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Mövenpick- 7 Rosé und ein Rosé-Sekt -https://www.moevenpick-wein.de/roseweine.html

Mövenpick Wein ist eines der führenden Unternehmen in Deutschland und in der Schweiz, deren Anspruch es ist, beste Weine aus allen bekannten Weinregionen weltweit zu vermarkten. Dabei betreibt Mövenpick Wein allein in Deutschland zehn Handels- und Verkostungscenter in den Städten: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Insgesamt verfügt das Unternehmen über mehr als 40 Weinkeller und Weinbars weltweit, ist Tochtergesellschaft der Mövenpick-Group, die auch durch ihre Spitzen-Hotellerie und Ausnahme–Gastronomie bekannt ist. 

Der Anspruch des Unternehmens Mövenpick Wein als Betreiber des Weinfachhandels ist es, aus allen Provenienzen weltweit die führenden Weingüter mit ihren jeweils besten Weinen zu finden und vorzustellen. Neben den sehr ansprechenden Mövenpick-Weinkellern mit ihrem täglichen Verkostungsangebot und ihrer kompetenten Beratung kann der Weinliebhaber auch jederzeit im sehr übersichtlich konzipierten Online Shop bequem von zuhause, aus einem höchst umfangreichen Angebot den Wein bestellen, den er bevorzugt und schon des Öfteren verkostet hat. Ebenso spannend ist es jedoch, im Mövenpick-Online Shop sich auf eine große Weinreise zu begeben. 

Dabei wird er Weine kennenlernen, von denen er bislang kaum etwas gehört hat, deren Qualität jedoch überragend ist. Das ausgiebige Studium erweitert die Perspektive der persönlichen Wein-Kenntnis und die Folge wird sein, dass man sich mit neuen Rebsorten und Weinregionen befasst, die das Erlebnis Wein und das Kennenlernen ausgesuchter Tropfen aufs Neue immer wieder spannend und neugierig macht. 

Zur Verkostung stehen nun 7 Rosé und ein Rosé-Sekt an, die aus den unterschiedlichsten Wein-Regionen Europas stammen, so aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. 

2016 Alleskönner Rosé trocken 

Beginnen wollen wir mit diesem Rosé vom Weingut Becker-Landgraf aus Gau-Odernheim im Herzen von Rheinhessen. Abgefüllt wurde dieser exzellente Rosé als Sonder-Edition exklusiv für Mövenpick Wein. Seinen Namen verdankt der Wein der Tatsache, dass er sich zur täglichen Erfrischung und Erbauung das ganze Jahr über eignet, sowohl "solo" als auch als Begleiter für leichte Speisen, Grillfeste oder auch Salate mit Fisch oder Fleisch. Dieser spezielle Rosé stammt zu 50% von der Spätburgundertraube und zu 50% von Dornfelder Rebgut. Bei der Vinifizierung verbleiben die roten Trauben nach der Pressung noch für einige Stunden auf der Maische, damit der ursprünglich weiße Rebensaft noch eine hellrosa Färbung bekommt. Danach wurde der Rosé wie ein Weisswein im gekühlten Edelstahltank ausgebaut. 

Da Rosé-Weine sowohl die Frische eines Weissweines, als auch die intensiven Aromen eines Rotweines verbinden, werden sie speziell als Sommerwein hierzulande immer beliebter. Mittlerweile haben diese Weine bereits einen Marktanteil von 10% erreicht, Tendenz steigend. Im Glas zeigt sich farblich der 2016er Alleskönner Rosé in einem sehr verführerischen, frischen Lachs-Rosé mit brillanten Reflexen an der Oberfläche. 

Bevor der Wein duft- und geschmacksmäßig verkostet wird, sollte er zunächst mit Sauerstoff vermählt werden. Dies gilt übrigens für jeden Wein, denn nur so kann er sein ganzes Potential offerieren. Wunderbare Anklänge von frisch geernteten Erdbeeren und eine feine Würze sind das olfaktorische Ergebnis. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich bestätigt, wo sich auch noch Himbeeren und frische Kräuter hinzu gesellen. Der Rosé besitzt viel Schmelz, ist fruchtig, unkompliziert und mit der überzeugenden, geschmacklichen Tiefe versehen. Bei einem langen Finish zeigt sich erneut diese wunderbare Frische, die einen solchen exzellenten Rosé besonders auszeichnet. Absolut ein pures, unbeschwertes Trinkvergnügen für viele Gelegenheiten. Top! 

Der 2016er Alleskönner Rosé hat 12,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius getrunken werden. 

2017 Rosé trocken Bio VDP. Gutswein Weingut St.Antony 

Als zweiten Wein aus Deutschland wird dieser 2017er Rosé trocken verkostet. Er stammt von dem VDP. Weingut St. Antony in Nierstein a. Rhein/Rheinhessen. Als Wein aus biologischem Anbau wird er im Gut St.Antony als Gutswein nach der VDP. Klassifizierung eingestuft. Basis zu diesem Rosé sind zu 50% die roten Traubensorten Pinot Noir(Spätburgunder) und Pinot Meunier(Schwarz-Riesling). Bekanntlich sitzen die roten Farb-Pigmente bei den Rotweinen in der Beerenhaut, der Rebensaft selbst ist hell. Bei der Pressung werden die Beeren gequetscht und danach verbindet sich die rote Farbe mit dem weißen Rebensaft und je länger dieser Prozess auf der Maische andauert, umso dunkler der Saft. Beim Rotwein dauert dieser Vorgang einige Wochen, beim Rosé einige Stunden. In mediterranen Gefilden werden diese Weine gerne auch tief-rosa farblich vinifiziert. Anschließend findet der Ausbau eines Rosé im gekühlten Gärtank aus Edelstahl statt, so wie bei den Weissweinen auch. 

Bei dem hier verkosteten 2017er Rosé trocken ist der Wein 5 Monate im Stahltank gereift. Farblich präsentiert sich der VDP. Gutswein in einem feinen Roséton im Glas. Auch hier wieder zunächst genügend Beatmung mit Sauerstoff für den Wein, damit er sich komplett entfalten kann. Jetzt zeigen sich Duftaromen in der Nase, die an Kirschen, Erdbeeren und Wiesenkräuter erinnern. Geschmacklich werden diese Anklänge in Mund und Gaumen bestätigt. Dabei wird klar wie betont saftig und würzig der Rosé ist, mit zupackender Frucht, aromatisch verspielt, harmonisch und rundum animierend. Die angenehme Säure sorgt zudem für ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel, das auch noch im langen Nachhall sehr intensiv anhält. 

Der 2017er St. Antony Rosé ist elegant, frisch und sehr einschmeichelnd. So verführt er zu einem weiteren Glas, wenn man mit Freunden auf der sommerlichen Terrasse kurzweilige Abende verbringt, wobei er auch als willkommener Essensbegleiter zu leichten sommerlichen Speisen sich prächtig eignet. Exzellent! 

Der 2017er Rosé trocken, Bio St. Antony hat 11,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius verkostet werden. 

2017 Rosé trocken Cuvée Basaline Bordeaux AOC Chateau Tour de Mirambeau 

Wenden wir uns jetzt den französischen Rosé zu mit dieser 2017er Rosé Cuvée Basaline vom Chateau Tour de Mirambeau, das zur Appelation Bordeaux, Bordeaux Superior gehört. Hier im Südwesten Frankreichs in der Nähe der Dordogne wird in Familientradition seit über 2 Jahrhunderten von der Winzerfamilie Despagne, die insgesamt fünf Weingüter in der Region besitzt, Wein auf höchstem Niveau kreiert. Auf Qualität wird im Chateau Tour de Mirambeau allergrößten Wert gelegt. Das Terroir ist ausgezeichnet, die Rebflächen werden sehr sorgsam gepflegt und durch ein eigenes zertifiziertes Qualitätsentwicklungssystem werden die Weine systematisch kontrolliert und weiterentwickelt. Das Ergebnis sind Geschmackskompositionen, die unter Experten einen ausgezeichneten Ruf genießen und auch außerhalb Frankreichs ganz eigene Maßstäbe setzen. 

Die Cuvée Basaline wurde jeweils zur Hälfte aus den roten Rebsorten Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon vinifiziert. Im Glas präsentiert sich der trockene Rosé in einem leuchtenden Lachs-Rosa mit brillanten Reflexen. Bitte auch hier an die richtige Beatmung mit Sauerstoff denken, der Rosé wird sich dafür bestens duft- und geschmacksmäßig revanchieren. Danach werden Anklänge in der Nase wahrgenommen, die an Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren und Litschi erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Frucht-Nuancen sehr konzentriert geschmacklich bestätigt und durch eine feine, mineralische Note ergänzt. Zudem gesellt sich auch noch eine Note nach Paprika zu dem Geschmack. 

Der Rosé ist elegant, sehr saftig und mit einem langen, frischen, lebendigen Nachhall versehen. Als Wein zum täglichen Genuss höchst willkommen, eignet sich die Cuvée Basaline auch ganz ausgezeichnet zu Quiche, Lachs und Krustentiere, ebenso auch zu asiatischen Speisen. Großartig!

Der 2017er Chateau Tour de Mirambeau Rosé trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius getrunken werden. 

2017 Chateau de Nages Rosé Vieilles Vignes, Costières de Nimes AOP.

Der französische Kult-Winzer Michel Gassier hat mit dem 2017er Nages Rosé einen wunderbaren Sommerwein entwickelt, der die Wein-Kultur Frankreichs ausgezeichnet repräsentiert. Das Chateau de Nages gehört zur Appelation Südliche Rhone, Costières de Nimes AOP. Das Weingut erzeugt Weine nach biologischem Anbau, die Trauben stammen von "Vieilles Vignes", also Alten Reben, einer inoffiziellen Qualitätsbezeichnung, die Rebstöcke von einem Alter zwischen 20 und 50 Jahren umfassen. Als Winzer mit dem Anspruch nur allerbeste Weine zu kreieren, ist es ihm gelungen mit diesem herrlichen 2017er Chateau de Nages Rosé Vieilles Vignes einen Wein zu erzeugen, der auch die allerhöchsten Ansprüche in Sachen genialer Sommerwein erfüllt. Basis zu diesem Rosé bilden die Rebsorten zu 80% Grenache und zu 20% Mourvèdre. 

