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Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG 5 Weissweine, 5 Rotweine und 2 Sekte

 Foto  Helga König
Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist eine eingetragene Genossenschaft von ca. 220 Winzern im pittoresken Weinort Oberrotweil inmitten des Kaiserstuhls in Baden. Hier in der wärmsten und sonnenreichsten Gegend überhaupt in Deutschland werden auf etwa 408 ha Rebfläche absolute Spitzenweine erzeugt. Der 1935 gegründete Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verfügt überwiegend über Lagen, die eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung besitzen und so optimale Bedingungen aufweisen, die sich bestens für alle Burgundersorten eignen, ebenso jedoch auch andere Rebsorten großartig gedeihen lassen. 

Als Ausnahme-Lagen des Oberrotweiler Winzervereins sind Käsleberg, Henkenberg und Eichberg zu nennen. Der Henkenberg besitzt tiefe, dunkle Verwitterungssteinböden, die sich hervorragend für den Spätburgunder als Rotwein wie auch für Weißherbst eignen, ebenso für den Ruländer. Im Käsleberg mit seinen Löß- und Lehmböden werden neben dem Müller-Thurgau der Graue Burgunder, der Weiße Burgunder, sowie der Silvaner und der Muskateller mit größtem Erfolg kultiviert. So entsteht neben der sortentypischen Klasse eine besondere Vielfalt an Weinen, die sich durch das einmalige Terroir hier am Kaiserstuhl auszeichnen. 

Bereits seit über tausend Jahren wird in Oberrotweil Wein angebaut und dies im Einklang mit der Natur. Dieses Bewusstsein prägt die Winzer seit vielen Generationen, ist ihnen doch klar, dass nur mit einer naturnahen und sorgfältigen Pflege der Weinberge und der Reben eine exzellente Qualität erreicht werden kann. Dabei gilt die spezielle Aufmerksamkeit den besonderen Rebparzellen von Henkenberg, Käsleberg und Eichberg, denn hier werden die Selektionsweine kultiviert. 

Hier auch werden Jahr für Jahr besonders aus den Sorten Spätburgunder und Grauer Burgunder absolute Spitzenweine hervorgebracht. Alle Weine sind Erzeugerabfüllungen, d.h. das Traubengut ist ausschließlich von den Winzern der Genossenschaft angebaut, gelesen und gekeltert worden. Für die großartigen Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil werden weder Trauben, Most oder Wein hinzugekauft, alles liegt in einer Hand, von der Traubenlese bis hin zur Flaschenabfüllung. 

Mit 25000 Liter Fassungsvermögen besitzt der Winzerverein Oberrotweil das größte Holzfass in ganz Baden. Wenn man sich die nicht enden wollende Liste von Auszeichnungen ansieht, die die Weine der Genossenschaft Oberrotweil allein in 2016 erhalten hat, wird klar, warum das Renommee des Winzervereins so außerordentlich ist. 

Ob bei der Mundus Vini 2016 Sommerverkostung, der Berliner Wein Trophy 2016, bei Mondial des Pinots 2016, beim Int. Müller-Thurgau Preis 2016, beim Int. Grauburgunder Preis 2016 oder bei der Bundes- und Landesweinprämierung 2015 immer hat es Gold und erste Preise geregnet. Seit Jahren ist der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil in den Top 100 der besten Betriebe der DLG-Bundesweinprämierung vertreten. 

Und dies wird auch zukünftig so sein, denn dieser große Erfolg ist das Ergebnis von allen, die in der Genossenschaft mit nimmermüden Engagement und großem Herzblut dazu beitragen, von Jahrgang zu Jahrgang das absolute Niveau und die einzigartige Qualität der Weine zu wiederholen und möglichst noch zu toppen. Ob Winzer, Kellermeister und die gesamte Crew, sie alle geben ihr Bestes damit die Weine des Winzervereins Oberrotweil national wie international weiterhin höchste Anerkennung finden. Den Beweis dazu liefern die Weine im Glas und diese gilt es jetzt mit viel Freude und Neugierde zu testen: 


 2015 Oberrotweiler Käsleberg Weißer Burgunder Kabinett Trocken

Der hier verkostete 2015er Weissburgunder Kabinett trocken stammt aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg. Diese Lage gehört zu den besten am gesamten Kaiserstuhl, ja in der gesamten Wein-Region Baden. Die Bodenart hier ist ein Vulkanverwitterungsboden, der die allerbesten Voraussetzungen für einen exzellenten Weißburgunder bietet. Im Glas zeigt sich der 2015er Weissburgunder Kabinett trocken in einer feinen strohgelben Farbe mit einem Hauch von Roséschimmer. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Weissburgunder genügend Zeit einräumen, damit er sich mit Sauerstoff vermählen kann. 

Jetzt werden süßlich reife Fruchtaromen von Äpfeln, Birnen, Pfirsich, aber auch kräutrige Töne, die an Artischocken und Heublumen erinnern mit der Nase wahrgenommen. Diese Fruchtfülle wird auch geschmacklich im Mund und am Gaumen wohlwollend registriert. Der 2015er Weissburgunder Kabinett trocken verfügt über einen kräftigen aber eleganten Körper, ist mit einer bestens integrierten Säure ausgestattet, die die Fruchtaromen ideal trägt. Der wunderbare Geschmack des Weissburgunders hat auch mit der perfekten Balance zu tun, über die der Wein verfügt, ebenso mit dem schönen, langanhaltenden Nachhall, der noch einmal alle geschmacklich positiven Eigenschaften dieses Weissburgunders Revue passieren lässt. 

Hier zeigt sich eindeutig auf welchem hohen Niveau und mit welcher Qualität die Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil aufwarten. Großartig! 

Der 2015er Weißburgunder Kabinett trocken hat 13,5%vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Kabinett Trocken 

Aus der gleichen Spitzenlage wie der zuvor verkostete Weissburgunder stammt der nun anstehende 2015er Grauer Burgunder Kabinett trocken, nämlich dem Oberrotweiler Käsleberg. Mit seinen Löß- und Lehmböden, seiner südlichen Ausrichtung, der idealen Hangneigung und den meisten Sonnenstunden in Deutschland ist diese Lage perfekt für großartige Burgunder, so wie diesem 2015er Grauburgunder Kabinett trocken. Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb-Grün mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es unumgänglich dem 2015er Grauburgunder zunächst die nötige Portion Sauerstoff zu gestatten, damit er sich duft- und geschmackmäßig komplett öffnen kann. 

Das olfaktorische Ergebnis sind intensive Anklänge an frische, reife süßliche Fruchtaromen wie Äpfel und Birnen, sowie leicht kräutrige und würzige Noten, die geprägt sind von der kühlen und langsamen Gärung. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen geschmacklich bestätigt. Die gut ausbalancierte Säure lässt einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen entstehen, der dem Grauburgunder einen feingliedrigen Körper verleiht und ihm die nötige Substanz gibt. Seine geschmackliche Präsenz zieht sich sehr angenehm bis in den langen Abgang hinein, zugleich bei der nötigen Frische, die einen solchen spitzenmäßigen Grauburgunder zweifellos ebenfalls auszeichnet. Welch ein Geschmack und welche Freude das eine oder andere Glas mehr zu verkosten. Fabelhaft! 

Der 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Kabinett trocken hat 13,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 8 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken 

Wie gut die Burgunder vom Kaiserstühler Winzerverein wirklich sind, zeigt diese 2015er Grauburgunder Selektion Spätlese trocken. Gewachsen ebenfalls in der Ausnahme-Lage Oberrotweiler Käsleberg wurde dieser Grauburgunder unter die "Top Ten" in der Kat. III des Grauburgunderpreises 2016 gewählt. In der Kategorie III, der Premiumklasse, werden die besten Grauburgunder unseres Landes gewertet. Unter 113 vorgestellten Weinen wurde der hier verkostete 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken unter den zehn besten Weinen bestätigt. 

Die Bezeichnung Selektion zeigt an, dass es sich hierbei um ganz ausgesuchte Trauben-Partien handelt, die gesund und vollreif solche Spitzenweine entstehen lassen, die auch den verwöhntesten Genießer überzeugen. Im Glas zeigt sich die 2015er Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken in einem satten Gelb mit deutlichen Grünanteilen. Um den Wein in seiner gesamten Duftfülle kennenzulernen, ist es unumgänglich ihn zunächst richtig zu lüften. Dies geschieht indem man das Glas zunächst mehrere Male schwenkt, damit der Sauerstoff die Duftaromen komplett öffnet. Das Ergebnis sind sehr geschliffene Burgunderaromen, die an getrocknete Aprikose, reifer Apfel und Ananas erinnern. Gepaart sind diese Nuancen mit dezent würzigen Aromen, ebenso auch mit Vanille und Karamell. 

In Mund und am Gaumen werden die Duftanklänge geschmacklich bestätigt. Dabei zeigt sich der Grauburgunder als ein Wein von internationaler Klasse mit einem komplexen, strukturierten Aromabild. Der Grauburgunder ist gehaltvoll, kräftig, mit dichter Reife ausgestattet. Er verfügt über einen angenehmen Schmelz und vermittelt ein cremiges Mundgefühl. Sein langer Nachhall wird von einem zartbitteren Geschmackserleben gekrönt. 

Diese 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken ist wahrhaft ein exzellentes Aushängeschild für die Weine des Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil und gehört zum Besten was an Grauburgunder hierzulande überhaupt im Jahrgang 2015 kreiert worden ist. Chapeau! 

Der Wein hat 15% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius verkostet werden.

2014 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Spätlese Trocken "Riserva"

Eine weitere Pretiose aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg ist diese 2014er Grauburgunder Spätlese trocken, die den Zusatz "Riserva" trägt. Dies resultiert aus der Tatsache, wie dieser Grauburgunder ausgebaut wurde. Stark ertragsreduziert, sind die Trauben zu diesem Wein von Rebstöcken per Hand geerntet worden, deren Alter mindestens 20 Jahre und mehr waren. Den Ausbau hat Winzermeister Leopold Laible nach klassischer Art durchgeführt, wobei eine Teilmenge im Barrique gereift ist. 

Im Glas zeigt sich die 2014er Grauburgunder Spätlese trocken "Riserva" in einer kräftigen gelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Die olfaktorische Prüfung, die nicht ohne die nötige Portion Sauerstoff unternommen werden sollte, zeigt in der Nase eine leichte Vanille-Holzprägung, dazu frische, grüne und süßliche Noten sowie leicht herb-kräftige Aromen. Im Mund und am Gaumen werden sämtliche Anklänge geschmacklich bestätigt. Dabei ist die 2014er Grauburgunder Spätlese trocken "Riserva" kräftig, lebendig, von Holz strukturiert mit einem cremig weichen und herbfruchtigen Abgang. Der Wein besitzt eine gelungene Balance, die Aromen bilden mit der ansprechenden Säure eine ausgewogene Einheit, wobei die Tannine das Geschmacksbild prächtig ergänzen. Entsprechend ist das Alterungspotential dieser großartigen Grauburgunder Spätlese, einige weitere Monate auf der Flasche werden die "Riserva" noch besser werden lassen. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Oberrotweiler Henkenberg Ruländer Auslese 

Die hier verkostete 2015er Ruländer Auslese stammt aus einer weiteren Spitzenlage, in der der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil allerbeste Weine erzeugt. Es ist der Oberrotweiler Henkenberg, ein Weinberg dessen Bodenbeschaffenheit aus Vulkanverwitterungsgestein besteht. Die Lage Henkenberg ist vollständig, ohne Abschattung der Sonne ausgesetzt und direkt von den warmen Winden der burgundischen Pforte beeinflusst. Hier reifen exzellente Weine heran, so wie diese 2015er Oberrotweiler Henkenberg Rulander Auslese. 

