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Winzerkeller Seewinkel reg. Gen. m.b.H. Pamhagen Neusiedlersee/Burgenland Österreich- 2 Bio-Weißweine, 1 Bio-Rotwein und 1 Bio- Frizzante ://winzerkeller-seewinkel.at/

 Foto: Helga König
Im Jahre 1964 wurde der Winzerkeller Seewinkel in Pamhagen als eingetragene Winzergenossenschaft gegründet. Dabei handelt es sich heute um den Zusammenschluss von etwa 70 Traubenproduzenten. Ziel ist dabei die gemeinsame Verarbeitung der erzeugten Trauben und die Vermarktung des produzierten Weines. Die Region liegt im Nationalpark Neusiedler See und das Gebiet gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier auf der südöstlichen Seite des Neusiedler Sees liegt die Gemeinde Pamhagen unmittelbar an der Österreichisch-Ungarischen Grenze. 

Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs, also zur systematischen Trennung zwischen Ost und West, lag hier die stark bewachte Grenze, die die natürliche Verbindung in der pannonischen Tiefebene abrupt unterbrach. Und doch war auf beiden Seiten dieser Demarkationslinie einiges gemeinsam, etwa das warme, trockene Klima und die fruchtbare Bodenbeschaffenheit, die sich hervorragend für die Landwirtschaft eignete und ganz besonders für den Weinbau. Der Neusiedler See sorgt für die temperaturausgleichende Wirkung bei dem kontinentalen pannonischen Klima, das geprägt ist von Sonne, Wind und wenig Niederschlag. Dabei sind die Winter mild, ein Umstand der optimale Bedingungen für den Weinbau ermöglicht. 

Die kultivierte Rebfläche des Winzerkellers Seewinkel beträgt zurzeit ca. 350 Hektar und das Verhältnis von Weiß- und Rotweinen ist etwa gleich, 50%. Bei den Rebsorten sind als Weißweine Grüner Veltliner, Welschriesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Muskat Ottonel und eine Spätlese-Cuvée aus Chardonnay, Traminer und Weißburgunder zu finden, während als Rotwein Blaufränkisch und Zweigelt im Vordergrund stehen. 

Der Winzerkeller Seewinkel wartet zudem mit einer Besonderheit auf, besteht doch seit 2017 die Möglichkeit für die biologisch wirtschaftenden Mitglieder die biologisch erzeugten Trauben ebenfalls in der Genossenschaft zu Bio-Weinen vinifizieren zu lassen. So sind ganz spezielle Bio-Weine neben einem Frizzante auf biologischer Basis erhältlich, die hier auch mit großem Respekt und mit viel Neugierde zur Verkostung kommen. Damit ist der Weinkeller Seewinkel die erste Winzergenossenschaft, die wunderbare Bio-Weine offerieren kann. Diese Weine sind mit dem EU-Bio-Logo versehen, bei dem auch die Codenummer der Zertifizierungsstelle verpflichtend beigefügt ist. Der biologische oder ökologische Weinbau dient zur Herstellung von Trauben und Wein der auf der Grundlage möglichst naturschonender Pflegemaßnahmen bei der Bodenpflege, der Düngung und dem Pflanzenschutz stattfindet, unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes. 

Der Aufwand einen Bio-Wein zu erzeugen ist weitaus arbeitsintensiver als beim konventionellen Weinbau, gilt es doch auf eine Fülle von biologischen Vorgaben zu achten, etwa durch den Verzicht von chemisch synthetisch hergestellten Pflanzenschutzmittel, also Pestizide, oder auch dass keine Herbizide zur Bodenpflege eingesetzt werden. Dies und eine Vielzahl von biologischen Maßnahmen sorgen so in erster Linie für den Erhalt einer gesunden, nachhaltigen Natur im Weinberg. Und wenn man weiß, dass Wein in erster Linie im Weinberg entsteht, ist auch klar, welche enorme Bedeutung das ökologische Umfeld für die Gesundheit und die Qualität der Trauben haben kann. Dieses findet sich dann auch in den biologisch erzeugten Weinen wieder und trägt zudem zu einem besonderen Geschmack bei. Dies zu erfahren steht nun bei der Verkostung der folgenden vier Bio-Weine an:

  Foto: Helga König
2017 Sauvignon Blanc trocken biologisch produziert

Beginnen wollen wir mit diesem 2017er Sauvignon Blanc, der trocken ausgebaut wurde.  Dieser Sauvignon Blanc ist ein Bio-Wein mit all seinen Kriterien, die ein solcher ökologisch geprägter Wein haben muss. Dabei sind die Anforderungen an die Winzer, die solche Bio-Weine erzeugen weitaus arbeitsintensiver als beim konventionellen Weinbau. Sauvignon Blanc stammt ursprünglich aus dem französischen Loire-Tal und ist eine natürliche Kreuzung von Traminer und Chenin Blanc. Als zweitwichtigste weiße Qualitätsweinsorte nach Chardonnay hat diese Rebsorte eine rasante Verbreitung seit 2000 erreicht. Auch in Österreich hat sich die bestockte Rebfläche von 1999 bis 2015 vervierfacht mit zunehmender Tendenz, denn die Rebsorte Sauvignon Blanc erfreut sich auch hier immer größerer Beliebtheit. Das warme und trockene Klima im Seewinkel ist besonders geeignet, um Spitzenqualitäten zu erzeugen, wie der hier verkostete 2017er Sauvignon Blanc trocken.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem hellen Gelb mit leicht grünen Reflexen. Auch jetzt bitte die richtige Beatmung des Sauvignon Blanc nicht vergessen. Anklänge an feine Stachelbeer- und Paprikanoten, gepaart mit leichten Noten nach schwarzen Johannisbeeren und ein wnig Gras sind das olfaktorische Ergebnis. Mund und Gaumen bestätigen eindeutig geschmacklich die mit der Nase registrierten Aromen. Es ist die richtige Säure, die ein herrliches Frucht-Säure-Spiel entwickelt und so dem 2017er Sauvignon Blanc Kraft und Fülle gibt. Der Wein hat viel Substanz, besitzt einen überzeugenden, individuellen Geschmack, ist frisch und mit einem langen Finish versehen. Dabei zeigt sich wie gelungen der 2017er Sauvignon Blanc ist, beschert er doch eine sehr animierende Trinkfreude. Im Kreise guter Freunde sehr begehrt, ist der Wein auch ein höchst willkommener Essensbegleiter. À la bonne heure! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2017 Frizzante Muskat Ottonel biologisch produziert

Es folgt jetzt eine besondere Köstlichkeit mit diesem 2017er Frizzante aus der Rebsorte Muskat Ottonel selbstverständlich auch auf biologischer Basis. Frizzante ist ein Perlwein, der ursprünglich aus Italien kommt. Gegenüber einem Spumante schäumt Frizzante weniger stark, besitzt weniger Kohlensäuredruck und wird in der Regel mittels der "Méthode charmat" (zweite Gärung im Tank) erzeugt. Dies muss jedoch auf dem Etikett ausgewiesen sein, wie bei dem hier verkosteten österreichischen Bio-Perlwein. Basiswein zu diesem Frizzante ist die Rebsorte Muskat Ottonel, die besonders im Burgenland am Neusiedler See angebaut wird. Ursprünglich aus Angers/Frankreich wurde die Rebsorte 1839 durch Jean Moreau, einem privaten Rebzüchter in Angers neu gezüchtet als Kreuzung von Gutedel(Chasselas) und Muscat de Saumur. Im Winzerkeller Seewinkel hat die Rebsorte Muskat Ottonel eine wichtige Bedeutung, werden doch hier ganz exzellente Weine aus den Trauben hergestellt und ebenso dieser wunderbare 2017er Frizzante Muskat Ottonel.

Farblich präsentiert sich der Frizzante im Glas in einem leuchtenden, hellen Gelb. Zeitgleich nimmt das Auge diese feine Perlage wahr, die eine angenehme Frische signalisiert. Die Nase wird beglückt von einem zarten blumigen Bukett, das einhergeht mit einer feinen Muskatnote. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich eindeutig die besonderen Aromen die olfaktorisch festgestellt wurden, verstärkt durch frische Perlage. Der Frizzante Muskat Ottonel besticht mit seiner wunderbaren Harmonie und seiner angenehmen Restsüße. Alles zusammen wird geschmacklich bis in einen langen Nachhall getragen, der nicht nur absolut überzeugend ist sondern den Verkoster total animiert sich auf ein weiteres Glas dieses herrlichen österreichischen Bio-Perlwein zu freuen. Superb!

Der 2017er Frizzante Muskat Ottonel hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

  Foto: Helga König
2017 Chardonnay trocken biologisch produziert

Weiter geht es bei unserer kleinen, aber überaus interessanten Verkostung mit diesem 2017er Chardonnay, der ebenfalls trocken ausgebaut worden ist. Der Wein, auf biologischer Basis hergestellt, ist mit dem EU-Bio-Logo versehen, einer Kennzeichnung, die sich in der gesamten Europäischen Union durchgesetzt hat. Die Rebsorte Chardonnay ist eine Weißweinsorte mit hohem Qualitätspotential und großem Bekanntheitsgrad. Sie wird weltweit angebaut und durch das jeweils unterschiedliche Terroir ist der Chardonnay-Wein individuell geschmacklich geprägt. Auf Platz 5 der weltweit am häufigsten angebauten Rebsorten, nimmt sie hinter der spanischen Rebsorte Airén im Weißweinbereich den 2ten Platz ein. Die berühmtesten Chardonnay stammen von den französischen Weinbaugebieten Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. 

In Österreich liegt Chardonnay auf dem 6. Rang, mit einem Anteil von über 5% der gesamten Weißweinanbaufläche. Das Burgenland stellt knapp hinter Niederösterreich den 2. Platz bei der Bestockung mit Chardonnay. Bedingt durch die gute Anpassungsfähigkeit ist die Rebe in der Lage bei geeignetem Terroir hohe Wein-Qualitäten hervorzubringen, so auch hier im Seewinkel am Neusiedler See.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellen Farbe mit goldgelben Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem 2017er Chardonnay trocken den richtigen Sauerstoff gönnen, damit er sich optimal entfalten kann. Jetzt nimmt die Nase die komplexen, gereiften Aromen wahr, die an Pfirsich, Apfel, Melone, Zitrus und exotische Früchte erinnern und von einem Hauch Walnuss begleitet wird. Im Mund und am Gaumen werden diese fruchtigen Anklänge bestens geschmacklich bestätigt und durch eine wunderbare Säure ergänzt. Es ist diese bestens integrierte Säure die die Fruchtaromen trägt und so einen exzellenten Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt. Der 2017er Chardonnay trocken ist intensiv im Geschmack, frisch, vollmundig und fruchtbetont, dabei mit einer eleganten Würze versehen und einem langen Nachhall, der noch einmal die Präsenz und die Tiefe dieses Weins Revue passieren lässt. Kurz und gut, der 2017er Chardonnay trocken schmeckt ganz großartig, da bleibt es nicht bei einem Glas. Top!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


2017 Zweigelt trocken biologisch produziert

Bei der Verkostung des biologischen Sortiments des Weinkellers Seewinkel steht jetzt dieser 2017er Zweigelt Rotwein trocken an. Die Rebsorte Zweigelt ist eine österreichische Neuzüchtung aus dem Jahr 1922 durch Friedrich Zweigelt nach dem der Wein auch benannt wurde. Diese neue Sorte aus den zwei autohochtonen, österreichischen Reben St.Laurent und Blaufränkisch ist mittlerweile die am meisten verbreitete Rotweinsorte in ganz Österreich. Ihre häufigste Bestockung ist am Neusiedler See zu finden, gefolgt von der Region Weinviertel. Auch hier spielt das Terroir im Seewinkel eine ganz entscheidende Rolle für die Klasse dieses 2017er Zweigelt trocken, lässt doch die trockene Wärme gesundes und hochreifes Traubengut entstehen, das später äußerst schonend im Keller vinifiziert wird. Dies und der sorgfältige biologische Anbau sind der Garant für einen spitzenmäßigen Zweigelt auf ganz hohem Niveau.

