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Mövenpick Wein: 6 Roséweine aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Spanien https://www.moevenpick-wein.de

 Foto: Helga König
Mövenpick Wein ist eines der führenden Unternehmen in Deutschland und in der Schweiz, deren Anspruch es ist, beste Weine aus allen bekannten Weinregionen weltweit zu vermarkten. Dabei betreibt Mövenpick Wein allein in Deutschland neun Handels- und Verkostungscenter in den Städten: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hamburg-Sasel, Hannover, München-Neuhausen und Stuttgart. Insgesamt verfügt das Unternehmen über mehr als 40 Weinkeller und Weinbars weltweit, ist Tochtergesellschaft der Mövenpick-Group, die auch durch ihre Spitzen-Hotellerie und Ausnahme–Gastronomie bekannt ist. 

Der Anspruch des Unternehmens Mövenpick Wein als Betreiber des Weinfachhandels ist es, aus allen Provenienzen weltweit die führenden Weingüter mit ihren jeweils besten Weinen zu finden und vorzustellen.

Neben den sehr ansprechenden Mövenpick-Weinkellern mit ihrem täglichen Verkostungsangebot und ihrer kompetenten Beratung kann der Weinliebhaber auch jederzeit im sehr übersichtlich konzipierten Online Shop bequem von zuhause, aus einem höchst umfangreichen Angebot den Wein bestellen, den er bevorzugt und schon des Öfteren verkostet hat. Ebenso spannend ist es jedoch, im Mövenpick-Online Shop sich auf eine große Weinreise zu begeben.

Dabei wird er Weine kennenlernen, von denen er bislang kaum etwas gehört hat, deren Qualität jedoch überragend ist. Das ausgiebige Studium erweitert die Perspektive der persönlichen Wein-Kenntnis und die Folge wird sein, dass man sich mit neuen Rebsorten und Weinregionen befasst, die das Erlebnis Wein und das Kennenlernen ausgesuchter Tropfen aufs Neue immer wieder spannend und neugierig macht.

 Zur Verkostung stehen diesmal 6 Roséweine an und zwar aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Spanien


 Foto: Helga König
2018 Pink? Pink! Rosé Trocken Weingut Bernhard Koch Pfalz

Beginnen wollen wir unsere kleine internationale Verkostungsreihe an Roséweinen mit diesem 2018er Rosé trocken aus dem Weingut Bernhard Koch, das in der Pfalz zu finden ist. Die Rosé-Cuveé besteht aus 40% Spätburgunder(Pinot Noir), 40% Schwarzriesling und 20% Cabernet Dorsa. Das Weingut Bernhard Koch lässt sich geschichtlich bis in das Jahr 1610 zurückverfolgen. Heute werden 47 Hektar Rebfläche an der "südlichen Pfälzer Weinstrasse" bewirtschaftet. Da das Weingut über Lagen in verschiedenen Anbaugebieten verfügt, ist auch die jeweilige Bodenbeschaffenheit unterschiedlich, von hohem Ton- und Lehmgehalt, der sich mit Kalk- und Tonmergel vermischt, über Lagen auf einem riesigen Sandrücken, bis hin zu Weinberge, die in erster Linie aus Granitschiefer bestehen. Gemäß des Terroirs werden die Rebsorten Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder und Chardonnay hauptsächlich angebaut. Der 2018er Pink Rosé trocken ist 2 Monate im gekühlter Edelstahlgärtank vinifiziert worden.

Im Glas zeigt sich der 2018er Pink-Rosé, der trocken ausgebaut wurde in einem eleganten Lachsrosé mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die ein Wein eigentlich nie verkostet werden sollte, gilt es aber zunächst den 2018er Rosé mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Danach zeigen sich Anklänge, die an rote Beeren, Erdbeeren und Gewürze, sowie leichte Bittermandel-Aromen erinnern in der Nase. Im Mund und am Gaumen werden diese olfaktorischen Nuancen eindeutig geschmacklich bestätigt. Dabei bilden die Fruchtaromen eine gelungene Balance mit der richtigen Säure, die dem Rosé Fülle und Kraft verleiht. Der Wein ist intensiv im Geschmack, gut ausbalanciert, frisch und sehr animierend. Bei einem schönen, langen Abgang zeigt sich zudem, wie gelungen und geschmackvoll der 2018er Pink-Rosé trocken daherkommt.

Großartig!

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

2018 Rosé Trocken Weingut Burggarten Heppingen/Ahr

Unsere kleine, internationale Weinreise durch die Welt von Roséweinen zeigt, dass es zunächst  in Deutschland ganz erstklassige Weine dieser Art gibt. Deshalb kommt nun dieser 2018er Rosé trocken zur Verkostung, der vom Weingut Burggarten aus Heppingen an der Ahr stammt. Das Ahrtal ist ja bekannt für ganz herausragende Rotweine und da liegt es nahe, dass aus den allerbesten roten Trauben auch exzellente Rosé vinifiziert werden, so wie der hier verkostete Wein aus dem renommierten Weingut Burggarten. Bereits in der vierten Generation werden von Familie Burggarten Spitzenweine erzeugt, wobei es ganz besonders auf das Zusammenspiel von Tradition und Innovation ankommt. Der 2018er Rosé trocken wurde auf der Basis von 70% Spätburgunder, 20% Cabernet Sauvignon und 10% Merlot erzeugt. Dieser Wein eignet sich ganz besonders für sommerliche Abende, wo er sowohl solo getrunken, als auch als Begleiter zum Barbecue optimal ist. Entsprechend gilt der 2018er Rosé trocken bei Mövenpick Wein als einer der Favoriten für den Sommer und den milden Herbst.

Die Farbe des Weines im Glas ist ein subtiler und feiner Roséton mit brillanten Reflexen. Nach der nötigen Belüftung zeigt sich der olfaktorische Eindruck mit Duftnoten die an viele Erdbeeren und Johannisbeeren erinnern, sowie gehackten Kräutern. Mund und Gaumen werden geschmacklich beglückt von diesen Nuancen, wobei sich auch noch eine angenehme Zitrusnote hinzugesellt. Der 2018er Rosé trocken aus dem Weingut Burgarten ist saftig, vollmundig, großzügig und zeigt eine satte Frucht. Zudem ist er lebendig, sehr animierend und doch niemals schwer. Ausgestattet mit einer feinen Säure, kommt so ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel zustande, das sich bis in den langen Nachhall hinzieht. Hier ist jedes Glas ein wirklicher Genuss, der ungetrübt, auch noch nach einigen weiteren Gläsern wirklich Spass macht. Á la bonne heure!

Der 2018er Rosé trocken aus dem Ahrtal hat 12% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.


 Foto: Helga König
2018 Kumarod Rosé Trocken Schwarz Wein GmbH Burgenland 

Es folgt nun ein weiterer Rosé mit diesem 2018er Kumarod Rosé, der ebenfalls trocken ausgebaut wurde. Erzeuger ist das Weingut Schwarz, das in Andau am Neusiedlersee in Österreich zuhause ist. Der Kumarod Rosé wurde aus 80% Zweigelt, 10% Blaufränkisch und 10% Pinot Noir vinifiziert. Der Ausbau hat 6 Monate im gekühlten Edelstahltank stattgefunden. Das Terroir in Andau am Neusiedlersee ist geradezu ideal für ausdrucksstarke Weine, speziell für Rotweine, deren Trauben hier die optimale Basis für diesen überaus gelungenen 2018er Kumarod Rosé trocken bilden. Johann Schwarz, der von seiner Ausbildung her eigentlich Metzgermeister ist, hat aus Familientradition und Passion den Weinbau fortgesetzt und auf Anraten seines alten Freundes Alois Kracher sich entschlossen, nicht nur bestes Traubengut zu erzeugen, sondern dieses auch eigenständig zu Weinen zu verarbeiten. Und dies gelang auf Anhieb absolut prächtig, seine Weine wurden sogleich hoch dekoriert. Wie erfolgreich der Winzer vom Neusiedlersee ist zeigt auch exemplarisch der hier verkostete 2018er Kumarod Rosé trocken.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem strahlenden Roséton. Auch jetzt bitte den Sauerstoff nicht vergessen, bevor die Nase die Aromenfülle prüft. Olfaktorisch überzeugt der Kumarod Rosé danach mit feinen, fruchtigen Anklängen nach duftigen roten Johannisbeeren und Himbeeranklängen. Mund und Gaumen bestätigen ganz eindeutig die von der Nase wahrgenommenen Fruchtaromen geschmacklich, wobei sich gleichzeitig zeigt, welche intensive Struktur der 2018er Kumarod Rosé trocken hat. Der Wein ist vollmundig, saftig mit süßem Extrakt, kraftvoll und besitzt eine quirlige Frische. Im aromatischen Finale zeigen sich zudem Nuancen von roten Waldbeeren und Hagebuttentee. Bereits jetzt beim ersten Schluck zeigt der Kumarod Rosé was geschmacklich Brillantes in ihm steckt, sein gelungener Geschmack sorgt für eine bemerkenswerte Trinkfreude. Das lange Finish beweist zusätzlich seine ganze Klasse, einhergehend mit viel Frucht, angenehmer Säure und einer wunderbaren Frische, die diesen außergewöhnlichen Rosé krönt. Top!

Der 2018er Kumarod Rosé trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Tempranillo Rosada 8´ Lar De Maia Valladolid Espania 

Ein weiteres Highlight eines spanischen Rosé wird mit diesem 2018er Tempranillo Rosada verkostet. Er stammt aus der Region Cigales, zwischen Ribera del Duero und Bierzo. Diese Wein-Gegend ist berühmt für hochwertige Roséweine aus der Rebsorte Tempranillo. Die Winzerin Maria Burgoa gilt als Spezialistin in Sachen Rosé, wobei es ihr ganz besonders wichtig ist, die Trauben zu diesem Wein einer rigorosen Selektion zu unterwerfen. Beim Ausbau des Rosé wurde darauf geachtet, dass die richtige Batonnage(Aufrühren der Feinhefe) stattgefunden hat. So wird der Lar de Maia 8´besonders cremig und fruchtig. Die Nummer 8´zeigt an, dass sich Maria Burgoa im August entschieden hat, diesen Rosada, der zu 100% Tempranillo ist, zu erzeugen. Auch hier hat der Ausbau im gekühlten Edelstahltank stattgefunden.

