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Obstparadies Manufaktur Staufen 2 alkoholfreie Säfte und 4 Obst-Liköre

 Foto: Helga König
Das Obstparadies Staufen ist östlich der Staufener Burg zu finden. Hier südlich von Freiburg gelegen, wurde auf einer Fläche von ca. 12ha ein einmaliges Streuobst-Paradies entwickelt, das seit dem Jahr 2009 mit mehr als 1600 Bäumen bestückt wurde. Angebaut wurden dabei alte und neue Obstsorten, und dies ganz im Einklang mit der Natur unter Berücksichtigung von Pflanzenschutz, Artenvielfalt, Bodenschutz, Wasserschutz und Energieeinsparung. Jährlich werden über 1000 großkronige, landschaftsprägende Streuobstbäume gepflegt und geerntet. Um dem Landschaftsbild die nötige Abwechslung zu bieten, wird die Anlage durch Hecken, Steinbiotope und Teiche aufgelockert. Mittlerweile gibt es hier 300 Apfelsorten, 70 Birnensorten und mehr als 40 Pflaumen- und Zwetschgenarten. Daneben sind viele andere Obstsorten im Obstparadies zu finden, so etwa Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche, aber auch Quitten, Mirabellen, Renekloden, Hasel- und Walnüsse. Weiterhin wird das Sortiment ergänzt durch Mandeln, Datteln, nordische Zitronen und Kakis. Ebenso gibt es viele Wildobstarten, so Ebereschen, Mehlbeeren, Speierling, Traubenkirsche, Hagebuttenbirne, Ölweide, Felsenbirne, Kornelkirsche, Mispel, Holunder, Weißdorn, Sanddorn, Schlehen, Zibarte und Wildrosen.

Das Obstparadies zeichnet sich durch eine ganzheitliche Anbauweise aus. Zwischen den Bäumen wachsen verschiedene Gras- und Blumenmischungen. Eine bunte Welt von Kleinlebewesen findet hier einen mannigfaltigen Lebensraum. So auch 12 Bienenvölker, die, verstreut über das gesamte Gelände, für die Bestäubung der Blüten sorgen. Alle möglichen kleinere und größere Vogelarten sind hier ebenfalls zuhause und das reicht von Meisen, Amseln und Finken bis hin zu Turmfalken, Bussarde und Milane. Daneben gibt es weitere Tierarten die hier heimisch geworden sind, etwa Eidechsen, Blindschleichen, Fledermäuse, aber auch Schmetterlinge, Libellen, Eichhörnchen, Wiesel, Igel, Dachse, Füchse und Rehe. All diese Vielfalt deutet auf ein intaktes Biotop hin, wo nach ganzheitlichen Gesichtspunkten gewirtschaftet wird.

Dies bedeutet, dass weder Herbizide noch synthetische Spritzmittel zum Einsatz kommen. Weiterhin wird auf Gülle, Klärschlamm und chemische Düngemittel verzichtet. Zudem wird ausschließlich ökologisch erzeugter Strom im Obstparadies verwandt. Das ungespritzte Obst wird zu besonderen Spezialitäten verarbeitet, wobei nur reife und gesunde Früchte zum Einsatz kommen. Ebenso werden keine künstlichen Aromen und Zusatzstoffe eingesetzt. 

Die Obstmanufaktur Staufen wurde 2014 mit dem Landesnaturschutzpreis ausgezeichnet. Als Biobetrieb arbeitet er mit der Natur und ist nach den Richtlinien des Biolandesverbandes zertifiziert. Um interessierten Besuchern das Obstparadies näher zu bringen, werden über das Jahr mehrere Führungen mit Verkostungen angeboten. Hier wird gezeigt, wie wichtig eine intakte Natur ist, damit solche prächtigen, hochwertigen Erzeugnisse, wie sie im Obstparadies kultiviert werden, entstehen können. 

Kommen wir zunächst zu den alkoholfreien Fruchtsäften, die eine ganz besonders ausgesuchte Qualität besitzen. Da sie mit einer fein perlenden Kohlensäure versehen sind, eignen sie sich hervorragend zu exklusiven Aperitifs, wenn man zu einem festlichen Anlass auf Alkohol verzichten möchte, oder wenn Kinder und Jugendlichen zu einem Fest alkoholfreie Säfte gereicht werden sollten. Die reifen und handverlesenen Früchte und Blüten wurden in den ungespritzten Streuobstwiesen gesammelt und anschließend schonend gekeltert. Die Folge ist ein optimaler Geschmack, bei dem konsequent auf den Einsatz von Zucker oder Farb- und Konservierungsstoffe verzichtet wurde. Da sind zunächst die beiden Fruchtsäfte: 

 Foto: Helga König
Alkoholfreier Paradies Prickler Apfel Rosenblüte – lieblich und elegant 

Bei diesem Fruchtsaft handelt es sich um eine Komposition aus spät reifenden Apfelsorten, wie Winterprinzenapfel und Ontario. Sie bilden die Basis für den Paradies-Prickler Apfel-Rosenblüte, wobei zarte Duft- und Wildrosen für ein ganz intensives Geschmackserlebnis sorgen. Zusammen mit der zartperlenden Kohlensäure kommt so ein großartiger Apfel-Fruchtsaft zustande, der höchsten Ansprüchen genügt und der geschmacklich zudem mit einer ganz besonderen Frische brilliert, und dies auf rein biologischer Basis. Der Saft ist lieblich und gleichzeitig elegant. Natürlicher und geschmackvoller kann ein Fruchtsaft nicht sein, wie dieser alkoholfreie Paradies Prickler Apfel Rosenblüte. 

Alkoholfreier Paradies Prickler Apfel-Quitte – herb und fruchtig 

Als weiterer Spitzen-Fruchtsaft wird diese Cuvée von Apfel und Quitte im Obstparadies Staufen angeboten. Dabei spielt gerade die Quitte, die mittlerweile allgemein in Vergessenheit geraten ist eine besondere Rolle. Mit ihrem leicht herben Geschmack und ihrem einmaligen Aroma und ihrer leichten Zitrusnote bildet sie gemeinsam mit den milden vollreifen alten Apfelsorten eine einmalig gelungene geschmackliche Basis für diese Fruchtsaft-Kreation. Angereichert mit zart perlender Kohlensäure kommt so ein alkoholfreies Getränk von höchster Güte zustande, erfrischend, fruchtig und angenehm herb. Alle Zutaten sind auf rein biologischer Basis entstanden, wobei Apfel- und Quittensaft nur vom natürlichen Obst der Streuobstwiesen vom Obstparadies stammen. 

Wie alle Säfte sind auch diese von Bioland zertifiziert. Gesünder, wohlschmeckender und natürlicher kann ein solcher Ausnahme-Saft nicht sein. Dass Fruchtsaft nicht gleich Fruchtsaft ist, merkt man besonders deutlich, wenn man die beiden hier vorgestellten alkoholfreien Getränke verkostet hat. 

Mit ihren Bio-Säften von naturbelassenen Streuobstwiesen und allerbesten Obstsorten, die gesund und vollreift geerntet wurden, stellen sie das Nonplusultra an feinem Geschmack da, der keine Wünsche offen lässt. Auf diesem Niveau ist es nicht verwunderlich, dass man durchaus einen solchen alkoholfreien Paradies- Prickler einem alkoholischen Getränk als Aperitif vorzieht. 

Uns haben die Fruchtsäfte überzeugt, zumal man auch gerne eine solche Köstlichkeit einfach nur so zur Erbauung trinkt. 

Maximal empfehlenswert 

Wer es dann doch lieber etwas alkoholischer mag und nicht auf den wunderbaren Geschmack der natürlichen Fruchtsäfte vom Obstparadies Staufen verzichten möchte, dem sind die folgenden vier Frucht-Liköre ans Herz gelegt: 

 Foto: Helga König
Mirabellen Likör 

Auf der Basis von ungespritzten Mirabellen wurde im Obstparadies dieser Fruchtansatzlikör kreiert, der mit einem ganz besonderen Geschmack aufwartet. Reifes, gesundes Mirabellen-Obst bildet die Grundlage zu diesem Ausnahme-Likör. Dabei ist es gerade die Balance zwischen dem Mirabellensaft und dem Alkohol, die den ganz einmaligen Geschmack ausmacht. Der Mirabellen-Likör ist naturtrüb und alles andere als süß. Die Frucht bestimmt den Geschmack, lang und nachhaltig, während der Alkohol einen wohlig-warmen Nachhall erzeugt. Immer mal wieder ein Gläschen vom Frucht-Erlebnis lässt wahrhaft Freude und gute Laune aufkommen, ohne viel Alkohol getrunken zu haben. Der Mirabellen-Geschmack steht absolut im Vordergrund bei diesem Mirabellen-Likör und begeistert auf Anhieb. 

Der Mirabellen-Likör hat 18,2% vol/alc. 

Haselnuss Likör 

Eine weitere Likör-Pretiose ist dieser überaus geschmackvolle Haselnuss-Likör. Auch hier handelt es sich um einen Fruchtansatzlikör, dessen ungespritzte Haselnüsse in den Streuobstwiesen des Obstparadies Staufen gewachsen sind. Absolut biologisch wurde dem Haselnusssaft etwas Zucker und ein bestimmtes Quantum Alkohol zugesetzt, das zusammen diesen großartigen Haselnuss-Likör entstehen ließ. Überhaupt nicht süß, sondern mit feinstem Haselnuss-Geschmack versehen, umschmeichelt der naturtrübe Likör Mund und Gaumen, wobei auch hier der Alkohol als angenehme Begleiterscheinung nur ein wärmendes Gefühl hinterlässt. 

Welch eine haselnussige Geschmacksfülle, die auch im Nachhall immer noch Glücksgefühle entstehen lässt. Zu einem Cappuccino ist der Haselnuss-Likör geradezu ideal, aber auch als Digestif löst er Begeisterung aus. 

Der Haselnuss-Likör hat 23% vol/alc. 

Wildkirsche Likör 

Der Reigen der einmaligen Liköre aus dem Bio-Obstparadies Staufen wird mit diesem Wildkirsche Likör fortgesetzt. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass alle Erzeugnisse vom Obstparadies aus der reinen Natur entstanden sind. Auf den ausgedehnten Streuobstwiesen östlich der Staufener Burg wird ausschließlich nach streng biologischen Kriterien erzeugt. Entsprechend ist das Obstparadies Staufen nach den Richtlinien des Biolandverbandes zertifiziert. Grundlage zu diesem absolut geschmackvollen Likör sind ungespritzte Wildkirschen. Gemeinsam mit etwas Zucker und Alkohol kommt dieser prächtige Fruchtansatzlikör zustande, der alles andere als süß mit einem intensiven Wildkirschen-Geschmack zu überzeugen weiß. Mund und Gaumen genießen neben der großartigen Frucht buchstäblich die reine Natur. Der moderate Alkohol gibt dem köstlichen Wildkirsche Likör zusätzlich noch einen kleinen Kick in Form eines angenehmen Feuers. Ein solcher Wildkirsche Likör rundet nicht nur ein gutes Essen ab, auch jede Kaffeerunde wird höchst beglückt sein. 