Im Glas überzeugt der Wein farblich mit einem kräftigen Rot. Hat der Weißwein schon die richtige Beatmung mit Sauerstoff erforderlich gemacht, so gilt dies für diesen hervorragenden Zweigelt erst recht. Hernach nimmt die Nase das sortentypische Weichselkirsch-Aroma wahr, begleitet von leichten Anklängen nach Vanille. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt. Der 2017er Zweigelt trocken ist fruchtbetont, intensiv im Geschmack und mit der richtigen Säure versehen, die dem Wein Fülle und Substanz gibt. Seine Präsenz und Trinkfreude begeistert auf Anhieb, ist der Zweigelt doch mild und rund im langen Abgang. Ob bei trauter Zweisamkeit oder im Kreise lieber Freunde, dieser Zweigelt ist einfach klasse. Chapeau!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 15 bis 16 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die Bio-Weine Chardonnay, Sauvignon Blanc, Zweigelt und den Bio- Frizzante Muskat Ottonel mit großer Freude und wirklicher Begeisterung verkostet haben, hier unser Fazit: 

Ob die Weißweine, der Rotwein oder der exzellente Perlwein, allesamt besitzen sie höchstes Niveau und beste Qualität. Dies ist natürlich zum einen dem hervorragenden Terroir hier im Seewinkel am Neusiedler See geschuldet, bekanntlich entsteht der Wein ja primär in den Weingärten, dennoch darf man die akribische Arbeit sowohl der Winzer als auch der Kellermeister, ja aller Mitarbeiter des Winzerkellers Seewinkel nicht unterschätzen. Sie sind es schließlich die aus der gesegneten Natur die Spitzenweine entstehen lassen, die wir hier genießen durften. Es ist ihr Können, ihr Herzblut und ihr Engagement, die zunächst auf biologischer Basis dieses gesunde und hochreife Traubengut für die Weine entstehen ließen, das dann sehr zeitnah und äußerst schonend im Keller verarbeitet wurde. Und dies ganz nach der Philosophie: "So wenig wie möglich und so viel wie nötig". So sind kraftvolle, sortentypische und individuelle Weine entstanden, die mit ihrem eigenen Charakter, Terroir-betont und geschmacklich bestens, absolut zu überzeugen wissen. Uns jedenfalls haben die Weine ganz besonders gut geschmeckt und werden als wirkliche Top-Weine in Erinnerung bleiben. Dementsprechend der Winzerkeller Seewinkel ebenso. Um es kurz zu machen, solche Weine haben eine größere Aufmerksamkeit verdient. 

Absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Onlinestellung bitte hier klicken: https://winzerkeller-seewinkel.at/

Domäne Wachau Dürnstein an der Donau Österreich 5 Weißweine und 1 Rosé -https://shop.domaene-wachau.at/

 Foto: Helga König
Die #Domäne_Wachau ist eines der führenden und wegweisenden Weingüter in der Region Wachau. Geleitet von Weingutsleiter Roman Horvath, der das Prädikat "Master of Wine" besitzt und Kellermeister Heinz Frischengruber hat die Domäne Wachau einen kontinuierlichen Qualitätssprung erlebt und besitzt mittlerweile ein ganz außerordentliches Niveau, das die allerhöchsten Ansprüche zufriedenstellt. Ausgangspunkt ist einmal wieder die Fülle von Spitzenlagen, die die Winzer der Domäne ihr Eigen nennen. Diese wunderbaren Lagen sind etwa #Singerriedel, #Achleiten, #Kellerberg und #Loibenberg, die stellvertretend für eine weitere Anzahl erstklassiger Weinbergslagen stehen. Da es sich überwiegend um Steil- oder Terrassenlagen handelt, kommt maßgeblich Handarbeit zum Einsatz, sowohl bei der Pflege der Weinberge, dem Reb- und Laubschnitt und der Lese, sodass optimales Traubengut erzeugt wird. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um solche Weine zu vinifizieren, wie sie die Domäne anbietet. Dafür geben sie alle ihr Bestes und sind mit ganzem Herzblut dabei, die Winzerfamilien und auch die Mitarbeiter der Domäne allesamt. 

So entstehen ganz große Weine aus den bevorzugten Rebsorten #Grüner_Veltliner und #Riesling. Da die Lagen der Domäne wie Perlen entlang der Donau aufgereiht sind, ist ihre Bodenbeschaffenheit jeweils unterschiedlich, als da sind Tertiäre Sedimente, also sehr junge, sandig-kiesige Flussablagerungen mit Löss, Gföhler Gneis, kristalline Gesteine granitischen Ursprungs (90% Feldspat und Quarz), Amphibolitgesteine, dunkle Gesteine basaltischen Ursprungs, Paragneise aus Ton, Mergel und Sandstein, Marmor und Kalksilikatfels und Granodioritgneis. Alle Bodenarten bieten exzellente Wachstumsbedingungen für beste Weine, dank ihrer vielen Mineralien. 

Das Terroir in den Lagen der Domäne Wachau wird ergänzt durch das ganz besondere Klima im Engtal der Wachau, das durch viele unterschiedliche Einwirkungen geprägt ist, etwa die Abschirmung gegen kalte Winde von Norden und Westen, aber auch die pannonische Wärme von Osten, sodass Klimaverhältnisse vorhanden sind, wie man sie nur weiter südlich findet und so einen entscheidenden Einfluss auf die ganz besondere Reife der Trauben entstehen lässt. Die Philosophie des Weinmachens in der Domäne Wachau ist kompromisslos von der höchsten Qualität geprägt. Dabei spielt die Finesse und Eleganz der Weine eine ganz bedeutende Rolle. 

Als Mitglied der #Vinea_Wachau, dem Gebietsschutzverband der Wachau werden die Weine im Sinne der Wachauer Qualitätskategorien eingeordnet als: #Steinfeder, #Federspiel und #Smaragd. Wie führend die Weine der Domäne Wachau sind, zeigt, dass sie mit einer Fülle von besten Bewertungen ausgezeichnet worden sind, etwa durch das renommierte Wein-Magazin "Wein Plus" oder aber auch durch das weltweit anerkannte Magazin "Robert Parkers Wine Advocate", das 2 Spitzen-Smaragd-Weinen 94 und 93 Parker-Punkte verliehen hat und damit von allen österreichischen Weinen mit an der Spitze lagen. Eine weitere Krönung der Domäne Wachau hat mit der Vinotheksprämierung im Genuss-Guide 2019 stattgefunden. Hier wurde die Vinothek in Dürnstein als das beste Weinfachgeschäft Niederösterreichs gekürt. Dies zeigt, dass die Domäne Wachau nicht nur allerhöchste Ansprüche an ihre Weine stellt, sondern auch ein ganz besonderes Augenmerk auf ihrer Präsentation liegt. Und welche Bedeutung die Domäne Wachau wirklich hat, dokumentiert noch einmal die britische Weinkennerin Margaret Rand, die in ihrem Buch "101 Wines to try before you die", in dem sie die weltweit bemerkenswertesten Weine auflistet, von den prestigeträchtigen Weingütern in Frankreich und Kalifornien, bis zu den Geheimtipps in Ungarn und Griechenland, gleich das ganze Ried Achleiten mit seinen famosen Spitzenweinen würdigt. Da bleibt nur noch "in medias res" zu gehen und voll Respekt und Vorfreude die anstehenden Weine zu verkosten:

 Helga König
2018 Grüner Veltliner Steinfeder Gneis+Löss

Beginnen wollen wir mit unserer interessanten Verkostungs-Reihe der Weine der Domäne Wachau mit diesem Grünen Veltliner der Ausbaustufe Steinfeder. Grüner Veltliner ist die wichtigste Rebsorte in Österreich. Etwa 1/3 der gesamten Anbaufläche des Landes ist mit dieser Rebsorte bestockt. In der Wachau erhöht sich dieser Anteil auf über 50% der Fläche. Dies gilt auch für die Domäne Wachau. Gemäß des Gebietsschutzbundes Vinea Wachau werden die Wachauer Weißweine nach ihrem natürlichen Alkohol-Gehalt in 3 Kategorien eingeteilt, nämlich Steinfeder, Federspiel und Smaragd.

Der hier verkostete 2018er Grüner Veltliner gehört der Basis-Gruppe Steinfeder an, darf also nicht mehr als über einen Alkohol-Gehalt von 11,5% verfügen, was dieser Veltliner auch tatsächlich aufweist. Geprägt ist dieser Veltliner von dem speziellen Steinfeder-Gras, das an den steilen Hängen der #Tallandschaft wächst und dem Wein seine ganz typische Note verleiht. Die Trauben stammen von Weinbergslagen aus der gesamten Wachau mit ihrem besonderen Mikro-Klima und ihren Urgesteinsböden. Durch die ausschließliche Handlese wurde eine besondere Qualität erreicht. 

Im Glas zeigt sich der Grüne Veltliner in einer grüngelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor es zur olfaktorischen Probe kommt, ohne die nie ein Wein verkostet werden sollte, ist es ratsam dem Veltliner den nötigen Sauerstoff zu gönnen. Danach zeigen sich Anklänge in der Nase die leicht und duftig sind und die an einen Hauch Zitrus, grünen Apfel und Stachelbeere erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine lebendige Säure ergänzt. Der 2018er Grüner Veltliner ist elegant, frisch und sehr animierend, dabei intensiv im Geschmack und mit einem langen Finish versehen. Wunderbar!

Der Wein hat wie bereits erwähnt 11,5% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken werden.


2018 Grüner Veltliner Steinfeder Katzensprung

Weiter geht es erneut mit einem 2018er Grünen Veltliner in der „Gewichtsklasse“ Steinfeder, also mit einem oberen Alkohol-Gewicht von 11,5%. Der Wein trägt den namentlichen Zusatz „Katzensprung“, was eine besondere Charakterisierung bedeutet. Die einzigartige Steinfeder „Katzensprung“ stammt von selektionierten Trauben, die aus der Wachau rund um die Weinorte Dürnstein und Loiben stammen, allesamt von steilen Terrassenweingärten. Deshalb verkörpert der Wein ganz besonders das Terroir der steilen Donaulandschaft, geprägt von dem einmaligen Zusammenspiel vom warmen, pannonischen Klima und den kargen Urgesteinsböden. Die Lese dieser besonderen Trauben hat per Hand stattgefunden. Beim Ausbau ist der 2018er Grüner Veltliner Steinfeder Katzensprung im gekühlten Edelstahltank gereift, nachdem die Trauben sehr schonend gepresst worden sind. Dabei wurde ein ganz besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass diese in einem erstklassigen, gesunden und hochreifen Zustand zur Verarbeitung gekommen sind. Und alles dient nur einem Ziel diesen Grünen Veltliner von allerbester Qualität zu vinifizieren.