Farblich präsentiert sich der 2018er Tempranillo Rosada im Glas in einem kräftigen Rosarot. Zunächst ist genügend Sauerstoff immer eine besonders gute Option, damit der Wein sein volles Potential anbieten kann. Beim olfaktorischen Kennenlernen bietet sich so die Gewähr sowohl sein duft- als auch geschmacksmäßiges Potential optimal wahrzunehmen. Jetzt zeigen sich eindeutige Nuancen, die an Erdbeeren und Himbeeren erinnern. Im Mund und am Gaumen werden geschmacklich die Fruchtaromen bestätigt und durch Noten von Limetten ergänzt. Der 2018er Tempranillo Rosada 8´ zeichnet sich durch eine perfekte Balance von angenehmer Fruchtsüße und frischer Fruchtsäure aus. Dank der regelmäßigen Batonnage besitzt er eine herrlich cremige Textur. Der Wein ist durchaus kraftvoll, sehr präsent und überaus saftig und elegant. Hier ist Maria Burgoa ein Prachtexemplar an Rosé gelungen, das die wunderbaren geschmacklichen Eigenschaften eines Spitzen-Tempranillo mit der Frische und dem fruchtigen Ausbau eines grandiosen spanischen Rosé verbindet. Perfekt!

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2018 Allegria Dolce Vita Rosé AOC Domaine Famille d´Aboville - Familia de la Motta Caux/Languedoc

Der 2018er Dolce Vita Rosé AOC von der Domaine Allegria, die ausschließlich Bio-Weine erzeugt, ist eine wunderbare Assemblage von besten Trauben der Rebsorten zu 70% Syrah und 30% Grenache aus bevorzugten Lagen. Die Cuvée wurde 6 Monate im gekühlten Edelstahltank ausgebaut. Erzeuger ist die Domaine Allegria in der Weinbau-Region Languedoc-Rousillion in Frankreich. Als Bio-Weingut wird hier ein ganz besonderes Augenmerk auf den biologischen Anbau und die biologische Vinifizierung der Weine gelegt. Wie gelungen dieser 2018er Dolce Vita Rosé ist, zeigt auch die Prämierung durch das Wein-Magazin Falstaff, die diesem Rosé eine Spitzenpunktzahl von 92 Punkten gegeben hat. Rosé erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit, sodass mittlerweile über 10% aller verkosteten Weine hierzulande von dieser Weinart stammen. Dies hat natürlich auch mit solchen prächtigen Rosé-Weinen zu tun, wie dem hier vorgestellten 2018er Allegria Dolce Vita Rosé AOC.

Im Glas besticht der Wein farblich mit seinem hellen Lachsrosé. Ohne langweilen zu wollen, auch hier bitte die Beatmung mit Sauerstoff nicht vergessen. Danach registriert die Nase ein dichtes Bouquet nach frischen, aromatischen Himbeeren und einer feinen Würze. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt, wobei eine bestens integrierte Säure die Aromenfülle bestens trägt. Der Wein besitzt Rasse, Frische und Eleganz ohne jede Spur von Kitschfaktor. Eine feine ätherische Würze rundet das Geschmacksbild bestens ab, zudem zeigt der 2018er Dolce Vita Rosé eine beachtliche Länge. Auch hier ist es nach dem gelungenen Spannungsbogen die besondere Frische, die den Wein optimal auszeichnet. Grandios!

Der 2018er Dolce Vita Rosé AOC hat 12,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12% Grad Celsius getrunken werden.

2018 Tavel Rosé AOP Vielles Vignes Maison Tardieu-Laurent à Lourmarin France 

Weiter geht es mit einem Rosé, der wohl aus der berühmtesten Appelation der Rhone stammt, nämlich Tavel. Mitten im französischen Süden, zwischen Avignon und Aix-en-Provence, liegt das Weingut Tardieu-Laurent in der kleinen Gemeinde Lourmarin. Michel Tardieu und sein Sohn Bastian, ein ausgebildeter Önologe, führen das Weingut mittlerweile alleine. Dabei bedienen sie sich eines genialen Konzepts, denn sie kultivieren keine Weinberge selbst, sondern sie kaufen einzigartige Trauben bei den besten Winzern der Region, um dann daraus ihre eigenen Weine zu kreieren. So sind sie immer auf der Suche nach “Vielles Vignes“, also alten Reben, denn diese versprechen allerbeste Qualitätsweine, so wie dieser 2018er Tavel Rosé AOP Vielles Vignes. Da das Weingut Tardieu ebenfalls biologisch-zertifiziert ist, kommen bei der Weinerzeugung die strengen Regeln für Bio-Weine zum Tragen, die so höchste Qualität garantieren. Die Cuveé wurde aus den Rebsorten von 50% Grenache, 40% Cinsault und 10% Syrah assembliert.

Im Glas zeigt sich der Rosé in einem kräftigen rosaroten Ton. Achtung, auch hier Sauerstoff bitte, wobei es empfehlenswert ist den Wein zunächst richtig zu kühlen. Der olfaktorische Eindruck, der danach wahrzunehmen ist, erinnert an helle Kirschen und rote Johannisbeeren, aber auch reife, dunkle Brombeeren. Mund und Gaumen werden danach geschmacklich exakt mit den olfaktorischen Anklängen beglückt, ebenso aber auch mit roten Pflaumen und etwas Cassis. Der Wein ist dicht, elegant und überzeugt daneben mit seiner Kraft, Frische und einer herrlichen Balance von Frucht und Säure. Bei einem langen Abgang wird nochmals ganz deutlich, mit welcher Fülle, welcher Substanz und mit welcher Trinkfreude der 2018er Tavel Rosé Vielles Vignes zu überzeugen weiß. Damit gehört dieser Rosé mit zum Besten was Frankreich an solchen Weinen zu bieten hat. Chapeau!

Der 2018er Tavel Rosé AOP Vielles Vignes hat kraftvolle 14% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die Roséweine aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Spanien verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine, die von Mövenpick Wein uns angeboten wurden, sind absolut großartig. Die Rosé sind allesamt von erster Güte, vermitteln sie doch einen sehr authentischen Eindruck ihrer Regionen und der heimischen Rebsorten. Jeder Rosé ist individuell, charaktervoll, großartig im Geschmack und äußerst animierend. Hier liegt die herausragende Stärke von Mövenpick Wein. Es werden nur die besten und doch bezahlbaren Weine angeboten, sodass es eine Freude ist, sich mit Hilfe des Hauses Mövenpick Wein durch die Welt der nationalen und internationalen Weine zu orientierten, ohne dabei geschmacklich daneben zu liegen. Die Sommelier und Experten des Weinhauses Mövenpick haben nur das Beste für den unterschiedlichsten Wein-Geschmack an Roséweinen, diesmal aus Europa, akquiriert. 

Alle hier verkosteten Weine haben uns restlos überzeugt und bestätigen, dass der Weinkauf bei Mövenpick Wein absolut die erste Wahl ist. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Homepage von Mövenpick und können den Wein dort bestellen:https://www.moevenpick-wein.de/

Weingut Muri-Gries/Klosterkellerei Bozen 1 Weissburgunder und 2 Lagrein

 Foto: Helga König
Die Geschichte des heutigen Weingutes Muri-Gries beginnt im 11. Jahrhundert, als die Grafen von Bozen im einstigen "Cheller", dem heutigen "Gries" einen befestigten Stützpunkt errichten ließen, als Gegenpol zu der damals von den Trienter Bischöfen beherrschten Stadt Bozen. Im 12. Jahrhundert wird Gries Residenz der Tiroler Landesfürsten. Im Jahre 1407 wird aus der Festung ein Kloster, das im Jahr 1845 von den aus dem Schweizer Kloster Muri vertriebenen Benediktinern übernommen wurde und so den Beginn von Muri-Gries markiert. 

Es erfolgt im Jahr 1900 die offizielle Eintragung in das österreichische Handelsregister als "Stiftskellerei in Gries bei Bozen". Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert werden die Keller von Muri-Gries geöffnet und es erfolgen die ersten größeren Weinverkäufe mit den Offenweintransporten über den Brenner in die nördlichen, deutschsprachigen Länder. Hauptsächlich werden die Weinsorten St. Magdalener, Malvasier, Lagrein Kretzer und Ruländer gehandelt, Rebsorten die in den alten Kellern heranreifen. Im 20. Jahrhundert, nach den Wirren zweier Weltkriege, beginnt dann der wirtschaftliche Aufschwung, zunächst durch Offenweinexport und ab Ende der 1960er Jahre durch eigene Weine, die in größerem Stil in der Kellerei in Flaschen umgefüllt wurden. Dabei setzt sich immer mehr konsequentes Qualitätsdenken durch und schließlich wurde auch ab 1976 mit dem Ab-Hof-Verkauf an Privatkunden begonnen. Ende der 1980er Jahre wird Christian Werth Kellermeister und mit ihm findet ein noch radikaleres Umdenken der Produktionsansätze statt, hin zur qualitätsorientierten, naturnahen Erzeugung von Weinen, die im Einklang mit der Südtiroler Heimat und der umgebenden Umwelt stehen. 

Diese Philosophie verkörpert auch ganz leidenschaftlich Walter Bernard, der seit 1990 Leiter des Weinbaus in der Klosterkellerei Muris-Gries ist. Dabei wird sehr strikt auf den Anbau von heimischen Rebsorten geachtet, die von ihrer Typizität und Güte optimal zu dem besonderen Terroir der Lagen passen. Muri-Gries bewirtschaftet 35 Hektar eigene Weinberge in den besten Lagen in und um Bozen sowie in der Gemeinde Eppan. Die klösterlichen Weinberge bestechen durch bestes Terroir, sowohl hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit als auch in Bezug auf ein optimales Klima. So können Spitzenweine entstehen auf allerhöchstem Niveau und in exzellenter Qualität. 

Bei den Rebsorten steht der autochtone Lagrein ganz im Vordergrund der heimischen Weinsorten. Im Weingarten Klosteranger wachsen, umgeben von den alten Klostermauern, die allerbesten Lagrein-Weine heran, ebenso im historischen Lagrein-Viertel Gries-Moritzing. Auf den ausgezeichneten Weinlagen von Eppan sind es die Burgundersorten, die hier ihre optimale Qualität finden und hier ganz speziell der Weißburgunder. Aber auch Blauburgunder und Pinot Grigio entwickeln auf dem Hochplateau Eppan Berg ein beeindruckendes Potential. Oberhalb von St. Michael Dorf gedeihen Weißburgunder und Gewürztraminer ganz prächtig, ebenso der Südtiroler Rotwein-Klassiker Vernatsch. 