Der Wildkirsche Likör hat 19,7% vol/alc. 

Quitten Likör 

Kommen wir zum Schluss unserer kleinen Likör-Runde vom Obst-Paradies Staufen zu dem vierten Fruchtansatzlikör aus einer Obstsorte, die hierzulande immer weniger Aufmerksamkeit erringt. Es ist die Quitte, die zu Unrecht im Obstbau vernachlässigt wurde, denn sie bringt ganz hervorragende geschmackliche Eigenschaften mit. Mit ihrem leicht herben Geschmack überzeugen die Quitten mit einem einmaligen Aroma und einer leichten Zitrusnote. Natürlich wurden auch zu diesem Quitten-Likör nur ungespritzte Früchte verwand, so wie im Obstparadies Staufen auf jede Art von künstlicher Düngung und Spritzmittel verzichtet wird und der Anbau der Früchte ganz im Einklang mit der Natur stattfindet. Entsprechend wurde dem reinen Quittensaft nur etwas Zucker und Alkohol zugesetzt. So ist ein Quitten-Likör entstanden, der angenehm herb und fruchtig ist und der den Verkoster sogleich ganz für sich einnimmt. Da mag man doch das eine oder andere Schlückchen mit viel Freude und Genuss nippen, wobei die Frucht der Quitte absolut im Vordergrund steht, während der moderate Alkohol-Anteil das Geschmackserlebnis prächtig abrundet. 

Der Quitten-Likör hat 15,5% vol/alc. 

Nachdem wir jetzt die wunderbaren alkoholfreien Paradies-Prickler und die vier Ausnahme-Liköre mit viel Neugierde und Genuss verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Erzeugnisse sind auf höchstem Niveau und von allerbesten Qualität. Und sie stehen alle unter einem ganz besonderen Motto: Reine Natur und bester Geschmack. Das Obstparadies Staufen garantiert absolute Bio-Qualität und dies ist sowohl bei den Säften als auch den Likören ganz deutlich zu schmecken, absolut Premium -Klasse. Dabei wird neben der ökologischen Komponente auch sehr intensiv auf den Schutz der Natur geachtet. Im Obstparadies Staufen ist man ganz fest davon überzeugt, dass allerbestes Obst nur in einer heilen, unverfälschten Natur wachsen kann, wo alles unbeeinflusst miteinander funktioniert. Und das Ergebnis zeigt sich dann im Glas bei Prickler und Liköre und schmeckt einfach wunderbar. Wir jedenfalls sind begeistert und so lautet unser Verkostungs-Urteil: 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Alde Gott Winzer Schwarzwald EG Sasbachwalden 3 Weissweine und 3 Rotweine

Foto:  Helga König
Mittlerweile existiert die Winzergenossenschaft "Alde Gott" in Sasbachwalden am Rande des Schwarzwalds seit fast 70 Jahren. Auf 266 ha Rebfläche bauen die Winzer Weine an, die alle ganz bestimmte Kriterien gemeinsam haben. Sie verfügen über eine besondere Charakteristik, einem ausgeprägten Bukett und der Typizität der Rebsorte, die exakt das Terroir widerspiegeln, das in den Weinbergen der Winzer von der Genossenschaft "Alde Gott" zu finden ist. Diese Weinberge liegen zu Füßen der prächtigen Kulisse des Schwarzwaldes, wo entlang blumengeschmückter Fachwerkhäuser sich die Rebzeilen stetig nach oben fortsetzen, intensiv von der Sonne bestrahlt sind und gut durchlüftet werden durch die kühlenden Winde, die des Nachts durch das Rheintal streifen. Dies sind die bevorzugten Lagen, in denen die prächtigen Weine von "Alde Gott" heranwachsen. Der Name selbst der Genossenschaft stammt nach der Überlieferung von einem Ereignis nach dem Dreißigjährigen Krieg, als ein Überlebender einen anderen mit den Worten begrüßt haben soll: "Der Alde Gott lebt noch". 

In Erinnerung daran wurde der dortigen Weinbergslage zwischen Sasbachwalden und Obersasbach der Name "Alde Gott" verliehen. In den fast 70 Jahren ihres Bestehens haben die Weine der gleichnamigen Genossenschaft, die weit über Deutschland hinaus berühmt geworden ist, eine absolute Spitzenqualität erlangt. Sie werden in den besten Restaurants Deutschlands genauso geschätzt wie bei einer Vielzahl von Weinkennern. Seit Jahren finden sie große Anerkennung bei professionellen Verkostungen, wo sie vielfach mit ersten Preisen und Gold ausgezeichnet wurden, so z.B. bei "Wein Gourmet", "Gault Millau", "DLG", "Vinum", "Selection", "Mundus Vini" und dem "Badischen Weinbauverband". Allein die Auszeichnungen 2017 zeigen, welchen nationalen und internationalen Stellenwert die Weine von "Alde Gott" innehaben. 

Bei der AWC Vienna 2017, der größten professionellen Verkostung weltweit hat es Gold und Silber geregnet, so auch bei 2017 Meiningers Deutschem Rotweinpreis, 2017 Mundus Vini, 2017 Internationaler Müller-Thurgau Preis, 2017 Internationale Wine Challenge und 2017 Internationaler Grauburgunder Preis.

"Gault Millau" und "Feinschmecker" loben die Weine in höchsten Tönen. Und diese Prämierungen wiederholen sich Jahr für Jahr. 

Das Sortiment reicht dabei vom milden Müller-Thurgau über phantastische Rieslinge zu exzellenten Weiß- und Grauburgunder im Weißwein-Bereich, hin zu außergewöhnlichen Spätburgunder, die als Spitzen-Rotweine geradezu begeistern. Damit der Wein-Liebhaber auf Anhieb erkennt um welchen besonderen Wein es sich handelt, haben sich die Winzer von "Alde Gott" sich entsprechend der exponierten Lagen ihrer Weinberge eine übersichtliche Qualifizierung ihrer Weine ausgedacht, die sie in folgende Weinlinien einordnen: Es beginnt mit der Rubrik "Einblick", wo Weiss-, Rosé- und Rotweine für jeden Tag zu finden sind. Danach folgen unter "Ausblick" trockene, edle Weine aus dem großen Holzfass, gefolgt von "Süsser Aussicht" mit lieblichen Weinen oder edelsüßen Raritäten und bei "Weitblick" ist das Allerbeste kennenzulernen, was die Genossenschaft zu kreieren vermag. 

Hier sind trockene Weiß- und Rotweine zu finden, die ertragsreduziert im Barrique ausgebaut wurden und selbst das Herz des verwöhntesten Kenners höher schlagen lässt. Das Sortiment von Spitzenweinen wird ergänzt von ganz besonderen Winzersekten und Edelbrände und Liköre. Beginnen wir nun nach der Vorstellung der Genossenschaft Alde Gott Winzer Schwarzwald mit der Verkostung ihrer großartigen Weine:

 Foto: Helga König
2016 Rivaner & Riesling Trocken 

Diese 2016er Cuvée aus den Rebsorten Rivaner und Riesling wurde in den besonderen Lagen der Winzer von Alde Gott erzeugt, deren Bodenbeschaffenheit aus Granit- und Sandsteinverwitterung besteht. Diese Böden eignen sich exzellent für die Traubenarten Rivaner und Riesling, wobei Rivaner, besser bekannt unter dem Namen Müller-Thurgau aus einer Kreuzung von den Sorten Riesling und der wenig bekannten französischen Traube Madelaine Royale besteht. 

Der Wein wurde trocken ausgebaut. Durch die kalte Gärung hat die Cuvée ihren lebendigen und animierenden Geschmack erhalten, wozu auch die angenehme Frische in ganz besonderem Maß beiträgt. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte man dem Wein genügend Sauerstoff gönnen, damit er sein ganzes Potential entfalten kann. Jetzt zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Sommeräpfel, Quitten und Aprikosen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt und durch eine feine Mineralität ergänzt. Der Wein überzeugt mit einem harmonischen Geschmacksbild, ist von eleganter Leichtigkeit und der lange Abgang zeigt noch einmal diese fruchtige Frische, die diese Cuvée zur täglichen Freude und Erbauung prädestiniert. Dabei ist ein zweites Glas mehr als willkommen. Geführt wird der Wein in der Rubrik "Einblick". Wunderbar! 

Der "RR“ Rivaner & Riesling" hat moderate 11,5% vol/alc und sollte bei 8 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Riesling Spätlese Trocken 

Weiter geht die kleine, aber sehr feine Verkostungsreihe mit dieser 2016er Riesling Spätlese, die unter der Einordnung "Ausblick" angeboten wird. Der Prädikatswein wurde trocken ausgebaut. Gewachsen sind die Riesling-Trauben auf den bekannten und geeigneten Granit- und Sandsteinverwitterungsböden in den Lagen der Genossenschaft. Die Winzer von Alde Gott setzen alles daran, dass ihre Weinberge absolut naturnah bearbeitet werden und sofort nach der Lese die Trauben sehr schonend im Keller mit modernstem Gerät verarbeitet werden. Nur so ist diese außerordentliche Qualität möglich, für die die Weine von Alde Gott bekannt sind. 

Farblich zeigt sich der Riesling im Glas in einem brillanten Hellgelb mit grünlichen Reflexen. Auch hier wieder bitte auf den Sauerstoff achten. Danach ist es eine wahre Freude mit der Nase all die Aromen wahrzunehmen, die diesen Spitzen-Riesling auszeichnen. Anklänge an Pfirsich, Melone und Zitrusaromen werden olfaktorisch registriert, wozu auch noch eine feine Mineralität hinzukommt. Es sind besonders drei Attribute die diesen Riesling auszeichnen und zwar Blume, Rasse und Eleganz. Im Mund und am Gaumen zeigt sich die ausbalancierte Kombination durch einen intensiven Fruchtbogen, der von einer wunderbaren Säure getragen wird und den Prädikats-Riesling perfekt abrundet. 

Der Wein ist fruchtbetont, mineralisch, geschliffen und überaus animierend. Welch ein Ausblick und welche Freude diese großartige Riesling Spätlese zu verkosten, zumal sie bei einem langen Nachhall noch einmal zeigt wie perfekt und frisch sie gelungen ist. Riesling-Herz was willst du mehr? Ganz große Klasse! 

Die 2016er Riesling Spätlese hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 12 Grad verkostet werden. 

