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Winzer vom Weinsberger Tal- Löwenstein/Württemberg 3 Weissweine 1 Rosé 1 Rotwein und 1 Secco -https://www.weinsbergertal-winzer.de/

 Foto: Helga König
Seit 2011 ist aus 4 kleinen #Winzergenossenschaften eine große geworden, haben sich doch die Genossenschaft aus Löwenstein mit den Weingärtnern aus Willsbach und den beiden #Weingärtnergenossenschaften aus Eberstadt und Eschenau zusammengeschlossen und so die Genossenschaft "Winzer vom Weinsberger Tal" gegründet. Durch den Zusammenschluss wurden nicht nur Kompetenzen und Energien gebündelt, die Sortenvielfalt und nicht zuletzt die finanziellen Ressourcen können so optimal genutzt werden. Zudem konnte eine größere Geschmacksvielfalt erreicht werden, Kellertechnik auf dem neuesten Stand eingesetzt und das Wissen und die Erfahrung von einer weitaus größeren Zahl von Winzern miteinander verknüpft werden. 

Dies hat maßgeblich zu einer besseren Qualität geführt, das Niveau hat einen Stand erreicht, der sich eindeutig in Auszeichnungen und Prämierungen der Weine niederschlägt. So gab es etwa von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft(DLG) den Bundesehrenpreis in Gold für die "Winzer vom Weinsberger Tal“ und das Genuss-Magazin "Feinschmecker" empfiehlt die Genossenschaft aufgrund ihrer hohen Weinqualitäten. Die "Winzer vom Weinsberger Tal" legen einen ganz besonderen Wert auf die umweltschonende Bearbeitung ihrer Weinberge, auf den richtigen Reb- und Laubschnitt, die selektive Traubenlese und die sehr schonende Verarbeitung im Keller. Dies sind die wichtigen Kriterien, die allerbeste Qualität der Weine garantieren. Tradition und Moderne ergänzen sich bei den "Winzern vom Weinsberger Tal" optimal, wird hier doch altes Weinwissen mit modernster Keller-Technik gepaart. Dabei sind die Weine von dem jeweiligen Terroir geprägt, sortentypisch und der Kellermeister hat ihnen seine persönliche Note mitgegeben. Der Ausbau der Weine findet im gekühlten Edelstahl-Gärtank statt, wie etwa bei den leichten, frischfruchtigen Weinen oder im Holzfass oder Barrique bei den kraftvollen, dichten Weinen. 

Die Bodenbeschaffenheit in den Lagen der "Winzer vom Weinsberger Tal" ist eine Kombination von buntem Mergel und schwerem Keuper, und das Terroir wird durch das besondere Kleinklima prächtig ergänzt. Die Rebsorten setzen sich aus den verschiedenen Traubenarten zusammen, die da sind, etwa bei der "Jungen Linie" Muskateller und Dornfelder, bei der "Rebsortenlinie" #Weissburgunder und Trollinger, bei der Linie "Noblesse" Riesling, #Sauvignon Blanc und Lemberger und bei der Exklusiv-Linie "Edelstein" z.B. einen Lemberger im Barrique ausgebaut.

Natürlich spielen die typischen Württembergischen Rebsorten die Hauptrolle beim Anbau, etwa Lemberger, Trollinger und Samtrot, daneben auch Riesling und Schwarzriesling, aber auch Raritäten wie Muskat-Trollinger, Traminer und Muskateller runden die Rebsorten optimal ab

Bevor es nun an die Verkostung der 6 ganz speziellen Weine der "Winzer vom Weinsberger Tal" geht, noch ein nicht zu unterschätzender Hinweis auf das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis, das die Weine zusätzlich interessant macht.

 Foto: Helga König
2018 Weissburgunder Trocken

Beginnen wollen wir unsere sehr interessante Verkostungsreihe mit diesem 2018er Weissburgunder, der trocken ausgebaut wurde. Der Wein ist in der Rubrik der "Rebsortenlinie" gelistet. Hier sind hochwertige Weine zu finden, die ganz spezielle Rebsorten vorstellen. Dabei hat sich der Kellermeister bemüht den Geschmack besonders Rebsorten-typisch auszubauen, mit dem unverkennbaren Charakter der Weine der "Winzer vom Weinsberger Tal". Natürlich ist der 2018er Weissburgunder trocken auf höchstem Niveau angesiedelt, wurde seine Qualität doch durch das besondere Terroir geprägt, das die Weinberge der Genossenschaft auszeichnet. 

Zudem haben die Winzer ihr ganzes Herzblut bei der Pflege der Reben und der Weinberge hinein gelegt, damit die besten Voraussetzungen für einen großartigen Weissburgunder vorhanden sind. Hinzu kommt die selektive Lese und die sehr schonende Verarbeitung im Keller und das Ergebnis ist dieser charaktervolle 2018er Weissburgunder trocken. Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die niemals ein Wein verkostet werden sollte, ist es angebracht, ihm zunächst genügend Sauerstoff zu gewähren. Nur so wird er sein gesamtes duft- und geschmacksmäßiges Potential offerieren. 

Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge in der Nase, die an Pfirsich, Aprikose und Wiesenblumen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch Nuancen von Zitrus ergänzt. Die bestens eingebundene Säure lässt einen beeindruckenden Frucht-Säure-Bogen entstehen, der sich bis in den langen Abgang hineinzieht.

Der 2018er Weissburgunder besitzt einen zarten Schmelz, ist angenehm frisch und überaus animierend, sodass es bei einem Glas Wein nicht bleibt, wenn man mit Freunden in abendlich froher Runde an Sommertagen sich trifft. Dafür schmeckt der Weissburgunder einfach zu gut. Wunderbar!

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2018 Riesling mit Sauvignon Blanc 

Weiter geht es mit diesem 2018er Riesling mit Sauvignon Blanc, halbtrocken ausgebaut. Er gehört zu der besonderen Linie der "Winzer vom Weinsberger Tal", den Qualitäts-Weinen. Hier wurde nur gesundes und hochreifes Traubengut vinifiziert. Die Cuvée aus Riesling und Sauvignon Blanc ist eine geschmackliche Besonderheit. Riesling verkörpert ja gerade in Deutschland eine der beliebtesten Rebsorten, während Sauvignon Blanc eher eine internationale Rebsorte ist, deren Ursprung im französischen Loire-Tal liegt und eine natürliche Kreuzung von Traminer und Chenin Blanc ist. 

Mittlerweile ist Sauvignon Blanc die zweithäufigst angebaute weiße Rebsorte, sie wird in allen großen Anbau-Gebieten der Welt kultiviert und hat zum Teil weltberühmte Weine hervorgebracht, wie etwa den Kultwein "Cloudy Bay" aus der Region Marlbourough in Neuseeland. In der Weinbau-Region Loire werden in den Appelationen von Sancerre und Pouilly Fumé ganz hochwertige Weine aus der Sauvignon Blanc Rebe erzeugt, die weltweite Anerkennung finden. Aber auch hierzulande entstehen ganz ausgezeichnete Weine dieser Rebsorte und im Ausbau mit Riesling ist der 2018er Riesling mit Sauvignon blanc eine großartige Cuvée. 

Farbmäßig zeigt sich der Wein in einem hellen Gelb mit grünen Reflexen. Auch hier bitte nicht zunächst den Sauerstoff vergessen, um dem Wein sein volles Potential zu entlocken. Die Nase freut sich über wunderbare Duftaromen nach Südfrüchten, Stachelbeeren und Pfirsich. Geschmacklich werden diese Frucht-Nuancen eindeutig bestätigt. Es ist die wunderbar tragende Säure, die den 2018er Riesling mit Sauvignon Blanc bestens ausbalanciert, jedoch dem halbtrockenen Ausbau noch genügend geschmacklichen Raum lässt.

 Der Wein ist frisch, intensiv im Geschmack und verfügt über einen lang anhaltenden Nachhall, bei dem noch einmal alle geschmacklichen Vorzüge intensiv Revue passieren. Hier ist den "Winzern von Weinsberger Tal" ein großartiger Wein gelungen, der nicht nur mit seiner ganzen Klasse als Solist animiert, er eignet sich auch vorzüglich zu hellem Fleisch und Spargelvariationen. Absolut großartig! 

Der 2018er Riesling mit Sauvigon halbtrocken hat 12,% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König
2018 Weisswein-Cuvée Frühling feinherb

Nach den gelungenen Rebsorten- und Qualitäts-Weinen folgt nun mit diesem 2018er Weisswein Frühling feinherb ein spezieller Wein unter der Rubrik „Saisonale Weinspezialitäten“. Diese Linie zeichnet sich besonders dadurch aus, dass junge, frische Weine angeboten werden, die ideal zur Jahreszeit passen. Deshalb haben die "Winzer vom Weinsberger Tal" dieser Weißwein-Cuvée auch den Zusatz „Frühling“ gegeben. Dies signalisiert einen Weißwein, der durch seine fruchtige, spritzige Frische punktet, entsprechend wurde die Cuvée auch feinherb ausgebaut.

Die "Winzer vom Weinsberger Tal" geben alles, damit ganz erstklassige Weine erzeugt werden können. Dazu gehört neben der naturnahen Pflege der Weinberge der richtige Reb- und Laubschnitt, die reduzierende, selektive Lese, der sehr zeitnahe Transport der Trauben in den Keller, wo sie dann besonders schonend verarbeitet werden. Dies ist die besondere Qualitäts-Garantie, ohne die solche außerordentliche Weine, auch wie die hier verkostete 2018er Weisswein-Cuvée Frühling feinherb nicht kreiert werden können.

Im Glas besticht die 2018er „Frühling“ Cuvée feinherb in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Auch jetzt bitte die richtige Beatmung des Weins nicht vergessen, damit er zeigen kann was in ihm steckt. Jetzt präsentieren sich Duftaromen, die an die besonderen fruchtigen Noten des Frühlings erinnern, etwa Aprikosen- und Pfirsichblüten und von einer leichten zitronigen Nuance begleitet werden. Im Mund und am Gaumen wird der Fruchtanklang geschmacklich bestätigt.

Die 2018er Weisswein-Cuvée feinherb ist frisch, spritzig und fruchtig und die feine Fruchtsäure verleiht diesem Wein einen besonders schmackhaften Ausdruck, wobei trotz der frühlingshaften Frische er das nötige Volumen besitzt. Die angenehme, feinherbe Säure ergänzt die fruchtigen Aromen prächtig, sie gibt der Weisswein-Cuvée die nötige Präsenz und Harmonie. Als Essensbegleiter leichter Speisen wie Salate und Huhn oder Pute ist die 2018er Weisswein-Cuvée Frühling feinherb großartig, doch auch solo getrunken ist sie geradezu perfekt und sehr animierend. Absolut lecker!

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2017 Trollinger Rosé Secco 

Weiter geht unsere kleine, aber feine Reise durch die Keller der "Winzer vom Weinsberger Tal" mit diesem Secco, dessen Grundwein ein Trollinger Rosé ist. Die Gärung hat im gekühlten Edelstahltank stattgefunden, ebenso die Verperlung und damit der Ausbau zu diesem wunderbaren Secco. Secco ist weinrechlich eingeordnet in Deutschland unter dem Begriff Perlwein und unterscheidet sich deutlich von Sekt auch durch den geringeren Kohlesäuredruck bis max. 2,5 bar und damit auch durch die einfachere Verkorkung. Hier reicht der mittlerweile übliche Schraubverschluss. Die Kohlensäure wird meistens im Drucktank dem Grundwein zugesetzt, sie kann aber auch von der ersten oder zweiten Gärung stammen. Der hier verkostete Trollinger Rosé Secco wurde halbtrocken ausgebaut.

Farblich überzeugt der Perlwein im Glas mit einem mittleren Rosé-Rot, das Frische und viel Trinkfreude signalisiert. Die feinen aufsteigenden Perlen erfreuen die Nase mit einem sortentypischen Johannisbeeren-Aroma, das eine wunderbare geschmackliche Bestätigung im Mund und am Gaumen findet. Der Secco besitzt einen geradezu verführerischen, frischen, spritzigen Geschmack, der mit einem wunderbaren, schmelzigen Finish endet. Hier ist den "Winzern vom Weinsberger Tal" ein ganz besonders animierender Secco gelungen, der sich gerade in der warmen Jahreszeit bestens verkosten lässt, sei es zu einer sommerlichen Gartenparty, einem Grillfest oder auch zu trauter Zweisamkeit. In jedem Fall kommt Freude und Spass auf und gute Laune ist vorprogrammiert. Absolut klasse!