Farblich präsentiert sich der Rosé in einem Zartrosa mit brillanten Reflexen. Und nur kurz zur Erinnerung, auch jetzt zunächst dem Wein die nötige Belüftung mit Sauerstoff ermöglichen, damit er sein Potential voll entfalten kann. In der Nase werden dann feine Anklänge nach Himbeeren, Grenadine und frische Kräuter der Provence registriert. Geschmacklich werden diese Nuancen ebenfalls im Mund und am Gaumen wahrgenommen. 

Der 2017er Rosé ist feinfruchtig, saftig, nachhaltig und mild in der Säure, zudem besitzt er die perfekte Balance aus Frische, Frucht und mundfüllender Würze. Begleitet wird der Geschmack von reichlich eindringlich-saftigen roten Beerenfrüchten, einer Spur Pfeffer und wilde Kräuter. Bei einem langen Nachhall werden alle wunderbaren geschmacklichen Eigenschaften noch einmal intensiv verdeutlicht, wozu auch diese besondere Frische zählt, die diesen großen Rosé erst komplett abrundet. Grandios! 

Der 2017 Chateau de Nages Vieilles Vignes hat 13,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius genossen werden. 

2017 Ibizkus Rosada 

Kommen wir nun zu einem ganz speziellen Wein mit diesem 2017er Ibizkus Rosada von der spanischen Baleareninsel Ibiza. Hier hat sich eine kleine aber sehr feine Weinproduktion etabliert und mit dem 2017er Ibizkus Rosanda wird ein Wein verkostet, der ganz dem trendigen Lifestyle der Insel entspricht. Dabei kann der Rosada durchaus für sich in Anspruch nehmen, dass er mit der beste Rose ist, der auf Ibiza erzeugt wird. Ibizkus Wines ist der führende Weinproduzent auf der Insel Ibiza und gilt hier als größter Exporteur der Insel-Weine. Der 2017erRosada ist trocken und aus verschiedenen Rebsorten kreiert worden, als da sind: Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Tempranillo und Monastrell. Da der Wein nach der Pressung nur ganz kurz auf der Maische verbracht hat, bevor der Saft getrennt wurde, besitzt der Rosada nur eine ganz leichte hellrosa Farbe. Ausgebaut wurde der 2017er Ibizkus Rosada dann im gekühlten Edelstahltank nach Art eines Weissweines. 

Die Farbe des Rosé im Glas ist wie bereits erwähnt ein sehr helles Rosa mit brillanten Reflexen. Für einen Rosada aus einer mediterranen Wein-Region ist dies eher ungewöhnlich, zeichnen sich doch die Rosé-Weine von dort eher durch ein kräftiges dunkles Rosa aus, manchmal sogar komplett rot, was natürlich geschmacklich besonders interessant ist, denn auch hier handelt es sich noch immer um einen Weisswein. Achtung, bitte nicht den Sauerstoff vergessen. Olfaktorisch besticht der 2017er Ibizkus Rosada mit Duftnoten, die an reife rote Früchte erinnern, wie Himbeeren und rote Johannisbeeren. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge eindeutig geschmacklich bestätigt. Die erfrischende Säure gibt dem Wein einen leichten Charakter, sodass er geradezu ideal ist zu sommerlichen Vergnügen. Aber auch zu Paella, Jamón, gegrillten und in Olivenöl eingelegten Pepperoni, Pulpo und Gazpacho eignet er sich vorzüglich. Mediterran pur! 

Der 2017 Ibizkus Rosada hat 12,5% vol/aalc und sollte 9 bis 12 Grad Celsius getrunken werden.

2017 Alie Ammiraglia Rosé Toscana IGT, Frescobaldi 

Zur Verkostung steht jetzt ein weiterer ungewöhnlicher Rosé mit diesem 2017er Alie Ammiraglia an. Er stammt aus dem neuesten Weingut der Winzer-Familie Frescobaldi aus der Toscana, der Tenuta Ammiraglia im Herzen der Maremma-Ebene. Seit Jahrhunderten produziert die Familie der Marchesi de Frescobaldi allerbeste Weine auf allerhöchstem Niveau, so auch diesen Lifestyle-Rosé, der in trendiger Ausstattung ein absoluter Hit ist und die Bezeichnung Premium-Rosé verdient. 

Der Wein ist aus den Rebsorten Syrah und Vermentino entstanden und wurde 4 Monate im Stahltank ausgebaut. Der Name Alie, die Meerjungfrau zeigt schon welche geschmacklichen Vorgaben der Wein hat, er ist frisch wie eine leichte Meeresbrise, was auch auf die Lage der Weinberge hinweist, die auf den Hügeln der Maremma-Ebene zu finden sind, und deren Ausläufer bis ins südliche Küstengebiet reichen. 

Farblich zeigt sich der Wein im Glas in einem feinen Rosé mit orangenen Reflexen. Man achte auch hier zunächst auf den nötigen Sauerstoff, damit der Wein sein ganzes Potential abrufen kann. Die Nase wird danach beglückt von feinen Noten nach Himbeeren und Kirschen, ebenso kandierte Früchte und etwas Würze. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt. Die ausdrucksstarke Frucht vermählt sich mit einigen würzigen Noten und gerösteten Mandeln und wird begleitet von einer leicht pfeffrigen Note. Die wunderbare Säure trägt das Noten-Ensemble prächtig und sorgt zudem für die richtige Balance und die geeignete Frische. Beim langen Finish wird noch einmal klar, wie elegant, saftig und animierend der 2017er Alie Ammiraglia ist. Chapeau! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius verkostet werden. 

2016 Primitivo Rosato Salento IGP Masseria Pietrosa Cantine San Marzano 

Es folgt nun ein weiterer italienischer Rosé mit diesem 2016er Primitivo Rosato, der aus der Region Apulien stammt. Basis dieses Rosé ist zu 100% die Rebsorte Primitivo. Das Weingut San Marzano wurde 1962 als Zusammenschluss von 19 in Apulien ansässigen Weinproduzenten gegründet. Ziel ist es die Region Apulien und deren köstliche Weine zu fördern und überregional bekannt zu machen. Mittlerweile eines der führenden Weingüter in Apulien werden heute hier Weine kreiert die einen internationalen Erfolg aufweisen können. Die rote Erde und die nahezu afrikanische Sonne tun ihr Übriges, um den Weinen Charakter und Kraft zu verleihen, wie diesem wunderbaren 2016er Primitivo Rosato Salento IGP. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einem schönen lachsfarbenen Rosa mit brillanten Reflexen. Ohne nerven zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf den so wichtigen Sauerstoff, damit der Wein sich richtig entfalten kann. In der Nase zeigen sich danach prächtige Anklänge, die an kleine, reife Erdbeeren und Himbeeren erinnern, ebenso auch noch an getrocknete Aprikosen. Mund und Gaumen bestätigen die rotbeerigen Aromen bestens, zu denen sich jetzt auch noch eine sanfte Würze nach Zimt und weissem Pfeffer gesellt. Getragen werden die geschmacklichen Anklänge von einer wunderbar eingebunden Säure, die die richtige Balance hält. Der Rosato punktet mit einer bemerkenswerten Frische, ist saftig und endet in einem langanhaltenden Finale, das noch einmal alle geschmacklichen Vorzüge des Weins Revue passieren lässt. Top! 

Der 2016er Primitivo Rosato Salento IGP hat 13% vol/alc und sollte bei 9 bis 12 Grad Celsius genossen werden. 

Mlle Ladubay Rosé Sekt Brut Bouvet-Ladubay 

Zum Abschluss unserer ausgesuchten Rosé-Reihe kommt noch dieser großartige Rosé-Sekt zur Verkostung . Das Schaumweinhaus Bouvet-Ladubay hat seinen Unternehmersitz in der Nähe von Saumur an der Loire. 1851 gegründet, hat sich der Hersteller von besonderen Schaumweinen über die Jahrhundertwende zum größten Produzent weltweit entwickelt. Heute vertreibt Bouvet-Ladubay seine Weine in mehr als 40 Länder und ist auch der größte Exporteur von Schaumweinen von der Loire. 

Der Grundwein für die Versektung stammt zu 100% von der Rebsorte Cabernet Franc, der endgültige Ausbau hat dann 6 Monate im Edelstahltank stattgefunden. Nachdem der Rosé brut in die Sekt-Tulpe gegossen worden ist, nimmt das Auge neben dem hellen Rosé-Ton mit feinen violetten Reflexen auch diese wunderbare feine Perlage wahr, die auf Anhieb Frische signalisiert. Die Nase wird danach beglückt mit einem rotbeerigen Duft nach Himbeeren und frisch gepflückten Erdbeeren, ebenso durch einen Hauch Zitronengras. Mund und Gaumen bestätigen diese Nuancen geschmacklich auf das Feinste, wobei wiederum kleine, rote Beeren sehr präsent sind. Der Sekt punktet mit angenehmer Mousse und einem Hauch von Fruchtsüße. Er besitzt viel Schmelz und eine feine Struktur, dazu eine ideale Balance zwischen Frucht und frischer Säure bei einem langanhaltenden Nachhall. 

Ob zu einem Empfang, als Begleiter zu Fischgerichten oder Meeresfrüchte oder einfach nur zur Freude und Erbauung bei angenehmer Zweisamkeit, der Mlle Ladubay Rosé ist immer höchst willkommen. Chapeau! 