Farblich überzeugt der Wein im Glas in einem klaren, strahlenden Grüngelb. Auch jetzt bitte zunächst an die richtige Belüftung denken, bevor die Nase die Duftfülle wahrnimmt. Danach zeigen sich Fruchtaromen nach saftigem Kernobst, rotem Apfel, etwas Quitte und zarte Zitronennoten. Bestätigt werden diese Fruchtnuancen in Mund und Gaumen, wobei sich zeigt, wie optimal die gut ausbalancierte Säure die Aromenvielfalt trägt. Die Steinfeder "Katzensprung" ist intensiv im Geschmack, dabei etwas rauchig und dabei frisch und ausgewogen. Der wunderbar lange Nachhall lässt noch einmal das Frucht-Säure-Spiel großartig Revue passieren und überzeugt dabei auf Anhieb. Hier bleibt es nicht bei einem Glas, dafür schmeckt die Steinfeder "Katzensprung" einfach zu gut. Großartig!

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius genossen werden.

 Helga König
2018 Grüner Veltliner Federspiel Terrassen

Es folgt nun ein weiterer Grüner Veltliner in der mittleren Gewichtsklasse "Federspiel". Federspiel-Weine haben einen maximalen Alkohol-Gehalt von 12,5% und dürfen nicht aufgebessert werden. Die Trauben stammen aus den besonderen Weingärten in der Wachau, die in Terrassen angelegt, optimale klimatische Bedingungen und den idealen Urgesteinsboden für die Rebsorte Grüner Veltliner haben. Wie auch bei den anderen Weinen wurden die Trauben per Hand gelesen, denn nur so kommt Spitzen-Qualität zustande. Der Name "Federspiel" stammt noch von der Falkenjagd ab, die in der Wachau sehr beliebt war. Das Falkensymbol steht für die rassige Eleganz dieser trockenen Weißweine und ist eine geschützte Marke des Vereins Vinea Wachau. Die Winzerfamilien der Domäne Wachau unternehmen alles damit erstklassiges Traubenmaterial entstehen kann, sowohl durch die intensive Weinbergspflege, den geeigneten Reb- und Laubschnitt und auch durch eine selektive Lese, die nur die allerbesten Trauben zur schnellsten und schonendsten Verarbeitung im Keller gestattet. Dies ist das optimale Trauben-Management, das Spitzen-Qualität garantiert.

Im Glas präsentiert sich der 2018er Grüner Veltliner Federspiel Terrassen in einem leuchtenden Grüngelb mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier der Hinweis auf die nötige Beatmung des Weins, damit er sowohl olfaktorisch als auch geschmacklich sein Bestes geben kann. Anklänge nach grünem Apfel und weißem Pfeffer werden in der Nase sehr authentisch wahrgenommen und begleitet von etwas Mango und zarten Kräuternoten. Im Mund und am Gaumen wird der ausgeprägte Duft der Fruchtaromen geschmacklich bestätigt. Es ist diese erfrischende Säure, die den Grünen Veltliner Federspiel harmonisch und saftig erscheinen lässt. Dabei ist der Wein fruchtbetont und besitzt einen langen, würzigen Abgang, alles in allem ein charakteristisches Federspiel vom Grünen Veltliner, sehr ausgewogen, mit der richtigen Balance und sehr authentisch für einen spitzenmäßigen Grünen Veltliner von der Domäne Wachau. Top!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 9 Grad Celsius verkostet werden.

2017 Grüner Veltliner Smaragd Terrassen

Mit diesem 2017er Grüner Veltliner Terrassen wird ein besonderes Highlight der Domäne Wachau verkostet, ist der Wein doch in der höchsten Gewichts- und Qualitätsstufe gelistet, als Smaragd. Abgeleitet ist diese Spitzen-Kategorie von der prächtigen Smaragdeidechse, die sich auf den Wachauer Urgesteinsmauern sonnt. Sie ist Namensgeber für trockene, dichte, komplexe Weine mit Wachauer Finesse und einem Alkohol-Gehalt von 12,5%. Diese Weine zeichnen sich durch ein großes Lagerpotential aus. Smaragd ist ebenso wie Steinfeder und Federspiel eine geschützte Marke des Vereins Vinea Wachau. Die erstklassigen Trauben stammen aus kleinen Wachauer Terrassengärten und wurden für diese hochwertige Rieden-Cuvée selektioniert. Die unterschiedlichen Lagen selbst sind in der Terrassen-Landschaft zwischen den Orten Loiben und Spitz zu finden. Diese Herkunft garantiert den typischen Stil, der die Weine von der Domäne Wachau so einzigartig macht. Natürlich hat bei der Ernte eine selektive Handlese stattgefunden, nachdem auch die ganze Arbeit zuvor auf den Terrassen und am Rebstock mit der Hand geleistet wurde. Nach schonender Pressung und Gärung mit anschließender Lagerung im Edelstahltank wurde der 2017er Grüner Veltliner Smaragd noch für eine kurze Zeit im großen Holz-Lagerfass ausgebaut, um ihm die zusätzliche Komplexität zu verleihen. So ist ein Grüner Veltliner entstanden auf internationalem Niveau der selbst die allerhöchsten Ansprüche zufriedenstellt.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem brillant leuchtenden Strohgelb. Bitte auch jetzt nicht die Vermählung mit Sauerstoff vergessen, denn gerade solche komplexen Weine die auch im Holzfass gereift sind, erfordert eine primäre Belüftung. In der Folge dankt es dieser Grüne Veltliner Smaragd mit der gesamten Fülle seines großartigen Potentials. Die Nase hat daraufhin das Vergnügen unterschiedliche Aromen wahrzunehmen, die an reifen Apfel, weißen Pfeffer, etwas Zitrus aber auch rauchige Tabaknoten erinnern. Geschmacklich werden diese Anklänge eindeutig bestätigt und durch Nuancen von getrockneten Wiesenkräutern ergänzt. Es ist diese lebendig frische Säure, die dem Wein seine angenehme Balance verleiht, ihm zudem Kraft und Eleganz gibt. Der 2017er Grüner Veltliner Smaragd punktet mit viel Würze, ist komplex und sehr präsent. Zudem besitzt er einen langen Nachhall, der frisch und gehaltvoll noch einmal alles zeigt was in ihm steckt, nämlich ein großer Veltliner mit enorm viel Substanz und einer überwältigenden Klasse. Deshalb auch hat das Weinmagazin "Falstaff" ihn mit 92 Punkten bedacht und der "Decanter" ihm ebenfalls 92 Punkte verliehen. Chapeau!

Der 2017er Grüner Veltliner Smaragd Terrassen hat kraftvolle 13,5% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius genossen werden.

 Helga König
2017 Riesling Federspiel Ried Bruck

Nach 4 großartigen Grüner Veltliner geht es mit diesem 2017er Riesling der "Gewichtsklasse" Federspiel weiter. Riesling ist nach Grüner Veltliner die zweitwichtigste Rebsorte in der Domäne Wachau mit etwa 20% der erzeugten Weine insgesamt. Der hier verkostete Riesling Federspiel stammt aus der Lage Bruck im Spitzer Graben, einer der spannendsten Lagen in der ganzen Wachau. Hier in der Südlage Bruck in Vießling existiert ein ganz besonderes Kleinklima auf extrem steilen Urgesteinsterrassen. Die Weine zeichnen sich durch ihre besondere Kühle und Eleganz aus. Riesling ist eine der klassischen Top-Rebsorten und gilt für viele als der Primus unter den Weißweinen. In Österreich ist diese Traube mit etwa 3% der Rebfläche nicht so häufig, wie etwa in der Domäne Wachau mit seiner Bestockung von 20%. Dies liegt auch an dem Terroir des Donautals, das mit den steilen Urgesteinsterrassen und dem besonderen Kleinklima, gerade in der Lage Bruck im Spitzer Graben, absolut prädestiniert ist Spitzen-Rieslinge hervor zu bringen. Dabei werden die Trauben von Hand geerntet, um danach möglichst schnell, sehr schonend verarbeitet zu werden. In der Wein-Kategorie Federspiel verkörpert der Riesling das klassische österreichische Weißweinprofil mit der Frische einer Steinfeder und der Kraft und der Komplexität eines Weines der Kategorie Smaragd. Federspiel-Weine besitzen einen natürlichen Alkoholgehalt von maximal 12,5%.

Im Glas präsentiert sich der Federspiel-Riesling in einer leuchtenden grüngelben Farbe. Achtung, auch jetzt nicht die Belüftung vergessen. Danach zeigt sich der Wein in der Nase rauchig und sehr straff mit präziser Struktur und klarer Frucht, absolut vielschichtig mit intensiver Steinobstaromatik und ebenso tropischer Frucht. Im Mund und am Gaumen werden eindeutige Nuancen wahrgenommen nach Marille, reifem Weingartenpfirsich, Stachelbeere und einer wunderbaren Mineralität. Getragen werden die Fruchtaromen von einer pikanten Säure, die dem Riesling-Federspiel Rasse, Balance und viel Substanz verleiht. Der Wein ist kraftvoll, elegant und mit der richtigen Länge versehen, die sich wunderbar im überzeugenden Finish widerspiegelt. Das Magazin Wine Enthusiast hat ihn mit beachtlichen 92 Punkten bewertet. Á la bonne heure! 

Der 2017er Riesling Federspiel Ried Bruck hat 12,5% vol/alc und sollte bei 9 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Zweigelt Rosé Federspiel Terrassen

Dass in der Domäne Wachau nicht nur ganz exzellente Weißweine erzeugt werden, sondern ebenso großartige Rotweine und Rosé, wird bei der Verkostung dieses 2018er Zweigelt Rosé Federspiel Terrassen klar unter Beweis gestellt. Basis zu diesem Rosé ist die rote Rebsorte Zweigelt, die in den Terrassen-Weingärten der Domäne in der ganzen Wachau gewachsen ist. Blauer Zweigelt ist eine ganz typische österreichische Rotwein-Sorte und entstand durch die Kreuzung von Blaufränkisch und St-Laurent. Neben fruchtigen Rotweinen lassen sich aus der Rebsorte Zweigelt ganz besonders großartige Rosé vinifizieren. Der Rosé entsteht indem die roten Farbpigmente aus der Beerenhaut der Rotweintraube nur für einige wenige Stunden mit dem weißen Rebsaft in Verbindung gebracht werden, sodass diese besondere rosarote Farbkomponente entsteht. Je nach der Intensität der Farbe und der gemeinsamen Zeitdauer von gequetschter Beerenhaut und Rebsaft wird der Rosé dunkler eingefärbt. Dies kann bei mediterranen Rosé-Weinen tatsächlich die dunkelrote Farbe eines Rotweines annehmen. Und doch wird der Rosé immer wie ein Weißwein ausgebaut, im gekühlten Edelstahltank, wie auch hier der 2018er Zweigelt Rosé vinifiziert wurde. Die Ausbaustufe Federspiel bestimmt bei diesem Wein den Alkohol-Gehalt der maximal 12,5% nicht überschreiten darf, gemäß der Richtlinien der Vereinigung Vinea Wachau.

