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Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg e.G. 3 Weissweine und 3 Rotweine

Foto:Helga König
Die Genossenschaftskellerei Heilbronn ist ein Zusammenschluss der Einzelgenossenschaften Heilbronn, Erlenbach, Weinsberg, Neckarsulm-Gundelsheim, Flein-Thalheim, Lehrensteinsfeld, Unterheinriet und Grantschen. Rund um die große Weinstadt Heilbronn sind die einzelnen Weinbau-Ortschaften angesiedelt, die alle gemeinsam eine der größten Genossenschafts- Kellereien bilden, die es in Deutschland gibt. In dieser herrlichen Reblandschaft werden seit Jahrhunderten Weine angebaut mit geschichtsträchtiger Tradition. Der Weinbau rund um die Weinstadt Heilbronn ist ein wesentlicher Bestandteil der württembergischen Weinkultur. Heute bewirtschaften 1.415 Mitglieder eine Rebfläche von etwa 1.400 Hektar Weinberge, die von Generation zu Generation als Basis zur Herstellung von ganz exzellenten Weinen weitergegeben worden ist, um so dem württembergischen Weinbau Zukunft und Erfolg zu garantieren. Dabei ist es das optimale Klima und die geeignete Bodenbeschaffenheit, gepaart mit dem Willen, der Erfahrung und der Schaffenskraft, die in den Weinbergen von Heilbronn und den angeschlossenen Genossenschaften seitens der Winzer ganz großartige Weine entstehen lässt. 

Die erfahrenen und bestens ausgebildeten Kellermeister sorgen dafür, dass die Weine Charakter, Individualität, Stil und Harmonie bekommen, setzen sie doch auf die erfolgreiche Symbiose von Tradition und Moderne. Dabei werden die unterschiedlichsten Rebsorten vinifiziert, das Verhältnis zwischen Weiß- und Rotweinen fällt mit 65% für die Roten aus und entsprechend werden 35% Weißweine kultiviert. 

Bei den Rotweinen liegt der Hauptanteil mit ca. 19% beim Trollinger, 13% beim Schwarzriesling, 12,5% beim Lemberger und etwa 12% bei verschiedenen Burgundersorten, wie Spätburgunder oder Samtrot. Bei den Weißweinen steht der Riesling mit ca. 29% an der Spitze. Mit weitem Abstand folgen Kerner (2%), Müller-Thurgau (1%) sowie mit 2% andere Weißweingewächse wie Grauer Burgunder, Gewürztraminer, Muskateller, Chardonnay und Weißburgunder. Die Genossenschaftskellerei besitzt eine Fülle von Einzellagen, wobei diese Region-bedingt über die ideale Bodenbeschaffenheit für typische württembergische Rebsorten wie Trollinger, Lemberger und auch Schwarzriesling verfügen. Es handelt sich dabei um nährstoffreiche Keuper- und Lößböden, auf denen großartige Weine wachsen. Wie gut diese wirklich sind, zeigt ein Blick auf die Auszeichnungen, die die Genossenschaftskellerei für ihre unterschiedlichen Weine erhalten hat. 

Da ist zum einen die Fülle von Landes- und Bundesweinprämierungen mit Goldenen, Silbernen und Bronzenen Preismünzen allein in 2014 über 150, davon 54 in Gold. Gold und Silber aber auch bei Mundus Vini und ebenso 4 und 3 Sterne bei den Degustationswettbewerben der Genuss-Zeitschrift Selection, oder 90 Punkte beim Meininger Rotweinpreis, und, und, und. Dies alles zeigt deutlich auf welch absolutem Niveau und mit welcher herausragenden Qualität die Weine der Genossenschaft Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg angesiedelt sind und damit ein besonderes Aushängeschild für den württembergischen Weinbau markieren. Mit Fug und Recht kann hier schon gesagt werden, dass die Genossenschaftskellerei Heilbronn zu den besten in ganz Deutschland gehört. 

Damit die Qualität auch zukünftig Fortschritte macht, gibt es eine eigene Rebveredlung in der Genossenschaft, die auf eine langjährige Tradition zurückblickt. Als einzige Anstalt hierzulande überhaupt, ist die Genossenschaftskellerei in der Lage relativ rasch auf die neuesten Tendenzen und Entwicklungen in der Züchtung zu reagieren, sowie auf die Erfordernisse des Weinbaus und der Kellerwirtschaft einzugehen und das Pflanzengut darauf abzustimmen. Letztendlich kommt alles den Weinen zugute, die wir jetzt mit großer Neugierde und respektvoller Spannung verkosten wollen:

 Foto: Helga König
2016 Grantschen Barrique Blanc Chardonnay mit Weissburgunder Trocken 

Die Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsheim hat eine Fülle von Weinlinien, die vom einfachen, gelungenen Trinkwein bis zur absoluten Spitze mit großartigen Ausnahme-Weinen für jeden, angeboten werden. Der hier verkostete 2016er Chardonnay mit Weissburgunder gehört zur Premium-Linie der Grantschen Barrique Blanc Weine. So ist eine Cuvée aus allerbesten Chardonnay und Weissburgunder Rebsorten entstanden, die trocken ausgebaut, im Barrique gemeinsam gereift sind. An den sonnenverwöhnte Rebhängen der Winzer-Gemeinde Grantschen fanden die noblen Weißweine ideale klimatische Voraussetzungen, um bestens auszureifen. So sind zwei edle Weine entstanden, die die perfekte Basis für die Chardonnay-Weissburgunder Cuvée bilden, die als Wein des Monats vom Württembergischen Weinbauverbands zusammen mit dem Hotel- und Gaststätten-Verbands Dehoga Baden –Württemberg ausgezeichnet wurde.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte die Cuvée zunächst genügend belüftet werden, damit sie zeigen kann, was Großartiges in ihr steckt. Jetzt zeigen sich intensive Anklänge von mediterranen Fruchtnoten in der Nase nach Melone, Pfirsich, Banane, Zitrus, Apfel und Vanille. Im Mund und am Gaumen werden diese Aromen geschmacklich bestätigt und von einer harmonischen Säure getragen. Die Cuvée ist kraftvoll, finessenreich, elegant und durchaus komplex. Dazu trägt auch der Ausbau im Barrique bei, der dem Wein zusätzlich Opulenz und Fülle, aber auch eine gewisse Cremigkeit verliehen hat. Die Cuvée besitzt einen ausgeprägten, individuellen Charakter und bei dem langen Nachhall zeigt sich noch einmal wie die zart betonte Frucht, die aromatische Fülle und das saftige Gaumenspiel bestens zusammenpassen. Hier ist den Winzern von der Genossenschaftskellerei eine meisterliche Cuvée gelungen, die mit ihrem großartigen Geschmack absolut überzeugt. Wunderbar!

Der 2016er Chardonnay mit Weissburgunder hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.-

2016 St. Kilian Cuvée Blanc Trocken Im Barrique gereift

Es folgt nun die Verkostung dieser wunderbaren 2016er Cuvée Blanc, die als Premium-Wein in der Linie St. Kilian angeboten wird. Dabei handelt es sich um die kostbarsten und exklusivsten Weine aus der weißen Burgunder-Familie, die in der Genossenschaftskellerei vinifiziert werden, also um hochwertigste Weiß- und Grauburgunder. Der Ausbau der trockenen Cuvée hat im kleinen, neuen Barrique-Fass stattgefunden und zwar in aller Ruhe über einen Zeitraum von neun Monaten. Sowohl die Winzer als auch die Kellermeister haben alles Erdenkliche getan, um der Cuvée höchstes Niveau und die allerbeste Qualität angedeihen zu lassen. 

Dazu gehört neben der naturnahen Pflege der Weinberge und Rebstöcke der richtige Rebschnitt, damit gesundes, hochreifes Traubengut geerntet werden kann. Die selektive Lese ist ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal und schließlich die zeitnahe, schonende Verarbeitung im Keller mit modernsten Maschinen, aber auch das Wissen um Tradition, das einhergeht mit den neuesten Erkenntnissen in der optimalen Vinifizierung allerbester Weine. Der Ausbau im Barrique hat der 2016er St. Kilian Cuvée blanc trocken zusätzlich das beeindruckende Potential gegeben.

Farblich präsentiert sich der Wein in einem leuchtenden Hellgelb. Auch hier bitte die Vermählung mit dem nötigen Sauerstoff nicht vergessen, damit die Aromen sich von den einschließenden Gerbstoffen befreien können, um zu zeigen wie großartig sie sind. Die Nase hat jetzt das Vergnügen Anklänge wahrzunehmen, die an Quitte, Birne, Pfirsich, Honigmelone, Aprikose und Nüsse erinnern. Geschmacklich werden die Nuancen im Mund und am Gaumen intensiv bestätigt und durch eine wunderbar eingebundene tragende Säure ergänzt. 

Die Cuvée ist dicht, besitzt eine Finesse an Frucht und einen zarten Schmelz, der sich ganz deutlich bei einem langen Finish zeigt. Die Röstnoten aus dem Eichenholzfass haben sich großartig mit den Fruchtaromen vereint, sodass ein grandioser, ausbalancierter Geschmack zustande gekommen ist, der mit Kraft strotzt und trotzdem sehr filigran ist und dazu noch elegant und frisch. Die 2016er St. Kilian Cuvée blanc trocken überzeugt total, zeigt sie doch alle Merkmale eines Ausnahme-Weissweines. Exzellent!

Der Wein hat 13,5 vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Triebwerk Riesling Trocken

Als drittes wird nun eine absolute Pretiose der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg verkostet, mit diesem 2016er Riesling trocken, der unter der ganz besonderen Linie der Triebwerk-Weine gelistet ist. Hierbei handelt es sich um einen Riesling, dessen Trauben in den besten Lagen rund um Heilbronn reiften. Die Jungwinzer der Genossenschaft haben sich unter dem Begriff „Triebwerk“ vereint, um zu zeigen, wie wichtig es die neue Generation nimmt, Weine von höchster Klasse zu erzeugen. 

So liegt es in ihrer Obhut die allerbesten Riesling-Trauben aus den Spitzenlagen zu lesen, damit dieser 2016er Riesling trocken entstehen konnte. Die Rebstöcke können zum Teil ein Alter von über 60 Jahre vorweisen und besitzen so kleine, sehr konzentrierte, extraktreiche Beeren, die intensiv das Terroir widerspiegeln. Nach einer langen Reifephase wurden bei einer sehr späten Lese ausschließlich gesunde, goldgelbe Riesling-Trauben geerntet, die sehr zeitnah sehr schonend im Keller verarbeitet wurden, einhergehend mit einer behutsamen Gärung im Edelstahltank und im Holzfass. So ist dieser 2016er Triebwerk Riesling trocken entstanden, dem nur die allerbesten Vorrausetzungen zugebilligt wurden.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder den Sauerstoff nicht vergessen. Die Nase erfreut sich an Anklängen, die an Weinbergpfirsich, Zitrusfrüchte und Wiesenblumen erinnern und die durch eine erfrischende Mineralität ergänzt werden. Im Mund und am Gaumen werden die Nuancen perfekt bestätigt. Es ist diese knackige Säure, die so einen kompletten Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt, der einfach nur begeistert. Der 2016er Triebwerk Riesling trocken ist kraftvoll, mineralisch, opulent und vielschichtig und überzeugt mit seinem nicht enden wollenden Abgang, der noch einmal zeigt was in diesem Spitzen-Riesling steckt, nämlich ein üppiges Fruchtspiel mit einem rassigen, kraftvollen Körper und einer facettenreichen, vielschichtigen Charakteristik und einer eleganten Mineralität bei einer ausgewogenen Säurestruktur. Riesling-Herz was willst Du mehr? Hut ab!