Der Begriff Ruländer steht übrigens für die Weißwein-Sorte Grauburgunder, die als Ruländer traditionell aus sehr reifen und zum Teil edelfaulen Trauben gekeltert wird. Die Farbe des Weines im Glas ist ein leuchtendes Gelb-gold. Auch hier ist wieder Sauerstoff vonnöten, damit die Ruländer Auslese ihr gesamtes Potential, sowohl duftmäßig als auch geschmacklich anbieten kann. Danach werden frische reife und süßliche Fruchtaromen von Mango, Feigen und Datteln in der Nase wahrgenommen, dazu ein Hauch von frischen Kräutern und Eukalyptus. Die geschmackliche Bestätigung der Fruchtaromen findet anschließend im Mund und am Gaumen statt. Die jugendlich frische Auslese überzeugt mit viel Dichte, einer edlen Süße und mit einer lebendigen Fruchtsäure. Bei einem langen Nachhall werden alle geschmacklichen Feinheiten noch einmal bestätigt, ganz zur Begeisterung seiner Verkoster. Absolut gelungen diese 2015er Ruländer Auslese! 

Der Wein hat moderate 9,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2014 Oberrotweiler Spätburgunder Trocken 

Spätburgunder ist im Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil die mit Abstand am häufigsten kultivierte Rebsorte. Mit 45% der Sortenstruktur stehen die Spätburgunder Rotweine maßgeblich für die Kultur des Weinmachens in der Genossenschaft. Dass dies so ist, hat hauptsächlich mit dem idealen Terroir zu tun, das die Spätburgunder-Rebsorte hier am Kaiserstuhl vorfindet. Löß- und Lehmböden sind hier die Bodenart auf der die Spätburgundertrauben prächtig gedeihen. Das außerordentlich warme und sonnenreiche Klima trägt ebenfalls optimal dazu bei, dass solche Rotweine hier so grandios entstehen können.

Im Keller erhalten sie dann noch die spezielle Handschrift von Kellermeister Leopold Laible, der das ganze Potential seiner Lagen sortentypisch umsetzt. So entsteht ein authentischer Wein, wie dieser Oberrotweiler Spätburgunder trocken. 

Im Glas zeigt sich der Rotwein in einem dunklen Rubinrot mit orangen Reflexen. Benötigt ein Weißwein genügend Sauerstoff vor der olfaktorischen Prüfung, so gilt dies für einen gelungenen Rotwein erst recht. Die Nase darf hier beglückt weiche Röstaromen mit einer Erinnerung an Nougat und weißer Schokolade registrieren, sowie Anklänge von zartem Gerbstoff. Geschmacklich werden diese Aromen in Mund und am Gaumen bestätigt. 

Der 2014erSpätburgunder trocken ist kräftig, füllig und dicht. Frucht und der gut eingebundene Gerbstoff bilden einen gelungenen Geschmacksbogen und bei einem langen Abgang zeigen sich zudem weiche Röstaromen. Alles zusammen bildet ein großartiges Spätburgunder-Erlebnis und sorgt dafür, dass der Verkoster vollkommen von diesem gelungenen 2014er Spätburgunder eingenommen wird. Für das tägliche Glas Rotwein zur Entspannung ist er geradezu ideal, ebenso für alle Wildgerichte. Bestens! 

Der Wein hat  13,5% vol/alc und sollte leicht gekühlt  bei 18 Grad  Celsius getrunken werden.

2014 Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese Trocken 

Die Trauben zu der hier verkosteten 2014er Spätburgunder Spätlese trocken wurden in den besonderen Lagen des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil geerntet. Die Bodenbeschaffenheit dort besteht aus Vulkanverwitterungsböden, eine ideale Grundlage um großartige Spätburgunder zu erzeugen, die wie hier als Prädikatswein in der Qualitätsstufe Spätlese ausgebaut wurden.

Über die klimatischen Bedingungen wurde schon im Vorfeld reichlich gesprochen, deshalb kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass mit die besten Spätburgunder hierzulande in den Lagen am Kaiserstuhl gedeihen, eben wie diese 2014er Spätlese trocken. Gießt man zunächst den Spätburgunder ins Glas, animiert sofort die dunkel rubinrote Farbe das Auge des Verkosters, wobei auch die schwarzen Schatten auf eine intensive Konsistenz hinweisen.

Ohne langweilen zu wollen auch hier der Hinweis, den Wein zunächst ausgiebig zu belüften. Das olfaktorische Ergebnis sind intensive süßlich reife Fruchtaromen von Schwarzkirche, schwarzen Beeren und Pflaumen mit einer würzigen Note von Zimt und Gewürznelken. Deutlich werden alle Nuancen geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt. Dabei zeigt sich die 2014er Spätburgunder Spätlese trocken ausgesprochen füllig und mit einem weichen und feinen Gerbstoffcharakter. Zudem besitzt sie einen dichten Körper, ist bestens ausbalanciert und extraktreich. Bei einem langen Abgang zeigt sich noch einmal die Fülle der würzig, herb-fruchtigen Geschmacksintensität, die von der richtigen Säure getragen wird.

Die 2014er Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken ist einfach fabelhaft, da kann es bei einem Glas kaum bleiben.

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei gekühlten 18 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken 

Die jetzt verkostete 2015er Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken wurden in Lagen kultiviert, deren Böden aus Vulkanverwitterungsgestein mit Lößauflage bestehen. Als Spätlese trocken ausgebaut hat dieser Spätburgunder seine endgültige Reife im Barrique erlangt. Es wird generell zwischen primären, sekundären und tertiären Aromen im Wein differenziert. Der Ausbau im Barrique erzeugt tertiäre Aromen, in Unterscheidung zum primären Geschmack der Trauben und der sekundären Gärung. Direkt auf das Barrique zurückzuführen sind Vanillearoma und der Geschmack von Gerbstoffen. Ein weiterer Effekt ist eine wesentlich längere Lagerfähigkeit, die bei dieser 2015er Spätburgunder Spätlese trocken durchaus bis zu 10 Jahren möglich ist.

Im Glas zeigt sich die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken in einer dunklen rubinroten Farbe mit brillanten Reflexen. Der Ausbau im Barrique fordert geradezu optimalen Sauerstoff, etwa indem man den Spätburgunder dekantiert, also in einen Dekanter ungefähr zwei Stunden vor der Verkostung umfüllt und falls ein solches Gefäß nicht vorhanden ist, sollte man die Flasche 3 bis 4 Stunden zuvor öffnen und offen stehen lassen.

Der Sauerstoff lässt die bitteren Gerbstoffe dann verflüchtigen. Bei solchen jungen Weinen, wie diese 2015er Spätlese trocken ist dies ein unbedingtes Muss, will man schon einmal die ganze Potenz dieses Weines erleben. Jetzt auch registriert die Nase die Vielfalt von unterschiedlichen Duftnoten. Neben der immer noch deutlichen Barriqueprägung zeigen sich gut eingebundene Aromen, die an Rauch, Leder, Tabak, Zedernholz aber auch an Vanille, Schokolade und Mokka erinnern. Im Mund und am Gaumen werden entsprechend geschmackliche Erfahrungen gemacht.

Dier 2015er Spätburgunder Spätlese zeigt sich bereits jetzt als äußerst gehaltvoll, sie ist sehr dicht im harmonischen Miteinander eines kräftigen Körpers mit feiner Burgunderfruchtigkeit. Der Wein punktet mit seinen herben Aromen und ist dabei komplex und mit einem entsprechenden Finish versehen.

Jetzt noch ein "Jungspund" mit viel Potential wird er auf der Flasche noch weiterhin reifen und an Klasse hinzugewinnen. Spätburgunder-Freunde werden begeistert sein, so wie auch der Badische Weinbauverband, der ihr die Goldene Kammerpreismünze verliehen hat.

Dier 2015er Oberrotweiler Spätburgunder Spätlese trocken im Barrique ausgebaut, hat 13% vol/alc und sollte bei leicht gekühlten 18 Grad Celsius genossen werden.

2013 Oberrotweiler Henkenberg Spätburgunder Selektion trocken 

Die Trauben zu diesem 2013er Spätburgunder Selektion trocken sind in einer der drei Spitzenlagen des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil gewachsen, nämlich dem Oberrotweiler Henkenberg. Die Lage Henkenberg verfügt über Vulkanverwitterungsböden, eine optimale Bodenart um sehr gehaltvolle Spätburgunder zu kultivieren. Um eine solche Qualität zu erzeugen, wie bei diesem 2013er Spätburgunder bedarf es einer Sonderlese aus über 20 Jahre alten Rebanlagen und einem speziellen Holzfassausbau. Das Ergebnis ergibt dann die Edition Selektion, die hier auf höchste Qualität hinweist.

Zunächst besticht die 2013er Spätburgunder Selektion trocken mit einem dichten, dunklen Rubinrot im Glas. Auch hier wieder zunächst der obligatorische Sauerstoff bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Die Nase nimmt anschließend intensive Anklänge wahr, die an fruchtige Aromen wie Kirsche, Brombeere, Heidelbeere, Holunder und Pflaume erinnern und durch Nuancen von Lakritz, Karamell und Nuss-Nougat ergänzt werden.

Geschmacklich werden die Aromen-Komponenten im Mund und am Gaumen sehr angenehm bestätigt, wobei der 2013er Spätburgunder Selektion trocken zudem mit einer kräftigen Tanninstruktur aufwartet, die im Geschmack die komplexe Aromatik unterstreicht. Der Wein ist ausdrucksstark und verfügt über ein feingliedriges Zusammenspiel von Burgunderdichte, Frucht, Frische und schließlich über einen feinherben langen Abgang, der noch einmal die gesamte Pracht der Geschmacksfülle Revue passieren lässt.

Die Klasse dieses 2013er Oberrotweiler Henkenberg Spätburgunder Selektion trocken hat der Badische Weinbauverband ebenfalls mit einer Goldenen Kammerpreismünze bestätigt. Maximal!

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 Grad Celsius verkostet werden.

2011 Blauer Spätburgunder trocken „Riserva“ 

Der hier verkostete 2011er Blauer Spätburgunder trocken trägt die zusätzliche Bezeichnung "Riserva", denn die Trauben zu diesem Wein stammen von über 25 Jahre alten Rebstöcken, die auf Vulkangestein gewachsen sind und deren Ertrag stark reduziert wurde, damit nur hoch gesundes und bestens ausgereiftes Lesegut zur Vinifizierung dieses Blauen Spätburgunders in den Keller kommt. Gelesen wurden die Trauben von den Oberrotweiler Winzern per Hand.

Kellermeister Leopold Laible hat den Spätburgunder anschließend traditionell im Holzfass ausgebaut und dabei eine Teilmenge im Barrique reifen lassen. Dies gibt dem Wein nicht nur eine große Aromenvielfalt, sie beschert gleichzeitig auch noch lange Lagerfähigkeit.