Farblich zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Rosarot, das auf Anhieb viel Frische verspricht. Der Rosé ist offen und verspielt in der Nase und überzeugt mit zarten Aromen von Johannisbeeren, Erdbeeren und einem Hauch von Gewürznelken. Mund und Gaumen bestätigen die Fruchtanklänge geschmacklich, wobei der Zweigelt Rosé zusätzlich mit einer eleganten Zitrusfrucht punktet. Das Frucht-Potpourri steht im besten Einklang mit einer frischen, lebendigen Säure, sodass der Wein eine wunderbare Balance besitzt. Frucht und Säure ergänzen sich prächtig, sind erfrischend, und zeigen ganz deutlich, warum ein Rosé und ganz speziell ein solch wunderbarer Zweigelt-Rosé bei den Weinfreunden immer beliebter wird, verbinden sich doch hier die ausdrucksstarken Geschmackskomponenten der Rotweintraube mit dem frischen Ausbau eines Weißweines. Dies wird gerade hier bei diesem exzellenten 2018er Zweigelt Rosé Federspiel ganz besonders deutlich. Grandios, Trinkfreude pur!

Der Wein hat richtige 12% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die 4 Veltliner, den Riesling und den Zweigelt Rosé mit großer Spannung und nicht weniger großer Freude verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Weine sind auf allerhöchstem Niveau und von bestechender Qualität. Die Gründe. warum dies so ist, liegen sichtbar in der #Wachau, an den Hängen der Donau in den steilen Weingärten und bei dem besonderen Klima, das hier vorhanden ist. Gemeinhin als Terroir bekannt, können sich die Winzer von der Domäne Wachau absolut glücklich schätzen, dass sie ein solches gesegnetes Terroir besitzen, mit den Urgesteinsböden und dem besonderen Mikroklima. Hier wachsen ganz große Grüne Veltliner, terroirbetonte Spitzen-Rieslinge und beeindruckende Zweigelt, Pinot Noir und St-Laurent heran. Aber die Segnungen der Natur gilt es auch umzusetzen und den Wein in dieser Klasse auf die Flasche zu bringen. Da zeigen alle, ob Winzer, Kellermeister und auch die Geschäftsleitung mit allen Mitarbeitern ihr absolutes Können und ihr nimmermüdes Engagement.

Ob Steinfeder, Federspiel oder ganz besonders Smaragd, der Ausbau aller Weine der drei Kategorien ist phantastisch, jeder für sich überzeugt mit seinem ganz spezifischen Charakter, seiner Individualität und seiner besonderen Klasse. So entstehen in der Domäne Wachau höchst beachtenswerte Weine, die weit über die Grenzen Österreichs größte Beachtung finden. Damit ist die Domäne Wachau ein wirklicher Botschafter des Weinlandes Österreich, die Weine werden geschätzt und respektiert, gerade weil sie so authentisch sind, Rebsorten-typisch und klar und prägnant im Geschmack. Dies entfaltet auch durchschlagende Wirkung bei den nationalen und internationalen professionellen Verkostungen, wo die Weine der Domäne Wachau immer wieder Spitzenplätze erreichen. Wie akribisch mit der Pretiose Wein in der Domäne Wachau umgegangen wird, zeigt nicht zuletzt, wie die Domäne mit der Präsentation ihrer Weine umgeht, ob im Online-Shop oder ganz besonders in ihrer preisgekrönten Vinothek, sozusagen alles ist nur vom Feinsten. Aber letztendlich sind es doch die Weine selbst, die überzeugen. Und dies tun sie ganz klassisch, sie schmecken einfach wunderbar.

 Deshalb: Absolut empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

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Kaiserstühler Winzergenossenschaft Ihringen eG 3 Weiss- und 3 Rotweine- http://www.ihringer-shop.de/

 Foto: Helga König
Ihringen am südlichen Kaiserstuhl gelegen, ist nicht nur wegen der meisten Sonnenstunden in ganz Deutschland bekannt, sondern verfügt auch über exzellente Weinlagen. Der Weinort selbst besticht durch pittoreske Ansichten. Nur wenige Gemeinden in Deutschland sind durch ihre Lage so geprägt wie Ihringen am Kaiserstuhl. Neben den Weinbergen, die sich an den Hängen des Kaiserstuhls emporziehen, ist es das freundliche Naturell der badischen Menschen, die den besonderen Einklang zwischen Natur und den hier ansässigen Bewohnern bildet. Die Sonnenflut des südlichen Kaiserstuhls trägt dazu bei.

Es ist von daher keineswegs verwunderlich, dass hier eine Winzergenossenschaft entstanden ist, die nicht nur zu den größten in Baden-Württemberg zählt, sondern aufgrund der natürlichen Gegebenheiten ganz exzellente Weine produziert. Im Jahre 1924 gegründet, zählt die WG-Ihringen mit 600 Mitgliedern, 300 ha Rebfläche und einem Lagervolumen von 12 Millionen Litern zu den führenden Winzergenossenschaften am Kaiserstuhl und in Baden. Neben dem blauen Spätburgunder mit 37% sind es Müller Thurgau mit 16%, Grauer Burgunder mit 18%, Silvaner mit 9% und Weißer Burgunder mit 11%, die die Hauptrebsorten der Genossenschaft bilden. Diese verteilen sich auf den bekannten Ihringer Winklerberg, der hauptsächlich vulkanisch geprägt und den Ihringer Fohrenberg, welcher mit Löß bedeckt ist.

Bei über 90% der Trauben kommt die Handlese zum Einsatz. Die Philosophie der Genossenschaft beruht auf zwei Säulen, nämlich der Tradition verbunden zu sein und dennoch sich allem Neuen gegenüber nicht zu verschließen. Dies bezieht sich sowohl auf den Anbau der Rebsorten, der optimalen Art der Lese und auch auf die qualitätsorientierte Produktion in der Kellertechnik. Dies hat dazu geführt, dass die WG Ihringen zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen erworben hat.

 Foto: Helga König
2018 Ihringer Fohrenberg Grauer Burgunder QbA trocken

Beginnen wollen wir unsere kleine aber sehr feine Verkostung bester Weine vom Kaiserstuhl mit diesem 2018er Grauburgunder, der trocken ausgebaut wurde. Gewachsen sind die Trauben zu diesem großartigen Weisswein in der Spitzenlage Ihringer Fohrenberg, einer der beiden Ausnahme-Lagen der Ihringer Genossenschaft. Die Bodenbeschaffenheit im Fohrenberg besteht aus Lößböden die äußerst fruchtbar und ein optimaler Wasserspeicher sind. Da der Boden auch ganz exzellent die Wärme speichert, entsteht so ein besonderes Mikroklima, das Spitzenweine heranreifen lässt. Die Lage ist hängig, überwiegend nach Süden ausgerichtet und mit vielen kleinen Terrassen versehen, auf denen ganz exquisite Weine wachsen, wie der hier verkostete 2018er Grauburgunder trocken.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Bevor der Grauburgunder einem ersten olfaktorischen Kennenlernen unterzogen wird, sollte er zunächst mit genügend Sauerstoff vermählt werden. Danach nimmt die Nase ganz wunderbare Anklänge wahr, die an einen frischen, saftigen Duft nach gelbem Apfel, Quitte und Aprikose erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen bestens geschmacklich bestätigt. Getragen werden diese Frucht-Nuancen von einer bestens integrierten Säure, die so einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt. Der 2018er Grauburgunder trocken ist frisch, fruchtbetont und besitzt einen langen Nachhall, bei dem noch einmal die ganze Klasse dieses großartigen Weiss-Weines Revue passiert. Als Wein zur täglichen Erfrischung und Erbauung eignet sich der 2018er Grauburgunder trocken ebenso prächtig, wie als Begleiter zu Fischgerichten, hellem Fleisch und Geflügel. Wunderbar!

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2017 Ihringer Fohrenberg Weißer Burgunder Kabinett trocken

Es folgt nun ein Weissburgunder, ebenfalls aus der Lage Ihringer Fohrenberg des Jahrgangs 2017, der als Prädikatswein der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Weißer Burgunder gehört zur Reb-Familie der Burgunder, die gerade hier am Kaiserstuhl exzellente Bedingungen vorfinden mit den Lössboden und der optimalen Einwirkung der Sonne, denn immerhin gibt es am südlichen Kaiserstuhl nicht nur die wärmsten Tage in ganz Deutschland, sondern auch die meisten. Hinzu kommt der kühlende Wind, der durch das obere Rheintal streift. Alles zusammen bildet das beste Terroir, das solche wunderbaren Weine reifen lässt, wie dieser 2017er Ihringer Fohrenberg Weißer Burgunder Kabinett trocken.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem hellen Gelb mit goldenen Reflexen. Auch hier zunächst auf den nötigen Sauerstoff achten, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die niemals ein Wein verkostet werden sollte. Duftnoten, die danach eindeutig an fruchtbetontes Bukett an gelben Apfel, Pfirsich und Birnen erinnern, werden von der Nase wohlwollend registriert. Geschmacklich werden diese olfaktorischen Anklänge wunderbar von Mund und Gaumen bestätigt. Dabei ist der Weißburgunder äußerst gehaltvoll und mit einer gut eingebundenen Säure versehen. So entsteht die geeignete Balance von Frucht und Säure mit einem feinen Spiel das zu begeistern weiß, zumal es langanhaltend für ein überzeugendes Finish sorgt. Der 2017er Weißburgunder Kabinett trocken schenkt große Trinkfreude und ist ein echter Wein-Genuss ob solo oder zu leichten Vorspeisen, Fisch oder zu mildem Käse. Top!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad genossen werden.

2017 Ihringer Winklerberg Silvaner Kabinett trocken

Weiter geht es mit diesem 2017er Silvaner aus der zweiten Ihringer Spitzenlage der Genossenschaft, dem Ihringer Winklerberg. Als Kabinett-Prädikatswein wurde der Silvaner trocken ausgebaut. Der Ihringer Winklerberg gilt als wärmste deutsche Lage mit einem fast subtropischen Klima. Der Boden besteht aus Löss und vulkanische Tuffe, die Neigung ist hängig-steil, die Ausrichtung ist West, Süd und Südost. Der Ihringer Winklerberg gilt als einer der besten Lagen am Kaiserstuhl, ja deutschlandweit. Die Weine die hier wachsen genießen einen ganz ausgezeichneten Ruf und sind bekannt, weit über Deutschland hinaus. Die Ihringer Winzergenossenschaft kann sich glücklich schätzen, hier solche ganz besonderen Weine wachsen zu lassen, wie dieser 2017er Silvaner Kabinett trocken.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellen, klaren, zitronengelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die richtige Beatmung des Weins, damit er sich duft- und geschmacksmäßig komplett öffnen kann. Danach wird die Nase mit Aromen beglückt, die an frisches Heu, gelben Äpfeln und Mandeln erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die olfaktorischen Nuancen bestens geschmacklich bestätigt und durch eine frische, feine Säure ergänzt.

Der 2017er Silvaner Kabinett trocken ist durchaus elegant, ausdrucksstark und mit einem schönen Frucht-Säure-Spiel versehen. Der Wein ist ideal um ihn in fröhlicher Runde mit Freunden zu genießen. Da bleibt es bestimmt nicht nur bei einem Glas, dafür schmeckt er zu gut. Großartig!