Der Trollinger Rosé Secco hat moderate 10,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 9 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König
2017 Samtrot Rosé 

Es folgt nun ein wunderbarer Sommerwein mit diesem 2017er Samtrot Rosé, der halbtrocken ausgebaut wurde und ebenfalls zur Linie der Qualitätsweine bei den "Winzern vom Weinsberger Tal" gehört. Rosé-Weine sind weiß gekelterte Weine aus roten Traubensorten, wobei es sich hier um die spezielle Rotwein-Sorte Samtrot handelt, die fast ausschließlich in Württemberg angebaut wird. Nur hochwertiges Rebgut aus den besonderen Lagen der "Winzer vom Weinsberger Tal" ist hierbei zur Vinifizierung gelangt. Dabei werden die Rotwein-Trauben nach der Pressung für einige Stunden noch auf der Maische gelassen, bevor der Rebsaft, der ja bekanntlich hell ist, von den roten Beerenschalen getrennt wird. Die Rot-Pigmente befinden sich bei den roten Trauben in der Beerenhaut, sodass durch die Pressung diese aufgebrochen wird und die rötliche Farbe in den Saft gelangen kann. Je nach Dauer auf der Maische nimmt der Rebsaft eine immer rötlichere Färbung an, die dann einem mehr oder weniger intensiven Rosé-Ton entspricht. 

In mediterranen Regionen kann diese Färbung durchaus zu einem kräftigen Rot werden. Und doch werden alle dieses Weine weiß gekeltert, das heißt, sie werden im gekühlten Edelstahl- Gärtank ausgebaut, so wie eben dies bei den meisten Weissweinen der Fall ist. Rosé-Weine erfreuen sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, mittlerweile sind etwa 10% des deutschen Weinkonsums solche Rosé, wie dieser 2017er Samtrot Rosé feinherb. 

Im Glas zeigt sich der Wein in diesem leuchtenden Lachs-Ton, der sofort Frische signalisiert. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die richtige Vermählung des Weins mit Sauerstoff, damit er duft- und geschmacksmäßig all sein Potential offerieren kann. Danach zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Orangenöle und rote Johannisbeeren erinnern. Der Mund und der Gaumen nehmen diese olfaktorischen Nuancen geschmacklich sehr präsent auf, wobei die Fruchtsäure und Fruchtsüße ein wunderbares Aromenspiel entwickelt, das sich bis in den langen Nachhall hinzieht. Es ist zusätzlich diese begehrenswerte Frische, mit der der 2017er Samtrot-Rosé feinherb punktet und ohne die ein solcher besonderer Sommerwein nicht auskommt.

Als Begleiter zu leichten Speisen, wie Salate, Fisch und Meeresfrüchten eignet sich dieser Rosé ganz besonders, auch zu asiatischen Speisen und zu einem Grillfest ist er geradezu ideal. Top! 

 Der 2017er Samtrot Rosé hat moderate 11,% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Lemberger Noblesse Trocken 

 Ein weiterer Spitzenwein der Genossenschaft kommt nun mit diesem 2016er Lemberger Noblesse trocken zur Verkostung. Hier wurde die ganz typische württembergische Rotwein-Sorte Lemberger zur Vinifizierung genommen. Gelistet ist der Wein in der Linie "Noblesse", die sich dadurch auszeichnet, dass ein ganz besonderes Augenmerk auf das Traubengut gelegt wird aus stark ertragsreduzierten, alten Rebanlagen. Die Rebsorte Lemberger und das typische württembergische Terroir der "Winzer vom Weinsberger Tal" ergänzen sich ideal, sodass ein großartiger Lemberger-Wein vinifiziert werden konnte, der höchsten Ansprüchen entspricht und folgerichtig in der Top-Linie „Noblesse“ gelistet ist.

Die "Winzer vom Weinsberger Tal" kultivieren diese Rebsorte meisterlich, sodass Rebgut erster Klasse entsteht, das sich zu Spitzen-Lemberger ausbauen lässt. 

Der hier verkostete 2017er Lemberger trocken zeigt dies mit seiner ausgesuchten Qualität ganz besonders deutlich. Farblich überzeugt der Wein mit seinem kräftigen, dichten Rot-Ton. Haben bereits Weiss- und Rosé-Wein zunächst richtig beatmet werden müssen, so gilt dies für diesen noblen Lemberger-Rotwein erst recht, denn nur so kann er zeigen was wirklich in ihm steckt. In der Nase zeigen sich intensive Beeren-Aromen nach Brombeeren und Heidelbeeren, sowie schwarze Johannisbeeren. Mund und Gaumen registrieren diese Anklänge geschmacklich ebenso eindeutig und sie werden begleitet von einer feinen Tannin-Struktur, die dem 2016er Lemberger trocken zusätzliches Volumen gibt.

Der Wein ist erhaben und elegant, besitzt viel geschmackliche Kraft und einen wunderbar langanhaltend Nachhall, der seine ganze Qualität noch einmal Revue passieren lässt. Chapeau! 

Der 2016er Lemberger Noblesse trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.


Nachdem wir jetzt die Weine und den Secco der "Winzer vom Weinsberger Tal" mit Neugierde und beachtlicher Trinkfreude verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine zeichnen sich durch ein besonderes Niveau und allerbeste Qualität aus. Dies liegt zum einen an den erstklassischen Lagen der Genossenschaft, deren Terroir sich bestens eignet solche Weine zu kultivieren. Zum anderen ist es natürlich auch das Wissen und Können der Winzer und der Kellermeister, dass eine solche beachtenswerte Qualität entsteht.

"Weine entstehen vom Weinberg", dies ist die Philosophie die die Arbeit der Genossenschaft, "Winzer im Weinsberger Tal", prägt. Dies heißt aber auch, dass die geeigneten Rebsorten dort angepflanzt werden, wo sie optimale Wachstumschancen haben, dass Boden und Klima mit der Traubenart bestens harmonieren. Und dies ist bei den hier verkosteten Weinen absolut der Fall. Sie sind sortentypisch, besitzen ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter und überzeugen mit ihrem bemerkenswerten Geschmack. Um es kurz zu sagen, die Weine schmecken einfach großartig. Und wir stehen mit unserer Meinung nicht allein, denn die Auszeichnungen und Prämierungen zeigen deutlich, dass die Weine der "Winzer vom Weinsberger Tal" immer wieder auch von anderen professionellen Verkostern, sowie dem Genuss-Magazin "Der Feinschmecker" sehr positiv getestet und vorgestellt wurden.

Bleibt zum Schluss noch einmal der Hinweis auf das ganz besondere Preis-Leistungs-Verhältnis der Weine, denn gerade der bodenständige Genießer von erstklassigen Weinen ist darüber ganz bestimmt sehr erfreut.

 Maximal empfehlenswert.

 Peter J. und Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken:https://www.weinsbergertal-winzer.de/

Winzerhof Ebringen e. G. Ebringen Baden-Markgräflerland 4 Weissweine, 1 Rosé und 1 Rotwein- https://winzerhof-ebringen.de/

 Foto: Helga König
Die idyllische Winzer-Gemeinde #Ebringen liegt nur einige wenige Kilometer südlich von #Freiburg im nördlichen #Markgräflerland. Weinbau wird hier seit mehr als 1300 Jahren betrieben und hat so eine wahrlich lange und überaus reiche Tradition. Bereits im Jahr 716 wurde der Verkauf eines Ebringer Weinberges an das Kloster St.Gallen urkundlich erwähnt, damit ist Ebringen eine der ältesten Weinbau-Gemeinden in Südwest-Deutschland. Ausgangspunkt ist neben dem milden Klima in der wärmsten Region hierzulande ebenso die ideale Bodenbeschaffenheit, aber auch die optimale Ausrichtung der Weinbergslagen.

In den östlich von Ebringen gelegenen Seitentäler des Schwarzwaldes ist ein idealer Standort für großartige Weinberge gegeben, der nicht nur vor kühlen nördlichen Winden schützt, sondern der gleichzeitig bei der richtigen Sonneneinstrahlung das Rebgut optimal reifen lässt. So entstehen ganz großartige Weine, die mit viel Herzblut, auf der Basis naturnaher Pflege der Weinberge, in Verbindung von Tradition und Moderne kultiviert werden. 

Der Winzerhof Ebringen wurde im Jahr 1951 gegründet und wird heute in dritter Generation von Winzer und Kellermeister #Klaus_Ruh geführt. Dabei wird ganz besonderer Wert auf die Qualität der Trauben gelegt, eine wichtige Voraussetzung für erstklassige Weine. Hier wird nichts dem Zufall überlassen, von der naturnahen Pflege der Weinberge und Rebstöcke, über den geeigneten Reb- und Laubschnitt, die selektive Handlese und die sehr zeitnahe Verarbeitung im Keller. Alles ist akribisch durchdacht und hochprofessionell gemanagt. 

Klaus Ruh und seine Winzer-Kollegen wissen genau, was sie ihren Vorfahren, der Region und den Nachkommen schuldig sind. Neben den hochqualitativen Spitzenweinen ist es die Nachhaltigkeit, die allen besonders am Herzen liegt. Natürlich wissen sie aus Erfahrung, welche Rebsorten in ihren Lagen in Ebringen am Fuße des Schwarzwaldes am besten gedeihen, welche Weine bei dem vorhandenen Terroir bestens entstehen. 

Und es sind im Weißwein-Bereich die Sorten: Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay und Weißer Gutedel, sowie als Rotwein Blauer Spätburgunder, dessen Traubengut zu einem Spätburgunder Rosé ausgebaut wird. 

Als Hommage an den Ursprung des Weinanbaus hat man im Weinhof Ebringen jetzt eine junge Weinlinie unter der Jahreszahl 716 aufgelegt, die noch einmal an die urkundliche Erwähnung des Ebringer Weinbergs an das berühmte Kloster St. Gallen im Jahr 716 erinnern soll und so bewusst macht, welche Tradition der Weinbau in Ebringen hat. Dabei wurde ganz bewusst sich auf das Wesentliche konzentriert, nämlich hochqualitative Weine zu erzeugen, die auch mit einer zeitgemäßen Frische punkten. 

Alle hier vorgestellten Weine stammen von handverlesenem Traubengut aus ausgewählten Reblagen, die naturnah bewirtschaftet und schonend mit limitierten Erträgen geerntet worden sind. 

Jetzt ist es an der Zeit in medias res zu gehen, was nichts anders heisst, als mit viel Spannung, großer Vorfreude und dem nötigen Respekt die 6 Weine vom Winzerhof Ebringen zu verkosten: 

 Foto: Helga König 
2018 Weißer Gutedel Kabinett trocken Edition 716 

Beginnen wollen wir unsere kleine doch sehr feine Verkostungsreihe der Edition 716 mit diesem 2018er Weißer Gutedel, der in der Prädikatsstufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Weißer Gutedel oder auch kurz nur Gutedel genannt, ist eine sehr alte, hochwertige Weißwein-Traube, die in der Schweiz unter dem Namen Chasselas und im Wallis unter der Bezeichnung Fendant bekannt ist. Markgraf Karl Friedrich von Baden hat Gutedel aus der Winzer-Gemeinde Vevey am Genfer See nach Baden gebracht, wo die Rebsorte südlich von Freiburg Im Markgräflerland hierzulande zum ersten Mal kultiviert worden ist. So etwa ist der Anbau von Gutedel in der Winzer-Gemeinde Ebringen 1740 dokumentarisch sicher belegt. 

Neben den weißen Gutedel gibt es auch den roten Gutedel und auch noch einige weitere Variationen dieser Rebe. Hauptanbau-Gebiet heute ist das Markgräflerland, wo der Gutedel auf Löss- und Lehmböden prächtig gedeiht und wo solche herrliche Weine entstehen, wie dieser 2018er Weißer Gutedel Kabinett trocken. 

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer blassgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der Gutedel zunächst mit genügend Sauerstoff vermählt werden, damit er sich ganz öffnen kann und seine gesamte Fülle an Duft und Geschmack offeriert. Jetzt zeigen sich wunderbare Aromen in der Nase, die an Zitrusfrüchte, Walnuss und ein Hauch von grünem Apfel erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen eindeutig geschmacklich bestätigt. Eine bestens integrierte Säure trägt die Fruchtaromen perfekt und lässt so einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen entstehen. 

Bei einem langen Nachhall zeigt der 2018er Gutedel Kabinett trocken wie geschmackvoll dieser Wein gelungen ist. Großartig! 