Im Glas zeigt sich der 2011er Blauer Spätburgunder trocken "Riserva" in einer tiefdunklen rubinroten Farbe mit schwarzen Schatten. Alles was zuvor über die Belüftung mit Sauerstoff gesagt wurde, gilt für diesen Ausnahme-Spätburgunder ganz besonders.

Ihn 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu dekantieren, ist für einen solchen Spitzen-Rotwein geradezu ein Vergnügen für jeden Spätburgunder-Liebhaber, kann er doch sicher sein, dass alle großartigen Vorzüge dieses Weines sowohl duft- als auch geschmacksmäßig später voll zur Geltung kommen.

Die Nase erfreut sich jetzt an kräftigen Noten von Rauch und Leder, ebenso peffrige Noten nach Paprika und Eukalyptus, die einhergehen mit zarten Cassisnoten. Geschmacklich findet die entsprechende Bestätigung im Mund und am Gaumen statt, wobei sich zusätzlich weiche Röstnoten mit deutlicher Herbe heraus kristallisieren.

Der Wein punktet mit viel Pinot-Frucht, ist ausdrucksstark, sehr komplex und dicht und überzeugt mit einer kräftigen Struktur. Er besitzt viel Alterungspotential, was so viel bedeutet wie eine absolut vielversprechende Zukunft. Jetzt schon ein ganz Großer wird er peu a peu in den kommenden Jahren seinen absoluten Zenit erreichen. Dann braucht er den Vergleich mit besten Spätburgundern aus dem benachbarten Burgund nicht zu scheuen, sein Niveau und seine erstklassige Qualität überzeugen komplett. Grandios!

Der Oberrotweiler Blauer Spätburgunder trocken "Riserva" hat 14% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.

2015 Jahrgangs-Sekt Oberrotweiler Käsleberg Muskateller Extra Trocken 

Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil erzeugt, wie zuvor verkostet, Weine auf Spitzen-Niveau. Da ist es nur folgerichtig, dass in der Genossenschaft auch Sekte kreiert werden, die ebenso großartig sind. Bekanntlich ist ja ein Sekt oder Champagner nur so gut, wie der Grundwein der zur Versektung genommen worden ist. Um absolute Qualität zu gewährleisten wurde das Verfahren der traditionellen Flaschengärung gewählt, ein Garant für diesen 2015er Jahrgangs-Sekt. Der Basiswein aus der Muskateller-Traube ist auf Vulkanverwitterungsböden in den Lagen der Genossenschaft Oberrotweil kultiviert worden. Der Sekt wurde extra trocken ausgebaut.

Nachdem der 2015er Oberrotweiler Muskateller Sekt extra trocken ins Glas gegossen worden ist, fällt zugleich neben der hellgelben Farbe, die mit leichten grünen Nuancen durchsetzt ist, die besonders feine Perlage auf, die kontinuierlich im Glas aufsteigt und sofort Frische und Spritzigkeit signalisiert. Dabei steigt ein feiner Duft nach Akazienblüten und reifen Früchten in die Nase, ebenso ein feines Muskatellerbukett, verbunden mit einer lebendigen Frucht.

Der erste Schluck bestätigt aufs Angenehmste sowohl Aromenfülle als auch die begeisternde Frische. Alles zusammen zeigt wie fruchtig und gehaltvoll dieser großartige Sekt ist, dessen feinstrukturierte Fruchtsäure nur eines zulässt, erneut sich mit dem nächsten Schluck an diesem Sekt-Erlebnis zu erfreuen.

Natürlich ist der 2015er Oberrotweiler Muskateller Sekt extra trocken als Aperitif hoch willkommen, ebenso bei festlichen Anlässen, bei einer Party oder im Kreise guter Freunde ist er allerdings der absolute "Gute-Laune-Spender".

Der Jahrgangs-Sekt hat 12,5 vol/alc und sollte gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad Celsius erlebt werden.

2014 Jahrgangssekt Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Brut 

Ein weiteres Highlight aus dem Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist dieser grandiose 2014er Jahrgangssekt, dessen Grundwein ein ausgesuchter Grauburgunder aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg ist. Dass auf den speziellen Löß- und Lehmböden im Käsleberg außerordentliche Grauburgunder kultiviert werden, zeigen die zuvor besprochenen Weine dieser Rebsorte.

Damit ist die Basis der Grundweine perfekt, um nach Art der traditionellen Flaschengärung (Méthode champenoise) einen Sekt zu kreieren, der bei der Versektung "brut" ausgebaut wurde. Die französische Bezeichnung "brut" lässt sich auf Deutsch am besten mit "herb" benennen, sie zeigt an, dass es sich dabei um einen herben, frischen, feinperligen Sekt handelt, so eben wie dieser 2014er Jahrgangssekt Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder.

Auch hier fällt sofort im Glas die überaus feine Perlage auf, die fortlaufend an die Oberfläche schwebt. Dabei strahlt der Sekt in einer blassen strohgelben Farbe, sehr elegant und in einer weichen, schlanken Art. Im Mund und am Gaumen entwickelt sich dann ein überaus angenehmes Sektgefühl, frisch, geschmacklich ausbalanciert, von herber Eleganz und beeindruckender Präsenz. Dieser großartige Winzersekt hat alles was einen Spitzensekt ausmacht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande die Kenner einen solchen edlen Sekt einem guten Champagner vorziehen.

Als Aperitif und zu festlichen Anlässen absolut willkommen, ist der 2014er Jahrgangs-Sekt Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Brut jedoch bei trauter Zweisamkeit geradezu ideal.

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 7 bis 8 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt mit viel Lust und großer Freude die 5 Weissweine, die 5 Rotweine und 2 Sekte vom Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verkostet und genossen haben, hier nun abschließend unser Fazit:

Alle Weine und Sekte haben uns durchweg außerordentlich gut gefallen, sie besitzen höchstes Niveau und eine großartige Qualität. Ausgehend von den Ausnahme-Lagen hier am Kaiserstuhl ist es den Winzern der Genossenschaft Oberrotweil mit Winzermeister Leopold Laible und seiner ganzen Mannschaft gelungen, sehr authentische, sortentypische und absolut charaktervolle und individuelle Weine und Sekte zu kreieren. Sie spiegeln aufs Beste das Terroir wider. Dabei sind sie je nach Ausbau ideal für das tägliche Glas Wein oder stellen ganz große Weine dar, die einen Ausnahme-Charakter besitzen und die mit viel Potential viele Jahre selbst den anspruchsvollsten Weinfreund verwöhnen. Uns jedenfalls haben die Weine und Sekte begeistert und da stehen wir nicht allein, denn die lange Liste von Auszeichnungen und Prämierungen sprechen eine ganz deutliche Sprache, gehört doch der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil seit Jahren auch zu den 100 besten Betrieben der DLG- Bundesweinprämierung.

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG und können den Wein dort bestellen: http://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/

Rezension:Weinland Königsbach-Neustadt 2 Weissweine, 1 Rosé, 2 Rotweine und ein roter Sekt

Foto:  Helga König
Die Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt ist eine Fusion, die aus den ehemaligen Winzergenossenschaften Königsbach-Neustadt und dem Ruppertsberger Winzerverein Hoheburg entstanden ist. Sowohl die geografische Nähe, als auch das gemeinsame Qualitätsbewußtsein führte beide Genossenschafte zusammen, ebenso wirtschaftliche Erwägungen, um beide Genossenschaften unter einem Dach zu vereinigen. So entstand eine der großen Erzeugergemeinschaften in der Pfalz. Seinen Hauptsitz bezog Weinland Königsbach-Neustadt in dem malerischen und überaus idyllischen Weinort Königsbach, einer Gemeinde die von jeher vom Wein geprägt ist. 

Hier werden seit Jahrhunderten allerbeste Weine erzeugt, sind doch die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima perfekt für solche Rebsorten wie Riesling als Weisswein und Portugieser, Dornfelder und Spätburgunder bei den roten Sorten. Königsbach ist heute ein Stadtteil von Neustadt, der Metropole der Pfalz. Insgesamt sind die klimatischen Bedingungen in dieser Region nahezu ideal, geben es hier ja die meisten Sonnenstunden in Deutschland, ein wichtiger Garant für beste Weine. Bereits seit dem späten Mittelalter werden die Weine aus Königsbach außerordentlich geschätzt. Sie stammen doch aus so berühmten Lagen wie "Königsbacher Ölberg" und "Königsbacher Idig". 

Natürlich ist es möglich die Weine Vorort direkt in der Kellerei vom Weinland Königsbach-Neustadt bei einer fröhlichen, informativen Weinprobe im romantischen Weinkeller oder dem Kelterhaus kennenzulernen. Hier besteht die Möglichkeit, die gesamte Palette an Weiss-, Rosé und Rotweinen kennenzulernen, bis hin zu edelsüßen Auslesen oder beste Rote, die in Barrique ausgebaut wurden zu verkosten, ebenso spritzige Sekte. Danach sollte man es nicht versäumen sich in der Hausgaststätte "Königsbacher Winzerstuben" an einem Essen mit Pfälzer Spezialitäten zu erfreuen. 

Wer es gerne luftig und lustig mag, dem sei die Planwagenfahrt durch die Weinberge mit dem schönen Blick in die Rheinebene empfohlen. Auch hierbei lernt man die tollen Weine der Kellerei kennen, dort wo sie gewachsen sind. Zu empfehlen ist auch ein Besuch der Vinothek von Weinland Königsbach- Neustadt im Zentrum von Neustadt selbst, wo neben den vielfältigen Weinen und Sekten der Kellerei auch Spirituosen, Essig & Öl und auch noch andere Gaumenfreuden zur Verkostung angeboten werden. 

Die ausgiebige Fachberatung gibt es sowohl in der Kellerei in Königsbach, als auch in der Vinothek in Neustadt. Dafür sorgt das freundliche und sehr kompetente Team vom Weinland Königsbach-Neustadt, denn wer sollte die großartigen Weine und Sekte besser kennen, wie die Damen und Herren, die es ermöglicht haben, dass solche herrlichen Tropfen überhaupt existieren.

Bestätigt wird dies von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die viele Weine mit Gold-,Silber und Bronzemedaillen ausgezeichnet hat und auch bei der AWC Vienna Wine Challenge haben die Weine von der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt beste Noten erhalten. Nun aber zur Sache, es gilt die Weiss-Rosé- und Rotweine nebst dem roten Sekt zu testen. 

 Foto: Helga König
2015 Chardonnay Trocken 

Der hier verkostete 2015er Chardonnay trocken ist in den besonderen Lagen von Königsbach gewachsen, einem kleinen Weinort, der heute zu Neustadt gehört. Die Weinberge in diesem pittoresken Dorf- Idyll besitzen großartige Voraussetzungen, um allerbeste Weine hervor zu bringen, besteht doch hier ein spezielles Mikro-Klima und eine besondere Bodenbeschaffenheit. Beides eignet sich ideal für den hier kultivierten 2015er Chardonnay trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Hellgelb mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Chardonnay genügend Zeit lassen sich mit Sauerstoff zu vermählen. Jetzt zeigen sich schöne Anklänge in der Nase, die an feine Honignoten, an Minze und an Melisse erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Komponenten bestätigt und durch eine angenehme Säure ergänzt. Die Balance zwischen Frucht und Säure ist sehr gelungen, zudem verfügt der 2015er Chardonnay über einen kräftigen Körper mit einem intensiven Geschmack. Sein langer Abgang bestätigt noch einmal seine ganze Klasse und zeigt wie gelungen dieser Chardonnay ist. 