Der 2016er Triebwerk Riesling trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden

 Foto: Helga König
2015 St. Veit Rotwein trocken Im Barrique gereift

Kommen wir nun zu den phänomenalen Spitzen-Rotweinen der Genossenschaftskellerei. Da ist zunächst dieser 2015er Rotwein trocken, der eine Cuvée aus den Rebsorten Cabernet Cubin, Cabernet Dorsa und Lemberger ist. Wie fast alle exzellenten Weine der Premium-Serien, hier handelt es sich um die Spitzenlinie St.Veit, hat auch dieser Rotwein seine Reife im Barrique erlangt. Die Trauben stammen von alten Rebstöcken aus sehr ertragsreduzierten Lagen. Sie wurden selektiv handverlesen, sodass nur absolut gesundes und hochreifes Rebgut zur Verarbeitung gekommen ist. Dabei wurden sie traditionell auf der Maische vergoren, um dann in aller Ruhe in den Kellern von St. Veit 24 Monate in Barriquefässern heranzureifen. So ist diese 2015er Rotwein-Cuvée entstanden, die sich durch einen ausgeprägten und intensiven Charakter auszeichnet. Mit viel handwerklichem Geschick und großer Erfahrung haben es die Kellermeister verstanden, diese Cuvée sortentypisch und sehr geschmackvoll im Barrique auszubauen.

Farblich präsentiert sich der Rotwein in einem dichten Dunkelrot, das schon der Intensität dieser Cuvée Ausdruck verleiht. Haben die Weissweine schon Belüftung benötigt, so gilt dies für die Rotweine erst recht, zumal wenn sie im Barrique gereift sind und zunächst die Gerbstoffe die Aromenfülle freigeben müssen. Danach darf sich die Nase über intensive Aromen von reifen, roten, dunkeln Früchten freuen, wie etwa Brombeeren, Pflaumen, schwarzen Kirschen, schwarzen Johannisbeeren, Vanille, aber auch grünem Paprika und Schokolade. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch komplex eingebundene Tannine ergänzt. 

Die 2015er Rotwein-Cuvée besitzt einen sehr kräftigen Körper, ist extaktreich und angenehm komplex, wobei die unterschiedlichen Aromen der verschiedenen Rebsorten bestens miteinander harmonieren. Der Ausbau im Eichenholzfass hat dem Wein zusätzliche Fülle und eine weitere Nuancenvielfalt gegeben und dementsprechend Kraft. Die Cuvée verfügt über einen ganz individuellen Charakter, ist dicht, ausdrucksstark und besitzt ein sehr authentisches körperreiches Bukett. Der lange Nachhall zeigt noch einmal deutlich, welches geballte Potential in dieser 2015er Rotwein-Cuvée steckt, für Liebhaber eines besonderen kraftvollen Rotweines ideal. Prachtvoll!

Der 2015er St Veit Rotwein trocken im Barrique gereift hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Sankt Kilian Samtrot Trocken Im Barrique gereift

Es folgt nun ein weiterer Premium-Rotwein aus der Serie Sankt Kilian aus dem Jahrgang 2015. Dabei handelt es sich die spezielle Rebsorte Samtrot, die zu der Gruppe der Burgundersorten zählt. Samtrot ist ein Synonym für den Blauen Spätburgunder, handelt es sich doch sortenrechtlich um einen Klon des Pinot Noir. Seine unmittelbare Verwandtschaft zum Spätburgunder und die Tatsache, dass er in der Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau in Weinsberg entdeckt wurde, führte dazu, dass der Anbau der Rebsorte Samtrot fast ausschließlich auf das Anbaugebiet Württemberg beschränkt ist und hier ganz speziell in den Weinbergen der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg. Nur das allerbeste Traubengut aus den Lagen der Genossenschaftskellerei wurde genommen, um einen ganz exzellenten Samtrot zu kreieren. Der Ausbau des Rotweines hat dann im Barrique stattgefunden, wo er in aller Ruhe heranreifen konnte.

Im Glas zeigt sich der 2015er Samtrot in einer warmen dunkelroten Farbe mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Und nur noch einmal zur Erinnerung, bitte den Rotwein genügend atmen lassen, damit er sich in seiner vollen Pracht präsentieren kann. Jetzt zeigen sich sehr fruchtbetonte Anklänge, wie sie sich auch bei Spätburgundern anbieten, nämlich Kirschen, Brombeeren, Himbeeren, aber auch Vanille und Röstaromen. Die Frucht-Nuancen werden geschmacklich sehr angenehm im Mund und am Gaumen bestätigt und von einer harmonischen Säure unterstützt. 

Der 2015er Samtrot ist kräftig mit einer dichten Struktur und bestens eingebundenen Tanninen, dabei weich und ausdrucksstark, voll und von einer beeindruckenden Balance. Beindruckend ist auch die Harmonie zwischen den vollen Frucht-Anteilen, der guteingebundenen Säure und dem gelungenen Ausbau im Barrique, sodass als Ergebnis ein Rotwein der Rebsorte Samtrot entstanden ist, der nicht anders als großartig und als sehr geschmackvoll bezeichnet werden kann. Freunde eines runden, weichen, fruchtigen und anspruchsvollen Rotweins werden ihn lieben. Einzigartig!

Der 2015er St. Kilian Samtrot trocken hat 13,5%vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden. 2015 Triebwerk Lemberger Trocken Im Barrique gereift.

Zum Abschluss unserer kleinen Verkostungsreihe durch die Weinkeller der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg hier nun ein absolutes Highlight der württembergischen Spitzen-Kellerei. Genossen wird ein 

2015er Lemberger, der trocken ausgebaut, im Barrique gereift ist. 

In der Top-Linie Triebwerk geführt, handelt es sich um einen Spitzen-Rotwein, der von den Jungwinzern der Genossenschaft mit den allerbesten Vorrausetzungen erzeugt wurde. Nur die edelsten Trauben aus den besten Lagen rund um Heilbronn wurden für diesen 2015er Triebwerk Lemberger herangezogen. Die Rebstöcke haben dabei teilweise ein Alter von mehr als 60 Jahre. Die Böden auf denen sie gewachsen sind, zeigen die vielfältigsten Gesteinsformationen und das besondere Mikroklima lässt ein Terroir entstehen, das für den Lemberger einzigartig ist. Und das Ergebnis ist sensationell. Dies wird auch durch die Prämierungen bestätigt, etwa die 89 Punkte beim Meiningers Rotweinpreis.

Die Farbe dieses charaktervollen Triebwerk Lemberger trocken ist ein dichtes tiefgründiges Dunkelrot. Geben Sie dem grandiosen Lemberger die Chance zu zeigen, was alles in ihm steckt und lassen sie ihn zunächst in aller Ruhe sich mit Sauerstoff vermählen. Dies zeigt sowohl Respekt vor dem Wein, aber auch vor den großartigen Winzern, die eine solche Pretiose erzeugt haben. Das olfaktorische Erlebnis ist danach mehr als beglückend. Eine überwältigende Fruchtfülle an roten Früchten, wie Brombeeren, Pflaumen, Heidelbeeren, Holunderbeeren aber auch Vanille und Schokolade werden mit der Nase wahrgenommen, wozu sich noch ein mineralisch-erdiger Duft gesellt. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und von einer beerig-würzigen Geschmackskomponente ergänzt. Der 2015er Triebwerk Lemberger trocken ist ein fulminanter Wein mit einer grandiosen Struktur. Er ist von kräftiger Statur, ungemein dicht und extraktreich, sehr intensiv und voluminös und voll und rund. Dabei ist seine Tanninstruktur optimal auf das Frucht-Gerüst abgestimmt, seine Säure ein großartig tragendes Element im einmaligen Gesamten. Ein solch charaktervoller Wein hinterlässt großartige Erinnerungen, mit einem Wort: eine absolute "Granate". Chapeau!

Der 2015er Triebwerk Lemberger trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius überaus genossen werden.

Nachdem wir jetzt die Klasse-Weine der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg mit großer Begeisterung und viel Freude verkostet haben, hier unser Fazit:

Die Genossenschaftskellerei Heilbronn ist nicht nur eine der größten Genossenschaften in Deutschland, sie ist auch eine der besten. Dies haben die Weine ganz deutlich gezeigt, denn ob Chardonnay mit Weissburgunder, Cuvée Blanc oder Triebwerk Riesling bei den Weißen und St. Veit Cuvée, St. Kilian Samtrot oder ganz besonders der Triebwerk Lemberger, alle Weine sind von allerhöchstem Niveau und von einer Spitzen-Qualität. Die Gründe warum das so ist, kristallisieren sich eindeutig heraus, wenn man sieht, welche Ausnahme-Lagen rund um Heilbronn zu finden sind, welche exzellenten Böden sich mit einem besonderen Mikro-Klima zusammentun, damit so ein Terroir entsteht, das einzigartige Weine wachsen lässt. 

Nimmt man dann noch die lange Tradition der über 1000 Winzer, die der Genossenschaft angehören, die bestens ausgebildeten Kellermeister und nicht zu vergessen, das nimmermüde Engagement von allen in der Genossenschaft nur das Allerbeste zu erzeugen, dann wird klar, warum solche absoluten Weine zustande kommen. Es ist die erfolgreiche Symbiose von Gemeinschaft, Wissen und Können und die Neugierde und das Interesse bei der Entwicklung des Weinbaus immer ganz vorne mit dabei zu sein, etwa durch die eigene Rebveredlung. Solche Gründe sind es die ganz in die erste Reihe der deutschen Weinerzeuger führen. Da die Württemberger ihre Weine am meisten lieben, gibt es eine riesige Fan-Gemeinde, die die Tropfen aus der Genossenschaft über alles schätzen. 

Damit stehen sie aber mitnichten allein, denn auch wir gehören nach dieser Verkostung zu ihren begeisterten Anhängern. Die professionelle Weinszene ansonsten bezeugt ja regelmäßig mit ihren Super-Bewertungen, welchen außerordentlichen Stellenwert die Winzer der Heilbronner Genossenschaft haben und da stehen auch die Fachjournale in nichts nach. Doch am Ende ist es der Wein im Glas, der zeigt was los ist, und der ist Spitze. 

Deshalb sagen wir: Maximal empfehlenswert.

 Peter J. und Helga König

Anbei der Link zur Homepage der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg e.G.. Dort können Sie den Wein bestellen. http://www.wg-heilbronn.de/home.html

Winzergenossenschaft Bötzingen am Kaiserstuhl/Baden e.G. 4 Weissweine und 2 Rotweine

 Foto: Helga König
Der Weinort Bötzingen am südöstlichen Kaiserstuhl ist wohl die älteste Weinbau-Gemeinde in ganz Baden, denn bereits im Jahre 769 n. Chr. wurde der Ort urkundlich erwähnt. Positioniert zwischen Elsass und Schwarzwald galt die Gemeinde bis vor wenigen Jahren als Geheimtipp für außerordentliche Weine. 

Der Weinbau hat in Bötzingen Tradition seit alters her. Im Jahre 1935 haben sich 64 Winzer zusammengetan, um die Winzergenossenschaft Bötzingen e.G. zu gründen. Heute sind es 273 aktive Mitglieder, Winzerinnen und Winzer, die auf einer Rebfläche von mehr als 340 Hektar dabei sind, erstklassige Wein-Qualität zu erzeugen. Dafür geben sie ihr ganzes Herzblut und ihr Engagement, ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Sorgfalt bürgt für allerbeste Tropfen. 