Der Wein hat 11,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2018 Chardonnay Kabinett trocken Edition 716 

Auf unserer kleinen, durchaus sehr feinen Reise durch die Keller des Winzerhofs Ebringen sind wir jetzt bei der Verkostung dieses großartigen 2018er Chardonnay angekommen. Wie alle bisher probierten Weißweine handelt es sich auch hier um ein Prädikat der Stufe Kabinett, und ebenso trocken ausgebaut. Chardonnay ist eine weltweit sehr verbreitete Rebsorte allererster Qualität und Güte. Beim Ranking der meist angebauten Rebsorten in der Welt nimmt #Chardonnay aktuell den 5. Rang ein, nach Cabernet Sauvignon, Merlot, Airén und Tempranillo. Die wohl berühmtesten Chardonnay-Weine stammen aus den französischen Anbau-Gebeten Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlesmagne und Chablis. Die Rebsorte ist eine natürliche #Kreuzung von #Heunisch und #Pinot_Blanc. 

 Weltweit angebaut, wurde Chardonnay erst sehr spät in Deutschland im Jahr 1994 als anerkannte Rebsorte offiziell zugelassen. Frankreich, Australien und Italien sind beim Anbau führend, und obwohl in Deutschland mit einer Fläche von etwa 2000 ha, gegenüber Frankreich mit 46000 ha meilenweit zurückliegt, nimmt die Beliebtheit für Chardonnay hierzulande stetig zu. Dies hat natürlich auch etwas mit der Qualität der Weine zu tun, die gerade in Baden im Markgräflerland mit seinem Terroir optimal ist, so auch bei diesem 2018er Chardonnay Kabinett trocken. 

Farblich brilliert der Wein im Glas mit einem frischen, hellen Gelb. Achtung, auch jetzt bitte zunächst den wichtigen Sauerstoff nicht vergessen, denn auf diese Weise werden Wein und seinen Machern der gebotene Respekt entgegen gebracht, indem der Wein sich ganz öffnen kann, um seine Klasse zu zeigen. In der Folge wird die Nase von Anklängen nach exotischen Früchten beglückt, wie Ananas, Zitrone und Banane. Geschmacklich werden diese Nuancen von Mund und Gaumen sehr angenehm bestätigt. Um das Geschmacksbild perfekt abzurunden, ist es die richtige, gut integrierte Säure, die hier bestens mit den Fruchtaromen einhergeht. 

Der 2018er Chardonnay Kabinett trocken ist saftig, durchaus kraftvoll, angenehm frisch und überaus geschmackvoll. Der lange Abgang sorgt nochmals für die richtige Trinkfreude, die bei einem nächsten Schluck bestätigt wird. 

Mit Freunden auf der sommerlichen Terrasse bleibt es da keineswegs nur bei einem Glas, dazu schmeckt der 2018er Chardonnay Kabinett trocken einfach zu gut. Klasse! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2018 Weißburgunder Kabinett trocken Edition 716 

Weiter geht es mit diesem 2018er #Weißburgunder trocken, der ebenfalls in der Prädikatsstufe Kabinett ausgebaut wurde. Die Rebsorte Weißburgunder oder auch Weißer Burgunder genannt, stammt aus der Familie der Burgunder, eine Traubenart, die zum Besten im Weinbau insgesamt gehört. Weitere Bezeichnungen sind auch franz. Pinot Blanc, ital. Pinot Bianco oder auch #Klevner. Weißburgunder (Pinot Blanc) ist durch Mutation aus dem roten Spätburgunder (Pinot Noir) entstanden, dessen Ursprung vor etwa 2000 Jahren in dem Gebiet zwischen Genfer See und dem Rhone-Tal vermutet wird. Weißburgunder benötigt gute Böden mit ausreichender Wasserspeicherkapazität und einem höheren Kalkgehalt, so wie sie in den Weinbergen des #Winzerhofs_Ebringen zu finden sind. Deutschland ist übrigens dies Erzeuger-Land wo Pinot Blanc am häufigsten angebaut wird, vor Italien und Österreich. Dies bestätigt auch, dass hierzulande die Rebsorte sich immer größerer Beliebtheit erfreut, zumal sie auch ein exzellenter Essensbegleiter ist, so wie dieser 2018er Weißburgunder Kabinett trocken. 

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Auch jetzt zunächst bitte den Weißburgunder genügend belüften, damit er sein ganzes Potential anbeten kann. Die Nase hat danach das Vergnügen Aromen wahrzunehmen, die an feine weiße Blüten und Aprikosen erinnern. Mund und Gaumen bestätigen ebenso die feine Fruchtfülle, die ergänzt wird von einer angenehmen Säure, bestens integriert und die für die geschmackliche Balance optimal sorgt und ein schönes ausgewogenes Süße-/Säurespiel entstehen lässt. 

Der 2018er Weißburgunder Kabinett trocken der Edition 716 ist frisch, kraftvoll, intensiv im Geschmack und mit einem herrlich langen Finish versehen. Richtig gekühlt, ist der Wein geradezu ein erfrischender Genuss zur täglichen Erbauung, aber auch zu unterschiedlichen Speisen, ob Huhn, helles Fleisch oder Fisch ist er ganz großartig. 

Der 2018er Weißburgunder Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Grauburgunder Kabinett trocken Edition 716 

Es folgt nun ein weiterer Wein aus der Familie der Burgunder mit diesem 2018er Grauburgunder Kabinett, ebenfalls trocken ausgebaut. Pinot Gris wird die Rebsorte in französischer Sprache bezeichnet und in Deutschland ist sie unter der Bezeichnung #Ruländer klassifiziert. Grauer Burgunder und #Grauburgunder sind zulässige Synonyme. 

Obwohl die Beerenhaut rötlich-grau gefärbt ist, handelt es sich hierbei um eine Weißweinsorte. In den Wein-Regionen Baden und der Pfalz haben sich die Ausbau-Stile des Pinot Gris dahingehend verändert, dass vor etwa der Mitte der 1990er Jahre unter dem Begriff Ruländer schwere, süße Weine mit Botrytis-Töne ausgebaut werden, bedingt durch die Vinifizierung überreifer oder edelfauler Trauben. Dies hat sich jedoch in den 1990er Jahre verändert, als man die Trauben früher in einem gesunden Zustand gelesen hat. Das Ergebnis war ein frischer Wein mit mehr Säure und weniger Süße, der dann konsequent unter der Bezeichnung Grauer Burgunder oder Grauburgunder vermarktet wurde. Bereits in den 1980er Jahren war die Rebsorte als italienischer Pinot Grigio hierzulande ein Renner, äußerst beliebt, obwohl die Qualität oftmals sehr zu wünschen übrig ließ. 

Qualitative Spitzenweine aus dem Grauburgunder haben dann erst die Winzer in Baden und der Pfalz erzeugt. Heute ist Deutschland weltweit an der Spitze der Herstellung von Grauburgundern und die Beliebtheit nimmt hierzulande stetig zu, auch dank dieser herrlichen Pinot Gris wie sie die Winzer des #Winzerhofs_Ebringen erzeugen, wie etwa diesem wunderbaren 2018er Grauburgunder Kabinett trocken. 

Im Glas überzeugt der Wein mit einer kräftigen goldgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch jetzt wieder der Hinweis auf die nötige Belüftung, kann der Grauburgunder doch nur so seine ganze Klasse duft- und geschmacksmäßig abrufen. Olfaktorisch werden nun Nuancen mit der Nase registriert, die an Quitte, Melone und Mandeln erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt, wobei auch hier die richtige Säure die Fruchtaromen bestens unterstützt. 

Der 2o18er Grauburgunder Kabinett trocken ist extraktreich, cremig und intensiv im Geschmack, was sich auch noch im langen Nachhall zeigt, der frisch und sehr animierend ist. Dieser Wein hat einfach Klasse, bei einem wunderbar überzeugenden Geschmack. Chapeau! 

Der 2018er Grauburgunder Kabinett trocken hat durchaus kräftige 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2018 Spätburgunder Rosé Kabinett trocken 

Nach 4 prächtigen Weißweinen kommen wir nun zu einem besonderen Highlight gerade für die bevorstehenden Sommermonate, mit diesem ganz besonderen Rosé des Jahrgangs 2018, der als Kabinett von der Spätburgunder-Traube stammt und der trocken ausgebaut wurde. Rosé-Weine zeichnen sich ganz entscheidend durch die spezielle Art ihrer Vinifizierung aus. Grundlagen sind jeweils rote Trauben, hier von der Spätburgunder Rebe. 

Dabei wird der Saft von den roten Beeren, der bekanntlich ja weiß ist nur eine kurze Zeit mit der Maische verbunden, sodass die roten Pigmente aus der Beerenhaut den Most allenfalls hell- oder rosarot färben können. So entsteht diese typische Rosé-Farbe, die dieser Wein-Art doch immer die animierende Frische verleiht. Nachdem der Rebsaft nun von der Maische getrennt worden ist, beginnt der Ausbau des #Rosé nach Art der Weinbereitung eines Weißweines, in der Regel im gekühlten Gärtank. So entsteht ein Wein der sowohl die Vorzüge eines Rotweines als auch die eines Weißweines besitzt, mit den intensiven Geschmacksstoffen aus der Rotwein-Traube und der Frische eines Weißweines. Rosé erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, gerade im Sommer, sodass Rosé-Weine in Deutschland mittlerweile fast 10% des Weinkonsums ausmachen. 

Im Glas präsentiert sich der 2018er #Spätburgunder_Rosé Kabinett trocken in einem frischen, animierenden Lachsrot mit brillanten Reflexen. Nach der nötigen Sauerstoff-Zufuhr erfreut sich die Nase an wunderbaren Duftnoten, die an einen Korb voller Erdbeeren erinnern. Diese intensiven Anklänge werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt, wobei sich zudem noch Nuancen von Himbeeren im Geschmack hinzu gesellen. Für die fruchtige Frische sorgt eine wohl integrierte Säure, die das geschmackvolle Gesamtbild dieses herrlichen Rosé besonders gut trägt. 

Der Wein ist rund, intensiv im Geschmack, sehr animierend und absolut überzeugend. Hier ist nicht nur ein schöner langer Nachhall präsent, mit dem Wunsch auf ein weiteres Glas, der Rosé verspricht auch sommerliche gute Laune, die Entspannung und Freude bringt. Á la bonne heure! 

Der 2018er Spätburgunder Rosé Kabinett trocken hat gestandene 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2018 Spätburgunder Rotwein Kabinett trocken Edition 716 

Kommen wir jetzt noch zu einem ganz besonderen Wein vom Winzerhof Ebringen, wenn abschließend dieser 2018er Blaue Spätburgunder verkostet wird, der ebenfalls zur Prädikatsstufe Kabinett gehört, wobei auch er trocken ausgebaut wurde. Spätburgunder oder franz. #Pinot_Noir gehört zu den besten Rotweinen überhaupt und viele Rotwein-Liebhaber bezeichnen ihn sogar als den König aller roten Sorten. Besonders gut gedeiht der Spätburgunder in eher kühleren Gegenden, so etwa im Burgund oder im #Markgräflerland, am Kaiserstuhl und in der Pfalz. Aber auch im nördlichen Rheingau in Assmannshausen oder an der Ahr gibt es großartige Pinot Noir. Dass allein in Baden mehr Spätburgunder erzeugt wird als in Australien oder Neuseeland, zeigt wie beliebt die Rebsorte hierzulande ist und das unbedingt für die Qualität spricht. Somit ist Deutschland drittgrößter Erzeuger für Spätburgunder-Weine, hinter Frankreich und den USA. Was die Qualität angeht, können Spätburgunder aus Baden und hier explizit auch aus dem Markgräflerland sich durchaus mit den Weinen aus Burgund messen, sind sie doch diesen am ähnlichsten bezüglich des Terroirs. 

Farblich besticht der hier verkostete 2018er Spätburgunder Kabinett trocken im Glas mit einem dunklen Rubinrot mit violetten Reflexen. Haben bereits die Weißweine einer notwendigen Beatmung bedurft, so gilt dies für einen solchen besonderen Spätburgunder erst recht, zumal er noch sehr jung ist. Anklänge an feine Fruchtaromen nach dunklen Kirschen und Waldfrüchten wie auch Brombeeren sind die Folge in der Nase, zudem leichte Nuancen von feinen Mandeln. Die gesamte Palette an Aromen wird geschmacklich in Mund und Gaumen bestätigt. Zudem ergänzen feine gut eingebundene Tannine das geschmackliche Gesamtbild. 