Deshalb auch haben die Juroren auf der AWC Vienna, der größten international anerkannten Weinbewertung der Welt diesem 2015er Chardonnay trocken die Auszeichnung in Silber verliehen.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Riesling Kabinett Trocken Königsbacher Ölberg 

Dieser 2015er Riesling stammt aus der Einzellage Königsbacher Ölberg, eine der beiden besonderen Lagen in denen die Winzer der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt ihre exzellenten Weine kultivieren. Diese Spitzenlage wurde bereits bei der Kgl. Bayr. Bodenbewertung von 1828 zu den besten Lagen in der Pfalz gezählt. Der Boden besteht aus einem bunten Mix aus Lehm, Buntsandstein, Merkelkalk und Kalksteingeröll. Durch die süd-östliche Neigung ist der Weinberg zur Morgensonne gerichtet, die ihn bis in den Nachmittag durch direkte Strahlung aufwärmt. Seine vor Kaltluft geschützte Lage hält die Wärme wie in einem Kessel fest. So können hier allerbeste Rieslinge entstehen, wie dieser 2015er Riesling Kabinett trocken. 

Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Auch bei diesem wunderbaren Riesling hilft der nötige Sauerstoff, um die ganze Duft- und Geschmacksfülle des Weines zu ermöglichen. Die Nase nimmt höchst animierende Duftnoten von Zitrus-, Pfirsich- und Honignoten wahr, die auch in Mund und Gaumen bestätigt werden. Begeisternd ist zudem das gelungene Frucht-Säure-Spiel, das ein besonders geschmackliches Erleben verspricht. Der frische zitronige lange Abgang komplettiert den herrlichen Gesamteindruck dieses exzellenten 2015er Riesling Kabinett trocken Königsbacher Ölberg. 

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz hat den Wein mit der Silbernen Kammerpreismünze ausgezeichnet. 

Der 2015er Riesling Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Rosé Trocken 

Der jetzt verkostete Wein ist ein 2015er Rosé, der trocken ausgebaut wurde. Basis zu diesem Rosé ist eine rotbeerige Traube. Beim Keltern hat der weiße Rebsaft nur kurz auf der Maische verbracht, sodass der rote Farbstoff aus der Beerenhaut dem Wein diesen besonderen Rosé-Ton verleihen konnte. Geprägt von den intensiven Aromen einer Rotwein-Traube ist der 2015er Rosé trocken doch sehr frisch und spritzig. Das macht ihn zu einem Wein der sich ideal als Begleiter zu einem sommerlichen Grillfest eignet, natürlich aber auch zu jeder Form von Antipasti. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer strahlenden Erdbeer-Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Auch hier ist Sauerstoff vonnöten, will man den Wein in seiner Gesamtheit kennenlernen. Jetzt wird die Nase von Duftnuancen betört, die an Erdbeeren und Himbeeren erinnern, ebenso auch an leichte Anklänge von Pfirsichnoten. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich bestätigt. Eine erfrischende Säurestruktur trägt die Fruchtnoten famos und gibt diesem 2015er Rosé trocken gleichzeitig einen langen fruchtbetonten Nachhall, der das gesamte Geschmacksbild abrundet. 

Der Wein verfügt über viel Substanz, ebenso über eine nicht zu unterschätzende Kraft und kommt doch frisch und animierend daher. Er stellt die ideale Möglichkeit dar für alle, die sich zwischen einem Weiß- und einem Rotwein nicht entscheiden möchten. Großartig! 

Der Wein hat 13% vol/alc  und sollte bei 8-10 Grad getrunken werden.

 Foto: Helga König
2014 Cabernet Dorsa Trocken 

Dieser 2014er Rotwein trocken stammt von der Rebsorte Cabernet Dorsa. Dabei handelt es sich um eine deutsche gezüchtete Rotweinsorte, die aus einer Kreuzung von Blaufränkisch und Dornfelder entstanden ist. Mit 78 ha Rebfläche ist die Pfalz mit Abstand das größte Anbau-Gebiet für diese Rebsorte. Damit ein solcher Rotwein auch richtig reifen kann, benötigt er Sonne und Wärme. Alles dieses ist in den Weinbergen von Königsbach und Umgebung absolut gegeben. Dies bestätigt auch der kräftige Alkohol-Gehalt des hier verkosteten 2014er Cabernet Dorsa trocken, der auf eine lange intensive Reifezeit hin deutet. 

Die Farbe des Weines im Glas ist tiefrot und die intensive Konsistenz, die sich dem Auge bietet, zeigt an wie dicht und konzentriert der 2014er Cabernet Dorsa trocken ist. Benötigen die Weissweine entsprechend viel Sauerstoff, um sich komplett zu öffnen, so gilt dies für alle Rotweine erst recht. Nach einer guten Belüftung erlebt die Nase wunderbare olfaktorische Eindrücke, die an Vanille und Rauch erinnern. 

Im Mund und am Gaumen punktet der Wein geschmacklich mit einer saftigen Würze und sehr viel Beerenfrucht. Dabei zeigt er sich komplex, wohl strukturiert und mit der richtigen Balance zwischen Frucht und Säure. Der 2014er Cabernet Dorsa trocken verfügt über einen kräftigen Körper und ist geschmacklich sehr intensiv, ohne dominant zu sein. Dies wird bei einem langen Finish erneut bestätigt. Damit zeigt der Wein, dass er einen großen Charakter besitzt, sein Alkohol-Gehalt macht ihn zu einem "ganzen Kerl". Wunderbar! 

Der 2014er Cabernet Dorsa hat 14,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad genossen werden. 

2014 Mithras Rotwein Cuvée Trocken 

Diese 2014er Cuvée ist aus den Rebsorten Cabernet Dorsa, Dornfelder, Merlot und Cabernet Sauvignon entstanden. Alle roten Rebsorten werden in den Weinbergen der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt kultiviert. Welches exzellente Terroir hier vorherrscht, ist bereits zuvor angeklungen, sind doch bestimmte Einzellagen, wie z.B. der Königsbacher Ölberg mit am besten von allen Weinbergen in der Pfalz schon vor fast 200 Jahren bewertet worden. 

Ein solches Terroir bringt großartige Rotweine zustande, wie die hier zum Cuvée vereinten Rotwein-Sorten. Für den gelungenen Ausbau sorgt dann das Team, das für die Vinifizierung der Weine mit viel Wissen und größter Mühe gesorgt hat. Entstanden ist so diese kräftige, prächtige 2014er Mithras Rotwein Cuvée trocken. Der besondere Name dieses Rotweines bezieht sich auf den Kult des persischen Lichtgottes Mithras. Römische Legionäre haben einst diesen Kult in die Region der Pfalz gebracht. Durch das Christentum wurde später der Mithras-Kult allmählich verdrängt. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer dunkelroten, intensiven Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Um die komplette Palette der Fruchtaromen mit der Nase wahrzunehmen, bedarf es auch jetzt einer genügenden Portion Sauerstoff, um die einzelnen Nuancen zu unterscheiden. Besondere Anklänge an unterschiedliche dunkle Beerenfrüchte werden olfaktorisch registriert und dann im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. 

Die 2014er Rotwein-Cuvée ist dicht, sehr konzentriert im Geschmack, dabei komplex und vielschichtig. Sein kräftiger Körper überzeugt mit einer gelungenen Balance zwischen Frucht-Anklängen und der sie tragenden angenehmen Säure. Der lange Abgang bestätigt erneut wie weich und rund die Cuvée daherkommt und jeden Rotwein-Liebhaber so absolut überzeugt. Dies hat auch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz so gesehen und hat die 2014er Mithras Rotwein Cuvée mit der Goldenen Kammerpreis-Münze ausgezeichnet. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Sekt Königsbacher Meerspinne Dornfelder Halbtrocken. 

Nicht nur exzellente Weine werden in der Kellerei Weinland Königsbach-Neustadt kreiert, ebenso gilt dies für die Sekte die hier angeboten werden. Bekanntlich ist ein Sekt oder Champagner so gut, wie die Grundweine die zur Versektung genommen worden sind. Zu diesem 2015er Sekt hat die Basis ein Wein von der Rebsorte Dornfelder gelegt. Gewachsen sind die Rotwein-Trauben in der exzellenten Lage Königsbacher Meerspinne. Im Keller wurde dieser Dornfelder dann halbtrocken ausgebaut, um so die idealen Voraussetzungen anzubieten, versektet zu werden. Welche außerordentliche Qualität hier entstanden ist, zeigt, dass dieser Sekt von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit der Silbernen Kammerpreismünze bewertet wurde. 

Nachdem der 2015er Königsbacher Meerspinne Dornfelder Halbtrocken ins Sekt-Glas gegossen wurde, fällt neben der kräftigen rötlichen Farbe sofort auch die feine Perlage auf, die langsam und stetig an die Oberfläche steigt. Sie ist es auch, die für die feinen Nuancen sorgt, die von der Nase mit Freuden aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um Anklänge von Brombeere, Johannisbeere und Holunder. 

Diese Aromen werden geschmacklich in Mund und Gaumen bestätigt, wobei der halbtrockene Ausbau des Dornfelders dem Sekt eher eine besondere Fruchtigkeit verleiht. Gleichzeitig ist der Sekt spritzig und frisch, die beste Voraussetzung, um auf einem Empfang oder einer Party besonders bei den Damen einen wohlschmeckenden Eindruck zu hinterlassen und sie begeistert. Dies kann jedoch nicht hinderlich sein, auch den Geschmack vieler Herren zu treffen. 

Dieser Sekt hat 12,5% vol /ald und sollte bei 6 bis 8 Grad  Celsius getrunken werden.

Alle hier verkosteten Weiss- Rosé- und Rotweine und auch der Sekt haben absolut überzeugt, sind sie doch von bester Qualität und höchstem Niveau. Zugleich muss unbedingt auf das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis hingewiesen werden, das die Kellerei Königsbach-Neustadt ganz besonders auszeichnet. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König 


Weinland Königsbach-Neustadt GmbH 
Deidesheimer Str. 12 
67435 Neustadt/Königsbach 
Tel.: 06321 890093-0 
Fax: 06321 890093-67 
E-Mail: info@wg-Koenigsbach-nw.de 
Internet: http://www.wg-koenigsbach-nw.de/weine/probierpaket/probierpaket-bunte-erlebniswelt.html

Rezension: Wachtenburg Winzer, Wachenheim an der Pfälzer Weinstraße, 3 Weißweine, 2 Rotweine und 1 Winzer-Sekt

 Foto: Helga König
Die Wachtenburg Winzer, eine eingetragene Genossenschaft, genannt nach der Burgruine Wachtenburg sind ein Pfälzer Mehrfamilienbetrieb, der in Wachenheim an der Weinstraße seit über 110 Jahren exzellente, hoch dekorierte Weine und Sekte kultiviert.