Vinifiziert werden die Weine je nach Ausbau im modernen Edelstahl-Gärtank, in großen Holzfässern und in kleinen Barriques, immer die beste Qualität im Auge. Dazu gehört hochaktuelle Kellertechnik ebenso wie die äußerst schonende, sehr zeitnahe Verarbeitung im Keller und die nötige Ruhe beim Heranreifen dieser Ausnahme- Weine. 

Nachdem nun das Weingut/Klosterkellerei Muri-Gries einführend vorgestellt wurde, ist es an der Zeit sich den 3 Spitzenweinen zuzuwenden: 

 Foto: Helga König
2018 Südtirol Terlaner Weissburgunder Trocken DOC 

Beginnen wollen wir unsere sehr interessante Erfahrung mit den Spitzenweinen aus der Klosterkellerei Muri-Gries mit diesem trocken ausgebauten 2018er Weissburgunder, dessen phantastisches Rebgut in den sonnenverwöhnten Weinbergen der Winzer-Gemeinde Eppan auf einer Höhe von 420 bis 500 Meter Höhe gewachsen sind. Die Bodenbeschaffenheit dieser besonderen Lagen besteht aus Kalk-Schotter, die Disposition ist in Süd-Ost Ausrichtung. Hier sind die besten Voraussetzungen für die bis zu 30 Jahre alten Rebstöcke, die entsprechend hochqualitative, gesunde Trauben hervorbringen, letztendlich ein wesentliches Merkmal für optimale Weine.

Sehr zeitnah wurden diese nach der selektiven Lese in die Keller von Muri-Gries gebracht, um sie dort sehr schonend zu verarbeiten. Dazu gehörte eine temperaturkontrollierte Mostvergärung bei 19 Grad Celsius im Edelstahltank eine Woche lang, um anschließend zu 20% dem Weissburgunder im großen Holzfass zu 30 hl für weitere 5 Monate eine besondere Reife angedeihen zu lassen. So ist dieser klassische 2018er Weissburgunder trocken DOC entstanden, der sich ganz vorzüglich als Begleiter für die alpin-mediterrane Küche eignet.

Im Glas präsentiert sich dieser Spitzenwein in einem hellen Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, und diese sollte unbedingt bei jeder Verkostung eines Weines zunächst stattfinden, ist es angesagt dem Weissburgunder zunächst genügend Sauerstoff zu gewähren. Danach wird die Nase verführt von wunderbaren Anklängen, die ein vielschichtiges intensives Aroma nach reifen Äpfeln aufweist, begleitet von einem exotischen Hauch von Zitrusfrüchten, etwas Nuss und würzigen Noten von weißem Pfeffer. Geschmacklich werden diese Aromen eindeutig im Mund und am Gaumen bestätigt. 

Der 2018er Weissburgunder zeigt sich dabei kräftig und voll, rassig und elegant, mit einer cremigen Struktur, ist salzig und mineralisch, und überzeugt absolut mit einer wunderbar eingebundenen, angenehmen Säure, die den Wein einladend und animierend macht. Alle wunderbaren geschmacklichen Eigenschaften ziehen sich einladend bis in den langen, saftig-frischen Abgang hinein, sodass die Freude auf den nächsten Schluck immer ganz besonders groß ist. Dieser exzellente 2018er Weissburgunder trocken ist Trinkfreude pur, ob solo genossen oder als Begleitung zu Meeresfrüchten oder auch feinen, hellen Fleischgerichten. Großartig!

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König
2018 Lagrein Südtirol DOC 

Weiter geht unsere kleine Reise durch die traditionellen Keller der Klosterkellerei Muri-Gries mit diesem Klassiker und der präferierten Rebsorte des Weingutes einem 2018er Lagrein DOC, der die perfekte Symbiose aus Tradition und Moderne verkörpert. Die autochtone Rebsorte Lagrein ist nicht nur das besondere Aushängeschild von Südtirol und der Klosterkellerei Muri-Gries, sie ist hier auch von dem Önologen und Kellermeister Christian Werth und dem Leiter des Weinbaus Walter Bernard und dem gesamten Team in akribischer Forschung und ganz besonderer Pflege über zwei Jahrzehnte zu einem absoluten Spitzen-Rotwein entwickelt worden. So ist es gelungen, das besondere Naturell der Rebsorte stets weiter herauszuarbeiten. Die Trauben dieses klassischen Lagreins sind in den Weinbergen des sonnenverwöhnten Talkessel von Bozen herangereift, auf einer Höhe von 260 Meter, tiefverwurzelt in sandigem Schwemmboden mit Südausrichtung.

Auch hier wurde das selektiv gelesene, gesunde und hochreife Traubengut unmittelbar in den Keller gebracht, um es vorsichtig, möglichst schonend zu vinifizieren. Nach der temperaturkontrollierten Vergärung im Edelstahltank bei 28 Grad Celsius für 8 Tage ist der anschließende Ausbau in großen Holzfässern zu 30 bis 50 hl erfolgt. So ist ein wunderbarer, klassischer Lagrein entstanden, der auf das Beste diese Südtiroler Rebsorte optimal repräsentiert.

Farblich zeigt sich der noch junge, aber durchaus schon sehr geschmackvolle Wein in einem kräftigen Purpurrot, mit leicht violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat bereits der Weissburgunder vor der olfaktorischen Prüfung die geeignete Belüftung benötigt, um sein ganzes Potential zu erleben, so gilt dies für diesen 2018er Lagrein DOC erst recht, zumal der Rotwein noch ganz jungen Datums ist, als Jahrgang 2018. Nach dem richtigen Quantum an Sauerstoff wird er bereitwillig zeigen, was Wunderbares in ihm steckt. Die Nase hat jetzt das Vergnügen offen und vielschichtig die Noten von Veilchen, Schokolade, reifen Zwetschgen und Gewürzen zu erleben.

Im Mund und am Gaumen werden diese köstlichen Anklänge eindeutig geschmacklich bestätigt. Dabei zeigen sich auch leichte Bittermandeltöne, die den Geschmack zusätzlich perfektionieren. Der 2018er Lagrein DOC überzeugt mit einer samtigen Struktur, ist elegant und besitzt dicht verwobene Gerbstoffe, die dem Wein Substanz und Kraft geben. Und bei einem beeindruckenden langen Finish wird noch einmal besonders klar, wie gelungen dieser 2018er Lagrein DOC ist, wie geschmackvoll, rund und überzeugend und welcher Trinkgenuss auf den Verkoster wartet. À la bonne heure!

Der 2018er Lagrein DOC hat 13,5% vol/alc und sollte bei 14 bis 16 Grad Celsius mit viel Freude getrunken werden.

 Foto: Helga König
2016 Lagrein Reserva Abtei Muri Südtirol DOC

Als weiterer Spitzen-Lagrein kommt nun diese Riserva aus dem Jahrgang 2016 zur Verkostung. Als Lagenwein stammen die Trauben aus zwei klösterlichen Weinbergen, die im historischen Viertel von Gries-Moritzing auf einer Höhe von 250 bis 280 Meter zu finden sind. Die Bodenbeschaffenheit in den beiden Lagen besteht aus Schwemmmaterial von der Talfer und lokalen Sturzbächen auf einem Untergrund aus Bozner Quarzit-Prophyr. Dieser authentische Lagrein gehört zur Abtei Muri Linie und ist Ausdruck von Sortentypizität und Terroir. Ausschließlich hochwertige Trauben aus den Top-Lagen von Gries-Moritzing wurden zur Vinifizierung dieses Edel-Lagrein genommen, und ist Ausdruck der höchsten Kunst des Weinmachens und der Vollendung dieser Südtiroler autochtonen Rebsorte. Das hochwertige Traubengut wurde für 14 Tage im Edelstahltank temperaturkontrolliert vergoren, um es danach 14 bis 16 Monate im kleinen Eichenholzfass in aller Ruhe heranreifen zu lassen. Das phänomenale Ergebnis ist dieser 2016er Lagrein Riserva, der jeden Freund dieser besonderen Rebsorte geradezu verzückt.

Im Glas präsentiert sich dieser Lagenwein in einer intensiven dunklen granatroten Farbe mit einem leichten violetten Schimmer an der Oberfläche. Und nur zur Erinnerung, ohne langweilen zu wollen, geben Sie dem Ausnahme-Lagrein die nötige Zeit sich mit Sauerstoff zu vermählen, bevor die Nase auf Schnuppertour geht. Der 2016er Lagrein Riserva Südtirol DOC dankt es mit es mit einer Fülle von duft- und geschmacklichen Eindrücken, die zeigen, welches große Potential dieser Wein hat. Danach darf die Nase voll entzücken erleben, welches Bouquet dieser Lagrein sein Eigen nennt, mit Anklängen von reifen Beerenaromen, Kirschen und Berberitzen sowie würzige Noten von Tabak, Leder, etwas Lakritze, Eukalyptus und Waldboden.

Geschmacklich werden die Fruchtaromen eindeutig bestätigt. Der Riserva Lagrein ist voll und komplex, verführt mit Struktur, Finesse, Weichheit, ist samtig und punktet zudem mit einer gut eingebundenen Säure sowie griffigen Gerbstoffen. Der Wein besitzt viel Charakter mit erkennbarer Herkunft und der nötigen Kraft und großem geschmacklichen Ausdruck. Dies alles zeigt er noch einmal bei einem nicht enden wollenden Nachhall, der noch einmal überzeugend dokumentiert, welch großartiger Lagrein Riserva hier dem Team von Muri-Gries gelungen ist. Chapeau!

Der 2016er Lagrein Riserva Abtei Muri Südtirol DOC hat 13,5% vol/alc und sollte bei 15 bis 17 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt diese 3 Spitzenweine von der Klosterkellerei Muri-Gries mit viel Respekt, großer Trinkfreude und absolutem Genuss probieren durften, hier unser Fazit: 

Ob Weissburgunder, Lagrein oder Lagrein Riserva, ohne Umschweife ist zu sagen, dass diese Weine einfach großartig sind. Sie alle verkörpern dieses, was einen großen Wein ausmacht, auf allerhöchstem Niveau und von einer kaum zu übertreffenden Qualität. Sie alle zeigen eindeutig welches optimale Terroir sie geprägt hat, zeigen aber auch, dass Muri-Gries es verstanden hat, die richtigen Rebsorten mit den hierfür bestens geeigneten Lagen zu verbinden. 