Der 2018er Spätburgunder Kabinett trocken ist extraktreich, durchaus komplex, kraftvoll und vielschichtig. Dazu besitzt er das nötige Volumen, das sich auch bei einem langen Finish noch einmal deutlich zeigt. Jetzt schon durchaus weich und rund, wird dieser 2018er Spätburgunder auf der Flasche noch einige Monate nachreifen, bis er seinen geschmacklichen Zenit erreicht hat. 

Um eine Ahnung zu bekommen wie dies dann wohl sein wird, sollte man dem Spätburgunder genügend Zeit im Glas geben. Hier ist den Winzern des Winzerhofs Ebringen ein prächtiger Spätburgunder gelungen, und für den Genuss einer solchen Flasche sollte man dementsprechend viel Zeit und Ruhe mitbringen. Der Rotwein revanchiert sich dann mit seinem tollen Geschmack. Top!

Der 2018er Spätburgunder Kabinett trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden. 

Nachdem wir jetzt die 4 Weißweine, den Rosé und den Spätburgunder mit viel Freude, einiger Neugierde und wie immer mit dem angebrachten Respekt getestet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine, ob Gutedel, Weiss-und Grauburgunder, Chardonnay, Spätburgunder Rosé und Spätburgunder Rotwein sind von höchstem Niveau und von einer überzeugenden Qualität. Dies liegt zum einen darin, dass die Ebringer Winzer über erstklassige Lagen verfügen in den geschützten Seitentälern des Schwarzwaldes mit dem optimalen Terroir und der südlichen Ausrichtung. 

Hier können die Trauben bestens heranreifen, die naturnahe Bearbeitung der Weinberge sorgt für eine weitere Steigerung der Qualitäts-Trauben. Die Jahreszahl 716, das Editionsmotto der verkosteten Weine verbürgt, dass in Ebringen eine über 1300-jährige Geschichte im Weinbau existiert, mehr Tradition und Wissen gibt es da kaum noch. Dieser Tradition fühlen sich die Winzer der Genossenschaft verpflichtet, allen voran Winzer und Kellermeister Klaus Ruh. Neben der Tradition ist es aber auch das Wissen um den modernen Weinbau, der für die exzellente Qualität der Weine des Winzerhofs Ebringen sorgt, mit modernstem Gerät im Keller und den neusten Erkenntnisse auch in Bezug auf den Klimawandel. 

Dass solches Engagement besondere Früchte trägt, zeigt auch wie die Weine professionell bewertet werden. Bei der #AWC_Vienna, der weltweit größten Weinverkostung von Profis gab es 7x Gold und 23x Silber, beim #Meiningers_Rotweinpreis wurde ein 2015er Spätburgunder mit 88 Punkten bedacht, beim Grauburgunderpreis 2017 wurden 4 Sterne für besondere Qualität erlangt und beim #Markgräfler_Gutedel_Cup 2017 kam der 2016er Weißer Markgräfler Gutedel in die Top-Ten. Sprechen diese Prämierungen auch eine deutliche Sprache, so ist doch der Wein im Glas das eigentliche Maß. Und hier dürfen wir uns den Bewertungen anschließen, die Weine haben uns ausnahmslos ganz exzellent geschmeckt. 

Deshalb: Absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: https://winzerhof-ebringen.de/

Weingärtner Markelsheim: 5 Weißweine und 1 Weißherbst - https://www.markelsheimer-wein.de/

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft der Weingärtner Markelsheim e.G. ist im lieblichen Taubertal in der Nähe von Bad Mergentheim im Weinbau-Gebiet Württemberg zu finden. Hier haben sich etwa 300 Weingärtner aus 7 Weinbau-Gemeinden zusammengeschlossen, um auf einer Rebfläche von mehr als 180 Hektar besondere Weine zu kultivieren. Weinbau hat in dieser Region eine große Tradition, denn das Terroir ist hier bestens geeignet Spitzen-Weine zu erzeugen, mit den Muschelkalkböden und dem besonderen Kleinklima. 

Die Winzer der Genossenschaft legen größten Wert auf den naturnahen Anbau ihrer Weine und für das nachhaltige Bewirtschaften ihrer Weinberge, die sowohl im Vorbach-, als auch im Taubertal zu finden sind. Zu den Weingärtnern Markelsheim gehören die Weinorte Markelsheim, Elpersheim, Weickersheim, Laudenbach, Schäftersheim, Vorbachzimmern, Niederstetten und Oberstetten. Alle genannten Weinorte verfügen nicht nur über eine jahrtausendealte kulturelle Geschichte, schließlich befinden sie sich im absoluten Zentrum der deutschen Kulturlandschaften, hier ist auch der Weinbau weit über tausend Jahre beheimatet. 

Wein ist sozusagen ein wesentlicher Teil der Identifikation der Region. Dass dazu auch die besondere Landschaft gehört, lieblich durch die Täler und ungemein anziehend durch die Weinberge mit ihren Terrassen, versteht jeder der einmal das Vorbach- und das Taubertal besucht hat. Das besondere Terroir lässt die unterschiedlichsten Rebsorten wachsen, sei es weiß oder rot. 

Bei den Weißweinen werden die Traubenarten Silvaner, Bacchus, Weißburgunder, Müller-Thurgau (Rivaner), Grauburgunder, Kerner, Riesling und Traminer mit großem Erfolg angebaut, bei den Rotweinen sind es Schwarzriesling, Trollinger, Tauberschwarz (eine ganz spezielle, alte Rebsorte des Tauber- und Vorbachtals), Acolon, Dornfelder, Regent, Spätburgunder und Zweigelt. Natürlich werden auch wunderbare Rosé-Weine aus den Rotwein-Trauben vinifiziert, so etwa der Schillerwein, eine echte Württembergische Spezialität, dazu besondere Weißherbste, die sich vom ebenfalls erzeugten Rosé durch die Tatsache unterscheiden, dass sie von einer Rotweinsorte stammen, deren Trauben auch noch in einer Lage kultiviert wurden. 

Ergänzt wird das Sortiment der Weingärtner Markelsheim durch hervorragende Secco und Sekte, die in der Spitze nach dem aufwendigen und besten Verfahren der Versektung, der klassischen Flaschengärung, hergestellt wurden. 

Damit der Wein- und Sektliebhaber einen speziellen Überblick über die Erzeugnisse der Genossenschafts-Winzer erhält, wurde die Premium-Linie "Lust-Genuss-Tradition" geschaffen, die einen Überblick über die Preziosen der Weingärtner Markelsheim vermittelt. Hier finden sich auch die Spezialitäten, die im Barrique gereift sind, ebenso der bereits erwähnte Spitzensekt nach Flaschengärung. Eine weitere Spezialität ist der Malie, eine Cuvée aus roten oder weißen Trauben, wobei das Augenmerk auf einen lieblichen Ausbau gelegt wurde, mit einem perfekten Verhältnis von feiner Süße und anregender Säure. 

Bevor es jetzt zur eigentlichen Verkostung der Weine kommt, muss bereits jetzt auf das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis hingewiesen werden, das alle Erzeugnisse der Weingärtner Markelsheim auszeichnet. Und damit "in medias res": 

 Foto: Helga König
Markelsheimer Probstberg Silvaner Kabinett 

Schon zu Beginn unserer kleinen aber feinen Verkostung wollen wir gleich mit einem ganz besonderen Wein der Genossenschaft aufwarten, mit diesem Prädikatswein der Ausbaustufe Kabinett aus dem Jahrgang 2018. Prächtig und gesund gewachsen sind die Trauben zu diesem Silvaner in einer der Spitzenlagen der Weingärtner dem Markelsheimer Probstberg, dank des reichen Vorkommens an Muschelkalk und einem speziellen Kleinklima mit besonders viel Sonne. Die Trauben zu diesem Silvaner stammen aus dieser besonderen Lage, stellt der Silvaner doch hohe Ansprüche an Boden und Klima. Hier haben sich die Wurzeln der Rebstöcke tief in das Erdreich vorgearbeitet, was ihnen nicht nur genügend Wasser in trockenen Perioden garantiert, besonders bei dem aktuellen Klimawandel, sondern es verschafft auch eine intensive Versorgung an gewünschten Mineralien.

Im Glas zeigt sich der 2018er Silvaner Kabinett in einer hellen gelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die man niemals einen Wein verkosten sollte, ist es angebracht, ihm zunächst genügend Sauerstoff zu gönnen. Jetzt zeigen sich herrliche Anklänge in der Nase, die an Birne, grüne Bohnen und Heu erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnuancen geschmacklich bestätigt und durch eine wunderbar integrierte Säure getragen. Da der Silvaner halbtrocken ausgebaut wurde, kommt ein ganz ausgeprägtes, herrliches Süße-Säure-Spiel zustande, das sich bis in den langen Nachhall intensiv hinzieht.

Der 2018er Silvaner Kabinett besitzt viel Substanz, ist wunderbar dicht und bestens ausbalanciert, sehr animierend im Geschmack und dabei durchaus kraftvoll. Hier ist den Weingärtnern Markelsheim wirklich ein herrlicher Wein gelungen, der komplett überzeugt und wunderbar schmeckt. Top!

Der 2018er Markelsheimer Probstberg Silvaner Kabinett hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Markelsheimer Probstberg Riesling Kabinett 

Weiter geht unsere kleine Weinreise durch die Keller der Weingärtner Markelsheim mit diesem 2018er Riesling Kabinett, dessen Trauben aus einer weiteren Spitzenlage der Genossenschaft stammen, nämlich dem Markelsheimer Probstberg. Beim Ausbau hat der Kellermeister diesmal die halbtrockene Variante hier bevorzugt. Als Prädikatswein der Stufe Kabinett konnte der 2018er Riesling die Juroren der Genuss-Zeitschrift „Selection“ auf Anhieb überzeugen, wurde doch der Riesling bei dem Degustationswettbewerb „Die ersten 2018er Weine“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Die Rebsorte Riesling gilt für viele als die wohl feinste und komplexeste Weißweinsorte, ihr Anbau bringt gerade in kühlen und gemäßigten Klimazonen allerbeste Ergebnisse. So auch ganz besonders in den hiesigen Lagen, ist doch deutscher Riesling inzwischen wieder der Maßstab weltweit für die besten Weine dieser Rebsorte geworden. Dabei spielt das Terroir eine ganz entscheidende Rolle für den jeweiligen Geschmack und je nach Ausbau. Die Palette reicht von frischen, knackigen Rieslingen, über üppig große Tropfen, bis hin zu feinsten edelsüßen Weinen der Stufen Trockenbeeren-Auslese oder gar Eiswein. Dass die Winzer von den Weingärtner Markelsheim sich auf ganz vorzügliche Rieslinge verstehen, zeigt wieder einmal die Auszeichnung von „Selection“ für diesen 2018er Markelsheimer Propstberg Riesling Kabinett ganz deutlich.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Auch jetzt bitte zunächst die notwendige Belüftung des Rieslings nicht vergessen, denn neben dem gesamten Potential, das der Wein danach anbietet, ist es auch der nötige Respekt, den man so dem Wein und seinen Machern entgegenbringt. Jetzt wird die Nase von einem Duft nach Pfirsich, Apfel und Zitrus überzeugt. Geschmacklich offenbart sich der Riesling in Mund und Gaumen exakt nach diesen Frucht-Anklängen, wobei diese Nuancen von einer bestens abgestimmten Säure getragen werden, die auf Grund des halbtrockenen Ausbaus ein lebhaftes Spiel von Süße und Säure gestattet. Jung, knackig und frisch weiß der 2018er Riesling Kabinett optimal zu überzeugen, zumal er auch noch mit einem geschmacklich sehr präsenten Nachhall aufwarten kann. Á la bonne heure!

Der 2018er Markelsheimer Probstberg Riesling Kabinett hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2018 Schäftersheimer Klosterberg Kerner Kabinett

Weiter geht es mit diesem 2018er Kerner Kabinett, der ebenfalls halbtrocken ausgebaut wurde. Gewachsen sind die Trauben zu diesem Prädikats-Wein in der besonderen Lage Schäftersheimer Klosterberg, eine der zahlreichen besonderen Lagen der Weingärtner Markelsheim. Dabei wurde nur hochreifes, gesundes Rebgut vinifiziert, das aus ertragsreduzierten Anlagen stammt und selektiert geerntet wurde.