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte gut gekühlt bei 6 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

Nachdem wir jetzt die 7 Rosé-Weine und den Rosé-Sekt mit viel Trinkfreude verkostet haben, hier nun unser Fazit: 

Alle Rosé von Mövenpick Wein sind von ausgesuchter Qualität und höchstem Niveau, ob sie nun aus Deutschland, Frankreich, Spanien oder Italien stammen. Und alle Rosé verbindet die gleichen, prächtigen Geschmacksideale, sie sind trocken, besitzen immer eine feine Frucht, die bestens mit einer angenehmen Säure harmoniert, sodass ein frisches, animierendes Wein-Erlebnis zustande kommt. Da sich die Rosé auch besonders als Sommerweine eignen, sind sie nicht zu kompliziert, eher elegant spritzig und sehr animierend. Da wird gerne das eine oder andere Glas mehr getrunken, wobei gleich die richtige Sommerlaune entsteht. Mövenpick-Weine hat hier das richtige „Näschen“ gehabt, als sie durch Europas Weingüter sich verkostet haben, um solche ausgesuchten Rosé für den Weinliebhaber ausfindig zu machen. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann können Sie bei Mövenpick direkt bestellen. https://www.moevenpick-wein.de/roseweine.html

Deutsches Weintor e.G. Ilbesheim/Pfalz, 5 Weissweine und 1 Rotwein, http://www.weintor.de/

 Foto: Helga König
Die Winzergenossenschaft Deutsches Weintor e.G. existiert bereits seit über 60 Jahren. Gegründet im Jahre 1956, haben sich 87 Winzer zusammen gefunden, um die Genossenschaft aus der Taufe zu heben. Am 3. Februar 1957 beschlossen dann 132 Mitglieder den Bau eines Keltergebäudes mit einer Bausumme von 500.000.- DM auf einem Gelände in der Gemeinde Ilbesheim. Den Namen hat sich die Genossenschaft in Anlehnung an den markanten Torbogen am südlichen Ende der Pfälzer Weinstrasse in Schweigen-Rechtenbach gegeben. Hier ist die Grenze zwischen dem französischen Elsass und der deutschen südlichen Pfalz. 

Im gleichen Jahr 1957 lieferten die Mitglieder ihre ersten Ernten an, insgesamt 571 Tonnen Trauben. Heute werden auf über 870 Hektar Rebfläche von mehr als 400 Winzerfamilien neben den traditionellen Pfälzer Rebsorten wie: Dornfelder, Spätburgunder, Grauer- und Weißer Burgunder auch Riesling und Silvaner angebaut, hinzu kommen noch internationale Rebsorten wie Chardonnay und Sauvignon Blanc. Alle Winzer der Genossenschaft Deutsches Weintor e.G., die im südlichen Bereich der Pfälzer Weinstrasse zuhause sind, in nächster Nähe zur deutsch-französischen Grenze, haben sich dem naturnahen Weinbau verschrieben. 

Dabei geht es ihnen nicht nur um die nachhaltige Pflege ihrer Weinberge, auch die Reben werden mit dem entsprechenden Laub- und Rebschnitt, ertragsreduziert ganz traditionell bearbeitet, damit schließlich nur gesundes und hoch reifes Traubengut geerntet werden kann. Dieses wird dann sehr zeitnah in den Genossenschaftskeller nach Ilbesheim gebracht, wo es mit modernstem Gerät äußerst schonend vinifiziert wird. 

Weissweine und Rosé werden im gekühlten Edelstahltank ausgebaut, während die Rotweine auf der Maische reifen. Ziel ist es fruchtig, frische Weine, die durchaus auch trocken ausgebaut sein können, zu erzeugen, die viel Trinkfreude und Wein-Genuss bringen. Speziell mit der roten Rebsorte Dornfelder hat man in der Genossenschaft Deutsches Weintor große Erfahrung gemacht, wird doch bereits seit über 30 Jahren dieser sehr erfolgreich erzeugt. 

Seit 1979 wird Dornfelder durch die Genossenschaft als erster Produzent dieser Wein sortenrein auf die Flasche gebracht. In konsequenter Arbeit wurde die Rebsorte Dornfelder sukzessive veredelt und als Spitzen-Rotwein in den Handel gegeben. Dies hat sich schließlich ausgezahlt, denn die Fachzeitschrift "Weinwirtschaft" hat den "Dornfelder Rotwein trocken" mittlerweile zum 11.Mal als "Deutscher Rotwein des Jahres im Lebensmittelhandel" ausgezeichnet. Und im Jahr 2017 erhielt der Dornfelder bei der Wahl "Top 100 Weine des Jahres" erneut den Spitzenplatz. 

Auch der Sauvignon Blanc schnitt bei der Mundus Vini Verkostung im Frühjahr 2018 hervorragend ab und erhielt den Titel "Best of Show" und die Berliner Weintrophy hat ihn mit "Gold" bewertet.Bei verschiedenen Exklusiv-Serien hat der Verkoster die Chance den Spitzenwein zu wählen, dessen Ausbau ihm am meisten mundet, ob trocken, halbtrocken, lieblich oder mild. 

Sehr beachtenswert ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, das alle Weine von der Genossenschaft Deutsches Weintor auszeichnet. 

Bleibt schließlich noch erwähnenswert, dass es ein großes Vergnügen ist, die Weine direkt in der Vinothek der Genossenschaft zu verkosten, unmittelbar am Torbogen des Deutschen Weintors in Schweigen/Rechtenbach. Und wer dann Lust auf ein geschmackvolles Essen bekommt, der wird bestens bedient im dazugehörigen Restaurant, wo zu den prämierten Weinen das passende Menü serviert wird. Nach so viel Theorie nun zur Praxis, der Verkostung der 5 Weissweine und dem Dornfelder trocken: 

  Foto: Helga König
2017 Weisser Burgunder Trocken 

Beginnen wollen wir mit diesem 2017er Weißburgunder, der trocken ausgebaut wurde und entsprechend in der "Exklusiv trocken Serie" angeboten wird. Die Winzer der Genossenschaft Deutsches Weintor haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Weinen die optimalsten Bedingungen angedeihen zu lassen. Dies beginnt im Weinberg, wo die einzelnen Rebsorten nur dort angebaut werden, wo sie die besten Bedingungen finden. 

Die Pflege der Böden nach naturnaher Bewirtschaftung gehört ebenso dazu, wie der richtige Rebschnitt mit Ertragsreduktion, die selektive Lese und der zeitnahe Transport zur Kellerei nach Ilbesheim, wo die Trauben dann sehr schonend mit modernsten Gerätschaften verarbeitet werden. So entsteht ein erstklassiger Wein, wie der hier verkostete 2017 Weißburgunder trocken. 

Im Glas zeigt sich der Weisse Burgunder in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die nie ein Wein verkostet werden sollte, ist es zunächst unumgänglich den Weißburgunder mit genügend Sauerstoff zu vermählen. Dann zeigen sich Anklänge in der Nase, die an Sommerapfel, Wiesenblumen und eine feine Zitrusnote erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Frucht-Nuancen eindeutig geschmacklich bestätigt. Die bestens integrierte Säure trägt das Frucht-Potpourri optimal. Der 2017er Weißburgunder trocken ist elegant, besticht mit einer leicht nussigen Note und ist zudem sehr rund und weich. Im langen Nachhall macht sich neben der besonderen Frische noch einmal diese pikante Fruchtsüße bemerkbar, die dem Wein insgesamt eine schöne Balance verleiht. Als täglicher Genuss ideal, eignet sich der 2017er Weißburgunder trocken auch bestens als ausgesuchter Essensbegleiter. Großartig! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2017 Grauburgunder Trocken

Als weiterer köstlicher Weisswein aus der Burgunder-Familie wird dieser 2017er Grauburgunder trocken verkostet. Auch er wird in der Genossenschaft Deutsches Weintor als Bestseller in der "Exklusiv trocken Serie" geführt. Grauburgunder oder Französisch "Pinot Gris" ist als Weisswein nicht nur hierzulande sehr beliebt. Besonders in der Pfalz ist sein Anbau führend. Dabei entstehen herrliche Weine, denn das Terroir ist in der Pfalz besonders gut geeignet für diese Rebsorte. Nahezu jedes Weingut baut hier Grauburgunder an und auch die Winzer des "Deutschen Weintors" erzeugen diesen Wein mit maximalem Erfolg. 

Der Grauburgunder hat seinen Ursprung in der Champagne und über Burgund kam er schließlich in die Pfalz, wo er neben Baden und Rheinhessen am häufigsten angebaut wird. Welche Qualität dabei möglich ist, zeigt am besten der jetzt verkostete 2017er Grauburgunder trocken. Farblich besticht der Wein im Glas mit einem hellen, frischen Gelb mit brillanten Reflexen. Auch hier bitte nicht den Sauerstoff vergessen, bevor die Nase das wunderbare Bukett aufnimmt. 

Dann zeigen sich Fruchtaromen nach süßen Honigmelonen, Birne, Ananas und Holunderblüte. Mund und Gaumen bestätigen eindeutig die Fruchtfülle geschmacklich. Die feine Säure trägt die fruchtigen Nuancen bestens, sodass ein wunderbarer Frucht-Säure-Bogen entsteht. 

Der 2017er Grauburgunder ist gehaltvoll und würzig und besticht mit einer geschmeidigen Note. Zudem ist er frisch, mit einem langen, ausgeprägten Finish und sehr animierend. Im Freundeskreis bleibt es da nicht bei einem Glas, dafür schmeckt der Grauburgunder zu gut. Optimal! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

  Foto: Helga König
2017 Sauvignon Blanc Trocken 

Es folgt nun ein 2017er Sauvignon Blanc trocken, ein weiterer Spitzenwein aus der Genossenschaft Deutsches Weintor, ebenfalls ein Wein aus der "Exklusiv Trocken Serie". Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Qualitätssorte nach Chardonnay und gehört zu den 20 am häufigsten angebauten Rebsorten überhaupt weltweit. Die Heimat ist das französische Loire-Tal, Sancerre und Poully-Fumé sind die großen Namen. Aber auch hierzulande wird Sauvignon Blanc immer beliebter. Dabei steht die Pfalz als das Anbaugebiet mit Abstand an der Spitze, wo die Sauvignon Blanc Rebe am häufigsten kultiviert wird und im Jahr 2010 wurde Sauvignon Blanc hier zur Rebsorte des Jahres gekürt. Speziell aus der Wein-Region Marlborough in Neuseeland kommen berühmte Weine dieser Traube. Jedoch auch die Winzer der Genossenschaft Deutsches Weintor in der südlichen Pfalz kreieren beste Sauvignon Blanc, so wie den hier verkosteten 2017er Sauvignon Blanc trocken. 

