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Erste Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim e.G. 6 Winzersekte

Im Jahre 1908 wurde die erste Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim im Markgräfler Land, also zwischen Freiburg und Lörrach im westlichen Süd-Baden gegründet. Treibende Kraft dabei war der damalige Ortspfarrer Leonard Winter, der auch erster Geschäftsführer der Genossenschaft wurde. Mittlerweile sind es ca. 900 aktive Winzer-Familien, bei einer Rebfläche von ca. 380 ha, die mit ihrem ganzen Wissen und Können zu dem Erfolg der Ersten Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim beitragen, und dafür sorgen, dass hier Weine und Sekte von ganz besonderer Qualität angeboten werden. 

Viele Winzerfamilien sind bereits in der 4. Generation Mitglieder in der Erzeugergemeinschaft. Unter dem Dach der Genossenschaft vereinigen sich die Betriebe der Ersten Markgräfler Genossenschaft in Schliengen, die Kaiserstühler Winzer vom Silberberg in Bahlingen, die Weinmanufaktur Weingarten Baden, der Markgräfler Lindenhof in Müllheim, die Wein-Linien Graf Zeppelin und Schloss Bürgeln und das Badische Weinhaus Schweiz. Die Philosophie der Ersten Markgräfler Genossenschaft ist ganz auf die beste Qualität ausgerichtet. Dieses wird erreicht durch Mengenbeschränkungen, boden- und ertragsorientierte Düngung, ebenso gezielten, ökologisch vertretbaren und die Umwelt schonenden Pflanzenschutz. Nur bestes Lesegut, von Hand geerntet, wird anschließend schonend und individuell im Keller dann weiter verarbeitet.

Die hier verkosteten Winzersekte werden ausschließlich aus den besten Weinen der jeweiligen Lagen versektet, Ihre Lagerzeit auf der Hefe von 9 bis 20 Monaten ergeben Winzersekte mit feinsten feinperligen Mousseux und einem typischen eleganten Bukett, wobei einige nach Art der klassischen Flaschengärung entstanden sind. 

Edition Sonnenstück – Schloss Bürgeln Cuvée Classic Winzersekt b. A. brut Flaschengärung 

Die Erste Markgräfler Genossenschaft in Schliengen-Müllheim überzeugt mit ganz hervorragenden Winzersekten, wie mit diesem zunächst verkosteten Cuvée Classic brut, hergestellt durch Flaschengärung. In der Edition Sonnenstück-Schloss Bürgeln ist hier ein Sekt gelungen, dessen Grundwein eine Cuvée aus den Rebsorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir gekeltert worden ist. Die Trauben wurden per Hand geerntet, hochreif und selektiert. Auf die Flasche gefüllt, konnte die Cuvée 20 Monate in aller Ruhe auf der Hefe reifen, wobei sie brut ausgebaut wurde. 

Im Glas fällt sogleich die feine Perlage auf, die eine wohltuende Frische verspricht. Die Nase registriert zudem fruchtige Anklänge, die an Apfel, Zitrus und Aprikose erinnern. Brut ausgebaut, was in Deutsch hier mit herb zu bezeichnen ist, besticht die Cuvée Classic im Mund und am Gaumen mit viel Geschmack und seinem eleganten, feingliedrigen Ausdruck. Ihr langer Nachhall zeigt erneut wie bestens abgestimmt die Rebsorten des Grundweines gelungen sind und welches fabelhafte Mousseux die Flaschengärung hervor gebracht hat, das den Geschmack aufs Angenehmste animiert, viel nachhaltige Frische beschert und seine Verkoster in allerbeste Laune versetzt. Absolut gelungen! 

Der Winzersekt hat 13% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden. 


2014 Pinot Sekt b. A. Trocken Kaiserstühler Winzer vom Silberberg Bahlingen 

Dieser Winzersekt wurde aus einem Grundwein versektet, der von hellen Pinot-Trauben stammt. Diese sind in der Genossenschaft der Kaiserstühler Winzer vom Silberberg in Bahlingen angebaut worden. Die Genossenschaft 1935 gegründet, wurde im Jahr 2011 Mitglied in der großen Familie der Ersten Markgräfler Genossenschaft Schliengen-Müllheim. Auf einer Rebfläche von rund 120 ha werden in hervorragenden Lagen Weine kultiviert, die sich auch bestens zu großartigen Winzersekten verarbeiten lassen, wie der hier verkostete 2014er Pinot trocken. Die Farbe des Sektes im Glas ist ein brillantes Hellgelb, wobei die aufsteigenden feinen Perlen Frische signalisieren und zudem die Nase mit intensiven Fruchtanklängen versorgen. Dabei zeigen sich olfaktorisch Nuancen die an Mirabellen und Quitten erinnern. 

Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch ein nussiges Aroma ergänzt. Die dezente, feinherbe Säure korrespondiert prächtig mit den fruchtigen Aromen, zusammen bilden sie eine angenehme geschmackliche Einheit, die jeden Liebhaber eines besonderen Winzersektes begeistert, zumal auch der frische Abgang sehr nachhaltig ist. Wunderbar! 

Der 2014er Pinot trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Schliengener Sonnenstück Schloss Entenstein Weißburgunder Brut

Die Trauben zu diesem jetzt verkosteten Winzersekt stammen aus der Einzellage Schliengener Sonnenstück und kommen von der Rebsorte Weißburgunder. Dabei wurde nur gesundes voll ausgereiftes Traubengut vinifiziert, das nach der selektiven Handlese sofort danach äußerst schonend im Keller verarbeitet wurde. Bei einer extra langen Lagerung auf der Hefe ist so ein Winzersekt entstanden, der durch seine Rebsorte geschmacklich geprägt, einen Ausbau erfahren hat, der als brut bezeichnet wird, was am besten mit herb übersetzt werden kann. 

Farblich leuchtet der Winzersekt im Glas hellgelb und dabei registriert das Auge diese feine Perlage, die sehr belebend auf den Verkoster wirkt. Die Nase nimmt entsprechend die aufsteigenden Aromen wahr, die geprägt durch die Weißburgundertraube an Pfirsich, Aprikose und nussige Nuancen erinnern und entsprechend von Mund und Gaumen bestätigt werden. Sehr angenehm ist die Balance von Frucht und gut eingebundener Säure, die bei einem langen, frischen Nachhall zitronig geschmacklich geprägt ist, was zusätzliche angenehme Frische signalisiert. 

Dieser Winzersekt aus der Edition Schloss Entenstein auf Basis des Grundweines von der Rebsorte Weißburgunder ist ein idealer Begleiter zu sommerlichen Abenden mit Freunden, aber auch zu Fisch und bunten Salaten ist er ideal. 

Der 2015er Schliengener Sonnenstück Schloss Entenstein Weißburgunder brut hat 13% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

2014 Schliengener Sonnenstück Schloss Bürgeln Pinot Rosé Trocken 

Ein weiteren besonderer Winzersekt von der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim ist dieser Pinot Rosé trocken aus der Edition Schloss Bürgeln. Unter der Edition Schloss Bürgeln, einem baulichen Kleinod hoch über Schliengen, werden ausschließlich finessenreiche Weine angeboten, die von großer Eleganz sind und einen unvergleichlichen Charakter besitzen. Die Pinot Noir Trauben, die den Grundwein zu diesem Pinot Rosé bilden, stammen aus der Spitzenlage Schliengener Sonnenstück. Nur kurz durften die Beerenhäute auf dem Saft verweilen, damit dieser ein leuchtendes Rosé bekam. Danach wurde der Rebsaft vergoren, um anschließend trocken ausgebaut zu werden. Schließlich hat der 2014er Pinot Rosé eine lange Reifezeit auf der Hefe verbracht, um das zu werden, womit er komplett überzeugen kann, ein großartiger Winzersekt der auf Anhieb begeistert.

Im Glas animiert der Pinot Rosé trocken farblich mit einem brillanten Rouge, das durch eine feine Perlage auf sich aufmerksam macht. Dazu registriert die Nase Anklänge die an einen Beerenduft erinnern, wie etwa Erdbeeren und Himbeeren. Mund und Gaumen bestätigen diesen Eindruck geschmacklich wunderbar, wobei die richtige Säure das Geschmacksbild abrundet. 

Für die nötige Frische sorgt das feingliedrige Perlenspiel. Dieser Winzersekt überzeugt mit seiner außerordentlichen Qualität, sein feiner Pinot Geschmack lässt keine Wünsche offen, sodass er bei der Landesprämierung mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Großartig! 

Der 2014er Schliengener Sonnenstück Edition Schloss Bürgeln Pinot Rosé trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius getrunken werden. 