Sehr zeitnah wurden die Trauben danach zum Keller gebracht, wo sie äußerst schonend verarbeitet worden sind. Die Rebsorte Kerner ist eine Neuzüchtung der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg in Baden-Württemberg. „Eltern“ sind Trollinger und Riesling. Benannt wurde die Rebsorte nach dem Weinsberger Dichter, Arzt und Weinfreund Justinus Kerner.

Im Glas überzeugt der halbtrockene Kerner Kabinett mit einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Auch jetzt benötigt der Weißwein genügend Sauerstoff, um seine Duft- und Geschmacksfülle optimal anzubieten. Wunderbare Anklänge an Birne, grüner Apfel, Johannisbeere und Aprikose beglücken die Nase, um danach im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt zu werden. Der 2018er Schäftersheimer Klosterberg Kerner Kabinett punktet mit einer besonderen Frische und mit der Balance von angenehmer Frucht und verhaltener, gut integrierter Säure und einem langen Finish.

Als halbtrockener Wein von gehobener Qualität passt dieser Kerner zu leichten und dezenten Vorspeisen wie Fisch- und Gemüseterrinen, sommerlichen Salaten und asiatischen Speisen. Doch auch solo getrunken, schmeckt er richtig gut. Klasse!

Der 2018er Schäftersheimer Klosterberg Kerner Kabinett hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.


 Foto: Helga König
2018 Markelsheimer Mönchsberg Schwarzriesling Weissherbst Kabinett 

Es folgt nun ein ganz spezieller 2018er Schwarzriesling Weißherbst Kabinett, der halbtrocken ausgebaut wurde. Die Trauben stammen aus der Lage Markelsheimer Mönchsberg. Zunächst soll hier noch einmal auf den Unterschied von Rosé und Weißherbst aufmerksam gemacht werden, zumal das Vinifizierungsverfahren bei beiden Weinen gleich ist, durch die Trennung von Saft und Maische, zeitig nach der Pressung. Die Trauben stammen von der Rotweinsorte Schwarzriesling und als Weißherbst müssen sie alle aus einer Lage stammen, hier dem Markelsheimer Mönchsberg. Als Rotwein hervorragend, eignet sich die Rebe auch bestens zum Ausbau eines frischen, geschmackvollen Weißherbst, so wie er hier verkostet wird.

Wie bereits zu entnehmen, stammt ein Weißherbst von einer roten Traube, hier Schwarzriesling, der dann aber weiß gekeltert wird. Dies geschieht, indem nach der Pressung nach einigen wenigen Stunden der Saft, der auch bei der Rotwein-Traube hell ist, von den Beerenhäuten, in denen der rote Farbstoff zu finden ist, getrennt wird. So gelangt nur eine geringe rote Pigmentierung in den Saft und es entsteht diese frische, animierende Rosa-Farbe, die solche Weine auszeichnet.

Der Saft wird dann weiß gekeltert, er erhält seine Reifung wie Weißweine im gekühlten Gärtank. Weißherbst-Weine besitzen so die intensiven Aromen der Rotwein-Trauben, gepaart mit der Frische des weißen Ausbaus. In Deutschland wird diese Art des Weines immer beliebter, mittlerweile fallen fast 10 Prozent des Wein-Konsums auf solche Weißherbst und Rosé, zumal sie gerade zur Sommerzeit nahezu ideal sind.

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in diesem leuchtenden Rosa mit brillanten Reflexen. Auch jetzt bitte nicht die Beatmung des Weißherbst vergessen, damit er sein ganzes Potential offerieren kann. Die Nase hat anschließend das Vergnügen feine Nuancen von Himbeeren, Erdbeeren und Zitrus wahrzunehmen. Mund und Gaumen bestätigen die Fruchtanklänge geschmacklich bestens, wobei der halbtrockene Ausbau mit der geeigneten Säure dem Wein Fülle, Frische und eine angenehme Eleganz verleiht, ein wunderbares Spiel von Fruchtzucker und angenehmer Säure.

Bei einem langen Nachhall wird noch einmal bestätigt, wie besonders fruchtig und frisch der 2018er Schwarzriesling Weißherbst Kabinett ist und dabei doch sehr animierend und voller Trinkfreude. Da lässt sich schon durchaus das eine oder andere Glas trinken bei sommerlichen Abenden auf der Terrasse, zumal wenn noch gegrillte Gemüse-Gerichte gereicht werden oder etwa Saibling in Limonenbutter mit gegrillten Tintenfischchen. Großartig!

Der 2018er Markelsheimer Mönchsberg Schwarzriesling Weißherbst Kabinett hat moderate 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.


018 Markelsheimer Tauberberg Weissburgunder Kabinett Trocken 

Zur Verkostung steht nun dieser herrliche 2018er Markelsheimer Tauberberg Weißburgunder Kabinett trocken an. Auch hier handelt es sich um einen Wein der Prädikatsstufe Kabinett, der trocken ausgebaut worden ist, wobei die Trauben der Rebsorte Weißburgunder aus der Lage Markelsheimer Tauberberg stammen. Früh schon, im Wachstum der Rebe, wurde der Ertrag im Weinberg reduziert. Schließlich bei optimaler Reife wurde das Lesegut selektiert per Hand geerntet und sehr zeitnah im Keller verarbeitet. Weißburgunder gehört zur Familie der Burgunder. In seinen Ansprüchen an Boden und Klima zeigt sich seine Verwandtschaft mit dem Spätburgunder. Er bevorzugt warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden sowie exponierte trocken-warme Lagen.

Farblich präsentiert sich der trockene Weißburgunder im Glas in einer hellgelben, brillanten Farbe. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die richtige Beatmung des Weins, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Wunderbare Anklänge werden in der Nase danach wahrgenommen, die an Aprikose, Zitrone und Vanille erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen geschmacklich bestens bestätigt. Es ist die geeignete Säure die die fruchtigen Aromen perfekt trägt, sodass ein ganz großartiger Frucht-Säure-Bogen zustande kommt, der wirklich begeistert.

Der 2018er Weißburgunder Kabinett trocken ist cremig, knackig, gut ausbalanciert und angenehm frisch und sehr animierend. Dieser Wein ist nicht nur ein perfekter Essensbegleiter, etwa zu Spargel, leichten Fisch- und Pastagerichten, er passt auch vorzüglich zu Kalb und Huhn. Aber auch mit Freunden zum sommerlichen Grillen oder als Wein zur täglichen Erfrischung ist er überaus köstlich. Chapeau!

 Der Markelsheimer Tauberberg Weißburgunder Kabinett trocken hat 13,% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

2018 Markelsheimer Probstberg Riesling Spätlese Trocken 

Als weiterer Riesling wird nun diese 2018er Spätlese trocken verkostet. Auch ihr Traubengut stammt aus der besonderen Lage Markelsheimer Probstberg. Die 2018er Riesling Spätlese wurde trocken ausgebaut. Um erstklassiges Traubengut zu erzeugen, haben die Winzer der Weingärtner Markelsheim alles unternommen, damit die Rebstöcke beste Bedingungen in der Spitzenlage im Probstberg vorfinden. Dazu gehört sowohl die naturnahe Bearbeitung des Weinbergs, der geeignete Reb- und Laubschnitt, sowie die selektive Handlese, alles Kriterien die der besten Qualität der Trauben dient, um danach diese sehr schnell im Keller zu vinifizieren. Nur so ist es möglich Weine auf höchsten Niveau zu erzeugen, wie die hier verkostete 2018er Markelsheimer Probstberg Riesling Spätlese trocken.

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem brillanten Blassgelb mit grünlichen Reflexen. Und gerade weil die Riesling Spätlese sich durch besonders vielfältige Aromen auszeichnet, ist es wichtig, ihr zunächst den nötigen Sauerstoff zu geben, damit sie die ganze Fülle anbieten kann. Im Anschluss überzeugt der Wein olfaktorisch mit eindeutigen Anklängen nach Pfirsich, grünem Apfel, Limone und einer feinen Mineralität. Geschmacklich werden diese Nuancen wunderbar bestätigt, wobei Frucht, Säure und Mineralität eine gelungene Einheit bilden. Die 2018er Riesling Spätlese trocken ist frisch-elegant, besitzt einen ausdrucksstarken langen Nachhall und weiß den Riesling-Liebhaber komplett zu überzeugen. Erstklassig!

Der Wein hat kraftvolle 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt den Silvaner Kabinett, den Schwarzriesling Weißherbst, den Kerner Kabinett, den Weißburgunder Kabinett, den Riesling Kabinett und die Riesling Spätlese verkostet haben, hier unser Fazit:

Ohne Umschweife, uneingeschränkt und voller Begeisterung dürfen wir nach der Verkostung feststellen, dass uns alle Weine ganz außerordentlich gefallen haben. Hier konnten wir höchstes Niveau und allerbeste Qualität genießen, Weine mit viel Charakter, wunderbarem Ausbau und einer besonderen Individualität,

Der Silvaner Kabinett spricht für sich, schmeckt ganz wunderbar und überzeugt mit viel geschmacklicher Kraft. Der Schwarzriesling Weißherbst Kabinett animiert einfach zu mehr bei einem intensiven, fruchtigen Geschmack, ohne dass man Angst haben muss, beim zweiten oder dritten Glas gleich die Party verlassen zu müssen, er schmeckt einfach klasse und ist dabei doch nicht übermäßig schwer. Und erst die Kabinett-Weine Kerner, Weißburgunder und Riesling, sowie die Riesling Spätlese, kosten und genießen, dies haben sie allesamt wirklich verdient. Uns jedenfalls haben die Weine der Weingärtner Markelsheim restlos überzeugt und wir stufen die Genossenschaft zu den führenden in Deutschland ein, zumal sie auch noch mit einem erstklassischen Preis-Leistungs-Verhältnis aufwartet. Deshalb: 

Absolut empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: https://www.markelsheimer-wein.de/

Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil: 3 Weißweine, 1 Rotweine, 2 Jahrgangssekte- http://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/

 Foto: Helga König
Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist eine eingetragene Genossenschaft von ca. 200 Winzer-Familien im pittoresken Weinort Oberrotweil inmitten des Kaiserstuhls in Baden. Hier in der wärmsten und sonnenreichsten Gegend überhaupt in Deutschland werden auf etwa 408 ha Rebfläche absolute Spitzenweine erzeugt. Der 1935 gegründete Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verfügt überwiegend über Lagen, die eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung besitzen und so optimale Bedingungen aufweisen, die sich bestens für alle Burgundersorten eignen, ebenso jedoch auch andere Rebsorten großartig gedeihen lassen. 

Als Ausnahme-Lagen des Oberrotweiler Winzervereins sind Käsleberg, Henkenberg und Eichberg zu nennen. Der Henkenberg besitzt tiefe, dunkle Verwitterungssteinböden, die sich hervorragend für den Spätburgunder als Rotwein wie auch für Weißherbst eignen, ebenso für Grauburgunder(Ruländer). Im Käsleberg mit seinen Löß- und Lehmböden werden neben Müller-Thurgau, Graue Burgunder, Weiße Burgunder, sowie Silvaner und Muskateller mit größtem Erfolg kultiviert. So entsteht eine besondere Vielfalt an Weinen, die sich durch das einmalige Terroir hier am Kaiserstuhl auszeichnen. Im Einzelnen werden angebaut, Spätburgunder 45%, Müller-Thurgau 25%, Grauer Burgunder(Ruländer) 20%, Silvaner 3%, Weißer Burgunder 5% und Gewürztraminer, Muskateller, Riesling, Chardonnay 2%.

Bereits seit über tausend Jahren wird in Oberrotweil Wein angebaut und dies im Einklang mit der Natur. Dieses Bewusstsein prägt die Winzer seit vielen Generationen, ist ihnen doch klar, dass nur mit einer naturnahen und sorgfältigen Pflege der Weinberge und der Reben eine exzellente Qualität erreicht werden kann. Dabei gilt die spezielle Aufmerksamkeit den besonderen Spitzenlagen, denn hier werden die Selektionsweine kultiviert. 

Alle Weine sind Erzeugerabfüllungen, d.h. das Traubengut ist ausschließlich von den Winzern der Genossenschaft angebaut, gelesen und gekeltert worden. Für die großartigen Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil werden weder Trauben, Most oder Wein hinzugekauft, alles liegt in einer Hand, von der Traubenlese bis hin zur Flaschenabfüllung..... Mit 25000 Liter Fassungsvermögen besitzt der Winzerverein Oberrotweil das größte Holzfass in ganz Baden. Wenn man sich die nicht enden wollende Liste von Auszeichnungen ansieht, die die Weine der Genossenschaft Oberrotweil allein in 2019 und 2018 erhalten haben, wird klar, warum das Renommee des Winzervereins so außerordentlich ist.