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis darauf, den Wein zunächst richtig zu belüften. Dann werden Aromen in der Nase wahrgenommen, die an einen herrlichen Duft nach Ananas, Mango, Kiwi, Karambole und Limone erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine wunderbar feine Säure ergänzt. Der Wein ist fruchtig, frisch und mit einem langen Abgang versehen. Dabei wird noch einmal klar wie herrlich Frucht und Säure sich ergänzen und welch animierender Geschmack der 2017er Sauvignon Blanc trocken besitzt. Was gibt es köstlicheres als ihn auf der sommerlichen Terrasse am Abend mit Freunden zu genießen? Wunderbar!  

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2017 Riesling Trocken 

 Weiter geht es mit diesem 2017er Riesling, der trocken ausgebaut wurde, ebenfalls ein Bestseller der "Deutsches Weintor" Genossenschaft und ebenfalls aus der "Exklusiv trocken Serie". Riesling gilt ja für viele als die edelste aller Weisswein-Sorten. Um einen exzellenten Riesling, wie den hier verkosteten Wein des Jahrgangs 2017 zu erzeugen, hat es ganz bestimmter Kriterien bedurft, damit ein solcher Spitzenwein zustande kommt. Da ist zunächst das geeignete Terroir, in dem der Riesling gewachsen ist und wo er sich besonders wohlfühlt. Dann folgt die besonders naturnahe Pflege des Bodens und der Rebpflanze mit Laubschnitt und Reduktion, um schließlich durch eine selektive Lese nur gesundes und hochreifes Traubengut möglichst schnell zur schonenden Verarbeitung in den Keller zu bringen, wo im gekühlten Edelstahl-Gärtank ein rassig eleganter Wein entstanden ist mit abgepufferter Säure. Farblich zeigt sich der 2017er Riesling trocken in einem hellen Gelb mit grünlichen Reflexen. Achtung, auch hier bitte nicht den Sauerstoff zunächst vergessen. Danach freut sich die Nase auf fruchtige Anklänge, die an Aromen von Pfirsich, Aprikose und Apfel erinnern.
Mund und Gaumen bestätigen die sehr feine Frucht geschmacklich, wobei die gepufferte Säure sich wunderbar mit der Fruchtfülle ergänzt. 

Der 2017er Riesling trocken besitzt ein bemerkenswertes Frucht-Säure-Spiel, ist intensiv im Geschmack und dabei rund und saftig. Die besondere, zitronige Frische, ohne die ein solcher Wein nicht auskommt, zieht sich bis ins lange Finish hinein, ohne dabei der Säure zu viel Raum zu geben. Dieses verschafft dem 2017er Riesling trocken sehr viel Trinkfreude und animiert dazu, das eine oder andere Glas zu genießen, ebenso durchaus auch zu den geeigneten Speisen, wie Süßwasserfisch, gebratenem Hähnchen, Gemüseplatten oder Spargel. Top! 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

  Foto: Helga König
2017 Spätburgunder Blanc de Noir Trocken 

Schließlich sind wir bei den großartigen Weissweinen der Genossenschaft Deutsches Weintor bei diesem 2017er Blanc de Noir angekommen. Basis zu diesem Weisswein ist bestes Traubengut von der roten Rebsorte Spätburgunder, die als eine der edelsten Rotweintrauben gilt. Dass aus diesen Spätburgunder-Trauben kein Rot- sondern ein Weisswein geworden ist, hat mit der Methode der Vinifizierung zu tun. Der helle Rebsaft der Traube wurde sehr bald von den roten Beerenschalen getrennt, um so einen Most zu keltern, wie ein Weisswein im gekühlten Gärtank, der nur über eine leichte Rosé-Färbung verfügt. Besonderes Merkmal dieses Spätburgunder Blanc de Noir ist sein voller Extrakt aus der Rotweintraube und seine Frische und sein feiner Schmelz durch die Art der Viifizierung als Weisswein. Ähnlich einem Rosé bringt der Blanc de Noir beide Vorzüge von weißen und roten Weinen zusammen. 

Hierzulande erfreuen sich Blanc de Noir sowie Rosé immer größerer Beliebtheit. Farblich präsentiert sich der Wein im Glas in einem hellen Gelb, das durchsetzt ist mit einem leichten hellroten Schimmer. Die Intension des Rosé-Tons hängt davon ab, wie schnell Saft und rote Beerenschale voneinander getrennt wurden. Während hierzulande eine möglichst helle Farbe angestrebt wird, tendiert man in mediterraneren Gefilden gelegentlich zu einem Lachs-Rot. Doch gleichgültig wie rosa die Farbe ausgefallen ist, der Wein benötigt zunächst einmal genügend Sauerstoff, um sich komplett zu öffnen. Olfaktorisch werden jetzt leichte Nuancen nach Kirschen, etwas Bittermandel und Zitrus wahrgenommen. 

Mund und Gaumen bestätigen diese olfaktorische Sinnes-Wahrnehmung geschmacklich genauso, wobei die wunderbare Frische dem Blanc de Noir eine ganz besondere Intensität der Geschmacksaromen gibt. Da ist es kein Wunder, dass der 2017er Spätburgunder den Verkoster komplett verzückt. Chapeau! 

Der Wein hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 


2017 Dornfelder trocken 

Zum Abschluss unserer kleinen Verkostungsreihe der Weine der Genossenschaft Deutsches Weintor, hier nun dieser 2017er Dornfelder trocken, der wie seine Vorgänger aus den 11 Jahrgängen zuvor zum 12. Mal als der deutsche Rotwein des Jahres 2017 im Lebensmittelhandel gekürt worden ist. Bei der Wahl der "Top 100 Weine des Jahres" der Fachzeitschrift Weinwirtschaft erreichte der Dornfelder trocken einen Spitzenplatz. Bereits seit 30 Jahren hat die Winzergenossenschaft Erfahrung in der Verarbeitung dieser Rebsorte zu hervorragenden Weinen, die sortenrein seit 1979 auf die Flasche gebracht werden. Damit ist die Genossenschaft Deutsches Weintor einer der führenden Erzeuger der Pfälzer Rebsorte Dornfelder und vinifiziert diese in allerbester Qualität, wie dieser hier verkostete 2017er Dornfelder trocken zeigt. 

Im Glas überzeugt der Wein farblich mit einem leuchtenden Rubinrot. Hat der Weisswein schon Belüftung benötigt, so gilt dies für einen solchen Rotwein erst recht. Jetzt zeigen sich Anklänge, die an Frucht-Aromen von Waldfrüchten und Holunder erinnern. Die entsprechende geschmackliche Bestätigung findet im Mund und am Gaumen statt. Neben dem kräftigen Bukett ist der 2017er Dornfelder trocken mit einem schönen Körper ausgestattet, der vollmundig, samtig und weich ist. Der Wein verfügt über einen extraktreichen Geschmack, ist konzentriert und lang anhaltend im Nachhall. Dabei demonstriert er noch einmal, wie fruchtig intensiv und gut ausbalanciert der Dornfelder ist. Nicht zu kompliziert, eignet der Wein sich prächtig als Begleiter ausgesuchter Speisen, wie Lamm, Rind oder Wild. Aber einfach auch als schönes Glas Rotwein zur Erbauung und Entspannung ist der 2017er Dornfelder trocken ideal. 

À la bonne heure! 

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 13 bis 15 Grad Celsius genossen werden. 

Nachdem wir jetzt die 5 Weissweine und den Dornfelder mit Interesse und Freude verkostet haben, hier unser Fazit: 

Die Genossenschaft Deutsches Weintor aus Ilbesheim an der südlichen Pfälzer Weinstrasse hat hier 6 Weine zur Verkostung zur Verfügung gestellt, die alle über ein hervorragendes Niveau und über eine besondere Qualität verfügen. Dass dies so ist hat mit dem exzellenten Terroir zu tun, über das die Weinberge der Genossenschafts-Winzer hier an der französischen Grenze verfügen. 

Terroir ist eine Sache, die besondere Pflege der Weinberge und Reben eine andere. Die Winzerfamilien vom Deutschen Weintor geben sich alle erdenkliche Mühe, um auf naturnahe Art bestes Traubengut zu erzeugen, dass dann gesund und hochreif sehr zeitnah in den Keller nach Ilbesheim angeliefert wird. Mittels modernster Technik und dem Einsatz traditioneller Ausbau-Methoden werden dann Weine kreiert, die einfach nur großartig sind. Uns jedenfalls haben die Weine ganz besonders gut gefallen. Und dass wir mit unserem Urteil nicht allein stehen, zeigt die Anzahl der besonderen Auszeichnungen, sei es durch die Fachzeitschrift Weinwirtschaft immer wieder für den Dornfelder trocken, oder bei der Berliner Weintrophy mit Gold für den Sauvignon Blanc. 

Der gleiche Wein wurde bei Mundus Vini mit der Auszeichnung „Best of Show“ bedacht. Solche Prämierungen sprechen für sich. Doch letztendlich muss der Wein im Glas zeigen, wie brillant er ist. Und da ist er einfach großartig, schmeckt er doch ganz optimal.

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

 Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum  Deutsches Weintor e.G. und können dort den Wein bestellen.http://www.weintor.de/

Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass 3 Weissweine und 3 Rotweine- http://www.weinkellerei-hohenlohe.de/

 Foto: Helga König
Die Genossenschaftskellerei Hohenlohe trägt in ihrem Namen zusätzlich auch noch den Begriff "Fürstenfass". Und dies nicht von ungefähr, handelt es sich doch hierbei um ein ganz gestimmtes Fass, das das Identifikationsmerkmal der Hohenloher Weinkellerei ist. Dieses Eichenfass aus dem Jahr 1752 war einst im Eigentum des Fürsten von Hohenlohe. Der Herrenkeller nebst Fürstenfass wurde später an die Gemeinde Pfedelbach verkauft. Im Jahre 1950 stellte die Gemeinde der Kellerei das Fass zur Verfügung und im Jahre 1980 wurde das imposante Fürstenfass als Marke eingetragen. Seither ist die Marke Fürstenfass das Alleinstellungsmerkmal für alle Erzeugnisse aus der Weinkellerei Hohenlohe. 

