Säurespiel ergänzt. 

Dabei verfügt der Grauburgunder über eine gelungene Balance und ein sehr geschmackvolles Frucht-Säure-Spiel, einschließlich seines mineralischen und frischen Geschmacks. Sein langer Nachhall bestätigt erneut seine fruchtbetonte Qualität, aber auch das Können der Weinmacher aus dem Glottertal. Exzellent! 

Wir empfehlen zu diesem Grauburgunder "Masthuhnbrüstchen mit Estragon-Creme-Fraiche-Sauce"

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden. 

2019 Glottertäler Eichberg Spätburgunder Rosé, Qualitätswein trocken 

Dieser Glottertäler Rosé stammt von der Rebsorte Blauer Spätburgunder. Dabei handelt es sich um eine echte Badische Spezialität, die in den Weinbergen des Glottertals optimale Bedingungen findet. Im Gegensatz zum Spätburgunder Weißherbst werden die Trauben zum Spätburgunder Rosé etwas früher geerntet. 

Der Wein zeigt sich im Glas in einem hellen leuchtenden Roséton mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Nachdem sich der Rosé einige Augenblicke mit Sauerstoff vermählt hat, werden ganz deutlich die Duftaromen von der Nase wahrgenommen. Feine Anklänge von Erdbeeren, gefolgt von zarten Blütendüften sind ein überzeugendes olfaktorisches Ergebnis. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtanklänge geschmacklich bestätigt und durch ein lebendiges Säurespiel überzeugend ergänzt. 

Der Glottertäler Rosé trocken punktet mit einer ganz besonderen Frische, die Fruchtaromen bilden dabei den speziellen geschmacklichen Rahmen. Gerade zu dieser heißen Jahreszeit eignen sich die geschmackliche Präsenz und die wohlschmeckende Frische besonders. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der 2019er Spätburgunder Rosé trocken besonders als absolut beliebter Sommerwein von allen Freunden eines geschmackvollen, frischen Rosé gerne verkostet wird. Wunderbar! 

Wir empfehlen diesen Wein zur Erbauung und Erfrischung, wobei geröstete Brote mit Tomaten und Basilikum eine leckere Beigabe hierzu sind. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8-10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König

2017 Glottertäler Eichberg Spätburgunder Rotwein Qualitätswein trocken 

Bei diesem Rotwein handelt es ich um einen Blauen Spätburgunder aus der Einzellage Eichberg, die geprägt ist von mineralischem Granit-Gneis-Verwitterungsboden. Der 2017er Glottertäler Eichberg Spätburgunder wurde trocken ausgebaut. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem kräftigen Samt-Rot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Bei einem solchen besonderen Spätburgunder ist es unbedingt notwendig, dass der Wein, bevor er verkostet wird, genügend Sauerstoff erhält. Nur so kann er sich optimal öffnen und nur so kann er sein ganzes Potential dem Liebhaber offerieren. Jetzt registriert die Nase die für diesen Wein so typischen, feinwürzigen Burgunder- Nuancen, die untermalt werden von saftigen Kirscharomen. Geschmacklich findet die entsprechende Bestätigung statt. 

Der Wein verfügt über einen kräftigen Körper und über seidige, gut-strukturierte Tannine. Dabei ist er weich und raffiniert im Geschmack von komplexer Natur mit der nötigen Balance. Fruchtaromen und Gerbstoffe bilden eine optimale geschmackliche Einheit. Rotweinliebhaber kommen bei einem langen Nachhall voll auf ihre Kosten, zumal wenn sie Liebhaber eines saftig-kräftigen Spätburgunders sind. Top! 

Der Wein eignet sich hervorragend zu "Lammfilet mit grünen Bohnen und Röstkartoffeln". 

Der 2017er Glottertäler Eichberg Spätburgunder trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 14- 18 Grad Celsius genossen werden. 

Glottertäler Eichberg Pinot Baden Sekt B.A. Brut 

Dieser Glottertäler Eichberg Pinot Sekt stammt von der Rebsorte Blauer Burgunder, die weiß gekeltert worden ist und bei der zweiten Gärung Brut ausgebaut wurde. Die französische Qualifizierung Brut lässt sich auf Deutsch mit "Herb" bezeichnen und ist nicht mit "Trocken" zu verwechseln. Im Glas schimmert der Pinot-Sekt in einem hellen Strohgelb mit brillanten Reflexen. Dabei nimmt das Auge zunächst ein intensives Mousseux wahr, das in eine sehr feine Perlage übergeht, die sofort Frische signalisiert. 

Die Nase wird verwöhnt von einem feinen Bukett, das an frische Granny-Äpfel und Birnen erinnert, begleitet von einem Hauch feiner Holunderblüten. Die prickelnde Frische erfreut den Gaumen mit belebenden Anklängen nach angenehmen Zitrusfrüchten. Der lange Abgang ist derart animierend, dass man sich sogleich auf den nächsten Schluck freut. Superb! 

Der Pinot Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6-8 Grad Celsius getrunken werden. 

Alle hier verkosteten Weine und der Pinot Sekt sind von hohem Niveau und bester Qualität. Sie sind authentisch und vermitteln auf besondere Weise das optimale Terroir der Lagen im Glottertal, aber auch das beachtliche Können der Winzer in der WG. Hinzu kommt das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis, das man bei Weinen auf einem solchen Niveau eher selten findet. Deshalb lautet unser Fazit: 

 Sehr empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: http://www.wg-glottertal.de