Ob bei der Mundus Vini internationaler Weinpreis 2019(2 x Gold, 1xSilber), bei der Landeswein-(60 x Gold und 12 x Silber) und Sektprämierung(8 x Gold und 1 x Silber), den Ehrenpreis als bester Kaiserstühler Betrieb nebst „Bester Kollektion Edelsüß 2018“, Meininger Deutscher Sekt Preis 2018 (zwischen 86 und 88 Punkte) der Berliner Wein Trophy 2016, bei Mondial des Pinots 2016, beim Int. Müller-Thurgau Preis 2016, beim Int. Grauburgunder Preis 2018 oder bei der Bundes- und Landesweinprämierungen es Gold, Silber und erste Preise geregnet. Seit Jahren ist der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil in den Top 100 der besten Betriebe der DLG-Bundesweinprämierung vertreten. 

Und dies wird auch zukünftig so sein, denn dieser große Erfolg ist das Ergebnis von allen, die in der Genossenschaft mit nimmermüden Engagement und großem Herzblut dazu beitragen, von Jahrgang zu Jahrgang das absolute Niveau und die einzigartige Qualität der Weine zu wiederholen und möglichst noch zu toppen, wenn die Natur dies zulässt.. Ob Winzer, Kellermeister und die gesamte Crew, sie alle geben ihr Bestes damit die Weine des Winzervereins Oberrotweil national wie international weiterhin höchste Anerkennung finden. Den Beweis dazu liefern die Weine im Glas und diese gilt es jetzt mit viel Freude und Neugierde zu testen: 

  Foto: Helga König
2018 Oberrotweiler Weisswein Cuvée Trocken

Beginnen wollen wir unsere interessante Verkostung der wunderbaren Weine der Oberrotweiler Genossenschaft mit dieser 2018er Weisswein-Cuvée, die trocken ausgebaut wurde und sich als herrlicher Sommerwein entpuppt. Die Trauben zu dieser Cuvée stammen alle aus den bevorzugten Lagen des Winzervereins Oberrotweil. Naturnahe Pflege der Weinberge, der geeignete Rebschnitt, zusammen mit dem exzellenten Terroir lassen so gesundes, hochqualitatives und reifes Rebgut entstehen, aus dem solche Spitzenweine vinifiziert werden, wie die hier verkostete 2018er Cuvée Sommerflair. 

Sein Vorgänger im Jahrgang 2017 wurde vom Badischen Winzerverband mit der Goldmedaille ausgezeichnet und eine solche Ehrung wird alsbald der aktuelle Jahrgang ebenso erfahren. Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die nie ein Wein verkostet werden sollte, ist es unumgänglich ihn zunächst mit dem nötigen Sauerstoff zu beatmen, damit er sein ganzes Potential anbieten kann. Danach werden fruchtige Anklänge in der Nase wahrgenommen, die an Pfirsich, Aprikosen und Wiesenblumen erinnern. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich eindeutig bestätigt. Durch die bestens eingebundene Säure entsteht ein angenehmes, sehr geschmackvolles Frucht-Säure-Spiel, das sich bis in den langen Nachhall hinzieht. Dabei ist die Cuvée frisch, trocken, fruchtbetont und äußerst animierend, also ideal für einen gelungenen Sommerwein. Top! 

Die 2018er Sommerflair Cuvée trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Da wir bereits 2016 verschiedene Weine von Oberrotweil verkostet haben, möchten wir jetzt die 3 Burgunder aus der neuen Edition "Junge Winzer" vorzustellen und probieren.

Hier haben sich 14 Jungwinzer von Oberrotweil zusammengetan, um mit ihren Trauben aus den klassischen Burgundersorten jeweils 3 Weine zu kreieren, die sie in enger Abstimmung mit Kellermeister Leopold Laible sowie jungen Küfern und Önologen zu Weinen mit ganz eigener Stilistik ausgebaut haben und die komplett durchgegoren sind. Die rote Schärpe stilisiert das Badische Wappen, das zweiteilige Etikett die Silhouette des Kaiserstuhls. 557 Meter über Normal Null ist die gemessene Höhe des Totenkopfs, der höchsten Erhebung des Kaiserstuhls insgesamt und da sie in der Gemarkung Oberrotweil liegt, haben die "Jungen Winzer" ihre Weine-Edition "557 m ü. NN." benannt.

  Foto: Helga König
2017 Junge Winzer Oberrotweil Weißer Burgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN

Der hier verkostete 2017er Junge Winzer Oberrotweil Weißer Burgunder trocken stammt aus den besten Lagen der 14 jungen Winzer, die sich zusammengetan haben, um eine ganz eigene Wein-Linie hervorzubringen, die ganz den Charakter der Lagen hier in Oberrotweil widerspiegeln. Weißer Burgunder ist eine überaus edle Weißwein-Sorte, die als frischer, fruchtiger Wein mit feinem Burgunderaroma und anregender Säure punktet. Er gedeiht besonders auf den warmen Lößböden, so wie sie in den Spitzenlagen der Oberrotweiler Winzer zu finden sind. Der 2017er Junge Winzer Oberrotweil Weißburgunder QbA ist komplett durchgegoren.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor der 2017er Weißburgunder sein ganzes Potential offeriert, sollte er zunächst mit genügend Sauerstoff vermählt werden. So kann er sowohl seine Duftfülle als auch seine gesamten Geschmacks-Nuancen zeigen. Die Nase wird mit sehr feinfruchtigen Anklängen beglückt, die an reife Birne und Mirabelle erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Noten geschmacklich bestätigt. Es ist die elegante, fruchtige Säure, die die Fruchtaromen optimal trägt und zusätzlich für eine besondere Frische sorgt, die auch noch im langen Abgang bestätigt wird.

Dieser 2017er Weißburgunder ist den jungen Winzern der Oberrotweiler Genossenschaft ganz exzellent gelungen, hat er doch alle Eigenschaften, die einen prachtvollen Weißen Burgunder ausmachen. Er ist von feiner, intensiver Frucht, mit einer bestens ausbalancierten Säure und einem schönen, frischen Nachhall, der lange anhält. Hier bleibt es nicht allein bei einem Glas, dafür schmeckt der 2017er Junge Winzer Oberrotweil Weißer Burgunder einfach zu gut.

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2018 Junge Winzer Oberrotweil Grauburgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN.

Als weiterer Wein aus der Burgunder-Familie kommt nun dieser 2018er Grauburgunder trocken zur Verkostung. Wie bei dem Weißburgunder zuvor wurden die Trauben auch hier von den 14 jungen Winzern in ihren besten Lagen geerntet, um dann nach ihren Vorstellungen eines optimalen Grauburgunders und unter der engen Abstimmung mit dem Kellermeister des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil E.G. Leopold Laible einen Wein zu vinifizieren, der komplett durchgegoren wurde. Der Grauburgunder wurde trocken ausgebaut. Die Trauben zu diesem Wein gedeihen besonders gut in den warmen Lagen mit Lößboden in den Oberrotweiler Ausnahme-Lagen.-

Die Farbe des 2018er Grauburgunders trocken ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier wieder der Hinweis auf die nötige Belüftung des noch recht jungen Weins, möchte man doch die gesamte Fülle, sowohl olfaktorisch als auch geschmacklich genießen. Jetzt zeigen sich kräftige Anklänge in der Nase nach Pfirsich und Aprikose. Mund und Gaumen bestätigen die registrierten Duftnoten geschmacklich. Die ideale Säure bildet mit den markanten Fruchtaromen ein brillantes Frucht-Säure-Spiel, wobei alles bestens in einer ausgewogenen Balance zueinander passt. Im langen Abgang gesellt sich noch eine angenehme Frische hinzu, die den 2018er Grauburgunder so gelungen macht.

Der Wein verfügt über viel Charakter, einen besonders intensiven Geschmack und beweist einmal wieder, dass mit die besten Burgunder aus den Lagen der Oberrotweiler Genossenschaft kommen. Dies bestätigen die vielen Auszeichnungen, so auch der Internationale Grauburgunder-Preis 2018, wo der Winzerverein Oberrotweil als „Bester Betrieb“ des Wettbewerbs ausgezeichnet wurde. Hier stehen die Jungen Winzer in nichts nach, der 2018er Grauburgunder trocken von ihnen ist geradezu eine Wucht. Chapeau!

Der Wein 14% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

  Foto: Helga König
2017 Junge Winzer Oberrotweil Spätburgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN. 

Als dritter Burgunder folgt dieser 2017er Spätburgunder QbA trocken, ebenfalls eine Kreation der 14 jungen Winzer gemeinsam mit Leopold Laible. Spätburgunder ist die mit Abstand meist angebaute Rebsorte der Oberrotweiler Genossenschafts-Winzer und zwar mit 45%. Es ist der Spätburgunder, der als der König der Rotweine gilt und gerade am Kaiserstuhl, hier aus den Oberrotweiler Lagen kommen zweifellos mit die besten Weine dieser Rebsorte hierzulande. Dazu trägt auch die Bodenbeschaffenheit der hiesigen Weinberge bei, die über Vulkanverwitterungsgestein verfügen, wo sich die Spätburgundertraube besonders wohl fühlt. Die Sonne im Kaiserstuhl am Oberrhein tut ihr Übriges, sodass die Reben bestens ausreifen können. Die jungen Winzer haben für die naturnahe Pflege der Weinberge gesorgt, für den richtigen Rebschnitt und für die selektive Handlese, so dass nur hochreifes, gesundes Rebgut zur Vinifizierung dieses 2017er Spätburgunder QbA trocken genommen worden ist.

Die Farbe im Glas ist ein dichtes, rubin- bis dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Haben Weiß- und Grauburgunder schon genügend Sauerstoff benötigt, um sich in ihrer ganzen Fülle zu präsentieren, so gilt dies für diesen Spätburgunder erst recht. Die Nase wird danach belohnt mit feinwürzigen und kräutrigen Noten, wobei sein feiner Geruch besonders an Brombeeren erinnert und zudem von leichter Bittermandel begleitet wird. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und durch eine samtige und elegante Gerbstoffstruktur ergänzt. Zudem sind Anklänge an Schokolade und Tabak wahrzunehmen. 

Der 2017er Spätburgunder trocken ist extraktreich, intensiv und mit einem kraftvollen Körper ausgestattet. Er ist komplex, ohne dabei zu kompliziert zu sein, eben rund und weich, mit der richtigen Säure, die dem Wein einen langen Nachhall gibt. Dieses sind die wunderbaren Spätburgunder, die wir vom Winzerverein Oberrotweil so kennen und lieben. Vollmundig erfreuen sie den Verkoster von Glas zu Glas. Absolut großartig!

Der 2017er Junge Winzer Oberrotweil Spätburgunder QbA trocken Edition 557m ü. NN. hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden. 

Nach der Verkostung der drei großartigen Burgunder bleibt ein überzeugtes Fazit zu ziehen: Weiß-, Grau- und Spätburgunder aus der neuen Edition "557m ü. NN." der 14 jungen Winzer stehen ganz in der Tradition der exzellenten Weine, die generell im Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil erzeugt werden. Neben Kellermeister Leopold Laible ist zusätzlich das Wissen dieser gut ausgebildeten Winzer mit eingeflossen, so dass Spitzen-Weine der Rebsorten Burgunder entstanden sind. Sie sind rundum gelungen, besitzen sie doch alle ihren eigenen Charakter, sind sortentypisch auf höchstem Niveau, individuell und Terroir-betont. 

Und da sie komplett durchgegoren sind, weisen sie einen intensiven Geschmack auf. Uns haben die drei Burgunder absolut überzeugt, weil sie einfach nur sehr gut schmecken und Lust auf mehr machen. Und darauf kommt es schließlich an, denn Wein ist immer dann gut, wenn er dem Verkoster wirklich schmeckt. Abschließend möchten wir noch auf das bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis hinweisen, großartiger Wein zu einem wirklich akzeptablen Preis. 