Seit 1950 haben sich viele kleine Genossenschaften aus der Region zur Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass zusammen gefunden, sodass im Jahr 1964 die erste gemeinsame Genossenschaftskellerei in Pfedelbach erbaut werden konnte. Bedingt durch kontinuierliches Wachstum folgte erneut ein neues Kellerei-Gebäude und zwar im Jahr 1994. Drei Jahre später 1997 kam es zum Zusammenschluss mit der Genossenschaft Michelbach-Söllbach, wodurch sich die Rebfläche von 250 auf 340 ha spontan vergrößerte. 

Nach weiteren Fusionen mit der Kochertal-Kellerei und der Genossenschaft Heuholz ist die Rebfläche bis zum Jahr 2016 auf insgesamt 560 Hektar angewachsen. Nicht nur die Größe der kompletten Rebfläche hat durch die Fusionen zugenommen, ebenso hat sich die Rebsortenstruktur kontinuierlich erweitert, sodass heute alle wichtigen Rebsorten der Region angebaut werden. Auch wurde es möglich die Weine nach den neuesten weintechnischen Erkenntnissen zu vinifizieren und dies mit Hilfe modernster Kellerwirtschaft.

Da die Qualität der Weine das wichtigste Kriterium in der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass ist, wird sehr akribisch alles unternommen um diese kontinuierlich zu steigern. Mittlerweile werden eine Vielzahl von Weiss- und Rotweinen und ebenfalls Rosé angebaut. Im Weisswein-Bereich sind dies unter anderem: Chardonnay, Grauburgunder, Kerner, Muskateller, Müller-Thurgau, Riesling, Rivaner, Silvaner, Weissburgunder und Weisse Cuvée, bei den Roten sind es z.B.: Acolon, Cabernet Dorsa, Lemberger, Merlot, Portugieser und Rote Cuvée. Als Rosé werden angeboten: Lemberger Rosé, Muskat-Trollinger Rosé, Samtrot Rosé, Schwarzriesling Weißherbst und Spätburgunder Weißherbst etwa. 

Die unbedingte Qualitäts-Offensive der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass hat seit Jahren zu einer Fülle von nicht enden wollenden Prämierungen geführt. Neben Landes-Auszeichnungen in Gold und Silber sind es erste Plätze beim Schwarzriesling-Preis und der Sommerweinprämierung, ebenso bei Best of Riesling und dem Internationalen Müller-Thurgau Preis und, und, und. Insgesamt wurden bei der Landesprämierung 2016 an die Hohenloher Genossenschaft 56X Gold, 38X Silber und 8X Bronze vergeben. Bei den Jahrgängen zuvor sah dies ähnlich aus. Mehr Nachweis für Spitzen-Qualität ist kaum möglich. 

Die Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass veranstaltet wie jedes Jahr eine Vielzahl von Weinproben, Weinführungen und sonstige Veranstaltungen in der Genossenschaftskellerei, wo sich vortrefflich die Weine probieren und verkosten lassen, um sie dann auch gleich zu erstehen. Die Homepage der Kellerei gibt Auskunft darüber aus, welche Veranstaltungen ganz aktuell anstehen. 

Zur Verkostung kommen nun diese großartigen Weiss- und Rotweine, die da sind: 

 Foto: Helga König
2017 Silvaner QbA Trocken Kocherperle 

Zu Beginn unserer Verkostung der wunderbaren Weine der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass steht dieser 2017er Silvaner an, der trocken ausgebaut wurde. Den Zusatz "Kocherperle" trägt er nicht von ungefähr, gedeihen doch am Flüsschen Kocher im Hohenloher-Land auf den Muschelkalkböden ganz besondere Weine der Rebsorte Silvaner. Hier auch ist das Rebgut zu diesem trockenen Silvaner gewachsen. Die Muschelkalkböden geben dem Silvaner eine leicht erdige Note und auch fruchtige Aromen. 

Die Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass unternimmt alles damit die allerbesten Weine erzeugt werden können. Dies beginnt bei der naturnahen Bearbeitung im Weinberg, der Rebpflege mit dem richtigen Rebschnitt, geht dann zur selektierten Lese über, damit nur gesundes, hochreifes Traubengut geerntet werden kann und mündet in der sehr schonenden Vinifikation im Keller. Dabei spielt eine wesentliche Rolle das nimmermüde Engagement der Winzer und die große fachliche Kompetenz der Kellermeister. Und so kommt ein großartiger Wein zustande, wie dieser 2017er Silvaner trocken. 

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, immer zunächst den Wein mit dem nötigen Sauerstoff vermählen. Jetzt zeigen sich dezente Anklänge, die an Birne, grüne Bohnen und Heu erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch eine angenehme Säure ergänzt. Der 2017 Silvaner ist weich, elegant und harmonisch und punktet zudem mit einem sehr frischen langanhaltenden Finish. Als Wein zur täglichen Erbauung ist er ideal und auch als Essensbegleiter eignet er sich vorzüglich. Wunderbar! 

Der 2017er Kochperle Silvaner QbA trocken hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 

2016 Muskateller QbA Fruchtig 

Es folgt nun dieser 2016er Muskateller, der fruchtig ausgebaut wurde. Muskateller ist eine der ältesten Rebsorten überhaupt. Bereits vor über 3000 Jahren soll sie von den Ägyptern und Persern angebaut worden sein, wobei die Traube heute in vielen Variationen und Farben auftritt. Als Wein kommt sie am häufigsten als Gelber und Roter Muskateller vor. Doch die Muskateller-Traube eignet sich auch besonders für den Verzehr als Tafeltraube. Fruchtig ausgebaut, passt der 2016er Muskateller besonders gut zu Käse, Gebäck und zum Dessert. Auch hier wurde das Rebgut im Einklang mit der Natur angebaut, das heißt, umweltschonender, integrierter Pflanzenschutz und der Erhalt der natürlichen Ressourcen.

Die Winzer der Weinkellerei Hohenlohe legen seit Generationen besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit, um auch zukünftigen Generationen die Möglichkeiten zu geben, erstklassige Weine in ihren Weinbergen zu kultivieren. Farblich zeigt sich der 2016er Muskateller in einem hellen Gelb mit brillanten Reflexen. Auch jetzt bitte nicht den Sauerstoff vergessen, damit der Wein sein ganzes Potential offerieren kann. In der Nase werden nun Anklänge festgestellt, die einen deutlichen Muskatton besitzen. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Aromen. Die feinrassige Säure trägt die Fruchtnoten und ergänzt den Geschmack bestens. So entsteht eine perfekte Harmonie zwischen einer eleganten Süße und einer feinrassigen Säure. Der lange Abgang bestätigt noch einmal das fruchtig frische Aroma und zeigt zudem wie kräftig und nachhaltig der 2016er Muskateller ist und über welche elegante Restsüße er verfügt. Top!

Der Wein hat 11% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden.

2017 Riesling Kabinett Trocken

Als dritter Weisswein kommt nun dieser 2017er Riesling trocken zur Verkostung. Als Prädikatswein wurde er in der Stufe Kabinett ausgebaut. Riesling gilt ja als der edelste aller Weissweine und speziell hierzulande hat er nicht nur eine große Tradition, seit 2 bis 3 Jahrzehnten wird auch weltweit anerkannt, dass mit die großartigsten Rieslinge aus den deutschen Weinbau-Regionen kommen. Dies hat auch mit dem unterschiedlichen Terroir zu tun, je nachdem wo der Riesling angebaut wurde. Dabei spielt das Klima eine Rolle, aber nicht minder die jeweilige Bodenbeschaffenheit und der spezielle Ausbau. Entsprechend sind auch die Qualitätsstufen der Weine, die vom knackigen, leichten Stil über gehaltvolle, komplexe Weine bis zu den feinsten edelsüßen Pretiosen reichen, wie etwa Trockenbeeren-Auslese oder gar Eiswein.

Nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Vielfalt und Dichte. Riesling braucht sowohl Kühle als auch Wärme und dies haben die meisten Wein-Regionen hierzulande zu bieten, auch im Hohenloher Land, wo exzellente Rieslinge erzeigt werden, so wie hier in den Lagen der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass mit diesem 2017er Riesling Kabinett trocken.

Im Glas präsentiert sich der Wein in einer blassgelben Farbe mit grünlichen Reflexen. Ohne langweilen zu wollen auch hier bitte wieder auf die Beatmung des Rieslings achten. Die Nase erfreut sich danach an feinen Fruchtnoten wie Apfel, Grapefruit und Pfirsich. Diese Nuancen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt. Getragen werden die Fruchtaromen durch eine bestens integrierte Säure, die auch diesen prächtigen Frucht-Säure-Bogen entstehen lässt.

Der Wein ist dicht, feinrassig, durchaus komplex und zeichnet sich durch einen langen Nachhall aus, der noch einmal zeigt, welches lebhafte Spiel von Süße und Säure er besitzt.

Dieser 2017er Riesling trocken hat "Biss" und eignet sich hervorragend für ein besonders gutes Glas Wein zur Erbauung, als Begleiter gehaltvoller Speisen ist er ebenfalls eine gelungene Ergänzung. Perfekt!

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden.

 Foto: Helga König
2015 Lemberger QbA trocken Gala 

Es folgt nun die Reihe der drei besonderen Rotweine aus der Weikellerei Hohenlohe Fürstenfass. Dazu wird zunächst dieser 2015er Lemberger trocken verkostet. Lemberger oder auch Blaufränkisch genannt, ist eine Rotweinsorte aus der Untersteiermark im heutigen Slowenien. Die Rebsorte ist eine natürliche Kreuzung aus Blauer Zimmettraube und Weißem Heunisch. Der hierzulande unter der Bezeichnung Lemberger bekannte Wein, wird mit Abstand am meisten in Württemberg angebaut, sodass er als Spezialität des Württembergischen Weinbaus gilt.