Der 2017er Ihringer Winklerberg Silvaner Kabinett trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König
2016 Ihringer Spätburgunder Rotwein QbA trocken

Nach den exzellenten Weiss-Weinen aus der Ihringer Winzergenossenschaft folgen nun 3 Spätburgunder Rotweine, für die die Genossenschaft berühmt und besonders geschätzt ist. Beginnen wollen wir hier mit diesem 2016er Ihringer Spätburgunder, der trocken ausgebaut wurde und unter der Rubrik Qualitäts- und Lagenweine klassifiziert ist. Gerade die Spätburgunder-Weine gedeihen am Kaiserstuhl und ganz besonders in den Ihringer Lagen optimal. Erneut muss dabei auf das ganz besondere Terroir hier angesprochen werden, das Spätburgunder-Rotweine wachsen lässt, die den Spätburgunder aus Burgund geschmacklich sehr nahe kommen, ihnen aufgrund gleicher Wachstums-Bedingungen doch sehr ähnlich sind.

Die Winzer der Ihringer Genossenschaft unternehmen alles, damit optimale Bedingungen für ihre Spätburgunder und sonstigen Weine bestehen. Dies beginnt bei der naturnahen Pflege der Weinberge, setzt sich fort beim Reb- und Laubschnitt und einer selektiven Handlese, und endet schließlich bei der sehr schonenden Verarbeitung im Keller, sodass solche ausgesuchten Spätburgunder entstehen, wie der hier verkostete 2016er Ihringer Spätburgunder trocken.

Farblich überzeugt der Wein im Glas mit einem dunklen Rubinrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat der Weiss-Wein bereits die richtige Belüftung benötigt, so gilt dies für die Rotweine erst recht. Nur so wird der 2016er Spätburgunder trocken sein ganzes Potential offenbaren. Die Nase nimmt jetzt Nuancen wahr, die an dunkle Früchte erinnern, wie Brombeeren und schwarze Johannisbeeren. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Anklänge, wobei sich zeigt, wie würzig und kraftvoll der 2016er Spätburgunder trocken ist. Der Rotwein verfügt über die nötige Fülle, ist rund und weich bei einem langen Abgang, der bestätigt, wie gelungen dieser ausgeprägte Kaiserstühler Spätburgunder ist. Solo getrunken, eine geschmackliche Wohltat, eignet er sich auch bestens zu Wildgerichten, dunklem Fleisch und Käse. Exzellent! 

Der 2016er Spätburgunder trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Premium Spätburgunder Rotwein QbA trocken 

Als zweiter Spätburgunder Rotwein folgt nun dieser 2016er Spätburgunder, der trocken ausgebaut wurde und der zu der Linie "Ihringer Premium-Projekt" zählt. Damit sind Weine gemeint, die sich durch ganz besondere Eigenschaften auszeichnen. Es handelt sich dabei um trocken ausgebaute Weine von besonderer Güte aus hochwertigen Rebparzellen. Gezielte Ertragsreduzierung ist dabei ebenso die Voraussetzung wie eine selektive Handlese und eine schonende Weinbereitung. Zusammen mit dem Terroir in den Ihringer Lagen ist ein Spätburgunder entstanden, der die ganze Qualität und das Top-Niveau der Ihringer Genossenschafts-Spätburgunder deutlich zeigt. Diese Rotweine sind unverkennbar Spitzen-Spätburgunder wie sie nur am Kaiserstuhl wachsen können. Wegen ihrer überragenden Qualität und ihrem grandiosen, unverwechselbaren Geschmack gelten sie zu Recht mit zu den besten Spätburgunder, die hierzulande erzeugt werden. Und da ist es nur natürlich, dass diese Weine mit den ausgesuchten Spätburgundern aus Burgund verglichen werden.

Im Glas zeigt sich der Premium Spätburgunder in einem klaren Granatrot. Auch hier sollte der Wein zunächst mit genügend Sauerstoff belüftet werden. So zeigt er sich danach mit einer kräftigen Burgundernase, soll heißen, alle intensiven olfaktorischen Eigenschaften eines beeindruckenden Burgunders werden wohlwollend registriert. Dazu gehören die schönen fruchtigen Anklänge nach Pflaume, aber auch nach Tabak. Im Mund und am Gaumen findet sich die eindeutige geschmackliche Bestätigung dieser olfaktorischen Eindrücke. Der 2016er Spätburgunder trocken ist kraftvoll, dicht, komplex und extraktreich. Zudem besitzt er die richtig eingebundene Säure, die die Fruchtaromen trägt und dem Wein viel Substanz und einen langen Nachhall gibt. Dabei ist der Spätburgunder füllig und rund und geschmacklich sehr überzeugend. Liebhaber eines exzellenten Spätburgunder vom Kaiserstuhl kommen hier absolut auf ihre Kosten. Á la bonne heure!

 Der 2016er Premium Spätburgunder trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.

2014 uringa 962 Ihringer Winklerberg Spätburgunder Rotwein QbA trocken "im Eichenfass gereift!

Als abschließender Rotwein wird jetzt dieser 2014er Spätburgunder trocken verkostet, der trocken ausgebaut wurde. Er gehört zur Spitzen-Rubrik der Ihringer Genossenschafts-Weine, die unter der Bezeichnung "uringa 962" gelistet sind. Dabei handelt es sich um ganz exzellente Weine, bei denen das Zusammenspiel von klimatischen und geologischen Bedingungen ganz optimal sind und wo die Winzer der Genossenschaft eine ganz besondere Hege und Pflege den ausgesuchten Rebparzellen angedeihen ließen. Die Namensgebung dieses Flaggschiffes der Genossenschaft ist inspiriert von der ersten urkundlichen Erwähnung des heutigen Weinorts Ihringen im Jahre 962. Die Trauben zu diesem Spätburgunder sind in der Spitzenlage Ihringer Winklerberg gewachsen, die wie bereits erwähnt zu den herausragenden Lagen in ganz Deutschland gehört. Mehr Qualität geht kaum noch.

Farblich präsentiert sich der edle Spätburgunder in einem klaren Rubinrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Achtung, auch hier bitte nicht die Sauerstoff-Zufuhr vergessen, zumal der Spätburgunder im Eichenfass gereift ist. Der Sauerstoff bedingt, dass die von der Gerbsäure eingeschlossen Aromen befreit werden und so ganz intensiv zur Geltung kommen können. Danach zeigen sich Anklänge die an dunkle Beeren, Tabak und Zedernholz erinnern. Die Fruchtaromen werden von Mund und Gaumen intensiv und angenehm bestätigt. Dabei zeigt sich wie kraftvoll und ausdrucksstark der Spätburgunder ist, mit viel Extrakt, sehr komplex und einer großen geschmacklichen Fülle, die auch dem Ausbau im Barrique zu verdanken ist. Dieser Uringa 962 Spätburgunder besitzt einen sehr eigenen Charakter, der auf einen großen Rotwein hindeutet. Lang im Nachhall, zeigt er noch einmal seine überragenden geschmacklichen Eigenschaften und ist dabei doch samtig und rund. Chapeau!

Der 2014er uringa 962 Ihringer Winklerberg Spätburgunder trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

Nach ausgiebiger Verkostung durften wir wieder einmal feststellen, welche gesegnete Erde es gibt, ganz besonders an den südlichen Ausläufern des Kaiserstuhls. Die Winzer und der Kellermeister der WG Ihringen haben auf ihr mit großem Traditionsbewußtsein und Sachverstand, aber besonders mit einem kompromisslosen Anspruch zur Qualität Weine geschaffen, die begeistern und weltweit Anerkennung finden. Als Erzeuger ist die WG Ihringen ursächlich dafür, dass die Ihringer Weine eine wachsende Zahl von Weinliebhabern findet. Weil alle hier verkosteten Weine rundum gelungen sind, ist unser Fazit: 

 Besonders empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König  

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Wachtenburg Winzergenossenschaft Wachenheim/Pfalz 6 Rotweine- https://www.wachtenburg-winzer.de

 Foto: Helga König
Die Wachtenburg Winzer, eine eingetragene Genossenschaft, genannt nach der Burgruine Wachtenburg sind ein Pfälzer Mehrfamilienbetrieb, der in Wachenheim an der Weinstraße seit über 110 Jahren exzellente, hoch dekorierte Weine und Sekte kultiviert. 24 Winzerfamilien, mit einer Gesamt-Rebfläche von 335 ha arbeiten generationsübergreifend gemeinsam auf ein großes Ziel hin, die Qualität ihrer Weine stetig zu verbessern. Dies erreichen sie, indem sie traditionelles Wissen und die große Erfahrung mit der modernsten Kellertechnik vereinen. Es ist die Leidenschaft für das Kulturgut Wein, das sie gemeinsam umtreibt, um diese Weine auf höchstem Niveau zu erzeugen. Dies wird erreicht durch eine möglichst naturnahe Weinbergspflege, intensive Laubarbeit und eine selektive Handlese, alles Arbeitsschritte die die Voraussetzung für eine optimale Qualität bilden. Das Ergebnis ist entsprechend großartig.

Die Wachtenburg Winzer wurden 2012 als die Genossenschaft in Deutschland ausgezeichnet, die das beste Preis-Leistungs-Verhältnis besitzt. Im 2018er Genossenschaftstest der Zeitschrift Weinwirtschaft wurden sie wieder mit dem Spitzen- Platz in der Pfalz ausgezeichnet, so wie 2016 und 2014. Ein derartig beeindruckendes Ergebnis schafft Zufriedenheit bei den Winzerfamilien, gibt den nötigen Schub und die Energie für eine weitere Optimierung ihrer Weine und hinterlässt Freude und Genugtuung bei den Freunden und Liebhabern der großartigen Wachtenburg-Weine. Auf dieser Rebfläche von 335 ha werden in 11 Einzellagen 13 Weißwein- und ebenso 11 Rotwein-Sorten kultiviert.

Die Schwerpunkte liegen dabei auf Riesling, Weiß- und Grauburgunder im weißen Bereich, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon im roten. Daneben werden auch Weine aus den Rebsorten Chardonnay, Sauvignon Blanc, Rieslaner, Gewürztraminer und Scheurebe, aber auch Dornfelder, Merlot, Acolon, St. Laurent und Frühburgunder erzeugt. Die besonderen Lagen sind: Wachenheimer Königswingert, Wachenheimer Fuchsmantel, Wachenheimer Gerümpel und Wachenheimer Altenburg. Hier wächst, befördert durch alte Reben allerbestes Traubengut heran. Wenn durch Rebrückschnitt eine einzige Traube pro Trieb sich bestens entfalten kann, und das Laub so gestutzt wird, dass Sonneneinstrahlung im Überfluss gewährleistet ist und die Trauben gut durchlüftet sind, dann trägt dies ebenfalls zu optimalen Weinen bei.

Reduzierter Ertrag fördert maßgeblich die Qualität. Dadurch entstehen Weine von großer Individualität, eigenem Charakter und entsprechender Authentizität, eben Premium-Weine, die als Edition "SL" angeboten werden. 