Hier offenbart sich das große Wissen, die lange Erfahrung und das nimmermüde Engagement von Kellermeister Christian Werth, ebenso vom Leiter des Weinbaus Walter Bernard und ihrer gesamten Crew, die es exzellent schaffen Tradition und Moderne zu verbinden um Weine zu erzeugen, die nicht nur individuell, charaktervoll und sortentypisch sind sondern auch ganz besonders gut schmecken. Ein frisch-fruchtiger Weissburgunder, der von einer angenehmen Säure geprägt ist, weiß ebenso zu überzeugen, wie die wunderbaren Weine der Rebsorte Lagrein, die für jeden Liebhaber ein einziger Hochgenuss sind. Wir jedenfalls sind begeistert und es hat uns erneut gezeigt, welche großartige Weinkultur in Südtirol zuhause ist und hier ganz mit an der Spitze die Weine vom Weingut/Klosterkellerei Muri-Gries in Bozen. 

 Deshalb: Absolut empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

Onlinebestellung  bitte  hier klicken:  https://www.muri-gries.com/de/

Winzergenossenschaft Bötzingen - 3 Weißweine, 1 Weißherbst und 2 Rotweine

 Foto: Helga König
Der Weinort #Bötzingen am südöstlichen Kaiserstuhl ist wohl die älteste Weinbau-Gemeinde in ganz Baden, denn bereits im Jahre 769 n. Chr. wurde der Ort urkundlich erwähnt. Positioniert zwischen Elsass und Schwarzwald galt die Gemeinde bis vor wenigen Jahren als Geheimtipp für außerordentliche Weine. 

Der Weinbau hat in Bötzingen Tradition seit alters her. Im Jahre 1935 haben sich 64 Winzer zusammengetan, um die #Winzergenossenschaft_Bötzingen e.G. zu gründen. Heute sind es 300 aktive Mitglieder, Winzerinnen und Winzer, die auf einer Rebfläche von mehr als 360 Hektar dabei sind, erstklassige Wein-Qualität zu erzeugen. Dafür geben sie ihr ganzes Herzblut und ihr Engagement. Ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Sorgfalt bürgen für allerbeste Tropfen. 

Zusammen mit den Kellermeistern werden Weine erzeugt, die sich durch höchstes Niveau und außergewöhnliche Qualität auszeichnen. In der Winzergenossenschaft Bötzingen e.G. gehen Tradition und Moderne einher. Qualität steht an oberster Stelle, sie ist das Maß allen Bemühens. So hat neben der naturnahen Bewirtschaftung der Weinberge, die selektive Handlese erste Priorität, gefolgt von einem sehr zeitnahen Abtransport des Traubenguts in den Keller, wo es mit modernsten Maschinen äußerst schonend verarbeitet wird. Innovation spielt bei der Philosophie des Weinmachens bei den bestens geschulten Önologen der Genossenschaft ebenso eine entscheidende Rolle wie ihre Fachkompetenz, und alles zusammen lässt herrliche Weine entstehen. Dabei kommen speziell die bekannten badischen Rebsorten zum Zug, die bei dem vorherrschenden Terroir größtmögliche Erfolge erzielen. 

Besonders die Weine aus der Burgunderfamilie spielen eine ganz entscheidende Rolle, immerhin 60% der Rebfläche sind mit Weiß-, Grau- und Spätburgunder bestockt. Ergänzt wird das vielfältige Sortiment durch Müller-Thurgau, Silvaner und Riesling. Aber auch Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, Regent, Sauvignon Blanc und Scheurebe werden angebaut. Die Weinberge, die ausschließlich in Terrassenlagen zu finden sind, besitzen eine ideale Bodenbeschaffenheit mit ihren vorwiegenden Löß- und Lehmböden sowie Vulkanverwitterungsgestein.

Die klimatischen Bedingungen sind am Kaiserstuhl geradezu einzigartig in Deutschland, findet man doch hier die meisten Sonnenstunden und das wärmste Klima hierzulande. Dies zeigt sich ganz deutlich bei den Weinen der Bötzinger Genossenschaft, sie sind von höchstem Niveau und von allerbesten Qualität. Damit diese Weine nicht nur regional bekannt werden, haben sich die Winzer der Genossenschaft 1993 zu einer neuen Weinausbau- und Vermarktungsstrategie entschlossen. Um auch national und international Beachtung zu finden, wurde unter dem Label "Der Bötzinger" eine Bekanntheitsoffensive gestartet, wozu auch die Produktlinien "Kiebitz" und "Edition" zählen.

Gerade die Qualität und der gute Ruf der Weine hat dazu geführt überregional und international Erfolge zu erzielen. Dies verpflichtet mit jedem neuen Jahrgang eine noch mehr gesteigerte Qualität zu bringen, wenn die Natur es denn zulässt. Das Ergebnis ist eine Fülle von Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Verkostungen, etwa Gold 2019 bei Frankfurt International Trophy, 2x Goldmedaille bei Mundus Vini 2019, die Goldmedaille bei Mondial des Pinots 2016, die Goldmedaille bei Grand Prix du Jury 2016, Straßburg, Silber bei AWC Vienna Award 2017, Silber bei Mundus Vini 2017, 87 Punkte bei Meiningers Rotweinpreis 2016, 87 Punkte Best of Riesling 2017 und sehr viele Goldmedaillen vom Badischen Weinbauverband. Auch die renommierten Weinführer wie etwa das Genuss-Magazin Selection hat der Bötzinger Winzergenossenschaft vier Sterne als ausgezeichnete Bewertung zukommen lassen. 

Nach so viel Theorie gilt es nun diese großartigen Weine zu verkosten: 

 Foto: Helga König
2017 Bötzinger Emotion Weißwein lieblich 

Beginnen wollen wir mit der Verkostung dieses 2017er Weißweins, der als Cuvée ausgebaut wurde. Die Cuvée liegt immer dann vor, wenn ein Wein nicht aus einer Rebsorte besteht (reinsortiger Wein), sondern eine Mischung verschiedener Rebsorten ist. Das Terroir der Bötzinger Lagen am Kaiserstuhl bietet ideale Bedingungen für anspruchsvolle Rebsorte, sodass eine Cuvée erzeugt wird, die aus den besten Weißweinen der Genossenschaft besteht und so mit einem feinen Bukett punktet. Voraussetzungen sind die erstklassischen Lagen, die die Bötzinger Genossenschaft ihr Eigen nennen kann. Diese werden naturnah bewirtschaftet, bei der Lese des hochreifen, gesunden Rebgutes wird zudem selektiert, um danach die Trauben sehr zeitnah im Keller zu vinifizieren. So entstehen Weine, die fruchtig frisch, sehr animierend und besonders genussvoll sind, wie dieser 2017er Weißwein lieblich aus der Edition Emotion.

Im Glas präsentiert sich die 2017er Bötzinger Emotion Cuvée lieblich in einer goldgelben Farbe mit leichten grünlichen Reflexen. Damit der Wein sowohl sich olfaktorisch als auch geschmacklich bestens entfalten kann, sollte er zunächst mit dem nötigen Sauerstoff vermählt werden. Jetzt zeigen sich feine Aromen in der Nase, die an Ananas, aber auch andere exotische Früchte erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt. Da die Cuvée lieblich ausgebaut wurde, besitzt hier die fruchtsüße Komponente die erste Priorität, ohne zu dominant zu sein oder etwa klebrig. Dafür sorgt eine verhaltene aber gut integrierte Säure, die dem Wein durchaus die nötige Frische gibt. Beim langen Finish zeigt sich die Cuvée zudem von einer angenehm komplexen, süßen Seite, die dem Weißwein eine eigenständige Note verleiht

Der 2017er Weißwein lieblich ist einschmeichelnd, durchaus frisch und sehr animierend. Als Begleiter zu Süßspeisen ideal, schmeckt er auch ansonsten großartig. Wunderbar!

Der Weint hat moderate 10,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 11 Grad Celsius getrunken werden.

2017 Bötzinger Emotion Spätburgunder Weißherbst lieblich

Weiter geht es mit diesem 2016er Weißherbst lieblich, der ebenfalls in der Edition Emotion gelistet ist und zudem auch lieblich ausgebaut wurde. Weißherbst ist ein Wein, der auf der Basis einer Rotweinsorte, die zudem in einer Lage gewachsen ist wie ein Weißwein gekeltert wird. Hier ist es die Rotweinsorte Spätburgunder, die zum Ausbau des Weißherbst genommen wurde. Gerade die Rebsorte Spätburgunder hat in den Bötzinger Lagen ideale Wachstumschancen mit seinem Terroir von bestens geeigneter Bodenbeschaffenheit und einem exzellenten Klima in der wärmsten Region Deutschlands mit den meisten Sonnenstunden. 

Weißherbst entsteht durch die Pressung der Spätburgundertrauben und einer anschließenden relativ kurzen Zeit, indem der Saft auf der Maische verbleibt, um ihm die rosarote Farbe zu verleihen, denn schließlich ist ja der Rebensaft von fast allen Rebsorten hell und nur bei den Rotweinsorten sitzt die rote Pigmentierung in der Beerenhaut. Anschließend wird dieser Rebensaft im gekühlten Gärtank vergoren, wie bei der Vinifizierung eines Weißweins.

Farblich präsentiert sich der 2017er Emotion Spätburgunder Weißherbst lieblich in einem kräftig leuchtenden Rosarot mit brillanten Reflexen. Auch hier bitte nicht die Belüftung des Weines vergessen! Die Nase erfreut sich danach an einer süßlichen Beerenaromatik, die an dunkle Kirschen und reife Erdbeeren erinnert. Diese süßlichen Fruchtaromen werden auch im Mund und am Gaumen deutlich wahrgenommen, wobei eine sehr verhaltene Säure die fruchtigen Aromen bestens trägt. Der Wein besitzt eine geschmeidige Fülle und einen verspielten Charakter und zudem einen wunderbaren Nachhall, der noch einmal alle geschmacklichen, angenehmen Vorzüge dieses lieblichen Spätburgunder Weißherbst Revue passieren lässt. Als Wein zur täglichen Erbauung einfach ganz wunderbar und auch als Begleiter von Pasta und scharfen Currygerichten eignet er sich vorzüglich. Großartig!

Der 2017er Bötzinger Emotion Spätburgunder Weißherbst lieblich hat 11,1% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden.