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König

.....und zum Schluss noch 2 wunderbare Jahrgangs- Sekte 

  Foto: Helga König
2017 Jahrgangs-Sekt Oberrotweiler Muskateller Extra Trocken 

Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil erzeugt, wie zuvor verkostet, Weine auf Spitzen-Niveau. Da ist es nur folgerichtig, dass in der Genossenschaft auch Sekte kreiert werden, die ebenso großartig sind. Bekanntlich ist ja ein Sekt oder Champagner nur so gut, wie der Grundwein es ist der zur Versektung genommen wurde. Um absolute Qualität zu gewährleisten wurde das Verfahren der klassischen Flaschengärung gewählt, ein Garant für diesen 2017er Jahrgangs-Sekt. Der Basiswein aus der Muskateller-Traube ist auf Vulkanverwitterungsböden in den Lagen der Genossenschaft Oberrotweil gewachsen, der Sekt wurde extra trocken ausgebaut.

Nachdem der 2017er Oberrotweiler Muskateller Sekt extra trocken ins Glas gegossen worden ist, fällt zugleich neben der hellgelben Farbe, die mit leichten grünen Nuancen durchsetzt ist, die besonders feine Perlage auf, die kontinuierlich im Glas aufsteigt und sofort Frische und Spritzigkeit signalisiert. Dabei steigt ein feiner Duft nach Akazienblüten und reifen Früchten in die Nase, ebenso ein feines Muskatellerbukett, verbunden mit einer lebendigen Frucht.

Der erste Schluck bestätigt aufs Angenehmste sowohl Aromenfülle als auch die begeisternde Frische. Alles zusammen zeigt wie fruchtig und gehaltvoll dieser großartige Sekt ist, dessen feinstrukturierte Fruchtsäure nur eines zulässt, erneut sich mit dem nächsten Schluck an diesem Sekt-Erlebnis zu erfreuen.

Natürlich ist der 2017er Oberrotweiler Muskateller Sekt extra trocken als Aperitif hoch willkommen, ebenso bei festlichen Anlässen, bei einer Party oder im Kreise guter Freunde ist er allerdings der absolute "Gute-Laune-Spender".

Der Jahrgangs-Sekt hat 12,5 vol/alc und sollte gut gekühlt bei 6 bis 8 Grad Celsius erlebt werden.

2017 Jahrgangssekt Oberrotweiler Chardonnay Brut Klassische Flaschengärung

Ein weiteres Highlight aus dem Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist dieser grandiose 2017er Jahrgangssekt, dessen Grundwein ein ausgesuchter Chardonnay aus den Oberrotweiler Spitzenlagen ist. Dass auf den speziellen Löß- und Lehmböden der Weinberge der Genossenschaft auch außerordentliche Chardonnay kultiviert werden, unterstreichen die bereits zuvor besprochenen Weine.

Damit ist die Basis des Grundweins perfekt, um nach Art der traditionellen Flaschengärung (Méthode champenoise) einen Sekt zu kreieren, der bei der Versektung "brut" ausgebaut wurde. Die französische Bezeichnung "brut" lässt sich auf Deutsch am besten mit "herb" übersetzen, zeigt sie doch an, dass es sich dabei um einen herben, frischen, feinperligen Sekt handelt, so wie dieser 2017er Jahrgangssekt Oberrotweiler Chardonnay brut.

Auch hier fällt im Glas sofort die überaus feine Perlage auf, die fortlaufend an die Oberfläche schwebt. Dabei strahlt der Sekt in einer blassen strohgelben Farbe, sehr elegant und in einer weichen, schlanken Art. Im Mund und am Gaumen entwickelt sich dann ein überaus angenehmes Sektgefühl, frisch, geschmacklich ausbalanciert mit Nuancen von Zitrus, Apfel und Melone, von herber Eleganz und beeindruckender Präsenz. Dieser großartige Winzersekt hat alles was einen Spitzensekt ausmacht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande die Kenner einen solchen edlen Sekt oftmals einem guten Champagner vorziehen.

Als Aperitif und zu festlichen Anlässen absolut willkommen, ist der 2017er Jahrgangs-Sekt Oberrotweiler Chardonnay brut jedoch bei trauter Zweisamkeit geradezu ideal.

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.


Nachdem wir jetzt mit viel Lust und großer Freude die 3 Weissweine, die 1 Rotweine und 2 Sekte vom Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verkostet und genossen haben, hier nun abschließend unser Fazit:

Alle Weine und Sekte haben uns durchweg außerordentlich gut gefallen, sie besitzen höchstes Niveau und eine großartige Qualität.

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG und können den Wein dort bestellen:

http://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/ 
https://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/Junge_Winzer/

Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil: 4 Weißweine, 3 Rotweine -http://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/

 Foto: Helga König
Der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil ist eine eingetragene Genossenschaft von ca. 200 Winzer-Familien im pittoresken Weinort Oberrotweil inmitten des Kaiserstuhls in Baden. Hier in der wärmsten und sonnenreichsten Gegend überhaupt in Deutschland werden auf etwa 408 ha Rebfläche absolute Spitzenweine erzeugt. Der 1935 gegründete Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verfügt überwiegend über Lagen, die eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung besitzen und so optimale Bedingungen aufweisen, die sich bestens für alle Burgundersorten eignen, ebenso jedoch auch andere Rebsorten großartig gedeihen lassen. 

Als Ausnahme-Lagen des Oberrotweiler Winzervereins sind Käsleberg, Henkenberg und Eichberg zu nennen. Der Henkenberg besitzt tiefe, dunkle Verwitterungssteinböden, die sich hervorragend für den Spätburgunder als Rotwein wie auch für Weißherbst eignen, ebenso für Grauburgunder(Ruländer). Im Käsleberg mit seinen Löß- und Lehmböden werden neben Müller-Thurgau, Graue Burgunder, Weiße Burgunder, sowie Silvaner und Muskateller mit größtem Erfolg kultiviert. So entsteht eine besondere Vielfalt an Weinen, die sich durch das einmalige Terroir hier am Kaiserstuhl auszeichnen. Im Einzelnen werden angebaut, Spätburgunder 45%, Müller-Thurgau 25%, Grauer Burgunder(Ruländer) 20%, Silvaner 3%, Weißer Burgunder 5% und Gewürztraminer, Muskateller, Riesling, Chardonnay 2%.

Bereits seit über tausend Jahren wird in Oberrotweil Wein angebaut und dies im Einklang mit der Natur. Dieses Bewusstsein prägt die Winzer seit vielen Generationen, ist ihnen doch klar, dass nur mit einer naturnahen und sorgfältigen Pflege der Weinberge und der Reben eine exzellente Qualität erreicht werden kann. Dabei gilt die spezielle Aufmerksamkeit den besonderen Spitzenlagen, denn hier werden die Selektionsweine kultiviert. 

Alle Weine sind Erzeugerabfüllungen, d.h. das Traubengut ist ausschließlich von den Winzern der Genossenschaft angebaut, gelesen und gekeltert worden. Für die großartigen Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil werden weder Trauben, Most oder Wein hinzugekauft, alles liegt in einer Hand, von der Traubenlese bis hin zur Flaschenabfüllung..... Mit 25000 Liter Fassungsvermögen besitzt der Winzerverein Oberrotweil das größte Holzfass in ganz Baden. Wenn man sich die nicht enden wollende Liste von Auszeichnungen ansieht, die die Weine der Genossenschaft Oberrotweil allein in 2019 und 2018 erhalten haben, wird klar, warum das Renommee des Winzervereins so außerordentlich ist.

Ob bei dem Mundus Vini internationaler Weinpreis 2019(2 x Gold, 1xSilber), bei der Landeswein-(60 x Gold und 12 x Silber) und Sektprämierung(8 x Gold und 1 x Silber), den Ehrenpreis als bester Kaiserstühler Betrieb nebst „Bester Kollektion Edelsüß 2018“, Meininger Deutscher Sekt Preis 2018 (zwischen 86 und 88 Punkte) der Berliner Wein Trophy 2016, bei Mondial des Pinots 2016, beim Int. Müller-Thurgau Preis 2016, beim Int. Grauburgunder Preis 2018 oder bei der Bundes- und Landesweinprämierungen immer hat es Gold, Silber und erste Preise geregnet. Seit Jahren ist der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil in den Top 100 der besten Betriebe der DLG-Bundesweinprämierung vertreten. 

Und dies wird auch zukünftig so sein, denn dieser große Erfolg ist das Ergebnis von allen, die in der Genossenschaft mit nimmermüden Engagement und großem Herzblut dazu beitragen, von Jahrgang zu Jahrgang das absolute Niveau und die einzigartige Qualität der Weine zu wiederholen und möglichst noch zu toppen, wenn die Natur dies zulässt.. Ob Winzer, Kellermeister und die gesamte Crew, sie alle geben ihr Bestes damit die Weine des Winzervereins Oberrotweil national wie international weiterhin höchste Anerkennung finden. Den Beweis dazu liefern die Weine im Glas und diese gilt es jetzt mit viel Freude und Neugierde zu testen: 

  Foto: Helga König
2018 Oberrotweiler Käsleberg Weißer Burgunder Kabinett Trocken 

Der hier verkostete 2018er Weissburgunder Kabinett trocken stammt aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg. Diese Lage gehört zu den besten am gesamten Kaiserstuhl, ja in der gesamten Wein-Region Baden. Die Bodenart hier ist ein Vulkanverwitterungsgestein, das die allerbesten Voraussetzungen für einen exzellenten Weißburgunder bietet.

Im Glas zeigt sich der 2018er Weissburgunder Kabinett trocken in einer feinen strohgelben Farbe mit einem Hauch von Roséschimmer. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Weissburgunder genügend Zeit einräumen, damit er sich mit Sauerstoff vermählen kann. Jetzt werden feine, herbe, süßlich Fruchtaromen von Äpfeln und Grapefrut mit der Nase wahrgenommen. Diese Fruchtfülle wird auch geschmacklich im Mund und am Gaumen wohlwollend bestätigt.

Der 2018er Weissburgunder Kabinett trocken verfügt über einen kräftigen aber eleganten Körper, ist mit einer bestens integrierten Säure ausgestattet, die die Fruchtaromen ideal trägt. Der wunderbare Geschmack des Weissburgunders hat auch mit der perfekten Balance zu tun.

Der 2018er Oberrotweiler Käsleberg Weißburgunder Kabinett trocken ist frisch, lebendig, dicht und verfügt über ein interessantes Zusammenspiel von reifem Körper und betonter Fruchtsäure, ebenso über einen schönen, langanhaltenden Nachhall, der noch einmal alle geschmacklichen Eigenschaften dieses Klasse-Weissburgunders Revue passieren lässt. Hier zeigt sich eindeutig auf welchem hohen Niveau und mit welcher Qualität die Weine des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil aufwarten. Großartig!

Der 2015er Weißburgunder Kabinett trocken hat 13,5%vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2018 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Kabinett Trocken 

Aus der gleichen Spitzenlage wie der zuvor verkostete Weissburgunder stammt der nun anstehende 2018er Grauer Burgunder Kabinett trocken, nämlich dem Oberrotweiler Käsleberg. Mit seinen Löß- und Lehmböden, seiner südlichen Ausrichtung, der idealen Hangneigung und den meisten Sonnenstunden in Deutschland ist diese Lage perfekt für großartige Burgunder, so wie diesem 2018er Grauburgunder Kabinett trocken. Die Farbe des Weines im Glas ist ein helles Gelb-Grün mit brillanten Reflexen. Auch jetzt ist es unumgänglich dem 2018er Grauburgunder zunächst die nötige Portion Sauerstoff zu gestatten, damit er sich duft- und geschmackmäßig komplett öffnen kann.

Das olfaktorische Ergebnis sind intensive Anklänge an zarte Fruchtaromen wie Äpfel, Birnen und Pfirsiche, mit einem Hauch exotischer Nuancen von reifer Ananas, sowie leicht kräutrige und würzige Noten, die geprägt sind von der kühlen und langsamen Gärung. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen geschmacklich bestätigt. Die gut ausbalancierte Säure lässt einen wunderbaren Frucht-Säure-Bogen entstehen, der dem Grauburgunder einen feingliedrigen Körper verleiht und ihm die nötige Substanz gibt. Der Wein ist gehaltvoll, fleischig dicht und mit einer reifen, feinen Fruchtsäure versehen. Seine geschmackliche Präsenz zieht sich sehr angenehm bis in den langen Abgang hinein, zugleich bei der nötigen Frische, die einen solchen spitzenmäßigen Grauburgunder zweifellos ebenfalls auszeichnet. Welch ein Geschmack und welche Freude das eine oder andere Glas mehr zu verkosten. Fabelhaft!

Der 2018er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Kabinett trocken hat 13,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.