Neben den Winzerfamilien sind es ebenso die Mitarbeiter der Genossenschaft, die ihr ganzen Können und Herzblut für die großen Weine geben. Bei so viel Engagement bleibt es nicht aus, dass es wahrlich Prämierungen regnet. Da ist es doch ein Muss, diese den Lesern mitzuteilen, als da sind u.a.: Staatsehrenpreis 2016, 2017 und 2018 und insgesamt 2018: 28 Gold und 69 Silberauszeichnungen der Landwirtschaftskammer. Fachmagazin Weinwirtschaft: Platz 1 in der Pfalz: 2014, 2016 und 2018, Meininger Verlag: Sieger des Genossenschaftstest 2012 für "Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis". DLG Top 100 Auszeichnung zu den 100 besten Weinbaubetrieben in Deutschland. AWC Vienna, der größten weltweit anerkannten Weinbewertung 2015: Zwei Mal Gold und drei Mal Silber. Hier die Hunderte von Prämierungen aufzuzählen, würde wahrlich diesen Rahmen sprengen, ist doch auch so festzustellen, dass die Weine der Wachtenburger Winzer ganz phänomenal sind. Deutlicher kann eine Aussage zur besten Qualität der Weine von den Winzer aus Wachenheim an der Pfälzer Weinstrasse eigentlich nicht ausfallen. 

Doch damit genug der Theorie, jetzt gilt es voller Vorfreude die 6 Weine zu verkosten.

2017 Regent Trocken

Beginnen wollen wir unsere kleine, sehr feine Verkostung der besonderen Rotweine der Wachtenburger Winzergenossenschaft mit diesem 2017er Regent, der trocken ausgebaut wurde. Als teilresistente Rotweinsorte ist Regent eine Neuzüchtung aus dem Jahr 1965, die erst 1995 die deutsche Sortenzulassung bekam. Deutschland besitzt die größte Anbau-Fläche und hier besonders Rheinhessen und die Pfalz, wo nahezu ¾ aller Regent-Weine angebaut werden. Insgesamt wurden 2017 weltweit nur etwa 2000 Hektar dieser Rebsorte kultiviert, davon ca. 1900 Hektar allein hierzulande. 

Im Glas präsentiert sich der 2017er Regent trocken in einer tiefroten Farbe. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die nie ein Wein verkostet werden sollte, ist es notwendig ihn zunächst mit genügend Sauerstoff zu beatmen. Dann zeigen sich Anklänge in der Nase, die an schöne Aromen von Waldbeeren und Kirschen erinnern, begleitet von einer feinen Würze. Im Mund und am Gaumen werden diese Noten geschmacklich bestätigt, wobei eine ausgewogene Tanninstruktur dem Regent Fülle, Substanz und Kraft verleiht, ebenso eine gewisse Komplexität und Nachhaltigkeit. Das lange Finish zeigt erneut, wie substanzreich, weich und animierend der 2017er Regent trocken ist, ein Rotwein mit einem nahezu südländischen Charakter. Großartig! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 St. Laurent Trocken 

Weiter geht es mit diesem 2016er St. Laurent, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Die Rebsorte St. Laurent gehört zur Burgunder-Familie und stammt ursprünglich aus Frankreich oder Niederösterreich. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Rebe in Deutschland bekannt, als der Weinpionier Jan Philipp Bronner sie aus Frankreich hier einführte. St. Laurent kam von Deutschland nach Österreich, wo die Rebsorte erstmalig im Stift Klosterneuburg 1860 ausgepflanzt und auch urkundlich erwähnt wurde. Von hier aus verbreitete sie sich in ganz Österreich, ganz speziell im Burgenland. Hierzulande sind Hauptanbaugebiete die Pfalz und Rheinhessen, das dortige Terroir eignet sich ganz prächtig für beste St. Laurent-Weine, wie den hier verkosteten 2016er St. Laurent trocken. 

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem funkelnden, tiefen Rot. Auch jetzt ist es wichtig den St. Laurent zunächst richtig zu belüften, damit er sein ganzes Potential abrufen kann. Feine Anklänge nach dunklen Beeren, wie Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren zeigen sich in der Nase. Geschmacklich werden die olfaktorischen Nuancen im Mund und am Gaumen optimal bestätigt. Hier zeigt sich auch die feine Tannin-Struktur, die dem 2016er St. Laurent trocken Kraft, Fülle und einen eigenen Charakter gibt. Der Wein ist dicht, ausdrucksstark und besitzt würzige Noten. Bei einem langen Abgang demonstriert er eindeutig, wie weich und rund und animierend er ist. Da ist jedes Glas ein absoluter Rotwein-Genuss. Deshalb hat auch die Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz den St. Laurent mit der Silbernen Kammerpreis-Münze ausgezeichnet. Top! 

Der 2016er St. Laurent trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2016 Merlot Trocken 

Es folgt nun ein weiterer großartiger Rotwein von den Wachtenburg Winzern mit diesem 2016er Merlot, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Die Rebsorte Merlot gehört zu den weltweit am häufigsten angebauten roten Rebsorten nach Cabernet Sauvignon und Airén. Ursprünglich stammt die Rebe aus Frankreich und hier aus der Gegend um Bordeaux. Sortenreine Merlot-Weine finden sich weltweit eher in den Übersee-Regionen aber auch im Bordelaise, wo es berühmte höchstklassige Weine dieser Rebsorte gibt, etwa mit Chateau Petrus. Aber auch als Cuvée mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc hat der Merlot absolute Wein-Geschichte geschrieben, so beim Premier Grand Cru Chateau Margot, Chateau Lafite Rothschild oder etwa Chateau Mouton Rothschild. Hierzulande besitzt die Pfalz die größte Anbaufläche für diese Premium-Sorte. Sortenrein ist auch der jetzt verkostete 2016er Merlot trocken und wie großartig der Wein ist, vermittelt auch die Bewertung der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz mit einer Goldenen Kammerpreismünze und der Prämierung der DLG mit dem Silbernen Preis. 

Im Glas zeigt sich der 2016er Merlot trocken in einer tief-dunkelroten Farbe. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf genügend Sauerstoff. Der Merlot dankt es mit seinem wunderbaren Duft und Geschmack. Olfaktorisch nimmt man danach schöne Anklänge nach Brombeeren, Himbeeren und einer würzigen Note wahr. Die Bestätigung der fruchtigen Noten wird danach geschmacklich in Mund und Gaumen präsent, wozu auch eindeutig der Geschmack nach saftiger Kirsche dazu gehört. Der 2016er Merlot trocken ist intensiv, vollmundig, extraktreich und besitzt das richtige Volumen um wirklich zu überzeugen. Sein langer Nachhall animiert sofort zu einem weiteren Glas. Wunderbar! 

Der 2016er Merlot trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden.  
2016 Frühburgunder Trocken

Als nächster prächtiger Rotwein folgt nun dieser 2016er Frühburgunder, der auch über einen trockenen Ausbau verfügt. Die Rebsorte Frühburgunder ist eine natürliche Mutation aus dem Spätburgunder. Die Anbaufläche für Frühburgunder hält sich hierzulande in überschaubaren Grenzen, denn mit insgesamt etwa 250 Hektar ist die Rebe nicht allzu sehr verbreitet und drohte bereits in den 1960er Jahren ganz zu verschwinden. Mittlerweile ist der Frühburgunder als exzellenter Rotwein wieder in das Bewußtsein der Rotwein-Freunde gerückt und damit auch wird er wieder häufiger kultiviert, vor allem in Rheinhessen und in der Pfalz, wie eben auch in den Weinbergen von Wachenheim bei den Wachtenburg Winzern, die diesen wunderbaren 2016er Frühburgunder trocken erzeugt haben. 

Farblich überzeugt der Wein im Glas mit einer kräftigen, dunkelroten Farbe mit leichten violetten Reflexen an der Oberfläche. Achtung, auch jetzt bitte an die Belüftung des Rotweins denken! Duftaromen, die an Waldbeeren erinnern, gehen einher mit Anklängen nach Brombeeren. Geschmacklich werden diese Duftnuancen eindeutig im Mund und am Gaumen bestätigt und durch eine feine Würze ergänzt. Der 2016er Frühburgunder trocken punktet zudem mit einem großartigen, langen Finish, das nicht nur noch einmal die wunderbare Balance zwischen Frucht und Säure aufzeigt, sondern auch eindrucksvoll vermittelt wie geschmackvoll gelungen und rund und weich der Frühburgunder ist. Dies haben auch die Juroren der Landwirtschaftskammer von Rheinland-Pfalz und der Deutschen Landwirtschaft Gesellschaft (DLG) so gesehen, sie haben beide den 2016er Frühburgunder trocken mit Silber bewertet. Köstlich! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden. 

2016 Spätburgunder trocken "Edition SL" 

Die Wachenheimer Lagen bieten mit ihren lockeren und Wärme-speichernden Lagen geradezu ideale Bedingungen für den Anbau hochklassiger Burgunder. Neben der geeigneten Bodenbeschaffenheit ist es das besondere Klima, das gerade für einen großartigen Spätburgunder nicht besser sein könnte. Die Pfalz hat mit die meisten Sonnenstunden in Deutschland, ebenso auch die wärmsten Temperaturen. Insgesamt ist das Terroir ideal, hier fühlt sich die Spätburgunder-Rebe sehr wohl und die Weine der Wachtenburger Winzer bestätigen dieses eindeutig, sind die Spätburgunder doch eine Klasse für sich, wie dieser 2016er Spätburgunder trocken in der Edition SL, die für selektive Lese, ausgesuchte Weinberge und besonders sorgfältige Bearbeitung steht. 

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem intensiven Burgunder-Rot. Sollten Weißweine richtig gelüftet werden, dann gilt dies für Rotweine erst recht, zumal für einen solchen prächtigen Wachtenburg Spätburgunder. Die Nase erfreut sich an einem feinen Bouquet, das ausdrucksvoll, vielschichtig und mit feinen, charakteristischen Anklängen an frische rote Früchte wie Kirsche und rote Johannisbeere erinnern, ebenso eine leichte Bittermandel-Note. Geschmacklich werden diese Fruchtnuancen in Mund und Gaumen bestätigt. Der Spätburgunder ist dicht, nuancenreich, elegant und körperreich und bei einer wunderbaren Balance zwischen Frucht und Säure, mit einer seidigen Struktur und einer schönen Tiefe versehen. Der lange Abgang schmeichelt dem geschmacklichen Empfinden, wobei erneut festzustellen ist, wie weich und rund dieser 2016er Spätburgunder trocken Edition SL doch ist. Ein solch herrlicher Spätburgunder lässt keine Wünsche offen, schmeckt er doch einfach fabelhaft.Chapeau! 

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden. 

 Foto: Helga König
2016 Cabernet Sauvignon trocken "Edition SL" 

Die Rebsorte Cabernet Sauvignon ist eigentlich eine Traube, die ursprünglich im Bordelaise zuhause war. Sie liebt warmes, ja heißes und trockenes Klima, wie es in mediterranen Regionen vorzufinden ist. Nicht zuletzt durch die Klima-Erwärmung haben die eh schon südlichen Bedingungen in der Pfalz ähnliche Züge wie in den Klimazonen Südeuropas angenommen. Cabernet Sauvignon wurde zum ersten Mal in der Pfalz im Jahre 1984 angebaut. Danach fanden sich immer weitere Anbauflächen, die sich für diese Rebsorte bestens eignen. So auch die Lagen in Wachenheim, die mit ihren lockeren und Wärme-speichernden Böden ideale Bedingungen für diese Rebsorte bieten. Im Glas zeigt sich der Wein in einem tiefen Dunkelrot mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Wohl dem, der dem Cabernet Sauvignon zunächst genügend Sauerstoff gewährt, hat er so doch die Chance die gesamte Duftfülle zu genießen. 