2017 Bötzinger Emotion Rotwein lieblich

Kommen wir nun zu einem weiteren Wein aus der Edition Emotion mit diesem 2017er Bötzinger Rotwein lieblich. Hier ist den Winzern von der Bötzinger Genossenschaft eine besondere Rotwein-Cuvée gelungen, lieblich ausgebaut aus den klassischen Rebsorten der Genossenschaft und zwar aus Regent und Spätburgunder. Jeder Weinliebhaber hierzulande und darüber hinaus, weiß, welche herrlichen Weine am südlichen Kaiserstuhl wachsen, denn das Terroir passt einfach. Neben den Boden- und Klimabedingungen sind es insbesondere auch das Wissen und Können der Winzer, Kellermeister und allen anderen engagierten Mitarbeiter der Bötzinger Genossenschaft, die immer wieder solche ganz besonderen Weine entstehen lassen, wie die hier verkostete Emotion Rotwein-Cuvée lieblich. 

Im Glas zeigt sich der 2017er Bötzinger Rotwein in einer satten dunklen purpurroten Farbe mit leicht violetten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, ist es gerade bei einem solchen Rotwein angebracht, ihn optimal zu belüften, damit er sein ganzes Potential anbieten kann. Danach zeigt sich eine ganz besondere Aromenvielfalt in der Nase, nach dunklen Früchten wie Brombeeren und Johannisbeeren, Kirschanklängen und leichten Mandel-Nuancen. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen großartig bestätigt und von einer sehr verhaltenen Säure ergänzt, die ein Teil dieses einzigartigen süßlichen Frucht-Bogens ist. Die 2017er Emotion Rotwein Cuvée lieblich hat ein üppiges Aroma mit einer delikaten Fruchtfülle und einer ausbalancierten Tanninstruktur. Der Rotwein ist vielschichtig, gehaltvoll und füllig und besitzt einen langanhaltenden, geschmeidigen Nachhall. Zu Pizza und gegrilltem Fleisch schmeckt er ebenso gut, wie zu Ziegenkäse mit einer pikanten Salznote.Top!

Der Bötzinger Emotion Rotwein Cuvée hat 11,1% vol/alc und sollte bei 15 bis 17 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König
2017 Bötzinger Pinot Blanc trocken

Und weiter geht die kleine Verkostungsreise durch die besonderen Weine der Bötzinger Winzer mit diesem 2017er Bötzinger Pinot Blanc trocken, ebenfalls in den Ausnahme-Lagen der Bötzinger Winzer gewachsen. Wie überall bekannt, fühlt sich die Burgunder-Familie ganz besonders wohl auf den Löß- und Lehm-Böden mit Vulkanverwitterungsgestein, die in den Lagen der Bötzinger Winzergenossenschaft hier am Kaiserstuhl überwiegend anzutreffen sind. So auch die Weißburgunder-Traube (franz. Pinot Blanc), die hier ganz besonderes Traubengut der Rebsorte entstehen lässt. Weißburgunder erfreut sich mittlerweile hierzulande einer ganz besonderen Beliebtheit, eignet sich der Wein doch ganz hervorragend als vielseitiger Essensbegleiter und auch solo getrunken, ist er ein ganz besonderer Genuss, wenn er so bestens gelungen ist wie dieser 2017er Pinot Blanc trocken. 

Farblich präsentiert sich der Wein in einem gelblichen Grün mit brillanten Reflexen. Und nur zu Erinnerung, bitte den nötigen Sauerstoff nicht vergessen, der trockene Weißburgunder dankt es mit intensiven reifen Burgunderaromen in der Nase nach gelbfleischigen Früchten, die an Aprikose, Pfirsich und Zitrus erinnern, ebenso mit einem leichten Hauch von Sommerapfel. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge intensiv geschmacklich bestätigt und es ist diese elegante Säure, die ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel entstehen lässt.

Der 2017er Pinot Blanc trocken ist dicht, von kräftiger Struktur, vollmundig und mit einem langanhaltenden Abgang versehen, der noch einmal die gesamte Palette in Erinnerung bringt.. Dabei zeigt sich noch einmal wie großartig und geschmacklich individuell, fruchtbetont, frisch und animierend dieser 2017er Weißburgunder trocken ist. Und man kommt zu dem Ergebnis, dieser herrliche Weißwein schmeckt einfach zu gut. Hut ab!

Der 2017er Bötzinger Pinot Blanc trocken hat 13,3% vol/alc und sollte bei 9 bis 11 Grad Celsius genossen werden.

2017 Bötzinger Pinot Gris trocken

Nachdem wir jetzt den wunderbaren Weissburgunder der Bötzinger Winzergenossenschaft kennen- und schätzenlernen durften, nun zu einem weiteren Mitglied der Burgunder-Familie, diesem trocken ausgebauten Pinot Gris aus dem Jahrgang 2017. Diese Rebsorte ist in den Bötzinger Lagen von ganz außerordentlicher Qualität, dank des geeigneten Terroirs und dem nimmermüden Engagement, sowohl bei der naturnahen Pflege der Weinberge, der selektiven Handlese und der sehr schonenden Verarbeitung im Keller, wo die Weine die richtige Zeit erhalten, um optimal zu reifen. So entsteht ein Wein von höchstem Niveau und allerbester Qualität, so wie dieser 2017er Grauburgunder trocken, der geschmacklich komplett zu überzeugen weiß. 

Auch die Rebsorte Pinot Gris ist in Deutschland ganz besonders geschätzt und da ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande diese Rebsorte mit Abstand am häufigsten angebaut wird. Und hier liegt die Wein-Region Baden ganz vorne, nicht zuletzt durch diese wunderbaren Weine am Kaiserstuhl und in Bötzingen mit einem solchen herrlichen, geschmacksintensiven Wein wie diesem 2017er Bötzinger Pinot Gris trocken.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem hellen Gelb mit silbernen Reflexen an der Oberfläche. Auch dieser großartige Pinot Gris benötigt genügend Sauerstoff um sich ganz entfalten zu können. Die Nase freut sich über intensive Anklänge nach Wiesenkräutern, Birne, reifer Apfel und Pfirsich. Im Mund und am Gaumen werden die Frucht-Nuancen geschmacklich exakt bestätigt und durch eine gut eingebundene Säure ergänzt, sodass es zu diesem wunderbaren Süße-Säure-Bogen kommt. 

Der 2017er Pinot Gris ist vielschichtig, intensiv, vollmundig, dicht und reif, mit einem nussigen Bukett, dazu von angenehmer kräftiger Struktur und durchaus komplex und trocken. Bei einem langen, cremigen Finish zeigt der Wein noch einmal deutlich, was in ihm steckt. Dieser herrlich ausgebaute Pinot Gris trocken ist ein Weißwein, der Begeisterung, Freude und optimale Trinkfreude auslöst. Zur täglichen Erfrischung und Erbauung ist er ebenso bestens geeignet wie auch als Begleiter zu Wild, kräftigem Käse oder auch köstlichen Braten. Exzellent!

Der 2017er Pinot Gris trocken hat kraftvolle 13,8% vol/alc und sollte bei 9 bis 11 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Bötzinger Pinot Noir trocken

Als zweiter Rotwein kommt jetzt ein weiteres Highlight zur Verkostung, ein 2015er Spätburgunder trocken, der mit einem ganz besonderen Ausbau punktet.. Dies liegt daran, dass der 2015er Bötzinger Spätburgunder trocken teilweise im klassischen Eichenholzfass gereift ist und sich so zu einem romanischen Weintyp entwickelt hat. Der Spätburgunder ist besonders körperreich, individuell und besitzt dazu eine optimale Lagerreife, zumal der Wein sich auch noch auf der Flasche weiter entwickelt hat. So ist ein wunderbarer klassischer Spätburgunder Rotwein entstanden, mit all dem Potential, das die Ausnahme-Lagen dem Pinot Noir mitgeben können, damit ein Wein entsteht, voller Kraft und einem individuellen Charakter, wie ihn die Freunde der Bötzinger Winzergenossenschaft ganz besonders lieben. 

Farblich präsentiert sich der 2015er Bötzinger Pinot Noir trocken in einem kräftig leuchtenden Rubinrot mit violetten Reflexen. Bitte denken sie an die Belüftung des Spätburgunders, da er dies unbedingt benötigt schon wegen des Ausbaus im Eichenholzfasses, damit er aber auch zeigen kann, was Besonderes in ihm steckt. Nur so erlebt die Nase diese interessante Duftmischung ganz deutlich und intensiv, wobei es sich um Anklänge nach Schwarzkirschen und Pflaumenkonfitüre, Bittermandel, sowie dezente Aromen nach Vanille und Zartbitterschokolade handelt, die begleitet werden von einer feinen Marzipannote. Die entsprechende, geschmackliche Bestätigung des olfaktorischen Eindrucks findet unmittelbar danach im Mund und am Gaumen statt. 

Dieser 2015er Pinot Noir trocken hat alles was ein ganz kräftiger vollendeter Wein dieser Rebsorte braucht, sehr viel Substanz, sehr viel Kraft, sehr intensive Frucht, die absolut geeignete Säure, die ideal mit der Frucht korrespondiert, Komplexität, ausgeprägte Aromen und ein ganz besonderes Volumen, wozu auch die bestens eingebundene weiche Tanninstruktur beiträgt und die nötige Eleganz und Balance, die bei dem nicht enden wollenden Nachhall sich noch äußerst präsent zeigt. Zu Wild, Rind oder Lamm äußerst willkommen, ist dieser Pinot Noir ideal um in aller Ruhe eine exzellente Flasche Rotwein aus Bötzingen zu genießen. Chapeau! 

Der 2015er Spätburgunder trocken hat 13,9% vol/alc und sollte bei 17 bis 19 Grad genossen werden. 

Nachdem wir jetzt die 3 Weißweine, den Weißherbst und die 2 Rotweine von der Bötzinger Winzergenossenschaft voll Begeisterung verkostet haben, hier unser Fazit:

Es ist nicht zu leugnen, dass die Weine aus Bötzingen uns ganz besonders gut geschmeckt haben. Dies hat mit verschiedenen Faktoren zu tun: Da sind die Gegebenheiten des ganz besonderen Terroirs, die die Winzer am südöstlichen Kaiserstuhl ihr Eigen nennen. Da ist die lange Tradition des Weinmachens in der Genossenschaft, die einhergeht mit dem Wissen des modernen Weinbaus unter Zuhilfenahme neuester Geräte zur Vinifizierung, und da ist vor allen Dingen der Wille aller in der Genossenschaft engagierten Winzer, Kellermeister und Mitarbeiter, Weine auf allerhöchstem Niveau und allerbester Qualität zu erzeugen, die charaktervoll, individuell, sortentypisch und Terroir-geprägt sind. Und dies mit nimmermüdem Einsatz und der Überzeugung von Jahrgang zu Jahrgang selbst auf höchstem Level die Weine gleich exzellent zu erzeugen, oder sie noch ein bisschen besser zu machen. Dieses Engagement zahlt sich aus und den Beweis erbringen diese vielfach dekorierten Spitzenweine. Bötzingen mag als Weinort ja klein sein, der Ruf der Weine aus ihrer Genossenschaft jedenfalls ist groß und über alle Grenzen bekannt. Dies zeigen die nationalen und internationalen Prämierungen deutlich. Und wenn Lufthansa in ihrer Business-Class den Weißburgunder ihren besonderen Fluggästen anbietet, dann hat das mit bester Qualität, einem großartigen Geschmack und dem Wissen zu tun, nur das Allerbeste zu servieren. Da sind wir der gleichen Überzeugung, zumal das Preis-Genuss-Verhältnis phänomenal ist. 