Zusammen mit den Kellermeistern werden Weine erzeugt, die sich durch höchstes Niveau und außergewöhnliche Qualität auszeichnen. In der Winzergenossenschaft Bötzingen e.G. gehen Tradition und Moderne einher. Qualität steht an oberster Stelle, sie ist das Maß allen Bemühens. So hat neben der naturnahen Bewirtschaftung der Weinberge, die selektive Handlese erste Priorität, gefolgt von einem sehr zeitnahen Abtransport des Traubenguts in den Keller, wo es mit modernsten Maschinen äußerst schonend verarbeitet wird. Innovation spielt bei der Philosophie des Weinmachens bei den bestens geschulten Önologen der Genossenschaft ebenso eine entscheidende Rolle wie ihre Fachkompetenz, und alles zusammen lässt herrliche Weine entstehen. Dabei kommen speziell die bekannten badischen Rebsorten zum Zug, die bei dem vorherrschenden Terroir größtmögliche Erfolge erzielen. 

Besonders die Weine aus der Burgunderfamilie spielen eine ganz entscheidende Rolle, immerhin 60% der Rebfläche sind mit Weiß-, Grau- und Spätburgunder bestockt. Ergänzt wird das vielfältige Sortiment durch Müller-Thurgau, Silvaner und Riesling. Aber auch Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, Regent, Sauvignon Blanc und Scheurebe werden angebaut. Die Weinberge, die ausschließlich in Terrassenlagen zu finden sind, besitzen eine ideale Bodenbeschaffenheit mit ihren vorwiegenden Löß- und Lehmböden sowie Vulkanverwitterungsgestein. 

Die klimatischen Bedingungen sind am Kaiserstuhl geradezu einzigartig in Deutschland, findet man doch hier die meisten Sonnenstunden und das wärmste Klima hierzulande. Dies zeigt sich ganz deutlich bei den Weinen der Bötzinger Genossenschaft, sie sind von höchstem Niveau und von allerbesten Qualität. Damit diese Weine nicht nur regional bekannt werden, haben sich die Winzer der Genossenschaft 1993 zu einer neuen Weinausbau- und Vermarktungsstrategie entschlossen. Um auch national und international Beachtung zu finden, wurde unter dem Label "Der Bötzinger" eine Bekanntheitsoffensive gestartet, wozu auch die Produktlinien "Kiebitz" und "Edition" zählen. 

Gerade die Qualität und der gute Ruf der Weine hat dazu geführt überregional und international Erfolge zu erzielen. Dies verpflichtet mit jedem neuen Jahrgang eine noch mehr gesteigerte Qualität zu bringen, wenn die Natur es denn zulässt. Das Ergebnis ist eine Fülle von Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Verkostungen, etwa die Goldmedaille bei Mondial des Pinots 2016, die Goldmedaille bei Grand Prix du Jury 2016, Straßburg, Silber bei AWC Vienna Award 2017, Silber bei Mundus Vini 2017, 87 Punkte bei Meiningers Rotweinpreis 2016, 87 Punkte Best of Riesling 2017 und sehr viele Goldmedaillen vom Badischen Weinbauverband. Auch die renommierten Weinführer wie etwa das Genuss-Magazin Selection hat der Bötzinger Winzergenossenschaft vier Sterne als ausgezeichnete Bewertung zukommen lassen. 

 Nach so viel Theorie gilt es nun diese großartigen Weine zu verkosten: 

2016 Bötzinger Muskateller Kabinett 

Beginnen wollen wir mit der Verkostung dieses 2016er Muskateller, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett ausgebaut wurde. Die Muskateller-Traube ist eine der ältesten Rebsorten überhaupt, denn bereits um 3000 v. Chr. sollen die Ägypter und Perser diese Traube gekannt und angebaut haben. Über viele Kreuzungen und Neuzüchtungen hat sich der Muskateller in den unterschiedlichsten Arten über Jahrtausende erhalten, wobei einige Varianten weltweite Ausbreitung und Bedeutung erlangt haben. Das Terroir der Bötzinger Lagen am Kaiserstuhl bietet ideale Bedingungen für diese anspruchsvolle Rebsorte, sodass ein sortentypischer Wein erzeugt wird, der mit seinem feinen Muskatellerbukett punktet und gleichzeitig eine feinfruchtige Säure besitzt.

Im Glas präsentiert sich der 2016er Bötzinger Muskateller Kabinett in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Damit der Wein sowohl sich olfaktorisch als auch geschmacklich bestens entfalten kann, sollte er zunächst mit dem nötigen Sauerstoff vermählt werden. Jetzt zeigen sich feine Aromen in der Nase, die an Muskat, aber auch an Orangen und Pfirsiche erinnern, und dabei auch durchaus blumig sind. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine fruchtbetonte Säure ergänzt, die wunderbar mit den Fruchtnuancen harmoniert.

Der 2016er Muskateller Kabinett besitzt eine ausgewogene Restsüße, wobei die eingebundene Säure dafür sorgt, dass sie nicht zu dominant daherkommt. Der Muskateller ist einschmeichelnd, durchaus frisch und sehr animierend. Als Begleiter zu Süßspeisen ideal, schmeckt er auch ansonsten großartig. Wunderbar!

Der 2016er Bötzinger Muskateller Kabinett hat moderate 11% vol/alc und sollte bei 9 bis 11 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Bötzinger Riesling Kabinett Trocken

Weiter geht es mit diesem 2016er Riesling, der als Kabinett-Wein trocken ausgebaut wurde. Riesling gilt als die Königin der Weintrauben und gerade der deutsche Weinbau hat diese Rebsorte zu größten Erfolgen geführt. Deutscher Riesling ist ein absolutes Markenzeichen, das gerade in den beiden letzten Jahrzehnten Furore in der internationalen Weinszene gemacht hat. Und da gibt es die unterschiedlichsten Weinbau-Gebiete hierzulande, die exzellente Rieslinge hervorbringen. Dazu gehört auch der Kaiserstuhl mit der Bötzinger Genossenschaft, die diesen exzellenten Riesling Kabinett trocken vinifiziert hat. Welche Klasse der Wein besitzt, wird auch durch die Goldmedaille dokumentiert, die er vom Badischen Weibauverband erhalten hat.

Farblich zeigt sich der 2016er Riesling Kabinett trocken in einem leuchtenden Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier bitte nicht die Belüftung des Weines vergessen! Die Nase erfreut sich danach an feinrassigen Anklängen, die an Sommerapfel, Pfirsich und Aprikose erinnern. Diese Fruchtaromen werden auch im Mund und am Gaumen bestätigt, wobei eine rassige Säure die fruchtigen Aromen bestens trägt. Der Wein ist voll durchgegoren, angenehm trocken und besitzt Eleganz und einen wunderbaren Nachhall. Dabei punktet er auch noch mit der nötigen Frische, ohne die ein solcher ausgezeichneter Riesling Kabinett trocken nicht komplett wäre. Als Wein zur täglichen Erfrischung einfach ganz wunderbar. Großartig! 

Der 2016er Bötzinger Riesling Kabinett trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 9 bis 11 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Bötzinger Edition Weißer Burgunder Spätlese Trocken

Kommen wir nun zu einem ersten Highlight der Bötzinger Weine mit dieser 2015er Weißer Burgunder Spätlese trocken, die in der Spitzen-Rubrik, den Editions-Weinen geführt wird. Hier ist den Winzern von der Bötzinger Genossenschaft geradezu eine absolute Pretiose gelungen. Jeder Weinliebhaber hierzulande und darüber hinaus, weiß, welche herrlichen Burgunder am Kaiserstuhl wachsen, denn das Terroir passt einfach. Die 2015er Bötzinger Edition Weißer Burgunder Spätlese trocken allerdings ist mit ihrem höchstmöglichen Niveau und ihrer exzellenten Qualität ein Ausnahme-Erlebnis an Weißburgunder. Entsprechend auch sind die Würdigungen, angefangen von der Goldenen Kammerpreismünze des Badischen Weinverbandes, Silber bei Mundus Vini, Silber bei der AWC Vienna, 4 Sterne durch die Fachzeitschrift Selection, und, und, und. Dies hat auch die Wein-Sommeliers von Lufthansa auf den Plan gebracht, sie orderten über 60.000 Flaschen dieses Prädikatsweines für ihre Business-Class und tragen so das Image der großartigen Weine der Bötzinger Genossenschaftswinzer in die große, weite Welt hinaus. 

Im Glas zeigt sich die 2015er Weißer Burgunder Spätlese trocken in einer glänzend goldenen Farbe. Ohne langweilen zu wollen, so ist es gerade bei einem solchen Spitzenwein angebracht, ihn optimal zu belüften. Danach zeigt sich eine ganz besondere Aromenvielfalt in der Nase, nach Pfirsich, Aprikose, Litschi, Karambole und Citrus und etwas Honigmelone. Im Mund und am Gaumen werden diese Frucht-Nuancen großartig bestätigt und von einer wunderbar eingebundenen Säure ergänzt, die Teil dieses einzigartigen Frucht-Säure-Bogens ist. Die 2015er Weißburgunder Spätlese trocken ist komplex, vielschichtig, gehaltvoll und füllig, mit viel Kraft und doch dabei so filigran, feingeschliffen und nuancenreich. Jeder Schluck ist ein neues Erlebnis und jeder Schluck betört absolut die geschmacklichen Sinne, ganz zu schweigen von diesem grandiosen Finish, das einfach nur nach mehr schreit. Die 2015er Spätlese trocken ist ohne Zweifel eine Offenbarung, ein Weißburgunder „at it´s best“ und ein absoluter Glücksfall für die Bötzinger Genossenschaft, die damit erneut ihre hohe Kunst des Weinmachens unter Beweis stellt. Chapeau!

Der Wein hat 13,8% vol/alc und sollte bei 9 bis 11 Grad Celsius überaus genossen werden.

2015 Bötzinger Edition Grauer Burgunder Spätlese Trocken

Und weiter geht der Höhenflug durch die Top-Weine der Bötzinger Winzer mit dieser 2015er Grauer Burgunder Spätlese trocken, ebenfalls bei den Bötzinger Editions-Weinen angesiedelt. Wie zuvor bereits erwähnt, fühlt sich die Burgunder-Familie ganz besonders wohl auf den Löß- und Lehm-Böden mit Vulkanverwitterungsgestein, die in den Lagen der Bötzinger Winzergenossenschaft hier am Kaiserstuhl überwiegend anzutreffen sind. Dadurch wird klar, dass auch die jetzt verkostete Grauburgunder Spätlese trocken ein absoluter Ausnahme-Wein mit einem erstaunlichen Geschmacks-Potential ist. 

Sie braucht sich mitnichten vor ihrem Vorgänger, dem eben besprochenen Weißburgunder verstecken, bietet sie doch das gleiche Niveau und eine ebensolche Qualität an, wobei beides grandios ist. So kann auch diese 2015er Grauburgunder Spätlese trocken mit besonderen Auszeichnungen aufwarten.-- Farblich präsentiert sich der Wein in einem intensiven Hellgelb mit brillanten Reflexen. Und nur zu Erinnerung, bitte den nötigen Sauerstoff nicht vergessen, die trockene Grauburgunder Spätlese dankt es mit intensiven reifen Burgunderaromen in der Nase, die an Sommerapfel, Aprikose, Wiesenblumen und eine leichte Kräuternote erinnern, ebenso mit einem leichten Hauch von süßlicher Vanille. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge intensiv geschmacklich bestätigt und es ist diese elegante Säure, die ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel entstehen lässt. 

Die 2015er Grauburgunder Spätlese trocken ist dicht, von kräftiger Struktur, vollmundig und mit einem langanhaltenden Abgang versehen, der noch einmal die gesamte Palette an Aromen Revue passieren lässt. Dabei zeigt sich noch einmal wie außergewöhnlich und einzigartig diese 2015er Grauburgunder Spätlese trocken ist und man kommt zu dem Ergebnis, der Grauburgunder steht dem Weißburgunder in nichts nach. Beide Weine sind exorbitant gut. Hut ab!