Wunderbare Anklänge an fruchtige Beerenaromen, wie schwarze Johannisbeeren und kräutrige Noten werden mit der Nase wahrgenommen. Beim ersten Schluck findet die geschmackliche Bestätigung dieser Aromen im Mund und am Gaumen statt. Der Wein begeistert mit seiner komplexen Struktur, mit seiner Substanz und seiner Fülle. Die wunderbar eingebundenen Tannine geben dem 2016er Cabernet Sauvignon trocken "Edition SL" (Selektive Lese) Kraft und Volumen und dem Verkoster ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Wahrlich ein Prachtexemplar an einem Cabernet Sauvignon. Á la bonne heure! Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden. 

Nachdem wir jetzt die 6 wunderbaren Roten der Wachtenburger Winzer verkostet haben, hier unserer Fazit: 

Alle Rotweine sind von höchstem Niveau und von bester Qualität. Hier ist der Natur und den engagierten Winzern aus der Wachtenburg Genossenschaft Wachenheim eine großartige Symbiose gelungen, der Natur mit seinem außergewöhnlichen Terroir in den Weinbergslagen in der Pfalz und den Winzern mit ihrem nimmermüden Bestreben allerbeste Weine aus den Trauben zu erzeugen. Tradition und Moderne gehen hier Hand in Hand, getragen von sehr viel Sachkenntnis des Weinmachens aber auch größter Sorgfalt bei der naturnahen Betreuung der Weinbergslagen und der Rebstöcke. Das Ergebnis ist dann allerbester Wein, wie wir uns bei den unterschiedlichen Roten ausgiebig überzeugen durften. Die riesengroße Anzahl von erstklassigen Prämierungen der professionellen Verkoster spricht hier ebenfalls ein überaus positives Urteil. Wir haben ja bereits auch unserer Freude und Genugtuung über die Rotweine Ausdruck verliehen und darum noch einmal kurz zusammengefasst, uns haben die Roten außerordentlich gut geschmeckt. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

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Winzergenossenschaft Köndringen Baden/Breisgau 4 Weissweine 2 Rotweine und 1 Winzersekt -https://www.wg-koendringen.de/

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft Köndringen liegt im nördlichen Breisgau zwischen Riegel am Kaiserstuhl und der Stadt Emmendingen im Norden von Freiburg. Köndringen ist ein Ortsteil der Gemeinde Teningen. In der Winzer-Gemeinde Köndringen wurde im Jahr 1954 die erste Winzergenossenschaft im Breisgau gegründet und ist seitdem vollablieferndes Mitglied des Badischen Winzerkellers in Breisach. Mit 110 Hektar Rebfläche ist die WG Köndringen auch die größte Genossenschaft im Breisgau. Insgesamt werden 13 verschiedene Rebsorten kultiviert, von denen die Hauptsorten: Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder und Ruländer(Grauburgunder) sind. Weiterhin kommen noch Muskateller, Gewürztraminer, Kerner, Chardonnay und Riesling zum Anbau. Wunderbare Winzersekte und Secco ergänzen das Angebot, neben Rosé und Glühwein.

Sehr stolz sind Winzerinnen und Winzer auf ihr in Eigen-Leistung ausgebautes Winzerhüs, das sich als Treffpunkt für alle Weinfreunde in Köndringen besonders gut eignet. Hier finden sowohl Familien- wie Firmenfeiern statt, aber auch besondere Veranstaltungen, die von den Köndringer Winzern organisiert werden. Die wichtigste Lage der Genossenschaft ist die Weinbergslage Köndringer Alte Burg, die nach Nordnordwesten bis Nordnordosten, jedoch überwiegend nach Süden ausgerichtet ist. Die zum Teil terrassierten Weinberge besitzen eine Hangneigung von 10 bis 40%. Die Böden bestehen aus verwittertem Muschelkalk mit kalkhaltigem Lösslehm und zum Teil Sand. Entsprechend der Sonneneinstrahlung und der Wärme entsteht so ein Terroir, das sich bestens für besonders hochqualitative Weine eignet. 

Alle Mitglieder der Genossenschaft, ob Winzer oder Winzerinnen, Kellermeister oder Mitarbeiter in der WG , sie geben alles, damit beste Weine entstehen können, bei naturnaher Pflege der Weinberge, exaktem Reb- und Laubschnitt, selektiver Lese und sehr schonendem Ausbau im Keller, Weine von hohem Niveau und außerordentlicher Qualität. Dabei wird besonderen Wert sowohl auf Tradition als auch auf Moderne gelegt. 

Tradition ist das Wissen und das Können, das innerhalb der Winzerfamilien von Generation zu Generation weitergegeben worden ist, ergänzt durch die Moderne, die sich in den neuesten Gerätschaften bei der Kellerwirtschaft zeigt. Nur so ist die Qualität zu erreichen, die die Weine von den Köndringer Winzern auszeichnet. 

Und bevor es nun zur Verkostung dieser ausgezeichneten Weine kommt, muss noch unbedingt auf das außerordentliche Preis-Qualitäts-Verhältnis hingewiesen werden, das diese Weine auszeichnet. Und auf geht es: 

 Foto: Helga König
2017 Köndringer Alte Burg Weißer Burgunder trocken 

Gewachsen sind die Trauben zu diesem Wein in der herausragenden Lage Köndringer Alte Burg. Sowohl Hangneigung als auch Disposition eignen sich vorzüglich zum Anbau gerade der Burgunder-Sorten und die Bodenbeschaffenheit mit verwittertem Muschelkalk und kalkhaltigem Lösslehm sowieso. Weißburgunder franz. Pinot Blanc ist entstanden aus der Mutation von Spätburgunder franz. Pinot noir, wobei diese rote Traube viele Jahrhunderte früher, etwa vor 2000 Jahren schon bekannt war. Weißburgunder wurde urkundlich erst im Mittelalter erwähnt. Heute ist diese Rebsorte gerade in Deutschland absolut auf dem Vormarsch und hier ganz speziell in Baden, wo sie neben der Pfalz und Rheinhessen führend in der Bestockung ist. Die Beliebtheit des Weißburgunders nimmt hierzulande stetig zu, auch weil dieser Wein zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten bestens verkostet werden kann, ob als Essensbegleiter, gemeinsam mit Freunden oder solo zur Erbauung. 

Im Glas zeigt sich der Wein in hellen, grünlichen Farbkomponenten mit zart angedeuteten gelblichen Reflexen. Bevor es zur olfaktorischen Prüfung kommt, sollte der 2017er Weißburgunder trocken zunächst mit dem nötigen Sauerstoff vermählt werden, damit er seine ganze Duft- und Geschmacksfülle offerieren kann. Jetzt zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Zitrusaromen, frische frühsommerliche Äpfel und Grapefruit erinnern, ebenso leichte nussige Nuancen. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und durch eine wunderbar eingebundene Säure ergänzt. Der 2017er Weißburgunder trocken punktet mit seinem besonderen Frucht-Säure-Spiel, besitzt einen langen Nachhall und überzeugt mit seiner fruchtigen Frische, die den Wein besonders animierend macht. Hier bleibt es nicht bei einem Glas, dafür schmeckt der Weißburgunder einfach zu gut. Top! 

Der 2017er  Köndringer Alte Burg Weißer Burgunder trocken hat kraftvolle 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2017 Köndringer Alte Burg Chardonnay trocken 

Es folgt nun ein weiterer gelungener Weißwein mit diesem 2017er Chardonnay trocken, dessen Traubengut ebenfalls in der Lage Köndringer Alte Burg gewachsen ist. Die Rebsorte Chardonnay hat ihren Ursprung in Burgund in Frankreich, wo diese Traube bis zu den Jahren 1685-1690 zurückverfolgt werden kann. In Frankreich gibt es drüber hinaus ganz berühmte Wein-Gebiete für Chardonnay-Weine, etwa in Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlesmagne und Chablis. Aber auch weltweit wird Chardonnay mit großem Erfolg angebaut und so konnte sich die Rebe auf den 5. Platz aller Rebsorten etablieren, hinter Cabernet Sauvignon, Merlot, Airén und Tempranillo. Da die Rebsorte eine große Anpassungsfähigkeit besitzt, gibt es in vielen Wein-Gebieten exzellente Qualitäten dieser Traube, so auch in Baden, wo sie nach der Pfalz und Rheinhessen den 3.Platz bei der Bestockung einnimmt. 

Bedenkt man, dass Chardonnay als Rebsorte offiziell in Deutschland erst seit 1994 zugelassen ist, so wird klar, dass die Traube erst am Anfang eines Erfolgszuges steht, mit einer immer größerer werdenden Rebfläche, aber jetzt schon mit herausragenden Ergebnissen, wie der hier verkostete 2017er Chardonay trocken eindeutig zeigt. 

Farblich präsentiert sich der Wein in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es ratsam den Chardonnay mit Sauerstoff zu belüften, damit er komplett zeigen kann was in ihm steckt. Die Nase freut sich dann auf Duftnoten nach frischen Äpfeln, Aprikosen und einer nussigen Variante, ebenso Zitrus-Anklänge. Geschmacklich werden diese olfaktorischen Noten im Mund und am Gaumen eindeutig bestätigt und durch eine wunderbar knackige Säure ergänzt. Ergebnis ist ein wohl ausbalancierter Frucht-Säure-Bogen, der nicht nur besonders frisch ist sondern auch ein überzeugendes, langanhaltendes, zitoniges Finish bildet. Der Chardonnay ist kraftvoll, fruchtig-frisch, angenehm säurebetont und sehr animierend, was ihn zu einem idealen Begleiter von Fisch und Meeresfrüchten macht. Wunderbar!

Der 2017er Köndringer Alte Burg Chardonnay trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

2017 Köndringer Alte Burg Muskateller 

Weiter geht es mit diesem 2017er Muskateller, der halbtrocken ausgebaut wurde. Auch hier sind die Trauben in der Lage Köndringer Alte Burg gewachsen. Das Terroir in diesen Weinbergen eignet sich absolut für unterschiedliche Rebsorten, sowohl was die Bodenbeschaffenheit anbetrifft, als auch die intensive, lange Sonnenschein-Dauer, sodass hier hochreifes Rebgut entstehen kann. Durch den geeigneten Reb- und Laubschnitt kommt so nur gesundes Traubengut zur optimalen Reife, das sich zu großartigen Weinen vinifizieren lässt. 

Muskateller ist der gemeinsame Begriff für viele Muskatsorten, wozu auch die Kreuzungen und Neuzüchtungen unter Teilnahme von Muskateller-Beteiligungen zählen. Die Ursprünge dieser Muskat-Traube können bis vor 3000 Jahren nach Ägypten verfolgt werden, wird sie dort bereits in alten Schriften erwähnt. Muskateller ist also eine der ältesten Weißwein-Sorten mit einer großen Anzahl von Variationen. 

Die Farbe des Weins im Glas ist ein leuchtendes Hellgelb mit zart-goldenen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, bedarf es auch jetzt der geeigneten Portion Sauerstoff, damit der 2017er Muskateller sich richtig entfalten kann. Danach zeigen sich Duftnoten in der Nase, die an ein Muskat-Bukett erinnern, begleitet von Pfirsich, Orange und Feige. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Anklänge geschmacklich eindeutig bestätigt. Eine feine, gut ausbalancierte Säure trägt die Frucht-Aromen bestens und führt so zu einem besonders ausdrucksstarken Geschmack, der zu überzeugen weiß. Der halbtrockene Ausbau gibt zunächst der zart-cremigen Fruchtsüße den Vortritt, diese wird peu à peu jedoch bestens von der frisch-wirkenden Säure ausbalanciert, damit der 2017er Muskateller nicht zu sehr von dieser Fruchtsüße dominiert wird. Beim langen Abgang zeigt sich der Muskateller dann elegant, frisch und sehr überzeugend. Großartig! 