Kurzum: Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 

Anbei der Link zur Winzergenossenschaft. Dort können Sie den Wein bestellen.

Burkheimer Winzer e.G.: Sommerweine:2018 Burkheimer Rosé Kabinett Trocken, 2018 Burkheimer Spätburgunder Weißherbst Kabinett- burkheimerwinzer.de

 Foto: Helga König
Burkheim ist eine der ältesten Gemeinden in Deutschland, wo Wein erzeugt wird. Bereits im Jahr 778 wurde hier nachweislich Wein angebaut, und es ist zu vermuten, dass bereits die Römer, die ja entlang des Rheins ihr Territorium immer weiter nach Norden ausgedehnt haben, für ihren Eigenbedarf hier Weinberge angelegt hatten. Mehr Tradition geht eigentlich nicht mehr. Dass der Weinbau hier am westlichen Kaiserstuhl so erfolgreich ist, wie übrigens insgesamt in der Kaiserstühler Region, hat wesentlich mit zwei natürlichen Faktoren zu tun. Es ist die Bodenbeschaffenheit aus Vulkangestein aber auch aus Löss und es sind die klimatischen Bedingungen, die hier extrem günstig sind, wunderbare Weine zu kultivieren. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine wärmere Region mit so vielen Sonnenstunden, wie hier in Burkheim am Kaiserstuhl. Alles zusammen macht das Terroir aus, dass 320 Winzer in der Genossenschaft Burkheim ermöglicht, auf etwa 110 ha Rebfläche die allerbesten Rebsorten zu pflanzen. 

Zwei herausragende Lagen sind die Basis der Burkheimer Winzer. Da gibt es zum einen die Lage "Schlossgarten" mit tiefgründigem Lössboden, und zum anderen die Lage "Feuerberg", die Vulkangestein aufweist. Will man etwas über die angebauten Rebsorten der Burkheimer Winzergenossenschaft sagen, dann kommt zu allererst die Burgunder-Familie in Betracht. Ob Weiß- Grau- oder Spätburgunder, Spätburgunder Rosé und Spätburgunder Blanc de Noirs, alle Weine dieser Rebsorte sind von allerbester Qualität, weil die Bedingungen in Burkheim ideal sind und sowohl die Winzer, der Kellermeister Dominik Schweizer, der Winzer und Geschäftsführer Gert Schmidt, ja alle die in der Genossenschaft tätig sind, nicht nur ihr Handwerk bestens verstehen, sondern auch mit all ihrem Herzblut engagiert sind, ganz große Weine zu erzeugen. Aber auch die Rebsorten Rivaner, Grüner Silvaner, Auxerrois, Riesling, Müller Thurgau, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer werden als Weißweine kultiviert, während im Rotwein-Bereich allein der Spätburgunder dominiert.

 Die beiden Burkheimer Einzellagen "Feuerberg" und "Schlossgarten" sind überregional geradezu optimal, wobei der "Feuerberg" 2006 von der Weinwirtschaft als eine der "Besten" in Deutschland vorgestellt wurde, da nur 7% der weltweiten Produktion auf Vulkangestein wächst, wie eben hier in der Lage "Feuerberg". Bei all diesen Optimal-Bedingungen bleibt es nicht aus, dass die Weine der Burkheimer Winzer weltweit bekannt und hochdekoriert sind. Bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen regnet es buchstäblich seit Jahren immer wieder Gold-Auszeichnungen. 

Ob bei Mundus Vini, AWC Vienna, DLG Goldener Preis, Meinigers Deutscher Sektpreis, Internationaler Wein Grand Prix Düsseldorf oder Challenge International du Vin Bordeaux, bei allen Prämierungen belegen die Spitzenweine der Burkheimer Winzer immer erste Plätze und werden mit Gold bedacht. 

Deshalb kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Weine aus der Winzergenossenschaft Burkheim in der allerersten Reihe der deutschen Weine stehen, wobei gleichzeitig die Preisgestaltung

 Foto- Helga König
2018 Burkheimer Rosé Kabinett Trocken

Der hier verkostete 2018er Rosé wurde aus verschiedenen roten Reben vinifiziert. In der Qualitätsstufe Kabinett eingestuft, ist der Rosé trocken ausgebaut worden. Die Rotwein-Trauben sind auf Vulkanverwitterungsgestein gewachsen, die allerbeste Bodenbeschaffenheit die die Burkheimer Lagen den Rotwein-Trauben bieten kann. Hier besitzen die Burkheimer Winzer ein Kapital von unschätzbarem Wert, reifen doch in ihren besonderen Lagen absolute Spitzen-Rotweine, die auch als Rosé ausgebaut werden. Dies ist auch mit Fug und Recht über diesen 2018er Rosé Kabinett trocken zu sagen. Der Wein wurde vom Badischen Weinbau-Verband mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

In den letzten Jahren erfreuen sich Rosé-Weine immer größerer Beliebtheit, sind sie ja besonders frisch und haben doch die Intensität der Rotwein-Traube. Dies gilt ganz besonders für diesen hier verkosteten 2018er Burkheimer Rosé Kabinett trocken. Im Glas zeigt sich der Wein in einer eher kräftigen Rosé-Farbe mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Schon das leuchtende Erscheinungsbild signalisiert Frische. Ein solcher Wein verdient Respekt, ebenso wie die Macher, die ihn erzeugt haben. Dies geschieht am besten, indem man dem Rosé die Chance gibt sich duft- und geschmacksmäßig zu entfalten. Dabei hilft immer wieder nur Sauerstoff und die Ruhe, damit der Wein sich damit vermählen kann.

Das Ergebnis ist ein prächtiges Fruchtspiel in der Nase, leicht von Kirscharomen und Zitrus-Anklängen beeinflusst. Dies wird auch angenehm im Mund und am Gaumen wahrgenommen, wobei die zartwürzige Fruchtsäure ein wichtiger Bestandteil des gesamten Geschmacksbildes ist. Und immer wieder diese begeisternde Frische, die den Nachhall krönt. Mit diesem ´2018er Burkheimer Rosé Kabinett trocken kann bei einem lauen Frühlings- oder Sommerabend absolut nichts schief gehen, außer man hat zu wenig davon im Keller. Dafür schmeckt er einfach zu gut. Top!

 Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König
2018 Burkheimer Spätburgunder Weißherbst Kabinett

Als zweiter Wein kommt nun dieser 2018er Spätburgunder Weißherbst Kabinett als Prädikatswein zur Verkostung. Gewachsen sind die Spätburgunder-Trauben auf Vulkanverwitterungsgestein für den allerbesten Spätburgunder Weißherbst, so wie er hier als halbtrockener Kabinett-Wein verkostet wird. Weißherbst ist ein Rosé, der sich aber dadurch auszeichnet, dass der Wein nur aus einer roten Rebsorte weiß gekeltert werden darf, deren Trauben aus ein und derselben Lage stammen. Wie gelungen der Wein tatsächlich ist, bestätigt auch die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes als höchste Auszeichnung für diesen exzellenten 2018er Spätburgunder Weißherbst Kabinett.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer kräftigen rosaroten Farbe. Auch jetzt ist Sauerstoff zum ausgiebigen Kennenlernen ein notwendiger Aspekt und dies gilt ja für alle Weine. Man sollte jedem Wein die Chance geben, sich optimal zu präsentieren, ebenso auch diesem herrlichen 2018er Spätburgunder Weißherbst. Anklänge an feine Kirschen-Noten sind das überaus angenehme olfaktorische Erleben. Im Mund und am Gaumen wird eindeutig geschmacklich bestätigt, was die Nase so intensiv erleben durfte. Ergänzend werden noch zusätzlich leichte Nuancen von Bittermandeln geschmeckt, die sich bestens mit dem Kirsch-Geschmack verbinden. Der Wein ist von kerniger, säurebetonter Art,, besitzt eine feine Frucht und ist kräftig im Geschmack.Er verfügt über eine gelungene Balance zwischen Fruchtaromen und einer moderaten Säure, ist vollmundig und frisch und besitzt einen langanhaltenden Nachhall, der einen solchen wunderbaren Spätburgunder Weißherbst Kabinett erst richtig abrundet. 

Dieser 2018er Burkheimer Spätburgunder Weißherbst Kabinett begeistert auf Anhieb, hat er doch alles zu bieten, was einen exzellenten Weißherbst ausmacht, inklusive Trinkfreude pur. Großartig!

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei etwa 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.


Zum Schluss unserer kleinen Verkostung von Frühlings- und Sommerweinen unser Fazit: 

Die Burkheimer Winzer, die Winzergenossenschaft am westlichen Kaiserstuhl kreiert allerbeste Weine, die uns nicht nur überzeugen sondern auch immer wieder begeistern. Der Rosé und der Weißherbst sind fruchtig, spritzig und doch mit einem eigenen, identifizierbaren Geschmacksbild versehen und immer frisch und belebend, da kann es bei einem Glas allein nicht bleiben. Wir siedeln die Winzergenossenschaft dort an, wo sie hingehört, nämlich in die allererste Reihe der deutschen Weinerzeuger und bei der Fülle von Prämierungen sieht man, dass wir mit unserem Urteil nicht alleine stehen. Über die Preis-Gestaltung der Weine, dem Preis-Leistungs-Verhältnis, haben wir uns bereits bei der Vorstellung der Burkheimer Winzer geäußert, auch da gilt einfach nur: "Absolut Top"! 