2016 Weitblick Weissburgunder Trocken 

Zur Verkostung kommt nun das Nonplusultra der Weissweine von den Winzern von Alde Gott. Deshalb ist dieser 2016er Weissburgunder trocken auch in der Rubrik "Weitblick" qualifiziert, wo nur die allerbesten Weine der Genossenschaft angeboten werden und die jedes Jahr vielfach spitzenprämiert sind. So wurde bereits dieser 2016er Jahrgang mit Gold bei der Landesweinprämierung ausgezeichnet und weitere Auszeichnungen werden folgen. Dass dies so ist, hat mit der ganz besonderen Auswahl der Riesling-Trauben zu tun, deren Rebstöcke in älteren Weinbergslagen gewachsen sind und so Traubengut produziert haben, das mengenreduziert und intensiv in den Beeren ist. Die älteren Weinstöcke sind mit ihren Wurzeln tief in den Boden eingedrungen und versorgen so die Trauben mit mehr Mineralität und einer intensiveren Aromenvielfalt. Kellermeister Michael Huber und sein Team haben den Weissburgunder äußerst schonend im großen Eichenholzfass vinifiziert. Der 2016er Weissburgunder trocken konnte in aller Ruhe heranreifen und sich zu einem absoluten Spitzenwein entwickeln. 

Im Glas zeigt sich der Weissburgunder in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ein solcher Spitzenwein braucht dann auch die Möglichkeit durch die entsprechende Sauerstoff-Zufuhr sich komplett zu entfalten und präsentieren zu können. Intensive Anklänge verwöhnen danach die Nase, wobei deutliche Nuancen nach Apfel- und Quittenaromen wahrgenommen werden. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich mit einer ganz intensiven Präsenz bestätigt, was auf den Ausbau im Barrique zurückzuführen ist. Der 2016er Weissburgunder trocken verfügt über eine prächtige Balance. Frucht und die richtige Säure bilden eine ideale geschmackliche Einheit. Hinzu kommt das nicht enden wollende Finish, das noch einmal auf höchst willkommene Weise zeigt wie prächtig dieser Weissburgunder Michael Huber und seinen "Mannen" gelungen ist. Chapeau! 

Der 2016er Ausblick Weissburgunder hat markante 14% vol/alc und sollte bei 10 bis 12 Grad Celsius genossen werden. 

 Foto: Helga König
2014 Rotwein Cuvée, Im Eichenfass gereift Trocken 

Kommen wir jetzt zu den "Roten" für die die Genossenschaft Alde Gott berühmt sind. Beginnen wollen wir hier mit einer Cuvée, die im Eichenholzfass gereift, trocken ausgebaut wurde. Als Rotwein der Rubrik "Ausblick" hat die Cuvée, die aus den Rebsorten Spätburgunder und Cabernet Dorsa entwickelt wurde, in aller Ruhe 6 Monate im großen Holzfass aus Eiche gelagert, um so eine außerordentliche Qualität zu entwickeln, die den Ansprüchen der Winzer von Alde Gott gerecht wird und die Tradition an großen Rotweinen fortsetzt. Auch hier besteht die Bodenbeschaffenheit der Lagen in denen die Trauben gewachsen sind aus Granit- und Sandsteinverwitterung. Die Winzer der Genossenschaft geben sich alle erdenkliche Mühe sowohl im Weinberg als auch im Keller immer wieder Weine von höchstem Niveau zu erzeugen. Dies schätzen sowohl die zahlreichen Freunde von Alde Gott, als auch die professionellen Bewerter der Weine der Genossenschaft, die immer wieder mit höchsten Auszeichnungen bedacht werden. 

Farblich zeigt sich die Cuvée im Glas in einem eleganten Rubinrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Benötigt Weisswein vor der Verkostung genügend Sauerstoff, so gilt dies für Rotweine erst recht, zumal wenn sie wie hier von einer geradezu außerordentlichen Qualität sind. Die Nase registriert anschließend eindeutige Beerenaromen, die an reife Brombeeren erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt, wobei sich zeigt wie dicht, facettenreich und durchaus komplex die Cuvée daherkommt. Dabei verleiht der Spätburgunder der Cuvée die feine Geschmeidigkeit und die nötige Frucht, während der Cabernet Dorsa dem Rotwein zusätzliche Würze und etwas Pfeffer verleiht. Gut eingebundene Röstaromen runden das Geschmacksbild vorzüglich ab.

Die Cuvée ist dicht, langanhaltend im Nachhall und durchaus mit einem kräftigen Körper ausgestattet, wozu auch der nicht geringe Alkoholgehalt beiträgt. Dieser Rotwein ist in jeder Form präsent und deshalb eignet er sich auch ganz besonders zu Wild- und dunklen Fleischspeisen. Optimal!

 Die 2014er Cuvée hat kräftige 14,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Spätburgunder Im Eichenfass gereift Spätlese Trocken 

Weiter geht es mit dieser 2015er Spätburgunder Spätlese, ebenfalls in der Rubrik "Ausblick", die im Eichenfass gereift, trocken ausgebaut wurde. Allgemein gilt die Spätburgunder-Traube als die edelste aller Rotweinsorten. Gerade in Baden werden ganz exzellente Weine dieser Rebsorte erzeugt und da ist die Genossenschaft Alde Gott zu Füßen des Schwarzwaldes ganz vorne mit dabei. Durch die längere Reife im großen Eichenfass hat dieser trockene Rotwein einen ganz abgerundeten Geschmack erhalten. Dazu tragen auch die feinen Tannine mit bei, die bei der Maischegärung entstanden sind und dem Pinot Noir, so der Spätburgunder in französischer Sprache, ein großartiges Volumen geben und ihn zu einem wahrlich kräftigen, dabei aber ganz exzellenten Rotwein machen. Dies haben die Juroren bei dem größten internationalen Weinwettbewerb, der "AWC Vienna 2017" auch so gesehen und haben die 2015er Spätburgunder Spätlese mit Silber ausgezeichnet. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer Granat- bis rubinroten Farbe, die durchaus Kraft und Dichte signalisiert. Auch hier den Sauerstoff bitte nicht vergessen. Danach nimmt die Nase sehr kräftige Aromen wahr, die an Kirschen und Waldbeeren erinnern. Getragen werden diese Fruchtaromen von einer bestens eingebundenen Säure und alles zusammen wird durch feine Tannine ergänzt. Diese 2015er Spätburgunder Spätlese trocken ist alles andere als ein Leichtgewicht. Die Dichte und Intensität im Geschmack ist ein bestimmender Faktor, aber auch das Alkoholvolumen, das wahrlich nicht "von schlechten Eltern" ist, trägt großartig dazu bei. 

Diese Spätlese ist überaus präsent und dominant, dabei kräftig, komplex und doch exzellent ausgewogen. Mit einem langen Nachhall ausgestattet, zeigt diese 2015er Spätburgunder Spätlese trocken auf großartige Weise, welche herrlichen Rotweine die Winzer von Alde Gott in der Lage sind zu kreieren. "Hut ab". 

Der Wein hat besagte kräftige 15% vol/alc und sollte bei 16 bis 19 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Weitblick Spätburgunder Trocken 

Beenden wollen wir unsere kleine, wunderbare Weinreise durch den Keller der Genossenschaft Alde Gott in Sasbachwalden mit dieser Top-Pretiose, einem 2015er Spätburgunder trocken. Schon die Einordnung in die Spitzen-Rubrik "Weitblick" zeigt, dass es sich hier um das Allerbeste an Rotwein handelt, was die Genossenschaft und Kellermeister Michael Huber und seiner Crew anzubieten haben. Das Traubengut zu diesem Spitzen-Spätburgunder stammt von älteren Weinbergslagen, wo die Rebstöcke mittlerweile tief verwurzelt sind und so besonders intensiv Mineralien aufnehmen können. Dies zeigt sich dann auch bei den Trauben, die eine gesteigerte Aromenfülle entwickeln, die auch noch durch Ertragsreduktion verstärkt wird. So entsteht allerbestes Rebgut, das von den Winzern der Genossenschaft akribisch gepflegt und geerntet wird. Die sehr schonende Verarbeitung im Keller führt zu einer weiteren Qualitätssteigerung. Schließlich bekam der Spätburgunder im Barrique Fass genügend Zeit um in aller Ruhe heranzureifen. So ist ein Rotwein entstanden, der den allergrößten Ansprüchen genügt und es ist zu erwarten, dass er wie seine Vorgänger früherer Jahre mit den höchsten Auszeichnungen geehrt wird. 

Farblich präsentiert sich der 2015er Weitblick Spätburgunder trocken in einem dunklen Rubinrot in einer strahlend kräftigen Farbe. Man bedenke auch hier den Spätburgunder mit ausreichend Sauerstoff zu vermählen. Duftaromen nach feinen Kirschtönen beglücken die Nase und eine feine Barriquenote ergänzt das elegante Fruchtbouquet. Im Mund und am Gaumen werden neben viel Kirsch Anklänge an eine leichte Pfeffernote und Paprika geschmacklich wahrgenommen. Dieser 2015er Spätburgunder verfügt über äußerst viel Substanz, herrliche beeindruckende Frucht, gepaart mit einer bestens eingebundenen tragenden Säure und ist dabei vielschichtig, kraftvoll und doch so weich und animierend. Sein Alkoholvolumen ist kraftvoll ohne dabei dominant zu sein. Der Ausbau im Barrique hat ihm zusätzlich Substanz und geschmackliche Breite gegeben, nicht zuletzt durch die feine Tanninstruktur. 

Dieser "Weitblick" in die Welt der ganz großen Spitzen-Spätburgunder ist geradezu phänomenal, zumal der Rotwein noch weiter auf der Flasche reifen wird. Jetzt schon ein absolutes Erlebnis, wird er dann auf dem Zenit seines Geschmacks den passionierten Spätburgunder-Liebhaber über eine lange Zeit höchstmöglich erfreuen. Absolute Spitze!

Der 2015er Weitblick Spätburgunder trocken hat 14,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden. 

Nachdem wir jetzt mit viel Freude die großartigen Weine der Genossenschaft Alde Gott aus Sasbachwalden zu Füßen des Schwarzwaldes verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine, ob Weiß oder Rot haben ein absolutes Niveau und besitzen allerhöchste Qualität. Die Winzer der Genossenschaft und Kellermeister Michael Huber und seine Mannschaft setzen alles daran, mit jedem neuen Jahrgang Spitzenweine zu erzeugen. Dazu gehört die naturnahe Pflege der Weinberge und der Rebstöcke genauso dazu, wie die sehr schonende Verarbeitung der Trauben bei der Vinifizierung und die nötige Reife im großen Holzfass oder im Barrique. Voraussetzung sind wie bei jedem guten Wein die besonderen Lagen, die bei bestem Terroir gesundes und hochreifes Traubengut möglich machen, das dann von erfahrenen Winzern in der Verbindung zwischen Tradition und Moderne Spitzen-Weine entstehen lässt, wie wir sie hier verkosten durften. Ob Rivaner-Riesling Cuvée, ob Riesling Spätlese, Weitblick Weissburgunder und auch die Rotwein-Cuvée und auch die beiden Spätburgunder, sie alle sind Weine der Sonderklasse. Und wir stehen mit unserem Urteil absolut nicht alleine da, zeigen doch die unzähligen Prämierungen, welche großartigen Weine bei Alde Gott erzeugt werden. Wir jedenfalls sind begeistert, uns haben die Weine besonders gut geschmeckt. Und so geht es vielen Freuden der Sasbachwalderner Genossenschaft. Bleibt nur noch ein letzter Hinweis, der die Weine noch ein stückweit attraktiver macht:

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich, eine solche Qualität zu solch moderaten Preisen, da bleibt kein Wunsch offen. 

Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Badischer Winzerkeller Breisach 5 Rosé und 1 Winzersekt Pinot Rosé

 Foto: Helga König
Der Badische Winzerkeller wurde 1952 in Breisach am Rhein gegründet. Voraussetzung dazu war die Idee, mehrere badische Winzergenossenschaften zusammenzuschließen, um ihnen so eine gemeinsame Vermarktungsorganisation zur Seite zu stellen. Wie auch bereits bei dem Gedanken, sich als einzelner Winzer in einer Genossenschaft zusammenzufinden, um auf diese Weise effektiver den Weinanbau zu gestalten, wurde einigen badischen Genossenschaften klar, dass eine gemeinsame Vermarktungsplattform ihre Chancen am Markt erheblich verbessern würden. So kam es zu dem "Haus der Badischen Winzer" mit Sitz in Breisach am Rhein. Bedingt durch die Entwicklung der Winzergenossenschaften in Baden nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Badische Winzerkeller ein Erfolgsmodell, das heute den gesamten Raum des badischen Weinbaus umfasst. 

Mit etwa 2000 ha in 9 Anbaugebieten Badens vom Bodensee bis Tauberfranken sprechen wir mittlerweile von rund 4000 angeschlossenen Winzern und Winzerfamilien. Allen zusammen ist nicht nur die Liebe bei der Herstellung ihrer eigenen Weine zu Eigen, sie alle sehen sich als Verfechter für eine nachhaltige Weinerzeugung. Dabei ist ihnen der Landschaftsschutz genauso wichtig wie der Pflanzenschutz. Sie alle bemühen sich um die optimale Bewirtschaftung- und Rebschutzstrategie. Sie haben stets die Erhaltung der Kulturlandschaft im Auge, um diese an spätere Generationen intakt weiterzugeben. 

Alles zusammen prägt die Philosophie des Badischen Winzerkellers, und die gelungene Balance zwischen Tradition und Moderne spielt hier eine wichtige und erfolgreiche Rolle. 

 Foto: Helga König
2016 Baden trocken Spätburgunder Rosé Qualitätswein Trocken 

Unsere Verkostungsreihe von herrlichen Rosé- Weinen vom Badischen Winzerkeller in Breisach beginnt mit diesem trockenen Spätburgunder Rosé. Wie bei allen Weinen, die von 4000 angeschlossenen Winzern in der Genossenschaft vermarktet werden, so ist auch dieser Rosé durch umweltschonenden Anbau und naturnahe Kellerwirtschaft erzeugt worden. Hier in Deutschlands größter Erzeugergemeinschaft, dem Badischen Winzerkeller unternehmen die Sonnenwinzer alles damit charaktervolle, authentische Weine entstehen, wie der hier verkostete 2016er Spätburgunder Rosé trocken.

Im Glas zeigt sich der Wein in einem kräftigen Kupfer-Rosé mit rubinrötlichen Nuancen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der Wein zunächst genügend Sauerstoff bekommen. Jetzt zeigen sich sehr fruchtige Aromen in der Nase, die an Erdbeeren, Himbeeren und Herzkirschen erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine gut ausbalancierte, rassige Säure ergänzt, die die Fruchtaromen bestens trägt. Bei einem langen Abgang zeigt sich erneut, wie wohlstrukturiert und geschmackvoll der 2016er Spätburgunder Rosé trocken gelungen ist.

Zur täglichen Erbauung, aber auch als Begleiter zu Fisch und Pasta eignet sich der Wein hervorragend.

Der 2016er Spätburgunder Rosé hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Spätburgunder Rosé Trocken Edition Peter Steger 
Als weiterer Rosé-Wein kommt dieser 2015er Spätburgunder Rosé trocken aus der Edition Peter Steger zur Verkostung. Peter Steger hat bereits 1987 als Sommelier in einem kleinen französischen Restaurant begonnen, sich intensiv mit Wein zu befassen. Mit diesem 2015er Spätburgunder Rosé trocken verwirklicht er seine Vorstellung von einem optimalen Wein dieser Art, der idealtypisch für einen badischen Rosé ist. Dazu hat Peter Steger sorgfältig ausgesuchtes Traubengut genommen, um dies dann sehr schonend zu diesem 2015er Spätburgunder Rosé zu vinifizieren.

Der Wein wurde vom Badischen Weinbauverband mit einer Goldenen Medaille ausgezeichnet. Farblich zeigt sich der Wein in einem hellen kupferfarbenen Rosé mit zart-rötlichem Schimmer. Auch hier zunächst die Vermählung mit genügend Sauerstoff, damit die Aromenvielfalt von der Nase gänzlich wahrgenommen werden kann. Anklänge, die an Blüten-und Fruchtnuancen erinnern, so etwa auch an Erdbeer- und Himbeernoten ist das olfaktorische Ergebnis.

Geschmacklich bestätigt werden diese Aromen in Mund und Gaumen, wobei eine fruchtige Säure das Fruchtspiel bestens ergänzt. Der Rosé besitzt eine angenehme Körperstruktur und ist ausgewogen und nachhaltig im Finish. Als Begleiter zu Gerichten mit hellem Fleisch, zu Lachs und zu vegetarischen Speisen ist der 2015er Spätburgunder Rosé großartig.

Der Wein hat 13% vl/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Graf von Kageneck Freiburger Spätburgunder Rosé Trocken 

Zur Verkostung kommt nun dieser 2016er Freiburger Spätburgunder Rosé trocken vom Weingut Graf von Kageneck. Bereits seit dem 17. Jahrhundet bauen die Grafen von Kageneck Wein in Baden an. Dabei bleiben sie immer ihrem Wahlspruch treu: "In Valore Virtus – im Wert liegt Tugend". So auch hier, wo nur gesundes und hochreife Traubengut von der Spätburgunder Rebe zur Erzeugung dieses 2016er Spätburgunder Rosé trocken verwendet wurde.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einem schönen Lachsrot mit brillanten Reflexen. Bevor die Nase die Aromenfülle registriert, sollte dem Rosé zunächst Sauerstoff zur Beatmung zugestanden werden. Das Ergebnis ist ein Bouquet von roten Gartenfrüchten wie Erdbeeren, Himbeeren und roten Johannisbeeren. Geschmacklich wird die Fruchtfülle im Mund und am Gaumen bestätigt. Die angenehme Säure führt zusammen mit den Fruchtaromen zu einem gelungenen Frucht-Säure-Bogen, der präsent und kräftig überzeugt. Der lange Nachhall bestätigt noch einmal wie frisch, geschmackvoll und animierend dieser 2016er Freiburger Spätburgunder Rosé trocken vom Weingut Graf von Kageneck daherkommt. Natürlich schmeckt der Wein solo prächtig, doch auch zu geräucherter Forelle, Pasta und auch zu Wild ist er ideal.

Der 2016er Freiburger Spätburgunder Rosé trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Ringsheimer Kaiserberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken 

Weiter geht es mit diesem 2016er Spätburgunder Rosé aus der Lage Ringsheimer Kaiserberg, der als Prädikatswein in der Stufe Kabinett trocken ausgebaut wurde. Wie alle Weine aus dem Badischen Winzerkeller, so trägt auch dieser Rosé die Attribute in sich, für die die Genossenschaft bekannt ist, und zwar Weine zu erzeugen, die bodenständig, naturnah und leidenschaftlich sind. Dafür geben die angeschlossenen Winzer ihr ganzes Herzblut, mit dem Ergebnis, dass individuelle, überzeugende Weine entstehen, wie dieser 2016er Ringsheimer Kaiserberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Lachs-Rosé mit einem himbeerähnlichen Schimmer. Auch hier bitte nicht den Sauerstoff vergessen, denn nur so kann der Kabinett-Rosé sein ganzes Potential anbieten. Die Nase wird von Anklängen erfüllt, die an Erdbeeren, Himbeeren und weiße Johannisbeeren erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch eine feine Zitrusnote ergänzt. Die gut abgestimmte Säure führt zu einem großartigen Frucht-Säure-Spiel, wobei dieses durchgehend bis zum langen Nachhall präsent ist.

Dieser 2016er Spätburgunder Rosé Kabinett trocken überzeugt den Freund eines frischen, fruchtigen, geschmackvollen Rosé komplett. Im Kreis von Freunden bleibt es da nicht nur bei einem Glas. Als Essensbegleiter eignet sich der Wein zu Salaten und leichten Gerichten ebenfalls prima.

Der 2016er Ringsheimer Kaiserberg Spätburgunder Rosé Kabinett trocken hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Baden Spätburgunder Rosé Qualitätswein 

Verkostet wird mit diesem 2016er Spätburgunder Rosé ein frischer Wein, der feinherb ausgebaut wurde und der einen moderaten Alkoholgehalt besitzt. So eignet sich der badische Rosé bestens als Sommerwein auf der Terrasse, aber auch zur kühleren Jahreszeit, wenn der Sinn nach einem leichteren, fruchtigen Wein steht, ist der 2016er Spätburgunder Rosé feinherb genau das Richtige, bietet er doch das Versprechen auf ein sommerliches, beschwingtes Trinkvergnügen. Auch hier haben die Winzer des Badischen Weinkellers nur hochreife, gesunde Trauben zur Erzeugung dieses angenehmen Rosé genommen und damit garantiert, dass ein ausgereifter, frischer Wein im Keller entstanden ist.

Im Glas zeigt sich der 2016er Spätburgunder Rosé in einem strahlenden Rosé-Ton. Bitte auch hier den Sauerstoff nicht vergessen. In der Nase zeigen sich danach offene präsente Anklänge an Fruchtnoten, die deutlich an Beerenaromen, wie Erdbeeren, Himbeeren und rote Johannisbeeren erinnern. Geschmacklich werden diese Nuancen sehr angenehm fruchtig bestätigt, wobei die zurückhaltende Säure die Fruchtnoten bestens trägt, gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass sie nicht zu dominant werden. Der geschmackvolle Abgang zeigt dann noch einmal die dezent eingebundene Restsüße in Verbindung mit der frischen, animierenden Säure.

Der Wein ist ideal zu leichten Vorspeisen, korrespondiert auch sehr gut mit Geflügel, Kalbfleisch und Spargelgerichten.

Der 2016er Spätburgunder Rosé feinherb hat moderate 9,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

Schloss Munzingen Baden Pinot Rosé Sekt Brut

Zum Schluss unserer angenehmen Verkostungsreihe von Rosé-Weinen und dem Rosé-Sekt kommt dieser Schloss Munzingen Pinot Rosé Sekt zur Verkostung der in der Gräflich von Kageneck´schen Wein- und Sektkellerei brut ausgebaut wurde. Als Grundwein wurde ein Pinot Noir Rosé Wein zur Versektung genommen. Der Ausbau in der Stufe "brut" ist am besten mit dem Begriff „herb“ zu übersetzen. Das Weingut Graf von Kageneck legt wie alle anderen Winzer und Weingüter des Badischen Winzerkellers wert auf naturnahen Weinbau bei höchster Qualität. Dieses bestätigt sich bei dem hier verkosteten Sekt Schloss Munzingen Pinot Rosé brut.