Der 2017er Kondringer Alte Burg Muskateller hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad getrunken werden. 

2016 Köndringer Alte Burg Riesling Kabinett 

Weiterhin wird jetzt dieser 2016er Riesling verkostet der als Prädikats-Wein in der Stufe Kabinett halbtrocken ausgebaut wurde. Die Weinbergslage ist wiederum die Köndringer Alte Burg. Wenn man, speziell im Ausland über deutsche Weine spricht, dann wird immer zuerst die Rebsorte Riesling genannt. Deutschland und der deutsche Riesling sind nicht nur die Kehrseite einer Medaille, deutscher Riesling hat mittlerweile wieder einen ganz exzellenten Ruf, wird doch vermutet, dass die besten Rieslinge weltweit aus Deutschland kommen. In keinem Land der Erde wird so viel Riesling angebaut, wie hierzulande, fast die Hälfte der weltweiten Produktion. Dazu die überragende Qualität und die Vielfalt der Anbau-Gebiete, jeweils mit ihrer eigenen Prägung, ob am Mittelrhein, an der Nahe, im Rheingau, in Rheinhessen und der Pfalz, nicht zu vergessen die Hessische Bergstrasse und natürlich auch in Franken, Baden-Württemberg und im Breisgau, wie hier in Köndringen. Überall gibt es ganz außerordentliche Rieslinge, hoch-qualitativ und sehr individuell, so wie der hier verkostete 2016er Riesling Kabinett. 

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem strahlenden Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Bitte auch jetzt nicht die Belüftung des Weins vergessen, er dankt es hernach mit seiner ganzen Aromenfülle. Anklänge an Pfirsich, Aprikose und Zitrus werden in der Nase registriert, ebenso leichte Nuancen von Birne. Geschmacklich bestätigt werden diese Nuancen im Mund und am Gaumen, wobei eine feine Säure den Frucht-Geschmack komplettiert. Damit die Fruchtsüße nicht zu dominant wird, sorgt eine gut abgestimmte Säure für die richtige Balance und einen langen fruchtigen Nachhall. 

Der 2016er Riesling Kabinett ist intensiv im Geschmack, frucht-betont und besitzt viel Trinkfreude. Als ganz besonderer badischer Riesling, der als Kabinett halbtrocken ausgebaut wurde, wird er auf Anhieb gleich gefallen, schmeckt er doch besonders gut. Exzellent! 

Der 2016er Köndringer Alte Burg Riesling Kabinett hat moderate 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2016 Köndringer Alte Burg Lemberger trocken 

Nach den vier geschmackvollen Weissweinen folgt nun ein Rotwein mit dem 2016er Lemberger, der trocken ausgebaut wurde. Auch hier stammt das Rebgut aus der Lage Köndringer Alte Burg. Die rote Rebsorte Lemberger, die auch als Blaufränkisch bekannt ist, stammt ursprünglich aus der Untersteiermark, dem heutigen Slowenien. Über das Burgenland ist die Rebe nach Deutschland gelangt und hat hauptsächlich eine größere Bestockung in Württemberg gefunden. Hier gibt es auch bei uns die ausgedehnteste Anbaufläche, wobei Deutschland insgesamt hinter Ungarn und Österreich beim Anbau immerhin an dritter Stelle steht. In Baden spielt der Lemberger keine so bedeutende Rolle, obwohl die Rebe ganz exzellente Weine hervorbringt. Die Winzer der Köndringer Genossenschaft haben dies genutzt, ist das Terroir in der Lage Köndringer Alte Burg auch bestens geeignet, hier einen solchen Top-Wein wie diesen 2016er Lemberger trocken zu kultivieren. 

Im Glas präsentiert sich der Rotwein in einer purpurroten Farbe mit violetten Reflexen. Hat bereits der Weisswein genügend Sauerstoff benötigt um sich ganz zu öffnen, so gilt dies für den 2016er Lemberger trocken erst recht. In der Nase zeigen sich jetzt feine Röstaromen, begleitet von Fruchtaromen nach Brombeere und Schwarzkirsche. Im Mund und am Gaumen werden die Frucht-Anklänge geschmacklich bestätigt, wobei sich auch noch Vanille-Nuancen zeigen. Der 2016er Lemberger trocken besitzt ein dichte Tannin-Struktur, einen kräftigen Körper, ist extraktreich und durchaus komplex. Bei einem langen Nachhall zeigt sich noch einmal wie dicht und ausdrucksstark der Lemberger ist, dazu weich und rund. Als Essensbegleiter zu Wild, Lamm und Sauerbraten ist er ebenso willkommen, wie zu einem guten Glas Rotwein zu zweit oder solo zur täglichen Entspannung. Bestens!

Der 2016er Köndringer Alte Burg Lemberger Trocken hat 13%vol/alc und sollte bei 12 bis 16 Grad Celsius verkostet werden. 

2017 Köndringer Alte Burg Spätburgunder trocken 

Als weiterer Rotwein folgt nun dieser 2017er Spätburgunder, trocken ausgebaut, aus der Genossenschafts-Lage Köndringer Alte Burg. Unter den Liebhabern bester Rotweine ist längst bekannt, dass in Baden im Breisgau ganz optimale Spätburgunder kreiert werden. Dies hat natürlich etwas dem dem Terroir zu tun, aber auch mit der Tatsache, dass die Winzer der Region ein ganz besonderes Faible für diese rote Rebsorte haben, eben auch wie die Mitglieder der Köndringer Winzer-Genossenschaft. Spätburgunder gilt ja bei vielen Rotwein-Freunden als der König der roten Reben. Als Premium-Traube, deren Ursprung in Frankreich zu suchen ist, dort wird der Pinot noir auch am häufigsten weltweit angebaut, mit einem Zentrum in Burgund, ist der Spätburgunder mittlerweile auch hierzulande ein höchst beliebter Rotwein. Und mit Baden hat es bei der Rebe eine ganz besondere Bewandtnis, wird hier doch fast die Hälfte aller in Deutschland produzierten Spätburgunder angebaut. Die Qualitäten sind dabei durchweg exzellent, so wie bei dem hier verkosteten 2017er Spätburgunder trocken. 

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem mittleren Burgunderrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Achtung, auch hier bitte wieder auf die richtige Belüftung des Weins achten, er dankt es mit wunderbaren Aromen. Hernach wird die Nase mit feinen Anklängen beglückt, die an reife Kirschen, Brombeeren und schwarze Johannisbeeren erinnern und von leichten Nuancen von Bittermandeln begleitet werden. Geschmacklich werden die olfaktorischen Wahrnehmungen von Mund und Gaumen eindeutig bestätigt und durch die richtige Säure ergänzt. Ein deutliches Tannin-Gerüst komplettiert den Geschmack des 2017er Spätburgunder trocken, der dadurch zusätzlich Kraft, Fülle und Substanz erhält. Der Rotwein ist dicht, frucht-geprägt und mit einem schönen langen Abgang versehen, der noch einmal alle Vorzüge dieses tollen Spätburgunder Revue- passieren lässt. Da er noch recht jung ist, sollte er bei einer aktuellen Verkostung zunächst rechtzeitig dekantiert werden, damit er danach alles geben kann, was in ihm steckt, inklusive eines weichen und runden Mund-Gefühls, was dem Spätburgunder jetzt noch mehr Trinkfreude gibt. Superb! 

Der 2017er Köndringer Alte Burg Spätburgunder trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2016 Köndringer Alte Burg Muskateller Sekt trocken, klassische Flaschengärung 

Zum Abschluss unserer interessanten kleinen Verkostungsreihe steht nun noch dieser Winzersekt an, ein Sekt aus der Muskateller-Traube auf Jahrgangsbasis des Jahres 2016 mit einem trockenen Ausbau bei der zweiten Gärung. Grundwein ist ein trockener Muskateller aus der Lage Köndringer Alte Burg. Zur Versektung hat der Kellermeister der Genossenschaft die qualitativ hochwertigste Methode zur Herstellung eines Sektes gewählt, die klassische Flaschengärung. Dieses sehr aufwendige und zeitintensive Verfahren macht aber nur dann Sinn, wenn ein entsprechender, hochqualitativer Grundwein zur Versektung genommen wird, denn bekanntlich wird ein Sekt nur so gut wie der Wein, der versektet worden ist. Der 2016er Muskateller trocken eignete sich ganz hervorragend zur Versektung, die dann auch bei der zweiten Gärung trocken ausgebaut wurde. Und die Lagerung auf der Hefe in der Flasche hat dem Winzersekt eine allerbeste Qualität ermöglicht. 

Bereits bei der Begutachtung des Sektes im Glas fällt nicht nur die helle grünlich-gelbe Farbe ins Auge mit zarten goldenen Nuancen, besonders auch das intensive Mousseux signalisiert sofort Frische und geschmackliche Neugierde. Bei der anschließenden sehr feinen Perlage nimmt die Nase wunderbare Anklänge an Muskat und Zitrus wahr. Der erste Schluck dann bestätigt sowohl Nuancen von Muskat und Zitrus, zudem auch noch Anklänge an würzige Früchte, wie Reineclaude und Aprikose. Es ist gerade die fruchtig-frische Geschmacks-Empfindung die bei einem langen Nachhall ein herrliches Sekt-Gefühl entstehen lässt. Die geschmacklichen Sinne sind erfreut und beglückt und lassen beim Verkoster viel Trinkfreude und Spass aufkommen. Zu einem festlichen Empfang ganz großartig, eignet sich der 2016er Muskateller-Sekt auch bestens als Willkommensgruß bei einem köstlichen Essen für Freunde. Bei trauter Zweisamkeit ist der Winzersekt ideal, kommt doch gleich Entspannung und ein besonderes Wohlgefühl auf. Chapeau! 

Der 2016er Köndringer Alte Burg Muskateller-Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden. 

Nachdem wir jetzt die 4 Weissweine, die 2 Rotweine und den Winzer-Sekt mit viel Interesse und Trinkfreude verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine ob weiß oder rot und ebenso der köstliche Muskateller-Sekt sind von sehr hohem Niveau und von bester Qualität. Dies liegt zum einen an dem besonderen Terroir der Köndringer Alten Burg, aber genauso auch an dem Wissen und Können der Winzer der Genossenschaft und ihrem Kellermeister. Alle zusammen geben ihr Bestes, damit solche außerordentlichen Weine entstehen können, die individuell, Sorten-typisch, Terroir-betont und unverwechselbar und charaktervoll sind. Doch vor allem haben alle Weine und der Sekt eins gemeinsam, sie alle schmecken einfach ganz wunderbar. Und darauf kommt es schließlich an, der Wein muss gefallen, Trinkfreude hervorrufen und auch dann noch begeistern, wenn man Spass auf ein weiteres Glas hat. 

Alles dieses bieten die Weine von der Köndringer Genossenschaft absolut. Wir haben die Weine mit großer Freude genossen, denn sie haben geschmacklich alles geboten, was ein exzellenter Genuss-Wein braucht. Deshalb: 

Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

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