Der 2015er Bötzinger Edition Grauer Burgunder Spätlese trocken hat 13,4% vol/alc und sollte ebenfalls bei 9 bis 11 Grad Celsius intensiv genossen werden.

2016 Bötzinger Spätburgunder Kabinett trocken

Nachdem wir jetzt die sensationellen Weissweine der Bötzinger Winzergenossenschaft kennen- und schätzenlernen durften, nun zu den Spätburgundern, die nicht minder spektakulär sind, wachsen doch am Kaiserstuhl Weine dieser Rebsorte von ganz außerordentlicher Qualität. Und dies gilt ganz besonders für die Spätburgunder der Bötzinger Genossenschaft, die dank des geeigneten Terroirs und dem nimmermüden Engagement, sowohl bei der naturnahen Pflege der Weinberge, der selektiven Handlese und der sehr schonenden Verarbeitung im Keller Spätburgunder zu vinifizieren imstande sind, die, in aller Ruhe gereift, höchstes Niveau haben, so wie dieser 2016er Spätburgunder, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Da ist es nicht erstaunlich, dass der Badische Weinbauverband diesem wunderbaren Spätburgunder die Goldmedaille zugedacht hat

Im Glas zeigt sich der Wein in einer kräftigen rubin-roten Farbe mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt Weisswein, zumal so exzellente wie von den Bötzinger Winzern genügend Sauerstoff, so gilt dies für die Ausnahme-Rotweine der Genossenschaft erst recht. Die Nase freut sich über intensive Anklänge, die an Schwarzkirschen, Brombeeren und schwarze Johannisbeeren erinnern, zudem noch den Duft nach etwas Zedernholz. Im Mund und am Gaumen werden die Frucht-Nuancen geschmacklich exakt geschmacklich bestätigt und durch eine gut eingebundene Säure ergänzt, sodass es zu diesem ausgewogenen Süße-Säure-Verhältnis kommt. 

Der 2016er Spätburgunder Kabinett trocken ist extraktreich, intensiv und vollmundig, dazu von angenehmer kräftiger Struktur und durchaus komplex und trocken. Bei einem langen Finish zeigt der Wein noch einmal deutlich, was in ihm steckt, vollreife Kirschen, die sich wunderbar geschmacklich mit dem Anflug von Zedernholz ergänzen. Alles zusammen ist bereits in diesem jungen Stadium sehr weich und rund und überaus animierend. Einige Monate auf der Flasche werden dem Wein zusätzliche Reife geben, um dann auf seinem geschmacklichen Höhepunkt ein absolut großer Spätburgunder zu sein, der nur Begeisterung, Freude und optimale Trinkfreude auslöst. Exzellent!

Der 2016er Spätburgunder Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Bötzinger Spätburgunder Spätlese Trocken

Als zweiter Rotwein kommt diese "Granate" zur Verkostung, eine 2015er Spätburgunder Spätlese trocken, die noch eine Steigerung zu dem zuvor verkosteten Spätburgunder ist, obwohl dieser bereits ein beindruckendes Niveau erreicht hat. Dies liegt zum einen an dem intensiveren Ausbau der Prädikatsstufe Spätlese, die den Wein noch körperreicher entwickelt hat und zum anderen an der längeren Reifezeit auf der Flasche, die das Potential dieses Ausnahme- Spätburgunder noch deutlicher und geschmackvoller hervorhebt. Nur vollreifes, gesundes Rebgut ist dabei vinifiziert worden, wobei der Spätburgunder bei seiner Reife im Holzfass genügend Zeit bekam, um die Frucht mit den Gerbstoffen zu vermählen. Dies hat ihn zu einem kräftigen Burgunder werden lassen, der über eine Fülle von beeindruckenden Aromen verfügt. Das hat auch die Jury im Badischen Weinbauverband nachhaltig beeindruckt, sodass sie dieser 2015er Spätburgunder Spätlese trocken ebenfalls die Goldene Kammerpreismünze verliehen hat, und mit Recht.

Farblich präsentiert sich der Wein in einem bestechenden, kräftigen Rubinrot mit violetten Reflexen. Bitte denken sie an die Belüftung des Spätburgunders. Nur so erlebt die Nase diese interessante Duftmischung ganz deutlich und intensiv, wobei es sich um Anklänge nach süßlich reifen Kirschen und Wildfrüchten handelt, die begleitet werden von einer feinen Marzipannote. Die entsprechende, geschmackliche Bestätigung des olfaktorischen Eindrucks findet unmittelbar danach im Mund und am Gaumen statt. Diese 2015er Spätburgunder Spätlese trocken hat alles was ein ganz großer Wein dieser Rebsorte braucht, sehr viel Substanz, sehr viel Kraft, sehr intensive Frucht, die absolut geeignete Säure, die ideal mit der Frucht korrespondiert, Komplexität, ausgeprägte Aromen und ein ganz besonderes Volumen, wozu auch die bestens eingebundene Tanninstruktur beiträgt und die nötige Eleganz und Balance, die bei dem nicht enden wollenden Nachhall sich noch äußerst präsent zeigt. Dazu ist die trockene Spätlese weich und rund und extrem vollmundig. Dieser Spätburgunder ist eine geschmackliche Offenbarung, jeder Schluck ist ein „Hochamt“. Phänomenal!

Die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken hat 13, 6% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad vollkonzentriert genossen werden. 

Nachdem wir jetzt die 4 Weisweine und die 2 Spätburgunder von der Bötzinger Winzergenossenschaft voll Begeisterung verkostet haben, hier unser Fazit:

Es ist nicht zu leugnen, dass die Weine aus Bötzingen uns ganz besonders gut geschmeckt haben. Dies hat mit verschiedenen Faktoren zu tun: Da sind die Gegebenheiten des ganz besonderen Terroirs, die die Winzer am südöstlichen Kaiserstuhl ihr Eigen nennen. Da ist die lange Tradition des Weinmachens in der Genossenschaft, die einhergeht mit dem Wissen des modernen Weinbaus unter Zuhilfenahme neuester Geräte zur Vinifizierung, und da ist vor allen Dingen der Wille aller in der Genossenschaft engagierten Winzer, Kellermeister und Mitarbeiter, Weine auf allerhöchstem Niveau und allerbester Qualität zu erzeugen, die charaktervoll, individuell, sortentypisch und terroir-geprägt sind. Und dies mit nimmermüdem Einsatz und der Überzeugung von Jahrgang zu Jahrgang selbst auf höchstem Level die Weine gleich exzellent zu erzeugen, oder sie noch ein bisschen besser zu machen. Dieses Engagement zahlt sich aus und den Beweis erbringen diese vielfach dekorierten Spitzenweine. Bötzingen mag als Weinort ja klein sein, der Ruf der Weine aus ihrer Genossenschaft jedenfalls ist groß und über alle Grenzen bekannt. Dies zeigen die nationalen und internationalen Prämierungen deutlich. Und wenn Lufthansa in ihrer Business-Class den Weißburgunder ihren besonderen Fluggästen anbietet, dann hat das mit bester Qualität, einem großartigen Geschmack und dem Wissen zu tun, nur das Allerbeste zu servieren. Da sind wir der gleichen Überzeugung, zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis Nonplusultra ist. Kurzum:

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König 


Anbei der Link zur Winzergenossenschaft. Dort können Sie den Wein bestellen.https://www.wg-boetzingen.de/

Winzergenossenschaft Wolfenweiler e.G. Schallstadt/Wolfenweiler Markgräflerland 2 Weißweine, 2 Rosé und 2 Rotweine

 Helga König
Die Winzer-Gemeinde Schallstadt-Wolfenweiler liegt nur wenige Kilometer südlich von Freiburg. Hier ist die Winzergenossenschaft Wolfenweiler e.G. zuhause. Weinbau wird in Wolfenweiler bereits seit über 1200 Jahren betrieben. Gegründet im Jahr 1939, haben sich damals 40 Winzer zu der Genossenschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Position im Weinbau zu stärken. Heute sind es 320 Winzerfamilien, die auf einer Rebfläche von etwa 300 ha Weine erzeugen. Dabei ist es gerade die ausgezeichnete Zusammenarbeit von Winzern und Kellermeistern, die solche großartigen Weine entstehen lassen, wie sie die Wolfenweiler Genossenschaft zu bieten hat. Vorausetzung ist da wesentlich das Terroir der Weinberge, das die ideale Bodenbeschaffenheit aufweist und ein mildes, sonniges Klima in der südlichen Rheinebene, das großartige Weine wachsen lässt. 

An den Hängen und Vorbergen des Schwarzwalds besitzen die Winzer der Genossenschaft erstklassige Lagen, die da sind: Wolfenweiler Batzenberg, Wolfenweiler Dürrenberg und Freiburger Steinler. Die hier angebauten Rebsorten entsprechen genau den Weinen, für die das Markgräflerland berühmt ist. 

Deshalb steht der Gutedel mit 35% ganz an erster Stelle, gefolgt 26% Blauer Spätburgunder, 17% Müller-Thurgau, 7% Weißer Burgunder, 5% Grauer Burgunder, 2% Regent und noch einige andere spezielle Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, Auxerrois und Riesling, die bei den Weißen den Rest bilden, während im Rotwein-Bereich noch Schwarzriesling, St. Laurent, Dornfelder, Cabernet Sauvignon und Merlot hinzukommen. Den Winzern der Wolfenweiler Genossenschaft liegt im besonderen Maße die Bewirtschaftung ihrer Weinberge am Herzen, denn hier sehen sie die wesentliche Voraussetzung für ihre erstklassigen Weine. 

Von daher achten sie genauestens darauf eine naturschonende und umweltbewusste Behandlung ihrer Lagen zu betreiben. So haben die Bio-Weine in der Genossenschaft einen ganz hohen Stellenwert, ebenso die vegan erzeugten Weine. Die Palette der Weine reicht vom Qualitätswein für den täglichen Genuss, bis hin zum exklusiven Spitzenwein. Dabei sind die sorgsame Rebpflege, die langjährige Erfahrung und eine selektive Traubenlese für die Qualität genauso wichtig, wie die zeitnahe, schonende Verarbeitung im Keller mit modernstem Gerät. So entstehen Weine mit eigenem Charakter, sortentypisch und individuell, wobei die Handschrift des Kellermeisters sich eindeutig zu erkennen gibt. Soviel Akribie und Engagement zahlt sich nicht nur in der Beliebtheit der Weinfreude der Wolfenweiler Genossenschaft aus, auch der Badische Weinbauverband hat dies mit 5 Goldmedaillen für verschiedene Weine honoriert. Diese jetzt zu verkosten wird spannend und eine Freude zugleich:

 Foto: Helga König
2016 Wolfenweiler Batzenberg Weisser Burgunder Trocken

Zu Beginn unserer Verkostungsreihe kommt dieser 2016er Weißburgunder trocken zur Probe. Gewachsen sind die Trauben zu diesem Weisswein in der besonderen Lage Wolfenweiler Batzenberg, eine Weinbergslage, die sich prächtig für alle Burgunderweine eignet. Am Fuße des Schwarzwaldes gelegen, werden die Trauben mit einer großen Anzahl von Sonnenstunden verwöhnt, immerhin gehört das Markgräflerland südlich von Freiburg zu den sonnenreichsten Gegenden in Deutschland. Weißburgunder, französisch Pinot Blanc ist eine Weissweinsorte, die sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreut. Und gerade im Markgräflerland werden exzellente Weine aus dieser Rebsorte erzeugt, so wie der hier verkostete 2016er Wolfenweiler Batzenberg Weisser Burgunder trocken.