Die Farbe im Glas ist ein elegantes Apricot. Zugleich fällt dem Auge die feine Perlage auf, die eine angenehme Frische signalisiert. Gleichzeitig registriert die Nase Nuancen von weißen Johannisbeeren im Duft, sowie Anklänge von Ananas und Honigmelone. Im Mund und am Gaumen zeigen sich geschmacklich diese feinen Fruchtnoten ebenfalls, die zusätzlich von floralen Würzaromen und einem elegante Säurespiel begleitet werden. Der Pinot Rosé Sekt brut ist kräftig, dabei aber nicht allzu herb, geradezu vollendet abgerundet. Als Aperitif zu einem köstlichen Menü ist er ebenso prädestiniert wie bei festlichen Empfängen oder besonderen Familienfeiern.

Der Schloss Munzingen Pinot Rosé Sekt brut hat 12% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius verkostet werden.

Abschließend unser Fazit: Sowohl die 5 Rosé als auch der Sekt Pinot Rosé brut sind von bester Qualität und zeigen wieder einmal wozu die Sonnenwinzer aus Baden in der Lage sind. Sie erzeugen Weine und Sekte, die von der Sonne gereift und von den Winzern der Genossenschaft auf hohem Niveau ausgebaut werden. So schmecken sie einfach gut und was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbetrifft, da sind sie ganz vorne mit dabei.

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Onlinebestelung: Bitte hier klicken https://www.badischer-winzerkeller.de/unsere-shops/

Kloster Eberbach Hessische Staatsweingüter Domäne Bergstrasse 3 Weissweine

 Foto: Helga König
Das ehemalige Zisterzienser-Kloster Eberbach umfasste in seiner Blütezeit 10.000 ha Land, das sich zwischen Worms und Köln erstreckte. Heute sind die "Hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach" mit ca. 220 Hektar Rebfläche das größte Weingut in Deutschland, mit einer weltweiten Reputation und gehören selbstverständlich dem V.D.P.-Verband an, der Vereinigung der Prädikatsweingüter, die ihre Weine bei den strengsten Bedingungen des Qualitätsanspruchs herstellen. Unter anderen gehört auch die Domäne Bergstrasse zu den Gütern von Kloster Eberbach dazu, mit seinen Weinbergen an der Bergstraße. Dieses Weinanbaugebiet zeichnet sich durch ein ganz besonders, fast mediterranes Klima aus. Hier beginnt der Frühling etwas früher und auch die wärmeren Tage im Herbst lassen die Trauben optimal reifen. Hinzu kommt ein besonderes Terroir, das sowohl für Burgundersorten als auch für Riesling hervorragend geeignet ist. Deshalb ist die Domäne Bergstraße ein spezielles Kleinod unter den verschiedenen Weingütern, die zu den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach gehören. Mit 35 ha ist die Domäne Bergstraße zudem das größte Weingut in dieser Region. 

Hier nun drei Weine von der Bergstraße: 

2016 Schönberger Herrnwingert –Crescentia- Weissburgunder Trocken 

Dieser Weißburgunder von der Domäne Bergstraße, die als Teil des Staatsweingutes Kloster Eberbach über die Lage Schönberger Herrenwingert verfügt, und sich optimal zur Herstellung eines solchen besonderen Weißweines eignet, zeigt das ganze Potential des Weingutes. Die nach Süden ausgerichtete Lage ermöglicht es, den Lehm- und Sandboden, aus dem die Bodenbeschaffenheit besteht, bestens zu erwärmen. Das Ergebnis ist ein besonderer Weißburgunder, der einen Vergleich mit anderen Spitzenweinen dieser Art nicht zu scheuen braucht, ganz im Gegenteil. 

Die Edition "Crescentia" bedeutet, dass es sich hier um Weine aus den besten Lagen von Kloster Eberbach handelt, auch von der Domäne Bergstrasse. Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen, die Frische signalisieren. Zudem darf die Nase Nuancen von Apfelaromen und Melonenduft registrieren. Diese Komponenten machen sofort Lust auf mehr und ein erster Schluck zeigt deutlich, dass diese Aromen sich auch auf der Zunge und am Gaumen widerspiegeln. Es ist diese optimale Säure, die die Fruchtaromen sehr geschmackvoll tragen und so ein prächtiger Frucht-Säure-Bogen zustande kommt. Der Wein ist bestens ausbalanciert, zudem elegant, und verfügt über einen langen Abgang, der gleichzeitig nachhaltig ist und mit einer angenehmen trockenen Frische überzeugt. 

Der 2016er Weissburgunder trocken ist ideal zu dem täglichen Glas Wein zur Freude und Erbauung, wobei es durchaus einmal auch ein zweites Glas sein darf. Großartig! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 - 10 Grad Celsius verkostet werden. 

 Foto: Helga König
2016 Heppenheimer Centgericht –Crescentia- Grauburgunder trocken. 

Die Spitzen-Lage Centgericht an der Hessischen Bergstraße ist hierzulande und darüber hinaus weltweit ein Begriff. Der Name stammt von der ehemaligen Gerichtsstätte am Heppenheimer Landberg, wo mehr als ein Jahrtausend lang Recht gesprochen wurde. 1904 hat die Großherzogliche Verwaltung einzelne Parzellen zwischen Bensheim und Heppenheim einem neugegründeten Weingut zugeordnet. Sie sind 1946 dann in den Besitz der Hessischen Staatsweingüter, Kloster Eberbach übertragen worden. Neben dem speziellen Mikroklima ist es die nach Südwesten ausgerichtete Lage, die besondere Weine auf den tiefgründigen, warmen Los- Lehmböden hervorbringt. Das obere Drittel weist eine Lössauflage aus. Dieser ganz besondere Grauburgunder punktet mit Eigenschaften, wodurch das Centgericht Liebhaber aus aller Welt anzieht, nicht zuletzt Fürst Albert von Monaco, der verwandtschaftliche Wurzeln in Heppenheim hat. Farblich in einem hellen Gelb, zeigt der Wein im Glas eine bestimmte Brillanz. 

Unverkennbar steigt der Duft nach Mandelaromen in die Nase, ebenso Aprikose und vermittelt so dem Verkoster ein besonderes Erlebnis. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt, wobei dieser Grauburgunder sein gesamtes Potential präsentiert. Neben dem feinen Geschmack nach Frucht und Mandeln ist es die Balance zwischen Fruchtsüße und feiner Säure, eingebunden in einen angenehmen Schmelz, der den Wein als ganz besonderes Trinkerlebnis auszeichnet. Bei einem lang anhaltenden Nachhall wird noch einmal bestätigt, mit welch großartigem Geschmack dieser Grauburgunder ausgestattet ist, sodass man immer wieder sich auf den 2016er Grauburgunder freut. Dieses Centgericht ist absolut fabelhaft.

Chapeau! 

Der Wein hat 13% vol/ alc und sollte bei 8 -10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Heppenheimer Steinkopf –Crescentia- Riesling Trocken 

Der hier verkostete 2016er Riesling trocken stammt aus der Lage Heppenheimer Steinkopf. Der Lagenname wurde zum ersten Mal 1517 dokumentiert. Die Exposition des Weinbergs ist in süd- bis südwestlicher Richtung, das Terroir weist nach seiner Bodenbeschaffenheit im oberen Teil gelben Buntsandstein- Verwitterungsboden und einen Untergrund aus Felsgestein auf, im unteren Teil roten Sandstein. Klimatisch sind die Bedingungen ebenfalls exzellent, denn mit der Wärme, den vielen Sonnenstunden und den kühlen Nächten fühlt sich der Riesling-Traube hier besonders wohl, sodass großartige Weine entstehen, wie dieser 2016er Heppenheimer Steinkopf Riesling trocken. 

Als Crescentia (lat. Gewächs) werden im Kloster Eberbach seit dem 15. Jahrhundert die Weine aus den wertvollsten Lagen bezeichnet. Die Gutsweine, um einen solchen handelt es sich hier nach der V:D:P.-Klassifizierung, sind Qualitätsweine mit einem gebietstypischen Charakter der Rebsorten von der Hessischen Bergstrasse. 

Im Glas präsentiert sich der 2016er Riesling trocken in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Nachdem der Wein mit dem nötigen Sauerstoff vermählt worden ist, zeigen sich deutliche olfaktorische Noten, die an Sommerapfel, Pfirsich und Zitrus erinnern. Hinzu kommt eine feine Mineralität, die die Nuancen in der Nase ergänzt. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich angenehm bestätigt und sie werden getragen von einer frischen Fruchtsäure. Der Riesling ist intensiv, besitzt einen ganz individuellen Charakter und ist mit einem langen Nachhall ausgestattet. Dabei zeigt sich noch einmal wie gut Frucht, Säure und Mineralität ausbalanciert sind. Die Frische sorgt zudem dafür, dass man sich schon auf das nächste Glas freut. Großartig! 

Der 2016er Heppenheimer Steinkopf –Crescentia- Riesling trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 


Nachdem wir jetzt die drei Weissweine von der Domäne Bergstrasse des Klosters Eberbach probieren durften, hier unser Fazit: Alle drei Weine, sowohl Weissburgunder, Grauburgunder und Riesling von dem V.D.P. Weingut Domäne Bergstrasse sind von höchstem Niveau und bester Qualität. Als Gutsweine sind sie sortentypisch und verkörpern intensiv das Terroir ihrer Lagen, wobei diese über Deutschland hinaus, bekannt und äußerst geschätzt sind. Dabei hat der Kellermeister es verstanden, den Weinen einen persönlichen, unverkennbaren Charakter zu geben. Und um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, die Weine von der Domäne Bergstrasse überzeugen, denn sie schmecken einfach wunderbar. 

Maximal empfehlenswert. 

Winzergenossenschaft Rammersweier Offenburg-Rammersweier 3 Weissweine, 1 Rosé, 1 Rotwein und 1 Winzersekt

 Foto: Helga König
Die kleine aber feine Winzergenossenschaft Rammersweier gehört zu dem gleichnamigen Ortsteil von Offenburg im Herzen der Ortenau, einer Region die für exzellente Weine berühmt ist. Weinbau existiert in Rammersweier seit dem Jahre 1242. Vor über 90 Jahren wurde die Winzergenossenschaft Rammersweier gegründet, und zwar im Jahr 1926. Heute werden etwa 50 ha Rebfläche von 100 Winzerinnen und Winzern bewirtschaftet. Hauptrebsorten sind Müller-Thurgau mit 40%, Spätburgunder mit 32%, Riesling mit 14%, Grauburgunder mit 7% und Weißburgunder, Chardonnay, Cabernet Dorsa, Kerner, Scheurebe, Gewürztraminer, Solaris und Muscaris vervollständigen das vielfältige Sortiment. Die Bodenbeschaffenheit in den Weinbergen besteht aus tiefgründigen Löss- und Lehmböden sowie aus Granitverwitterungsgestein. Bei der Bewirtschaftung ihrer Lagen legen die Winzer der Genossenschaft einen besonders großen Wert auf die Bearbeitung die im Einklang mit der Natur steht. 