 Maximal empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

 Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website der Burkheimer Winzer am Kaiserstuhl können dort den Wein bestellen: burkheimerwinzer.de

Fürst von Metternich Rosé Sekt Trocken

 Foto:Helga König
Die Sektkellerei Fürst von Metternich trägt ihren Namen nach den berühmten Vorfahren der Adelsfamilie von Metternich. Ihre Geschichte ist mittlerweile über 330 Jahre alt. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde dieses Adelsgeschlecht der von Metternich-Winneburg im Jahre 1679. 1813 in den österreichischen Fürstenstand erhoben, wurde der Titel von Generation zu Generation weitervererbt. Das bedeutendste Familienmitglied in der Ahnenreihe war Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich-Winneburg. Unter Kaiser Franz I. wurde er Staatskanzler und hat entscheidend den Wiener Kongress mitgeprägt, wo Europa nach dem Ende der napoleonischen Zeit neu aufgeteilt worden ist.

Für seine Verdienste wurden ihm u.a. die Weinberge in Johannisberg im Rheingau geschenkt. Hier gibt es nachweislich die ältesten Riesling-Weinberge der Welt. Von hier auch hat der Riesling seinen Siegeszug um die Welt angetreten, denn Stecklinge von Johannisberg wurden auf allen Kontinenten gepflanzt, um dort in den überseeischen Weingebieten die Riesling-Traube anzubauen und die große Tradition von Riesling-Weinen zu verbreiten.

Neben den berühmten und traditionsreichen Riesling-Sekten offeriert die Sekt-Kellerei Fürst von Metternich, die übrigens einen herausragenden Platz der in Henkell-Gruppe einnimmt, einen wunderbaren Rosé-Sekt, der nun mit viel Freude und Trinkgenuss hier vorgestellt werden soll:

 Foto: Helga König
Dieser Rosé Sekt trocken aus dem Hause Fürst von Metternich, einer der führenden Sektmarken in Deutschland. basiert auf einer exklusiven Cuvée, die ausschließlich aus ausgesuchten hell gekelterten Spätburgunder Weinen versektet worden ist. Auf Anhieb hat der Spätburgunder Rosé Sekt trocken sowohl #Gold bei der Berliner #Wine_Trophy als auch Gold bei #Mundus_Vini gewonnen.

Da bekanntlich ein Sekt immer nur so gut sein kann wie der Wein aus dem er entstanden ist, werden bei der Versektung dieser Cuvée trocken ausschließlich besonders ausgewählte Spätburgunder Rosé Weine verwendet. Diese stammen aus traditionellen deutschen Lagen, wobei ganz besonders auf die Harmonie dieser Cuvée wert gelegt worden ist. Hergestellt wurde der Sekt nach der #Méthode_Charmat.

Bevor der Sekt in die entsprechende Flöte gegossen wird, ist es nicht uninteressant, sich die markante Flasche des Fürst von Metternich Rosé Sekts trocken genau anzusehen. Mit ihrem traditionellen Erscheinungsbild verbindet sich ein markanter Auftritt, der auch an Eleganz nichts fehlen lässt. Die unverkennbare helle Kupferfarbe des Rosé harmoniert bestens mit dem Porträt des Ahnherrn Clemens Wenzeslaus, welches in einem aufwendigen goldenen Rahmen präsentiert wird. Im Glas zeigt sich der Sekt in diesem besagten, leuchtenden Kupfer-Ton. 

Gleichzeitig wird ein feinperliges Mousseux wahrgenommen, das langanhaltend eine besondere Frische vermittelt. Als Bukett registriert die Nase klare, ausgeprägte Fruchtaromen, die von roten Waldbeeren dominiert und durch Anklänge von Mandarine und Birne ergänzt werden. Im Mund und am Gaumen präsentiert sich dieser exzellente Sekt mit einem frischen, trockenen Geschmack nach verlockender Frucht. Der Rosé Sekt wurde sensibel ausbalanciert, ist elegant und besitzt einen lang anhaltendes Finish. Durch die feine Dossage gefällt er mit einer harmonischen Abstimmung. Der Fürst von Metternich Spätburgunder Rosé Sekt begeistert auf Anhieb mit seiner trockenen, fruchtigen, frischen und eleganten Art und dies sowohl bei einem besonderen Empfang, als Begrüßung zu einem "fürstlichen Diner" oder auch bei trauter Zweisamkeit.

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei etwa 6 Grad Celsius getrunken werden

Maximal empfehlenswert

Helga und Peter J. König

Im Fachhandel erhältlich

Winzergenossenschaft Wolfenweiler e.G. Schallstadt/Wolfenweiler Markgräflerland 3 Weißweine, 1 Rosé und 2 Rotweine https://www.wg-wolfenweiler.de/startseite/

Foto: Helga König
Die Winzer-Gemeinde Schallstadt-Wolfenweiler liegt nur wenige Kilometer südlich von Freiburg. Hier ist die Winzergenossenschaft Wolfenweiler e.G. zuhause. Weinbau wird in Wolfenweiler bereits seit über 1200 Jahren betrieben. Gegründet im Jahr 1939, haben sich damals 40 Winzer zu der Genossenschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Position im Weinbau zu stärken. Heute sind es 320 Winzerfamilien, die auf einer Rebfläche von etwa 300 ha Weine erzeugen. Dabei ist es gerade die ausgezeichnete Zusammenarbeit von Winzern und Kellermeistern, die solche großartigen Weine entstehen lassen, wie sie die Wolfenweiler Genossenschaft zu bieten hat. Voraussetzung ist da wesentlich das Terroir der Weinberge, das die ideale Bodenbeschaffenheit aufweist und ein mildes, sonniges Klima in der südlichen Rheinebene, das großartige Weine wachsen lässt.

An den Hängen und Vorbergen des Schwarzwalds besitzen die Winzer der Genossenschaft erstklassige Lagen, die da sind: Wolfenweiler Batzenberg, Wolfenweiler Dürrenberg und Freiburger Steinler. Die hier angebauten Rebsorten entsprechen genau den Weinen, für die das Markgräflerland berühmt ist. 

Deshalb steht der Gutedel mit 35% ganz an erster Stelle, gefolgt 26% Blauer Spätburgunder, 17% Müller-Thurgau, 7% Weißer Burgunder, 5% Grauer Burgunder, 2% Regent und noch einige andere spezielle Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, Auxerrois und Riesling, die bei den Weißen den Rest bilden, während im Rotwein-Bereich noch Schwarzriesling, St. Laurent, Dornfelder, Cabernet Sauvignon und Merlot hinzukommen. Den Winzern der Wolfenweiler Genossenschaft liegt im besonderen Maße die Bewirtschaftung ihrer Weinberge am Herzen, denn hier sehen sie die wesentliche Voraussetzung für ihre erstklassigen Weine. Von daher achten sie genauestens darauf eine naturschonende und umweltbewusste Behandlung ihrer Lagen zu betreiben.

So haben die Bio-Weine in der Genossenschaft einen ganz hohen Stellenwert, ebenso die vegan erzeugten Weine. Die Palette der Weine reicht vom Qualitätswein für den täglichen Genuss, bis hin zum exklusiven Spitzenwein. Dabei sind die sorgsame Rebpflege, die langjährige Erfahrung und eine selektive Traubenlese für die Qualität genauso wichtig, wie die zeitnahe, schonende Verarbeitung im Keller mit modernstem Gerät. So entstehen Weine mit eigenem Charakter, sortentypisch und individuell, wobei die Handschrift des Kellermeisters sich eindeutig zu erkennen gibt. Soviel Akribie und Engagement zahlt sich nicht nur in der Beliebtheit der Weinfreude der Wolfenweiler Genossenschaft aus, auch der Badische Weinbauverband hat dies mit Goldmedaillen für verschiedene Weine honoriert. Jetzt wird es spannend und eine Freude zugleich, die wunderbaren Weine aus Wolfenweiler zu verkosten, nicht ohne ihnen den nötigen Respekt entgegen zu bringen:-

 Foto: Helga König
2018 Gutedel Trocken Weißer Wolf

Zu Beginn unserer kleinen aber feinen Verkostungsreihe kommt dieser 2018er #Gutedel trocken zur Probe. Gewachsen sind die Trauben zu diesem #Weisswein in den besonderen Wolfenweiler Lagen. Am Fuße des Schwarzwaldes gelegen, werden die Trauben mit einer großen Anzahl von Sonnenstunden verwöhnt, immerhin gehört das #Markgräflerland südlich von Freiburg zu den sonnenreichsten Gegenden in Deutschland. Gutedel, franz. Chasselas und im Wallis Fendant genannt, ist eine Weissweinsorte, die hierzulande fast ausschließlich im Markgräflerland angebaut wird und sie ist mit 35% die Haupt-Rebsorte der Winzergenossenschaft Wolfenweiler. So entstehen gerade hier ganz exzellente Weine aus dieser Traube, so wie der hier verkostete 2018er Gutedel trocken, der in Anspielung auf Wolfenweiler den Zusatz im Namen „Weißer Wolf“ trägt.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor es zur olfaktorischen Prüfung kommt, ohne die man niemals ein Wein verkosten sollte, gilt es dem trockenen Gutedel genügend Sauerstoff zuzuführen. Jetzt nimmt die Nase eindeutige Anklänge an exotische Früchte wahr, wie etwa Ananas und Melonen. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich sehr erfrischend bestätigt, wozu auch die gut ausbalancierte Säure einen wesentlichen Anteil hat. 

Der 2018er Gutedel ist elegant, intensiv und kräftig im Geschmack, lebendig und punktet mit feiner Frucht und einem langen Abgang, der auch mit der nötigen zitronigen Frische daherkommt, ohne die ein solcher Wein nicht optimal ist. Zur täglichen Erbauung ideal, eignet sich der 2018er Gutedel trocken auch ganz besonders zu Spargel, Salate, Fisch und hellem Fleisch. Wunderbar!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2018 Grauburgunder Trocken Grauer Wolf

 Verkostet wird nun dieser 2018er #Grauburgunder trocken, bekannt auch unter der Bezeichnung "Grauer Wolf". Grauburgunder franz. Pinot Gris, ital. Pinot Grigio ist ein Weißwein der zur Burgunderfamlie gehört. In Deutschland ist die Rebsorte unter dem Namen Ruländer klassifiziert. Pinot Gris ist eine Mutation aus Pinot Noirs und stammt ursprünglich aus Frankreich. Große Bekanntheit errang der Grauburgunder in den 1980er Jahren, als er als Pinot Grigio hierzulande sehr beliebt war, obwohl dieser Wein mitunter keine akzeptable Qualität aufwies. Nachdem sich die Winzer in Baden, der Pfalz und in Rheinhessen der Rebsorte angenommen und sie qualitativ hochwertig, frisch und trocken ausgebaut haben, wurde aus Grauburgunder ein richtiger Renner, der nichts mehr sowohl mit dem billigen Pinot Grigio als auch mit dem früheren Ruländer gemein hatte, der, bedingt durch überreifes Traubengut sehr süß ausgebaut worden ist. Heute zeigt sich der Grauburgunder immer durchgegoren trocken, so wie dieser 2018er „Grauer Wolf“. 