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor es zur olfaktorischen Prüfung kommt, ohne die man niemals ein Wein verkosten sollte, gilt es dem Weißburgunder genügend Sauerstoff zuzuführen. Jetzt nimmt die Nase eindeutige Anklänge an frische Apfelnoten und Zitrusaromen wahr. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich sehr erfrischend registriert, wozu auch die gut ausbalancierte Säure einen wesentlichen Anteil hat. 

Der 2016er Weißburgunder ist intensiv und kräftig im Geschmack, lebendig punktet mit feiner Frucht und einem langen Abgang, der auch mit der nötigen zitronigen Frische daherkommt, ohne die ein solcher Wein nicht auskommt. Zur täglichen Erbauung ideal, eignet sich der 2016er Weißburgunder trocken auch ganz besonders zu Spargel, Salate, Fisch und hellem Fleisch. Wunderbar!

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett Trocken 

Weiter geht es mit der Verkostung durch die Weine von der Wolfenweiler Genossenschaft mit diesem 2016er Chardonnay, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Auch dieser Wein stammt vom Wolfenweiler Batzenberg. Chardonnay liebt ähnliche Wachstums-Bedingungen wie Weißburgunder, deshalb ist er in dieser Lage bestens aufgehoben. 

Chardonnay ist ursprünglich eine französische Rebsorte, hat mittlerweile aber seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. In Frankreich werden Chardonnay-Weine erzeugt, die weltberühmt sind, etwa in den Weinbaugebieten von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. Baden ist hierzulande das erste Weinbaugebiet, das diese hochwertige Traube kultiviert hat. Und dies mit großartigem Erfolg, wie der hier verkostete 2016er Chardonnay trocken zeigt. 

Farblich präsentiert sich der Wein im Glas mit einen leuchtenden Hellgelb. Achtung, auch hier bitte nicht den Sauerstoff vergessen. Danach wird die Nase mit Aromen-Nuancen beglückt, die an Stachelbeeren, Karambole und Litschi erinnern. Getragen werden die Frucht-Anklänge von der geeigneten Säurestruktur, die dem Chardonnay Fülle und Kraft geben. Der Wein ist bestens ausbalanciert, verfügt über intensive Frucht und eine angenehme Säure, die so ein beachtliches Frucht-Säure-Spiel aufkommen lässt, das sich langanhaltend bis zu einem frischen, überzeugenden Finish hinzieht. Dabei ist Gelegenheit noch einmal den sehr animierenden Geschmack Revue passieren zu lassen. Der Badische Weinbauverband hat dem Chardonnay die Goldmedaille verliehen. Großartig! 

Der 2016er Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2016 Wolfenheimer Batzenberg Spätburgunder Weißherbst Rosé 

Verkostet wird nun dieser 2016er Spätburgunder Weißherbst. Die roten Spätburgundertrauben zu diesem Wein wurden ebenfalls in der Lage Wolfenheimer Batzenberg kultiviert. Weißherbst ist ein Roséwein, der von einer einzigen roten Traubensorte vinifiziert wird und in einer Lage gewachsen sein muss. Hier handelt es sich um Pinot Noir-Trauben, alle vom Wolfenheimer Batzenberg, die später wie Weisswein gekeltert wurden. Dabei wird der Most vor der Gärung abgepresst, so dass sich die rote Färbung der Beerenhaut nur als leichte Rosafärbung des Weines bemerkbar macht. Der 2016er Spätburgunder Weißherbst wurde lieblich ausgebaut, was ihm eine fruchtig, elegante Note verliehen hat.

Im Glas offeriert sich der Wein in einer leuchtenden Rosé mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, denken Sie auch hier an die Belüftung des Weines, damit er sein ganzes Potential anbieten kann. Anklänge an Erdbeeren, rote Johannisbeeren und leichte Bittermandeln werden in der Nase wahrgenommen. Durch den eher lieblichen Ausbau dominieren eindeutig die Fruchtnoten, die aber nach und nach von einer harmonischen Säure eingebunden werden. 

Der 2016er Spätburgunder Weißherbst ist von einer gewissen Eleganz, überzeugt mit feinen Fruchtnoten, die doch erstaunlich frisch den Verkoster überzeugen. Dieser Weißherbst eignet sich für viele Gelegenheit, besonders dann wenn ein lieblicher Wein bevorzugt wird. Dies hindert nicht daran, ihn auch als geeigneten Essensbegleiter zu verkosten, etwa bei Pasteten, Terrinen, Lachs, hellem Fleisch oder Weichkäse. Hier kommt es allein auf den individuellen Geschmack an. Absolut überzeugend!

Der 2016er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Weißherbst hat moderate 11,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12% Grad Celsius getrunken werden.

2016 Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Rosé Trocken

Zur Verkostung kommt nun ein weiterer Rosé mit diesem 2016er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder. Im Gegensatz zu dem zuvor verkosteten Weißherbst wurde dieser Wein trocken ausgebaut. Die Vinifizierung hat in der gleichen Art stattgefunden. Der helle Saft der gepressten Pinot Noir Trauben wurde nur eine kurze Zeit auf der Maische gelassen, damit der Most eine gewisse rötliche Färbung der Beerenhäute annimmt. Die Gärung danach wurde nach der gleichen Methode durchgeführt, die auch beim Vinifizieren von Weißweinen angewandt wird, nämlich im Gärtank. Rosé, speziell Spätburgunder Rosé erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. So ist der Marktanteil hierzulande in den letzten Jahren von 2 auf 8% bei Weinen gestiegen. Dies hat auch mit diesen herrlichen Rosé-Weinen zu tun, die gerade in Baden, so wie hier in der Wolfenweiler Genossenschaft erzeugt werden.

Farblich überzeugt der 2016er Spätburgunder Rosé trocken mit einem leicht rötlichen Schimmer. Auch diesem Wein sollte man zunächst die nötige Beatmung gönnen. Danach erfreut sich die Nase an angenehmen Aromen, die an Erdbeeren, leichte Brombeeraromen und ein Hauch Bittermandel erinnern. Mund und Gaumen bestätigen die beerige Fruchtfülle, wozu sich auch noch eine harmonische Säure hinzugesellt. Der 2016er Rosé ist kräftig, geschmacklich komplett und bestens ausbalanciert, und der frische fruchtige Geschmack zeigt sich im Nachhall noch mit einer zitronigen Säure, die lange anhält und überaus animierend ist. Da freut man sich schon auf den nächsten Schluck, hat doch der Rosé mit seiner schlanken, geschmackvollen Struktur genau das, was ein unkompliziertes, lebendiges Trinkvergnügen ausmacht. Hut ab!

Der 2016er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Rosé trocken hat gestandene 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2016 Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Rotwein trocken

Es folgt nun mit diesem 2016er Spätburgunder trocken die rote Variante der zuvor verkosteten Rosé-Weine. Auch hier sind die Trauben in der Spitzenlage der Wolfenweiler Genossenschaft dem Wolfenweiler Batzenberg gewachsen. Spätburgunder oder Pinot Noir, wie er in französischer Sprache heißt, ist der König der roten Rebsorten. Nicht nur in seinem Mutterland Frankreich, speziell in Burgund, werden Weine aus dieser Traube erzeugt, die geradezu legendär sind, man denke etwa an Napoleons Lieblingsrotwein, ein Pinot Noir aus der berühmten burgundischen Appellation Gevrey-Champertin. Auch hierzulande werden beste Spätburgunder kreiert, wie etwa am Kaiserstuhl und im Markgräflerland. Hier stimmt das Terroir, so dass sich diese Rotweine prächtig entwickeln können, so auch am Batzenberg in Wolfenweiler

Im Glas präsentiert sich der 2016er Spätburgunder trocken in einer rubinroten Farbe mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Hat Weißwein schon Sauerstoff benötigt um sich richtig zu öffnen, so gilt dies für einen Rotwein erst recht. Intensive Anklänge an Kirschen, Brombeeren und Bittermandeln sind das olfaktorische Ergebnis. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt, wobei die intensive Frucht überaus präsent ist. 

Der Wein besitzt einen kräftigen Körper, durchaus eine komplexe Struktur, wozu auch ein gewisser Gerbstoffgehalt beiträgt, der dem Spätburgunder zusätzlich Fülle und Gewicht verleiht. Da der 2016er Spätburgunder noch recht jung ist, wird er auf der Flasche noch nachreifen. Jetzt schon ein wunderbar sortentypischer Pinot Noir wird er in einigen Monaten sein ganzes Potential entfalten und das Herz jedes Spätburgunder-Liebhabers erfreuen. Absolute Klasse!

Der 2016er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 20 Grad Celsius verkostet werden.


2016 Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder Rotwein

Zum Abschluss unserer kleinen Verkostungsreihe wird nun dieser 2016er Spätburgunder verkostet, der im Gegensatz zu seinem eben vorgestellten Vorgänger halbtrocken ausgebaut wurde. Gewachsen in derselben Lage, dem Wolfenweiler Batzenberg hat das Traubengut des Spätburgunders das gleiche schonende Verfahren durchlaufen, wie die trockene Variante.

Die Winzer der Genossenschaft haben den Rebstöcken jede Pflege zukommen lassen, die eine ganz besondere Qualität garantiert. Einhergehend mit der selektiven Lese und der sehr schonenden Verarbeitung im Keller ist so ein Spätburgunder entstanden, der halbtrocken ausgebaut, noch mehr die Frucht in den Vordergrund stellt. Letztendlich ist es dann eine persönliche Geschmacksfrage, ob man mehr den trockenen oder den halbtrockenen Spätburgunder vorzieht. Bei der Qualität gibt es keinen Unterschied, sie sind beide erstklassig.

Auch bei der Farbe des Weines im Glas zeigt sich hier das intensive Rubinrot. Sauerstoff ist auch hier ein wichtiges Thema. Ebenso ähneln sich die Anklänge, kirschig, reife Brombeeren und Bittermandeln. Mund und Gaumen registrieren sehr angenehm das fruchtige Zusammenspiel, wobei diese halbtrockene Variante noch intensiver und markanter die Fruchtaromen in den Vordergrund stellt. Dies lässt den Spätburgunder noch weicher und runder erscheinen, der samtige Abgang bestätigt dies großartig. Beide 2016er Wolfenweiler Batzenberg Spätburgunder überzeugen total, ob bei einer gemütlichen Zweisamkeit in winterlichen Stunden oder als ideale Essensbegleiter zu Wild, Lamm und einem schönen Rindersteak. Das heißt aber nicht, dass man im Sommer auf sie verzichten muss, dafür schmecken sie einfach zu gut. Chapeau!

Der 2016er Wolfenweiler Spätburgunder halbtrocken hat 12,5% vol/alc und sollte 16 bis 20 Grad Celsius getrunken werden.


Nachdem die jetzt die 6 Weine der Wolfenweiler Winzergenossenschaft mit großem Interesse verkostet haben, hier nun unser Fazit:

Ob die Weißweine, die Rosé oder die Rotweine, sie alle sind von hohem Niveau und erstklassiger Qualität. Dies ist sowohl auf die besondere Lage den "Wolfenweiler Batzenberg", als auch auf die akribische Arbeit der Winzer im Weinberg, als auch auf die erfahrene Kellerwirtschaft zurück zu führen. Tradition und Moderne bilden in der Wolfenweiler Genossenschaft ein fruchtbares Zusammenspiel, das sich dann bestens bei den Weinen zeigt. Sie sind Terroir-betont, authentisch, mit einem eigenen Charakter versehen und unverwechselbar. Dabei schmecken sie alle besonders gut, was schließlich am Wichtigsten ist. Da sie auch noch ein bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen, erfreuen sie das Herz des Weinliebhabers komplett. 

 Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Homepage der Winzergenossenschaft und können den Wein dort bestellen. https://www.wg-wolfenweiler.de/startseite/

Remstalkellerei e.G. Weinstadt-Beutelsbach 3 Weissweine und 3 Rotweine

 Foto: Helga König
Die Remstalkellerei ist wie viele Württembergische Weingärtnergenossenschaften aus einer Vielzahl von kleinen Genossenschaften entstanden. 1940 wurde sie als Zentralkellerei links und rechts der Rems gegründet. Heute besteht sie aus neun örtlichen Kellergenossenschaften. Die Weinbaufläche beträgt etwa 585 ha und nahezu 1000 Winzer sind Mitglieder in der Genossenschaft. Damit ist die Remstalkellerei einer der größten Weinbaubetriebe in Deutschland. Jährlich werden etwa 6- 7 Millionen Liter Wein erzeugt. Die Weinberge der Remstalkellerei gehören zu dem Bereich Remstal und Stuttgart und haben hauptsächlich schwere Keuperverwitterungsböden. Die bekannteste Einzellage ist der "Stettener Pulvermächer." 

Die wichtigste Rebsorte ist der Trollinger, gefolgt vom Riesling. Weitere bedeutende Sorten sind Lemberger, Kerner, Schwarzriesling und Spätburgunder. Daneben werden auch internationale Rebsorten kultiviert, wie etwa Sauvignon Blanc, Chardonnay und auch Zweigelt. Die Winzer der Remstalkellerei setzen auf die Symbiose von Tradition und Moderne. Traditionelles Wissen im Weinbau wird ergänzt durch modernste Kellertechnik. Erfahrene Önologen setzen beim Ausbau der Weine auf traditionelles Handwerk, wobei Edelstahltanks und Holzfässer zum Einsatz kommen. Die Weine der Remstalkellerei stehen für eine besondere Fruchtigkeit. 

Durch die exponierte Lage der Weinberge, sie liegen im Schnitt etwa 100 Meter höher als der württembergische Durchschnitt, ist die ideale Voraussetzung für fruchtbetonte und sortentypische Weine gegeben. Die Trauben profitieren von einer längeren Vegetationszeit und können ihre Aromatik ideal ausprägen. Dies gilt es nun bei der Verkostung der nun folgenden Weine zu probieren: 

2016 Chardonnay Trocken 

Beginnen wollen wir unsere kleine Verkostungsreihe durch die exzellenten Weine der Remstalkellerei mit diesem 2016er Chardonnay, der trocken ausgebaut wurde. Die Rebsorte Chardonnay, ursprünglich in Frankreich beheimatet, hat mittlerweile einen Siegeszug um die ganze Welt unternommen. In allen großen Weinanbaugebieten rund um den Globus wird sie intensiv angebaut, wo sie je nach Terroir eine eigene besondere Geschmacklichkeit entwickelt, so auch hier im württembergischen Remstal. 

Die Chardonnay-Weine aus den steilen Lagen punkten mit einem intensiv fruchtigen Bukett. Gewachsen sind die Trauben auf einem schweren Keuperverwitterungsboden, der gerade für die Chardonnay-Weine besonders geeignet ist. 

Im Glas zeigt sich der 2016er Chardonnay trocken in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Verkostung beginnt, sollte der Wein genügend Sauerstoff erhalten, damit er sein ganzes duft- und geschmacksmäßiges Potential offerieren kann. Jetzt zeigen sich intensive Anklänge die an Sommerapfel, Aprikose und Zitrusaromen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch tropische Früchte ergänzt. Die Fruchtaromen werden durch eine angenehme Säure getragen. Der Chardonnay ist vollmundig, weich und langanhaltenden im Abgang, wo sich auch noch die nötige Frische zeigt, die einen solchen Wein erst perfekt macht. Großartig! 

Der 2016er Chardonnay trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Schnaiter Altenberg Weißburgunder Kabinett Trocken 

Es folgt nun dieser 2016er Weißburgunder, der in der Prädikatsstufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Das Traubengut stammt aus der besonderen Lage Schnaiter Altenberg, die in der Bodenbeschaffenheit schweres Keuperverwitterungs-Gestein aufweist. Diese Böden sind tiefgründig, fruchtbar und haben ein gutes Wasserhaltevermögen, was den Rebstöcken gerade in trockenen Jahren zugutekommt. Bedingt durch die Höhenlagen, immerhin liegen diese etwa 100 Meter höher als der württembergische Durchschnitt, haben die Trauben im langjährigen Mittel etwa eine zweiwöchige längere Reifezeit. So entsteht hochreifes, gesundes Traubengut, was einen besonderen Qualitätsvorteil erbringt, der sich besonders durch fruchtbetonte Weine zeigt, wie der hier verkostete 2016er Weißburgunder Kabinett trocken. 

Farblich präsentiert sich der Wein in einem leuchtenden Hellgelb. Auch hier bitte nicht den nötigen Sauerstoff vergessen, bevor die olfaktorische Prüfung beginnt. Klare Anklänge von Quitten und Aprikosen werden in der Nase wahrgenommen und im Mund und am Gaumen geschmacklich bestätigt. Die Fruchtaromen werden bestens von einer feinen Mineralik untermalt und von einer spritzigen Säure getragen. Dieses herrliche Frucht-Säure-Spiel zieht sich hinein bis zu einem langanhaltenden Finish, wo noch einmal alle geschmacklichen Vorzüge absolut überzeugen. Optimal!

Der 2016er Schnaiter Altenberg Weißburgunder Kabinett trocken hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Stettener Pulvermächer Riesling Kabinett

Weiter geht es mit einem ganz besonderen Prädikats-Riesling der in der Stufe Kabinett ausgebaut wurde. Die Trauben zu diesem Spitzen-Riesling sind in der Lage Stettener Pulvermächer gewachsen, eine der Ausnahme-Lagen der Remstalkellerei. Auch hier findet sich schwerer Keuperverwitterungsboden. Riesling ist die bedeutendste Rebsorte in Deutschland und gerade in den beiden letzten Jahrzehnten hat der deutsche Riesling ein besonders hohes Ansehen weltweit erworben. Dies hat auch damit zu tun, dass die Qualität dieser Weine mittlerweile ganz außerordentlich ist, weil diese Rieslinge sehr authentisch das Terroir widerspiegeln, auf dem sie gewachsen sind, so auch dieser 2015er Stettener Pulvermächer Riesling Kabinett. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Nur kurz zur Erinnerung, auch hier bitte nicht den Sauerstoff vergessen. Die Nase hat danach das Vergnügen Duftaromen zu registrieren, die an Apfel, Grapefruit und Aprikosen nebst einer Zitrusnote erinnern. Ergänzt werden diese Fruchtanklänge durch eine gewisse Mineralität. Mund und Gaumen bestätigen das olfaktorische Erleben geschmacklich auf´s Feinste.

Der 2015er Riesling Kabinett punktet mit feiner Frucht und einer zurückhaltenden Säure und ist so bestens ausbalanciert. Sein langer Nachhall zeigt noch einmal wie gelungen der Wein ist, hat er doch einen eigenen, unverkennbaren Charakter und er verkörpert zudem großartig das Terroir von der Lage Stettener Pulvermächer. Wunderbar! 

Der 2015er Riesling Kabinett hat 12,5% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius verkostet werden. 

2016 Trollinger mit Lemberger QbA 

Mit dem ersten Roten, eine Cuvée von Trollinger und Lemberger wird ein Wein vorgestellt, der für die württembergischen Rotweine geradezu exemplarisch ist. Trollinger und Lemberger sind rote Weine für die der württembergische Weinbau weltberühmt ist. Somit verkörpert dieser Trollinger mit Lemberger sozusagen das Herzblut jedes weinliebenden Schwaben. Deshalb hat die Remstalkellerei einen ganz besonderen Rotwein ausgebaut, der eine jahrgangsspezifische Qualität verkörpert und in der Zweisterne-Serie angeboten wird, die für außergewöhnliche Weine steht.

Die Cuvée ist im Holzfass gereift, die Trauben sind auf dem schweren Keuperverwitterungsboden gewachsen, der im Remstal diese herrlichen, unverwechselbaren Weine hervorbringt. Im Glas strahlt der 2016er Trollinger mit Lemberger in einem intensiven mittleren Rot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Ohne langweilen zu wollen, auch hier bitte auf den Sauerstoff achten. Olfaktorisch präsentieren sich die Aromen dann durch Anklänge die an viel Kirsch erinnern, zudem mit einer feinen Holznote, was auch geschmacklich bestätigt wird. 

Der Rotwein ist ungewohnt kräftig, dabei dicht und nuancenreich und von einem intensiven Geschmack. Dabei steht die Kirschfrucht ganz im Vordergrund, der Ausbau im Holz hat der Fülle zusätzlich Raum gegeben. Der 2016er Trollinger mit Lemberger ist weich und nachhaltig im Abgang und mit seiner großartigen Qualität ist er das, was der Weinliebhaber „ein Maul voll Wein nennt“. Absolut gelungen! 

Der Wein hat kräftige 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden. 

2015 Zweigelt Trocken 

Mit dem jetzt verkosteten 2015er Zweigelt setzen wir die Reihe der drei außergewöhnliche Rotweine fort, die hier vorgestellt werden. Außergewöhnlich ist schon die Rebsorte, denn Zweigelt, auch Blauer Zweigelt genannt, wird hierzulande kaum angebaut, mit Abstand am meisten im württembergischen Weinanbau. In Österreich allerdings ist sie die meistangebaute Rotweinsorte vor dem Blaufränkisch, den Zweigelt vom ersten Platz verdrängt hat. Der Zweigelt ist eine österreichische Neuzüchtung aus St.Laurent und Blaufränkisch und wird heutzutage besonders im Weinbaugebiet Neusiedlersee kultiviert. Außerhalb Österreichs liegt die größte Anbaufläche dieser Traube im Remstal, wo sie auf den schweren Keuperverwitterungsböden ganz besonders gut gedeiht. Farblich präsentiert sich der 2015er Zweigelt trocken in einem dichten Dunkelrot mit brillanten Reflexen an der Oberfläche.

Benötigt der Weisswein schon die Beatmung mit Sauerstoff, so gilt dies für einen Roten erst recht. Nur so werden die Aromen komplett freigegeben. Die Nase freut sich auf intensive Anklänge von Süßkirschen und Brombeeren, zudem eine leicht würzige Note, die bestens mit der Frucht harmoniert. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt, und alles wird durch eine angenehme Säure ergänzt.

Der 2015er Zweigelt trocken besitzt einen opulent fruchtigen Geschmack, ist kräftig in der Struktur, und mit einem langen Abgang versehen, der zudem feine Gerbstoffe erkennen lässt. Der Rotwein ist vollmundig, rund und weich und ein überaus angenehmes Trinkvergnügen. Hut ab!

Der 2015er Zweigelt trocken hat kräftige 14% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

2014 Cuvée Conrad Feinherb 

Abschließen möchten wir die kleine Verkostungsrunde der Weine von der Remstalkellerei mit dieser 2014er Cuvée Conrad feinherb, einem Rotwein aus den Rebsorten Trollinger, Dornfelder, Cabernet Dorio und Lemberger. Sie alle sind in den wunderbaren Remstal-Lagen gewachsen, die die Winzer der Genossenschaft mit viel traditionellem Wissen und allerhand Herzblut besonders naturnah kultivieren. Schwerer Keuperverwitterungsboden in Verbindung mit einem ganz speziellen, warmen Kleinklima hat besonders intensives, hochreifes Traubengut wachsen lassen, das sich zur optimalen Vinifizierung der Rebsorten eignet.

Die Cuvée wurde halbtrocken ausgebaut und eignet sich hervorragend als Begleiter für kurzgebratenes Fleisch, gegrilltes Gemüse und zu deftigen Eintöpfen.