Das Terroir in den Weinbergen eignet sich großartig für frische, fruchtige Weine, die über einen nachhaltigen Geschmack verfügen. Es ist das Bestreben von Geschäftsführer Georg Lehmann, dem sehr erfahrenen Kellermeister Siegfried Kiefer, allen Winzerinnen und Winzern als auch der ganzen Mannschaft insgesamt, Weine mit Stil und Charakter zu erzeugen, die sich durch Ausgewogenheit, Komplexität und Eleganz auszeichnen. Neben der naturnahen Pflege der Weinberge, ist es der geeignete Laub- und Rebschnitt, der die beste Qualität der Weine hervorbringt, ebenso die zeitnahe schonende Verarbeitung im Keller. Der Wein entsteht primär im Weinberg, da sind sich die Winzer von Rammersweier ganz sicher. Die verantwortungsvolle Arbeit von Kellermeister Siegfried Kiefer liegt darin die Entwicklung des Weins zu begleiten, um dann einzugreifen, wenn es gilt die optimale Reifung zu erreichen. Gleichzeitig gibt er den Weinen seine Handschrift mit und dass diese zu großartigen Ergebnissen seit vielen Jahren führt, zeigt die Vielzahl von Prämierungen und Auszeichnungen. 

Aktuelle Erfolge sind: Bester Spätburgunder-Erzeuger 2016 im Weinparadies Ortenau; DLG-Bundesweinprämierung 2016 2 Goldmedaillen und Gold Extra, in der Rangliste "Top 100", die besten Weinerzeuger Deutschlands, aktuell 38. Platz; Gebietsprämierung 2016 1 "Top Ten" Rotwein trocken und 17 Goldmedaillen; Genossenschaftstest 2016 in der Fachzeitschrift "Weinwirtschaft", 2.Platz in Baden und 7. Platz National. Neben großartigen Weinen werden noch beste Winzersekte, Secco, Liköre und Edelbrände erzeugt. Alle Produkte der Winzergenossenschaft Rammersweier zeichnen sich nicht nur durch ein besonders hohes Niveau und eine prächtige Qualität aus, sie begeistern auch durch ein bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis.

 Foto: Helga König
2016 Rivaner Trocken Tradition

Zur Verkostung kommt zunächst dieser 2016er Rivaner trocken. Der Rivaner, der hauptsächlich unter dem Namen Müller-Thurgau weltweit bekannt ist, wird in der Genossenschaft unter der Edition "Tradition" geführt. Rivaner alias Müller-Thurgau ist eine Kreuzung von Riesling und der Rebsorte Madeleine Royale und existiert seit 1882, als Prof. Dr. Müller Thurgau in der Wein-Versuchsanstalt Geisenheim diese beiden Rebsorten gekreuzt hat. In Baden ist sie die wichtigste, weiße Rebsorte, ebenso mittlerweile die erfolgreichste Weißweinneuzüchtung weltweit. 

Im Glas zeigt sich der trockene 2016er Rivaner in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, sollte der Wein mit genügend Sauerstoff vermählt werden, Danach zeigen sich intensive Duftaromen in der Nase, die an Birnen, Zitrus und Muskat erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtanklänge geschmacklich exakt bestätigt. 

Die wunderbar eingebundene Säure sorgt dafür, dass diese Nuancen so präsent im Geschmack sind. Der 2016er Rivaner ist fruchtig, besitzt eine feste Struktur und ist sehr animierend im Geschmack und verfügt über einen langen Nachhall, wobei er noch mit einer schönen zitronigen Frische punktet. 

Als tägliches Glas Wein zur Erbaung und Entspannung ist der 2016er Rivaner trocken ideal. 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Grauburgunder Trocken Tradition 

Als nächstes folgt dieser 2016er Grauburgunder, der trocken ausgebaut wurde und der ebenfalls als Edition Tradition angeboten wird. Grauburgunder oder auch als Ruländer bekannt, ist eine sehr hochwertige rötliche Traube aus der Burgunder-Familie, die aber stets als Weißwein vinifiziert wird. Französisch Pinot Gris und italienisch Pinot Grigio erfreut sich der Grauburgunder immer größerer Beliebtheit hierzulande, auch weil ganz exzellente Weine dieser Rebsorte in Baden und in der Ortenau wachsen. 

Das Terroir der Winzer von Rammersweier ist bestens geeignet um herrliche Grauburgunder zu erzeugen auf den tiefgründigen Löss- und Lehmböden und in dem sonnenverwöhnten Klima. Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier bitte nicht die Belüftung des Grauburgunders vor der olfaktorischen Prüfung vergessen. 

Anklänge an buttrige Aromen von Quitte, Birne und Melone sind wunderbar in der Nase zu registrieren. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Nuancen. Die anregende Säure sorgt für einen herrlichen Frucht-Säure-Bogen, der sich bis in den frischen, nachhaltigen Abgang hindurch zieht. 

Der 2016er Grauburgunder trocken ist von fester Struktur und besitzt eine feine mineralische Note. Außerdem ist der Wein extraktreich, bestens ausbalanciert und sehr animierend. Er verkörpert diesen großartigen Typ von wunderbarem badischen Grauburgunder, den man als Weinfreund einfach nur liebt. Exzellent!. 

Der 2016er GrauburgunderTrocken Tradition hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2016 Riesling Trocken Tradition 

Es folgt dieser 2016er Riesling trocken Edition Tradition. Selbst der weltbekannte Riesling, eine der edelsten Weisswein-Sorten überhaupt, hat im Badischen eine eigene Bezeichnung. Hier in der Ortenau ist er auch unter dem Namen Klingelberger bekannt. 

Riesling wird in fast allen deutschen Wein-Gebieten angebaut mit ganz großartigen Ergebnissen. So auch hier in der Ortenau von den Winzern der Genossenschaft Rammersweier. Weiter südlich in Baden ist der Anbau kaum zu finden, bevorzugt doch der Riesling der Säure wegen ein eher kühles Klima. Die klimatischen Bedingungen in der Ortenau sind sonnenreiche, warme Tage und nachts sorgen die frischen Winde vom Schwarzland für die nötige Abkühlung, die der Riesling-Rebe die nötige Fruchtsäure zuteilwerden lässt. 

Im Glas präsentiert sich der 2016er Riesling trocken in einer hellgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Nachdem der Wein genügend beatmet wurde, darf die Nase die fülligen Aromen von Zitrus, Quitte und Pfirsich wahrnehmen. Diese werden dann auch geschmacklich in Mund und Gaumen bestätigt. Hinzu gesellt sich eine feine, angenehme Säure, die zu dem ausbalancierten Frucht-Säure-Spiel einen entscheidenden Beitrag leistet. 

Der 2016er Riesling trocken ist mit einer mineralischen Note versehen, besitzt ein kräftiges Aroma und offenbart bei dem langen Finish einen reifen Schmelz. Da der Wein auch recht frisch daherkommt, ist es bestens geeignet neben Speisen vom Fisch und Geflügel bei einer fröhlichen Runde mit Freunden viel Trinkspaß zu geben. Wunderbar! 

Der 2016er Riesling trocken Tradition hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

 Foto: Helga König
2016 Rosé Trocken Tradition 

Verkostet wird nun dieser frische 2016er Rosé trocken, ebenfalls in der Edition Tradition. Die Trauben zu diesem Qualitätswein stammen von der Rebsorte Blauer Spätburgunder. Diese Rotweintraube wurde allerdings nicht als Rotwein vinifiziert, durch eine kurze Zeit auf der Maische nach der Pressung ist eine Portion Farbstoff aus den Traubenschalen in den Most gelangt und haben so zu dieser hellen rosa Farbe geführt. Danach wurde der Rebsaft der roten Spätburgundertraube wie ein Weisswein ausgebaut. So erhält der Rosé seine Frische, die angenehme Säure und ist wunderbar fruchtbetont. 

Im Glas leuchtet dieses helle Rosa zunächst und signalisiert so fruchtige Frische. Auch hier bitte nicht den willkommenen Sauerstoff vergessen. Danach erfreut sich die Nase an reichlichen Anklängen, die an ausgeprägte Fruchtaromen erinnern, wie rote Johannisbeeren und rosa Grapefruit. Im Mund und am Gaumen werden die Nuancen geschmacklich bestätigt. Eine durchaus dominante, angenehme Säure trägt die Fruchtpalette optimal und sorgt so für eine feste Struktur und verleiht dem 2016er Rosé trocken einen erfrischenden Charakter, der bis in den langen Abgang anhält. 

Dieser Wein eignet sich ideal als Sommerwein auf der Terrasse, zumal Rosé hierzulande immer beliebter wird. Köstlich! 

Der 2016er Rosé trocken Tradition hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

2015 Spätburgunder Spätlese Trocken 

Kommen wir nun zu dieser 2015er Spätburgunder Spätlese trocken, deren Trauben in den Weinbergen von Rammersweier gewachsen sind. Diese besonders edle Rotwein-Traube findet hier in der Ortenau, sowie im ganzen südlichen Baden allerbeste Bedingungen vor. Da ist zum einen das warme Klima, aber auch die Bodenbeschaffenheit von tiefgründigen Löss- und Lehmböden, sowie das Granitverwitterungsgestein schaffen optimale Voraussetzungen für großartige Weine aus der Spätburgunder-Traube. 

Diese Weine von hier sind in Deutschland mit die besten und dies zeigt auch die hier verkostete 2015er Spätburgunder Spätlese trocken deutlich. Die Farbe des Weines im Glas ist ein kräftiges Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Braucht der Weisswein die Beatmung mit Sauerstoff, so gilt dies für einen Rotwein erst recht, zumal wenn er so prächtige Aromen aufweist. Olfaktorisch wird die Nase beglückt mit Anklängen die an Sauerkirschen und reife Brombeeren erinnern. Diese werden im Mund und am Gaumen angenehm geschmacklich bestätigt. 

Die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken verfügt über einen kräftigen komplexen Körper, besitzt eine moderate Säure und wunderbar weiche Tannine, die geschmacklich bestens eingebunden sind. Bei einem langen Nachhall lassen sich noch einmal alle herrlichen Geschmacksnuancen Revue passieren, wobei klar wird, wie rund und weich die Spätburgunder Spätlese ist. 

Solche Roten sind einfach Trinkfreude pur. Hut ab! 