24 Winzerfamilien, mit einer Gesamt-Rebfläche von 335 ha arbeiten generationsübergreifend gemeinsam auf ein großes Ziel hin, die Qualität ihrer Weine stetig zu verbessern. Dies erreichen sie, indem sie traditionelles Wissen und die große Erfahrung mit der modernsten Kellertechnik vereinen. Es ist die Leidenschaft für das Kulturgut Wein, das sie gemeinsam umtreibt, um diese Weine auf höchstem Niveau zu erzeugen.

Dies wird erreicht durch eine möglichst naturnahe Weinbergspflege, intensive Laubarbeit und eine selektive Handlese, alles Arbeitsschritte die die Voraussetzung für eine optimale Qualität bilden. Das Ergebnis ist entsprechend großartig.

Die Wachtenburg Winzer wurden 2012 als die Genossenschaft in Deutschland ausgezeichnet, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis besitzt. Im 2016er Genossenschaftstest der Zeitschrift Weinwirtschaft wurden sie wieder mit den Spitzen- Plätzen ausgezeichnet. Ein derartig beeindruckendes Ergebnis schafft Zufriedenheit bei den Winzerfamilien, gibt den nötigen Schub und die Energie für eine weitere Optimierung ihrer Weine und hinterlässt Freude und Genugtuung bei den Freunden und Liebhabern der großartigen Wachtenburg-Weine.

Auf dieser Rebfläche von 335 ha werden in 11 Einzellagen 13 Weißwein- und ebenso 11 Rotwein-Sorten kultiviert. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Riesling, Weiß- und Grauburgunder im weißen Bereich, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon im roten. Daneben werden auch Weine aus den Rebsorten Chardonnay, Sauvignon Blanc, Rieslaner, Gewürztraminer und Scheurebe, aber auch Dornfelder, Merlot, Acolon, St. Laurent und Frühburgunder erzeugt.

Die besonderen Lagen sind: Wachenheimer Königswingert, Wachenheimer Fuchsmantel, Wachenheimer Gerümpel und Wachenheimer Altenburg. Hier wächst, befördert durch alte Reben allerbestes Traubengut heran. Wenn durch Rebrückschnitt eine einzige Traube pro Trieb sich bestens entfalten kann, und das Laub so gestutzt wird, dass  Sonneneinstrahlung im Überfluss gewährleistet ist und die Trauben gut durchlüftet sind, dann trägt dies ebenfalls zu optimalen Weinen bei. 

Reduzierter Ertrag fördert maßgeblich die Qualität. Dadurch entstehen Weine von großer Individualität, eigenem Charakter und entsprechender Authentizität, eben Premium-Weine, die als Edition "SL" angeboten werden.

Neben den Winzerfamilien sind es ebenso die Mitarbeiter der Genossenschaft, die ihr ganzen Können und Herzblut für die großen Weine geben. Bei so viel Engagement bleibt es nicht aus, dass es wahrlich Prämierungen regnet. Da ist es doch ein Muss, diese den Lesern mitzuteilen, als da sind u.a.: Fachmagazin Weinwirtschaft: Platz 1 in der Pfalz, Platz 2 in Deutschland von allen Genossenschaften überhaupt. Meininger Verlag: Sieger des Genossenschaftstest 2012 für "Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis". DLG Top 100  Auszeichnung zu den 100 besten Weinbaubetrieben in Deutschland. AWC Vienna, der größten weltweit anerkannten Weinbewertung 2015: Zwei Mal Gold und drei Mal Silber. 39 Gold- und 113 Silbermedaillen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz 2014/2015. 34 Gold- und 23 Silbermedaillen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft 2014/2015, und und und.

Deutlicher kann eine Aussage zur besten Qualität der Weine von den Wachtenburg Winzern eigentlich nicht ausfallen. Doch damit genug der Theorie, jetzt gilt es voller Vorfreude die 6 Weine zu verkosten.

 Foto: Helga König
2015 Weissburgunder trocken Edition "SL" 

Dieser herrliche 2015er Weissburgunder trocken, ein Premium-Wein aus der Edition "SL" (Selektive Lese) stammt aus den namhaften Lagen der Wachtenburg Winzer. Die Bodenbeschaffenheit besteht hier je nach Weinberg aus Kies, Schotter, Lehm, Kalksteingeröll und Basaltstein, Böden die feine Aromen mit Kraft und Körper hervorbringen und die sich mit Eleganz und Mineralität vereinen. Das exzellente Terroir wird klimatisch ergänzt durch heiße Tage und kühle Nächte.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Hellgelb mit brillanten Reflexen. Zur optimalen olfaktorischen Prüfung dient eine genügende Portion Sauerstoff, zumal der 2015er Weißburgunder noch recht jung ist. Danach zeigen sich herrlich klare Fruchtaromen, die an Äpfel und Zitusfrüchte erinnern. Diese werden im Mund und am Gaumen bestätigt und durch eine geschmackvolle Säure ergänzt.

Der wunderbare Frucht-Säure-Bogen zeigt nicht nur seine besondere Frische, sondern punktet auch noch mit einem langen Nachhall. Ausgezeichnet wurde dieser 2015er Weißburgunder trocken Edition "SL" mit der Goldenen Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Dieser Wein eignet sich ideal zu einer fröhlichen Runde mit Freunden, beim sommerlichen Grillen oder einfach nur so für das tägliche Glas Wein zur Entspannung und Erbauung.

Der Weißburgunder hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

 Foto: Helga König
2015 Grauburgunder trocken Edition "SL" 

Dieser 2015er Grauburgunder trocken Edition "SL" (Selektive Lese) verkörpert auf sehr authentische Weise das Terroir der Weinberge der Wachtenburg Winzer, die in den Gemarkungen Wachenheim, Forst und Deidesheim zu finden sind. Naturnahe Bearbeitung der Lagen garantiert ebenso wie die selektive Handlese und die schonende Weiterverarbeitung im Keller eine Top-Qualität. Dabei zeichnen sich die Weine durch ihren unverkennbaren Charakter und die intensiven Eigenaromen aus, ganz so, wie es der hier verkostete 2015er Grauburgunder trocken demonstriert. 

Die Farbe im Glas ist ein zartes Gold- Gelb mit brillanten Reflexen. Auch bei diesem jungen Grauburgunder ist Sauerstoff ein Thema, möchte man doch schließlich alle Duftnoten und Aromen komplett wahrnehmen, die er anzubieten hat. Anklänge an Sommeräpfel, Wiesenblumen und Mandeln werden mit der Nase registriert und geschmacklich durch Mund und Gaumen bestätigt. Der 2015er Grauburgunder trocken besitzt einen kraftvollen massiven Körper, ein feines Säurespiel und ist dabei aromatisch und bestens ausbalanciert. Sein langanhaltendes Finish zeigt noch einmal die ganze Fülle, die dieser höchst geschmackvolle Grauburgunder besitzt. 

Zu Recht hat er die Goldene Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz erhalten. Da macht das Weintrinken besonders viel Spaß. Herrlich! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Wachenheimer Gerümpel Riesling Spätlese trocken,  "Premium Wachtenburg" 

Der Name "Wachenheimer Gerümpel" klingt nicht nur im Ohr eines eingefleischten Kenners der Weinszene wie eine Offenbarung, selbst für den normalen Weintrinker, der besonders die Pfälzer Weine schätzt, ist es kein Geheimnis, dass in dieser großen Lage herausragende Weine wachsen. Tatsächlich gehört die Lage "Wachenheimer Gerümpel" zu den Spitzenlagen in der Pfalz, ja in ganz Deutschland.

Der Verband der Prädikatsweingüter qualifiziert sie als "Große Lage", das Optimum was es diesbezüglich gibt. Aber nicht nur die VdP-Winzer kultivieren hier ganz große Rieslinge, dies gelingt auch vorzüglich den Wachtenburg Winzern, die aus den Trauben der Lage "Wachenheimer Gerümpel" diese großartige 2015er Riesling Spätlese trocken vinifiziert haben.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Wird die junge Spätlese mit dem nötigen Quantum Sauerstoff vermählt, zeigen sich in der Nase wunderbare, leichte Pfirsicharomen neben Anklängen von Sommerapfel und Karambole. Diese olfaktorischen Fruchtaromen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt.

Getragen von einer feingeschliffenen Säure wird der Geschmack von einer bodengeprägten Mineralität ergänzt. Der Wein verfügt über eine komplexe Struktur und bei der entsprechenden Balance zeigt er bei seinem langen Nachhall auch noch eine wohltuende Frische.

Dieser 2015er Wachenheimer Gerümpel Riesling Spätlese trocken hat alle Eigenschaften eines rassigen Rieslings von ganz besonderer Art. Die Liebhaber dieser Rebsorte werden beglückt sein. Beglückt waren auch die Juroren der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz, sie prämierten diesen Spitzen-Riesling mit der Goldenen Kammerpreismünze.

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

 Foto: Helga König
2014 Spätburgunder trocken 

Die Wachenheimer Lagen bieten mit ihren lockeren und Wärme-speichernden Lagen geradezu ideale Bedingungen für den Anbau hochklassiger Burgunder. Neben der geeigneten Bodenbeschaffenheit ist es das besondere Klima, das gerade für einen großartigen Spätburgunder nicht besser sein könnte.

Die Pfalz hat mit die meisten Sonnenstunden in Deutschland, ebenso auch die wärmsten Temperaturen. Insgesamt ist das Terroir ideal, hier fühlt sich die Spätburgunder-Rebe sehr wohl und die Weine der Wachtenburger Winzer bestätigen dieses eindeutig, sind die Spätburgunder doch eine Klasse für sich.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem intensiven Burgunder-Rot. Sollten die Weißweine richtig gelüftet werden, dann gilt dies für Rotweine erst recht, zumal für einen solchen prächtigen Wachtenburg Spätburgunder. Die Nase erfreut sich an einem feinen Bouquet, das ausdrucksvoll, vielschichtig und mit feinen, charakteristischen Anklängen an frische rote Früchte erinnert.

Geschmacklich werden diese Fruchtnuancen in Mund und Gaumen bestätigt. Der Spätburgunder ist dicht, nuancenreich und bei einer wunderbaren Balance zwischen Frucht und Säure, mit einer seidigen Struktur und einer schönen Tiefe versehen.

Der lange Abgang schmeichelt dem geschmacklichen Empfinden, wobei erneut festzustellen ist, wie weich und rund dieser 2014er Spätburgunder trocken doch ist.

Ein solch herrlicher Spätburgunder lässt keine Wünsche offen, schmeckt er doch einfach fabelhaft.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden.

2014 Cabernet Sauvignon trocken Edition "SL"

Die Rebsorte Cabernet Sauvignon ist eigentlich eine Traube, die ursprünglich im Bordelais zuhause war. Sie liebt warmes, ja heißes und trockenes Klima, wie es in mediterranen Regionen vorzufinden ist. Nicht zuletzt durch die Klima-Erwärmung haben die eh schon südlichen Bedingungen in der Pfalz ähnliche Züge wie in den Klimazonen Südeuropas angenommen.

Cabernet Sauvignon wurde zum ersten Mal in der Pfalz im Jahre 1984 angebaut. Danach fanden sich immer weitere Anbauflächen, die sich für diese Rebsorte bestens eignen. So auch die Lagen in Wachenheim, die mit ihren lockeren und Wärme-speichernden Böden ideale Bedingungen für diese Rebsorte bieten.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem tiefen Dunkelrot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Wohl dem, der dem Cabernet Sauvignon zunächst genügend Sauerstoff gewährt, hat er so doch die Chance die gesamte Duftfülle zu genießen.