2014 Schliengener Sonnenstück Pinot, Blanc de Noirs Brut traditionelle Flaschengärung 

Zur Verkostung kommt nun dieser 2014er Blanc de Noirs aus der Pinoit Noir Traube. Gewachsen ist das Rebgut in der Lage Schliengener Sonnenstück, die sich ganz besonders für die Spätburgundertrauben eignet. Blanc de Noirs ist die französische Bezeichnung für Weine, die ausgehend von roten Beeren weiß gekeltert werden. Dabei wird der helle Saft der Rotweintrauben unmittelbar nach der Pressung von den roten Beerenhäuten getrennt, damit kein roter natürlicher Farbstoff den Rebsaft einfärben kann. Die intensiven Spätburgunder- Aromen allerdings bleiben so erhalten und geben dem Wein seinen extraktreichen Geschmack. 

Übrigens erfreuen sich Weine der Art Blanc de Noirs in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Dieser Grundwein ist anschließend versektet worden mit einer zweiten Gärung nach der traditionellen Methode der Flaschengärung, oder auch Champagnermethode genannt. Dieser Spitzen-Winzersekt wird in der Ersten Markgräfler Genossenschaft unter der Edition von Schloss Bürgeln geführt. 

Farblich präsentiert sich der 2014er Pinot Blanc de Noirs in einem Hellgelb mit ganz zarten rötlichen Schattierungen. Auch hier wieder diese feingliedrige Perlage, die aufsteigend einen ganz besonderen Aromen-Duft der Nase präsentiert. Anklänge an Kirschen, Brombeeren und leichte Bittermandel werden olfaktorisch registriert. Im Mund und Gaumen findet eine entsprechende Bestätigung statt und wird durch eine angenehme Säure ergänzt. 

Ein solch wunderbarer Winzersekt benötigt immer auch eine langanhaltende Frische, die hier mit viel intensiven Aromennoten festzustellen ist, wobei schließlich alles zusammen in ein großartiges Finish mündet. Ein herrlicher Winzersekt für launige Stunden! 

Der 2014er Pinot Blanc de Noirs brut hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden. 

2014 Chardonnay Brut Edition Schloss Bürgeln traditionelle Flaschengärung 

Ein weiterer hervorragender Winzersekt aus der Edition Schloss Bürgeln wird mit diesem 2014er Chardonnay brut verkostet. Sein Grundwein wurde aus der Rebsorte Chardonnay vinifiziert. Anschließend erhielt er eine zweite Gärung auf der Flasche, das Procedere das bei der klassischen Méthode champenoise zum Einsatz kommt. So entsteht ein facettenreiches Bukett und die Perlage wird besonders feinperlig und tanzt förmlich auf der Zunge. Der 2014er Chardonnay Edition Schloss Bürgeln wurde brut ausgebaut. Um einen Winzersekt von dieser Spitzen-Qualität zu erzeugen, war es notwendig nur absolut gesundes und hochreifes Traubengut zu verwenden, um daraus einen Chardonnay zu kreieren, der durch die traditionelle Flaschengärung sein unvergleichliches Niveau erhält.

Im Glas zeigt sich der 2014er Chardonnay brut in einer brillanten hellgelben Farbe. Auch hier wieder diese wunderbare zarte Perlage, die besonders animierend ist. Die Nase registriert die typischen intensiven Aromen der Chardonnay-Traube, wie etwa Pfirsich und Vanille, die in Mund und Gaumen bestätigt werden. Die Säure trägt die Fruchtaromen vorzüglich, zusammen mit dem Mousseux entwickelt der Winzersekt so eine großartige Frische, die lang anhaltend diesen 2014er Chardonnay brut so begehrenswert macht. 

Da ist es nur allzu verständlich, dass er den Vorzug gegenüber so manchem Champagner erhält, denn sein Geschmack überzeugt komplett. Chapeau! 

Der 2014er Chardonnay brut traditionelle Flaschengärung hat 12,5% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad getrunken werden. 

Nachdem jetzt diese herrlichen Winzersekte der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft mit viel Freude und Vergnügen verkostet worden sind, hier nun unser Fazit: Alle Winzersekte sind von bester Qualität und von einem außerordentlichen Niveau. Dies ist bedingt durch die besonderen Grundweine, die jeweils die Basis für die Versektung gebildet haben. Hier überlassen die Kellermeister der einzelnen angeschlossenen Betriebe nichts dem Zufall, zur Versektung werden nur die besten Weine aus der Genossenschaft genommen. Um anschließend das Optimum zu erreichen, hat man zusätzlich die Methode der klassischen Flaschengärung gewählt und damit spitzenmäßige Winzersekte erzeugt, die auch bei Prämierungen, sei es bei der Berliner Wein Trophy, beim Meininger Verlag oder bei der Landesprämierung mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

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