Lemberger verbindet die Finesse des Burgunders mit der Kraft des Cabernet. Er liebt warmes Klima und windgeschützte Standorte, wobei tiefgründige, fruchtbare Böden seine bevorzugten Standorte sind. Der hier verkostete 2015er Gala Lemberger QbA trocken wurde teilweise auf der Maische vergoren.

Die Farbe des Weines im Glas ist ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Benötigt der Weisswein bereits eine intensive Belüftung, so gilt dies für diesen speziellen Lemberger erst Recht. Olfaktorisch werden danach Aromen registriert, die an Waldbeeren und dunkle Kirschen erinnern. Mund und Gaumen bestätigen geschmacklich diese Fruchtanklänge, wobei eine charakteristische feine Säure zu einem angenehmen feinherben Geschmack führt.

Der 2015er Lemberger trocken besitzt einen kräftigen Körper, ist dicht und verfügt über eine gelungene Balance. Langanhaltend im Abgang, präsentiert er noch einmal sein gelungenes Potential. Liebhaber eines guten Lembergers werden viel Trinkfreude mit ihm haben. Absolut gelungen!

Der Gala Lemberger QbA trocken hat kräftige 14,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius getrunken werden.

2015 Dunkelgraf Portugieser QbA – im Holzfass 

Weiter geht es mit diesem 2015er Portugieser trocken der im Holzfass gereift ist. Das Lesegut zu diesem Wein wurde aus ertragsreduzierten exponierten Lagen selektiert, damit nur hochreife, gesunde Trauben zur Vinifizierung gelangt sind. Nur so wird diese außerordentliche Qualität erreicht, die dieser Portugieser dem Verkoster anbietet. Die Rebsorte ist über Österreich im 19. Jahrhundert nach Deutschland gekommen. Ursprünglich im heutigen Slowenien zuhause, wird die Rebsorte am häufigsten in Deutschland angebaut. Die Sorte liefert säurearme, milde Rotweine und der Ausbau im großen Eichenholzfass, so wie hier durchgeführt, verleiht dem Wein sein sortentypisches Aroma und eine ganz besondere Eleganz. Dabei wirkt der 2015er Portugieser trocken ausgesprochen harmonisch und seine Tannine sind hervorragend eingebunden.

Farblich überzeugt der Wein mit einer tiefroten Farbe im Glas. Wie jeder Wein will auch dieser Portugieser richtig beatmet sein, damit er sein ganzes Potential duft- und geschmacksmäßig anbieten kann. Anklänge an rote und dunkle Beeren werden mit der Nase wahrgenommen und auch geschmacklich im Mund und am Gaumen bestätigt. Der Portugieser ist dicht und ausgesprochen harmonisch. Die Tannine des Ausbaus im großen Eichenholzfass ergänzen den wohl ausbalancierten Geschmack bestens und geben dem Wein zusätzlich Fülle und Kraft.

Das besondere Lesegut hat in Verbindung mit der Reife im Holzfass einen Portugieser werden lassen, der nicht nur geschmacklich begeistert, sondern der gleichzeitig animiert das eine oder andere Glas mehr zu trinken. Großartig!

Der 2015er Dunkelgraf Portugieser QbA trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius verkostet werden.

2015 Royal Cuvée alter Berg im Barrique gereift 

Beenden wollen wir unsere kleine aber sehr beeindruckende Verkostungsreihe mit einem speziellen Highlight aus der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass und zwar mit dieser 2015er Cuvée, die im Barrique gereift ist. Die Rebsorten Spätburgunder, Merlot und Cabernet Mitos bilden die geschmackliche Einheit, und so viel darf jetzt schon verraten werden, diese ist überaus gelungen.

Der fruchtige Spätburgunder harmoniert prächtig mit dem eleganten Merlot und dem kräftigen Cabernet Mitos, sodass eine Cuvée entstand, die durch den Ausbau im Barrique noch großartiger geworden ist. Erfahrene Kellermeister lassen nur einen solchen Wein im kleinen Eichenholzfass reifen, der per se eine außerordentliche Qualität mitbringt.

Der weitere Ausbau im Barrique sorgt dann für eine zusätzliche Aromenvielfalt und für die lange Lagerfähigkeit, bei der der Wein über viel Monate auf der Flasche nachreifen kann. Beides macht aber nur Sinn, wenn der Wein das richtige Niveau und eine exzellente Qualität zuvor bereits hat, wie bei der hier verkosteten 2015er Cuvée Royal Alter Berg. Im Glas präsentiert sich der Wein in einem tiefen Dunkelrot mit violetten Reflexen an der Oberfläche. Achtung bitte den Sauerstoff nicht vergessen, es wäre zu schade die Cuvée nicht in ihrer gesamten Fülle wahrzunehmen.

Die Nase erfreut sich an ganz besonderen Aromen, die an Kirschen und Mandeln, Pflaumen und schwarze Johannisbeeren erinnern. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtnuancen geschmacklich herrlich bestätigt und durch feinwürzige Toastaromen und eine elegante Holznote ergänzt.

Die Cuvée besticht mit einer hohen Dichte, ist komplex, opulent und bestens ausbalanciert und verfügt über eine nicht enden wollende Länge im Nachhall. Dabei ist der Wein überaus weich und rund und dabei doch überzeugend prägnant. Hier ist eine wahrhaft große Cuvée gelungen, die nur viel Freude und Begeisterung auslöst. Sie schmeckt einfach zu gut. Chapeau!

Die 2015er Royal Cuvée Alter Berg im Barrique gereift hat kraftvolle 14% vol/alc und sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius genossen werden.

Nachdem wir jetzt die 6 erstklassigen Weiss- und Rotweine von der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass mit viel Freude und großer Neugierde verkostet haben, hier unser Fazit: 

Alle Weine sind von sehr hohem Niveau und von allerbester Qualität. Dies kommt zum einen von den ganz besonderen Lagen, über die die Hohenloher Winzergenossenschaft verfügt, zum anderen aber auch über das Engagement und die sehr akribische Arbeit im Weinberg und an den Reben für die die Winzer der Genossenschaft ihr ganzes Herzblut geben. Dabei gilt ihre ganze Aufmerksamkeit der Qualität der Weine, aber auch der Nachhaltigkeit, die durch die naturnahe Bearbeitung der Weinberge auch zukünftig gewährleistet sein soll. 

Die erfahrenen und sehr kenntnisreichen Kellermeister verstehen es prächtig, aus dem qualitativ hochwertigen Traubengut beste Weine zu erzeugen, die allesamt geschmacklich bestechen. Uns haben die hier verkosteten Weine absolut gut geschmeckt. Und damit sind wir mit unserer Bewertung nicht allein, denn die endlose Fülle von Auszeichnungen und Medaillen bestätigen diesen Eindruck. Aber am Ende ist es der Wein im Glas, der überzeugen muss. Und da ist unser Urteil eindeutig. Die Weine von der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass schmecken einfach nur großartig. Deshalb:

 Maximal empfehlenswert

 Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Website der Weinkellerei Hohenlohe Fürstenfass und können den Wein dort bestellen: http://www.weinkellerei-hohenlohe.de/

Fürst von Metternich Riesling Sekt Brut Black Edition

 Foto: Helga König
Die Sektkellerei Fürst von Metternich trägt ihren Namen nach den berühmten Vorfahren der Adelsfamilie von Metternich. Ihre Geschichte ist mittlerweile über 330 Jahre alt. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde dieses Adelsgeschlecht der von Metternich-Winneburg im Jahre 1679. 1813 in den österreichischen Fürstenstand erhoben, wurde der Titel von Generation zu Generation weitervererbt. Das bedeutendste Familienmitglied in der Ahnenreihe war Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich-Winneburg. Unter Kaiser Franz I. wurde er Staatskanzler und hat entscheidend den Wiener Kongress mitgeprägt, wo Europa nach dem Ende der napoleonischen Zeit neu aufgeteilt worden ist. 

Für seine Verdienste wurden ihm u.a. die Weinberge in Johannisberg im Rheingau geschenkt. Hier gibt es nachweislich die ältesten Rieslingweinberge der Welt. Von hier auch hat der Riesling seinen Siegeszug um die Welt angetreten, denn Stecklinge von Johannisberg wurden auf allen Kontinenten gepflanzt, um dort in den überseeischen Weingebieten die Rieslingtraube anzubauen und die große Tradition von Rieslingweinen zu verbreiten.

Vorstellen möchten wir heute hier diesen Riesling Sekt Brut Black Edition aus dem Hause Fürst von Metternich, einer der führenden Sektmarken in Deutschland. Auf Anhieb hat der Riesling Sekt Brut sowohl Gold bei der Berliner Wine Trophy als auch Gold bei Mundus Vini gewonnen.

Da bekanntlich ein Sekt immer nur so gut sein kann wie der Wein aus dem er entstanden ist, werden bei der Versektung dieses Cuvée brut ausschließlich besonders ausgewählte deutsche Rieslingweine verwendet. Diese stammen von jeher von der Domäne der Fürsten von Metternich von Schloss Johannisberg im Rheingau. Hier an den Hängen des Weinberges hat der Fuldaer Fürstabt Konstantin von Budlar 1720 die ersten Rieslingtrauben kultivieren lassen. Bis heute gehören die Rieslingweine von der Domäne Schloss Johannisberg zu den besten hierzulande.

Bevor der Sekt in die entsprechende Flöte gegossen wird, ist es nicht uninteressant, sich die markante Flasche des Fürst von Metternich Riesling Sekt Brut Black Edition genau anzusehen. Mit ihrem traditionellen Erscheinungsbild verbindet sich ein markanter Auftritt, der auch an Eleganz nichts fehlen lässt. Das matte Schwarz der Brut Black Edition harmoniert bestens mit dem Porträt des Ahnherrn Clemens Wenzeslaus, welches in einem aufwendigen silbernen Rahmen präsentiert wird.