Wunderbare Anklänge an fruchtige Beerenaromen und kräutrige Noten werden mit der Nase wahrgenommen. Beim ersten Schluck findet die geschmackliche Bestätigung dieser Aromen im Mund und am Gaumen statt.

Der Wein begeistert mit seiner komplexen Struktur, mit seiner Substanz und seiner Fülle. Die wunderbar eingebundenen Tannine geben dem 2014er Cabernet Sauvignon trocken Edition "SL"(Selektive Lese) Kraft und Volumen und dem Verkoster ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.

Wahrlich ein Prachtexemplar an einem Cabernet Sauvignon.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

Helga König
2013 Weissburgunder Sekt Flaschengärung brut 

Der Grundwein zu diesem 2013er Sekt ist ein trockener Weissburgunder aus den Lagen der Wachtenburg Winzer in Wachenheim. Bekanntlich kann ein Sekt nur so gut sein wie der Wein der zur Versektung genommen wurde. Deshalb hat man hier auch einen besonders edlen Weissburgunder des Jahres 2013 ausgesucht. Nach der traditionellen Methode der Flaschengärung fand dann das weitere Verfahren zum Sektmachen statt, wobei dieser "brut" ausgebaut wurde, was wohl am besten mit der deutschen Bezeichnung "herb" zu übersetzen ist.

Im Glas leuchtet der 2013er Weißburgunder Sekt brut in einer hellgelben, brillanten Farbe mit eleganten Grünreflexen. Dabei nimmt das Auge auch sofort diese überaus feine Perlage wahr, die eine herrliche Frische signalisiert, gleichzeitig auch die Nase mit feinen Ananas- und Zitrusfrucht-Aromen betört.

Derart animiert, zeigt sich beim ersten Schluck wie glänzend feinnervig, frisch, fruchtig und zitronig herb dieser Weißburgunder Sekt daherkommt, der zudem durch eine wunderbare Cremigkeit brilliert. Da reicht ein Glas nicht aus, um die gesamte Klasse dieses 2013er Weißburgunder Sekt brut zu genießen. Zu Empfängen ein idealer Willkommensgruß, eignet sich dieser herrliche Muntermacher bestens dazu eine Party in Schwung zu bringen.

Abschließendes Fazit: Alle Weine und der Weißburgunder-Sekt sind maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Hier können Sie die Weine bestellen: https://www.wachtenburg-winzer.de/

Rezension: 1 Henkell Rosé, Sekt, 1 Fürst von Metternich Rosé Sekt, 1 Mionetto Gran Rosé Extra Dry

 Foto: Helga König
Henkell & Co ist nicht nur einer der namhaftesten Hersteller von erlesenen Sekten, als Gruppe firmiert Henkell in Wiesbaden-Biebrich auch als einer der führenden Anbieter von Sekt, Wein und Spirituosen aus den besten Regionen weltweit. Unter dem Dach der Henkell & Co Gruppe haben sich die namhaftesten Produzenten von erlesenen Schaumweinen aus ganz Europa als Tochterunternehmen zusammen gefunden. Dabei handelt es sich oftmals um Erzeuger, die in ihren Ländern zu den traditionellen Kellereien zählen, und die über eine große Kompetenz bei der Herstellung von Schaumweinen verfügen. 

Ihre Gründerväter haben einst vor weit über hundert Jahren ihr Wissen zumeist in der Champagne erlernt, dort in den berühmten Caves, die Champagner nach der traditionellen Methode hergestellt haben. Mit diesem Erfahrungsschatz sind sie zurückgekehrt in ihre heimatlichen Wein-Regionen, um dort in gleicher Weise edle Schaumweine zu kreieren. 

Alles begann mit dem Mönch Dom Pérignon, der die Grundkenntnisse zur Veredlung von Weinen zu Sekt herausgefunden hatte, in der Champagne, schon damals eine Region, die für ihre Weine berühmt war. Veuve Clicquot, die berühmteste Witwe der Welt hat dann unter dem Begriff Champagner nicht nur die Qualität durch geeignete Herstellungsverfahren verbessert, sie hat auch mit großem kaufmännischem Geschick und einer Portion Fortune dafür gesorgt, dass dieses edelste aller Getränke in allen europäischen Herrschaftshäuser mit Begeisterung goutiert wurde. 

Adam Henkell, der Gründer der gleichnamigen Sekt-Manufaktur in Wiesbaden hat die Herstellung von Schaumweinen ebenfalls in der Champagne erlernt. Mit diesem Wissen gelang es ihm eine Kellerei aufzubauen, die die französische Kunst der Cuvée- und Champagnerherstellung mit dem traditionellen deutschen Kellerei-Handwerk vereint hat. So entstand die Marke Henkell Trocken, wobei seit jeher der Begriff "Trocken" für die besonderen Basis-Weine steht, die zur Versektung genommen werden. 

Aus der Sekt-Kellerei Henkell Trocken hat sich im Laufe seiner Geschichte die heutige Unternehmens-Gruppe Henkell & Co entwickelt. Sie vereint eine Vielzahl von traditionellen Sekt-Manufakturen in den besten Weinbau-Gebieten Europas. 

Vorstellen möchten wir heute drei Rose-Schaumweine 

Henkell Rose Sekt Trocken  

Die Rosé-Variante von Henkell ist Deutschlands meistexportierte Sektmarke und wurde mit dem Titel "Bester Schaumwein Deutschland im LEH" ausgezeichnet. Nur feinste Qualitäten aus den besten Weinanbaugebieten werden bei der Herstellung von Henkell Rosé verwendet und sind für das feinfruchtige Bukett und sein lang anhaltendes, feinperliges Mousseux verantwortlich. 

Hergestellt ist der Henkell Rose Trocken nach der "Methode Charmat", die nach dem französischen Önologen Eugène Charmat benannt worden und auch unter der Bezeichnung "Großraumgärung" bekannt ist. 

Farblich zeigt sich dieser Sekt in einem schönen lachsfarbenen Ton mit orangefarbenen Reflexen und duftet nach roten Beeren, die von Erdbeeraromen unterlegt sind. 

Der Henkell Rosé Sekt trocken verfügt über ein ausgewogenes Frucht- Säure-Spiel und gefällt aufgrund seines fruchtigen Körpers wie auch seines lang anhaltenden Abgangs. 

Dieser Sekt hat 12% vol /alc und sollte bei 8 Grad getrunken werden. 

Ideal für Sommerfeten mit vielen Freunden, die gerne mehr als nur ein Glas Sekt genießen wollen.

Fürst von Metternich Rosé Sekt, trocken 

Die Sektkellerei Fürst von Metternich trägt seinen Namen nach den berühmten Vorfahren der Adelsfamilie von Metternich. Ihre Geschichte ist mittlerweile über 330 Jahre alt. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde dieses Adelsgeschlecht der von Metternich-Winneburg im Jahre 1679. 

1813 in den österreichischen Fürstenstand erhoben, wurde der Titel von Generation zu Generation weitervererbt. Das bedeutendste Familienmitglied in der Ahnenreihe war Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich-Winneburg. 

Unter Kaiser Franz I. wurde er Staatskanzler und hat entscheidend den Wiener Kongress mitgeprägt, wo Europa nach dem Ende der napoleonischen Zeit neu aufgeteilt worden ist. Für seine Verdienste wurden ihm u.a. die Weinberge in Johannisberg im Rheingau geschenkt. Hier gibt es nachweislich die ältesten Rieslingweinberge der Welt. 

Von hier auch hat der Riesling seinen Siegeszug um die Welt angetreten, denn Stecklinge von Johannisberg wurden auf allen Kontinenten gepflanzt, um dort in den überseeischen Weingebieten die Rieslingtraube anzubauen und die große Tradition von Rieslingweinen zu verbreiten. 

Da sich in den letzten Jahren Rosésekt immer größerer Beliebtheit erfreut, ist es nicht verwunderlich, dass dieses spezielle Cuvée trocken des Fürst von Metternich Rosé eine steigende Anzahl von Genießern für sich einzunehmen weiß. 

Wie bei allen Sekten aus dem Hause Fürst von Metternich wird auch hier ein besonderer Wert auf die Auswahl der Trauben zu den Grundweinen gelegt. Basis ist ein edler und hochwertiger Wein aus hell gekelterten Spätburgundertrauben. So hat sich neben dem runden Bukett auch eine bemerkenswerte, interessante Finesse entwickelt. 

Farblich zeigt sich der Sekt in einem hellen leuchtenden Kupferton. Das Mousseaux ist feinperlig, dabei duftet dieser Sekt nach roten Waldbeeren und Anklängen von Mandarinen und Birnen. Auffallend sind die zarten Fruchtnuancen, die geschmacklich sensibel ausbalanciert wurden, was bei einem lang anhaltenden Abgang angenehm bestätigt wird. Neben der Verbindung einer edlen Finesse sind es die filigranen Aromen, die diesen Sekt auf raffinierte Art adeln. 

Hinzu gesellt sich eine angenehme Frische, die den Geschmack eines solchen wunderbaren Rosé-Sektes bei den Genießern nachhaltig einprägt. 

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei etwa 6 Grad Celsius getrunken werden.

Mionetto Gran Rosé Extra Dry

Francesco Mionetto gründete im Jahre 1887 die Kellerei Mionetto in Valdobbiadene im Herzen des Veneto. In den vergangen 128 Jahren ist aus dem kleinen Familienbetrieb ein international führender Anbieter für außergewöhnliche FRIZZANTE- und SPUMANTE-Kreationen geworden. Bei Mionetto steckt die ursprüngliche Leidenschaft für erlesene Qualität, Kreativität und prickelnden Geschmack nach wie vor in jedem einzelnen Tropfen. 

Es ist der Anspruch für höchste Qualität, gepaart mit jahrhundertealter Erfahrung, die die Philosophie bei Mionetto ausmachen. In Zusammenarbeit mit den besten Weinanbauern der Region werden die Erzeugnisse von Mionetto ganz in der venezianischen Prosecco -Tradition kreiert. 

Neueste Technik kommt dabei ebenfalls zum Einsatz. Mionetto Gran Rosé Extra Dry ist empfehlenswerter Aperitif aus der Mionetto Prestige-Linie und überzeugt als fruchtiger Spumante mit feiner, lang anhaltender Perlage. 

Die Cuvée von roten Trauben aus dem Veneto und Trentino begeistert durch ihren fruchtigen Duft – mit Anklängen an Pink Grapefruit, Himbeere, Granatapfel und Cassis. Dabei sind es die Noten von Himbeere, die seinen fein-fruchtigen Geschmack entfachen. 

Ob als Aperitif oder als Begleiter zu Austern oder Langusten – dieser italienische Schaumwein sorgt für Aha-Erlebnisse, auch optisch durch sein leuchtendes Pfirsichblüten-Rosa mit violetten Akzenten, Chapeau. 

Der Vino Spumante Rosata hat 11,5 % vol/ alc und sollte bei 8 Grad getrunken.