Die 2015er Spätburgunder Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Cesius verkostet werden

2015 Scheurebe Brut Sekt Klassische Flaschengärung 

Zum Schluss der kleinen Verkostungsreihe kommt dieser Sekt des Jahrgangs 2015 zur Vorstellung. Versektet wurde hier ein Grundwein aus der Rebsorte Scheurebe, einer Züchtung von Georg Scheu 1916 an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey/Rheinhessen. Neben Müller-Thurgau ist diese Rebsorte die erfolgreichste in Deutschland. Scheurebe ist eine Kreuzung aus Riesling und der Bukettrebe. Bei der Versektung wurde der Sekt brut ausgebaut, was sich am besten mit herb übersetzen lässt. Mit der klassischen Flaschengärung (Méthode Champanoise) wurde das aufwendigste Verfahren der Sektherstellung gewählt, um so eine ganz besondere Qualität zu erreichen. 

Dabei hat er 12 Monate Zeit gehabt, um auf der Flasche zu reifen. Nachdem der Sekt ins Glas gegossen wurde, fällt nicht nur die brillante hellgelbe Farbe auf, auch die feine Perlage signalisiert Frische und Genuss. Die Nase wird von Aromen verführt, die an Cassis und reife Stachelbeeren erinnern. Die geschmackliche Bestätigung folgt dann unmittelbar bei dem ersten Schluck, wobei sich eine rassige Säure bemerkbar macht, zudem ein wenig Hefe und Zitrus. Dabei wird das Geschmacksempfinden nachhaltig gestreichelt, bis in den langen, animierenden Nachhall hinein und man freut sich schon auf den nächsten Schluck. 

Als Aperitif oder zu einem Empfang ist der 2015er Scheurebe Brut Sekt ideal. Der Sekt hat 13% vol/alc und sollte bei 6 bis 8 Grad Celsius genossen werden.
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Nachdem wir jetzt die 3 Weissweine, den Rosé, den Rotwein und den Sekt von der Winzergenossenschaft Rammersweier mit Freude verkostet haben, hier nun unser Fazit: 

Die Genossenschaft von Offenburg-Rammersweier zählt mit 55ha Rebfläche zu den kleinsten Winzergenossenschaften in Baden. Vielleicht liegt es gerade daran, dass die Weine und Sekte so großartig schmecken und vielfach prämiert werden. Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn neben dem optimalen Terroir setzt die gesamte Mannschaft ihr ganzes Wissen, Können und Herzblut ein, um ganz großartige Tropfen zu erzeugen. Und hier wird nichts dem Zufall überlassen. Tradition in der Weinerzeugung paart sich mit modernen Erkenntnissen und einer ebensolchen Technik. Naturnahe Weinbergspflege, eine selektive Lese und die schonende Verarbeitung im Keller sind die Kriterien für die erstklassischen Weine und Sekte, wie wir sie verkosten durften. Der erfahrene Kellermeister Siegfried Kiefer, dem bereits seit 35 Jahren die Vinifizierung der Weine obliegt, hat diesen ihren eigenen Charakter, einen erkennbaren individuellen Geschmack und viel Substanz gegeben. So kommen Ergebnisse zustande, die von allererster Güte sind und einfach wunderbar schmecken. Wenn dann die Preise noch moderat sind, wird die Zahl der Freunde der Genossenschaft Rammersweier kontinuierlich weiter steigen. Dann schmeckt der Wein nochmal so gut. 

Sehr empfehlenswert

Peter J. und Helga König

Rezension: Burkheimer Winzer- 4 Weißweine und 2 Rotweine

 Foto: Helga König
Burkheim ist eine der ältesten Gemeinden in Deutschland, wo Wein erzeugt wird. Bereits im Jahr 778 wurde hier nachweislich Wein angebaut, und es ist zu vermuten, dass bereits die Römer, die ja entlang des Rheins ihr Territorium immer weiter nach Norden ausgedehnt haben, für ihren Eigenbedarf hier Weinberge angelegt hatten. Mehr Tradition geht eigentlich nicht mehr. Dass der Weinbau hier am westlichen Kaiserstuhl so erfolgreich ist, wie übrigens insgesamt in der Kaiserstühler Region, hat wesentlich mit zwei natürlichen Faktoren zu tun. Es ist die Bodenbeschaffenheit aus Vulkangestein aber auch aus Löss und es sind die klimatischen Bedingungen, die hier extrem günstig sind, wunderbare Weine zu kultivieren. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine wärmere Region mit so viel Sonnenstunden, wie hier in Burkheim am Kaiserstuhl. Alles zusammen macht das Terroir aus, dass 320 Winzer in der Genossenschaft Burkheim ermöglicht, auf etwa 110 ha Rebfläche die allerbesten Rebsorten zu pflanzen.

Zwei herausragende Lagen sind die Basis der Burkheimer Winzer. Da gibt es zum einen die Lage "Schlossgarten" mit tiefgründigem Lössboden, und zum anderen die Lage "Feuerberg", die Vulkangestein aufweist. Will man etwas über die angebauten Rebsorten der Burkheimer Winzergenossenschaft sagen, dann kommt zu allererst die Burgunder-Familie in Betracht. Ob Weiß- Grau- oder Spätburgunder, Spätburgunder Rosé und Spätburgunder Blanc de Noirs, alle Weine dieser Rebsorten sind von allerbester Qualität, weil die Bedingungen in Burkheim ideal sind und sowohl die Winzer, der Kellermeister Dominik Schweizer, der Winzer und Geschäftsführer Gert Schmidt, ja alle die in der Genossenschaft tätig sind, nicht nur ihr Handwerk bestens verstehen, sondern auch mit all ihrem Herzblut engagiert sind, ganz große Weine zu erzeugen. Aber auch die Rebsorten Rivaner, Grüner Silvaner, Auxerrois, Riesling, Müller Thurgau, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer werden als Weißweine kultiviert, während im Rotwein-Bereich allein der Spätburgunder -dominiert. 

Die beiden Burkheimer Einzellagen "Feuerberg" und "Schlossgarten" sind überregional geradezu optimal, wobei der "Feuerberg" 2006 von der Weinwirtschaft als eine der "Besten" in Deutschland vorgestellt wurde, da nur 7% der weltweiten Produktion auf Vulkangestein wächst, wie eben hier in der Lage "Feuerberg". Bei all diesen Maximal-Bedingungen bleibt es nicht aus, dass die Weine der Burkheimer Winzer weltweit bekannt und hochdekoriert sind. Bei nationalen und internationalen professionellen Verkostungen regnet es buchstäblich seit Jahren immer wieder Gold-Auszeichnungen.

Ob bei Mundus Vini, AWC Vienna, DLG Goldener Preis 2015, Meinigers Deutscher Sektpreis 2015, Internationaler Wein Grand Prix Düsseldorf oder Challenge International du Vin Bordeaux, bei allen Prämierungen belegen die Spitzenweine der Burkheimer Winzer immer erste Plätze und werden mit Gold bedacht. Ebenso 2017 Gold bei „Chardonnay du Monde“, Gold bei Concours International de Lyon, Bonvinitas Magazin 92 Punkte, Gold bei der Frühlings- und Sommerweinprämierung (Badischer Weinbauverband), Genussmagazin „Selection“ 5, 4 und 3 Sterne und Landesehrenpreis „bester Sekterzeuger“ 2016 mit 5 Goldmedaillen für die Burkheimer Sekte.

Deshalb kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Weine und Sekte aus der Winzergenossenschaft Burkheim in der allerersten Reihe in Deutschland stehen, und die Genossenschaft zu den allerbesten hierzulande zählt. Dabei fällt gleichzeitig die Preisgestaltung für diese exzellenten Tropfen überaus moderat aus

2016 Burkheimer Feuerberg Sauvignon blanc Kabinett Trocken

Unsere Verkostungsreihe der exzellenten Weine von der Burkheimer Genossenschaft beginnt mit diesem 2016er Sauvignon blanc. Gewachsen sind die Trauben zu diesem Wein in der Spitzenlage Burkheimer Feuerberg. Diese Lage gehört mit zum Besten, was man in Deutschland als Weinbergs-Lagen kennt. Durch das hier vorherrschende Vulkanverwitterungs-Gestein zeichnen sich die Weine durch viel Extrakt und eine komplexe, tiefstruktuierte Mineralität aus. Der 2016er Sauvignon blanc ist in der Prädikatsstufe Kabinett trocken ausgebaut worden. Durch die naturnahe Pflege der Weinberge, den notwendigen Laub- und reduzierenden Rebschnitt, die selektive Lese und die zeitnahe, schonende Verarbeitung im Keller ist so ein ganz großartiger Sauvigon blanc entstanden, der die besonderen Fähigkeiten der Winzer und Kellermeister der Burkheimer Genossenschaft widerspiegelt.

Die Farbe des Weins im Glas ist ein helles Gelb mit brillanten Reflexen. Bevor der 2016er Sauvignon blanc Kabinett trocken verkostet wird, sollte er zunächst genügend Sauerstoff bekommen. Jetzt zeigen sich wunderbare Anklänge, die an Birnen, Mirabellen aber auch exotische Früchte wie Litschi und Karambole erinnern. Im Mund und am Gaumen werden diese Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch eine angenehme Säure ergänzt. Diese trägt die Fruchtnuancen bestens, sorgt sie doch gleichzeitig für einen frischen, animierenden Geschmack, der auch noch mit einem langen Finish punktet. 

Dieser 2016er Sauvignon blanc hat alles, was einen besonderen Wein dieser Rebsorte ausmacht, er ist fruchtbetont, voll und reif im Geschmack, mit einer geradezu betörenden Frische und einem Nachhall, der geradezu nach dem nächsten Schluck ruft. Absolut gelungen, ein reines Trink-Vergnügen!

Der 2016er Burkheimer Feuerberg Sauvignon blanc Kabnett trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden.

2016 Burkheimer Schlossgarten Weissburgunder Spätlese Trocken Alte Reben

Dieser exzellente 2016er Weißburgunder stammt aus der Lage Burkheimer Schlossgarten. Dabei handelt es sich um eine der beiden grandiosen Einzellagen der Burkheimer Winzer, die in der Fach-welt größtes Ansehen genießen. Die Böden im "Schlossgarten" bestehen aus Laven und Tuffen zu-sammengesetztem Vulkanverwitterungsgrundgestein, das mit einer Lößschicht überdeckt ist und so ein gutes Wasserspeicherungs-Vermögen besitzt. Der Weißburgunder wurde in der Prädikatsstufe Spätlese trocken ausgebaut. "Alte Reben" besagt, dass die Rebstöcke hier über 25 Jahre alt sind, entsprechend einen geringeren Ertrag haben, dafür aber sehr intensiv im Geschmack sind und durch die tiefe Wurzelung über ausgeprägte Mineralien verfügen. Welche Qualität der Wein besitzt, zeigt schon die Tatsache, dass der Badische Weinverband ihn mit einer Goldenen Medaille ausgezeichnet hat. 