Im Glas zeigt sich der Sekt in einer hellgelben Farbe, die von grünlichen Reflexen durchsetzt ist. Gleichzeitig wird ein feinperliges Mousseux wahrgenommen, das langanhaltend eine besondere Frische vermittelt. Als Bukett registriert die Nase klare, ausgeprägte Fruchtaromen, die nach Mandarine und Pfirsich duften. Im Mund und am Gaumen präsentiert sich dieser exzellente Sekt mit einem frischen, trockenen Geschmack. Insgesamt erscheint dieser gehaltvolle Fürst von Metternich Riesling Sekt brut gut ausbalanciert. Durch seine feine Dossage gefällt er mit einer harmonischen Abstimmung

Der Sekt hat 12,5% vol/alc und sollte bei etwa 6 Grad Celsius getrunken werden

Maximal empfehlenswert

Peter J. und Helga König.

http://www.fuerst-von-metternich.de/

Heuchelberg Weingärtner e.G. 3 Weissweine und 3 Rotweine https://www.heuchelberg.de/

 Foto: Helga König
Die schwäbische Winzergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner in Schwaigern in der Nähe von Heilbronn ist vor über 90 Jahren entstanden im Jahre 1925, mit der Gründung der Weingärtnergenossenschaft Schwaigern eG. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich weitere Genossenschaften angeschlossen, etwa die Weingärtner von Kleingartach und Großgartach, von Stetten und Nordheim, sodass im Jahre 2008 die letztliche Umbenennung zu der heutigen Winzergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner realisiert wurde.  Diese  umfasst 800 Mitglieder und eine Rebfläche von 623 ha.

Das Wahrzeichen der Genossenschaft ist der Turm der Heuchelberger Warte, einst ein Beobachtungsposten, heute ein beliebtes Ausflugsziel, hat man doch von hier aus einen wunderbaren Blick über fast das ganze Rebland der Heuchelheimer Weingärtner. Der Turm ist auch das Synonym für die Premium-Weine, die die Winzer der Genossenschaft erzeugen. Dabei wird nur gesundes und hochreifes Traubengut zur Vinifizierung verarbeitet, mit modernsten Gerätschaften und mit dem Bewusstsein der Erfahrung nach alter Tradition. Dazu gehört auch die möglichst schonende Verarbeitung im Keller, das ganze professionelle Können gut ausgebildeter Kellermeister, und die nötige Geduld die Weine in aller Ruhe heranreifen zu lassen. 

Auf die gleiche Weise entstehen auch die wunderbaren Weine in der Wein-Palais-Serie aus der angeschlossenen Weingärtnergenossenschaft Nordheim, die sich ebenfalls durch das höchste Niveau und mit einer ganz besonderen Qualität auszeichnen. Diese Qualität ist es, die sowohl die Weingärtner als auch die Kellermeister mit ganzem Engagement leitet, um Weine zu erzeugen, die charaktervoll, Terroir-betont und von einem ganz individuellen Geschmack sind. In diesem Sinn ist auch das kompromisslose Bemühen der Jungwinzer der Genossenschaft zu verstehen, die gut ausgebildet, nicht nur ganz hervorragende Weine kreieren, sondern auch ihm den Stellenwert geben, den er verdient. Dabei sehen die Jungwinzer im Wein ein einzigartiges Natur- und Kulturgut, das es mit großem Respekt und sehr nachhaltig gilt in das Bewusstsein der Menschen zu stellen, damit auch in Zukunft großartige Weine entstehen können. 

Die Heuchelberg Weingärtner e.G. kultiviert mehr als 20 verschiedene Rebsorten. Da sind natürlich die klassischen württembergischen Weine, wie Trollinger, Lemberger und Samtrot, aber auch Spätburgunder, Acolon, Dornfelder und Schwarzriesling als Rotweine und im Weißwein-Bereich sind es Chardonnay, Gewürztraminer, Grauburgunder, Kerner, Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder. Hinzu kommen noch Rosé, Weißherbst und Blanc de Noir, zudem werden erstklassige Sekte und Secco erzeugt. Wenn es die Natur zulässt und die nötigen Kältegrade vorhanden sind, dann werden von den Heuchelheimer Weingärtnern Trauben gelesen, wie etwa beim Jahrgang 2015, die bis zu 186 Grad Öchsle aufgewiesen haben und so ein Eiswein entstanden ist, der nicht nur den höchsten Ansprüchen genügt, sondern dementsprechend auch besonders prämiert wurde. So viel darf bereits vorweg gesagt werden, bevor die Verkostung der 6 Weine der Heuchelberg Weingärtner beginnt, sie alle verfügen über ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

 Foto: Helga König
2017 Grauburgunder feinherb

Beginnen wollen wir unsere kleine aber feine Verkostungsreihe durch den Keller der Heuchelberg Weingärtner e.G. mit diesem jungen 2017er Grauburgunder, der feinherb ausgebaut wurde. Der Wein stammt aus der angeschlossenen Genossenschaft Wein Palais Nordheim, die im Jahre 2004 mit den Heuchelberg Weingärtnern fusioniert hat. Hier sind ganz außerordentliche Weinlagen zu finden, sie gehören, wie auch die anderen Lagen der Genossenschaft zu den besten, die in Württemberg existieren. Terroir, naturnahe Bewirtschaftung der Weinberge, selektive Lese und die schonende Verarbeitung im Keller sind die Qualitätskriterien, die solche Weine entstehen lassen, wie der hier verkostete 2017er Grauburgunder feinherb, der wie alle Weine der Wein Palais Serie vollreifes, kabinettfähiges Lesegut als Grundlage hat. In der Genossenschaft werden sie als Rebsortenweine geführt

Im Glas zeigt sich der Wein in einer hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Bevor die olfaktorische Prüfung beginnt, ohne die ein Wein niemals verkostet werden sollte, gilt es ihm genügend Sauerstoff zu gönnen. Danach nimmt die Nase intensive Anklänge nach Birnen und Zitrusfrüchte wahr. Im Mund und am Gaumen werden diese Nuancen geschmacklich wunderbar bestätigt. Die richtige Säure sorgt dabei dafür, dass der feinherbe Ausbau des 2017er Grauburgunders nicht zu dominant wird, sondern insgesamt bestens ausbalanciert ist. So punktet der Wein mit einem langen Abgang, der neben der Frucht und der angenehmen Säure auch noch die begehrte Frische besitzt. Großartig!

Der 2017er Grauburgunder feinherb hat 12% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius getrunken werden. 


2016 Sauvignon Blanc trocken 

Als nächster Wein steht dieser 2016er Sauvignon Blanc an, der trocken ausgebaut wurde. Auch er wurde in den besonderen Weingärten von Nordheim angebaut und entsprechend unter der Rubrik Wein Palais Nordheim gelistet. Dabei handelt es sich einen Premium-Wein dieser Serie. Die Trauben haben Spätlese-Qualität und sind zu einem Spitzen-Wein vinifiziert worden. Neben dem ausgesuchten Rebgut sind es die selektive Handlese und der besonders schonende Ausbau im Keller, der einen Wein von ganz außerordentlicher Qualität entstehen ließ. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste Weißweinsorte weltweit nach Chardonnay. Ihren Ursprung hat die Rebsorte im Loire-Tal, wo daraus solche berühmten Weine wie etwa Sancerre und Pouilly-Fumé entstehen. Aber auch hierzulande gibt es großartige Weine dieser Rebsorte, wie dieser 2016er Sauvignon Blanc trocken. Farblich präsentiert sich der Wein in einem brillanten Hellgelb im Glas. 

Auch jetzt zunächst den Sauvignon genügend Sauerstoff atmen lassen, damit er sein gesamtes Potential entfalten kann. Danach registriert die Nase Duftaromen, die an  weiße Johannis- und Stachelbeeren erinnern, ebenso grünen Paprika. In Mund und Gaumen zeigen sich die Fruchtanklänge bestätigt, wobei die bestens korrespondierende Säure, die Fruchtaromen optimal trägt und so ein wunderbares Frucht-Säure-Spiel entsteht. 

Der 2016er Sauvignon Blanc ist sehr intensiv im Geschmack, verfügt über einen kraftvollen Körper, ist vielschichtig, frisch und elegant und überzeugt mit einem langen Nachhall. Absolut top!

Der Wein hat 13% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius verkostet werden. 

  Foto: Helga König
2016 Chardonnay trocken Im Eichenfass gereift 

Zur Verkostung steht nun dieser 2016er Chardonnay trocken an. Auch dieser Wein stammt von der Edition Wein Palais Nordheim und gehört zu den Premium-Weinen der Heuchelberg Weingärtner. Das Traubengut zu diesem trockenen Wein ist spätlesegeeignet, die Trauben selbst wurden in hochreifem und gesunden Zustand geerntet, von Hand selektiert und sofort danach zur schonenden Pressung in den Keller gebracht und dort weiter verarbeitet. 

Der 2016er Chardonnay hat seine endgültige Reife im Eichenfass erhalten, wo er in aller Ruhe sich optimal entwickeln konnte. Neben der akribischen Pflege der Reben im Weinberg hat der Kellermeister sein ganzes Wissen und seine Erfahrung eingebracht, damit hier ein ganz außerordentlicher 2016er Chardonnay trocken entstanden ist. Im Glas überzeugt der Wein das Auge zunächst mit einer animierenden hellgelben Farbe mit brillanten Reflexen. Ohne langweilen zu wollen, auch hier wieder der Hinweis auf die nötige Belüftung des Weins, denn auch so wird ihm und seinen Erzeugern der nötige Respekt zuteil. 

In der Nase zeigen sich danach Anklänge, die an Pfirsich und Zitrus, aber auch an tropische Früchte erinnern. Der Ausbau im Eichenfass hat zusätzliche Holz- und angenehme Vanillenoten gebracht. Die Fruchtaromen werden geschmacklich im Mund und am Gaumen intensiv bestätigt und durch die tragende Säure ergänzt. So ist ein exzellenter Frucht-Säure-Bogen entstanden, der viel Fülle und einen animierenden Geschmack und einen feinen Schmelz aufweist. 