Empfehlenswert

Peter J. und Helga König

https://www.henkell-sektkellerei.de/

Rezension: Durbacher Winzergenossenschaft 2 Rotweine, 1 Rosé, 6 Weißweine und 1 Sekt Rosé

 Foto: Helga König
Die Durbacher Winzergenossenschaft existiert seit dem Jahr 1928. Damit kann sie nicht nur auf eine lange Tradition zurückblicken, sondern in erster Linie auf eine sehr erfolgreiche. Es ist nicht vermessen zu sagen, dass die Durbacher Genossenschaft eine der besten Winzer-Vereinigungen in Deutschland ist, wenn nicht gar die allerbeste. 

Mit etwa 230 Mitgliedern, die meisten davon Vollerwerbswinzer, ist hier eine Mannschaft von höchst engagierten Vollblutwinzern am Werk, deren ganzes Herz ausschließlich für großartige Weine schlägt. Auf 340 ha Rebfläche werden die edelsten Rebsorten angebaut, als da sind: Klingelberger(Riesling), Traminer und alle Burgundersorten, also Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder nebst Rosé und Weißherbst. 

Seit über acht Jahrzehnten werden hier Weine kreiert, die absolut für eine optimale Qualität sprechen. Ausgangspunkt sind natürlich die einzigartigen Lagen, in denen das Rebgut kultiviert wird. Durbach, im Badischen beheimatet, ganz in der Nähe von Offenburg, hat in der Weinwelt einen ganz besonderen Klang, weiß man doch, dass hier die berühmten Weinlagen existieren, die Durbach zum höchst- dekorierten Weinort Deutschlands machen. 

Mit Steillagen bis zu 80% Hangneigung verfügt die Genossenschaft sowohl von der Bodenbeschaffenheit als auch von der geschützten Sonnendurchflutung über ein ideales Terroir, um hier ganz große Weine entstehen zu lassen. In den klimatisch begünstigten Lagen Ölberg, Plauelrain, Kochberg und Steinberg entstehen Spitzenqualitäten, die über ihre jeweils eigenen, herausragenden Eigenschaften verfügen, mit hohem Extraktgehalt und hohen Öchslegraden. Aber es ist nicht allein das Terroir, das in Durbach solche Spitzenweine entstehen lässt. 

Das Wissen, das Können, das Engagement, das Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne und unermüdlicher Fleiß und Hingabe aller in der Durbacher Genossenschaft engagierter Menschen lassen ein solches anerkanntes Ergebnis entstehen, das unter den weltweiten Weinfreunden größte Beachtung findet. Das positive Rückbesinnen auf die Tradition im Weinbau, im Einklang mit der Natur bei der Weinbergspflege, gezielte Laubarbeit und selektiver Rebschnitt, eine Handlese, die streng darauf achtet nur gesundes, hochreifes Traubengut zu ernten, sind Garant dafür, dass im Weinberg die allerbesten Bedingungen eingebracht werden, damit exzellentes Traubengut in den Keller gelangen kann. 

Die Moderne hat da Einzug gehalten, wo sie der Qualität der Weine eindeutig zugutekommt, also in den neuesten weinbautechnischen Erkenntnissen und bei der unmittelbaren Verarbeitung der Trauben im Keller, wo modernste Technik zum Einsatz kommt. Alles zusammen hat zu diesem großen und langwährenden Erfolg der Winzergenossenschaft Durbach geführt. Dokumentiert wird diese Erfolgsgeschichte durch eine riesige Zahl von Anerkennungen und Auszeichnungen die die Durbacher Genossenschaft erhalten hat, sowohl national als auch international. 

Die renommiertesten Weinführer, wie z. B. Gault Millau und Meiningers Weinwelt oder Vinum bekunden der Durbacher Genossenschaft höchsten Respekt und stufen sie an der Spitze der deutschen Genossenschaften ein. Die Auszeichnungen der einzelnen Weine durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, durch den Badischen Weinverband, und eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen wie etwa Mundus Vini, AWC Vienna, Meiningers -Best of Riesling-, oder Les grands Concours du Monde, und, und, und-- überall hat es Gold – und Silbermedaillen geregnet, die Liste ist schier endlos. 

Alles zusammen sagt am Schluss doch ganz gewiss Eines aus, sie machen ganz wunderbare Weine die Winzer und Mitarbeiter der Durbacher Winzergenossenschaft. 

 Foto: Helga König
2015 Durbacher Plauelrain Weissburgunder Qualitätswein Trocken 

Der hier verkostete 2015er Durbacher Plauelrain Weissburgunder trocken gehört nach der Guts-eigenen Einschätzung zu den Durbacher Klassik Weinen. Gewachsen ist das Rebgut zu diesem herrlichen jungen Weißburgunder in der Lage Plauelrain, einer Steilhanglage im Durbachtal, das mit seiner Länge von nur 12 km und der Breite von Luftlinie etwa 3 Kilometer zwischen den Bergrücken sehr geschützt vor kalten Winden aus dem Norden und dem Rheintal liegt.

Im Glas zeigt sich der 2015er Weissburgunder in einer hellen, grüngelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ein solch junger Wein benötigt zunächst Sauerstoff, damit er sich olfaktorisch bestens offenbaren kann. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge an Ananas, Grapefruit, Litschi, Karambole, leichter Sommerapfel und Orangenblüte in der Nase. Diese Nuancen werden im Mund und am Gaumen bestätigt. Hinzu gesellen sich eine leicht minzige Art und eine cremige Geschmacksstruktur, ebenso eine feine Mineralität. 

Getragen wird der komplette Geschmacksbogen von einer wohl eingebundenen Säure, die sehr animierend dem Weissburgunder auch die nötige Frische und den langen Nachhall beschert. Wunderbar, dieser 2015er Durbacher Plauelrain trocken, eine Freude diesen fruchtig, frischen Wein zur abendlichen Entspannung zu genießen.

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Durbacher Grauburgunder Qualitätswein trocken 

Das Traubengut zu diesem 2015er Grauburgunder trocken ist in den besonderen Steillagen der Durbacher Genossenschaft kultiviert worden. Wie exzellent die Weine aus Durbach schmecken, zeigt dieser Grauburgunder aus der Klassik Edition, steckt doch in ihm alles Können und das Herzblut der 230 Winzer, die der Genossenschaft angehören. Unermüdlich setzen sie alles daran, mit jedem neuen Jahrgang Weine zu kreieren, die bei den Weinliebhabern höchste Anerkennung findet, eben wie auch bei den großen Prämierungen von professioneller Seite. 

Die Farbe des 2015er Grauburgunder trocken ist ein helles Strohgelb mit leicht grünen Reflexen. Auch hier wieder die entsprechende Portion Sauerstoff, damit die Nase alle Anklänge registrieren kann. Das Ergebnis sind Duftnoten die an Zitrusfrüchte, Äpfel und feine Birne erinnern. Dies wird in Mund und am Gaumen bestätigt. Der feine Frucht-Säure-Bogen zeigt sich mild und cremig und verfügt über eine besonders angenehme Mineralität, die gemeinsam mit der animierenden Säure für die erwünschte Frische und das gelungene Finish sorgt. 

Mit Freunden hat man sehr viel Spaß mit diesem 2015er Grauburgunder trocken, wenn einige Flaschen zuvor richtig gekühlt wurden. 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

Foto: Helga König

2015 Durbacher Blanc de Noir Qualitätswein trocken

Dieser 2015er Blanc de Noir ist ein wunderbarer, frischer Weißwein, obwohl er aus roten Trauben gekeltert worden ist. Dabei wurde überwiegend nur der weiße Traubensaft bei der Kelter entnommen, die rote Beerenhaut ist sofort entfernt worden, damit aus dem Most kein Rotwein wurde. So kommt es zu diesem herrlichen Blanc de Noir, der die intensiven geschmacklichen Eigenschaften der Rotwein-Traube mit der Frische eines Weißweines verbindet. Solche Blanc de Noirs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer strohgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Nachdem der Blanc de Noir sich mit Sauerstoff vermählt hat, zeigen sich herrlich frische Duftnoten, die an belebende Apfel-Zitrus- Aromen erinnern. Beim ersten Schluck werden diese Nuancen geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt, und durch eine ideal tragende Säure ergänzt. 

Der Blanc de Noir besitzt einen eleganten Charakter, ist ungemein erfrischend und überzeugt mit einem fruchtbetonten Geschmack, der vielschichtig ist. Als Sommerwein ideal, ist er auch bestens geeignet für einen Grillabend mit feinen Salaten. 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2014 Plauelrain Klingelberger (Riesling) Kabinett trocken 

Der hier verkostete 2014er Plauelrain Klingelberger (Riesling) Kabinett trocken zeigt geradezu exemplarisch zu welchen großen Weinen die Durbacher Winzergenossenschaft fähig ist. In der Spitzenlage gezogen, wurden die Trauben selektiert handverlesen, sodass nur gesundes, hochreifes Rebgut zur schonenden Weiterverarbeitung auf schnellstem Weg in den Keller gekommen ist, um hier optimal vinifiziert zu werden. Das Ergebnis ist exzellent und wurde mit der Goldmedaille des Badischen Weinverbandes belohnt. 

Farblich überzeugt der 2014er Klingelberger Kabinett trocken mit einem hellen Strohgelb. Um die gesamten olfaktorischen Anklänge zu erfassen, sollte dieser exzellente Wein zunächst ebenfalls den nötigen Sauerstoff bekommen. Gelbfleischige Aromen von Pfirsich, Aprikose und Ananas betören danach die Nase. Die entsprechende Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt. Dieser trockene Riesling ist filigran und elegant, sein Ausbau als Kabinett verleiht ihm eine schöne Komplexität, wozu auch die sortentypische Mineralität beiträgt. 

Frucht und Säure bilden eine wunderbare geschmackliche Einheit und die belebende Frische beim langen Abgang ergänzt das Geschmackserlebnis ideal. 

Herrlich dieser 2014er Plauelrain Klingelberger Kabinett trocken, davon bitte mehr. 

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2015 Durbacher Ölberg Gewürztraminer Spätlese 

Die hier verkostete 2015er Gewürztraminer Spätlese stammt aus einer weiteren Spitzenlage der Durbacher Genossenschaft, dem Ölberg. Diese Lagen sind die eigentlichen Stars in der Genossenschaft, denn hier wachsen die großartigen Weine, deren Rebstöcke mit großer Liebe zur Natur und mit höchster Sorgfalt kultiviert werden. Allerbesten Rebgut ist das Ergebnis von großartigem Terroir und engagiertem Können beim Weinmachen. Dafür steht die Durbacher Winzergenossenschaft und ihre tollen Weine, wie diese 2015er Gewürztraminer Spätlese es beweist.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer strohgelben Farbe. Ohne langweilen zu wollen auch hier der Hinweis auf das Quantum Sauerstoff, das das Duftbukett komplett öffnet. Verschwenderische Anklänge an Rosen, Honig, Sultaninen und exotische Früchte werden mit der Nase wahrgenommen und im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. Zudem zeigt sich der Wein kraftvoll, mineralisch, beerenfruchtig und von einer intensiven Aromenstruktur. 

Die 2015er Gewürztraminer Spätlese verfügt über eine großartige Balance, wobei sich das Fruchtpotpourri bestens mit der balancierenden Säure ergänzt und dabei der Fruchtsüße die nötige Präsenz zugesteht. Damit begleitet dieser Wein optimal eine Gänseleber, aber auch einen Gugelhupf oder Hefezopf. 

Erwähnenswert sind die etwa 10jährige Lagerfähigkeit dieses Weines und natürlich die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes. 