  Foto: Helga König
2017 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Selektion Spätlese trocken 

Wie gut die Burgunder vom Kaiserstühler Winzerverein wirklich sind, zeigt auch dieser 2017er Grauburgunder der Edition Selektion. Als Prädikatswein der Stufe Spätlese wurde sie trocken ausgebaut. Gewachsen ebenfalls in der Ausnahme-Lage Oberrotweiler Käsleberg ist dieser 2017er Grauburgunder vom Badischen Weinbau-Verband mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet worden. 

Die Bezeichnung Selektion zeigt an, dass es sich hierbei um ganz ausgesuchte Trauben-Partien handelt, die gesund und vollreif solche Spitzenweine entstehen lassen, die auch den verwöhntesten Genießer überzeugen. Im Glas präsentiert sich die 2017er Grauer Burgunder Spätlese trocken in einem satten Gelb mit deutlichen Grünanteilen. Um den Wein in seiner gesamten Duftfülle kennenzulernen, ist es unumgänglich ihn zunächst richtig zu belüften. Dies geschieht indem man das Glas zunächst mehrere Male schwenkt, damit der Sauerstoff die Duftaromen komplett öffnet. Das Ergebnis sind sehr geschliffene Burgunderaromen, die an reife Äpfel, Birnen und Pfirsich erinnern. Gepaart sind diese Nuancen mit kräftigen kräutrigen Tönen nach Artischocken und Heublumen.

In Mund und am Gaumen werden die Duftanklänge geschmacklich bestätigt. Dabei zeigt sich der Grauburgunder als ein Wein von internationaler Klasse mit einem komplexen, strukturierten Aromabild. Der Grauburgunder ist gehaltvoll, kräftig und mit dichter Reife ausgestattet. Er verfügt über einen angenehmen Schmelz und vermittelt ein cremiges Mundgefühl. Sein langer, schöner Nachhall zeigt noch einmal wie elegant und kraftvoll der Wein daherkommt.

Diese 2015er Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Spätlese trocken Selektion ist wahrhaft ein exzellentes Aushängeschild für die Weine des Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil und gehört mit zum Besten was an Grauburgunder in der Genossenschaft beim Jahrgang 2017 kreiert worden ist. Chapeau!

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 10 Grad Celsius verkostet werden.

2017 Oberrotweiler Käsleberg Grauer Burgunder Spätlese Trocken "Riserva" 

Eine weitere Pretiose aus der Spitzenlage Oberrotweiler Käsleberg ist diese 2017er Grauburgunder Spätlese trocken, die den Zusatz "Riserva" trägt. Dies resultiert aus der Tatsache, wie dieser Grauburgunder ausgebaut wurde. Stark ertragsreduziert, sind die Trauben zu diesem Wein von Rebstöcken per Hand geerntet worden, deren Alter mindestens 20 Jahre und mehr ist. Den Ausbau hat Winzermeister Leopold Laible nach klassischer Art durchgeführt, wobei eine Teilmenge im Barrique reifte. Als Wein eines besonders guten Jahrgangs wurde er lange auf der Feinhefe gelagert. Auch er ist mit der Goldmedaille des Badischen Winzer-Verbands bedacht worden.

Im Glas präsentiert sich die 2017er Grauburgunder Spätlese trocken "Riserva" in einer kräftigen gelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Die olfaktorische Prüfung, die nicht ohne die nötige Portion Sauerstoff vorgenommen werden sollte, zeigt in der Nase eine leichte Vanille-Holzprägung, dazu frische, grüne und süßliche Noten sowie leicht herb-kräftige Aromen. Im Mund und am Gaumen werden sämtliche Anklänge geschmacklich bestätigt. Dabei ist die 2017er Grauburgunder Spätlese trocken "Riserva" kräftig, lebendig, von Holz strukturiert mit einem cremig weichen und herbfruchtigen Abgang.

Der Wein besitzt eine gelungene Balance, die Aromen bilden mit der ansprechenden Säure eine ausgewogene Einheit, wobei die Tannine das Geschmacksbild prächtig ergänzen. Entsprechend ist das Alterungspotential dieser großartigen Grauburgunder Spätlese, einige weitere Monate auf der Flasche werden die "Riserva" noch besser werden lassen.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

  Foto: Helga König
2017 Oberrotweiler Eichberg Spätburgunder Trocken

Spätburgunder ist im Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil die mit Abstand am häufigsten kultivierte Rebsorte. Mit 45% der Sortenstruktur stehen die Spätburgunder Rotweine maßgeblich für die Kultur des Weinmachens in der Genossenschaft. Dass dies so ist, hat hauptsächlich mit dem idealen Terroir zu tun, das die Spätburgunder-Rebsorte am Kaiserstuhl vorfindet. Löß- und Lehmböden sind hier die Bodenart auf der die Spätburgundertrauben prächtig gedeihen. Das außerordentlich warme und sonnenreiche Klima trägt ebenfalls optimal dazu bei, dass solche Rotweine hier so grandios entstehen können.

Im Keller erhalten sie dann noch die spezielle Handschrift von Kellermeister Leopold Laible, der das ganze Potential seiner Lagen sortentypisch umsetzt. So entsteht ein authentischer Wein, wie dieser Oberrotweiler Spätburgunder trocken.

Im Glas zeigt sich der Rotwein in einem dunklen Rubinrot mit orangen Reflexen. Benötigt ein Weißwein genügend Sauerstoff vor der olfaktorischen Prüfung, so gilt dies für einen gelungenen Rotwein erst recht. Die Nase darf hier beglückt fruchtige Aromen von Kirschen und Beerenfrüchten mit einem Hauch von Paprika registrieren. Geschmacklich werden diese Aromen in Mund und am Gaumen bestätigt.

Der 2017er Spätburgunder trocken ist kräftig, füllig und dicht. Frucht und der gut eingebundene Gerbstoff bilden einen gelungenen Geschmacksbogen und bei einem langen, saftigen Abgang zeigen sich zudem weiche, fruchtige Geschmacks-Aromen. Alles zusammen bildet ein großartiges Spätburgunder-Erlebnis und sorgt dafür, dass der Verkoster vollkommen von diesem gelungenen, kraftvollen 2017er Spätburgunder eingenommen wird. Für das tägliche Glas Rotwein zur Entspannung ist er geradezu ideal, ebenso für alle Wildgerichte oder auch zu Lamm und Braten. Bestens!

Der Wein hat 14% vol/alc und sollte bei 18 Grad Celsius getrunken werden.


2017 Oberrotweiler Henkenberg Spätburgunder Trocken Selektion

Die Trauben zu diesem 2017er Spätburgunder trocken Selektion sind in einer der drei Spitzenlagen des Kaiserstühler Winzervereins Oberrotweil gewachsen, nämlich dem Oberrotweiler Henkenberg. Die Lage Henkenberg verfügt über Vulkanverwitterungsböden, eine optimale Bodenart um sehr gehaltvolle Spätburgunder zu kultivieren. Um eine solche Qualität zu erzeugen, wie bei diesem 2017er Spätburgunder bedarf es einer Sonderlese aus über 20 Jahre alten Rebanlagen und einem speziellen Holzfassausbau. Das Ergebnis ergibt dann die Edition Selektion, die hier auf höchste Qualität hinweist.

Zunächst besticht die 2017er Spätburgunder trocken mit einem dichten, dunklen Rubinrot im Glas. Auch hier wieder zunächst der obligatorische Sauerstoff bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Die Nase nimmt anschließend intensive Anklänge wahr, die an fruchtige Aromen wie Kirsche, Brombeere, Heidelbeere, Holunder und Pflaume erinnern und durch einen Hauch Paprika ergänzt werden.

Geschmacklich werden die Aromen-Komponenten im Mund und am Gaumen sehr angenehm bestätigt, wobei der 2017er Spätburgunder trocken zudem mit einer kräftigen Tanninstruktur aufwartet, die im Geschmack die komplexe Aromatik unterstreicht. Der Wein ist ausdrucksstark und verfügt über ein feingliedriges Zusammenspiel von Burgunderdichte, Frucht, Frische und schließlich über einen feinherben langen Abgang, der noch einmal die gesamte Pracht der Geschmacksfülle zeigt.

Die Klasse dieses 2017er Oberrotweiler Henkenberg Spätburgunder trocken Selektion hat der Badische Weinbauverband ebenfalls mit einer Goldenen Kammerpreismünze bestätigt. Maximal!

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 Grad Celsius verkostet werden.

  Foto: Helga König
2015 Oberrotweiler Blauer Spätburgunder trocken 

Der hier verkostete 2015er Blauer Spätburgunder trocken stammt von Trauben deren Rebstöcke über 25 Jahre alt sind und die auf Vulkangestein gewachsen sind und deren Ertrag stark reduziert wurde, damit nur hoch gesundes und bestens ausgereiftes Lesegut zur Vinifizierung dieses ganz außergewöhnlichen Blauen Spätburgunders in den Keller kommt. Gelesen wurden die Trauben von den Oberrotweiler Winzern per Hand. Bei diesem Wein handelt es sich um eine Besonderheit, wurde er doch dem Religionswissenschaftler Professor Dr. Dr. Bernhard Uhde gewidmet, der die Laudatio zum 75-jährigen Jubiläum des Oberrotweiler Winzervereins im Jahre 2010 gehalten hat.

Kellermeister Leopold Laible hat den Spätburgunder traditionell im Holzfass ausgebaut. Dies gibt dem Wein nicht nur eine große Aromenvielfalt, es beschert ihm gleichzeitig auch noch eine lange Lagerfähigkeit.

Im Glas zeigt sich der 2015er Blauer Spätburgunder trocken in einer tiefdunklen rubinroten Farbe mit schwarzen Schatten. Alles was zuvor über die Belüftung mit Sauerstoff gesagt wurde, gilt für diesen Ausnahme-Spätburgunder ganz besonders. Ihn 2 bis 3 Stunden vor der Verkostung zu dekantieren, ist für einen solchen Spitzen-Rotwein geradezu ein Vergnügen für jeden Spätburgunder-Liebhaber, kann er doch sicher sein, dass alle großartigen Vorzüge dieses Weines sowohl duft- als auch geschmacksmäßig später voll zur Geltung kommen.

Die Nase erfreut sich jetzt an kräftigen Noten von Rauch und Leder, ebenso peffrige Noten nach Paprika und Eukalyptus, die einhergehen mit zarten Cassisnoten. Geschmacklich findet die entsprechende Bestätigung im Mund und am Gaumen statt, wobei sich zusätzlich weiche Röstnoten mit deutlicher Herbe heraus kristallisieren. Der Wein punktet mit viel Pinot-Frucht, ist ausdrucksstark, sehr komplex und dicht und überzeugt mit einer kräftigen Struktur. Er besitzt viel Alterungspotential, was so viel bedeutet wie eine absolut vielversprechende Zukunft.

Jetzt schon ein ganz Großer wird er peu a peu in den kommenden Jahren seinen absoluten Zenit erreichen. Dann braucht er den Vergleich mit besten Spätburgundern aus dem benachbarten Burgund nicht zu scheuen, sein Niveau und seine erstklassige Qualität überzeugen komplett. Grandios!

Der Oberrotweiler Blauer Spätburgunder trocken hat kraftvolle 15% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden.


Nachdem wir jetzt mit viel Lust und großer Freude die 4 Weissweine, die 3 Rotweine vom Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil verkostet und genossen haben, hier nun abschließend unser Fazit: 

Alle Weine  haben uns durchweg außerordentlich gut gefallen, sie besitzen höchstes Niveau und eine großartige Qualität. Ausgehend von den Ausnahme-Lagen hier am Kaiserstuhl ist es den Winzern der Genossenschaft Oberrotweil mit Winzermeister Leopold Laible und seiner ganzen Mannschaft gelungen, sehr authentische, sortentypische und absolut charaktervolle und individuelle Weine zu kreieren. Sie spiegeln aufs Beste das Terroir wider. 

Dabei sind sie je nach Ausbau ideal für das tägliche Glas Wein oder stellen ganz große Weine dar, die einen Ausnahme-Charakter besitzen und die mit viel Potential viele Jahre selbst den anspruchsvollsten Weinfreund verwöhnen. Uns jedenfalls haben die Weine begeistert und da stehen wir nicht allein, denn die lange Liste von Auszeichnungen und Prämierungen sprechen eine ganz deutliche Sprache, gehört doch der Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil seit Jahren auch zu den 100 besten Betrieben der DLG- Bundesweinprämierung. 

Maximal empfehlenswert. 

Peter J. und Helga König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG und können den Wein dort bestellen: http://www.winzerverein-oberrotweil.de/Shop/