Der 2016er Chardonnay trocken ist dicht, besitzt einen kräftigen Körper und ein beeindruckendes Volumen, das durch den Ausbau im Holzfass noch extraktreicher ist. Dieser Wein begeistert auf Anhieb, wozu auch das lange sehr beindruckende Finish mit seiner angenehmen Frische außerdem noch viel dazu beträgt. Wunderbar!

Der 2016er Chardonnay trocken hat 13,5% vol/alc und sollte bei 8 bis 10 Grad Celsius genossen werden. 

  Foto: Helga König
2015 Trollinger trocken 

Mit der vielleicht authentischsten Rebsorte der Württemberger, dem Trollinger, beginnt der Einstieg zu drei ganz exzellenten Rotweinen der Heuchelberg Weingärtner. Auch dieser 2015er Trollinger, trocken ausgebaut, stammt aus der Edition Wein Palais Nordheim. Das Traubengut ist in den besten Lagen der Genossenschaft gewachsen, hier eignet sich das Terroir ganz hervorragend für einen Spitzen-Trollinger. Dazu wurde nur vollreifes, kabinettfähiges Lesegut geerntet. Dieses ist die Grundlage für alle Rebsortenweine der Wein Palais Serie und eben auch für diesen 2015er Trollinger trocken. 

Trollinger ist eine uralte Rebsorte, die schon von den Römern an den Rhein und dann ins Neckartal gebracht wurde. Hauptanbau-Gebiet ist neben den württembergischen Lagen das Anbau-Gebiet Südtirol, wo die Rebe auch ursprünglich herkommt. Trollinger ist in Württemberg die am häufigsten angebaute Traubenart und der Stellenwert ist deshalb "im Ländle" ganz besonders hoch. Farblich präsentiert sich der 2015er trockene Trollinger in einem sehr ansprechenden Rubinrot. 

Hat der Weisswein bereits genügend Sauerstoff benötigt, um sich richtig zu entfalten, so gilt dies für einen Rotwein erst recht, hauptsächlich wenn er so exzellent ist, wie der hier verkostete Trollinger. Olfaktorisch überzeugt der Wein jetzt mit feinen Duftnoten nach Wildkirschen und Muskatnuss. Im Mund und am Gaumen werden diese Anklänge geschmacklich bestätigt und durch eine gut eingebundene Säure ergänzt. 

Der 2015er Trollinger trocken hat einen sehr animierenden, runden und vollen Geschmack, ist zudem noch frisch, fruchtig, würzig und markant und mit einem langen Nachhall ausgestattet. Absolut ein Trinkvergnügen dieser großartige Trollinger. Hut ab! 

Der Wein hat 12,5% vol/alc und sollte bei 14 bis 16 Grad Celsius genossen werden. 

2015 Merlot trocken  Im Eichenfass gereift 

Als nächster Top-Rotwein wird nun dieser 2015er Merlot trocken verkostet. Im Wein Palais Nordheim wird er unter der Rubrik Premiumweine geführt. Seine Reife erhielt der 2015er Merlot trocken im großen Holzfass, wo er in aller Ruhe sich entwickeln konnte. Die Trauben, von der Qualität durchaus Spätlese-geeignet, wurden selektiert per Hand gelesen und auf der Maische vergoren. 

Die Vinifizierung hat äußerst schonend stattgefunden, damit eine solche Spitzen-Qualität entsteht. Merlot ist eine französische Rotweintraube die aus der Gegend von Bordeaux stammt. Legendäre Weine dieser Rebsorte entstehen in der Wein-Region Saint-Émilion und Pomerol, um nur Petrus und Le Pin zu nennen. Merlot ist nach Cabernet Sauvignon der zweithäufigst angebaute Rotweinsorte mit zunehmender Tendenz auch hierzulande. Als mediterrane Traubenart werden die Qualitätschancen des Merlot durch den Klimawandel in Deutschland zunehmend optimaler. So kann auch in Württemberg in den besten Lagen des Wein Palais Nordheim ein solcher Top-Merlot gedeihen. 

Im Glas überzeugt der Wein farblich mit einem intensiven Dunkelrot, wobei gleich erkennbar ist wie dicht der Wein daherkommt. Auch jetzt bitte nicht den Sauerstoff vergessen, denn gerade durch den Ausbau im Holzfass benötigt er diesen, um sich ganz zu öffnen. Wunderbare Anklänge in der Nase, die an Kirschen, Pflaumen, dunkle Beeren- und Kräuteraromen erinnern, lassen olfaktorisch erahnen, welche fruchtige Vielfalt dieser 2015er Merlot trocken besitzt. Im Mund und am Gaumen werden die Fruchtaromen geschmacklich bestätigt und durch die richtige Säure ergänzt. Der Wein ist extraktreich, durchaus komplex, kraftvoll und von einer beindruckenden Fülle. Durch die weiche Gerbstoffstruktur wird das geschmackliche Potential zudem erweitert. Dabei ist der Merlot körperreich, ausdrucksstark und doch dabei rund und ausbalanciert und mit einem nicht enden wollenden Nachhall versehen. Liebhaber eines optimalen Merlot werden entzückt sein. Trinkfreude pur! 

Der Wein hat kräftige 14% vol/alc und sollte bei 18 bis 20 Grad Celsius genossen werden. 

  Foto: Helga König
2015 Cuvée Rot trocken Im Barrique gereift 

Ein absolutes Highlight der Weine der Heuchelberg Weingärtner aus der Edition Wein Palais Nordheim wird mit dieser 2015er Cuvée trocken verkostet. Diese Cuvée wurde aus den Rebsorten Lemberger, Samtrot, Dornfelder und Merlot vinifiziert und nach der sorgsamen Gärung auf der Maische hat der Wein im kleinen Eichenholzfass in aller Ruhe heranreifen können. Dabei wurde an das Lesegut die höchsten Anforderungen gestellt, nur hochreifes, gesundes Rebgut wurde selektiert per Hand gelesen. Dies und der schonende Ausbau im Keller sind die entscheidenden Qualitätskriterien, ohne die eine solche Ausnahme-Cuvée nicht zustande kommt. Hier muss alles auf höchstem Niveau stimmen, damit der Wein bevor er im Barrique ausgebaut wird bereits eine optimale Qualität besitzen. Die Reifung im Barrique gibt ihm ein zusätzliches Volumen und die Röstaromen ergänzen sich geschmacklich fabelhaft mit der intensiven Frucht. Nur so kommen solche Pretiosen zustande, wie die hier verkostete 2015er Cuvée trocken. 

Im Glas präsentiert sich der Wein in einem tiefen Dunkelrot. Bitte auch hier nicht die Belüftung des Weines vergessen, damit die Gerbstoffe die wunderbaren Frucht-Nuancen freigeben können. Die Nase hat jetzt das Vergnügen überzeugende Anklänge an intensive Beerenfrucht, Pflaumen und eine feine Kräuternote wahrzunehmen. Im Mund und am Gaumen findet die entsprechende geschmackliche Bestätigung statt. Zu dem großartigen Volumen und der Opulenz tragen sowohl die feinen Tannine als auch die Röstaromen bei, die der Cuvée eine außerordentliche Fülle verleihen. Der Wein hat eine beindruckende Struktur, ist sehr komplex und ist zudem mit einem kraftvollen Körper versehen. 

Alles zusammen punktet mit einer sehr ausgewogenen Balance, zu der sich noch eine opulente Tiefe hinzu gesellt. Dabei verführt die 2015er Cuvée trocken mit einem besonders langen Nachhall, wo alle Komponenten noch einmal Revue passieren, beindruckende Frucht, feine Tannine, gut eingebundene Säure und zarte Röstaromen. Zudem ist die Cuvée bereits jetzt sehr weich und rund und der Ausbau im Barrique wird zusätzlich dafür sorgen, dass der Wein weiterhin auf der Flasche sein hohes geschmackliches Niveau noch weiterhin steigert. Auf dem Zenit angekommen, wird er durch seine Lagerfähigkeit von 8 bis 10 Jahren seine Verkoster noch besonders lange entzücken. Chapeau! 

Nachdem wir jetzt die 3 Weissweine und 3 Rotweine von den Heuchelberg Weingärtnern mit viel Freude und großem Respekt verkostet haben, hier unser Fazit:

Alle Weine überzeugen mit höchstem Niveau und allerbester Qualität. Sie sind individuell, besitzen einen eigenen, sehr ausgeprägten Charakter und sind dabei Terroir-betont, wobei es die Heuchelberger Winzer optimal verstanden haben, die geeignetsten Rebsorten mit dem richtigen Terroir zu verbinden. So sind Weine entstanden, die Premuim-Qualität besitzen und dies gilt sowohl für den Grauburgunder, den Sauvignon Blanc als auch den Chardonnay bei den Weissweinen. Sie alle sind sortentypisch und von einem exzellenten Geschmack. Die Roten haben uns ebenfalls angenehm überrascht, denn angefangen bei dem sehr animierenden Trollinger, über den Merlot, der komplett begeistert hat, bis hin zu der wunderbaren Cuvée, die man nur als großen Wein bezeichnen kann, solche Spitzenweine verdienen uneingeschränkte Anerkennung. Kurzum, sie schmecken alle phantastisch, was nicht so ganz überrascht, wenn man weiß, dass sie mit in den besten Weinbergen von Württemberg gewachsen sind. Aber auch dann müssen sie erst einmal auf die Flasche gebracht werden, damit beim Verkosten diese große Freude aufkommt, wie wir sie hier erleben durften. Für uns zählt aus diesem Grund die Genossenschaft Heuchelberg Weingärtner zu den besten in ganz Württemberg. 

Deshalb: Maximal empfehlenswert 

Peter J. und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur  Winzergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner e.G. und können den Wein dort bestellen. https://www.heuchelberg.de/