Im Glas präsentiert sich die 2014er Cuvée in einer dunkelroten Farbe mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Achtung auch hier bitte an genügend Sauerstoff denken. Danach nimmt die Nase Anklänge wahr, die an rote Früchte wie Kirschen rote Johannisbeeren und Brombeeren erinnern. Geschmacklich werden diese Fruchtaromen im Mund und am Gaumen genauso registriert und durch eine zurückhaltende Säure ergänzt. Der Rotwein ist vielschichtig, harmonisch und durchaus von kräftiger Struktur, wobei die feinen Tannine ihm zusätzliches geschmackliches Volumen geben. Insgesamt zeigt der lange Nachhall wie gelungen diese 2014er Cuvée Conrad wirklich ist und zu welchen großartigen Weinen die Winzer von der Remstalkellerei in der Lage sind. Chapeau!

Der Rotwein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad genossen werden.

Nachdem wir jetzt mit viel Freude und einer gewissen Neugierde die 6 Weine von der Remstalkellerei verkostet haben, hier unser Fazit: Alle Weine ob weiß oder rot überzeugen mit einem sehr hohen Niveau und mit bester Qualität. Sie sind authentisch, zeigen einen sehr eigenen Charakter und verkörpern intensiv das Terroir in dem sie gewachsen sind. Die Remstalkellerei gehört zu den größten Weinbaubetrieben in Deutschland und da sie eine Vielzahl von unterschiedlichen allerbesten Weinen kreiert, ist es nur folgerichtig, dass sie eine Fülle von Prämierungen bekommen hat. 

Diese sind u.a. DLG "Großer Preis Extra", Best of Riesling 2017, das Fachmagazin "Selection" hat die Remstalkellerei mit 4 und 3 Sternen ausgezeichnet, bei Großer Internationaler Weinpreis Mundus Vini gab es 2x Gold und 1x Silber, bei DLG Bundesweinprämierung 4 x Gold, 7 X Silber und 2 X Bronze, bei der Landesprämierung 2016/2017 15 x Gold, 22 x Silber und 9 x Bronze. Eine solche Anzahl von Auszeichnungen bestätigt genau das, was wir ebenfalls feststellen durften, die Weine von der Remstalkellerei sind exzellent und besitzen ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Den Wein können Sie in nachstehendem Onlineshop erwerben: https://shop.remstalkellerei.de/

Winzergenossenschaft Hügelheim, Sektpaket 3x Nobling Brut Edition – M -, 3x Hügelheimer Schlossgarten Pinot Rosé Brut

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft Hügelheim ist im Herzen des Markgräflerlandes zu finden. Als angegliederte Ortsgemeinde der Stadt Müllheim liegt der pittoreske Weinort Hügelheim zwischen Freiburg und Lörrach, einer Gegend am Oberrhein, wo das wärmste Klima in Deutschland herrscht, eine ideale Vorrausetzung für allerbeste Weine und Sekte. 

Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Hügelheim bewirtschaftet mit ihren Winzern insgesamt 78 ha Rebfläche. Die 1952 gegründete Genossenschaft zählt aktuell 90 Winzerinnen und Winzer zu ihren Mitgliedern. Sie alle stehen im engsten Kontakt zu den Kellermeistern der e.G. sodass im gemeinsamen Handeln und vielfältiger Erfahrung und Wissen die Weine und Sekte kreiert werden, angefangen von der Pflege der Weinberge und der Rebstöcke, über eine selektive Lese, bis hin zur schnellen und schonenden Verarbeitung des Traubenguts im Keller. Dies ist auch möglich, weil die Weinbergslagen rund um das malerische Hügelheim verteilt liegen. 

Entsprechend zeitnah nach der Lese kann mit der Vinifizierung begonnen werden, ein Vorteil, der sich absolut auf die Qualität der Weine und Sekte auswirkt. Es ist ja gerade die beste Qualität, die sich die Hügelheimer Winzer auf die Fahnen geschrieben haben. Deshalb ist ihnen eine strenge Ertragsregulierung und umweltschonender Pflanzenschutz wichtig, um gesunde, hochreife Trauben zu erhalten, die dann mit Hilfe modernster Technik und viel traditionellem Wissen und Können zu exzellenten Wein verarbeitet werden, aus dem dann Spitzen-Sekte entstehen.

In den Einzellagen Schlossgarten, Hügelheimer Höllberg und kleiner Gottesacker, alles insgesamt steile Süd- und Südwesthänge werden die Rebsorten Gutedel (35%), Spätburgunder (35%), Müller-Thurgau (8%), Weißburgunder (6%), Grauburgunder (4%) und weitere Rebsorten (12%) kultiviert.

Bei jedem neuen Jahrgang sind Winzerinnen und Winzer in engster Zusammenarbeit mit den Kellermeistern bemüht, Weine und Sekte auf höchstem Niveau zu kreieren, jedes Jahr die außerordentliche Qualität erneut hervorzubringen, um sie möglichst noch zu steigern, wenn die Natur es zulässt. Deshalb auch sind viele Weine und Sekte der Hügelheimer Genossenschaft immer wieder vom Badischen Weinbauverband mit Medaillen ausgezeichnet worden. Dies wird auch zukünftig so sein, denn bereits jetzt bevor die eigentliche Verkostung zweier besonderer Sekte beginnt, darf verraten werden, dass die Weine und die Sekte geradezu grandios schmecken und wir deshalb die Hügelheimer e.G. zu den besten Genossenschaften bundesweit zählen. Entsprechend ist es eine Freude und ein Genuss die anstehende Verkostung zu beginnen. Zur Vorstellung kommen nun diese zwei ganz exzellente Winzersekte:

 Foto: Helga König
Deutscher Sekt b.A. Nobling Brut Edition – M 

Beginnen wollen wir mit diesem Winzersekt der Hügelheimer Genossenschaft, dessen Grundwein aus der Rebsorte Nobling vinifiziert worden ist. Damit eine ganz außerordentliche Sekt-Pretiose entsteht, wurde die Versektung nach der klassischen Flaschengärung (Méthode Champenoise)vorgenommen. Diese garantiert, dass bei der sogenannten zweiten Gärung ein optimaler Sekt entsteht, der dabei noch brut ausgebaut wurde, was auf Deutsch eher mit herb bezeichnet werden kann und eine klassische französische Geschmacksbestimmung ist. Ein solcher Spitzensekt wird natürlich in einer ganz besonderen Edition geführt, hier unter dem Kürzel "M". Dabei wollen die Hügelheimer Winzer an eine alte Weinbau-Tradition erinnern, und zwar an die traditionelle Lebensart im Markgräflerland, die Kunst des Genießens. Entsprechend wurde bei der Herstellung dieses Nobling brut alles unternommen, damit dieser Sekt dem Anspruch der Edition- M- gerecht wird. Feinste Grundweine gehören ebenso dazu, wie ein monatelanger Reifeprozess auf der Flasche, der schließlich zur Spitzen-Qualität führt.

Im Glas zeigt sich der Sekt in einer strahlenden, hellgoldenen Farbe mit grünlichen Reflexen und das Auge registriert zugleich diese äußerst feine Perlage, die eine sehr angenehme Frische signalisiert. Die Nase wird von einem herb-feinfruchtigen Aroma beglückt, das an Quittengelee und Stachelbeeren erinnert. Im Mund und am Gaumen bestätigen diese Nuancen den wunderbaren Geschmack, wobei das dezente Süße-Säure-Spiel die Geschmacksempfindung deutlich ergänzt und auf Anhieb begeistert. Hinzu gesellt sich eine belebende Frische, die bei einem langen Nachhall deutlich macht, wie feingeschliffen und animierend dieser Nobling brut aus der Edition – M – gelungen ist. Auf jedem festlichen Empfang beeindruckt der Winzersekt nachhaltig, zu einem Diner ist er als Aperitif ideal.

Der Winzersekt Nobling brut Edition – M –hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden

 Foto: Helga König
2014 Baden Sekt b. A. Hügelheimer Schlossgarten Pinot Rosé Brut

Als Pendant zu dem ersten Winzersekt folgt nun dieser Sorten-, Jahrgangs- und Lagensekt, der aus einem besonderen Pinot Rosé Wein versektet wurde. Gewachsen sind die Pinot Noir Trauben in der besonderen Lage Hügelheimer Schlossgarten. Gerade die Pinot Rosé Weine werden von den Winzern der Genossenschaft und ihrem Kellermeister auf einem Spitzen-Niveau erzeugt, so dass die anschließende Versektung nach der klassischen Methode der Flaschengärung ein absolut nobler Pinot Rosé Sekt hervorgebracht hat. Auch dieser Winzersekt wurde brut ausgebaut. Dabei hatte der Sekt genügend Zeit, um in aller Ruhe heranreifen zu können. Ein großartiger Grundwein, die klassische Flaschengärung und viele Monate der Reife, dies sind die Kriterien, warum die Winzersekte von Hügelheim von solch ausgesuchter Qualität sind und sich durchaus mit guten Champagnern messen können.

Der Pinot Rosé Sekt präsentiert sich im Glas in einer schönen, animierenden Lachsfarbe. Und auch hier überzeugt sofort die feine Perlage, die nicht nur Frische signalisiert, sondern auch feine Beerenaromen wie süße Erdbeeren und Himbeeren mit der Nase wahrnehmen lässt. Eine entsprechende geschmackliche Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt, wobei gleichzeitig das angenehme Spiel zwischen Süße und Säure registriert wird. 

Der 2014 Pinot Rosé Sekt ist einfach vorzüglich und bringt Freude und Schwung in jedes Fest, selbst wenn die lauen Sommerabende einer kälteren Jahreszeit gewichen sind. Dieser Winzersekt schmeckt immer vorzüglich.

Der Pinot Rosé Sekt brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 1o Grad Celsius verkostet werden.

Wir haben sowohl den Nobling brut Edition - M -, als auch den 2014er Hügelheimer Schlossgarten Pinot Rosé brut sehr genossen und urteilen deshalb abschließend: 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Onlinebestellung:  http://www.weinundhof-shop.de/

Obstparadies Manufaktur Staufen 2 alkoholfreie Säfte und 4 Obst-Liköre

 Foto: Helga König
Das Obstparadies Staufen ist östlich der Staufener Burg zu finden. Hier südlich von Freiburg gelegen, wurde auf einer Fläche von ca. 12ha ein einmaliges Streuobst-Paradies entwickelt, das seit dem Jahr 2009 mit mehr als 1600 Bäumen bestückt wurde. Angebaut wurden dabei alte und neue Obstsorten, und dies ganz im Einklang mit der Natur unter Berücksichtigung von Pflanzenschutz, Artenvielfalt, Bodenschutz, Wasserschutz und Energieeinsparung. Jährlich werden über 1000 großkronige, landschaftsprägende Streuobstbäume gepflegt und geerntet. Um dem Landschaftsbild die nötige Abwechslung zu bieten, wird die Anlage durch Hecken, Steinbiotope und Teiche aufgelockert. Mittlerweile gibt es hier 300 Apfelsorten, 70 Birnensorten und mehr als 40 Pflaumen- und Zwetschgenarten. Daneben sind viele andere Obstsorten im Obstparadies zu finden, so etwa Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche, aber auch Quitten, Mirabellen, Renekloden, Hasel- und Walnüsse. Weiterhin wird das Sortiment ergänzt durch Mandeln, Datteln, nordische Zitronen und Kakis. Ebenso gibt es viele Wildobstarten, so Ebereschen, Mehlbeeren, Speierling, Traubenkirsche, Hagebuttenbirne, Ölweide, Felsenbirne, Kornelkirsche, Mispel, Holunder, Weißdorn, Sanddorn, Schlehen, Zibarte und Wildrosen.