Im Glas zeigt sich der 2016er Weissburgunder in einer zart grüngelblichen Farbe mit brillanten Refle-xen. Mit dem nötigen Sauerstoff verbunden, offenbaren sich die olfaktorischen Nuancen ganz eindeu-tig. Es handelt sich dabei um Anklänge an Sommerapfel, Wiesenblumen und Zitronengras. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen bestens geschmacklich bestätigt. Die moderate Säure trägt den Fruchtbogen aufs Feinste.

Diese 2016er Weißburgunder Spätlese trocken Alte Reben punktet durch seine Rasse und Eleganz. Sein Nachhall ist zitronig frisch, langanhaltend und überaus rund und wohl ausbalanciert. Dieser wun-derbare Wein macht einfach Lust auf mehr und zeigt, warum die Weine von den Burkheimer Winzer ein solch hohes Ansehen genießen, sowohl in der Fachwelt, als auch bei den zahlreichen Liebhabern der Weine aus der Winzergenossenschaft Burkheim. 

Der Badische Weinverband hat diese 2016er Burkheimer Schlossgarten Weissburgunder Spätlese trocken Alte Reben deshalb mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 


2016 Burkheimer Feuerberg Grauburgunder Spätlese Trocken Alte Reben


Ein weiterer Spitzenwein aus der bedeutenden Lage der Burkheimer Winzer, dem "Feuerberg", wird mit dieser 2016er Grauburgunder Spätlese trocken Alte Reben verkostet. Auch hier stammen die Trauben von mehr als 25 Jahre alten Rebstöcken. Durch das vorherrschende Vulkanverwitterungs-Gestein zeichnen sich die Weine durch viel Extrakt und eine komplexe, tiefstrukturierte Mineralität aus. Der 2016er Grauburgunder wurde trocken ausgebaut und besticht in der Prädikatsstufe Spätlese. 

Farblich zeigt sich der Wein in einem intensiven Hellgelb mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. Ein solcher Spitzen-Grauburgunder mit seinem intensiv-duftenden Bukett benötigt genügend Sauerstoff, damit er sich ganz öffnen kann. Jetzt zeigen sich ganz deutlich verführerische Anklänge an Mandeln, Birnen und Trockenobst, die besonders auch im Mund und am Gaumen begeistern. Ergänzt wird die prachtvolle Geschmacksfülle durch eine gut eingebundene Säure, die den Wein kraftvoll und prägnant erscheinen lässt. 

Seine Fülle und seine Präsenz beeindrucken nachhaltig durch einen langen, intensiven Abgang, wobei genügend Zeit bleibt, nicht nur sich über einen solchen herrlichen Grauburgunder zu freuen, sondern ihn auch intensiv zu verinnerlichen. 

Dieser Wein strahlt die ganze Kraft und Besonderheit seines Terroirs aus, dem Burkheimer Feuer-berg, und schenkt speziell dem Liebhaber der Rebsorte Grauburgunder ein ganz besonderes ge-schmackliches Vergnügen. Kurzum ein außergewöhnlicher Grauburgunder, der von dem Badischen Weinbauverband mit der Goldmedaille geehrt wurde. 

Die 2015er Grauburgunder Burkheimer Feuerberg Spätlese trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Burkheimer Schlossgarten Chardonnay Spätlese Trocken Alte Reben 

Als vierter Weisswein kommt nun diese 2016er Grauburgunder Spätlese Alte Reben zur Verkostung. Der Prädikatswein wurde trocken ausgebaut, das Rebgut stammt aus der Spitzenlage wie der zuvor verkostete Sauvignon blanc, dem Burkheimer Schlossgarten. Die Trauben sind an Rebstöcken ge-wachsen, die ebenfalls mehr als 25 Jahre alt sind. Deshalb trägt der Wein die Bezeichnung "Alte Reben" im Etikett, ein zusätzlicher Hinweis auf seine außerordentliche Qualität. 

Solche alten Rebstöcke sind mit ihren Wurzeln tief in den Boden eingedrungen und finden dort Halt, aber in erster Linie Wasser und Mineralien, was sich später beim Geschmack des Weines wiederfindet. Außerdem sind sie stressmäßig nicht so sehr von den sehr trockenen Perioden abhängig, die es am Kaiserstuhl auch durch den Klimawandel immer häufiger gibt. Klar, dass ein solcher Ausnahme-Chardonnay vom Badischen Weinbau-Verband mit Gold ausgezeichnet wurde. Weitere internationale Prämierungen werden folgen. 

Farblich überzeugt die 2016er Chardonnay Spätlese trocken Alte Reben mit einem brillanten, hellen Gelb. Mit der nötigen Belüftung ist es eine Freude den Wein olfaktorisch kennenzulernen. Wunderbare Anklänge an  Walnüsse, Sommerapfel und rauchige Noten werden mit der Nase wahrgenommen. Es ist die knackige Säure, die einen großartigen Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt. 

Die 2016er Chardonnay Spätlese trocken Alte Reben ist intensiv im Geschmack, vollmundig und von einer mitreißenden Frische, die sich auch noch im langen Abgang wiederfindet. Dieser Wein zeigt eindeutig, warum die Lagen der Burkheimer Genossenschaftwinzer so wertvoll und großartig sind, entstehen doch hier Weine von allerhöchster Qualität und von einem unnachahmlichen Geschmack. Chapeau! 

Die 2016er Chardonay Spätlese trocken Alte Reben hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Rotwein Kabinett Trocken. 

Haben schon die Weissweine den Verkoster begeistert, so gilt das erst recht für die roten Spätbur-gunder-Weine der Burkheimer Winzergenossenschaft. Das Terroir der Lage "Burkheimer Feuerberg" ist geradezu ideal mit seinem Vulkanverwitterungsgestein für den allerbesten Spätburgunder, so wie er hier als trockener Kabinett-Wein verkostet wird. Dies bestätigt nicht nur die Goldmedaille des Badischen Weinverbandes, sondern auch die Prämierung "sehr gut" mit 3 Sternen des Genussmagazins Selection, alles beides höchste Auszeichnungen für diesen exzellenten 2015er Spätburgunder. 

Im Glas zeigt sich der Burkheimer Feuerberg Kabinett trocken in einer kräftigen rubinroten Farbe. War bei den Weissweinen der Sauerstoff zum ausgiebigen Kennenlernen ein notwendiger Aspekt, so ist gilt dies für die Rotweine ganz besonders. Man sollte jedem Wein die Chance geben, sich optimal zu präsentieren, ebenso diesem herrlichen 2014er Spätburgunder.

Anklänge an dunkle Kirschen sind das überaus angenehme olfaktorische Erleben. Im Mund und am Gaumen wird eindeutig geschmacklich bestätigt, was die Nase so angenehm erleben durfte. Ergänzend werden noch zusätzlich leichte Nuancen von Bittermandeln geschmeckt, die sich bestens mit dem Kirsch-Geschmack verbinden. Der Wein ist dicht, verfügt über eine gelungene Balance zwischen Fruchtaromen und einer milden Säure, ist vollmundig und samtig und verfügt über den langanhaltenden Nachhall, der einen solchen wunderbaren Spätburgunder erst richtig rund werden lässt. 

Dieser 2015er Burkheimer Feuerberg Spätburgunder Kabinett begeistert auf Anhieb, hat er doch alles zu bieten, was einen großen Spätburgunder ausmacht, nämlich Trinkfreude pur. Der Wein hat 13,5% vol/alc und sollte bei etwa 18 Grad Celsius verkostet werden. 

2015 Cuvée Lazarus Rotwein Cuvée trocken 

Last but not least kommt dieser weitere, exzellente Rotwein zur Verkostung. Es handelt sich dabei um eine Cuvée aus den roten Rebsorten, Spätburgunder, Regent und Cabernet Mitos, die alle in den Ausnahme-Lagen der Burkheimer Winzergenossenschaft gewachsen sind. Die Cuvée wurde trocken ausgebaut. Benannt wurde die Edition nach Lazarus von Schwendi dem großen Feldherrn und Schlossherrn von Burkheim. 

Die 2015er Cuvée Lazarus wurde im großen Holzfass ausgebaut. Wie prächtig dieser Rotwein gelungen ist, zeigen auch die unterschiedlichen Prämierungen, die diese Cuvée erhalten hat, als da sind: Goldmedaille des Badischen Weinverbandes, Silber bei AWC Vienna 2016 und die Auszeichnung mit 5 Sternen beim internationalen Rotwein-Cuvée Wettbewerb der Fachzeitschrift "Selection"

Farblich präsentiert sich der Wein in einem kräftigen Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Bitte an die Belüftung des 2015er Lazarus Cuvée denken, bevor die olfaktorische und ge-schmackliche Prüfung beginnt. Danach zeigen sich Duftaromen in der Nase, die an schwarze Kirschen, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und an eine leicht pfeffrige Note erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die vielseitigen Fruchtnoten geschmacklich bestätigt. Die Cuvée punktet mit einer körperreichen Fülle und reifen Tanninen, ist dabei bestens ausbalanciert und extraktreich. 

Bei einem langen Abgang zeigt sich wie weich und doch intensiv der Geschmack ist und dass der Wein zu Recht Spitzen-Beurteilungen bekommen hat. Er ist voll und rund und schmeckt einfach wunderbar. Erneut bestätigen die Winzer und Kellermeister der Burkheimer Genossenschaft, dass sie zu den besten hierzulande zählen. Großartig! 

Die 2015er Cuvée Lazarus hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

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Nachdem wir jetzt die vier Weissweine, einen Rotwein und eine Rotwein Cuvée mit Freude und Begeisterung verkostet haben, hier abschließend unser Fazit: 

Die Burkheimer Winzergenossenschaft darf sich glücklich schätzen, alle entscheidenden Voraussetzungen zum Weinmachen bei sich vorzufinden. Absolute Spitzenlagen, die sowohl hierzulande als auch international ihresgleichen suchen, bilden die Voraussetzung für solche Ausnahme-Weine wie sie in der Genossenschaft erzeugt werden. Natürlich gehört die entsprechende naturnahe Weinbergspflege, die intensive Bearbeitung und Reduzierung des Rebgutes und eine selektive Handlese dazu, bevor die Trauben zeitnah und schonend im Keller vinifiziert werden. Dabei spielt Wissen und Erfahrung beim Weinmachen eine ebenso große Rolle, und da zeigen die Ergebnisse seit Jahren wie großartig dies gelingt. 

Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay und Sauvignon blanc, Spätburgunder und Cuvée Lazarus, alles ist auf allerhöchstem Niveau und in allerbester Qualität. Da macht wirklich jede Flasche Wein Spass und man freut sich schon auf die nächste andere Rebsorte. Auf die außerordentliche Fülle der Prämierungen wurde schon hingewiesen, aber das ist allenfalls eine schöne Theorie, denn das Trinkvergnügen findet im Glas statt. Und da ist wirklich eitler Sonnenschein. Bleibt noch auf das sehr bemerkenswerte Preis-Leistungs-Verhältnis hinzuweisen, denn damit sind die Weine von der Burkheimer Winzergenossenschaft perfekt. 

Maximal empfehlenswert.

Peter J. und Helga König