Im Glas offeriert sich der Wein in einer leuchtenden hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, denken Sie auch hier an die Belüftung des Weines, damit er sein ganzes Potential anbieten kann. Duft-Anklänge an Ananas und Melone werden in der Nase wahrgenommen. Durch den trockenen Ausbau kommt ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel zustande, das zeigt wie gelungen ausbalanciert der 2018er Grauburgunder ist. 

 Der Wein ist von einer gewissen Eleganz, kraftvoll mit feinen Fruchtnoten, die erstaunlich frisch mit einem intensiven Aroma und einem unverwechselbaren Charakter den Verkoster überzeugen. Dieser Grauburgunder eignet sich zu vielen Gelegenheiten, etwa zu Spargel, Salaten, Fisch, Geflügel, hellem Fleisch und Risotto. Aber auch solo getrunken, ist er überaus willkommen zur Erfrischung und Erbauung, besonders an warmen Sommerabenden. Absolut überzeugend!-

Der 2018er Grauburgunder trocken 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10% Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König
2018 Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett Trocken 

Weiter geht es bei der Verkostung mit diesem 2018er Chardonnay, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Dieser Wein stammt vom #Wolfenweiler_Batzenberg. Chardonnay liebt ähnliche Wachstums-Bedingungen wie etwa Gutedel oder Weißburgunder, deshalb ist er in dieser Lage bestens aufgehoben.

Chardonnay ist ursprünglich eine französische Rebsorte, hat mittlerweile aber seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. In Frankreich werden Chardonnay-Weine erzeugt, die weltberühmt sind, etwa in den Weinbaugebieten von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. Baden hat hierzulande als erstes Weinbaugebiet diese hochwertige Traube kultiviert und sie in den Rebsortenspiegel aufgenommen. Und dies mit großartigem Erfolg, wie der hier verkostete 2018er Chardonnay trocken zeigt

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas mit einen leuchtenden Hellgelb. Achtung, auch hier bitte nicht den Sauerstoff vergessen. Danach wird die Nase mit Aromen-Nuancen beglückt, die an Stachelbeeren, Karambole und Litschi erinnern. Getragen werden die Frucht-Anklänge von der geeigneten Säurestruktur, die dem Chardonnay Fülle und Kraft geben. Der Wein ist bestens ausbalanciert, verfügt über intensive Frucht und eine angenehme Säure, die so ein beachtliches Frucht-Säure-Spiel aufkommen lässt, das sich langanhaltend und saftig bis zu einem frischen, überzeugenden Finish hinzieht. Dabei ist Gelegenheit noch einmal den sehr animierenden Geschmack Revue passieren zu lassen. Solo getrunken ein absolutes Vergnügen, eignet sich der Wein auch besonders zu Geflügel, Meeresfrüchten und asiatischen Speisen. Großartig!

Der 2018er Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

2018 Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Rosé Trocken

Zur Verkostung kommt nun ein wunderbarer Rosé mit diesem 2018er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder. Dieser Wein wurde trocken ausgebaut. Die Vinifizierung hat nach der klassischen Art der Rosé-Erzeugung stattgefunden. Der helle Saft der gepressten Pinot Noir Trauben wurde nur eine kurze Zeit auf der Maische gelassen, damit der Most eine gewisse rötliche Färbung aus den Beerenhäuten annimmt. Die Gärung danach wurde nach der gleichen Methode durchgeführt, die auch beim Vinifizieren von Weißweinen angewandt wird, nämlich im gekühlten Gärtank. Rosé, speziell Spätburgunder #Rosé erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. So ist der Marktanteil hierzulande in den letzten Jahren von 2 auf 8% bei Weinen allgemein gestiegen. Dies hat auch mit diesen herrlichen Rosé-Weinen zu tun, die gerade in Baden, so wie hier in der Wolfenweiler Genossenschaft erzeugt werden

Farblich überzeugt der 2018er #Spätburgunder_Rosé trocken mit einem leicht rötlichen Schimmer. Auch diesem Wein sollte man zunächst die nötige Beatmung gönnen. Danach erfreut sich die Nase an angenehmen Aromen, die an Erdbeeren, leichte Brombeeraromen und ein Hauch Bittermandel erinnern. Mund und Gaumen bestätigen die beerige Fruchtfülle, wozu sich auch noch eine harmonische Säure hinzugesellt. Der 2018er Rosé ist kräftig, geschmacklich komplett und bestens ausbalanciert, und der frische fruchtige Geschmack zeigt sich im Nachhall noch mit einer zitronigen Säure, die lange anhält und überaus animierend ist. Da freut man sich schon auf den nächsten Schluck, hat doch der Rosé mit seiner kraftvollen, geschmacksintensiven Struktur genau das, was ein frisches, lebendiges Trinkvergnügen ausmacht, absolut ein idealer Terrassenwein. Hut ab!

Der 2018er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Rosé trocken hat gestandene 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König
2017 Spätburgunder Rotwein trocken 

Schwarzer Wolf Es folgt nun mit diesem 2017er Spätburgunder trocken die rote Variante des zuvor verkosteten Grauburgunder "Grauer Wolf". Auch hier sind die Trauben in den Spitzenlagen der Wolfenweiler Genossenschaft gewachsen. Spätburgunder oder Pinot Noir, wie er in französischer Sprache heißt, gilt für viele als der König der roten Rebsorten. Nicht nur in seinem Mutterland Frankreich, speziell in Burgund, werden Weine aus dieser Traube erzeugt, die geradezu legendär sind, man denke etwa an Napoleons Lieblingsrotwein, ein Pinot Noir aus der berühmten burgundischen Appellation Gevrey-Champertin. Auch hierzulande werden beste Spätburgunder kreiert, wie etwa am Kaiserstuhl und im Markgräflerland. Hier stimmt das Terroir, damit sich diese Rotweine prächtig entwickeln können, sodass der Spätburgunder in der Ausprägung und der Qualität den entsprechenden Weinen aus Burgund durchaus ebenbürtig sind.

Im Glas präsentiert sich der 2017er Spätburgunder trocken in einer rubinroten Farbe mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat Weißwein schon Sauerstoff benötigt um sich richtig zu öffnen, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Intensiver, voller Duft nach Cassis und einer Kirschnote sind das olfaktorische Ergebnis. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt, wobei die intensive Frucht überaus präsent ist und von feinen Holz- und Vanillearomen begleitet wird.

Der Wein besitzt einen kräftigen Körper, durchaus eine komplexe Struktur, wozu auch ein gewisser Gerbstoffgehalt beiträgt, der dem Spätburgunder zusätzlich Fülle und Gewicht verleiht. Da der 2017er Spätburgunder noch recht jung ist, wird er auf der Flasche noch nachreifen. Jetzt schon ein wunderbar sortentypischer Pinot Noir wird er in einigen Monaten sein ganzes Potential entfalten und das Herz jedes Spätburgunder-Liebhabers erfreuen. Absolute Klasse!

Der 2017er Spätburgunder trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 20 Grad Celsius verkostet werden

2017 Wolfenweiler Batzenberg Merlot Trocken im Eichenfass gereift

 Zum Abschluss unserer kleinen Verkostungsreihe wird nun dieser 2017er Merlot verkostet, der trocken ausgebaut wurde. Gewachsen in der Lage Wolfenweiler Batzenberg hat das Traubengut des Merlot das gleiche schonende und nachhaltige Verfahren durchlaufen wie alle nicht Bio-Weine von der Genossenschaft.

Die Winzer der Genossenschaft haben den Rebstöcken jede Pflege zukommen lassen, die eine ganz besondere Qualität garantiert. Einhergehend mit der selektiven Lese und der sehr schonenden Verarbeitung im Keller ist so ein Merlot entstanden, der trocken ausgebaut, sowohl Frucht als auch die richtige Säure in den Vordergrund stellt. Letztendlich ist es dann eine persönliche Geschmacksfrage, ob man einen wunderbaren trockenen Rotwein wie diesen äußerst gelungenen Merlot vorzieht, zumal der zuvor verkostete „Schwarze Wolf“ ebenfalls absolut zu überzeugen weiß. Die Qualität jedenfalls ist bei beiden Rotweinen erstklassig.

Bei der Farbe des Weines im Glas zeigt sich das intensive Dunkelrot. Sauerstoff ist auch hier ein wichtiges Thema. Die olfaktorischen Anklänge sind feine Waldbeerenaromatik mit etwas Cassis. Mund und Gaumen registrieren sehr angenehm das fruchtige Zusammenspiel, wobei der trockene Ausbau und die Reife im Eichenfass doch intensiv und markant die Fruchtaromen zur geschmacklichen Geltung kommen lässt. Feine Holznoten und ein gut eingebundenes Tannin-Gerüst geben dem Merlot zusätzlich Fülle und Substanz. Der 2017er Merlot ist weich und rund und der samtige Abgang bestätigt dies noch einmal großartig. Ob bei gemütlicher Zweisamkeit oder als ideale Essensbegleiter zu Steaks, Antipasti, Nudelgerichten oder würzigem Käse, dieser Merlot ist ein idealer Rotwein, der bestens abrundet und wunderbar schmeckt. Chapeau!

Der 2017er Wolfenweiler Batzenberg Merlot trocken hat 13,5% vol/alc und sollte 16 bis 20 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem die jetzt die 6 Weine der Wolfenweiler Winzergenossenschaft mit großem Interesse verkostet haben, hier nun unser Fazit:

Ob Weißweine, der Rosé oder die Rotweine, sie alle sind von hohem Niveau und erstklassiger Qualität. Dies ist sowohl auf die besonderen Lagen der Wolfenweiler Winzer, als auch auf die akribische Arbeit im Weinberg und auch auf die erfahrene Kellerwirtschaft zurückzuführen. Tradition und Moderne bilden in der Wolfenweiler Genossenschaft ein fruchtbares Zusammenspiel, das sich dann bestens bei den Weinen zeigt. Sie sind Terroir-betont, authentisch, mit einem eigenen Charakter versehen und unverwechselbar. Dabei schmecken sie alle besonders gut, was schließlich am Wichtigsten ist. Da sie auch noch ein bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen, erfreuen sie das Herz jedes Weinliebhabers komplett.

Absolut empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Homepage der Winzergenossenschaft und können den Wein dort bestellen. https://www.wg-wolfenweiler.de/startseite/