Die 2015er Durbacher Ölberg Gewürztraminer Spätlese hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2014 Durbacher Plauelrain Scheurebe Spätlese 

Ein weiteres Highlight aus der Kollektion von außergewöhnlichen Weinen ist diese 2014er Scheurebe Spätlese aus der Lage Durbacher Plauelrain. Welche großartigen Bedingungen in dieser Lage vorhanden sind, zeigt auch die Vielfalt der Rebsorten, die hier prächtig gedeihen. Diese 2014er Scheurebe wurde als Spätlese ausgebaut und punktet entsprechend mit den nötigen Öchslegraden. Das Durbachtal und seine kleinen Seitentäler sind von allen Seiten geschützt, sodass hier klimatisch Bedingungen vorhanden sind, die die Reife der Trauben geradezu ideal optimiert. Wenn dann noch trockene Perioden das Wetter beeinflussen, gibt es für die Winzer der Durbacher Genossenschaft fast nur gesundes, reifes Rebgut und eine sehr zufriedenstellende Ernte. Solche Jahrgänge erfüllen dann die hohen Ansprüche der Weinmacher in Durbach, denn jetzt entstehen die allerbesten Weine.

Die Farbe der hier verkosteten 2014er Scheurebe Spätlese ist ein glänzendes Goldgelb. Den nötigen Sauerstoff erhält der Wein, indem man das Glas in aller Ruhe mehrmals schwenkt, mit der Folge, dass die Duftnoten den Verkoster olfaktorisch überzeugen. Anklänge an gelbe, intensive Fruchtnoten werden in der Nase wahrgenommen und nach dem ersten Schluck im Mund und am Gaumen bestätigt. 

Die 2014er Scheurebe Spätlese besitzt eine markante, reife Fruchtstruktur, ist dabei zugleich saftig, harmonisch und sehr nachhaltig. Auch sie besitzt eine lange Lagerfähigkeit von etwa 10 Jahren und wie viele andere Weine der Durbacher Winzergenossenschaft die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes. 

Der Wein hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden 

 Foto: Helga König
2015 Durbacher Kochberg Spätburgunder Rosé trocken 

Dieser köstliche 2015er Rosé wurde aus dem Traubengut der Spätburgunder-Rebe vinifiziert. Gewachsen sind die Trauben in der Edellage Durbacher Kochberg, einer Steillage, die sich für den Spätburgunder besonders gut eignet. Rosé ist mittlerweile gerade im Sommer ein sehr beliebter Wein, verbindet er doch die intensiven geschmacklichen Voraussetzungen der Rotwein-Traube mit einer besonderen Frische. Damit der Rosé eine solch ansprechende Farbe im Glas ausstrahlt, wird der Wein auf der Maische nur kurz mit der roten Beerenhaut in Verbindung gebracht. Jetzt zeigt sich dieses herrliche Lachsrosa, was den 2015er Kochberg Spätburgunder Rosé animierend auszeichnet und beim Verkoster eine bestimmte Vorfreude auf diesen Wein auslöst. 

Nach dem gelungenen farblichen Auftritt im Glas folgt die obligatorische Verbindung mit genügend Sauerstoff, um die Aromen-Anklänge dieses Rosé genussvoll auskosten zu können. Anklänge an Zitrusfüchte aber auch Erdbeeren sind das willkommene olfaktorische Ergebnis. Die Bestätigung folgt umgehend geschmacklich in Mund und Gaumen, wobei sich der Wein fruchtig und frisch zeigt. Ergänzt durch eine angenehme Säure-Struktur, hält der 2015er Spätburgunder Rosé alles, was man sich von den großartigen Weinen von der Durbacher Genossenschaft verspricht. Bei einem langen Abgang lässt sich dies mit viel Freude erneut feststellen. Mit diesem herrlichen Rosé sind gelungene Sommerabende garantiert. 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

 Foto: Helga König
2013 Durbacher Kochberg Spätburgunder Kabinett trocken. 

Ebenfalls aus der Lage Durbacher Kochberg stammt dieser 2013er Spätburgunder Kabinett trocken. Sind die Weißweine und der Rosé aus den Lagen des Durbachtal exzellent, so gilt dies für die Spätburgunder erst recht. Der Boden, die intensive Sonne und die absolute Pflege der Reben lässt hier Spätburgunder-Trauben wachsen, die sich prächtig für einen großartigen Wein dieser Rebsorte eignet. Natürlich hat auch er die Goldmedaille der Badischen Landesweinprämierung erhalten. Diese wunderbaren, trockenen Spätburgunder Rotweine verzücken von Jahrgang zu Jahrgang immer wieder. 

Im Glas zeigt sich der 2013er Spätburgunder Kabinett trocken in einem intensiven dunkelrubinrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Braucht ein Weißwein schon genügend Sauerstoff zwecks olfaktorischer Prüfung, so gilt dies für einen Spitzen-Rotwein wie diesen 2013er Durbacher Kochberg Spätburgunder Kabinett trocken erst recht. Jetzt stellt sich ein vielschichtiges Bukett ein, das an Sauerkirschen und Waldbeeren erinnert und durch Anklänge an Röstaromen, einem Hauch Eukalyptus und einer Kräuternote in der Nase ergänzt wird. Im Mund und am Gaumen sind die Nuancen geschmacklich nachzuvollziehen. 

Der 2013 Spätburgunder Kabinett trocken besitzt ein elegantes Fruchtspiel, ist würzig und zugleich leicht kräutrig und punktet mit feiner Mineralität und Tanninen. Dabei verfügt der Wein über einen gut strukturierten, durchaus komplexen Körper bei erfreulicher geschmacklicher Präsenz. Auch seine Balance ist beeindruckend und während man sich über alle gelungenen Komponenten bei einem langen Nachhall freut, wird erneut klar, wie gut doch die Weine aus der Durbacher Genossenschaft schmecken. 

Der 2013er Durbacher Kochberg Spätburgunder Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad getrunken werden. 

2013 Durbacher Pinot Noir Trocken, im Eichenfass gereift 

Die Trauben zu diesem 2013er Pinot Noir stammen aus den besten Partien der Vorzeige-Lagen der Durbacher Winzergenossenschaft. Um einen großen Pinot Noir zu vinifizieren, werden von erfahrenen Winzern nur die allerbesten Spätburgunder-Trauben zur Reife im Eichenfass genommen. Dabei werden die Duft- und Geschmacksnuancen durch die typischen Aromen, die von den Eichenfässern auf den jungen Wein einwirken in den gesamten Geschmacksbogen übertragen, als da sind verschiedene Röstaromen und ein gewisses Tannin-Potential, das die Geschmackskomponenten einschließt, um ihnen so mehr Reifezeit einzuräumen, aber auch die Lagerfähigkeit des Weines beträchtlich zu verlängern. 

Natürlich muss die Qualität des jungen Weines diesen Mehraufwand rechtfertigen, da dies auch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Die Ergebnisse sind dann aber auch fabelhaft, wie hier bei dem 2013er Pinot Noir trocken, der die Reife im Eichenfass erlebt hat. Die Farbe des Weines im Glas ist ein leuchtendes Rubinrot. 

Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, auch hier wieder der Einsatz von Sauerstoff, denn wie schade wäre es, nicht die gesamte Duftfülle dieses prächtigen 2013er Spätburgunder trocken in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Belohnt wird die Nase mit Anklängen an Brombeeren, Kirschen, aber auch an leichte Lakritz- und Röstaromen. Dies wird im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt und zusätzlich durch eine mineralisch-würzige Note ergänzt. Der Spätburgunder besitzt einen kräftigen Körper, ist Tannin- und Extrakt- reich, dabei durchaus komplex, ausbalanciert, aber auch weich und rund bei seinem nicht enden wollenden Abgang. Ein toller, beeindruckender Spätburgunder dieser Durbacher 2013er Pinot Noir trocken, der die Liebhaber dieser Rebsorte nicht nur restlos zufriedenstellt, sondern sie geradezu verzückt. 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 15 bis 18 Grad verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2014 Durbacher Rosé Sekt Trocken "Edelmann".

Dass die Durbacher Winzergenossenschaft sich auf exzellente Weine versteht, dürfte hier bereits hinlänglich demonstriert worden sein. Entsprechend sieht es mit den verschiedenen Sekten aus, die hier in der Genossenschaft kreiert werden. Bekanntlich ist ein Sekt oder Champagner nur so gut, wie es sein Grundwein ist. Da kommen die wunderbaren Weine von den Winzern der Genossenschaft gerade recht, denn diese lassen sich großartig versekten. Die Ergebnisse sprechen für sich selbst, wie hier bei dem 2014er Rosé Sekt trocken, dem die Macher den Beinamen "Edelmann" gegeben haben, und dies zu Recht. 

Im Glas zeigt sich der Rosé Sekt in einer schönen Lachsfarbe. Dabei fällt dem Betrachter sofort die feine Perlage auf, die empor-sprudelnd auf eine besondere geschmackliche Frische hinweist. In der Nase aber auch im Mund und am Gaumen überzeugt das feine Fruchtspiel, das Anklänge an Erdbeeren und Himbeeren aufweist. 

Dieser 2014er Rosé Sekt "Edelmann" begeistert mit seiner anregenden Frische, ist fruchtig und dennoch angenehm trocken, so wie man einen geschmackvollen Sekt liebt. Klar, dass man hiervon gerne ein weiteres Glas nimmt, wenn bei einem Empfang, bei einer Party oder bei trauter Zweisamkeit der "Edelmann" richtig gekühlt darauf wartet, verkostet zu werden.



Nachdem wir jetzt die unterschiedlichen Weiss- und Rotweine, aber auch den Rosé und den Rosé Sekt verkostet haben, abschließend unser Fazit: Die Durbacher Winzergenossenschaft, und dies hat sich bei allen hier verkosteten Weinen und dem Sekt gezeigt, kreiert diese mit höchstem Niveau und bei allerbester Qualität. Basis sind dabei die Steillagen im Durbachtal, die exzellente Tropfen ermöglichen. Aber, und dies soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, man muss auch das Wissen, das Können und das totale Engagement haben, um dieses Terroir ins Glas zu bringen. Und dies verstehen die Winzer von der Durbacher Genossenschaft absolut. 

Die geschmackvollen Weissweine verfügen über viel Frucht, die ganz spezielle Säure, die den Wein frisch und nachhaltig macht und die Mineralität, die dem Wein Substanz gibt. Die Spätburgunder Rotweine haben Kraft, sind extraktreich und verfügen über die nötige Dichte, die sie gehaltvoll machen. Zum Schluss der Rosé Sekt "Edelmann", der für sich spricht, ganz im Sinne von "nomen est omen", also köstlich. Da stehen wir mit unserer Meinung nicht allein, dies zeigt die schier unendliche Fülle an Auszeichnungen und Medaillen, mit denen die Weine der Durbacher Winzergenossenschaft bedacht worden sind. Dass aber auch noch das Preis-Leistungs-Verhältnis einer der allerbesten Genossenschaften in Deutschland so phantastisch ist, dies muss hier noch ganz besonders zur Sprache kommen und gewürdigt werden.

Sehr, sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link dann gelangen Sie zur Durbacher Winzergenossenschaft und können dort die Weine bestellen: Winzergenossenschaft Durbach