Das Obstparadies zeichnet sich durch eine ganzheitliche Anbauweise aus. Zwischen den Bäumen wachsen verschiedene Gras- und Blumenmischungen. Eine bunte Welt von Kleinlebewesen findet hier einen mannigfaltigen Lebensraum. So auch 12 Bienenvölker, die, verstreut über das gesamte Gelände, für die Bestäubung der Blüten sorgen. Alle möglichen kleinere und größere Vogelarten sind hier ebenfalls zuhause und das reicht von Meisen, Amseln und Finken bis hin zu Turmfalken, Bussarde und Milane. Daneben gibt es weitere Tierarten die hier heimisch geworden sind, etwa Eidechsen, Blindschleichen, Fledermäuse, aber auch Schmetterlinge, Libellen, Eichhörnchen, Wiesel, Igel, Dachse, Füchse und Rehe. All diese Vielfalt deutet auf ein intaktes Biotop hin, wo nach ganzheitlichen Gesichtspunkten gewirtschaftet wird.

Dies bedeutet, dass weder Herbizide noch synthetische Spritzmittel zum Einsatz kommen. Weiterhin wird auf Gülle, Klärschlamm und chemische Düngemittel verzichtet. Zudem wird ausschließlich ökologisch erzeugter Strom im Obstparadies verwandt. Das ungespritzte Obst wird zu besonderen Spezialitäten verarbeitet, wobei nur reife und gesunde Früchte zum Einsatz kommen. Ebenso werden keine künstlichen Aromen und Zusatzstoffe eingesetzt. 

Die Obstmanufaktur Staufen wurde 2014 mit dem Landesnaturschutzpreis ausgezeichnet. Als Biobetrieb arbeitet er mit der Natur und ist nach den Richtlinien des Biolandesverbandes zertifiziert. Um interessierten Besuchern das Obstparadies näher zu bringen, werden über das Jahr mehrere Führungen mit Verkostungen angeboten. Hier wird gezeigt, wie wichtig eine intakte Natur ist, damit solche prächtigen, hochwertigen Erzeugnisse, wie sie im Obstparadies kultiviert werden, entstehen können. 

Kommen wir zunächst zu den alkoholfreien Fruchtsäften, die eine ganz besonders ausgesuchte Qualität besitzen. Da sie mit einer fein perlenden Kohlensäure versehen sind, eignen sie sich hervorragend zu exklusiven Aperitifs, wenn man zu einem festlichen Anlass auf Alkohol verzichten möchte, oder wenn Kinder und Jugendlichen zu einem Fest alkoholfreie Säfte gereicht werden sollten. Die reifen und handverlesenen Früchte und Blüten wurden in den ungespritzten Streuobstwiesen gesammelt und anschließend schonend gekeltert. Die Folge ist ein optimaler Geschmack, bei dem konsequent auf den Einsatz von Zucker oder Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet wurde. Da sind zunächst die beiden Fruchtsäfte: 

 Foto: Helga König
Alkoholfreier Paradies Prickler Apfel Rosenblüte – lieblich und elegant 

Bei diesem Fruchtsaft handelt es sich um eine Komposition aus spät reifenden Apfelsorten, wie Winterprinzenapfel und Ontario. Sie bilden die Basis für den Paradies-Prickler Apfel-Rosenblüte, wobei zarte Duft- und Wildrosen für ein ganz intensives Geschmackserlebnis sorgen. Zusammen mit der zartperlenden Kohlensäure kommt so ein großartiger Apfel-Fruchtsaft zustande, der höchsten Ansprüchen genügt und der geschmacklich zudem mit einer ganz besonderen Frische brilliert, und dies auf rein biologischer Basis. Der Saft ist lieblich und gleichzeitig elegant. Natürlicher und geschmackvoller kann ein Fruchtsaft nicht sein, wie dieser alkoholfreie Paradies Prickler Apfel Rosenblüte. 

Alkoholfreier Paradies Prickler Apfel-Quitte – herb und fruchtig 

Als weiterer Spitzen-Fruchtsaft wird diese Cuvée von Apfel und Quitte im Obstparadies Staufen angeboten. Dabei spielt gerade die Quitte, die mittlerweile allgemein in Vergessenheit geraten ist eine besondere Rolle. Mit ihrem leicht herben Geschmack und ihrem einmaligen Aroma und ihrer leichten Zitrusnote bildet sie gemeinsam mit den milden vollreifen alten Apfelsorten eine einmalig gelungene geschmackliche Basis für diese Fruchtsaft-Kreation. Angereichert mit zart perlender Kohlensäure kommt so ein alkoholfreies Getränk von höchster Güte zustande, erfrischend, fruchtig und angenehm herb. Alle Zutaten sind auf rein biologischer Basis entstanden, wobei Apfel- und Quittensaft nur vom natürlichen Obst der Streuobstwiesen vom Obstparadies stammen. 

Wie alle Säfte sind auch diese von Bioland zertifiziert. Gesünder, wohlschmeckender und natürlicher kann ein solcher Ausnahme-Saft nicht sein. Dass Fruchtsaft nicht gleich Fruchtsaft ist, merkt man besonders deutlich, wenn man die beiden hier vorgestellten alkoholfreien Getränke verkostet hat. 

Mit ihren Bio-Säften von naturbelassenen Streuobstwiesen und allerbesten Obstsorten, die gesund und vollreift geerntet wurden, stellen sie das Nonplusultra an feinem Geschmack da, der keine Wünsche offen lässt. Auf diesem Niveau ist es nicht verwunderlich, dass man durchaus einen solchen alkoholfreien Paradies- Prickler einem alkoholischen Getränk als Aperitif vorzieht. 

Uns haben die Fruchtsäfte überzeugt, zumal man auch gerne eine solche Köstlichkeit einfach nur so zur Erbauung trinkt. 

Maximal empfehlenswert 

Wer es dann doch lieber etwas alkoholischer mag und nicht auf den wunderbaren Geschmack der natürlichen Fruchtsäfte vom Obstparadies Staufen verzichten möchte, dem sind die folgenden vier Frucht-Liköre ans Herz gelegt: 

 Foto: Helga König
Mirabellen Likör 

Auf der Basis von ungespritzten Mirabellen wurde im Obstparadies dieser Fruchtansatzlikör kreiert, der mit einem ganz besonderen Geschmack aufwartet. Reifes, gesundes Mirabellen-Obst bildet die Grundlage zu diesem Ausnahme-Likör. Dabei ist es gerade die Balance zwischen dem Mirabellensaft und dem Alkohol, die den ganz einmaligen Geschmack ausmacht. Der Mirabellen-Likör ist naturtrüb und alles andere als süß. Die Frucht bestimmt den Geschmack, lang und nachhaltig, während der Alkohol einen wohlig-warmen Nachhall erzeugt. Immer mal wieder ein Gläschen vom Frucht-Erlebnis lässt wahrhaft Freude und gute Laune aufkommen, ohne viel Alkohol getrunken zu haben. Der Mirabellen-Geschmack steht absolut im Vordergrund bei diesem Mirabellen-Likör und begeistert auf Anhieb. 

Der Mirabellen-Likör hat 18,2% vol/alc. 

Haselnuss Likör 

Eine weitere Likör-Pretiose ist dieser überaus geschmackvolle Haselnuss-Likör. Auch hier handelt es sich um einen Fruchtansatzlikör, dessen ungespritzte Haselnüsse in den Streuobstwiesen des Obstparadies Staufen gewachsen sind. Absolut biologisch wurde dem Haselnusssaft etwas Zucker und ein bestimmtes Quantum Alkohol zugesetzt, das zusammen diesen großartigen Haselnuss-Likör entstehen ließ. Überhaupt nicht süß, sondern mit feinstem Haselnuss-Geschmack versehen, umschmeichelt der naturtrübe Likör Mund und Gaumen, wobei auch hier der Alkohol als angenehme Begleiterscheinung nur ein wärmendes Gefühl hinterlässt. 

Welch eine haselnussige Geschmacksfülle, die auch im Nachhall immer noch Glücksgefühle entstehen lässt. Zu einem Cappuccino ist der Haselnuss-Likör geradezu ideal, aber auch als Digestif löst er Begeisterung aus. 

Der Haselnuss-Likör hat 23% vol/alc. 

Wildkirsche Likör 

Der Reigen der einmaligen Liköre aus dem Bio-Obstparadies Staufen wird mit diesem Wildkirsche Likör fortgesetzt. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass alle Erzeugnisse vom Obstparadies aus der reinen Natur entstanden sind. Auf den ausgedehnten Streuobstwiesen östlich der Staufener Burg wird ausschließlich nach streng biologischen Kriterien erzeugt. Entsprechend ist das Obstparadies Staufen nach den Richtlinien des Biolandverbandes zertifiziert. Grundlage zu diesem absolut geschmackvollen Likör sind ungespritzte Wildkirschen. Gemeinsam mit etwas Zucker und Alkohol kommt dieser prächtige Fruchtansatzlikör zustande, der alles andere als süß mit einem intensiven Wildkirschen-Geschmack zu überzeugen weiß. Mund und Gaumen genießen neben der großartigen Frucht buchstäblich die reine Natur. Der moderate Alkohol gibt dem köstlichen Wildkirsche Likör zusätzlich noch einen kleinen Kick in Form eines angenehmen Feuers. Ein solcher Wildkirsche Likör rundet nicht nur ein gutes Essen ab, auch jede Kaffeerunde wird höchst beglückt sein. 

Der Wildkirsche Likör hat 19,7% vol/alc. 

Quitten Likör 

Kommen wir zum Schluss unserer kleinen Likör-Runde vom Obst-Paradies Staufen zu dem vierten Fruchtansatzlikör aus einer Obstsorte, die hierzulande immer weniger Aufmerksamkeit erringt. Es ist die Quitte, die zu Unrecht im Obstbau vernachlässigt wurde, denn sie bringt ganz hervorragende geschmackliche Eigenschaften mit. Mit ihrem leicht herben Geschmack überzeugen die Quitten mit einem einmaligen Aroma und einer leichten Zitrusnote. Natürlich wurden auch zu diesem Quitten-Likör nur ungespritzte Früchte verwand, so wie im Obstparadies Staufen auf jede Art von künstlicher Düngung und Spritzmittel verzichtet wird und der Anbau der Früchte ganz im Einklang mit der Natur stattfindet. Entsprechend wurde dem reinen Quittensaft nur etwas Zucker und Alkohol zugesetzt. So ist ein Quitten-Likör entstanden, der angenehm herb und fruchtig ist und der den Verkoster sogleich ganz für sich einnimmt. Da mag man doch das eine oder andere Schlückchen mit viel Freude und Genuss nippen, wobei die Frucht der Quitte absolut im Vordergrund steht, während der moderate Alkohol-Anteil das Geschmackserlebnis prächtig abrundet. 

Der Quitten-Likör hat 15,5% vol/alc. 

Nachdem wir jetzt die wunderbaren alkoholfreien Paradies-Prickler und die vier Ausnahme-Liköre mit viel Neugierde und Genuss verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Erzeugnisse sind auf höchstem Niveau und von allerbesten Qualität. Und sie stehen alle unter einem ganz besonderen Motto: Reine Natur und bester Geschmack. Das Obstparadies Staufen garantiert absolute Bio-Qualität und dies ist sowohl bei den Säften als auch den Likören ganz deutlich zu schmecken, absolut Premium -Klasse. Dabei wird neben der ökologischen Komponente auch sehr intensiv auf den Schutz der Natur geachtet. Im Obstparadies Staufen ist man ganz fest davon überzeugt, dass allerbestes Obst nur in einer heilen, unverfälschten Natur wachsen kann, wo alles unbeeinflusst miteinander funktioniert. Und das Ergebnis zeigt sich dann im Glas bei Prickler und Liköre und schmeckt einfach wunderbar. Wir jedenfalls sind begeistert und so lautet unser Verkostungs-Urteil: 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König